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Nervt die Adventszeit? Warum nicht für gute Stimmung sorgen - mit einem lustigen Video über Weihnachten im Internetzeitalter?

"Wenn es so weitergeht, werden die Grünen für Weihnachten sein, aber gegen die vorgeschaltete Adventszeit." Als Angela Merkel vor gut einem Monat im Bundestag sprach, wollte sie die Grünen als Dagegen-Partei abstempeln. Wer könnte schon etwas gegen die besinnlichen Tage vor Weihnachten haben?

In der Realität bedeutet die Adventszeit aber für viele einfach nur Stress, wie Umfragen belegen. Die Einkaufsmeilen sind noch verstopfter als ohnehin, und ich muss mir irgendwelche Geschenkideen aus den Fingern saugen – nur damit wir an Weihnachten noch mehr überflüssigen Krempel anhäufen. Damit aber nicht genug: Alle müssen sich auch noch gegenseitig ein fröhliches Weihnachtsfest wünschen – in der Regel nicht mehr als eine leere Floskel.

Zumindest dafür gibt es jetzt Abhilfe. Zwar hören die Weihnachts-Wünsche nicht auf, aber immerhin kann ich sie jetzt mit einem Hinweis auf ein lustiges Youtube-Video verbinden. Das geht natürlich nur, wenn ich meine besten Wünsche per Mail verschicke, aber da bin ich nicht der Einzige: Nach einer neuen Umfrage tut das inzwischen jeder vierte Deutsche.






Das dreiminütige Video erzählt die Weihnachtsgeschichte in Zeiten des Internets. Es geht los mit einer E-Mail von Maria an Joseph: „Wir müssen reden. Ich bin schwanger.“ Für den Weg von Nazareht nach Bethlehem wird GoogleMaps genutzt, Joseph hält derweil seine Freunde auf dem Laufenden – via Facebook: „Ich bin so aufgeregt, wird das Baby hier geboren?“ Die drei Könige folgen auf Twitter dem Stern und kaufen ihre Geschenke bei Amazon.

Die Geschichte ist amüsant und lehrreich. Denn sie führt vor Augen, dass heute sämtliche Kommunikation über das Internet stattfindet oder zumindest stattfinden kann.

Und andere Menschen mit dem Video erfreuen? Das funktioniert auch – sogar bei Leuten, die nicht ständig im Web 2.0 unterwegs sind. Meine Eltern beispielsweise sind ganz begeistert – und die nutzen weder Facebook noch Twitter. Inzwischen wurde der Clip auf Youtube über drei Millionen mal angesehen. Hergestellt wurde er übrigens von einer portugiesischen Internetfirma, die erstaunlich unauffällig bleibt – nicht einmal die Website wird in dem Video beworben.

Dabei ist Weihnachten doch schon längst zu einer reinen Kommerz-Veranstaltung geworden.

Ein weiteres nettes Weihnachts-Video: "Weihnachten ohne Atom"

(Foto auf der Startseite: Screenshot "The digital story of the Nativity")

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.