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Hör den Chor der Suchenden: Was erwarten wir von der Stadt unserer Träume? Wissen!
Wo sich die Macht auf Überlieferung stützt, verändert die Gründung einer Akademie ihre Wirtsstadt. Nicht jeder kann akzeptieren, dass Wissen wachsen will. Lehrer und Schüler der Universitäten sind für die Bürger verdächtige Leute. Wissen wird Macht. Daher treiben Neugier und Wahrheitsliebe die Studierenden immer wieder auf Kollisionskurs zur herrschenden Lehrmeinung einer irdischen oder himmlischen Obrigkeit.
Durch Verfügbarkeit und Nutzung umfassender Archive, besonders aber durch den Disput im Spannungsfeld zwischen intellektueller Skepsis und wissenschaftlicher Neugier werden die Wissenschaften zur treibenden Kraft des Fortschritts.
Die akademische Landschaft ist Marktplatz und Nährboden für Wissen und Gedanken, die aus anderen Städten und Kulturen herein getragen werden. Wissbegierige und Wissende finden sich im Namen der alma mater, der nährenden Mutter, um Alternativen zu den anerkannten Regelwerken zu züchten, oder um Hinterlassenschaften zu sezieren. Konkurrierende Meinungen formen neues Wissen, das Gemeingut werden soll. Akteure der Hochschulen, Lehrende wie Lernende, sind nicht nur Motor, sondern auch Kritiker und Moderator bei der Entwicklung der Stadtgesellschaften, der Staats- und der Bündnissysteme.
Den Topist* darf man als Ein-Personen-Universität betrachten, Lehrender und Lernender in Personalunion. Jeder Stadtbewohner verfügt über Wissen, das den Nächsten interessieren könnte. Erfahrungs- und Erkenntnisgewinn wird aber nur im Austausch erfolgen.
Der Topist* versteht sich als Student und Forschungsreisender an der Schwelle zwischen Vergangenheit und Zukunft. Sein Wissen nutzt er als Vortrieb für seine Neugier.
*Topist: wie lange habe ich dieses Wort schon gesucht!
PAOLI:... Wie kann man bestimmte Theorien recyclen? Nicht neue entwerfen. Wir sind keine Utopisten, sondern Topisten. Utopie ist ein nicht existierender Ort, Topos aber ist das, was da ist. Topisten sind Leute, die mit dem, was da ist, basteln und spielen, und nicht den großen Gegenentwurf machen.
Interview Guillaume Paoli im kreuzer online am 15.09.2008
Hier endet der 91. Eintrag: Dieser Blog mischt Fiktion und Realität. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig und in der historischen Überlieferung nicht verbürgt. Ich bin nur der Navigator, mein Name sei NEMO:
Ich schreibe um unser Leben. Bitte bleib dran.
Erste Forderung - Gesellschaft
Zweite Forderung - Freiheit
Dritte Forderung - Reichtum
Vierte Forderung - Recht
Fünfte Forderung – Wissen
Sechste Forderung – Erinnerung
Siebte Forderung – Überraschung
Achte Forderung - Geheimnis
Neunte Forderung - Spiegelbild
Zehnte Forderung - Dauer
Klick zum Gästebuch
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und alle Topisten gemeinsam bilden so eine (von jedem wirtschaftlichen Interesse) befreite Universitaet?
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...das Motiv sei Wissensdurst/Erkenntnishunger,
sonst zerfällt die Stadt (wohl auch jede andere Gemeinschaft) |
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zerfaellt in Herrscher und Beherrschte.....
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Weise Herrscher versuchen
Nährböden für kluge Köpfe zu schaffen.... langfristig eine gute Strategie zum Überleben :-)) |
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Komisch ist, heutzutage: Wer "die Macht" hat, verfügt meistens über sehr geringes Wissen (rühmliche Ausnahme war: Bülent Ecevit), wer was weiss, ist oft vollkommen machtlos.......
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"Wenn ich schwach bin, bin ich stark"?
