Die Berliner Festspiele präsentieren zum dritten Mal die Thementage Reflexe & Reflexionen, kuratiert von der Politologin Saba-Nur Cheema und dem Historiker Meron Mendel. Unter dem Titel Die große Unordnung findet die aktuelle Ausgabe der Programmreihe vom 27. bis 30. August im Haus der Berliner Festspiele statt und widmet sich in verschiedenen Diskursformaten der Frage nach der Zukunft offener Gesellschaften in einer Zeit geopolitischer Unordnung.
Zugleich stehen die Thementage im Zeichen des 75. Jubiläums der Berliner Festspiele. Das vollständige Programm von Reflexe & Reflexionen ist auf der Website veröffentlicht. Der Ticketvorverkauf hat begonnen.
Vor dem Hintergrund globaler Konflikte und geopolitischer Machtverschiebungen widmet sich das viertägige Diskursformat den Folgen dieser Entwicklungen für liberale Demokratien und internationale Zusammenarbeit. Was kennzeichnet die gegenwärtige Weltlage? Welche politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Konsequenzen ergeben sich aus einer globalen Ordnung, die zunehmend von Kriegen, imperialen Machtansprüchen und multipolaren Konfliktlinien geprägt ist? Bei der Auseinandersetzung mit diesen Fragestellungen kommen prominente Sprecher*innen aus Politik, Wissenschaft und Kultur zu Wort, darunter der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze, die Journalistin und Autorin Nesrine Malik, Bundeskanzlerin a. D. Angela Merkel sowie der ehemalige Präsident Chiles, Gabriel Boric. Erstmalig werden zudem die Ergebnisse eines Schulprojekts von und mit Berliner Schüler*innen in Form einer Ausstellung präsentiert.
Neben der inhaltlichen Verbindung zu den Fragestellungen der diesjährigen Ausgabe von Reflexe & Reflexionen sind diese Themen auch in der Geschichte der Berliner Festspiele verankert. Als Kulturinstitution, die besonders mit der wechselhaften Historie Berlins und des geteilten Europas verwoben ist, reflektieren die Berliner Festspiele stets auch globale politische Entwicklungen. Zugleich fallen die vier Thementage vom 27. bis 30. August zeitlich mit weiteren Jubiläumsaktivitäten zusammen, die sich an diesem letzten Augustwochenende verdichten: vom Eröffnungskonzert des Musikfest Berlin, bei welchem Meron Mendel auch die Festrede hält, über den Start des Projekts What If Berlin – Die Ringbahn als Bühne für 27 vergessene Zukunftsvisionen, das einen künstlerischen Bogen zum diskursiven Programm spannt, bis hin zu Ausstellungen im Gropius Bau.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Programm rund um das 75-jährige Jubiläum der Berliner Festspiele.