Jan Jasper Kosok

Berufsjugendlicher

11.11.2011 | 13:55

Wir müssen reden!

Liebe Community,

 

ich bin gerade sprungartig von einer Konferenz heim, da ich die verschiedenen Blogs mit dem Titel "Wir müssen reden!" gesehen und bis dato nur überflogen haben. Lesen folgt so gleich.

Was ich aber vorneweg gerne hätte, ist, dass wir den Input zum Thema Freitag Community hier bündeln. Es wäre toll, wenn die Kommunikation diesbezüglich also hier stattfinden könnte, damit sie nicht unter den verschiedenen Blogs zerfasert.

Also, wir müssen reden. Wann? Ich habe beim Überflug etwas von vor dem Salon gehört. Wer hätte dazu Lust und Zeit? Ich könnte vorher, nachher oder beides.

Worüber wollen wir reden? Ich lese es (s.o) in wenigen Sekunden. Wer mir hier ebenfalls schreiben möchte, kann das auch gern tun. Das lese ich selbstverfreilich auch.

Gegebenenfalls ergänze ich hier oben.

Ich freu mich auf den Austausch. Wirklich.

Viele Grüße

JJK


-----------------------------------

Nachtrag von Maike um 16 Uhr

Um nicht einen weiteren Blogbeitrag zum Thema zu erstellen, schließe ich mich Jan hier an – ich befand mich erst ein ganzes Stück später als er wieder am Rechner und werde nun erst einmal in Ruhe alle Beiträge durchlesen.

Eines ist natürlich klar: am Dienstag komme ich - gerne auch schon früher - zum Salon. Ich bin mir sicher, dass wir viele Punkte klären können. (Alle aber vermutlich nicht : )

Mit lieben Grüßen

Maike

 

 

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Kommentare
Calvani schrieb am 11.11.2011 um 14:02
Ich bin dabei. So oder so. Nach dem Salon ist viel besser, aber wenn es unbedingt vorher sein soll, dann in Gottes Namen darf meine Maschine eben keine Verspätung haben. Also betet für mich...
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 14:05
Nach dem Salon wird es eh zu einem Gespräch kommen. Da würde ich mir keine Sorgen machen. Ich bete aber natürlich trotzdem gerne – oder drücke ungläubig die Daumen.
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 14:26
@Calvani www.freitag.de/community/blogs/calvani/wir-muessen-reden

Danke erstmal für den emotionalen Beitrag. Ich weiß nicht, inwiefern ich in der Lage bin, in schriftlicher Form eine zufriedenstellende Antwort zu geben. Dazu bedürfte es vermutlich eines längeren Gesprächs (das wir hoffentlich führen werde, die Daumen sind weiterhin gedrückt).

Nur so viel, ich kann es mehr als gut nachvollziehen. Unsere Langsamkeit nervt. Und sie nervt nicht nur die Community, sondern uns auch. In der Startup-Branche sagt man, man muss sein eigenes Hundefutter essen können. Und es schmeckt auch uns nichts.

Es gibt jede Menge Interna, die man jetzt ausplappern könnte. Nur so viel, wir kämpfen mit Problemen alter Strukturen. Vor allem mit der Technik. Und die muss von grundauf neu angelegt werden. Damit sind wir noch beschäftigt. Und da wir uns leider mit unserem kleinen Team nicht vierteilen können, bleibt vieles scheinbar auf der Strecke, unausgesprochen, versandet. Es dauert eben länger. So eine Community, und für die wollen wir in erster Linie relaunchen, lässt sich nicht aus dem Ärmel schütteln.

Dass die Geduld überstrapaziert ist, verstehe ich. No Offense taken. Ich habe viel früher mit einer solchen Reaktion gerechnet.

Das als erstes Statement. Wird nicht das letzte sein, Wort drauf. Das Versprechen halte ich auch.

Liebe Grüße

JJK
shalako schrieb am 11.11.2011 um 15:26
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 14:26

"Es gibt jede Menge Interna, die man jetzt ausplappern könnte."

Beispiel:

"Jakob Augstein hat dem Blogger ChristianBerlin mündlich zugesagt, dass er vor dem nächsten Salon eine Stunde früher kommen würde, um über die Community zu reden. Das wäre am 15.11. um 18.30 Uhr. Reichlich knapp, aber wenn er da wirklich auftaucht, dann wäre es ein erster Schritt in die richtige Richtung."

Quelle:
www.freitag.de/community/blogs/barbara-muerdter/wir-muessen-reden

Zur Tonalität möchte ich mich erst gar nicht weiter äußern.

Oder ist das alles nur ein Joke zum 11.11.11?
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 15:30
Lieber shalako,

lassen sie mal gut sein. Popkontext hat das so geschrieben, und das ist auch ok. Es ist eine nicht gänzlich unwichtige Information für den Fortschritt dieser Diskussion.

Den Rest sehen wir am 15ten.
shalako schrieb am 11.11.2011 um 15:53
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 15:30

Lieber Jan Jasper Kosok,

soweit ich mich erinnere, nannte man im letzten Jahrhundert ein solches "Plaudern" eine Indiskretion - könnte aber aktuell auch als kreativ-innovativer Transparenzakt gesehen werden - nichts für ungut.;)
ChristianBerlin schrieb am 11.11.2011 um 16:02
@Jan

Kann leider noch nicht mitdiskutieren, schreibe von unterwegs aus.

Aber Danke für das Aufgreifen & Bündeln und für den exakt 11ten Beitrag mit diesem Titel.

@shalako

Wir hatten den 11.11.11,11:11 h bewusst als Startder Initiative gewählt. Und dass wir am Ende genau 11 Blogs mit diesem Titel haben (Stand 15:56) ist entweder Zufall oder Fügung - ohne die spontanten Mitmacher Streifzug, Ed2murrow und Jan wären es nur 8 gewesen. Alles andere hatten wir (kurzfristig) verabredet, und die Zusage von JA, am 15. zu kommen (die ich übrigens auch erwähnt habe, und die er möglicherweise nur auf mich bezogen hatte, obwohl ich für mehrere Blogger/innen gefragt hatte) war der Auslöser, die Aktion jetzt zu starten.

Über diese Form kann man natürlich streiten, aber ich finde sie kreativ. Ob was rauskommt, muss man sehen, Zusagen, dass auch andere von der Redaktion früher kommen wollen, haben wir schon erreicht (z.B. Michael Angele hat das versprochen und Jan ebenso). Am Ende zählt der Erfolg - und dass es Spaß gemacht hat. ;)

Kommst Du denn ebenfalls?

LG Christian
Maike Hank schrieb am 11.11.2011 um 17:19
Liebe Calvani,

die "Versprechungen" wurden bisher nicht erfüllt, das stimmt. Und ich kann sehr gut verstehen, dass du uns nun nicht mehr glaubst. Ich hoffe aber, dass wir dich am Dienstag davon überzeugen können, dass es sich dennoch lohnt.
(Und ich bin ein bisschen froh, dass wir bald den Beweis dafür antreten können)

Liebe Grüße
Maike
Streifzug schrieb am 11.11.2011 um 17:42
Wir hatten den 11.11.11,11:11 h bewusst als Startder Initiative gewählt. Und dass wir am Ende genau 11 Blogs mit diesem Titel haben (Stand 15:56) ist entweder Zufall oder Fügung - ohne die spontanten Mitmacher Streifzug, Ed2murrow und Jan wären es nur 8 gewesen.
Wir? Nun, ich habe spontan etwas geschrieben, da ich gerade online war und annahm, eine öffentliche Aufforderung am 11.11.11,11:11 etwas zu schreiben, überlesen zu haben. Hoffentlich täusche ich mich nicht. Es wird sich doch wohl nicht um einen elitären Kreis von Besserwissern handeln, die das Konzept einer Community bezüglich Zusammenhalt und Offenheit mit geschlossenen Aktionen unterlaufen? Ach was, das ist bestimmt nur ein Hirngespinst.
shalako schrieb am 11.11.2011 um 17:45
ChristianBerlin schrieb am 11.11.2011 um 16:02

@ChristianBerlin

"Kommst Du denn ebenfalls?"

Hab`momentan viel um die Ohren - wenn Du mal in Hamburg seien solltest, können wir gern `nen Kaffee zusammen trinken
blog1 schrieb am 11.11.2011 um 18:58
Drei etwas durchgeknallte Typen unterhalten sich darüber, wer denn wohl der größte Feldherr aller Zeiten sei.
Sagt der Erste: "Also, ich bin Napoleon, der größte Feldherr aller Zeiten".
Sagt der Zweite: "Wer bitte ist Napoleon, ich bin Gaius Julius Caesar und der ist nun wahrlich der größte Feldherr aller Zeiten" und dann fügt er noch hinzu "Gott ist mein Zeuge".
Darauf erwidert der Dritte lapidar: "Was soll ich bezeugt haben".

Nun, was hat diese Geschichte mit Ihren Kommentaren zu tun? "Absolut nichts".
Calvani schrieb am 11.11.2011 um 23:35
Lieber Jan, liebe Maike,

das nehme ich als Proviant bis Dienstag und dann sehen wir weiter. Auf Dienstag Abend freue ich mich nämlich schon sehr - trotz aller Kritik!
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 11:30
@Jan Jasper Kosok
Ich bete aber natürlich trotzdem gerne – oder drücke ungläubig die Daumen.

Daumendrücken, hab ich mir sagen lassen, hilft auch dann, wenn man nicht dran glauben tut.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 11:30
@Streifzug
Es wird sich doch wohl nicht um einen elitären Kreis von Besserwissern handeln...

Verdammt, du hast es rausgefunden. Aber das kommt davon, weil sich der Kosok auch unbedingt mit seinem Illuminaten-Schal fotografieren lassen muß.

Ciao
Wolfram
Streifzug schrieb am 12.11.2011 um 17:34
@Wolfram Heinrich,

der Kosok mit seinem Illuminaten-Schal (ist er Robert Anton Wilson?) gehörte doch, soweit ich es richtig gelesen habe, nicht zu diesem elitären Kreis von Besserwissern.

Aber wer weiß.
Bloß weil du nicht paranoid bist, heißt das noch lange nicht, daß sie nicht hinter dir her sind.
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 02:41
@Streifzug
der Kosok mit seinem Illuminaten-Schal (ist er Robert Anton Wilson?) gehörte doch, soweit ich es richtig gelesen habe, nicht zu diesem elitären Kreis von Besserwissern.

Gehörte er nicht? Na, dann ernenne ich ihn eben jetzt zu einem elitären Kreis. Und, bittschön, Illuminaten sind für mich die Leute um Adam Weishaupt.

Ciao
Wolfram
Ehemaliger Nutzer schrieb am 11.11.2011 um 14:37
>>Was ich aber vorneweg gerne hätte, ist, dass wir den Input zu Thema Freitag Community hier bündeln. Es wäre toll, wenn die Kommunikation diesbezüglich also hier stattfinden könnte, damit sie nicht unter den verschiedenen Blogs zerfasert.<<

Guter Vorschlag, meine ich.
Hatte ich (leider unberücksichtigt) auch schon hier vorgeschlagen.
Viele Themen wiederholen sich und die Kommentare dazu auch.
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 14:43
@ChristianBerlin www.freitag.de/community/blogs/christianberlin/wir-muessen-reden

Lieber ChristianBerlin,

in vielen Punkten gebe ich auch Dir Recht, in vielen aber auch nicht. Dazu gleich mehr.

Zunächst aber beklagst Du viele strukturelle Probleme. Die Top-Blogs, die Auslage des Meistkommentiert-Portlets (ebenfalls Streifzugs Lieblingsthema), das Fehlen der Klickzahlen, etc pp. Das ist alles auf dem Schirm und soll Peu a Peu in die neue Seite einfließen. Und zwar überdacht. Aber auch hier möchte ich noch einmal betonen, dass bei "uns", also der Community-Redaktion, vermutlich häufiger der Gedulsfaden gerissen ist als bei dir.

Eine Seite von grundauf neu zu bauen, war für uns neu. Wir machen das zum ersten Mal – die erste wurde uns von extern gebaut. Wir machen Fehler, wir müssen häufig Dinge über den Haufen werfen, neu konzipieren, neu denken, mit personellen Rückschlägen klar kommen und trotzdem nie den Glauben verlieren, dass das Ding irgendwann läuft. Und es soll vor allem laufen, damit ihr euch hier wohler fühlt.

Deine Kritik ist also berechtigt. Sie trifft den Punkt. Aber wir haben sie längst gehört, brauchen nur eine gute Weile, um sie umzusetzen. Ebenfalls möchte ich, wie bei Calvani, darauf hinweisen, dass wir uns nicht ewig aufteilen können. Niemand will mehr das Argument hören, dass wir zu wenig Personal haben? Es ist aber so. Zumindest haben wir nicht genug Personal, um in Windeseile etwas Schickes zu zaubern und gleichzeitig den alten Laden am Laufen zu halten und jeden Kommentar, jeden Gesprächsstrang ordentlich zu moderieren.

Wir müssen priorisieren. Und das heißt von A nach B schichten, damit am Ende etwas steht, dass wir meistern können. Mitunter leidet darunter auch die Moderation. Dass diese frauenfeindlich sei, möchte ich aber vehement (!) bestreiten. Um diesen womöglich subjektiven Eindruck zu untermauern, möchte ich nur anführen, dass uns an anderer Stelle genau so (und nicht selten) vorgeworfen wird, "diesen ganzen Emanzenscheiss auch noch zu fördern".

Gänzlich anderer Meinung bin ich, was das Löschen von Beiträgen angeht. Jeder Blogger sollte immer in der Lage sein, über seinen Beitrag entscheiden zu können. Wenn er ihn löscht, löscht er ihn. Diese Freiheit zählt für mich im Zweifelsfall mehr als die verloren gegangene Diskussion, die dem Beitrag anhaftet.

So viel für den Moment.

Viele Grüße

JJK
Streifzug schrieb am 11.11.2011 um 14:57
Lieber JJK,

nur ein kleiner Einwand:

"Die Top-Blogs, die Auslage des Meistkommentiert-Portlets (ebenfalls Streifzugs Lieblingsthema)"

Ich gehe einfach mal davon aus, dass du dich wenigstens noch dumpf an all meine Artikel und Vorschläge bezüglich der Freitag-Optimierung erinnerst. Im Laufe der Zeit und der Nichteinlösung aller Verbesserungsgelübte seitens des Freitag, ist der Wunsch nach einer Erweiterung der Übersicht hinsichtlich der Anzahl der Blogs der kärgliche, verbliebene Rest, von dem ich dachte/denke, wenigstens das sei realisierbar. So, nun überlasse ich gerne den jungen Hüpfern das Feld ;)
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 15:09
Ich weiss, aber wir schrauben jetzt an der neuen Seite. Nicht nur an Ideen. Aktiv. (;
shalako schrieb am 11.11.2011 um 15:17
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 14:43

"Gänzlich anderer Meinung bin ich, was das Löschen von Beiträgen angeht. Jeder Blogger sollte immer in der Lage sein, über seinen Beitrag entscheiden zu können. Wenn er ihn löscht, löscht er ihn. Diese Freiheit zählt für mich im Zweifelsfall mehr als die verloren gegangene Diskussion, die dem Beitrag anhaftet."

Dieser durch und durch internalisierten basisdemokratischen Haltung kann ich nur meinen Respekt aussprechen.
Maike Hank schrieb am 11.11.2011 um 16:51
Lieber Christian,

hier kann ich mich Jans Äußerungen in allen Punkten nur anschließen.
Und weitere Dinge (gerade der Vorwurf mit der Frauenfeindlichkeit beschäftigt mich wirklich sehr) besprechen wir dann am Dienstag vor Ort.

Liebe Grüße
Maike
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 18:46
Ich stelle mal Jakob Augsteins Kommentar hier ein. Ich denke, der ist von allgemeinem Interesse. Und meins ist ja immer noch, dass das hier nicht zu sehr zerfasert:

_____

"Lieber Christian,
am Dienstag werden wir genau 45 Minuten Zeit zum reden haben. Das ist nicht eben viel für diese Art von Gespräch.
Ich finde zwar Flash Mobs ganz lustig. Aber wenn wir eine echte Konferenz machen wollen, anlässlich derer Community und Red miteinander diskutieren, sollten wir das ein bisschen länger vorbereiten - und ich sollte auch dabei sein. Ich muss aber nach der Veranstaltung am Dienstag nach Hause - und ehrlich gesagt habe ich nach so einem Salon für echte Gespräche auch keinen Nerv mehr. Da kann man so plaudern. Mehr nicht.

Die Idee vom Wir müssen reden finde ich gut. Aber den Zeitpunkt nicht so glücklich gewählt.

Und dann gibt es eine Sache, die dem Reden vielleicht ein bisschen den Boden wegzieht: Unser System ist laaaaaaaangsam. Und wird immer laaaaaaangsamer. Wir arbeiten seit bald anderthalb Jahren am Relaunch. Das ist genau das richtige Wort: Wir starten nämlich komplett neu. Das alte System war Schrott. Es durch ein neues zu ersetzen kostet unglaublich viel Zeit, Kraft - und Geld. Schneller haben wir es nicht hinbekommen. Dafür kann man uns schelten - tun wir selber auch dauernd, mit Heulen und Zähneklappern und Nervenzusammenbrüchen und Burn Out und Kündigungsdrohungen und Wieder-Vertragen und Weiterarbeiten und allem - aber wir können es im Moment nicht ändern. Der Launch wird irgendwann im kommenden Frühjahr stattfinden. Präzisere Angaben mache ich nicht mehr, seit ich mich selber schon fünfmal geirrt habe. Wenn wir glauncht haben, wird unsere hundertmal schneller sein und besser aussehen und - nach einer gewissen Zeit - hundert mal mehr können als jetzt.
Dann nimmt der Online-Zug wieder Fahrt auf. (Print läuft ohnehin die ganze Zeit gut und wird immer besser).

Ich hoffe, das hat ein bisschen geholfen.

Bis Dienstag,

Ihr JA"

______
Popkontext schrieb am 11.11.2011 um 19:13
Hier an dieser Stelle nochmal:

@Jakob Augstein

Was mich ein wenig irritiert ist, dass Sie im Zuge des geplanten Relaunch offenbar NIE an die Blogger/innen herangetreten sind, die die Software ja quasi testen und auch benutzen müssen. Das müsste doch in Ihrem Interesse sein. Da ist es schade, dass wir Sie jetzt so "festnageln" müssen - 45 Minuten sind defitiv zu kurz für mehr als ein erstes Antesten, wohin die Diskussion gehen kann.
Calvani schrieb am 11.11.2011 um 19:17
Dann wiederhole ich auch noch mal:

"Nun, den Termin haben Sie vorgeschlagen und zwar beim letzten Salon, also viele Wochen vor dem von Ihnen vorgeschlagenen Termin, Jakob. Dass auch Sie jetzt einsehen, dass die Zeit nicht reicht, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Und unser Flash Mob sollte nicht wirklich lustig sein, schade, dass Sie das nicht verstanden haben."
shalako schrieb am 11.11.2011 um 19:22
Popkontext schrieb am 11.11.2011 um 19:13

"Da ist es schade, dass wir Sie jetzt so "festnageln" müssen - 45 Minuten sind defitiv zu kurz für mehr als ein erstes Antesten, wohin die Diskussion gehen kann."

Engagement ist ja ganz schön - aber zuviel Druck kann auch `ne Menge kaputt machen - da würde ich noch mal ein wenig am Verhandlungsstil arbeiten - vielleicht auch `ne Spur eleganter - schauen Sie sich Augstein doch mal an. Das ist ein feiner Mann - da kann man nicht immer straight draufhauen wie im Devisenhandel.

