Anja Salomonowitz
Drehbuch und Regie
Anja Salomonowitz entwickelte für ihre Filme eine eigene Filmsprache, in der sich Dokumentarfilm, Spielfilm und These vermischen. Dabei werden reale Erfahrungen der Menschen durch künstlerische Verfremdung verdichtet. Ihre hybriden Filme folgen alle einem strengen Farbkonzept. Sie ist bekannt dafür, dass ihre Filme explizit politisch sind und in ihrer künstlerischen Form die Grenzen und Möglichkeiten des Filmischen erweitern. Ihre Filme erhielten internationale Anerkennung und zahlreiche Filmpreise. Sie fanden Eingang in einschlägige Filmliteratur. Sie laufen auf zahlreichen internationalen Filmfestivals.
Anja Salomonowitz studierte Film in Wien und Berlin und arbeitete als Assistentin des Regisseurs Ulrich Seidl. Sie erarbeitet mit Studierenden an Universitäten deren Filme, u.a. an der Aalto Universität Helsinki, Department for Film and Television oder an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Sie ist Tutorin an der Documentary Academy am Jihlava Int. Filmfestival, gemeinsam mit dem philippinischen Filmemacher Khavn de La Cruz. Sie war Obfrau des österreichischen Dokumentarfilmverband und des Verbands Filmregie Österreich und von 2014-2017 im Aufsichtsrat der österreichischen Filmförderung. Anja Salomonowitz arbeitet als Dramaturgin des Drehbuchverbandes. Sie hält Masterclasses zum künstlerischen Film.
Anja Salomonowitz lebt in Wien und schreibt ihre Drehbücher in Kritzendorf an der Donau. Derzeit arbeitet sie an einem Film über die ukrainische Aktivistin Inna Shevshenko, die prominente Gründerin der feministischen Gruppe FEMEN. Der Film ist eine Verkörperung der visuellen politischen Kunst von FEMEN und repräsentiert neuen Pop - Feminismus.
Birgit Minichmayr
Maria Lassnig
Birgit Minichmayr (* 3. April 1977 in Linz) ist eine österreichische Schauspielerin. Ihre Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien schloss sie ab und debütierte 1999 am Burgtheater. Von 2007-2011 war sie festes Ensemble-Mitglied am Burgtheater und von 2011-2013 am Residenztheater in München. Bis 2019 arbeitete sie frei an großen Theaterhäusern, wie Hamburg, Berlin, München und Wien Nach der Geburt ihrer Zwillinge wurde Birgit Minichmayr wieder Teil des Burgtheaterensembles.
Minichmayr präsentierte sich 2001 als „Shooting Star“ der Berlinale und erhielt 2009 den Darstellerpreis der 59. Berlinale für ihre Rolle in „Alle anderen“. Sie wirkte in Filmen wie „Das Parfum“ (2005), „Gnade“ (2012), und „DREI TAGE IN QUIBERON“ (2018) mit, wofür sie den Deutschen Filmpreis erhielt. Auch im Fernsehen überzeugte sie in Serien wie „Die Neue Zeit“ (2019) und „Dengler“ (2015-2020). Ihre herausragende schauspielerische Leistung in der Verfilmung der „SCHACHNOVELLE“ (2021) brachte ihr eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis ein. 2022 war sie in „Das Netz – Ein Wintermärchen“ zu sehen und stand u.a. für Josef Hader für ANDREA LÄSST SICH SCHEIDEN sowie MIT EINEM TIGER SCHLAFEN (Regie Anja Salomonowitz) vor der Kamera.
Johanna Orsini
Mutter
Geboren 1968 in Klagenfurt. Studium der Violine an der Musikhochschule Wien, Schauspielausbildung am Mozarteum Salzburg. Theaterengagements u. a. am Burgtheater Wien, bei den Salzburger Festspielen, am Deutschen Theater Göttingen, am Volkstheater Wien, Schauspielhaus Graz, Stadttheater Klagenfurt, Landestheater Linz, Rabenhof, Kosmostheater Wien. Zahlreiche Eigenproduktionen mit Gastspielen im In- und Ausland.
