Artikeln
Im wabernden Nebel des Verbrechens: Ledicia Costas’ Thriller „Schande“
Ein Thriller, der unter die Haut geht: „Schande“ von Ledicia Costas untersucht die tiefen Wunden männlicher Macht und das Versagen des Rechtssystems. Ein packendes Drama um Vertuschung, Trauma und die verzweifelte Suche nach Gerechtigkeit
Scheck, Sexismus und „Spiegel“-Aufkleber: Literaturkritik und ihr kommerzielles Gegenstück
Denis Scheck verreißt, Sticker verkaufen: Die Debatte um Sexismus in seiner Sendung „Druckfrisch“ lenkt ab vom Wesentlichen: Literaturkritik und ihr kommerzielles Pendant, der Bestseller-Aufkleber, dienen beide dem großen Geschäft
Krankenkassen-Reform: Verabschiedet sich die CDU vom konservativen Familienbild?
Die GKV-Pläne zur Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung von Ehegatten klingen nach Modernisierung – doch sie könnten ausgerechnet jene Frauen benachteiligen, die jahrzehntelang unbezahlte Sorgearbeit geleistet haben
Die ewige Mär vom „rechten Osten“: Der Westen war der Sonderfall
Wahlergebnisse und Umfragen sind eindeutig: Die AfD ist kein Problem verstockter Ossis. Taktisches Manövrieren hilft hier nicht. Was wir wirklich brauchen, ist gute und verlässliche Politik
Klagechor statt Aufschrei: Lina Muzur sammelt Frauenprobleme
Die Lebensmitte als Wendepunkt: Lina Muzurs Sammlung von Sprachnachrichten zeigt, wie Frauen mit Erwartungen und Herausforderungen ringen. Alterskohorte und Herkunft prägen dabei meist die Probleme
Helene Bukowskis Blick auf eine verlorene DDR-Welt: Was ist daran irritierend?
Helene Bukowski rekonstruiert in ihrem für den Preis der Leipziger Buchmesse nominierten Roman das kurze Leben einer DDR-Klavierspielerin. Sie schreibt sich als Ich-Erzählerin sehr nah an ihre Figur heran. Das ist zuweilen problematisch
Lukas Rietzschels neuer Roman aus dem Osten: Sanditz ist kein AfD-Kaff, es ist stabil
In seinem neuen Roman schreibt der Görlitzer Autor Lukas Rietzschel über eine ostdeutsche Familie im fiktiven „Sanditz“. Eine, die Krisen kennt und nicht rechts wählt. Ein Gesellschaftsroman des Ostens ist es nicht, sagt unsere Autorin
„Das W war der Endgegner“: David Hugendick schreibt über sein Stottern
Wie macht man aus einem Handicap eine Stärke? Der preisgekrönte Kulturjournalist David Hugendick zeigt es in seinem Buch „Jetzt sag doch endlich was“. Ein witziges, schmerzhaftes und brillantes Werk
Social-Media-Verbot: Ich bin hier ganz bei den Konservativen, sie haben recht damit
TikTok, Instagram & Co. befördern Bulimie, Magersucht, Holocaust-Leugnung und Andrew-Tate-Machismo – aber den Kindern Social Media verbieten? Das erscheint vielen Eltern unvorstellbar – sie müssten dafür ja ihr eigenes Smartphone weglegen
Jana Hensel irrt sich: Nicht Ostdeutschland, sondern die Demokratie ist in der Krise
Diktaturerfahrung, Freiheitsschock, Jammer-Gen? Die Debatte um den Rechtsruck zwischen Dresden und Schwerin ist verzerrt. Nicht das Verhältnis des Ostens zur Demokratie ist in der Krise, sondern die Demokratie und ihre Wirtschaftsweise
Auf den Spuren der Treuhand: Lasst euch von Tönnies nicht die Teewurst-Messe lesen!
Unsere Autorin ist Tochter einer ostdeutschen Fleischwarenfachverkäuferin. Als sie von der Abwicklung der Eberswalder Wurstwerke durch den westdeutschen Tönnies-Konzern erfuhr, zuckte sie trotzdem erst einmal arrogant mit den Schultern
Sind rechte Bewegungen im Osten die Fortsetzung der Protestkultur in der DDR?
Rechte Subkulturen im Osten gelten oft als Produkt autoritärer Prägung aus DDR-Zeiten. Der Soziologe Stefan Wellgraf widerspricht. Sein Buch „Staatsfeinde“ verdient eine breite Leserschaft
„Free Birth“? Für mich als dreifache Mutter ist eine Alleingeburt ein Schreckensszenario
Eine Influencerinnen-Bewegung beschwört die Macht der Frau, Kinder ganz allein zur Welt zu bringen, ohne Ärztin und Hebamme. Unsere Autorin versteht, warum die Erzählung von der freien Geburt so verfängt – und widerspricht ihr dennoch
Ich galt mit Kleidergröße 38 als curvy. Kleine Warnung vor dem Fitness-Wahn
Diäten, Kontrolle und Selbstoptimierung prägen den Blick auf den eigenen Körper. Dabei ist das Wissen um Gesundheit, gute Ernährung und Sport ungleich verteilt. Wo wir genauer hinschauen müssen, um gut zu leben
Fabelhaft dunkles Funkeln: Madame Nielsens kritische und aberwitzige Analyse der Deutschen
Die dänische Schriftstellerin Madame Nielsen seziert in ihren absurd-komischen Texten die deutsche Sprache, neurechte Ideologien und Marotten aus der Perspektive der Außenstehenden. Ein literarisches Geschenk, findet unsere Autorin
Marlen Hobrack: Meine letzte Kolumne. Ein Dank an meine Leser*innen
Drei Jahre hat Marlen Hobrack im "Freitag" ihre „Mutti Politics“-Kolumne geschrieben. Nun ist Schluss. Sie zieht ein Fazit über Mutterschaft, soziale Gerechtigkeit und verlorene Zukunftsvisionen. Klar ist: Wir werden weiter streiten
Eine würzige Prise Weihnachtswut: Fünf Bücher für den Klassenkampf
Diese fünf Bücher zeigen, wie Superreiche fliehen, wie neoliberal die Sozialdemokratie wirklich ist, Arbeit zum Fetisch gerät und Klasse unsichtbar bleibt. Die perfekte Lektüre für alle, die an Weihnachten lieber klarsehen als konsumieren
Mütter lästern gerne über andere Mütter. Daran ist nicht das Patriarchat schuld
Die Mutter ist der Mutter ein Wolf. Ja! Es sei denn, wir entscheiden uns, besser miteinander umzugehen
Luxusvillen besteuern wie in Hollywood? Wie viel Geld der Linke-Plan einbringen würde
Die Linke will Luxusvillen stärker besteuern und so günstigen Wohnraum schaffen. Ist das ein populistisches Trostpflaster oder ein Mittel im Kampf gegen zu hohe Mieten? Und welche Erfahrung hat Hollywood mit einem ähnlichen Modell gemacht?
Im arktischen Eis verliert sich zuweilen die Erinnerung: Riley James’ „Kälte“
Kälte als Kulisse: Riley James’ Thriller funktioniert – solange man nicht über Sonnenstände und Vitamin D nachdenkt
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