Josef Joffe hätte Sie längst vor die Tür geschickt.
Popkontext schrieb am 11.11.2011 um 19:36
Jakob Augstein schrieb am 11.11.2011 um 21:22
Nur zur Klärung, weil hier offenbar ein Missverständnis vorliegt: Christian Berlin schlug mir beim letzten Salon eine Unterhaltung zwischen ihm und mir vor. Also zu zweit. Dafür sind 45 Minuten ganz OK, denke ich. Für eine Konferenz ist es ein bisschen knapp.

Aber eine Konferenz können und sollten wir unbedingt machen. Das ist eine tolle Idee. Und wenn dazu die Initative aus der Community kommt - um so besser. Es ist toll, wenn die Community bei einem solchen Projekt die Federführung übernimmt!!!!!!!!

Wenn ich einen Vorschlag machen darf: Vielleicht stimmen Sie sich untereinander ab, wer da sozusagen das Organisationskomitee ist und die nehmen dann Kontakt mit uns auf und wir vereinbaren einen Termin. Sie organisieren das dann, und Sie laden ein. Wir beteiligen uns an den Kosten, die entstehen. Und dann kommen wir alle zusammen und reden. Das finde ich großartig.

Das wäre dann im Wesentlichen eine Art Bar Camp...

Wir könnten Ihnen die Online-Planung vorstellen und Sie sagen uns, was Ihrer Meinung nach fehlt. Das fände ich klasse!

Was in meinem Kommentar nicht so deutlich wurde: wenn wir launchen, wird das neue Produkt viele Community-Features, die wir uns wünschen und vorstellen, noch gar nicht haben. Das ist also noch weich und formbar und es wird danach sicher noch ein Jahr dauern, bis alles dran und drin ist ...

Mit hoffnungsvollen Grüßen,
JA
ChristianBerlin schrieb am 11.11.2011 um 22:30
@Jakob Augstein

Dieser Vorschlag ist ausbaufähig, aber nicht als "Lange Bank" - des Teufels liebstes Möbelstück.

Dass Sie meine Frage anders verstanden haben, als ich sie gemeint hatte, hab ich heute früh gemerkt, als Sie anderen Bloggern auf PN hin abgesagt haben, weil Sie mir schon zugesagt hatten. Dabei hatte ich denen extra Bescheid gegeben, dass Sie dazukommen sollten.

Wenn ich mich richtig erinnere ist das Missverständnis auf folgende Art entstanden:

Ich hab das hier ja schon ein paar mal erzählt. Wir saßen da mit ein paar Bloggerinnen und Bloggern in der Kantine nach dem letzen Freitag-Salon, da kam JA nach vielen Monaten endlich mal wieder an unseren Tisch, und fragte ihn, ob er sich nicht zu uns sezten will. Er sagte dann, er habe leider keine Zeit, müsse jetzt gleich nach Hause. "Dann vielleicht wieder beim nächsten Mal?" fragte ich. Vor dem Salon wäre besser, meinte er, und da verabredeten wir uns also für vorher. weiterlesen

Missverständnisse passieren, aber wir lernen draus.

Lass uns doch einfach mal anfangen - und dann einfach nicht wieder aufhören, bis wir ein Ergebnis haben, das uns voranbringt. :)

LG Christian
Maike Hank schrieb am 12.11.2011 um 03:36
Liebe Barbara,

sei dir gewiss, dass die Seite, bevor sie online geht, getestet werden wird. Und zwar sehr gerne mit und von euch.
Da kommt noch Einges auf uns alle zu, auf das ich mich sehr freue, weil endlich das passiert, worauf wir alle schon sehr lange hinarbeiten (und auch warten : )

Liebe Grüße
Maike
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 11:32
@Jan Jasper Kosok
Gänzlich anderer Meinung bin ich, was das Löschen von Beiträgen angeht. Jeder Blogger sollte immer in der Lage sein, über seinen Beitrag entscheiden zu können. Wenn er ihn löscht, löscht er ihn. Diese Freiheit zählt für mich im Zweifelsfall mehr als die verloren gegangene Diskussion, die dem Beitrag anhaftet.

Gut, soll er ihn löschen. Kann man das nicht technisch so deichseln, daß jeder auch seine Kommentare wieder löschen (und editieren!) kann? Und wenn Blogger X seinen Blogbeitrag löscht, dann ist er weg und alle seine eigenen Kommentare darin. Die Kommentare der anderen aber bleiben erhalten - ginge das?
Das Löschen von Blogs hat natürlich auch seine Nachteile. Als seinerzeit der Blogger Friedrich von Hohenzollern seinen Nickname in Friedrich II. von Preußen änderte, hat er seinen Mitblogger Arouet (Nickname Voltaire) gebeten, seinen Blogbeitrag "Anti-Machiavell" schnellstmöglich zu löschen. Der ehrgeizige junge Mann hatte sich nämlich über Nacht dazu entschlossen, zur Plage seines Jahrhunderts zu werden.
Damals hat es die wenig fortgeschrittene Blogtechnik verhindert, daß der Text gänzlich verschwand.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 11:33
@Maike Hank
...(gerade der Vorwurf mit der Frauenfeindlichkeit beschäftigt mich wirklich sehr)...

Ach, der Frauenfeindlichkeit ist man schnell beschuldigt. Hält man einer Frau die Schwingtür auf, ist man eine repressive Macho-Sau, läßt man ihr die Tür vors Gestell donnern ist man ein unhöflicher Stoffel.
Cool bleiben. Wenn beide Alternativen falsch sind ist man wirklich frei in seinem Handeln.

Ciao
Wolfram
Jan Jasper Kosok schrieb am 12.11.2011 um 16:49
@Wolfram

Nun, der Unterschied, ich weiß, dass Sie auf diesen Abzielen, zwischen Blogs und Kommentaren ist, dass die Kommentare aufeinander aufbauen. Sie machen ohne einander keinen Sinn. Ohne den Blog freilich auch nicht.

Wenn ich also meinen Blog lösche, dann beende ich meine (!) Diskussion. Das mag für die Diskutanten schmerzlich sein, in etwa so, wie für 2 Verliebte, die bis spät in der Disco tanzen und nun geblendet sind, weil jemand ihr trautes Glück stört und das Licht anmacht. Das ist natürlich schade, aber die Entscheidung des Klubbesitzers. Tanzen kann man auch noch woanders und vielleicht ist es daheim eh viel schöner. Vielleicht ist auch das Bild dessen besser, der zu viel Schnaps und jetzt einen völligen Blackout hatte. Wer weiß.

Wenn aber das Editieren und Löschen einzelner Kommentare möglich wäre, dann hätte man nur kleine Blackouts. Klingt auch erstmal halb so wild, aber das erzähle ich jetzt eigentlich nur, um im Bild zu bleiben.

Eigentlich geht es nämlich um etwas anderes.

Ein Beitrag soll einer Person gehören. Diese soll damit, ihrem Blog, ihrem Haus, pfleglich umgehen. Also merke: bei Wolfram soll Wolfram König sein, im besten Falle ein guter, wohlwollender Herrscher.

Und König Wolfram soll nun auch für ein bisschen Ordnung sorgen bei den Untertanen, die sich auf seinem Marktplatz klöppeln. Aber das soll eben Wolfram und nicht die Untertanen selbst.

Und deswegen kann nur König Wolfram darüber entscheiden, was mit seinem Blog und den Kommentaren (und das auch nur eingeschränkt, es gibt ja noch Kaiserin Freidericia) passiert.

Will sagen, Ihr Blog ist ihr Tanzbereich. Wenn ich meine Kommentare unter ihrem Blog löschen bzw. auch nach Stunden noch editieren könnte, könnte ich ihnen das Leben schwer machen, werter Herrscher. Wenn ich denn wollte.

Es geht ein Stück weit um Stringenz und Ordnung - muss ja auch sein. Und darum, dass jeder versteht, was er wo machen kann und was nicht. Und wer eben Verantwortung trägt.

In Zukunft sollen das Sie und die Moderation in Ihrem Blog sein. Und in einem anderen eben der Schreiberling und die Mod. Und nicht alle auf einmal.

Grüezi

JJK
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 00:44
@Jan Jasper Kosok
Ein Beitrag soll einer Person gehören. Diese soll damit, ihrem Blog, ihrem Haus, pfleglich umgehen. Also merke: bei Wolfram soll Wolfram König sein, im besten Falle ein guter, wohlwollender Herrscher.
Und König Wolfram soll nun auch für ein bisschen Ordnung sorgen bei den Untertanen, die sich auf seinem Marktplatz klöppeln. Aber das soll eben Wolfram und nicht die Untertanen selbst.
Und deswegen kann nur König Wolfram darüber entscheiden, was mit seinem Blog und den Kommentaren (und das auch nur eingeschränkt, es gibt ja noch Kaiserin Freidericia) passiert.


Nun habe ich aber gar nicht den Eindruck, als sei ich der König in meinem Blog, noch strebe ich solches an. Ich denke jetzt mal an den Blog "Schwulitäten", der eine ganz eigene Dynamik entwickelt hat. Ausgangspunkt war ein kurzes Wortspiel mit "schwul" und "Schwulität". Einige hatten das Wortspiel nicht kapiert, es entwickelte sich dann eine lange und sehr heftige Auseinandersetzung über Homosexualität und Homophobie. Einige meinten, ich sollte mich bei der Redaktion dafür einsetzen, daß einige, wenige Beiträge, die in der Tat etwas kraß waren, gelöscht würden, einer bat mich sogar drum, ich möchte den ganzen Blog löschen, damit so die inkriminierten Äußerungen verschwänden.
So gesehen hast du natürlich recht, einige verhielten sich tatsächlich mir gegenüber so als sei ich der König meines Blogs, als könnte (ja, müßte) ich für Ordnung in diesem Blog sorgen. Ich habe mich damals höflich aber bestimmt geweigert, etwas zu machen. Für mich (selber kein Kartenspieler) gilt die alte Kartenregel "Was liegt, das pickt". Ausnahmen kann ich mir vorstellen, aber diese Ausnahmen wären sehr beschränkt, irgendwo in der Nähe von Straftatbeständen.
Wenn ich einen Blogbeitrag geschrieben habe, dann steht er da, Punkt. In der folgenden Diskussion bin ich einer der Mitdiskutierenden, mehr nicht.
Aber gut, ich gestehe anderen das Recht zu, ihre eigenen Beiträge auch wieder zu löschen. Konsequenterweise sollte dieses Recht dann aber nicht nur für Blogbeiträge gelten, sondern auch für Kommentare. Dann aber wäre die Verwirrung groß.
Was ich sagen will: Ich weiß auch noch nicht so recht, was ich eigentlich wollte, wenn ich wirksam wollen könnte.

Will sagen, Ihr Blog ist ihr Tanzbereich. Wenn ich meine Kommentare unter ihrem Blog löschen bzw. auch nach Stunden noch editieren könnte, könnte ich ihnen das Leben schwer machen, werter Herrscher.

Mir nicht, bzw. nicht, wenn ich bereits auf den später geänderten Kommentar geantwortet habe. Ich zitiere nicht umsonst (fast) immer den Textteil des anderen mit, auf den ich mich beziehe. Das erleichtert den anderen nicht nur das Lesen (sie müssen nicht erst hochradeln, um nachzuschauen, auf was ich eigentlich antworte), das nagelt auch den Poster fest, wenn er denn später nicht nur Tippfehler ausbessert, sondern seinen Kommentar inhaltlich ändert.

Ciao
Wolfram
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 14:45
@Uwe Theel www.freitag.de/community/blogs/uwe-theel/wir-muessen-reden

Ich kann JA gerne bitten, wieder häufiger in die Diskussionen der FC einzusteigen. Allerdings bleibt die Umsetzung dessen eine Frage seiner Zeit. Diese kann nur er beantworten.

Viele Grüße

JJK
shalako schrieb am 11.11.2011 um 15:30
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 14:45

"Ich kann JA gerne bitten, wieder häufiger in die Diskussionen der FC einzusteigen. Allerdings bleibt die Umsetzung dessen eine Frage seiner Zeit. Diese kann nur er beantworten."

Jetzt mal im Ernst - bei den, zum Teil doch recht eigenwilligen Befindlichkeiten einiger ForistInnen, muss der Verleger doch auf der Hut sein, sich nicht selber vorzuführen.
Uwe Theel schrieb am 12.11.2011 um 00:28
@ Jan Jasper Kosok am 11.11.2011 um 14:45

Ehrlichen Dank für das Weitervermittlungsangebot, obwohl ich davon ausgehe, dass JA hier doch schon selbst reinschaut und also reagieren kann.

1) Um noch ein vieleicht mögliches Mißverständnis zu klären: Ich erwarte nicht, dass JA laufend zu vielen Blogs - zu allen sowieso nicht - kontinuierliche Diskussionsbeiträge (Kommentare) schreiben könnte/sollte. Was ich meine ist, dass er von ihm selbst eröffnete Blogs, die ja in der Zahl nicht so groß sind, unabdingbar substantiell mit befriedigend vielen Antworten und sich aus einer Diskussion erst ergebenden Gedanken auch im eigentlichen Thread mitgestalten sollte. Sonst könnte er den Blogtext ja gleich ausschließlich im Print nur publizieren.

Darüberhinaus sollte er vielleicht dann auch bei dem ein oder anderen Blog aus der FC heraus sich lieber einmal öfter längeren Dialogen stellen.

2) Die von Rapanui angesprochene Selbständigkeit der Redaktion, die Eigenständigkeit der Redakteure und Redaktionsbeiträge will ich, wie Rapanui auch, nicht verwässert wissen.

3) Um den Dialog mit den Redakteuren zu fördern, würde ich ein regelmäßig unregelmäßiges, Sprechstundensystem (Chat- oder Skype- oder Bloggestützt) wie hier andernorts gedacht - eventuell nur nach Absprache - auch positiv sehen.

4) Um die redaktionelle Mittarbeit der FC für die Redakteure nicht unüberschaubar zu machen, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass ausgewählte Printartikel (Schlüsselartikel) wie bisher im Blog zu Diskussion gestellt, eine kollektive Kritik erfahren könnten und in einer entsprechend vom Redakteur revidierten Fassung später noch einmal im Print veröffentlicht würden.

5) Auf der technischen Seite wäre ganz entscheidend, dass das zukünftige System einen wesentlich bessere Such- und Archivfunktionalität hätte.

Die gilt sowohl für den einzelnen Blogger, der die eigenen Beiträge in "blog"

(="http://www.freitag.de/community/blogs/USERNAME")

besser überblicken können sollte als dies bisher der Fall ist:

- Das ursprüngliche Layout sollte erhalten bleiben
- Es sollte neben der chronologischen Ansicht auch eine Ansicht geben, die die eigenen Kommentare dem kommentierten Blog en block zuordnen und nachlesen ließen.

als auch für die Recherche über die allgemeinen Suchzeile, bzw. die Tag-Suche

- Hier sollte die Suche nach Beiträgen anderer Blogger gezielter möglich sein (Autorentitelsuche)

6) Was eine Korrekturfunktion der Kommentare für den jeweiligen Autor betrifft, so sollte diese nicht "spurenlose" Korrektur erlauben, wenn es sich um mehr als Tippfehlerkorrektur handelte.

Dazu könnte vielleicht die technische Korrekturfunktion bei Wikipedia Vorbild sein (Geschichte der Korrekturen).

Sollte dies nicht möglich sein, so sollte das Korrekturfenster nur zeitlich befristet geöffnet sein.

7) Das Verweisen auf andere Kommentare, auch in anderen Blogs sollte dadurch erleichtert werden, dass nicht nur die Kommentarnummer angezeigt wird, wenn man über die Datums- oder Uhrzeitangabe des Kommentars fährt, die dann händisch mühsam mit der eigentlichen URL und dem tag #comment- kombiniert werden muß, sondern hier sollte die komplette Direkt-URL unmittelbar per "copy" auslesbar sein und dann per "paste" woanders wieder eingefügt werden können.

Ich wünsche erfolgreiche Arbeit an der neuen Maschine und in den Köpfen der Redaktion.

Uwe Theel
Jan Jasper Kosok schrieb am 12.11.2011 um 09:18
Lieber Uwe,

vieles von dem, was Du schreibst, ist bereits in unsere Überlegungen eingegangen. Suche und Übersicht z.B. sind Punkte, die ganz, ganz weit oben auf der Liste standen und stehen.

Viele Grüße

JJK
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 14:51
@Joachim Petrick www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/wir-muessen-reden

Ich fände einen Salon von der FC für die FC ebenfalls sehr spannend. Auch könnte des öfteren mal jemand aus der FC auf dem Podium sitzen.

Einschub: An dieser Stelle möchte ich auch noch mal sagen, dass es mein Versäumnis ist, nicht öfter den Salons beizuwohnen. Das hat mitunter mit meiner nicht selten über 60 Stunden gehenden Woche zu tun. Ich bestehe auf mein Privatleben. Das mit dem Freitag unter einen Hut zu bringen, gestaltet sich teilweise schwierig. Der Freitag wuchert. Insofern habe ich öfter Mal geschwänzt. My Fault. (;

Daraus resultierend kann ich z.B. nicht beurteilen, inwiefern die FC in die an den Salon anschließende Diskussion einbezogen wird.

Viele Grüße

JJK
Joachim Petrick schrieb am 11.11.2011 um 16:50
@
Der Vollständigkeit halber:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/wir-muessen-reden

11.11.2011 | 11:12
WIR MÜSSEN REDEN
"der freitag" community wir müssen reden

WIR MÜSSEN REDEN

"Der Freitag" Community

11.11.11.11 Ohr

Wir müssen u. a. reden über:

DIe "Occupy Bewegung" braucht die Unterstützung durch das Meinungsmediums der Freitag und seine Community.

Der Freitag Salon ist für die Teilnahme von FC- Bloggern/innen auf dem Podium zu öffnen.

Vorschlag zur Diskussion:

Freitag Salons wöchentlich in verschiednen Städten (Berlin, Hamburg, Leipzig, München, Dresden, Rostock, Köln, Frankfurt/Main, Frankfurt/Oder, Kiel, Schwerin, Stuttgart, Erfurt, Hannover, Halle, Mainz, Kassel, Saarbrücken, Weimar, Duisburg?) für und mit Bloggern/innen, User/innen, Leser/innen, Interessierten/innen und geladenen Gästen veranstalten?

Überraschungsgast durch ausgesuchten Blogger/in (Besucher/in) fürs Podium vor Ort im LOS Verfahren festgestellt

Veröffentlichte Artikel von Bloggern/innen in der Printausgabe des Freitag gehören diesen ins Netz zuorgeordnet, damit diese Artikel offen für Kommentare sind und bleiben.

Danke

tschüss
Joachim Petrick
Maike Hank schrieb am 11.11.2011 um 17:07
Lieber Joachim Petrick,

den Salon wöchentlich in unterschiedlichen Städten zu veranstalten, ist ein derzeit nicht zu bewältigendes Pensum, denn jeder Salon will gut vorbereitet werden - aber vielleicht ist es ja wirklich einmal möglich, ab und an einen Salon in einer anderen Stadt zu veranstalten.

Und wäre es nicht sinnvoller, Blogger zu bestimmten Themen zu einzuladen, denn per Losverfahren? Nicht alle kennen sich schließlich bei allem gut aus : )

Liebe Grüße
Maike
Joachim Petrick schrieb am 11.11.2011 um 17:24
LIebe Maike,

"Und wäre es nicht sinnvoller, Blogger zu bestimmten Themen zu einzuladen, denn per Losverfahren? Nicht alle kennen sich schließlich bei allem gut aus : )"

Das eine schließt das andere vor Ort nicht aus!, oder?

