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Europas strategischer Irrtum

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Jeffrey Sachs

Hardcover

336 Seiten

30 €

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DOK Leipzig

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69. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar und Animationsfilm

An verschiedenen Leipziger Kinos und Veranstaltungsorten

Katharinenstraße 17

04109 Leipzig

25.10.2026 - 01.11.2026

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Glaube

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Alauda Ruiz de Azúa

Drama

Spanien 2025

115 Minuten

Ab 29.10.2026 im Kino!

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A.D. Trantenroth

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Artur Dieter Tranthenroth

Kunstmuseum Bayreuth

Maximilianstraße 33

95444 Bayreuth

Vom 25.10.2026 bis zum 28.02.2027!

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Kultur : Geld oder Baby

Die Geschichte zeigt: In Zeiten der Rezession sinkt die Zahl der Geburten. Doch das krisengeplagte Island verzeichnet gerade einen Geburtenboom. Was ist da los?

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Das Getrampel kleiner Füße wird in Island zur Zeit offenbar lauter. Hat das etwa etwas mit der Bankenkrise zu tun? Die Geburtenrate ist in diesem Jahr um 3,5 Prozent angestiegen und hat dem Land damit die höchste Zahl an Neugeborenen seit mindestens einem halben Jahrhundert beschert. „Ich denke, viele von uns haben Trost in Liebe und Sex gesucht“, schreibt die bekannte Bloggerin Alda Sigmundsdóttir wehmütig.

Eigentlich ist es widersinnig, in wirtschaftlich harten Zeiten mehr Kinder zu bekommen und es gibt auch kein historisches Beispiel für solch einen Fall. Das ganze 20. Jahrhundert hindurch gingen die Geburtenraten in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten stets eher zurück. So beispielsweise in den USA der dreißiger Jahre - damals fiel die Rate von drei auf zwei Kinder pro Frau. In nachfolgenden Rezessionen wiederholte sich dies.

Was also ist los in Island? Helga Gottfreösdóttir, Professorin für Geburtshilfe an der Universität von Island, sagt, das Land habe bereits vor der Krise einen Anstieg der Geburtenrate verzeichnet. Sie sei von 2,09 Geburten pro Frau auf 2,14 gestiegen (in Großbritannien liegt sie bei 1,95, in Frankreich bei 2,02). Angesichts der mit 320.000 geringen Bevölkerungszahl Islands, bedeutet der Anstieg in absoluten Zahlen lediglich 275 tatsächliche Geburten.

Gottfreösdóttir zeigt sich skeptisch, dass Island sich auf lange Sicht dem internationalen Trend widersetzen wird, fragt sich aber, ob ein Grund für den Anstieg vielleicht in Islands großzügigem Elternurlaub liegt. „Hier werden Eltern von Neugeborenen neun Monate lang freigestellt: Drei Monate die Mutter, drei Monate der Vater, und drei zusätzliche für einen von beiden.“

Noch besser treffen es die arbeitslosen Isländer mit Familienzuwachs. Sie bekommen sechs Monate lang ein Gehalt für die Kindererziehung bezahlt. Wer behauptet da noch, die Wirtschaft entscheide nicht über das Leben?

Übersetzung: Holger Hutt
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