An: Michelle Obama (firstlady@whitehouse.gov)
Subject: Re: Annie-Leibowitz-Fotoshooting in der Vogue
Nein, nein, versteh mich nicht falsch, Du siehst großartig aus! Wie immer! Ich bin nur etwas irritiert, dass mein Vize Joe Biden Deine Bilder als Bildschirmschoner benutzt, das ist alles. Zuerst hat er sich einen Klingelton mit Jeremiah Wright auf sein Handy geladen, der „Gott strafe Amerika!“ sagt, und nun das. (Ich muss schon sagen, dass mich das aufregen könnte, sollte ich mich je über etwas aufregen.) Hey, wollen wir uns heute Abend nicht Teil IV vom Paten ansehen, im Kino hier im Weißen Haus? Warum sollten wir die Annehmlichkeiten hier nicht nutzen – ich glaube nicht, dass sonst schon jemand weiß, dass der Film überhaupt schon draußen ist.
Alles Liebe, B
An: Jon Favreau (redenschreiber@aol.com), David Axelrod (david@davidaxelrod.com)
Subject: Ottawa-Rede, 19. Feb
Jon/Davis – Bevor ich diese Woche zum Staatsbesuch nach Kanada fliege, muss ich den Teil meiner Rede noch etwas ausbauen, der mit den Worten beginnt: „Eine enge Freundschaft mit Kanada bleibt für die USA von entscheidender Bedeutung, da ...“ Mein Kopf ist völlig leer, mir will einfach nichts einfallen. Jedes Mal, wenn ich es versuche, schlafe ich ein. Ich weiß auch nicht warum. Ich schätze, dieses Paket zur Wiederankurbelung der Wirtschaft durch den Senat zu bekommen, hat mich doch mehr Kraft gekostet als ich dachte. Könnt Ihr mir bis heute Abend jeder zweihundert Wörter schicken?
Danke, Barack
An: Sasha Obama (nickjonasfan@yahoo.com)
Subject: Re: ein Vorschlag, wer Dein neuer Handelsminister werden könnte
Süße, es ist wirklich ganz ganz lieb von Dir, dass Du mir helfen möchtest und ich weiß, wie sehr Du die Jonas Brothers magst, aber das sind nun mal keine Wirtschaftsexperten. Ich kann deshalb keinen von ihnen zum Handelsminister machen, wie Du mir vorschlägst! Wahrscheinlich hast Du die Schlagzeile gelesen: „Obama-Team peinlich berührt und verzweifelt, weil schon wieder ein Kandidat abgesagt hat“, aber ganz so verzweifelt sind wir dann doch nicht! Viel Glück mit Deinen Hausaufgaben – denk dran: sieben Minuten Fernsehen zur Belohnung, wenn Du mit allem fertig wirst.
XXX, Papa
An: Rahm Emanuel (rahm.emanuel3@gmail.com)
Subject: Dringend – mögliche Handels.-Kandidaten
R, kannst Du mir ein paar Informationen über die Jonas Brothers besorgen und mich in zehn Minuten im Oval Office treffen?
BHO
An: White House IT-Support (helpdesk@whitehouse.gov)
Subject: Fwd: Sexy britischer Premierminister wartet darauf, Dich zu treffen JETZT!
Leute, ich hab an die 200 Spam-Mails von dieser offensichtlich falschen „number10.gov.uk“-Adresse bekommen. Der echte Gordon Brown würde doch nicht so betteln. So verzweifelt ist der doch auch noch nicht, oder? Können wir also bitte alle Nachrichten mit diesem Absender blockieren? Vielen Dank im Voraus,
Barack
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Mehr als deutlich ist nun jedem geworden: der Freitag /neu will witzig sein. Aktuell und witzig, Also "in" und witzig und politisch korrekt. Nicht so wie Raab, aber genau die Mitte zwischen stylisch und ästhetisch, aber natürlich von allen Intellektuellen gemocht. Das Ziel mag ehrenwert sein. Aber um es klar zu sagen: daran müsst Ihr noch arbeiten ! ( weil das so in den TAZ Stil geht, schreib ich jetzt auch im schwesterlich-alternativen Du...) Diese Scherze mit Guttenberg und sowas mit Obama ...das ist doch weder noch.
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Naja, wenn dann müsste nicht der Freitag, sondern der Guardian daran arbeiten ;) -> http://www.guardian.co.uk/world/2009/feb/16/barack-obama-blackberry-emails
Aber man muss ja auch nicht alles übernehmen... |
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ich finds gar nicht schlecht ;-)
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ich musste an das tagebuch der carla bruni bei der taz denken. und das find ich ähnlich überflüssig wie das hier.
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dem schließe ich mich an... :-/
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Flach und nicht wirklich lustig. Das Format bietet eigentlich eine grandiose Gelegenheit, mit beissender Satire auf einige Merkwürdigkeiten aufmerksam zu machen. Verschenkt. Nehmt Euch ein Beispiel an http://twitter.com/schaeuble wenn auch schon eine Weile her (aber noch immer online) - DAS ist lustig.
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Unnötig
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Hat in etwa das Niveau einer Schülerzeitung
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Statt Hintergrundanalyen der "neuen" Politik in USA QuatschComedie. Ist das der neue Stil des Freitag?
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Autsch. Schade um den Platz...
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Ausgabe 06/12
09.02.2012
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Na, wie war's in der Schule