Besucher/innen des freitag salon erhalten das Angebot, sich zu bestimmten Themen im LOS Verfahren, neben einem bestimmt geladenen Blogger/in zum Thema, auf dem Podium zu beteiligen!?

"den Salon wöchentlich in unterschiedlichen Städten zu veranstalten, ist ein derzeit nicht zu bewältigendes Pensum, denn jeder Salon will gut vorbereitet werden - aber vielleicht ist es ja wirklich einmal möglich, ab und an einen Salon in einer anderen Stadt zu veranstalten."

Das klingt ein bischen so, als müßtet ihr weiter allein die Heiligen Säulen der Freitags Kirchen Erde stützend in der Senkrechten aufrecht erhalten.

Blogger/innen in Städten, Regionen mit vorhandem Freitags- Leser/innen, Abonnenten/innen, User/innen, Blogger/innen "Bestand" im ganzen Land könnten unter dem Label
"Freitags Salon"
Shalom im "Franchise Verfahren"?
wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich regionale, lokale Versammlungen mit öffentlicher Resonanz veranstalten!, oder?

tschüss
Jochen
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 15:02
@Popkontext www.freitag.de/community/blogs/barbara-muerdter/wir-muessen-reden

Liebe Barbara,

erstmal liegt das Diskussionsniveau hier vermeintlich niedriger als auf einigen Blogs, weil diese – genau wie im übrigen viele Portale von anderen Zeitungen - viel stärker moderiert werden. Und das meine ich nicht unbedingt ausschließlich im guten Sinne.

Auf der anderen Seite entsteht durch unser "Post-Check"-Verfahren – also das Prüfen eines Kommentars nach Einstellung bzw. bei Beschwerde – ein Biotop für allerlei rauen Ton. Dessen sind wir uns bewusst. Und darauf wollen wir nach dem Relaunch reagieren, in dem wir den Usern Peu a Peu (also nicht sofort bei Relaunch) Tools an die Hand geben, selbst moderierend einzugreifen und zu deeskalieren.

Was ich aber vehement bestreiten möchte, ist, dass die FC nur noch geduldet wird, als misslungenes Experiment. Der Relaunch, an dem wir arbeiten, zielt zu großen Teilen darauf, dass das hier alles, das Miteinander, besser klappt. Wir machen das für euch.

Bis dato sind unsere eigenen Moderationstools beschränkt. Dinge, die du beklagst, lassen sich technisch nicht so einfach lösen, wie du es dir vielleicht vorstellst. Es ist eine Menge Aufwand, IPs zu checken, Sockenpuppen zu entlarven, etc pp. Das sind Versäumnisse der Erstkonzeption, deren Suppe wir jetzt auslöffeln müssen, bis die neue Seite steht.

Andere Punkte, die du zu Recht aufwirfst, habe ich bereits weiter oben versucht, so gut es geht zu beantworten. Den "Rest" besprechen wir so Gott und meine Daumen wollen am 15ten.

Viele Grüße

JJK
shalako schrieb am 11.11.2011 um 15:35
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 15:02

"Und darauf wollen wir nach dem Relaunch reagieren, in dem wir den Usern Peu a Peu (also nicht sofort bei Relaunch) Tools an die Hand geben, selbst moderierend einzugreifen und zu deeskalieren."

Das klingt wirklich spanndend.
Maike Hank schrieb am 11.11.2011 um 17:12
Liebe Popkontext,

ich habe Jan nichts mehr hinzuzfügen.
Außer dass ich mir sehr wünsche, dass wir am Dienstag, wenn wir direkt miteinander sprechen, jene Härte hinter uns lassen können, die die Kommunikation mittlerweile angenommen hat.

Liebe Grüße
Maike
Popkontext schrieb am 11.11.2011 um 17:21
@Maike
Nun ja, die "Härte" hat dir ja bekannte Gründe. Ich habe weder gegen dich noch Jan persönlich etwas. Es geht um die Dinge, die ich auch im Text formuliert habe.

Ist auch unterschiedlich, wie man das auffasst - ich bin von einem anderen User mehrfach gelobt worden, wie diplomatishc ich das formuliert hätte ;)...
shalako schrieb am 11.11.2011 um 17:25
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 15:02

"Wir machen das für euch."

Ach so - ich dachte, für Geld.;) Alaaf
shalako schrieb am 11.11.2011 um 17:31
Maike Hank schrieb am 11.11.2011 um 17:12

"Außer dass ich mir sehr wünsche, dass wir am Dienstag, wenn wir direkt miteinander sprechen, jene Härte hinter uns lassen können, die die Kommunikation mittlerweile angenommen hat."

Sie meint das vermutlich gar nicht so - ich nehme an, es handelt sich da gar nicht mal so sehr um ein inhaltliches als vielmehr um ein soziales Problem - wahrscheinlich kann sie einfach nicht aus ihrer Haut - nicht stressresistent - aber das ist bei gutem Willen doch sicherlich lösbar.;)
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 18:54
Ok, nochmal in aller Deutlichkeit: Sie, shalako, kommentieren nichts mehr die Userin Popkontext betreffend. Lassen Sie sie einfach in Ruhe. Das ist eine direkte Moderationsanweisung. Gelb haben Sie ja bereits. Was das für das nächste Mal bedeutet, können Sie in der Netiquette nachlesen.

Besten Gruß

JJK
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 11:34
@shalako
"Wir machen das für euch."
Ach so - ich dachte, für Geld.;)


So ist das halt, ohne Geld spielt keine Musi. Wenn du irgendwas in Vollzeit machst, dann brauchst du einen Lebensunterhalt. Umsonst ist der Tod und der kostet das Leben. Alles Plattheiten, was ich hier schreibe.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 11:35
@Jan Jasper Kosok
Gelb haben Sie ja bereits.

Gelb regiert die Welt.
Alte chinesische Weisheit (zitiert nach "Welt im Spiegel"/"pardon")

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 11:36
Ach Gott, "Welb" natürlich. Jetzt hab ich mir die Pointe versaut.
shalako schrieb am 11.11.2011 um 15:05
Occupy Freitag - wird der Freitag unterwandert?;)

Der Relaunch rückt näher - beginnen wird er vermutlich im Maschinenraum.
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 15:08
@Rosa Sconto www.freitag.de/community/blogs/rosa-sconto/wir-muessen-reden

Liebe Rosa,

an Deinem Beitrag finde ich vor allem den Redaktionschat eine bedenkenswerte und leicht umzusetzende Idee. Wenn Interesse daran besteht, kann ich gern jede Woche einen Blog einstellen, in dem die FC Vorschläge einbringen, sich auslassen oder einfach nur mit mir (und anderen Redakteuren) quatschen kann.

Zu Goedzaks Blewüste ( www.freitag.de/community/blogs/goedzak/bleiwueste) hatte ich ja schon damals etwas geschrieben. Die Wikileaks-Fragen zu beantworten, liegt an Steffen und JA.

Viele Grüße

JJK
Maike Hank schrieb am 11.11.2011 um 16:21
Liebe Rosa, lieber Jan,
zusätzlich zu solch einem Beitrag, in dem Vorschläge zusammengetragen werden, fände ich einen richtigen Chat super (wo und wie müssten wir dann mal klären), denn unter Beiträgen unterhalten kann man sich ja ohnehin schon. Ein Chat käme solch einem Gespräch wie es oft auch nach Salons stattfindet, etwas näher, was ja gerade für die, die nicht zum dorthin kommen können, bestimmt toll wäre - und für uns auch. Allerdings würde ich hier vorschlagen, dies nur ein Mal im Monat zu machen. Und vielleicht könnten sich anschließend auch Teilnehmer des Chats finden, die diesen für die Community zusammenfassen.

Liebe Grüße, Maike
Rosa Sconto schrieb am 11.11.2011 um 20:28
Liebe Beide, Jan & Maike,

der Chat war nicht einmal auf meinem Mist gewachsen, sondern eingangs eine Bemerkung von Popkontext.

Das geht heute jedenfalls technisch alles viel einfacher als mit diesem lustig-lahm-bedenklich-peer2peer-Skype. Das Problem bei Skype ist ja die Peer-to-Peer-Technik, die ständig Daten überträgt, selbst wenn man das System nicht nutzt.

Weiter unten verlinke ich die Bausteine in einem Extra-Kommentar. Aber, ehrlich, ich glaub Ihr braucht da etwas mehr als nur guten Willen diesen Rilaunsch aufzustellen.

Natürlich ist einmal pro Monat genug!

Stellt Euch einmal vor dieser Tread wird lang, mit "jepäcks" verballert, dann wird der so lahm das ich schon morgens um 08:00 die Seite aufrufen muss um sie abends um 20:00 zu lesen ;D
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 15:15
@Magda www.freitag.de/community/blogs/magda/wir-muessen-reden

Liebe Magda,

vieles dessen, was du anreisst, habe ich weiter oben schon versucht zu beantworten.

Was mich allerdings interessieren würde, ist, welche reinen Informationsanfragen dir nicht beantwortet wurden. Gibt es da ein konkretes Beispiel? Ich frage, weil ich das schlimm fände. Ich selbst checke ja nicht jede Mail an den Support, da wir uns die Arbeit teilen.

Viele Grüße

JJK
Maike Hank schrieb am 11.11.2011 um 16:38
Liebe Magda,

dass du nicht da sein wirst beim Salon ist sehr schade, denn ich glaube, gerade das Gefühl einer Kränkung lässt sich am besten aus dem Weg schaffen, wenn man persönlich miteinander spricht. Aber ich hoffe, es gelingt auch so.

Zu den Usern, die sich trotz Sperrung immer wieder anmelden: das lässt sich nicht verhindern, egal wie toll freitag.de auch immer wäre, würde, wird. Eine verbesserte Infrastruktur kann uns aber hoffentlich bei der Geschwindigkeit unseres Eingreifens helfen : )

Liebe Grüße,
Maike
Magda schrieb am 11.11.2011 um 17:20
@ Jan - es ging um rein technische Fragen an den community support. Z B. wie kriege ich das "müde" Motto in meinem Profil geändert. Daran erinnere ich mich noch. Niemand meldete sich.

@ Maike Hank - ja, das ist schade. Aber, wie ich schon schrieb - ein bisschen regelmäßiges Ritual müsste rein. Jan Jasper meinte weiter oben glaube ich, er ist nicht immer da und weiß nicht, wie es nach dem Salon so läuft. Das versteht jeder.
Aber ich erinnere mich noch an den Broder-Abend:
JA und die Redaktion hatten mit Gästen zu tun.
So säuberliche Trennungen, dass ich es schon ein bisschen merkwürdig fand. Christian drehte sich immer mal ein bisschen um, denn es wäre ein Leichtes gewesen, sich zusammenzusetzen.

Kränkungen sind meist mehr so diffuser Art, da hat goedzak schon was zu gesagt.

Mit Grüßen

Magda
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 17:47
@Magda Das tut mir leid. Besteht noch Klärungsbedarf?
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 11:37
@Maike Hank
Zu den Usern, die sich trotz Sperrung immer wieder anmelden: das lässt sich nicht verhindern, egal wie toll freitag.de auch immer wäre, würde, wird.

Wollen mal so sagen: Bei Usern, die sich mal im Ton vergriffen haben und deshalb gesperrt wurden, ist es im Prinzip wurscht, wenn sie sich durch die Hintertür wieder einschleichen. Die wirklich lästigen Wimmerln sind dagegen habituell lästig, so daß sie auch unter neuem Namen nach kurzer Zeit wieder lästig werden und rausfliegen.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 11:38
@Magda
@ Jan - es ging um rein technische Fragen an den community support. Z B. wie kriege ich das "müde" Motto in meinem Profil geändert. Daran erinnere ich mich noch. Niemand meldete sich.

Du hast das auch öffentlich geäußert und ich hatte mich unverzüglich gemeldet und dir einen Tip gegeben.
Du gehst auf deine Startseite www.freitag.de/community/blogs/magda. Dort klickst du rechts oben auf "Einstellungen", irritierenderweise kommst du dann auf die Seite "mein profil" (klickst du auf "Profil" kommst du zum Gästebuch, na ja, es soll ja bald alles besser werden). Dort radelst du etwas runter, bis zum Feld "Usertext". Dort gibst du den neuen Text ein. Und dann - nicht vergessen - auf das Feld unten, "Speichern" drücken. Verläßt du einfach so die Seite, dann warnt dich nichts und niemand, daß alles für die
www.asticat.net/images/grinsekatze.jpg">
war.
Bei der Gelegenheit: Kann mir irgend jemand erklären, wie ich es geregelt bekomme, daß ich über neue Einträge in meinem Gästebuch informiert werde?

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 11:39
@Magda
@ Jan - es ging um rein technische Fragen an den community support. Z B. wie kriege ich das "müde" Motto in meinem Profil geändert. Daran erinnere ich mich noch. Niemand meldete sich.

Du hast das auch öffentlich geäußert und ich hatte mich unverzüglich gemeldet und dir einen Tip gegeben.
Du gehst auf deine Startseite www.freitag.de/community/blogs/magda. Dort klickst du rechts oben auf "Einstellungen", irritierenderweise kommst du dann auf die Seite "mein profil" (klickst du auf "Profil" kommst du zum Gästebuch, na ja, es soll ja bald alles besser werden). Dort radelst du etwas runter, bis zum Feld "Usertext". Dort gibst du den neuen Text ein. Und dann - nicht vergessen - auf das Feld unten, "Speichern" drücken. Verläßt du einfach so die Seite, dann warnt dich nichts und niemand, daß alles für die

war.
Bei der Gelegenheit: Kann mir irgend jemand erklären, wie ich es geregelt bekomme, daß ich über neue Einträge in meinem Gästebuch informiert werde?

Ciao
Wolfram
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 15:17
Maike Hank schrieb am 11.11.2011 um 17:25
Lieber Streifzug,

du hast es ja nicht anders gewollt:



Lasergrüße,
Maike
Streifzug schrieb am 11.11.2011 um 17:55
Liebe Maike Hank,

so träume ich vom em>neuen Freitag...
In dreams I can fly by Manuela Kulpa (erblicken)) on 500px.com
In dreams I can fly by Manuela Kulpa
Nun höre ich aber mit den Bildern auf, sonst gibt es gleich wieder Schimpfe...
Ehemaliger Nutzer schrieb am 11.11.2011 um 23:49
"Nun höre ich aber mit den Bildern auf, sonst gibt es gleich wieder Schimpfe..."

Das wäre ein Super-Anfang; würde auch das System auf ganz "natürliche" Weise vor dem Kollaps bewahren!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 12.11.2011 um 00:01
Liebe Maike Hank, Lieber Jan Jasper Kosok,
an dem Salon am 15.11.2011 kann ich nicht teilnehmen.

Jenseits der Relaunch-Debatte könnte diese Art (Lasergrüße etc.) der Verunglimpfung von Threads auf der Stelle eingestellt werden. Es ist inzwischen absehbar von wem, wann, wo ganze Diskussionsstränge ins Lächerliche gezogen werden. Mich stört das ungemein, denn es ist respektlos und stellt, wie auch diese unbeseelte „Übergriffkeit“ ins Persönliche, eine perfide Art von Anspruch auf Meinungshoheit dar.

Mit jayne teile ich die Auffassung: "Vorausschauend resp. nachhaltig in bezug auf die blogs scheint die redaktion (kaum) zu wenig zu arbeiten, und das empfinde ich nach wie vor als eigentliche schwachstelle im konstrukt."
Streifzug schrieb am 12.11.2011 um 00:15
Liebe Helena Neumann,

es ist immer hilfreich, wenn Probleme direkt, offen und geradeheraus angesprochen werden.

GeroSteiner schrieb am 12.11.2011 um 00:35
Die Straße kenne ich. Das ist die Strecke vom Planungsstab zum Finanzministerium.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 12.11.2011 um 00:36
könnte diese Art (Lasergrüße etc.) damit meine ich nicht Frau Hank!
Maike Hank schrieb am 12.11.2011 um 03:41
Liebe Helena,

ich habe Streifzugs Kommentar (und auch meinen) nicht als Verunglimpfung des Themas wahrgenommen. Ich finde, trotz aller Ernsthaftigkeit sollte es auch noch möglich sein, zwischendurch kurz zu lachen oder doch wenigstens zu lächeln. Katzen-Gifs eigenen sich hierfür ganz gut.

Liebe Grüße
Maike
GeroSteiner schrieb am 12.11.2011 um 10:23
@Maike Hank
Mit Humor kann sich die Community selbst schützen - mit einem Lächeln.

Dazu Stimmen anderer und ehemaliger Zeitgenossen:

Jedes Lachen vermehrt das Glück auf Erden.
- Jonathan Swift -

Comedy is simply a funny way of being serious.
- Peter Ustinov -

Everything human is pathetic. The secret source of humor itself is not joy but sorrow. There is no humor in heaven.
- Mark Twain -
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 11:40
@Helena Neumann
Es ist inzwischen absehbar von wem, wann, wo ganze Diskussionsstränge ins Lächerliche gezogen werden. Mich stört das ungemein, denn es ist respektlos und stellt, wie auch diese unbeseelte „Übergriffigkeit“ ins Persönliche, eine perfide Art von Anspruch auf Meinungshoheit dar.

Es wäre eine ganz feine Sache, wenn man ausgewählte User schlicht und einfach filtern könnte. Heißt: Ich bekomme gar nicht mehr angezeigt, was dieser Mensch geschrieben hat. Manche Leute sind es nicht mal wert, geohrfeigt zu werden. Jeder könnte sich dann selber auswählen, wen er für satisfaktionsfähig hält, mit wem er also die Klinge kreuzen möchte und mit wem nicht.

Ciao
Wolfram
Ehemaliger Nutzer schrieb am 12.11.2011 um 18:45
@ Maike Hank,

Liebe Frau Hank,

dass Sie die Art und Weise, wie Blogs der Lächerlichkeit ausgesetzt sind nicht mitbekommen ist mir nicht entgegangen. Die Netiquette "kann" halt nicht alles erfassen - schon kapiert.

Viel Spaß noch beim Lächeln und liebe Grüße

HN
Ehemaliger Nutzer schrieb am 12.11.2011 um 18:51
entgangen
Maike Hank schrieb am 12.11.2011 um 20:17
Liebe Helena Neumann,

ich würde mich freuen, wenn Sie in solchen Fällen mittels des Ausrufezeichens unter dem Kommentar den entsprechenden Beitrag 'melden' würden, denn ja, wir bekommen derzeit nicht alles mit, weil es uns mit unserer Besetzung einfach nicht möglich ist, alle Kommentare mitzulesen. Wobei Sie natürlich Recht haben, dass die Netiquette nicht in jedem Fall greift.

Aber wie bereits oben auch erwähnt, wird es mit der neuen Seite möglich sein, bestimmt User von den Diskussionen unter seinen Beiträgen zu blocken.

Liebe Grüße,
Maike Hank
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 15:18
@goedzak www.freitag.de/community/blogs/goedzak/wir-muessen-reden

Ich freu mich auf dich. Des Redens wegen. Und sowieso.
Maike Hank schrieb am 11.11.2011 um 16:56
Lieber goedzak,

ich war vor ein paar Jahren Mitbegründerin eines Magazins, das "wir müssen reden" als Subline hatte. Insofern : )

Liebe Grüße
Maike
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 15:19
Maike Hank schrieb am 11.11.2011 um 16:59
Lieber Gustlik,

nachdem ich sehr viele Jahre im Rheinland gelebt habe, werde ich den heutigen Tag entsprechend zelebrieren. Krawatten werden aber immer erst an einem noch fern liegenden Donnerstag (nicht am Freitag) zerschnitten, nämlich an Weiberfasnacht.
Ich glaube also, wir haben noch mal Glück gehabt!

