Klaus Dörre: „Viele Arbeiter im Osten sehen die AfD als wirtschaftsliberale Partei”
Der Wirtschaftssoziologe Klaus Dörre blickt mit Sorge auf eine Bundestagswahl, bei der die AfD stärkste Partei unter den Arbeitern wurde. Über das gescheiterte Projekt BSW, die Aufgaben der neuen Linken – und was die SPD hätte retten können
Sonnenkönig und Fischbrötchen: Der französische Blick auf die Wahl
Emmanuel Macron ist auf dem Weg zu Donald Trump, für ein paar Gratulationen nimmt sich der Präsident trotzdem Zeit. Das deutsche Machtvakuum nach der Wahl dürfte ihm zwar gefallen. Weniger allerdings der Erfolg der AfD
Sie nennen sich Tote auf Urlaub: In der Hafenstadt Odessa warten viele auf das Kriegsende
Auch wenn eine Niederlage absehbar ist, können sich die meisten Bewohner eine Kapitulation nicht vorstellen. Es ist wohl nach drei Jahren Krieg zu schmerzhaft
Stimmen aus der deutsch-afghanischen Community: Sie spüren Angst und Ablehnung
Etwa 419.000 Afghaninnen und Afghanen leben in Deutschland. Viele von ihnen sind bestürzt über die Tatverdächtigen von Aschaffenburg und München. Sie wehren sich gegen den Generalverdacht
Das BSW hat die Bundestagswahl verloren, wo die AfD gewonnen hat: In Ostdeutschland
4,972 Prozent: Beim BSW hadern sie mit dem knappen Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde und wollen rechtliche Schritte prüfen. Der genaue Blick auf das Wahlergebnis zeigt: Im Westen hat Sahra Wagenknecht hinzugewonnen – außer im Saarland
Die AfD, ein rein ostdeutsches Phänomen? Von wegen
Die AfD ist bei der Bundestagswahl auf dem zweiten Platz gelandet. Wer in ihr immer noch ein rein ostdeutsches Problem sieht, der irrt. Man muss dieser Partei mehr entgegensetzen als nur Ablehnung. Die Wahl hat gezeigt: Es gibt einen Weg
Jan van Aken: „Die Stimmung ist euphorisch – jetzt erkämpfen wir den Mietendeckel!“
8,8 Prozent: Parteichef Jan van Aken erklärt, warum die Linke so erfolgreich ist, was er vom BSW hält, wie er seine Partei außenpolitisch für die Trump-Putin-Ära rüstet und an welcher Kampagne die Neumitglieder jetzt arbeiten
Bündnis Sahra Wagenknecht: Warum das BSW um die Fünf-Prozent-Hürde zittern musste
Es wurde ganz knapp für das BSW mit dem Bundestagseinzug – Hochrechnungen sahen Sahra Wagenknechts Partei zuletzt bei fünf und 4,9 Prozent der Stimmen. Das finale Wahlergebnis ist mit einer für die vielen Ex-Linken bitteren Pointe verbunden
Guess who’s back: Die Linke ist zurück, weil sie an sich glaubt
8,8 Prozent holt die Linkspartei bei der Bundestagswahl, unter Erstwählenden 27 Prozent. Die Mitglieder bejubeln ihre Spitzenkandidat*innen Heidi Reichinnek und Jan van Aken. Es gibt etwas, das man über diesen Wahlerfolg wissen muss
Friedrich Merz gewinnt die Bundestagswahl – aber wie wird er Bundeskanzler?
