Empfehlung der Woche

Wasser – das bedrohte Element

Wasser – das bedrohte Element

Mojib Latif

Klappenbroschur

240 Seiten

22€

Zur Empfehlung
THEATER DER WELT Chemnitz 2026

THEATER DER WELT Chemnitz 2026

Theaterfestival

Festivalzentrum: Spinnbaugarten

Vom 18. Juni bis 5. Juli 2026!

Zur Empfehlung
Sechswochenamt

Sechswochenamt

Jacqueline Jansen

Drama

Deutschland 2025

98 Minuten

Ab 18. Juni 2026 im Kino!

Zur Empfehlung
„… dieser Feind steht rechts!“ Der Kampf gegen den Nationalsozialismus vor 1933

„… dieser Feind steht rechts!“ Der Kampf gegen den Nationalsozialismus vor 1933

Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Stauffenbergstr. 13-14 | 10785 Berlin

Bis zum 23. August 2026!

Zur Empfehlung

Kultur : Heimisch geworden

In den siebziger Jahren schufen toskanische Winzer den Tignanello. Heute ist er aus der Gegend nicht mehr wegzudenken

Zum Kommentar-Bereich

Dieser Artikel ist für Sie kostenlos. Unabhängiger und kritischer Journalismus braucht aber Unterstützung. Wir freuen uns daher, wenn Sie den Freitag abonnieren und dabei mithelfen, eine vielfältige Medienlandschaft zu erhalten. Dafür bedanken wir uns schon jetzt bei Ihnen!

Share Icon
Jetzt kostenlos testen

Es war einer der ersten Weine einer ganz neuen Generation. Bereits in den 1970er Jahren hatte man im toskanischen Weinhaus der Marchesi Antinori begonnen, mit einer Rebsorte zu experimentieren, die auch für die Klasse einiger der größten Bordeaux-Weine verantwortlich ist, dem Cabernet Sauvignon. Ihm zur Seite stellte man den alten toskanischen Sangiovese, der damals allerdings auf sich allein gestellt nicht wirklich in der Lage schien, Weine von Weltklasse hervorzubringen.

Als Chianti Classico konnte man den Wein nicht verkaufen, denn in dem durfte kein Cabernet enthalten sein. Also schickte man ihn erst als schlichten Tafel-, später als Landwein auf die Reise um die Welt, und hatte Erfolg damit. Und was für einen Erfolg! Tignanello hatten sie den Neuen genannt, der in der Landschaft der Hügel und der Zypressen anfangs so fremd wirkte, mit den Jahren aber immer toskanischer, immer typischer wurde – nicht zuletzt auch, weil immer mehr Sangiovese in ihm enthalten war.

Heute gilt dieser Tignanello als echtes Urgestein der Region. Sein toskanischer Charakter ist unverkennbar, seine Klasse bewiesen, und wer einmal das Glück hat, alte Jahrgänge, den 1985er oder den 1988er etwa, zu trinken, der weiß, dass dieser Wein auch richtig gut altern und reifen kann. Der bislang beste Jahrgang gelang den Antinoris mit diesem 2007er. Von ungemein frischer, rubinroter Farbe, betört er im Duft mit Beerenaromen, mit dem Geruch von Unterholz und Pilzen und mit einer unvergleichlichen Würzigkeit und aromatischen Tiefe. Am Gaumen ist er rund, dicht, samtig und fruchtig, besitzt perfekte, reife Tannine und Aromen, die lange im Mund nachhallen. Wie gesagt, es ist der beste Tignanello bisher … wenn man den 2008er noch nicht probiert hat.

Tignanello 2007Marchesi Antinori, Firenze (Toskana/Italien) Preis: ca. 66,- EUR

Diesen Wein suchen und kaufen

Diese Kolumne basiert auf einer Kooperation mit Deutschlands ältestem unabhängigen Weinportal.ENOWorldWine

sticky banner image

Neue App. Neue Möglichkeiten.

Freitag digital zum Aktionspreis lesen