Liebe Grüße
Maike
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 11:41
@Maike Hank
Krawatten werden aber immer erst an einem noch fern liegenden Donnerstag (nicht am Freitag) zerschnitten, nämlich an Weiberfasnacht.

Ich protestiere aufs Schärfste gegen diese symbolischen Kastrationen!

Ciao
Wolfram
Maike Hank schrieb am 12.11.2011 um 20:18
: )
kvwupp schrieb am 12.11.2011 um 20:25
@Wolfram Heinrich

"Ich protestiere aufs Schärfste gegen diese symbolischen Kastrationen!" Zitatende

Seien Sie doch froh, wenn es sich lediglich um eine symbolische Kastration handelt . . .
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 02:45
@kvwupp
Seien Sie doch froh, wenn es sich lediglich um eine symbolische Kastration handelt . . .

Ich trag eh nie Krawatten.

Ciao
Wolfram
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 15:41
@e2m www.freitag.de/community/blogs/ed2murrow/wir-muessen-reden

Die beharrliche Kritik an der Technik des Freitag ist nicht ungehört geblieben. (;
ed2murrow schrieb am 11.11.2011 um 15:59
Gut, dass Ihr das nicht als chinesische Wasserfolter empfindet ;)
Maike Hank schrieb am 11.11.2011 um 16:54
Lieber e2m,
ach.. das ist ja schon so Folter genug, das mit der Technik als solche. Und wie schon mehrfach gesagt wurde, deprimiert es uns ja auch, dass so viele Dinge nicht gehen (und so unsere Arbeit massivst erschwert wird).

Liebe Grüße
Maike
GeroSteiner schrieb am 12.11.2011 um 10:32
Kritik?
Technik?
Ach was.
Es gibt viel zu tun. Warten wir's ab.

Das ist ZEN.
Das ist ein weiteres Guckloch in die Ewigkeit.
Warten ist passives Beeilen.

Wir warten doch alle auf den Regenbogen. Die Sonne scheint schon, jetzt muss es nur noch regnen, oder umgekehrt.

Für JA: Erfahrene Propheten warten das Ereignis ab, bevor sie prophezeien.
Joachim Petrick schrieb am 11.11.2011 um 15:48
@Jan Jasper Kosok

Nachhaltig sicherndes Bündeln von Beiträgen finde ich eine gute Idee.

Was ist gerade mit dem Bündel
"Occupy "Alle Beiträge aus der Cummunity"
passiert?

Da ist der Zugang blockiert!

Was ist das los?
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 15:56
W00t? Ich habe keine Ahnung, bin aber auch nicht im Büro. Dort gibt es heute Probleme mit dem Netz. Vielleicht auch mit der Seite? Und: meinen Sie das Tag?
Joachim Petrick schrieb am 11.11.2011 um 17:28
@Jan Jasper Kosok

Genau!,
Tag oder hier gleich oben wo eteht
"Occupy Alle.....",

das gilt auch für Tag freitag, derfreitag.

Was ist da los?
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 17:44
Um es mal ganz platt zu sagen: Das System ist kaputt. Es hat nie richtig funktioniert. Ich schaue am Montag mal, ob wir das was im CMS hacken können.

Kurz zur Erklärung: Das Tag "#occupy" ist mit der Themenseite /occupy verknüpft. Das passiert automatisch. Es blockiert jetzt aber alle, die nur "occupy" (ohne Raute) als Tag verwendet haben. Letztere Blogs werden dann nicht angezogen, weil sie nicht mit "#occupy", sondern nur "occupy" getaggt wurden.

Das ist ärgerlich (gnah!) und leider nicht auf die Schnelle zu lösen.
Maike Hank schrieb am 14.11.2011 um 15:12
Wir haben das Problem nun behoben.
Am besten nur noch ohne die Raute occupy-taggen.
Joachim Petrick schrieb am 15.11.2011 um 16:55
Danke nicht für Anke,
sondern
für Maike Hank
shalako schrieb am 11.11.2011 um 15:56
Wolle mer se reilasse?

Wir müssen reden!

www.youtube.com/watch?v=FrDQ5hz7H7w

Alaaf!
ed2murrow schrieb am 11.11.2011 um 16:01
Lieber Jan Jasper,

zunächst die Anregungen an Sie, wenn das ohne die Handwerker aus dem Maschinenraum möglich ist: Ihren Blog in den Schauskasten; das Thema #wirmüssenreden als Themenblock; die Aufforderung an die BloggerInnen, ihre Beiträge mit dem tag zu versehen.

Womöglich ist die Formel "Trolle und Stalker" (ChristianBerlin nennt es „unterschiedliche Regime“) zu einfach. Denn meiner Beobachtung nach werden die, die es tatsächlich darauf anlegen, Beiträge oder Personen zu stören, ohnehin schnell deaktiviert. Wobei es darüber hinaus ein technisches Problem bei dynamisch vergebenen IPs ist, dauerhaft zu bannen. Die Diskussion wird darauf hinauslaufen, ob diese unabwendbare (!) Folge der Anonymität hingenommen wird oder nicht. Ersteres bedeutete mehr Selbstdisziplin, letzteres einen Verlust von Chancen.

Reingrätschereien, so mein Eindruck, entwickeln sich relativ schnell auch bei Menschen, die hier schon länger teilnehmen. Im Grunde: "Das stört mich" oder "das paßt mir nicht". Was aber möglicherweise gerade deswegen gefördert wird durch das Selbstverständnis als "Meinungsmedium", was nicht immer mit Tatsachen zu tun hat oder mitunter sogar damit verwechselt wird.

Aber: Freitag ist auch keine Fachzeitschrift. Welcher Anspruch kann/darf/muss jede(r) also an den eigenen Beitrag gestellt werden? Und: Ist eine solche Anforderung darstellbar? Die Frage der Relevanz von Beiträgen ist nicht per Ordre Mufti herbei verfügbar, sondern ureigene Kompetenzentscheidung der Redaktion. Wie kann die sinnvoll ergänzt werden? Vielleicht sollte endlich beim Freitag (und damit meine ich alle, die sich zu Wort melden) einmal wer genauer hinschauen, wie Non-Profit-Unternehmen arbeiten, für die die Sparte „Community“ hier steht: Freiwillige Arbeit, Engagement, Personenfluktuation, unterschiedliche Fähigkeiten (Talente) und alle, die genau deswegen ernst zu nehmen sind. Relevant wird dann das Gesamtprodukt.

Hier kommen Menschen der unterschiedlichsten Provenienzen zusammen, die sonst nie zusammenkommen würden. Das ist nicht nur geographisch gemeint, sondern vor allem mit Blick auf das jeweilige eigene kulturelle offline-Umfeld. Die Reibungspunkte sind dann m.E. zwangsläufig: Bildungs-, werte-, anschauungsbedingt. Und mit Blick auf Faktor Zeit: Wie viel kann davon erübrigt werden, um einen Beitrag/Kommentar wie zu schreiben? Die (partei-)politische Ausrichtung ist dabei gerade bei Freitag eine Größe mit besonderem Stellenwert. Das sollte Chancen eröffnen, statt in eine Abwärtsspirale zum gemeinsten (!) kleinen Nenner zu münden. Auch wenn ich ihre Meinung nicht in allen Punkten teile, aber der Artikel von Theresa Bücker ist m.E. eine gute Grundlage zum Thema Konfliktbewältigung www.freitag.de/positionen/1113-diese-suche-ergibt-keinen-treffer

Von solchen Problemen ist auch Wikipedia betroffen. Sue Gardner, Geschäftsführerin der Wikimedia-Foundation, hat einen persönlichen Blog zu dem geschrieben, der das recht anschaulich macht und im Grunde alles enthält, was auch hier #wirmüssenreden thematisiert wird: suegardner.org/2011/09/28/on-editorial-judgment-and-empathy/ Besonders interessant ist ihr Befund, das Lexikon sei von dem Weltbild von gut ausgebildeten, jungen Männern geprägt. Ich kann es statistisch nicht belegen. Aber eine (noch immer andauernde) Recherche auf verschiedenen Sprachplattformen ergibt immer wieder das gleiche Bild: Jungs zwischen 18 und 35, zunehmend rüpelhafter Ton, Fraktionsbildungen (dort: Inklusionisten, Exklusionisten). Gardners Resümee lautet, stark vereinfacht, Frauen tun sich das einfach nicht an.

Was ich persönlich nach nun 2 Jahren Zugehörigkeit beklage, ist, dass alles wie gebannt auf den „Relaunch“ schaut, als wäre das tatsächlich ein Deus ex machina. Es durchzieht, wenn ich es richtig habe, zumindest drei Beiträge zu #wirmüssenreden. Auch das, wie die Rede um Trolle, lenkt von eigener Verantwortung ab. Umso größer wird die Enttäuschung sein, unabhängig davon wie technisch ausgefeilt das Ding ausfallen wird: Diese Projektionsfläche wird dann für einige so zerplatzen wie der Traum von eierlegenden Wollmilchsäuen. Und die Verantwortlichen genauso fassungslos reagieren, weil sie meinen, endlich den Wolpertinger geklont zu haben.

Mich würde es freuen, wenn es eine Möglichkeit gäbe, sich zu Wort zu melden, auch wenn man die weite Reise -aus dem einen oder anderen Grund- nicht stemmen kann. Das verstünde ich, nur als Anregung wohlgemerkt, unter Partizipationsmöglichkeit 2.0.

Habe fertig.
shalako schrieb am 11.11.2011 um 16:08
ed2murrow schrieb am 11.11.2011 um 16:01

"Denn meiner Beobachtung nach werden die, die es tatsächlich darauf anlegen, Beiträge oder Personen zu stören, ohnehin schnell deaktiviert."

D`accord.
shalako schrieb am 11.11.2011 um 16:11
ed2murrow schrieb am 11.11.2011 um 16:01

"Das verstünde ich, nur als Anregung wohlgemerkt, unter Partizipationsmöglichkeit 2.0."

Durch Moderation integrierter Skype? I like it.
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 16:15
Lieber e2m,

Sie haben natürlich Recht. Der Relaunch wird diese Probleme nicht alle lösen können. Und vor allem nicht vom Start weg.

Was wir gerade bauen ist ein Fundament, das das brüchige alte ersetzen soll. Davon ausgehend werden wir Peu a Peu und auch im Zusammenspiel mit der FC (!) versuchen, den Freitag online weiter auszubauen. Noch mal, weil es so wichtig ist: Was wir gerade bauen ist ein Fundament, das das brüchige alte ersetzen soll. Davon ausgehend werden wir Peu a Peu und auch im Zusammenspiel mit der FC (!) versuchen, den Freitag online weiter auszubauen.

Es wird sicher Enttäuschung geben, aber. Ab da sollte es vorwärts gehen. Was wir momentan hier machen, ist unheimlich viel technische Vergangenheitsbewältigung. Und auch, wenn wir das erstmal hinter uns haben, werden wir das Rad nicht neu erfinden können. Höchstens ein bisschen.

Und auch die Demografie der Com werden wir nicht grundlegend ändern können. Das heisst aber eben gerade nicht, dass man es nicht versuchen sollte. Wer mich kennt, weiß, dass ich persönlich (das hat vor allem mit meiner Jugend unter der Knute einer starken Frau zu tun) mir sehr viel mehr Feminismus in all seinen Ausprägungen in der Com wünsche.

Und weil sich Frauen, wie sie sagen, nicht antun wollen, arbeiten wir eben an technischen Mitteln, die mehr Schutz vor Trollen gewährleisten und eigenes Eingreifen auf Moderationsebene ermöglichen (Achtung, Zukunftsmusik).

Das geht aber erst auf dem neuen Fundament. Und solange das nicht steht, bleibt eben nur: warten. Daran können wir leider nichts ändern, selbst wenn wir wollten. Und wenn ich mir einen Schuh wirklich, wirklich, wirklich, wirklich gar nicht anziehen will, dann ist das der, dass wir hier nichts machen würden und alles schleifen lassen. Es brodelt hinter den Kulissen.

Und diese Arbeit ist undankbar. Das ist aber ok. Ich weiß ja, dass es besser werden wird. (;

Viele Grüße

JJK
shalako schrieb am 11.11.2011 um 16:16
ed2murrow schrieb am 11.11.2011 um 16:01

"Gardners Resümee lautet, stark vereinfacht, Frauen tun sich das einfach nicht an."

Manche eben schon - wie wir tagtäglich erfahren dürfen.
kvwupp schrieb am 11.11.2011 um 16:24
Zitat ed2murrow:"Mich würde es freuen, wenn es eine Möglichkeit gäbe, sich zu Wort zu melden, auch wenn man die weite Reise -aus dem einen oder anderen Grund- nicht stemmen kann. Das verstünde ich, nur als Anregung wohlgemerkt, unter Partizipationsmöglichkeit 2.0." Zitatende

Das fände ich ebenfalls sehr begrüßenswert. Der Anregung, dies mit Hilfe von Skype zu bewerkstelligen schließe ich mich an.
Popkontext schrieb am 11.11.2011 um 16:28
@JJK @ed2murrow
Ich würde die Beobachtungen zwar generell so bestätigen, aus persönlicher erfahrung und auch aus soziologischer sicht, und finde auch sehr gut, dass hier darauf hingewiesen wird. Andererseits kann ich mich auch noch gut an einen Kommentar von Hanning Voigts, einem neuen Autor des Freitag, vor Kurzem erinnern, der schrieb: "An den Ton hier muss ich mich erstmal gewöhnen."
Popkontext schrieb am 11.11.2011 um 16:36
Obiger Kommentar bezog sich auf die Tatsache, dass Frauen tendentiell von einem aggressiven Umgangston schneller abgeschreckt sind. Und dann darf man nich tvergessen, dass frauen, soweit sie sich online als solche zu Erkennen geben, auch zusätzlich noch geschlechtspezifischen Belästigungen und Pauschalbewertungen ausgetzt sind, und als "das Andere" wahrgenommen werden, da zumeist in der Minderheit sind.
shalako schrieb am 11.11.2011 um 16:36
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 16:15

"Wer mich kennt, weiß, dass ich persönlich (das hat vor allem mit meiner Jugend unter der Knute einer starken Frau zu tun) mir sehr viel mehr Feminismus in all seinen Ausprägungen in der Com wünsche."

Faszinierend - na, da bekommen doch einige Strömungen langsam Konturen.

www.youtube.com/watch?v=7AHBaJWj_vI&feature=gv

Kölle - Alaaf
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 16:47
Liebe @Popkontext,

gerade den Belästigungen wollen wir in Zukunft einen Riegel vorschieben. Vor allem einen, den die betroffene Person selbst betätigen kann.

An dem Umstand, dass Frauen in der Minderheit sind, wird das direkt nichts ändern können. Aber vielleicht hilft es dabei, ein Ansiedeln in der FC leichter zu gestalten.
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 16:50
Inwiefern wir in der Lage sind Skype zuzuschalten, weiß ich nicht. Das hängt vom WLan im Gorki ab. Falls das ginge, ginge es. Ich würde auch meinen Rechner zur Verfügung stellen. Ob es gut ginge, steht aber wieder auf einem anderen Blatt.

BTW Ich habe noch nie eine Konfi mit mehreren Personen via Skype geschaltet. Tipps, Probleme, mit denen zu rechnen ist?
shalako schrieb am 11.11.2011 um 17:00
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 16:50
"Inwiefern wir in der Lage sind Skype zuzuschalten, weiß ich nicht. Das hängt vom WLan im Gorki ab. Falls das ginge, ginge es. Ich würde auch meinen Rechner zur Verfügung stellen. Ob es gut ginge, steht aber wieder auf einem anderen Blatt.

BTW Ich habe noch nie eine Konfi mit mehreren Personen via Skype geschaltet. Tipps, Probleme, mit denen zu rechnen ist?"

Vielleicht mal jemanden vom CCC einladen? Könnte sowieso nicht schaden, die Atmosphäre in diese Richtung mal wieder etwas zu verbessern.
ed2murrow schrieb am 11.11.2011 um 17:12
mind. 3, max. 10 Personen für einen Gruppenanruf, beste Qualität mit 5.. Kostenlos nur, wenn alle Beteiligten Skype installiert haben (sonst nur über Abo). Mind. 2 GB on Board (für den Einladenden), Breitbandanschluss.
Rosa Sconto schrieb am 11.11.2011 um 22:07
@ e2m
in Ihrem Kommentar sind ganz konstruktive Vorschläge. Einer davon ist Ihr Hinweis auf die NGO Philosophie. Allerdings schreibt dort niemand mehr umsonst. Und die Arbeit ist viel intensiver als in der Freitagsredaktion. Da gilt das Leistungsprinzip. Der andere die Partizipationsmöglichkeit 2.0. Schauen Sie sich mal für Telkonferenzen Talkyoo und für internetbasiertes editieren Etherpad an. Damit kommunizieren heute die meisten internationalen NGOs. P2P und andere intrusive Programme sind out.
GeroSteiner schrieb am 12.11.2011 um 10:47
@ed2murrow
Ich würde gern noch zwischen Anonymität und Synonymität differenzieren.

Anonymität ist nur unter bestimmten Voraussetzungen zwingend, nämlich dann wenn wir eine Umgebung, eine Gesellschaft der Verfolgung und Repression hätten. (Werner Finck: "Ich stehe hinter jeder Regierung, bei der ich nicht sitzen muss, wenn ich mal nicht hinter ihr stehe.") Es wird zwar seitens einiger Schmitt-Jünger hart daran gearbeitet, das Grundgesetz entsprechend zu modifizieren, aber noch ist das nicht der Fall. Das Internet vergisst leider nichts. Sollte es zu der oben beschrieben Situation dennoch kommen, dann muss man für sich selbst entscheiden, ob man das Risiko eingehen möchte, oder lieber nicht - auch das gehört zur Freiheit. Schlechtes Benehmen von Foristen und die Möglichkeiten der Steuerung und Lenkung oder Führung seitens der Redaktion stehen da auf einem ganz anderen Blatt.

Synonymität ist für mich selbst nun mal zwingend. Stalking kann ich nicht gebrauchen. Und es hat eine relativ lange Zeit gebraucht, soviel Vertrauen zu entwickeln, den richtigen Namen nebst Adresse offenzulegen. Vertrauen kann immer nur den beteiligten Personen entgegen gebracht werden. Das lässt sich nicht delegieren.

Ja, das war ein großes Lob an die Redaktion.
GeroSteiner schrieb am 12.11.2011 um 10:55
@all
Ersetze: Synonymität durch Pseudonymität
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 11:42
@Popkontext
Obiger Kommentar bezog sich auf die Tatsache, dass Frauen tendentiell von einem aggressiven Umgangston schneller abgeschreckt sind.

Na, da kann ich mich aber an so manche "Zickenkriege" erinnern. "Zickenkrieg" ist natürlich eine abwertende Bezeichnung, von der ich mich ganz herzlich distanzieren möchte.

Und dann darf man nicht vergessen, dass Frauen, soweit sie sich online als solche zu Erkennen geben, auch zusätzlich noch geschlechtspezifischen Belästigungen und Pauschalbewertungen ausgesetzt sind, und als "das Andere" wahrgenommen werden, da sie zumeist in der Minderheit sind.

Ich persönlich bin dankbar dafür, wenn sich eine Frau - unter welchem Nickname immer - als Frau zu erkennen gibt. Bei einer Frau habe ich deutlich größere Beißhemmungen - ich weiß, ich bin altmodisch.

