Wie kann das autoritäre Aserbaidschan Gastgeber für eine „COP des Friedens“ sein?
Das Motto „COP des Friedens“, das für die 29. Weltklimakonferenz gewählt wurde, muss eine Art schwarzhumoriger Witz sein. Wie die vor ihm ist der Gipfel in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku eine reine Greenwashing-Aktion
Turteltauben machen mir Hoffnung in der Klimakrise
Bei der COP 29 in Baku geht es wieder einmal darum, ob die Staatengemeinschaft das selbst entfachte Klima-Inferno noch löschen wird. Unserer Kolumnistin macht etwas Hoffnung, was sie vor ihrem Fenster sieht
Ukraine-Krieg: Moskau reagiert mit Skepsis auf Trumps Ankündigungen
Donald Trump hat im Wahlkampf erklärt, er werde den Ukraine-Krieg schnell beenden. Für Russland ist das nur dann eine Option, wenn eine ukrainische Neutralität ausgehandelt wird. Putin äußert allerdings ein bisher kaum beachtetes Detail
Thüringen, Sachsen, Ampel-Aus: Minderheitsregierungen sind keine Katastrophe
Bundeskanzler Olaf Scholz ist dem Ruf nach schnellen Neuwahlen gefolgt. Das ist schade. Denn wo eine fixe Mehrheit fehlt, ist wahre Demokratie gefordert. Andere Länder fahren nicht schlecht mit „unklaren Verhältnissen"
Gewalt in Amsterdam: Die Kriege im Nahen Osten schwappen nach Westeuropa
Die Angriffe auf israelische Fußballfans in Amsterdam haben zu einem Diskurs geführt, der den Ereignissen nur in Maßen gerecht wird. Zugleich zeigt sich, dass die Ereignisse in Gaza und im Libanon auf europäische Metropolen übergreifen
Radoslaw Sikorski: Ein Falke will zu den Sternen
Polens Außenminister Sikorski will 2025 Präsident werden. Zuvor muss er sich jedoch in der regierenden Bürgerplattform (PO) gegen die interne Konkurrenz durchsetzen. Ein angespannteres Verhältnis zu Russland könnte ihm dabei zugutekommen
Das Ende des neoliberalen Zinnsoldaten
Er sei „auf die Straße gesetzt“ worden, meint der FDP-Chef. Was bedeutet es für die Wirtschaft, wenn der größte Fan der Schuldenbremse nicht mehr im Finanzministerium sitzt? Über Chancen und Risiken einer Christian-Lindner-freien Zukunft
Fotografien des ersten Kriegsjahrs in der Ukraine: Die Stille trügt
Der Fotograf Byron Smith reiste unmittelbar nach der russischen Invasion durch die Ukraine. Sein Fotobuch „Testament ’22“ überliefert die Spuren der Gewalt gegen die Zivilbevölkerung – und beschreibt, was Alltag im Krieg heißt
Nach Wahl-Desaster: Demokraten verharren im Glauben, das System funktioniere wie gewohnt
Auf nationaler Ebene herrscht Ratlosigkeit, wie die Demokratische Partei Donald Trump Paroli bieten kann. Sie hat die Stärke der MAGA-Bewegung unterschätzt und die Arbeiter ignoriert. Die Partei braucht einen Neuanfang
Greta Thunberg ist weder eine Heilige noch ein böses Kind
Greta Thunbergs Engagement für Palästina zerstört ihre Unschuld, heißt es. Es ist nicht das einzige Missverständnis über die schwedische Aktivistin
Mahnmal für Novemberpogrome 1938: Deportationsrampe am Lidl-Parkplatz
Zwei Mahnmale und eine jährliche Demo von Antifaschist:innen halten den 9. November 1938 im öffentlichen Gedächtnis
Künstliche Intelligenz im Tanz: Mehr als nur ein Bildschirmschoner
Künstliche Intelligenz erobert auch die körperlichste aller Künste: den Tanz. Werden Tänzer:innen bald durch sie ersetzt?