Geschlossene Union, stärkste Fraktion im Bundestag, Regierungsauftrag: Friedrich Merz wird wohl nächster Bundeskanzler. Doch wird er mit mindestens einer der Parteien regieren müssen, die er im Wahleifer als „linke Spinner“ abgetan hat
Liveticker Bundestagswahl: Habeck kündigt Rückzug an, BSW und FDP raus
Die Linkspartei kann ihr Ergebnis von 2021 fast verdoppeln. Das BSW verpasst den Einzug in den Bundestag denkbar knapp – will das Ergebnis aber juristisch anfechten
Das Briefwahl-Chaos schließt mich aus: Warum mich das als Holocaust-Enkelin so schmerzt
Tausende Deutsche im Ausland erhalten ihre Briefwahl-Unterlagen nicht rechtzeitig, darunter die deutsch-jüdische Künstlerin Eliana Pliskin Jacobs in Istanbul. Sie hat heute einen Wunsch an Wähler*innen in Deutschland
Nachrichten aus der Bikinizone: Der Flaum ist politisch
Die Sozialen Medien kommen ständig mit neuen Beautytrends um die Ecke. Doch wir sollten uns gut überlegen, wie viel Zeit wir damit verplempern
Philosophin Silvia Federici: „Es geht immer um Frauenkörper“
Die italienische Philosophin Silvia Federici zeigt auf, wie eng die Hexenverfolgung und der aufkeimende Kapitalismus zusammenhingen
Europa kann es besser: Warum der Trumpismus zur Emanzipation einlädt
Die EU benimmt sich nach dem Vance-Schock auf der Münchner Sicherheitskonferenz wie ein Junkie, der seine Sucht mit immer größeren Dosen desselben Giftes zu befriedigen sucht. Tatsächlich wäre jetzt Umdenken vonnöten
Empörung in Hanau: Das verletzte Ehrgefühl der Deutschen
Nach der offiziellen Gedenkfeier in Hanau sind die Stadtverantwortlichen empört. Sie wollen brave Angehörige, die sich nicht kritisch äußern. Am besten, sie treten fortan aus dem Bild
Fremd im eigenen Land: „Unsere Nachbarn wagen es, wieder Faschismus zu wählen“
Die Anti-Migrations-Rhetorik vor der Wahl, bei der viel auf dem Spiel steht, hat Ängste geschürt, anstatt die drängenden strukturellen Probleme zu diskutieren
Rolf Mützenich im Gespräch: „Das hat schon gewisse Blessuren bei mir hinterlassen“
Während die Grünen wollen, dass die EU weitere 500 Milliarden für Waffen an die Ukraine ausgibt, sieht sich Rolf Mützenich als Teil der Friedensbewegung. Wie bilanziert der SPD-Fraktionschef die Arbeit von Außenministerin Annalena Baerbock?
Der rote Goebbels: Weidel redet von Hitler als Kommunist, Goebbels war wirklich mal einer
In den frühen 1920er Jahren bewunderte der spätere Propagandaminister Sowjetrussland als „Hoffnung einer sterbenden Welt“. Er war um diese Zeit Anhänger Gregor Strassers und damit des „nationalbolschewistischen Flügels“ der NSDAP
Winter-CSD in Berlin: Keine Liebe für Merz und seine LGBT-feindliche Politik
Zum ersten Mal fand bundesweit ein CSD im Winter statt. Kurz vor der Bundestagswahl setzt die queere Community so ein Zeichen gegen Hass und für queere Politik
Gebrauchsanweisung für Trumps radikalen Machtausbau: Was ist „Project 2025“?
Die Trump-Regierung setzt in ihren ersten Wochen zahlreiche Inhalte des radikalen „Project 2025“ um – doch dessen Architekten sind nur ein Teil des Angriffs auf die amerikanische Verfassungsordnung
„Nur 3,1 Prozent der behandlungsbedürftigen Geflüchteten erhalten eine Psychotherapie“
Janina Meyeringh ist Leiterin eines psychosozialen Zentrums für traumatisierte Geflüchtete in Berlin. Im Gespräch erklärt sie, warum viele Geflüchtete erst in Deutschland psychisch erkranken – und wie man das verhindern könnte
Gaza zum Blühen bringen: Das ginge nur nach Kriegsende. Und ohne Trump
Vor jeder Rückkehr zur Normalität im Gazastreifen steht ein gesicherter Frieden, den es bisher nicht einmal in Ansätzen gibt, und eine politische Perspektive. Über arabische Vorschläge und Pläne zum Wiederaufbau Gazas
Kognitive Dissonanz: Polen will Trumps Liebling bleiben, ohne die Ukraine zu verraten
Der neue US-Verteidigungsminister Pete Hegseth besucht bei seinem Antrittsbesuch in Europa Warschau, nicht aber Berlin. Polen ist als Partner willkommen, solange es US-Waffen kauft. Donald Tusk muss gute Miene zum neuen Spiel machen