Ciao
Wolfram
mmitt schrieb am 11.11.2011 um 16:49
Ach, na gucke an, ist ja nicht so, daß andere User schon vor Urzeiten darauf hingewiesen hätten und einige von denen von den Lieblingen, pardon, Stammusern der FC-Administratoren schärfstens angegangen wurden. Nun will man tatsächlich reden. Schön. Dann habe ich auch gleich einen Vorschlag oder Rat: Wie wäre es, wenn man jeden gleich behandelt, oder noch besser, die die was auf dem Kasten haben ncht vergrault und vergraulen läßt, Herr Kosok und Frau Hank. Das wäre ja geradezu revolutionär im Hause Freitag, wenn man mal nach Kompetenz schaut, auch bei den Autoren, nicht danach wer den Mund am meisten aufreißt.
Ansonsten noch viel Spaß beim Reden.
Columbus schrieb am 11.11.2011 um 16:53
Klasse Idee, sich dort zu treffen. Hoffe, es erweist sich als produktiv.
Ich komme nicht nach Berlin und würde auch zu einem regelmäßigen Treff dort, nicht hin fahren

Ein paar Hinweise und Vorschläge, die ich schon mehrfach in Kommentaren äußerte:

Technik, Geschwindigkeit: Gut, das ist wichtig, es sollte zügiger laufen. Aber das ist eine Sache auf der fundamentalsten Produktionsebene.

Mein spezieller Wunsch, Korrekturfunktion bei Kommentaren (schreibe meist schnell und direkt in die Maske, die zu unübersichtlich, sprich kurz, ist), längere Standzeiten für redaktionell (wichtig) ausgewählte Blogs, wenn möglich passend zu den "Büchern", Sparten des dF.

Sehr gut, ein Brainsdorm-/Austauschraum, der gar nicht dauerhaft offen sein muss (meine Meinung, in Anbetracht der kleinen Redaktion), explizit der Redakteure des dF mit der dFC, ein fester Ort, mit einem festen Namen auf der Eingangswebseite und einer oder zwei festen Zeiten. Denkbar wäre auch, jeweils eine Sprechstunde mit einem Red.-Mitglied, nach vorheriger Ankündigung.

Bei der redaktionellen Auswahl sollte das Zeichen auch sein, es bei der Verlinkung nicht zu übertreiben. Vorschlag: Qualitätslink. Aus dem Blog muss ersichtlich sein, beschrieben sein, was an Zusatzinfo dort zu lesen ist. Das meiste, was ich so an Links wahnehme, ich klicke wirklich vielen angegebenen Links hinterher, sind eher Belege und Rückversicherungen, die aber gar nicht punktgenau sind, sondern einen auffordern einen Wust an Texten durchzuackern und zur Kenntnis zu nehmen, an denen es an irgend einer Stelle um den behandelten Sachverhalt gehen kann. Es gibt also nicht nur Bleiwüsten, sondern auch Linkwüsten!

Der Link sollte nicht die eigene Erklärung, das eigene Argument ersetzen, nach dem Motto, lies da, dann komm wieder und lies hier weiter. Das ermüdet und ermattet, zumal meine Erfahrung mich lehrt, dass nur ein Bruchteil in den Massenlinks vom jeweiligen Autor überhaupt gelesen wurde.

Mein Vorschlag zu, mehr Verzahnung Redaktion und dFC, ebenfalls mehrfach schon gemacht: Redet mit der dFC über euere mittelfristigen redaktionellen Themenpläne und gewinnt so mehr Qualität auf der dFC-Seite. Vorbereitet schreibt es sich besser und es finden sich auch Menschen, die dazu qualifiziert was sagen und schreiben können.

Zusätzlicher Vorschlag: Macht doch eine Seite mit Texten aus der dFC, also zusätzlich zu den Randstreifen. Zunächst vielleicht erst einmal ein halbe Seite (das wären dann nur 53 Halbseiten im Jahr, die wieviel kosten? Dicke Werbung drauf.). - Um der Beliebigkeit vorzubeugen und die Passung zu erhöhen, bietet sich an, über kommende Themenprojekte/Schwerpunkte zu reden (Wochenzeitung ist ja nicht Tagesgaga und dFC-Beitrag muss ja nicht immer heißen, den täglichen Presse- und Agenturspiegel abzuarbeiten).

Zu den Beißereien: Halte ich für eine überschätze Geschichte, obwohl ich mich schon häufiger angefressen fühlte, weil diese Art der schlechten Kommunikation, im Gegensatz zu den Erfahrungen einiger Mitkommentaristen, mir in anderen Foren, die dazu noch viel strikter moderiert werden, viel mehr aufgefallen ist.

Ohne eine "Volltrottel" (mir fallen nur harmlose Sachen ein)- Invektive pro halbe Stunde geht es auf kaum einer der an Tages- oder Wochenzeitungen angehängten Foren ab (Welt, SZ, Rundschau). Bei der ZEIT fällt das nicht so auf, weil die Teilnehmer häufiger einen gepflegteren Wortschatz nutzen, um aber das gleiche schlechte Verhalten zu zeigen.

Eine Ursache von Mißverständnissen ist auch, so meine Erfahrung, dass doch sehr viele Kommentaristen glauben, man habe Zeit und Energie aufgewandt, all´ihre Vorläufertexte zu einem streitigen Punkt zu kennen, das sei Pflicht. - Aus diesem Sachverhalt ergibt sich ein natürliches Qualitätskriterium. Ein Blogbeitrag muss in sich schlüssig und nachvollziehbar sein.

Eine peinliche Angelegenheit auch, wenn z.B. ein Autor darauf verweist, er habe unter dem anderen "Nick" schon Auskünfte und Erklärungen verteilt. Zumindest in der Community sollte es bei einem einzigen Nick/Namen bleiben, es sei denn, man muss aus juristischen und psychologischen Gründen einen Stalker und Stinker loswerden. Aber das gehört dann mit der dF-Moderation abgesprochen.

Hier läge auch die Chance für die Moderation, wenn wieder einmal der Verdacht breit getreten wird, eine Stimme sei gleich mehrfach mit unterschiedlichen Nicks hier auf der dFC unterwegs, eine kurze verbindliche Erklärung abzugeben.

"Löschen" sollte zwar grundsätzlich jedem Beiträger frei stehen, aber ich halte es, zumal ich mich selbst einmal dazu hinreißen lies, in ein Moment der "Verzweiflung" (;-)) über platte Anwürfe, für falsch das zu tun. Ich finde, man muss auch zu den Sachen stehen, die man ein paar Zeiten später nicht mehr so schreiben würde.

Letztlich: Wie soll ich es ausdrücken? Wenn es die dFC in der jetzigen Form gar nicht gäbe, existierte nichts, was dem derzeit in der deutschen Medienlandschaft nahe käme. Das ist auch ein Lob an die Moderation und Redaktion, die sich, im Vergleich zu anderen Presseorganen, wirklich viel Mühe gibt und schon kreativ ist, die Community einzubeziehen (Frau Hank regelmäßig, Frau Lang, Herr Raab).

Eigene Beteiligung: Außer Vorschlägen, nur mit Texten.

Letzter Wunsch: Aus der dFC sollte nie ein Chat-Room oder ein soziales Netzwerk werden. - Da fände ich dann eine passende Gelegenheit zu gehen.

Liebe Grüße und gutes WE
Christoph Leusch
shalako schrieb am 11.11.2011 um 17:03
Columbus schrieb am 11.11.2011 um 16:53

"Ich komme nicht nach Berlin und würde auch zu einem regelmäßigen Treff dort, nicht hin fahren."

Die Verschaukelei bei (und von) ZEIT ONLINE hat ja auch gereicht seinerzeit. Vollstes Verständnis.
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 17:13
Lieber Columbus,

das Korrigieren von Kommentaren hat ein Für und ein Wider. Das Für ist die Korrektur, das Wider der Missbrauch. Mögliche Lösungen sind Zeitfenster. Darüber denken wir nach, sind aber meines Wissens noch nicht zu einem endgültigen Entschluss gekommen. Das wäre z.B. etwas, worüber man diskutieren könnte, um es so oder so in Zukunft umzusetzen.

Der Vorschlag des offenen Raums geht in die Richtung dessen, was Rosa Sconto bereits geschrieben hatte. Das finde ich uneingeschränkt gut. Es ist auf dem Zettel.

Was die Themenplanung und die stärkere Einbindung der FC in eben jene angeht, sind wir beieinander. Ich betreibe dafür intern schon Politik. Auch eine Seite wäre toll. Aber: wir müssen eben momentan noch an die "fundamentalste Produktionsebene" denken. Da ist Nachholbedarf. Wenn das läuft, denke ich mich gerne mit der FC in den Himmel.

Was die Transparenz der Moderation angeht, habe ich nach wie vor meine Probleme. Transparenz heißt auch gleich Pranger bzw. Freifahrtschein. Niemand kann ausschließen, dass jemand mit einem Proxy oder ähnlichem Schabernack treibt und uns täuscht. Sprechen wir dieser Person dann das Vertrauen aus, haben wir den Salat, wenn wir uns irren. Umgekehrt ist es so, dass ein Blog mit verwarnten oder gesperrten Nutzern (mit Grund und allem Pipapo) einem Pranger gleich käme. (Ich weiß, dass sie davon nichts schreiben, es passt aber thematisch und wird immer wieder gefordert) Das will ich nicht.

Was ich will, ist, dass in Zukunft FC-Mitglieder die Möglichkeit haben, sich in einem gewissen Rahmen gegen Trolle etc zu wehren. Das würde auch die Topdown-Moderation entlasten. Letztere halte ich für eine Com in dieser Größe (und die FC ist ja nicht mal so groß) für problematisch. Wir sind schließlich keine omniszienten Halbgötter in Rot.

Mehrfachnicks sind weiterhin verpönt. Vielleicht fallen uns zur Erkennung dieser noch ein paar hilfreiche Mittel ein. Verhindern kann man es in Gänze allerdings nicht.

Ich merke, dass ich unstrukturiert werde. Verzeihung.

Besten Gruß

JJK
shalako schrieb am 11.11.2011 um 17:21
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 17:13

"Was ich will, ist, dass in Zukunft FC-Mitglieder die Möglichkeit haben, sich in einem gewissen Rahmen gegen Trolle etc zu wehren."

Begrüßenswert.
Bildungswirt schrieb am 11.11.2011 um 17:31
Volle Zustimmung.
Bei aller notwendigen Einzelkritik am Freitag mit Community - auch an der Moderation und Technik - reden wir die FC nicht schlecht.
Ich bin von Anfang an dabei und sage: JA, es hat sich etwas getan, ja, zum GUTEN hin!
Fro schrieb am 11.11.2011 um 18:39
@Bildungswirt
Sehr richtig.

@JJK

„Mögliche Lösungen sind Zeitfenster. Darüber denken wir nach, sind aber meines Wissens noch nicht zu einem endgültigen Entschluss gekommen.“

Ich glaube, da würde auch eine Vorschaufunktion vollkommen ausreichen.

Zum Thema Geschwindigkeit:

Könnte nicht eine schnelle Maßnahme sein, statt nur 5 neueste bzw Top-Blogs, auf der FC-Startseite, 15 oder 10 anzuzeigen? Das würde nicht nur Zeit sparen, sondern auch den Blogs zu einer längeren Sichtbarkeit/Aufmerksamkeit verhelfen.

An vielfältigen Blogbeiträgen fehlt es insgesamt ja nicht. Es fehlen hier Leute, die Lust haben zu kommentieren und zu diskutieren. Heute wurden wieder interessante Beiträge eingestellt, die aber kaum sichtbare Resonanz erhielten...

Die Anregung, die Redaktion möge sich mehr von den Beiträgen der FC inspirieren lassen, sich ihr Wissen zunutze machen und mit ihr kooperieren, kann ich nur unterstützen.

Ach ja: Diese Besternung macht m.E. nur Sinn, wenn sich viele daran beteiligen. Eine Möglichkeit wäre, Besternung auch ohne eingeloggt zu sein vornehmen zu können - und/oder einfach einen Zustimmungs-, Ablehnungs- und Gelesenbutton einzuführen. Das „Einsterne-Mobbing“ hat zwar nachgelassen – gibt es aber immer noch.
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 19:34
@Fro Es wird ein neues Bewertungssystem geben, das nicht mehr so sehr an dem krankt, was das 5-Sternsystem eben kranken lässt. Angedacht ist: Daumen hoch, Daumen runter. Einfach und simpel. Vor Mobbing wird das allerdings nicht schützen.

Das Problem mit dem Portlet für die meistkommentierten Beiträge ist, dass es sich jeweils um die doppelte Anzahl verlängert. Auch für die Redaktion. Und dann ist alles andere eben weg. Außerdem müsste man wieder im System rumhacken und eigentlich wollen wir uns auf die neue Seite konzentrieren.

Was die Leute angeht, hoffen wir, dass es ein bisschen einfacher wird, hier mitzumachen, wenn man sich einfacher einloggen kann. Simplerer Prozess, vielleicht auch via Google, Facebook, Twitter, etc. Und wenn die Seite dann noch einen Tacken schneller ist, wäre das sicher auch nicht falsch.
Columbus schrieb am 11.11.2011 um 20:50
ad
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 17:13

Lieber Herr Kosock.

So ein Zeitfenster wäre die ideale Lösung, vielleicht max. 60 Minuten. Denn natürlich soll inhaltlich und stilistisch der Druck auch bei Kommentaren hoch sein, beim Verfertigen der Gedanken sorgfältig zu sein und der Inhalt zu einem Datum auch einmal fest stehen. Sonst gingen noch mehr Spiele los, man habe das "so" gar nicht geschrieben, längst stehe da anderes oder gar nichts mehr.

Bei dem Nick-/Troll-Problem finde ich schon, dass von der Redaktion ein größerer Aufwand gerechtfertigt ist, sicher zu stellen, es existiere nur genau ein Schreiber, mit einem einzigen echten Namen und einem einzigen Nick auf den Forumsseiten.

Ich weiß ja, es gibt eine Reihe, fast könnte man sagen, in den Presseforen bundesweit operierender Leute, die ganz ohne sich diesbezüglich kenntlich zu machen, als multiple Persönlichkeiten auftreten. Meist sind es wohl auch jene, die dieses Verfahren nutzen, anderen Bloggern und Kommentatoren durch besondere Trolligkeit und Nerdismus auf den Nerv zu gehen. - Also, wenn in den Forumsregeln steht, die Identität muss eindeutig sein, dann sollte dieser Regel, so gut es geht, Geltung verschafft werden.

Andererseits finde ich es ebenso legitim und sinnvoll, auch jedem Ausgeschlossenen, nach einer angemessenen Frist und entsprechender Zusicherung, den Zugang wieder zu gewähren. Es sei denn, es hat sich was rechtlich und moralisch Gravierendes ereignet, um einen dauerhaften Ausschluss zu rechtfertigen. - Das zu beurteilen, ist aber der Moderatoren Schweiß und Elend und leider unvermeidlich. Absolut unverzeihlich wäre es z.B., wenn sich jemand in dieser Karenzzeit trotzdem mit einem neuen Nick-Log anmeldet und hier fortfährt, als sei nichts geschehen.

Pranger mag ich gar nicht. Wenn der Eindruck enstanden ist, dann kommt hier eine klare Absage an so etwas. Für Trollalarm sollte es eine Rückmeldemöglichkeit geben. Sie (die Moderatoren) können dann bei den Verdächtigen nachfragen (PN-Funktion gibt es ja) und wenn die nicht reagieren, entschieden handeln. Ich finde, wenn die Vorwürfe begründet und massiv sind und diejenigen uneinsichtig bleiben, also weiterhin so verfahren, dann kann man ihnen schon sagen, man werde ihre Klarnamen veröffentlichen.

Ich weiß, dass Print-Redaktionen ihre Themenvorplanung sehr häufig als eine Art Betriebsgeheimnis betrachten. Aber, wer ehrlich ist, der sieht auch schnell ein, dass so viel Exklusivität meist gar nicht besteht und die Konkurrenz auch nichts davon hat. - Viel schlimmer ist ja diese hohe automatische Synchronität der Themen, selbst bei den Wochenzeitungen und Magazinen, weil sich alle auf die gleichen Telemedienvorgaben beziehen.

Den "offene Raum" zur Begegnung von dF-Red und dFC, eine Art "Hegelplatz 1"- Salon/"Zimmer", mit festem Standort auf der Eingangsseite, den würde ich forcieren, und Rosa Sconto hat da alle meine Sympathien, wenn dazu viel diskutiert und mit entschieden wird.

Transparenz der Moderation: Sehe ich ähnlich. Es muß einen Freiraum und Ermessensraum für die eigentlich Verantwortlichen, Redaktion/Moderation geben, denn sonst ist bald nichts mehr wirklich frei. Gerade Sanktionen sind bei einem so unterschiedlichen und individuellen Publikum immer ein Aufhänger, der dann so breit diskutiert wird, dass Themen keine Chance haben und sich alles um Lager und Positionen dreht.

Die gute Erfindung im Journalismus ist die unabhängige (darum muss immer gekämpft werden) Redaktion. Analog dazu profitiert eine Online-Forenseite von einer, mit der letzlichen Entscheidungskompetenz ausgestatteten Moderation. - Die Diskussionen um Entscheidungen, sofern man sie als Möglichkeit einräumt, halten nur davon ab, sich um die Sachen zu kümmern.

Die Seite "Community" im Print, das wäre, nach meiner Meinung, eine kleine Sensation in der deutschen Zeitungslandschaft, ein Alleinstellungsmerkmal und zöge auch Abonnenten für Print, die dann vielleicht eine(n) Wirtschaftsred. möglich machten. Sorgfältige Auswahl und die Bewerbung des eventuellen Starts einer solchen Seite, sowie Anbindung der Beiträge an die Wochenthemen, da bin ich fest überzeugt, förderten den professionellen Journalismus. Leider glauben immer noch viele Medialisten, die Laien kosteten feste und freie Stellen.

ad shalako: Bei der ZEIT-Online war der damalige Moderator/Redakteur ganz offen und klar. Aber die Entscheider saßen ganz woanders und hatten, das wurde mir wenig später klar, schon ganz andere Pläne festgelegt. In der Nachbetrachtung bin ich mir nicht einmal sicher, ob damals Herr Blau, der Chefred.-Online, irgend etwas zu sagen hatte. Die Ironie der Geschichte ist, dass dF und dFC schon ein gewaltiges Stück der Sachen umsetzen, die ich damals als Konzept vorschlug und ZEIT-Online, Stück um Stück, dem nun nachzueifern sucht.

Nur klappt es nicht mehr ganz so gut, was durch die schiere Masse an Foristen, aufgrund der schieren Zahl der ZEIT-Leser, nur mühsam verdeckt wird. Damals sind wirklich viele Leute, die differenziert schreiben, aus dem ZEIT-Forum gegangen oder reduzierten ihren Enthusiasmus dort erheblich.

Ich fahre nicht nach Berlin, weil ich derzeit meine Zeit brauche und die Community-Mitglieder ganz gut ohne mich klar kommen (;-)))! Ich habe nicht nur großes Vertrauen zu den Anreisenden und zur Redaktion/Moderation, sondern weiß, es geht da letztlich eher sachlich zu, auch wenn das den Spaß und das Vergnügen im und ums Gorki gar nicht ausschließt.

Grüße und gutes Gelingen
Christoph Leusch
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 11:43
@Columbus
Ich komme nicht nach Berlin und würde auch zu einem regelmäßigen Treff dort, nicht hin fahren

Berlin bei Polen ist halt doch sehr abgelegen, draußen in der märkischen Pampa.