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Zehn Forderungen
versuchen zu skizzieren, was Menschen von der Stadt erwarten (oder von der Gesellschaft einer Stadt), welche Erwartungen also jene Anziehungskräfte freisetzen, die Stadtentwicklung ermöglichen. |
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... hier noch ein aktueller Bericht aus dem
akademischen Notstandsgebiet: www.freitag.de/positionen/1019-die-spitze-der-bewegung?searchterm=spitze+der+bewegung |
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Lieber ARCHIE;
das Wissen für Utopia. Recht so. Wenn man mit dem was da ist, basteln und spielen will, was da ist , ist das Wissen als Hilfsmittel unentbehrlich, Vorraussezung und Forderung an den Ort , der geschaffen werden soll. Das leuchtet mir ein. Danke für den tollen Text! Gerzlich Grüße rr |
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Lieber rr,
vielen Dank für Deinen Kommentar, der mich sehr gefreut hat :-)) Herzliche Grüße und eine schöne Woche wünscht Dir archie |
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ääh....
ich nix wissen, was Du wissen (Link funzt nix ?-)) |
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ist kein Link,
ist unterstrichen mit virtuellem Lineal ;) |
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Oh jetzt verstehe ich:
ein schöner Strich :-)) |
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Gedich
für Dich, luggi :-)) |
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"Timbuktu wurde zum Magneten für Wiß- und Profitbegierige."
hier gehts weiter nach Timbuktu: www.freitag.de/community/blogs/leif/die-tuaregs-und-die-maennliche-verschleierung |
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Wißbegier
ist klar im Vorteil (aber es gibt keine Garantien für Profit...:-)) |
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schrieb am
18.05.2010 um 22:59
Über's Wissen weiß ich nicht viel, außer, dass es mit dem Träumen verwandt ist. :-)
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Oh..... eine gewagte Behauptung :-))
Aber wahrscheinlich hast Du recht, in den Träumen wissen wir genau, was wir im Wachen nur ahnen ..... |
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schrieb am
19.05.2010 um 00:26
@archie
"Diejenigen, die ihren Blick nur bis zum Horizont schweifen lassen und sich darauf beschränken, das zu betrachten, was man sieht, diejenigen, die sich zum Pragmatismus bekennen und nur mit dem auszukommen trachten, was da ist, haben keine Chance die Welt zu verändern....Nur diejenigen, die auf das blicken, was man noch nicht sieht, diejenigen, die über den Horizont hinausblicken, sind realistisch." Henry Lefebvre |
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Ein schönes Zitat, liebe Leif Miles,
auch hinter dem Horizont liegt Wissen, man muss aber aufbrechen dahin (ganz pragmatisch :-)) |
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und noch als PS @ Leif Miles:
"Über's Wissen weiß ich nicht viel," das klingt ja fast wie Platon's Sokrates: de.wikipedia.org/wiki/Ich_wei%C3%9F,_dass_ich_nichts_wei%C3%9F! Na, ick weeß ooch nüscht :-)) |
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"Hinterm Horizont..... gehts weiter...." :-))
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"Hinterm Horizont..... gehts weiter...." :-))
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hibou als Herrscher über die Kalauer:
"Wissen ist Macht Ich weiss nix macht nix" |
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Armer hibou:
Unbeherrschbar ist das wilde Volk der Kalauer blödelt zwischen Hütten und Palästen treibt frechen Schabernack in den Ruinen..... |
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In einer Stadt mit Akademien ließe ich mich gerne nieder. Wenn auch noch eine Weinakademie dabei wäre oder/und gar eine Bierakademie: das Glück wäre geerdet!
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Meine Bücher lagere ich wie Wein,
gelegentlich umdrehen, nie trinken.... ab und zu dran riechen :-)) |
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Ich sehe: die geistige Methode.
Auch damit kann man mit Genuss durchs Leben kommen. Genießer aber langen auch mal zu! |
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.... dann ist der Wein aber weg,
und mit dem Wein der Geist..... |
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PS: Hallo Rainer,
'tschuldigung für meine lange Leitung :-)) Freue mich, das Du mich hier besuchst, die Weinflaschen haben schon mächtig Staub angesetzt :-))) |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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