Oskar Haag
Arnulf Rainer
Oskar Haag, geb. 2005, wuchs als Sohn eines Künstlerpaares in Klagenfurt, Österreich auf. In seiner Kindheit schon wirkte er in diversen Theaterinszenierungen als Schauspieler mit. Dazu kam, dass er sich autodidaktisch das Gitarren- und Klavierspiel beibrachte.
Mit gerade mal 16 Jahren veröffentlichte er „Stargazing“, seine erste, gefeierte Single und wird seitdem, vor allem in seinem Heimatland, als Pop-Shooting-Star bezeichnet. Weitere, nicht minder erfolgreiche Singles sollten erscheinen, bis dann, im Frühjahr 2023, sein erstes Album „Teenage Lullabies“ auf den Markt kam. Erste, ausverkaufte, Solo-Tourneen sollten folgen und Haag wurde kurz darauf, als jüngster Preisträger aller Zeiten, mit dem Amadeus Award in der Kategorie „FM4 Act des Jahres“ ausgezeichnet. Parallel dazu erhielt Haag, an der Seite von Johannes Krisch, im Film „Wald“ von Elisabeth Scharang seine erste kleine Filmrolle. Intendant Martin Kusej engagierte ihn als erst 17-jährigen für die Inszenierung „Wie es auch gefällt“ für das Burgtheater, in welchem Haag an bereits mehr als 20 Abenden als Musiker und Schauspieler brilliert. Seine Leistungen auf der wichtigsten Theaterbühne im deutschsprachigen Raum brachten ihm sogleich auch zwei Nominierungen für den „Nestroy“, dem größten Theaterpreis Österreichs.
In seiner Rolle als jugendlicher Arnulf Rainer im Film „Mit einem Tiger schlafen“ von Anja Salomonowitz und Spielpartnerin Birgit Minichmayr ist er bei der diesjährigen Berlinale zum ersten Mal in einer größeren Rolle zu sehen.
Lukas Watzl
Hans Werner Poschauko
Geboren 1990 in Graz. Bis 2016 Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar, danach Theaterengagements am Volkstheater Wien, dem Burgtheater und der Volksoper Wien.
Kinoarbeiten u.a. mit Sebastian Brauneis (Zauberer, 3 Freunde 2 Feinde, Die Vermieterin), Thomas Roth („Schächten“), Stefan A. Lukacs („Cops“) und Barbara Albert („Licht“).
Außerdem tätig in Streamingserien für Netflix mit Marvin Kren („Freud“, „Crooks“) sowie mit Stefan A. Lukacs für Amazon Prime (Luden - Könige der Reeperbahn) und für diverse Fernsehproduktionen in Deutschland und Österreich. Lukas Watzl lebt in Wien.
Maria Lassnig
Maria Lassnig (1919–2014) war eine herausragende österreichische Malerin.
Am 8. September 1919 in Kappel am Krappfeld geboren, studierte sie ab 1941 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. In den 1960er Jahren lebte sie in Paris, in den 1970er Jahren in New York. Inspiriert von Abstraktion und Surrealismus entwickelte sie ihre „Körperbewusstseinsmalerei“. Ihr farbgewaltiges und inhaltlich dichtes Œuvre gilt als visionär und wird hoch geschätzt.
Lassnig kämpfte ihr Leben lang gegen Ausgrenzung in einer männerdominierten Kunstwelt. 1980 wurde sie die erste Frau im deutschsprachigen Raum, die eine Professur für Malerei erhielt. 1988 wurde sie mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. 2013 erhielt sie den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk. Ihre Werke, darunter das 2021 im Dorotheum versteigerte „Wilde Tiere sind gefährdet,“ erreichen weiterhin Spitzenpreise. Der Film „Mit einem Tiger schlafen“ (2024) von Anja Salomonowitz mit Birgit Minichmayr in der Hauptrolle beleuchtet Lassnigs Leben und Schaffen.