Sehr gut, ein Brainsdorm-/Austauschraum

Ach, ist das ein süßer Verschreiber. Ein brainsdorm, also ein Schlafsaal fürs Jehürrrn.

Der Link sollte nicht die eigene Erklärung, das eigene Argument ersetzen, nach dem Motto, lies da, dann komm wieder und lies hier weiter.

Laut Beifallklatsch!
Das Furzen und das Linken
Tut mir öfter ganz schön stinken.

Hier läge auch die Chance für die Moderation, wenn wieder einmal der Verdacht breit getreten wird, eine Stimme sei gleich mehrfach mit unterschiedlichen Nicks hier auf der dFC unterwegs, eine kurze verbindliche Erklärung abzugeben.

Ich lege jetzt mal 1 Geständnis ab: Ich bin Streifzug, Weinsztein und... wen haben wir noch? Ah ja, Calvani. Alle Beiträge, die unter Wolfram Heinrich erscheinen, hat sich mein Computer, der Depp, ausgedacht. Ich distanziere mich ganz herzlich von ihnen.

Letztlich: Wie soll ich es ausdrücken? Wenn es die dFC in der jetzigen Form gar nicht gäbe, existierte nichts, was dem derzeit in der deutschen Medienlandschaft nahe käme. Das ist auch ein Lob an die Moderation und Redaktion, die sich, im Vergleich zu anderen Presseorganen, wirklich viel Mühe gibt und schon kreativ ist, die Community einzubeziehen (Frau Hank regelmäßig, Frau Lang, Herr Raab).

Anschließe mich vollinhaltlich.

Ciao
Wolfram
Columbus schrieb am 12.11.2011 um 12:52
Das ist gut, lieber Wolfram. Ich musste herzlich lachen und erkennen, dass die Taktfrequenz meines Personal Computers, called Brain, eher langsam (Frequenz) und seine Arbeitsweise eher weitstreckig (Welle), manchmal auch, zu meiner Schande, röhrenförmig, ist.

Brainstorm, das wäre dann Anfall, unter Umständen mit Finalschlaf, oder auch ´ne Wander-Migräne.

Wir sollten uns zusammen tun und laut schreien, dass es zumindest ein Hinarbeiten auf die Korrekturfunktion in der Kommentarspalte geben sollte, wenn die Technik des neuen CMS an Bord ist. Ich weiß ja, Sie haben bei dem Thema auch schon so manches Mal vernehmlich angeklopft.

Apropos, strukturiert laut schreien und gleichzeitg ein Statement zu dem doch erheblichen Anteil an Gender- und Gewaltfragen auf dFC:

Die Musikerin Merrill Garbus / tUnE-yArDs

vimeo.com/22883825

Bis bald und gutes WE
Christoph Leusch
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 14:57
@Columbus
Wir sollten uns zusammen tun und laut schreien, dass es zumindest ein Hinarbeiten auf die Korrekturfunktion in der Kommentarspalte geben sollte, wenn die Technik des neuen CMS an Bord ist.

Vielleicht täte es ja auch ein Popup-Fenster, das sich beim Absenden öffnet. Dort stünde dann "Willst du diesen Scheisendreck wirklich veröffentlichen? - Ja - Nein" Wennst du dann auf "Ja" drückst erscheint ein weiteres Fenster, das einem mitteilt: "Ja, mir ist es wurscht. Es ist dein Ruf, der leidet."

So eine regelmäßige, rituelle Beschimpfung durch einen Rüpel-Roboter, das hätte doch was.

Ciao
Wolfram
GeroSteiner schrieb am 12.11.2011 um 18:46
Den Rüpel-Roboter gibt es dann als Äpp. Das kommt ja sicherlich von verÄppeln.
Das nehme ich jedenfalls genauso an, wie die Vernunfts-Care-Pakete vor Weihnachten.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 12.11.2011 um 21:53
@Columbus
"Letzter Wunsch: Aus der dFC sollte nie ein Chat-Room oder ein soziales Netzwerk werden. - Da fände ich dann eine passende Gelegenheit zu gehen."

Manchmal kommt man ins Plaudern, das lässt sich nicht immer vermeiden. Obwohl ich mich dann auch über mich selber wundere und mir wünschte, es gäbe eine Löschtaste!

Andererseits dieser Wechsel von Statements hat sehr oft etwas von Visitenkartenaustausch....
Letztendlich kann eine Redaktion das nicht lösen und sollte es auch nicht wollen.

Schöne Grüße
Ihre
HN
Columbus schrieb am 12.11.2011 um 23:42
Ja, sehe ein, Frau Neumann, das könnte man so ausdeuten.

Gemeint ist aber, mit Bezug auf Einbindung in das dF-Geschehen, überwiegend thematisch formstützend zur besten kleinen Wochenzeitung der Republik zu arbeiten. - So, jetzt habe ich ´mal ganz dick aufgetragen und lösche es nicht.

Kommt die schmale Vase aus dem Brennofen und du malst breite Blockstreifen als Glasur auf, dann ist das formzerstörend. Der dicken Berta aus dem Feuer, geht es mit den Längsstreifen dagegen etwas besser, sie wird schlanker. Das ist dann fast wieder formstützend, obwohl es gegen die Form gearbeitet ist.

Bezogen auf Foren zu einer Zeitung hieße das, nicht alles breit und flach und beliebig zu machen, oder z.B. bei einem Blog vor allem am Thema entlang zu denken. Das lässt sich nicht redaktionell verordnen, aber untereinander sanft anempfehlen.

Die Abweichungen, liebe Frau Neumann, die sind doch schön und nützlich und machen viel vom Spaß aus. Aber soziale Netzwerke und Chats sind eine andere Sache, weil eben ganz anders orientiert. Wenn das also die Haupttendenz wäre, dann lohnte es sich für mich nicht mehr. -Davon ist ja bisher doch das Geschriebene in der dFC, wenigstens das, was ich durchlese, meist entfernt.

Ich experimentiere ja auch gerne. Gender, Mann&Frau-Themen, z.B., sind für mich leichter anhand von Geschichten oder Dialogen zu (er)klären, auch wenn es nun hier wenige Leser finden mag und nicht plötzlich überall Lorbeerkränze dafür überreicht werden.- Was ich damit sagen will ist, das Formenvokabular hier bleibt ziemlich offen, aber die Orientierung an dem Rahmen Wochenzeitung Freitag, die hilft, die Themen interessant zu halten und eine Verknüpfung herzustellen. Das ist gar nicht bevormundend, sondern die Akzeptanz einer groben Vorgabe, die die Blogbeiträge, so denke ich, besser macht.

Liebe Grüße und guten Sonntag
Christoph Leusch
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 00:18
@ Columbus
"Bezogen auf Foren zu einer Zeitung hieße das, nicht alles breit und flach und beliebig zu machen, oder z.B. bei einem Blog vor allem am Thema entlang zu denken. Das lässt sich nicht redaktionell verordnen, aber untereinander sanft anempfehlen."

Im Prinzip gebe ich Ihnen ja recht! Meine o.a. Einlassungen waren durchaus selbstkritisch gemeint.
Gleichwohl ist es sicher auch einen Übungssache sich dialogisch entlang eines Gedankens zu bewegen. Setzt es nicht auch ein gerüttelt Maß an Empathie und Akzeptanz für den anderen voaraus, wie eben jeder ernstzunehmende Austausch?
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 00:20
eine; den Kommafehler schenke ich Ihnen
natürlich auch hier LG Ihre HN
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 02:43
@GeroSteiner
Den Rüpel-Roboter gibt es dann als Äpp.

Das wär doch eine interessante Geschäftsidee.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 02:48
@Helena Neumann
@Columbus
"Letzter Wunsch: Aus der dFC sollte nie ein Chat-Room oder ein soziales Netzwerk werden. - Da fände ich dann eine passende Gelegenheit zu gehen."
Manchmal kommt man ins Plaudern, das lässt sich nicht immer vermeiden. Obwohl ich mich dann auch über mich selber wundere und mir wünschte, es gäbe eine Löschtaste!


Ich glaube, mit seinem Widerwillen gegen Chat-Rooms bezog sich Christoph eher auf die rasche Aufeinanderfolge von Satz und Gegensatz bei einem Chat, daß also der Chat mehr zur Oberflächlichkeit und zum Auftrumpfen verführt als der Austausch von Postings hier. Daß auch in einer eigentlich ernsthaften zwischendurch geplaudert oder geblödelt wird, ist eine feine Sache und kein Fall für die Löschtaste. Da bist du zu streng mit dir. Und selbst wenn mir der eine oder andere Blödsinn entschlüpft...
Jeder Mensch hat das Recht, auch mal Unfug zu sagen oder zu schreiben. Das Brainstorming ist ja die institutionalisierte Form der Produktion von Unfug. Jeder macht Vorschläge zum gestellten Thema, die allermeisten sind, gerade am Anfang, hochgradiger Schmarrn. Aber der Schmarrn muß raus, damit man irgendwann zu den brauchbareren Dingen kommt. Und: Zwei Vorschläge, die für sich betrachtet Unfug sind, bringen, miteinander verknüpft, die Lösung.

Andererseits dieser Wechsel von Statements hat sehr oft etwas von Visitenkartenaustausch....
Letztendlich kann eine Redaktion das nicht lösen und sollte es auch nicht wollen.


So sehe ich das auch. Eine Diskussion kann immer nur so gut sein, wie die Leute, die sich dran beteiligen.

Ciao
Wolfram
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 11:26
"Daß auch in einer eigentlich ernsthaften zwischendurch geplaudert oder geblödelt wird, ist eine feine Sache und kein Fall für die Löschtaste. Da bist du zu streng mit dir. Und selbst wenn mir der eine oder andere Blödsinn entschlüpft..."

Danke, lieber Wolfram!
Ich hoffe mein Unfug hält sich in Grenzen. Du hast natürlich recht, eine Diskussion ist sehr vom "good will" der Teilnehmer abhängig.

Meiner Meinung beobachtet Columbus etwas, was mir auch nicht gefällt, wobei Herr Leusch sicherlich auch an sich gedacht hat. Denn es gibt immer wieder Small-Talks, die Diskussionsteilnehmer so miteinander austauschen, dass das zu diskutierende Thema droht auf der Strecke zu bleiben.

Schönen Sonntag
Helena
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 11:46
@Helena Neumann
"Daß auch in einer eigentlich ernsthaften zwischendurch geplaudert oder geblödelt wird,..."

Verdammt, da ist mir schon wieder ein ganzes Wort entwischt. Es hätte natürlich heißen müssen "...ernsthaften Diskussion zwischendurch...".

Ich hoffe mein Unfug hält sich in Grenzen.

Davon kannst du ausgehen.

Denn es gibt immer wieder Small-Talks, die Diskussionsteilnehmer so miteinander austauschen, dass das zu diskutierende Thema droht auf der Strecke zu bleiben.

Wenn der Small-Talk einigermaßen geistreich ist, so wäre gegen solche Abschweifungen eigentlich wenig zu sagen. Ich habe es allerdings mehr als einmal erlebt, daß ich einen Blogbeitrag eingestellt habe, von dem ich mir eine interessante Kontroverse erhoffte. Der erste, der antwortet bringt etwas zur Sprache, was gar nicht zum Thema gehört oder sich auf einen völlig nebensächlichen Aspekt bezieht und schon dreht sich alles um diesen läppischen Unterpunkt.
Aber, was will man machen? Manchmal läuft es halt nicht.

Ciao
Wolfram
jayne schrieb am 11.11.2011 um 17:01
ich denke, die probleme, um die es hier geht, sind mit einem relaunch nicht gelöst, auch wenn es natürlich vorteilhaft ist fürs kommentieren, wenn das laden einer neuen seite nicht mehr so lange braucht, oder das warten darauf, daß sich das kommentarfeld endlich öffnet ... Aber ich bin nach wie vor dankbar, daß es diese community gibt, mit all den möglichkeiten, eigenes zu posten, an themen dran zu bleiben, mit anderen zu diskutieren, sachbezogen zumeist. Probleme, und ich habe das in anderen zusammenhängen schon angesprochen, sehe ich vor allem in der "kurzatmigkeit" der redaktionellen aufmerksamkeit für die blogs, d.h. wenn z.b. vor vielleicht zwei wochen ein fc-mitglied ein gutes blog zu einem bestimmten thema eingestellt hat und nun, aus aktuellem anlaß oder anderen beweggründen, sich auch die redaktion dieses themas annimmt, so schaut man nicht etwa mal in die blogs, geschweige denn, daß man sich etwas daraus über zwei drei wochen vormerkt, weil man schon weiß, in der woche x solls etwas dazu in der druckausgabe oder auf der startseite geben ... Vorausschauend resp. nachhaltig in bezug auf die blogs scheint die redaktion kaum zu arbeiten, und das empfinde ich nach wie vor als eigentliche schwachstelle im konstrukt.
Joachim Petrick schrieb am 11.11.2011 um 18:15
@Jan Jasper Kosok

Ein weiterer Frage Punkt:

"Warum werden in der Freitags Printausgabe gedruckte Artikel von Bloggern/innen, wie jetzt mein Artikel:
"Joachim Petrick empfiehlt Spuk gegen die alltägliche Angst"

in der aktuellen Freitags Printausgabe (45- 27- 2011) nicht bei mir als uneränderbarer, aber kommentierbarer Artikel in meinen Blog, wie zumindestens verzögert nachträglich bei Autoren/innen, Redakteur/innen, eingestellt?

tschüss
JP
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 18:22
Technik. Auch das haben wir für den Relaunch auf dem Schirm.

Viele Grüße

JJK
Joachim Petrick schrieb am 11.11.2011 um 18:37
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 18:22
Technik. Auch das haben wir für den Relaunch auf dem Schirm.

Danke für die zeitnahe Antwort!

Wieso klappt das dann aber jetzt bereits ohne Relaunch für Autoren-, Redakteure/innen?

tschüss
JP
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 19:35
Magie. Es hat mit dem verkorksten Redaktionssystem zu tun. Das würde jetzt aber zu weit führen. Nur so viel, es ist keine Schikane, sondern Technik.
Rosa Sconto schrieb am 11.11.2011 um 22:20
Magische Technik:

technikundmagie
koslowski schrieb am 11.11.2011 um 18:59
Mit Theorie und Praxis der Community bin ich, alles in allem, ganz einverstanden. Zur Optimierung machen viele hier viele bedenkenswerte Vorschläge, aber bitte
1. keine neue Philosophie ( mehr bessere Praxis: Inhalte, Technik, Diskussionskultur )
2. die Liberalität der FC im Umgang mit verhaltensauffälligen Usern bewahren ( Selbstkorrektur durch FC)
3. keine übermäßige Vermehrung der Blogs in der Printausgabe ( habe ich doch in der FC schon lesen können ) und bitte, bitte
4. das "familiäre Klima" nicht übertreiben ( "gemütlich bin ich selbst" ).

Viel Erfolg beim Reden!
Popkontext schrieb am 11.11.2011 um 19:28
Da sich das auf meinen Blog bezog zum "bündeln" (einen gute idee) hier meine Gedanken dazu:
www.freitag.de/community/blogs/barbara-muerdter/wir-muessen-reden#comment-332690

Popkontext schrieb am 11.11.2011 um 16:12

Meine Toleranz bei "verhaltensauffälligen Usern" hört wie gesagt da auf, wo sie "pöbeln, beleidigen, belästigen, lügen, heucheln, agitieren, werben." Weil sie damit andere vergraulen und das Niveau eines Forums nach unten ziehen. Sie holen sich doch auch nicht aus lauter Toleranz einen Gewalttäter in die Wohnung, der ihnen regelmäßig die Fresse poliert und schließlich rauswirft. Oder auch nur jemanden, der ständig in ihr Zimmer scheißt. Ansonsten habe ich nichts gegen skurile Menschen - irgendwo sind wir ja alle irgendwo "verhaltensauffällig".

Wenn Sie die Blogs schon online gelesen haben, haben das andere noch lange nicht getan. Und Sie lesen wirklich alle Blogs? Ich finde, den Bloggern, wie beschrieben, auch mehr Beachtung bezüglich der Printausgabe zu geben wäre ein Zeichen von Respekt und der viel beschworenen Augenhöhe. Und lesen Sie mal die Sachen z.B. von User blog1 - das wäre eine vorzügliche kleine Sache für die Printausgabe!

Vielleicht ist "familiär" in der Form, wie Sie das auffassen, das falsche Wort. Es geht nicht um zwanghaftes Kuscheln. Ich meine ein Gemeinschaftsgefühl, auch wenn man vielleicht nicht jeden mag, nicht jede Meinung teilt etc. Ich habe das an anderer Stelle mit einer Stammkneipe verglichen - die meisten Besucher kennt man, mag auch nicht unbedingt alle, geht vielleicht einigen auch aus dem weg und muß nicht mit jedem immer einen trinken un dquatschen. Aber man kennt sich, grüßt sich und steht letztendlich irgendwo zueinander.

Ein bisschen klarere Vorstellungen würde ich schon gut finden für die Community - keine Festschreibung enger Regeln, aber die komplette Beliebigkeit trägt mE. zum derzeitigen desolaten Zustand bei. Vielleicht reicht auch nur ein wenig Strukturierung, wo eben auch niemand ausgeschlossen ist in seiner / ihrer Vorstellung, was sie machen wollen.
shalako schrieb am 11.11.2011 um 19:41
Popkontext schrieb am 11.11.2011 um 19:28

"Ich finde, den Bloggern, wie beschrieben, auch mehr Beachtung bezüglich der Printausgabe zu geben wäre ein Zeichen von Respekt und der viel beschworenen Augenhöhe."

Haben Sie mal was davon gehört, dass man Respekt nicht einfordern kann sondern sich verdienen muss.

Und überhaupt:
Ich emfinde die Tonalität schon als etwas anmaßend und grenzenlos - ich vemute, da bin ich nicht allein.
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 19:53
@shalako Es ist eine knappe Stunde her, dass ich Sie darauf hingewiesen habe, dass Sie genau das, was Sie hier tun, unterlassen sollen. Sie haben es trotzdem bereits zwei mal hinbekommen, und das, obwohl Popkontext Sie noch ein weiteres Mal auf meine Moderationsanweisung hingewiesen hat (s.o.).

Das macht in der Summe Gelb-Rot und hat eine Sperrung zufolge.

JJK
blog1 schrieb am 11.11.2011 um 20:32
Ihre Vorgehensweise ist richtig, wenngleich sich der gesperrte Bloger diebisch darüber freuen wird, dass sie sich dazu haben hinreißen lassen. Er kalkuliert ihre Handlung bewusst mit ein und taucht unter neuem Nick wieder auf. Ich weiß nicht, wie man technisch und organisatorisch gegen diese Methodik vorgehen kann. Es wird schwer werden, diese Personen von dem Blog fernzuhalten, weil es für jede technische Reglementierung ein Gegenmittel gibt. Vielleicht hilft ein Filterprogramm weiter, das bestimmte Ergebnisse liefert, die dann vom Administrator weiter verarbeitet werden können.

Dennoch, die Verbesserungsvorschläge, die von den seriösen Bloggern gemacht wurden, sollte man so weit wie möglich umsetzen. Jeder kleine Schritt ist ein Schritt in die richtige Richtung. Insofern ist es auch berechtigt, dass von den Bloggern Maximalforderungen aufgestellt werden. Aussieben kann man dann immer noch. Ich denke, damit können alle leben, weil das Wünschenswerte nicht immer das Machbare darstellt.
Rosa Sconto schrieb am 11.11.2011 um 22:35
@ blog1
es ist dann nicht nur ein anderer Nick, da kommen dann gleich ganz viele aus anderen Foren und Facebooks zur Hilfe. Fast wie Fliegen, nur Trittbrettfahrer um Diskussionen im Keim zu ersticken.