Gefügiges Eigentum: Warum Männer von Roboter-Freundinnen träumen
Virtuelle KI-Freundinnen zum Chatten und Sex-Roboter sind der Traum einiger Männer. Bei ihnen handelt es sich nicht um zurückgezogene Sci-Fi-Nerds, sondern um knallharte Frauenhasser
Kampf gegen Rechtsextremismus: Der Stolzmonat bleibt queer
Neubrandenburg, Gifhorn, Görlitz: Nicht nur militante Neonazis greifen vermehrt CSD-Paraden an. Doch die Community wehrt sich
Sehen lernen: Deutsche Theater üben Selbstkritik
Neuer Naturalismus und Verdopplung à la Platon: Wie die Theater beginnen, ihre gesellschaftliche Rolle neu zu reflektieren
Der Tschad wird immer mehr zum Auffanglager für Flüchtlinge aus dem Sudan
Mitarbeiter:innen von Hilfsorganisationen beklagen schwerwiegende Finanzierungslücken bei der Versorgung der Vertriebenen. Deshalb haben die Vereinten Nationen einen Unterstützungsfonds von 1,5 Milliarden Euro ins Leben gerufen
UN-Klimakonferenz: Es geht um 1.000 Milliarden Dollar – jedes Jahr
Die Folgen der Klimakrise werden immer dramatischer, wie gerade wieder in Spanien zu besichtigen. Doch die Erwärmung lässt sich noch stoppen, wenn überall auf der Welt massiv investiert wird. Entwicklungsländer brauchen dafür Unterstützung
Auch 2024 ertranken dutzende Migranten im Ärmelkanal
Einst versuchten sie, Großbritannien auf Fährschiffen in oder unter Lastkraftwagen oder als blinde Passagiere der Eurostar-Züge zu erreichen. Immer striktere Kontrollen verhindern das inzwischen – so bleibt ihnen nur das Schlauchboot
Edelweißpiraten: Jugendliche werden 1944 in Köln-Ehrenfeld öffentlich gehängt
Kurz vor Kriegsende wird an Kölner „Edelweißpiraten“ zur Abschreckung ein grauenhaftes Exempel statuiert. Der Befehl kommt von SS-Führer Heinrich Himmler. Nach 1945 werden die Ermordeten lange nicht als Widerstandskämpfer anerkannt
Lästige Konkurrenz? Wie es der Kunsthochschule im Ostteil Berlins nach 89 erging
Von den Umwälzungen, die auf den Mauerfall 1989 folgten, war auch die Kunsthochschule Berlin im Ostteil der Stadt stark betroffen. Zwischenzeitlich drohte ihr sogar die Schließung. Über ausgebremste Reformvorhaben und Lehren für heute
Netflix-Doku „Will & Harper“: In die Welt hineinpassen wollen
Will Ferrells Netflix-Doku „Will & Harper“ über eine Transfrau und ihren Kollegen ist nicht ohne blinde Flecken – und leider manchmal übergriffig. Trotzdem ist die Dokumentation vor allem für Cis-Personen ein absolutes Must-See
Nicolas Stemann am Thalia Theater Hamburg: Demokratie, Baby!
Nicolas Stemann kehrt mit „Orestie I – IV“ ans Thalia Theater Hamburg zurück und lässt in einem teils etwas wirren Stück das Volk über Orests Schuld abstimmen. Zum Glück sind da noch die Schauspieler:innen
35 Jahre nach dem Mauerfall zerfällt die amerikanische Hegemonie
Dieser Tage wird der Mauerfall am 9. November zum 35. Mal „gefeiert“. Was dabei oft ausgeblendet wird: Schon an diesem historischen Tag begann der Ausverkauf der Revolution – und der Osten erlag den Versuchungen des kapitalistischen Westens
Mauerfall: Warum blieb die friedliche Revolution so friedlich? Eine provozierende These
Keine Schüsse, kaum Sachschäden: Die 1989er-Bewegung gegen die SED-Herrschaft verlief erstaunlich friedlich. Aber warum? Die Gewaltlosigkeit muss in der Gesellschaft des Staates verankert gewesen sein, gegen den sie sich richtete