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Ich kann nicht töten, 19??:
Verweigert den Kriegsdienst/Wehrdienst/Dienst mit der Waffe.
Muss zur ersten Anhörung.
Danach zur Überprüfung der ersten Anhörung.
Dann zur Verhandlung vor das Verwaltungsgericht.
Mein Anwalt gibt mir das Mantra:
Zeig ihnen, dass der Befehl zum Töten
Deine Persönlichkeit bis in die Fundamente erschüttern wird.
Befremdliche Selbstverständlichkeit:
Du sollst nicht töten.
Nationale Volksarmee und Bundeswehr vereinigt: Wo ham’Se gedient?
Das schnelle Töten lernt man am besten im Alter zwischen 14 und 20.
Wie man heute hört, ist der militärische Rang vorteilhaft
für eine Karriere bei der Deutschen Bank.
Generalsekretär statt General?
Stehen Parteien und Banken im Krieg?
Angriff oder Verteidigung?
Nein, ich bin kein Siegfried,
ich kann nicht töten:
gestern nicht, heute nicht,
kein Schloss, keinen Drachen,
nicht den Fremden, der anders betet,
nicht den Auftraggeber, der mich prellt,
nicht den Schlossherrn, der Euch knechtet,
nicht den Richter, der uns unrecht spricht.
Seid froh, es gibt kein Blutbad,
den Umgang mit Feuerwaffen,
mit Minen und Granaten,
habe ich nicht gelernt:
Ich kann nicht töten,
will nur spotten,
auf dass Euch heiter
Frischmut erregt.
Hier endet der 52. Eintrag: Dieser Blog mischt Fiktion mit Realität. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig und in der historischen Überlieferung nicht verbürgt. Ich bin nur der Navigator, mein Name sei NEMO:
Ich schreibe um unser Leben. Bitte bleib dran.
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Lieber archie,
wirklich toll. Einfach schöne Gesichtzeilen, die mir sehr gefallen. Eine Prise Heiterkeit in einem sehr ernsten Thema. Klasse. Vielen Dank. Weoter so. Ich bleibe dran. por |
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....sorry ich meinte "Gedichtzeilen" seufz!
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Lieber por,
ob man überhaupt noch mitreden darf, wenn man nicht töten kann? Du hast gestern ja auch schon über die Militarisierung der Sprache und der öffentlich diskutierten Gedankenlandschaft nachgedacht.... Herzliche Grüße archie |
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Lieber archie,
ich finde ,Du kannst schon mitreden. Herzliche Grüße por |
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Lieber por,
dann hoffe ich, dass wir beide mitreden dürfen, auch wenn wir nicht töten können. Einen schönen vierten Advent wünsche ich Dir herzlichst archie |
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Dem schließe ich mich an.
Auch Dir einen schönen 4 Advent. Herzliche Grüße por |
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Hallo, ich stimme natürlich zu, will aber mal den kürzlich auch in der ARD gelaufen habenden RAF-Film reinbringen. Die wollten ändern, und haben auch getötet, ganz unwillkürlich. - Welche historische Revolution, die eine war, hat das nicht?
Bei der Bundeswehr war ich, weil ich die Waffen des Feindes kennenlernen wollte, so 80/81. Es war mir vergönnt. Dann habe ich als Soldat verweigert, ich wurde während meiner Dienstzeit nicht anerkannt als Kriegsdienstverweigerer, weil ich kein religiöses Gewissen hatte. Dafür aber nicht befördert (was Geld ist), ging als einfacher Soldat wieder ab und wurde aber nie zu einer Reserveübung gezogen. Die Erfahrungen sind mannig, und bestätigen den Beitrag von Archinaut, obwohl ich der beste Schütze meiner Kmpanie war. Und doch: Revolutionäre kann ich verstehen, obwohl der Weg der Revolution nicht über Leichen gehen sollte. Dann bliebe alles beim Alten, weil niemand vertsehen würde wegen Altem. Aber wie? Gewalt ist überall. Und weiches Wasser bringt doch auch nix, nicht wirklich. Notwehr? etc. Wer prägt Begriffe? ... Wie ein Blitz ... und gut. |
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Lieber Rainer,
Du bist immer noch ein guter Schütze.... Die Waffen des Feindes hast Du kennengelernt! Gandhi hat's auch geschafft, o.k., anderer Kulturkreis, die Waffen von Martin Luther liegen uns vielleicht näher... Ich glaube an das weiche Wasser, das ist stärker als jeder Blitz. Aber die Menschen sind verschieden. |
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schrieb am
18.12.2009 um 19:44
Danke Dir.