@ JJK
Wie wäre es mit einer Anmeldung mit Klarnamen per Briefpost, - VOR dem Freischalten? Dann kann mit Alias geschrieben werden. Wer wirklich Interesse hat, hat auch 2 3 Tage Zeit und beweist Geduld.
GeroSteiner schrieb am 12.11.2011 um 00:23
@s h a l a k o - jetzt gesperrt.

Etwas spät aber dann doch konsequent. Danke. Ich konnte die Beiträge jetzt erst lesen und s. hat mich die ganze Zeit genervt. Es gibt ja so Charaktere, die nerven durch bloße Anwesenheit. Ein brachliegendes Feld der Forschung.

Das ist vielleicht politisch nicht korrekt, aber mir scheint das Wort "Mono-Schmeißfliegenschwarm" eine treffendere Beschreibung dieses Verhaltenstypus zu sein, als das Wort "Troll".
Uwe Theel schrieb am 12.11.2011 um 00:40
@ Rosa Sconto schrieb am 11.11.2011 um 22:35

"Wie wäre es mit einer Anmeldung mit Klarnamen per Briefpost, - VOR dem Freischalten?"

Dies wäre nur wirkungsvoll, wenn dem Blogger nach Zusendung des Klarnamens incl. Adresse per Briefpost an die Redaktion dann von der Redaktion per Briefpost eine Bestätigung zugesandt würde, die urschriflich vom Beantragenden dann an die Redaktion wieder per Briefpost zurückgeschickt werden müsste.

Da wäre dann das sogenannte Post-Identverfahren für die Redaktion sicherer und einfacher.
tlacuache schrieb am 12.11.2011 um 06:54
VORSICHT,
Rosa Skonto,
gerade bei deiner Biographie, wenn ich mich recht erinnere,
das kann gefaehrlich werden, wenn der "ABSENDER" in falsche Haende geraet, oder?
Wir sind ja nicht immer im Weichspuehlerland.
Jan Jasper Kosok schrieb am 12.11.2011 um 09:41
Um die Diskussion gleich an dieser Stelle "abzuwürgen". Ich habe kein Interesse an Klarnamen. Warum das so ist, kann man prima an der Debatte rund um Google+ (bit.ly/vwwVFB) nachlesen.

Ein einfaches Beispiel – das weniger philosophisch ist als die Verknüpfung der großen Worte "Anonymität" und "Meinungsfreiheit" (aber darum geht es natürlich schlussendlich) – kann man im eigenen Kopfkino abspielen, wenn man die Worte "Troll" und "Klarname" verknüpft und die Perspektive wechselt, also die des Trolls annimmt. Das hat dann was von Ikea: Entdecke die Möglichkeiten.

Will sagen, auch Klarnamen sind nicht der Weisheit letzter Schluss, im Gegenteil. Da ist doch ein ganzer Rattenschwanz an Nachteilen. Und am Ende gaukeln sie eh nur eine Sicherheit vor, die es genauso wenig gibt wie die totale Anonymität hinter dem Pseudonym.

Und klar, das hier ist nur ein klitzeklitzekleiner Ausschnitt der Debatte. Ich will nur verdeutlichen, dass ich als Mitverantwortlicher nicht viel von Klarnamen halte. Aus Gründen.

Moinmoin

JJK
tlacuache schrieb am 12.11.2011 um 10:03
... "Und am Ende gaukeln sie eh nur eine Sicherheit vor, die es genauso wenig gibt wie die totale Anonymität hinter dem Pseudonym" ...

Ausser ich renne mit Baseballkappe und Sonnenbrille von Cybercafe zu Cybercafe und schalte mein Blackbarry und Handy aus, was bei "angehenden Terroristen" Anfang 20 eher nicht der Fall sein wird...
;-)
"Könnt' ja die Freundin anrufen"...

S.Freud und M.Weber könnten da einiges über's Aeffchen 2011 erzählen...
GeroSteiner schrieb am 12.11.2011 um 10:57
@JJK
Danke.
Ein für mich wichtiges Statement, dass meine Meinung zur FC festigt.
Popkontext schrieb am 12.11.2011 um 12:19
@JJK
G+, Facebook und Co. sind etwas anderes als das Forum einer Zeitung - technisch und vom Zweck. Ich kann da die Leute aussuchen, mit denen ich kommunizieren will und wer mich nervt oder belästigt - zack, der ist weg. Das ist hier nicht möglich, hier kann man einfach nur ignorieren und gegen Ausfälle abstumpfen oder aufhören zu schreiben.

Dann ist die Frage: Was will die FC sein? Einfach nur eine große Spielwiese für jedermann im Netz? Oder geht es auch darum, inhaltlich Relevantes zu produzieren. Irgenwer sprach davon, dass die FC die Möglichkeit böte, ein linker Think Tank zu sein (was ja andere Meinungen nich tausschließt, an denen man sich reibt und die einen auch bereichern können, weil man nich tnur im eigenen Saft gart). Das würde die FC auch unter publizistischer Hinsicht interessant machen. Der Ehrgeiz scheint aber gar nich zu bestehen.

Nochmal zu Klarnamen: Es geht nicht darum, dass die Klarnamen ONLINE zu lesen sind, dagegen bin ich auch - es geht darum, dass sie der Redaktion vorliegen, wobei der nötige Datenschutz gewahrt sein sollte. Das würde ein gewisses Mass an Seriosität garantieren, die ich hier nicht sehe.
Uwe Theel schrieb am 12.11.2011 um 14:21
@ Popkontext schrieb am 12.11.2011 um 12:19

Nochmal zu Klarnamen: Es geht nicht darum, dass die Klarnamen ONLINE zu lesen sind, dagegen bin ich auch - es geht darum, dass sie der Redaktion vorliegen, wobei der nötige Datenschutz gewahrt sein sollte. Das würde ein gewisses Mass an Seriosität garantieren, die ich hier nicht sehe.

Dem kann ich mich voll anschließen.

Uwe Theel
Jan Jasper Kosok schrieb am 12.11.2011 um 16:13
Durch die von Ihnen beschriebene Technik entsteht ein weiteres Problem, die FC kapselt sich ab. Ich weiß, dass das einigen hier lieb und recht wäre, mir ist es das nicht. Die FC sollte ein Ort des freien Austauschs sein, in das man sich eben auch mal schnell einloggen kann, um etwas zu kommentieren, wenn man zufällig auf einen Beitrag gestoßen ist. Daran arbeiten wir gerade.

Dagegen: Ein Postidentverfahren für einen (!) Kommentar? Das ist – Entschuldigung! – wirklich sowas von 1997. Und was erst passiert, wenn jemand sonstwo lebt ...

Wie auch immer, fernab der unfassbaren Umständlichkeit: warum sollte der Freitag wissen wollen (genauer als er es durch die IP eh schon weiß), mit wem er es da zu tun hat? Damit man sich benimmt? Ich meine gelesen zu haben, dass der Klarnamenzwang dem "Ranten", also der Trollerei, nichts anhaben kann.

Was also am Ende steht, und das ist mein "Wild Guess", ich kann es Ihnen schließlich nicht beweisen: Ein elitärer Kreis derer, die sich dazu durchringen konnten, dem Freitag ihre Daten in den Rachen zu werfen, die sich genauso streiten wie eh und je und damit jeden Interessierten noch [sic!] mehr abschrecken, bevor er denn auf die Idee kommen könnte, hier mitzumachen. Ich stelle es mir wunderbar vor. Nicht.

Daran kann wirklich kein Interesse bestehen. Außer, ja außer ...

Viele Grüße

JJK
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 23:50
@Jan Jasper Kosok
Die FC sollte ein Ort des freien Austauschs sein, in das man sich eben auch mal schnell einloggen kann, um etwas zu kommentieren, wenn man zufällig auf einen Beitrag gestoßen ist. Daran arbeiten wir gerade.

Was heißt "arbeiten wir gerade"? Mir ist seit längerem aufgefallen, daß man bei den meisten Bloggern den Namen anklicken kann, dann kommt man auf dessen Startseite und kann lesen, was der Blogger von sich preisgeben will (oder eben nicht). Andere wiederum haben diesen Link nicht, die scheinen also (freiwillig) eine eher prekäre Existenz hier zu führen.

Dagegen: Ein Postidentverfahren für einen (!) Kommentar? Das ist – Entschuldigung! – wirklich sowas von 1997. Und was erst passiert, wenn jemand sonstwo lebt ...

Das ist ein stichhaltiger Einwand. Ich weiß nicht, wie ich die Identifizierung von Italien aus hätte machen sollen. Und einige hier wohnen in Übersee...

Ciao
Wolfram
Alien59 schrieb am 13.11.2011 um 10:54
Zwar nicht in Übersee, aber so ein PostIdentVerfahren würde mich ganz schnell abwürgen.
Danke.
indyjane schrieb am 11.11.2011 um 19:26
durch die zeit in der FC habe ich gelernt, zu erkennen, dass ich nicht reden muss, sondern mich erfreuen kann an den anregungen durch die unglaubliche vielfalt an blogger_innen, mitzudenken zu können, ohne kommentieren zu müssen.
goedzak schrieb am 11.11.2011 um 21:04
Hoffentlich ist Deine 'zeit in der FC' noch lange nicht zu Ende!
goedzak schrieb am 11.11.2011 um 19:46
@Rosa Sconto, 11.11., 11.12 h
Guter Vorschlag: Chat usw.;
Bedenkenswert: Admin-Rechte für den Autoren in seinem eigenen Blog;
Kritisch sehe ich: eigene Kommentare editieren; wenn, dann höchsten bis jemand den K. kommentiert hat. Warum soll man sich nicht für eine bereute Entgleisung in einem Kommentar entschuldigen, bzw. einen Irrtum im Folgekommentar berichtigen?
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 20:01
Bezüglich der Kommentare: Sehe ich eben ähnlich.
Popkontext schrieb am 12.11.2011 um 12:27
Ich weiß nicht ob das stimmt, aber ich hörte, dass die taz eingeschränkte Admin-Rechte an Leute vergeben hat, die häufiger Opfer von Troll-Attacken wurden.

@goedzak
Du bist in manchen Sachen vielleicht auch einfach zu gutmütig: Es gibt Leute, die mal ausfallend werden und das danach bereuen. Aber es gibt auch welche, deren Hobby es ist, ausfallend zu werden und die den Teufel tun werden, sich zu entschuldigen. Sowas nennt man im Zweifel Troll.
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 20:12
FYI: Ich werde jetzt etwas essen.

Einen schönen Abend

JJK
goedzak schrieb am 11.11.2011 um 20:19
Wohl bekomm's! Und schön langsam kauen, dabei nur an Schönes denken oder mit der/dem Liebsten plaudern (nur nicht über Liebling-wir-müssen-reden-Themen! :)
goedzak schrieb am 11.11.2011 um 20:12
@Popkontext, 11.11., 11.12 h
Umgangston: sehe ich einwenig günstiger. Kenne kein nennenswertes Forum, wo der generell besser wäre.

Qualität der eingestellten Beiträge: Lässt sich nicht administrativ heben! Vorsortieren o.dgl. ist für mich ein Unding!!!

Ozean-Dampfer-Methaphorik: Hat mich amüsiert, aber halte ich für überzogen. "Irre", "Wrack", Kapitän von Bord"?!!!?

"nach Herzenslust pöbeln, beleidigen, belästigen, lügen, heucheln, agitieren, werben": Tut nur eine Minderheit. Kann man nicht wegadministrieren. Kampagnen-Blogger, Frustkommentatoren, Reflex-Kläfferei sind unvermeidbar. Gegenkampagnen und Gegen-Frust machen sie größer.

Du erwähnst nicht Verbündete, Sympathisanten, sachliche Kritiker und all die netten Menschen :) hier, die doch wohl auch frustkompensatorische Wirkung haben, oder nicht?
Rosa Sconto schrieb am 11.11.2011 um 22:49
@ goedzak

Einige Hürden beim erstmaligen Zugang würden evtl Kampagnen-Blogger, Frustkommentatoren, Reflex-Kläfferei eindämmen. Darum hatte ich die Statistik eingebunden. Natürlich ist die Idee mit Klarnamen und Briefpost altmodisch, aber nicht alles altmodische ist Mist. Geduldigere Naturen sind oft auch gelassener.

Interessant ist das aus der IVW Statistik hervorgeht, daß die Anzahl der aus dem Ausland kommenden Besucher (logge momentan gerade aus London ein) stetig gestiegen ist, während die Besucherzahlen aus Deutschland sehr schwanken wenn JA etwas im SPON geschrieben hatte.
Popkontext schrieb am 12.11.2011 um 12:57
@Goedzak
Also ich habe es noch nie irgendwo erlebt, dass ich dermaßen blöd angepöbelt wurde oder mir sogar jemand hinterherstalkt, der mich konstant persönlich angreift und massiv belästigt (ich sage nur die Mono-Schmeißfliege) - und vor allem, dass ich selbst nichts dagegen tun kann, und die Admins alles ok finden oder maximal eine Anmerkung dran schreiben, worauf sich solche Leute ein Ei pellen, solange keine wirklichen Sanktionierungen folgen, weil es ihnen ja ums stänkern geht.

Wenn ich hier mehrfach auch von gestandenen FC-Mitgliedern via PN höre, dass sie sich bestimmte Dinge nicht trauen zu kommentieren und bestimmte Artikel nicht einstellen, weil sie Angst vor der Reaktion darauf haben, stimmt irgendwas nicht. Das geht dann auch über das Troll-Problem hinaus.

"Qualität der eingestellten Beiträge: Lässt sich nicht administrativ heben!"
Doch - man kann Blogs, die gar nicht gehen, schneller löschen. Wenn ich z.B. an die Eso-Tante denke, die ganz klar Werbung für ihre Beratungsfirma gemacht hat, frage ich mich echt, warum das drin blieb. Das sind vielleicht Ausnahmen, aber die werfen ein schlechtes Bild auf die Gesamt-Community. Man kann gute Beiträge fördern und Anreize bieten, sich ein bisschen Mühe zu geben, da hatte ich ja ein paar Beispiele genannt, wo es auch u.a. um mehr Community-Beteiligung bei der Bewertung "was ist gut" geht. Dann steht da auch wieder die Frage: Was will die Community sein? Reine Spielwiese oder will sie auch eine gewisse inhaltliche Wirkung nach außen haben?

Ozean-Dampfer-Methaphorik: Natürlich war das überspitzt. Aber der Kapitän z.B. war mE. ganz gut beschrieben - aber offenbar hat er ja jetzt zumindest kurzfristig das Problem erkannt.

"nach Herzenslust pöbeln, beleidigen, belästigen, lügen, heucheln, agitieren, werben": Tut nur eine Minderheit. Kann man nicht wegadministrieren." Kampagnen-Blogger, Frustkommentatoren, Reflex-Kläfferei sind unvermeidbar. Gegenkampagnen und Gegen-Frust machen sie größer."
Sehe ich anders - da bin ich für ein deutlich restriktiveres Vorgehen, im Sinne der Qualität der Community. Wenn jemand nicht in der Lage ist, (auch gern scharfe) Kritik in sachliche Worte zu fassen, muss er / sie angemahnt werden, weil so Autoren / sachliche Diskutanten ganz schnell frustriert aufgeben können. Auch wenn es nur eine Minderheit ist - aber die prägt leider das Bild.

"Du erwähnst nicht Verbündete, Sympathisanten, sachliche Kritiker und all die netten Menschen :) hier, die doch wohl auch frustkompensatorische Wirkung haben, oder nicht?"
Genau wegen denen bin ich ja noch hier. Zum Beispiel hat die ganze Aktion gerade eine sehr verbindende Wirkung - ich freu mich total, am Dienstag mal ein paar von euch kennen zu lernen. Sowas sollte mE. öfter mal stattfinden, für die die wollen. Bei der Wikipedia gibt es z.B. Stammtische. Sowas stärkt den positiven Zusammenhalt einer Community ungemein.
Rapanui schrieb am 11.11.2011 um 20:36
Ich mag den Freitag als Zeitung sehr und lese ihn jede Woche mit Freude. In den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft sind zu wenige Beiträge zu finden. Das ist für eine linke Zeitung viel zu wenig und strukturell ein großer Mangel. Es sind die Bereiche in denen sich die Produktivkräfte entwickeln und der Freitag beschäftigt sich zu wenig damit. So bekommt der Freitag eine kulturell-intellektuelle Schlagseite. Außenpolitisch liefert der Guardian etwas Input, aber auch hier fehlt vieles.

Die FC finde ich sehr interessant, ich lese viel mit, um meine eigene Meinung zu prüfen. Zur Zeit beteilige ich mich deutlich weniger an der Diskussion, weil ich zu bestimmten Phasen zuviel meines knappen Zeitbudgets investiert habe und der soziale Gewinn viel zu niedrig ist - das hat nix mit den Bloggern, sondern mit dem Medium oder bestimmt auch mit mir zu tun.

Insofern geht mir die FC emotional nicht so nahe, ich würde eine Zeitung niemals in meine emotionalen Regionen vordringen lassen. Den Beitrag von Calvani finde ich insofern sehr befremdend. Wenn mir der Freitag nicht mehr gefällt, kündige ich ihn einfach und lösche meinen Account, davon aber bin ich weit entfernt. Mir gefällt es hier.

Ich befürworte aus meiner Sicht als Leser eine deutliche Trenung zwischen den Beiträgen der Redaktion und denen der Blogger. Es gibt eine kollektive Identität der Redaktion. Diese Identität hat einen bestimmten Spielraum, die Bewegung dieser Identität sollten nicht zu abrupt sein. Für mich wird die Qualität des Freitages durch die Redaktion bestimmt und nicht durch die FC. Das hat etwas mit journalistischer Professionalität und redaktioneller Verantwortung zu tun.

Nun finde ich hin und wieder Beiträge von Bloggern, die mir in Sprache und Inhalt großen Respekt abnötigen: Kay.Klötzer, Goedzak, Columbus, Magda, J-AP,.... Ich kann mir vorstellen, dass die Redaktion solchen Schreibern, die einem professionellen oder wenigstens semiprofessionellen Anspruch genügen, Aufträge erteilt und dann deren Beiträgen nach ihren redaktionellen Kriterien prüft und als redaktionelle Beiträge veröffentlicht. Wenn ich GeroSteiners Meisterleistungen der kleinen Form regelmäßig an den üblichen Stellen lesen kann, freue ich mich, dass die Redaktion meinen Geschmack trifft.

Peinlich bin ich von jenen Blogs berührt, in denen ein kaum noch zu überlesender Ehrgeiz aus jedem Satz trieft, als ein Journalist zu gelten. Nein, Journalist ist ein mühevoll erlerntes Handwerk und diejenigen, die daraus eine Kunst zu machen verstehen, die will ich am Redaktionstisch sehen. Diese Auslese und wenn alles gut geht dieses Wachstum der Redaktion ist ein andauernder Prozess, den die Redaktion leistet. Das Ergebnis halte ich als ein Kunstwerk jede Woche gedruckt in den Händen. Ich bin ein Fan von Matthias Dell, Tom Strohschneider, Lutz Herden,... und ich will genau diesen "Markenkern" und ich will die Distanz zu den Bloggern. Wenn einer in die Redaktion will, soll er sich bewerben.

