Packendes Gerichtsdrama

Netzschau Stimmen aus dem Netz: „In der Verfilmung des gleichnamigen Roman-Bestsellers fokussiert Regisseur Yvan Attal auf brennende Themen am Puls der Zeit: die gnadenlose Mechanik der Justizmaschinerie und die schwierige Frage nach sexuellem Konsens.“
Claire (Charlotte Gainsbourg) und Exmann Jean Farel (Pierre Arditi)
Claire (Charlotte Gainsbourg) und Exmann Jean Farel (Pierre Arditi)

Foto: Jérôme Prébois © 2021 CURIOSA FILMS

„Er schafft es, die Sicht jeder Figur einzubeziehen und allen ihre Würde zu lassen. Les Choses Humaines ist ein atemberaubendes Drama mit einer herausragenden Charlotte Gainsbourg in einer der Hauptrollen.“ – zff.com

Eine Nacht, zwei Perspektiven

„Wie eine Zwiebel schält sich die Wahrheit Stück für Stück heraus. So gibt es auch auf Zuschauerseite keine Vorverurteilung, wir waren schlicht nicht dabei und werden so zu Schöffen. Bis zum Ende behält sich der Film einen Restzweifel an beiden Geschichten vor, woraus großes Diskussionspotenzial hervorgeht. Denn wem schenkt man nun Glauben? Und warum?“ – kino-zeit.de

Wo hört einvernehmlicher Sex auf? Ab wann ist es sexuelle Nötigung? Wann eine Vergewaltigung?

So erzählt Les Choses humaines nicht nur von einer nahezu unmöglichen Wahrheitsfindung, sondern vor allem auch, wie die eigene Wahrnehmung, die wiederum aus der jeweils eigenen Sozialisation resultiert, das Verhalten bestimmt. Wenn dabei zutage tritt, dass Alexandre Mila im Rahmen einer Mutprobe verführte – oder eben vergewaltigte – macht das den Studenten zwar unsympathisch und sein Verhalten moralisch verwerflich, doch zum Vergewaltiger macht es ihn noch nicht.“ – film-netz.com

26.10.2022, 18:08

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