Früher, zu der Zeit hörte ich etwas dieses: |
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schrieb am
18.12.2009 um 19:47
Und dieses:
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Kein einfaches Thema; es gibt auch keine einfachen Antworten; meine, mehr Fragen, die schon kompliziert sind. Bei Gandhi als Beispiel habe ich meine Probleme. Denke mal, das passte den Briten in ihr Konzept bei der Neustrukturierung ihres zusammenbrechenden Kolonialsystems in Asien. Lieber den Gandhi an der langen Leine als die Kommunisten an der Macht. Gandhi lebte einige Jahre in Südafrika. Wäre etwas für das Südafrika-Thema.
Dieses Lied höre ich auch in Zukunft immer gern. |
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lieber rainer,
zwei Seelen wohnen in Deiner Brust...? |
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Ach, die guten wahren Lieder: Die Schmuddelkinder. Die Degenhard-Platte gabs auch in der DDR.
Und "Es ist an der Zeit" habe ich als mp3 immer bei mir und - aus verschiedenen Gründen - den ganzen Sommer über gehört. |
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Es gibt doch diesen Text von Umberto Eco, wo er beweist, dass es richtig ist, Kindern Spielzeugwaffen zu schenken.
Bis kommenden Donnerstagvormittag ist noch Zeit zum Einkaufen... |
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Oh meisterfalk, damals gab's doch noch keine Computerspiele. Einem Kind eine Zündplätzchenpistole schenken? Das wird doch von seinen Altersgefährten Hohn und Spott preisgegeben.
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schrieb am
18.12.2009 um 20:46
Wieso? Oldschool ist cool!
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Genau. Und John Wayne als Elefantenteribel oder eine andere pädagogische Hilfskraft.
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@luggi,
das Thema ist schwierig, aber unsere fünf großen Konflikte sind nicht durch (tötende) Gewalt zu lösen - Generationenkonflikt - Geschlechterkonflikt - ungerechte Verteilung von Wissen - ungerechte Verteilung von Besitz - Konflikte zwischen Ethnien @meisterfalk aus einer bewaffneten Gesellschaft sind Spielzeugwaffen nicht wegzudenken, was soll man denn sonst der Rute entgegnen? |
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@ archie
"...aber unsere fünf großen Konflikte sind nicht durch (tötende) Gewalt zu lösen..." Aber die Privilegierten bei den Konflikten versuchen es immer wieder. Ich stimme mit dir mit der Vision einer Welt ohne Krieg und Militär und Kriegspropaganda und und und überein, aber wat mutt, dat mutt. |
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@luggi
ja, da ist vielleicht der springende Punkt, gerade zeigen die Seeräuber vor Somalia der Welt, wie Waffen zielgerichtet effektiv eingesetzt werden können, in Afghanistan sind Effizienz und Ziele eher unklar.... |
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"Männer führen Kriege gegeneinander, weil jeder Mann in sich selbst einen Krieg ausficht." Lewis Caroll
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Über die Kriegskunst der Frauen weiss ich zuwenig,
liebe Magda, aber mit dem Zitat triffst Du mit Caroll genau in's finsterschwarze Männerherz.... |
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??? :-)
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Puh = Viel Gewalt um mich und angeblich in mir. Bei Youtube von es ist an der Zeit irgendwie auf Videos mit dem Titel "Bundeswehr rockt" u.ä. gestoßen. Wieder einmal festgestellt, dass mich der ganze martialische Kram trotz des Wissens um seine Folgen fasziniert. Wenn das Ziel ein Wimpel wäre und nicht der Tod würde ich sogar mitspielen wollen. Ist das der Krieg den Magda zitiert?
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Über das Zitat kann ich nur Mutmaßungen anstellen.... mich hat das Spiel, auch das Ringen mit dem Tod immer fasziniert, gewiss ist das menschlich, weil so eine große Drohung im Tod liegt, für manche wohl auch eine Tröstung... aber der Wunsch,Macht über andere auszuüben, findet in der Todesandrohung sein Ende, danach kommt nur noch die Ausführung dieser Androhung...und damit sind alle anderen Optionen erloschen, was ein grundsätzlicher Verstoß gegen das Lebens/Überlebensprinzip auf unserem Planeten darstellt.... aber andere haben das bestimmt schon in klügere Worte gesetzt...
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Ausgabe 07/12
16.02.2012
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