Ansonsten suche ich als Blogger hier die Diskussion und das Wortgefecht. So'n Bloggeradel und so 'ne "wir müssen reden" Verschwörung is nich meins.
goedzak schrieb am 11.11.2011 um 20:59
Das mit dem 'Bloggeradel' ist überflüssig polemisch. Da triffst du dich mit Leuten, die hier aus durchsichtigen Gründen immer mal wieder von Platzhirschen und davon, wie unterdrückt und gemobbt sie selber sind, sprechen.

Den Hinweis auf den 'Freitag' als Produkt journalistischer Professionalität finde ich sehr wichtig. Die Vorstellung einer 'Verschmelzung' von FC und Redaktion als wäre mehr als dumm, sie würde zum alsbaldigen Verscheiden des Projekts führen. Aber darum geht es den Initiatoren wohl auch nicht, auch wenn einige Illusionen im Schwange sein mögen.
Rapanui schrieb am 11.11.2011 um 21:22
@ goedzak schrieb am 11.11.2011 um 20:59

>>>Das mit dem 'Bloggeradel' ist überflüssig polemisch<<<

"Überflüssig" ich weiß nicht. "Polemisch" - gern.

Schon der Verdacht des Vordrängens, des Bestehens auf einem Gespräch mit dem Herausgeber, das den-und-den-kenne-ich-und-er-kennt-mich ist mir peinlich.

Die in jeder Organisation, vor allem in Parteien übliche Praxis, informelle zweckdienliche Absprachen hinter den Kulissen zu treffen, ist mir zutiefst zuwider.
GeroSteiner schrieb am 12.11.2011 um 11:13
@Rapanui
Wichtig sein und sich für wichtig halten sind grundverschiedene Dinge. Wichtig ist man, wenn man etwas beiträgt, was andere brauchen; aber man hält sich bloß für wichtig, wenn man etwas beiträgt, was andere nicht brauchen.

Ich zum Beispiel, will gar niemanden kennen, der mir nicht sympathisch ist. Es interessiert mich nicht, ob jemand berühmt ist oder nicht. Berühmt will ich ja auch nicht sein, denn dann ist man bestens erreichbar für die Pfeile der Boshaftigkeit und der Verleumdung.
Popkontext schrieb am 12.11.2011 um 13:15
@Rapanui
Ich finde Ihre Einlassungen sehr interessant, und gerade weil sie eine völlig andere Sichtweise darstellen als ich sie habe.

Ich bin selber Journalistin, also nehme ich mir heraus, so journalistisch zu schreiben wie ich kann / will. Das gehört auch zur Freiheit hier. Meine Vorstellung von der FC wäre halt ein deutlicheres publizistisches Profil - mehr von diesen journalistischen Beiträgen. Was nicht heißt, dass die Spielwiese nicht auch erhalten bleiben soll. Es soll niemand gezwungen werden, so journalistisch wie möglich zu schreiben.

Ich befürworte einen fließenden Übergang zwischen Blogger/innen und Redaktion - journalistisch interessierte Blogger/innen und bloggende Redakteur/innen, die sich auch in der Community beteiligen sozusagen als Kitt zwischen beiden Gruppen.
Popkontext schrieb am 12.11.2011 um 18:06
@Rapanui
Was mir allerdings gerade auffällt:
"Die in jeder Organisation, vor allem in Parteien übliche Praxis, informelle zweckdienliche Absprachen hinter den Kulissen zu treffen, ist mir zutiefst zuwider."

Welche Gegenvorschläge haben Sie?

Und dann leider wieder der Klassiker: Wenn zur Beteiligung aufgerufen wird, wird es wieder merkwürdige still, vor allem wenn es um konkrete Organisation geht:
www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/community-uebernehmen-sie
Rapanui schrieb am 14.11.2011 um 10:46
@ Popkontext schrieb am 12.11.2011 um 13:15

>>>Ich befürworte einen fließenden Übergang zwischen Blogger/innen und Redaktion.....<<<

Es ist praktisch, also vom Verfassen eines Textes her gesehen, auch gar nicht anders möglich. Wer sollte die Qualität eines Textes im Moment seines Entstehens denn regulieren, wenn nicht die Autorin selbst.

Von meiner Orientierung bei den vielen Beiträgen her gesehen, möchte ich eine klare Abgrenzung zwischen den Texten, die die Redaktion verantwortet und denen die Blogger veröffentlichen. Mein Vorschlag wäre der, in einer für die Redaktion handhabbaren Größe hin und wieder herausragende Beiträge als "blaue" Redaktionsbeiträge zu veröffentlichen - praktisch als Spiegelung der "roten" Beiträge der Redaktion im Blog.

Nach zwei Jahren habe ich eine Meinung zu Stil und Inhalten der jeweiligen Blogger und orientiere mich an den Namen. Die "TopBlogs", von denen hier viel geredet wird, spielen für meine Orientierung eine geringe Rolle. Wenn mir ein Blogger in einem Thread auffällt an dem ich mich beteilige, sehe ich mir sein Profil an und schaue nach, ob er schon andere Beiträge veröffentlicht hat - so werde ich auch auf Blogger aufmerksam, die ich bisher nicht kannte.

Das aber steht in der Bedeutung hinter dem Lesen der Zeitung "Freitag" weit zurück. Zu lesen gibt es genug und ich will professionell verantwortete Information in einem zu bewältigenden Ausmaß. Ich muss meine Zeit einteilen und benötige den Filter, den die Redaktion steuert. Wenn ich zur Meinung käme, dass der Filter mir nicht passt, dann würde ich mir etwas anderes suchen.

Um es zuzuspitzen: Ein Freitag ohne FC wäre ärmer, aber er würde meine wesentlichen Anforderungen erfüllen. Eine FC ohne Freitag aber ist nicht vorstellbar.

Für mich als Leser ist nicht entscheidend noch mehr Journalisten kennenzulernen, sondern noch mehr Texte zu lesen, die meinen Erwartungen an ein "linkes" Medium gerecht werden. Wenn das über eine Erweiterung des Autorenpools gelingen kann, finde ich das gut. Wenn der Freitag ein ökonomisches Modell findet, um diese Autoren zu bezahlen - bestens.
Rapanui schrieb am 14.11.2011 um 11:01
@ Popkontext schrieb am 12.11.2011 um 18:06

>>>Welche Gegenvorschläge haben Sie?<<<

Ich schildere meine Gefühlslage und kann dazu keine Gegenvorschläge unterbreiten.

Wenn ich versuche dies "zuwider" in seinen Ursache zu ergründen, komme ich zum Ergebnis, dass die eigene Person bewusst in eine Ordnung eingereiht wird, die über eine andere Ordnung dominieren oder diese verändern soll.

Da die eigene Position in der neuen Ordnung eine wesentliche Rolle in der Kalkulation des eigenen Einsatzes spielt, bin ich immer sehr misstrauisch. Es gibt mit dieser Taktik für mich keine Enttäuschungen und selten, ganz selten auch mal angenehme Überraschungen.
Popkontext schrieb am 14.11.2011 um 18:22
@Rapanui
Im ersten Teil würde ich grundsätzlich mit Ihnen übereinstimmen.

Beim zweiten sehe ich, dass es ganz pragmatisch nun mal so ist, dass sich manchmal Sachen schneller und effektiver, oder manche überhaupt nur, im kleinen Kreis klären lassen. Wenn das im Kontext mit einem größeren Zusammenhang steht muss natürlich immer drauf geachtet werden, dass dabei die Interessen des ganzen und nicht der Einzelpersonen im Mittelpunkt stehen und somit effektiv Macht mißbraucht wird.
goedzak schrieb am 11.11.2011 um 20:47
@Calvani, 11.11., 11:11 h
Tränendrüse: hat funktioniert; das Ganze als Beziehungsdrama :); aber die Partner sind doch vielschichtiger...

"Verbindlichkeit und loyaler Gemeinschaft": die FC ist eben doch keine Heimveranstaltung, zu der man die Leute ausgesucht einläd. Ist mehr ne Kneipe, in die vielleicht nicht jeder geht, zu der aber prinzipiell jeder Zutritt hat. Kann man sich nicht aussuchen. Mit wem man sich an einen Tisch setzt, muss man dann selbst bestimmen, kann man aber nicht vom Tresenmann oder der Barfrau aussuchen lassen (obwohl, Luzieh.fair hätte vielleicht das Zeug dazu! :))

"nicht geschaffen für Frauen": Jage mir 'lila Pudel' doch keinen Schreck ein! Was soll ich denn machen, wenn ihr Mädels woanders hingeht?!!!

"überaus rauher Ton, der der Seele nicht gut tut": die Klage verstehe ich, auch wenn meine einschlägigen Erfahrungen (als MANN, bzw. als Autor mit vielleicht weniger brisanten Themen) da nicht so harsch ausfallen. Aber wegadministratieren lässt sich das Problem auch nicht, ist also, wie ich meine, weniger eines zwischen FC und Redaktion, mehr ein Com-internes. Bisschen Hornhaut, sich ein bisschen mehr an die Verbündeten halten, solche mentalen Tricks helfen...

Das einzige relevante, weil konstruktiv angehbare Problem ist das Verhältnis von Redaktion und Community, das Miteinanderarbeiten und die Kommunikation zw. beiden Seiten. Wenn bessere Technik dabei hilft, dann prima. Ansonsten ist das mehr eine konzeptionelle, programmatische und praktische Sache.
Rapanui schrieb am 11.11.2011 um 21:31
@ goedzak schrieb am 11.11.2011 um 20:47

Ihr letzter Abschnitt fasst es zusammen, das praktische steht im Vordergrund.

Das Klagen von Calvani zeugt von großem Unverständnis für das Medium, in dem wir uns hier bewegen. Um diese Nähe zu erreichen, schaltet man den PC einfach aus und geht zu seiner Liebsten.

So wie ich es jetzt tue.
Calvani schrieb am 11.11.2011 um 23:47
@ goedzak
Ich vermute mit "vielschichtig" meinst du eine Verzahnung auf mehreren Ebenen. Und die vermisse ich.

Wir können bei deinem Kneipenbeispiel bleiben, denn auch das beruht auf Gegenseitigkeit. Ich meine, das Verhältnis ist in Schieflage geraten. Dass die Community eine Plattform ist, auf der jemand veröffentlichen kann, ist nur eine Seite. Wenn die Veröffentlichung auch ordentlichen Input liefert, denke ich, dass das honoriert werden kann und sollte. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Damit meine ich auch ideelle Werte wie Anerkennung und Teilhabe.

Noch sind wir Mädels ja da, goedzak! Also festhalten!

Im Vorfeld zu dieser Aktion habe ich mich mit einigen Usern lange ausgetauscht. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich verhältnismäßig gelassen oder sogar abgestumpft bin, was den rauhen Ton anbelangt. Anfangs fand ich das ziemlich unangenehm. Ich bleibe bei dem Vorschlag, den ich schon in meinem 3. Blogbeitrag gemacht habe: Eine verbindliche Anmeldung mit Klarnamen, aber Nicknames im Forum würden die Wogen glätten und Misstrauen vorbeugen, glaube ich.
tlacuache schrieb am 12.11.2011 um 10:43
Calvani:
Anmerkung von oben:
"
tlacuache schrieb am 12.11.2011 um 06:54
VORSICHT,
Rosa Skonto,
gerade bei deiner Biographie, wenn ich mich recht erinnere,
das kann gefaehrlich werden, wenn der "ABSENDER" in falsche Haende geraet, oder?
Wir sind ja nicht immer im Weichspuehlerland.
"
:-(
nix glauben... Immer obacht
Rosa Sconto schrieb am 11.11.2011 um 23:42
Noch etwas Technik

In Deutschland ist sipgate sicherer und besser als Skype. Das Problem bei Skype ist die Peer-to-Peer-Technik die ständig Daten übertragen, selbst wenn man das System nicht nutzt.

Telefonkonferenzen über eine Festnetznummer können mit Hilfe von "Talkyoo" gemacht werden, (da hat sich dann auch die Frage zur Bandbreite im Gorki erledigt). Der Vorteil gegenüber Telefonkonferenzen und P2P-(Skype)-Konferenzen ist, dass auch große Teilnehmerzahlen möglich sind und „push to talk“ einstellbar ist (d.h. das man einen Nutzer nur hört, wenn er eine Taste drückt, was störende Hintergrundgeräusche verhindert).

Kollaboration: Wenn gemeinsam Texte erarbeitet werden sollen, ist das webbasierte Etherpad recht gut. Es wurde von Google aufgekauft und zu Open Source gemacht. Einen öffentlichen Server hierfür bietet z. B. die Piratenpartei mit dem "Piratenpad" .

e2m hatte dies hier weiter oben erwähnt: "Vielleicht sollte endlich beim Freitag (und damit meine ich alle, die sich zu Wort melden) einmal wer genauer hinschauen, wie Non-Profit-Unternehmen arbeiten, für die die Sparte „Community“ hier steht: Freiwillige Arbeit, Engagement, Personenfluktuation, unterschiedliche Fähigkeiten (Talente) und alle, die genau deswegen ernst zu nehmen sind. Relevant wird dann das Gesamtprodukt. Jede/r die einmal Presse-Erklärungen oder Jahresberichte für internationale NGOs geschrieben hat, weiß das die Honorare höher sind als das Monatsgehalt eines Freitagsredakteurs. Bei NGOs geht's allerdings wirklich ums Geld, Philanthropismus ist für andere. Abgesehen davon sind die Honorare beim Freitag sicher so gering das es besser ist Beiträge honorarlos (nicht urheberrechtslos) beizusteuern, aus Spass also.

Rapanui dagegen will lieber ein fertiges Produkt und hält so "ein Kunstwerk jede Woche gedruckt in den Händen". Auf den von ihm erwähnten Mangel an Berichten zu Wirtschaft und Wissenschaft hin zur kulturell-intellektuellen Schlagseite der Publikation habe ich schon so oft hingewiesen, war aber erstaunt als Tom kürzlich ein Zitat aus der FT gebrauchte. Da genau liegt aber der Unterschied vom Fan zum Engagement. Um wieder auf die NGO Arbeit zurück zu kommen: 2 Minuten nach der endgültigen Deklaration auf dem letzten G20 Gipfel hatten wir unsere Presseerklärung raus-geschickt weil wir mit oben genannten Tools nicht nur die Aussagen der Politiker sondern auch den Twitter & FB stream der Occupy und Anti-Globalisations-Aktivisten verfolgen konnten. Der Text wurde kollaborativ global von allen Sektionen ausgearbeitet und es hat viel Spass gemacht.
ed2murrow schrieb am 12.11.2011 um 12:19
Sorry, Rosa Sconto, aber ich meine Non-Profit-Unternehmen und nicht NGOs, wenngleich es da Schnittmengen gibt. Leider sind NGOs sehr oft zu regelrechten Profitmaschinen degeneriert. Non-profit ist z.B. das Rote Kreuz genauso wie wikipedia. Das magische Wort der Unterscheidung nennt sich Freiwilligkeit, und die ist gerade nicht vergütet bis auf reale Spesen. Dafür wird -im Idealfall- in sie investiert: Aus- und Fortbildung, Aktionen, Sozialisationen. Das Zusammenspiel aus Freiwilligkeit und Motivation wäre das, was beackert gehörte, nachdem strukturell (!) hier ein ganz ähnliches Gebilde entstanden ist.
goedzak schrieb am 12.11.2011 um 12:31
Ich bin ja immer beeindruckt von gutem Handwerk und Expertenwissen.
tlacuache schrieb am 12.11.2011 um 12:31
NPU gefaellt :-)
NGOs sind meist nur noch Karrieresprungbrett fuer privilegierte Kidis...
ed2murrow schrieb am 12.11.2011 um 23:23
Und sonst so, goed, alles auf zak?
Sag einfach, was an dem, was ich geschrieben, nicht stimmt!
tlacuache schrieb am 12.11.2011 um 07:28
@ goedzak @Rapanui
RICHTIG,
ja wo kommen wir denn hin, wenn ich mich nicht mehr an Daniel Meister etc. reiben kann!
Da schmeckt ja morgens der Caffee gar nicht mehr!
So ein wohlfuehlgedongs mit der Redaktion braucht man wirklich nicht.

Meine Reformvorschlaege:
1.
Mein hochgeschaetzter Columbus bekommt nur 50 Absaetze, damit ich nicht immer so Kopfschmerzen habe.
2.
Wolfram Heinrich muss mindestens in einem von Drei Blogs was ernsthaftes Schreiben, vergeudetes Genie.
3.
J-AP darf keine 3 Fach PirroettenIronie mehr machen.
(Kopfschmerzen, aber gut)
4.
Merdeister & Bertamberg bekommen eine gemeinsame Rheinbootsfahrt vom Freitag spendiert.
5.
Rosa Skonto erhaelt endlich das fehlende Wirtschaftsressort im Freitag.
6.
Zinkant muss Leserbriefe beantworten, sonst Honorarkuerzungen.
7.
Christian Berlin uebernimmt die Heiden.
8.
Gero Steiner Ombudsmann.
9.
Kuni schreibt jetzt nur noch in Mandarin ;-) aber darf bei wissenschaftlichen Beitraegen im Freitag ein Veto einlegen.
10.
h.yuren darf mich zensieren.

11.
Calvani ist der "eiskalte Engel" mit "dead the copy - taste" Eigenschaft...

Um nur einige Vorschlaege zu nennen.
Bei bedarf, gehe ich ins Detail ;-)
MFG
tlacuache schrieb am 12.11.2011 um 07:34
Ach so,
fast vergessen:
12.
Streifzug soll endlich Filmregisseur werden
;-)
goedzak schrieb am 12.11.2011 um 12:29
"Bei bedarf, gehe ich ins Detail..." - Ja, tu das! - Oder lieber doch nicht??

Ergänzung:
13. tlacuache übernimmt die Conference des Community-Salons.
tlacuache schrieb am 12.11.2011 um 12:40
..."Bei bedarf, gehe ich ins Detail..." - Ja, tu das! - Oder lieber doch nicht??"...

Meinst du der Community zu Liebe
oder mir zu Liebe...
("Klapsmuehle sicher")?

Zu 13.:
Spesenabrechnung schicke ich der Bertelsmann Truppe...
Columbus schrieb am 12.11.2011 um 13:15
Köstlich lustig und treffend, Tlacuache,

Aber bitte nur so in die Details! Sonst beißen sich die Katzen am Ende noch hinein und sind dann ohne. Zur Belohnung gibt es noch was Musikalisches zu Genderfragen und Frauenanteilen.

Einen letzten Link, er steht schon oben einmal und darf es hier noch einmal, weil er die Ausnahme und nicht die Regel belegt, er sich in diesem Falle selbst erklärt und mindestens den feinen Humor aufweist, der für die Arbeit an, in und um die dFC eben erforderlich ist:

Die Musikerin Merrill Garbus / tUnE-yArDs

vimeo.com/22883825

Gutes WE und Grüße
Christoph Leusch
tlacuache schrieb am 12.11.2011 um 13:18
Vergessen:
12 A

ed2murrow darf mich noch auf der

de.wikipedia.org/wiki/Streckbank_%28Folter%29

langziehen...
;-)
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 14:08
@tlacuache
Wolfram Heinrich (...) vergeudetes Genie.

Wie nennst du mich? Wenn du dich nicht sofort entschuldigst oder "Ja, mei" sagst oder irgend was anderes machst, werde ich meinen Anwalt oder irgend wen sonst anrufen. Damit das auch mal in aller Deutlichkeit gesagt ist.

Ciao
Wolfram
Uwe Theel schrieb am 12.11.2011 um 14:24
@ Wolfram:

werde ich meinen Anwalt ... anrufen

Nennt man das die Verrechtlichung des Genies?
tlacuache schrieb am 12.11.2011 um 14:29
"vergeudetes Genie."

Wieder die NULL geschossen!

2 noch frei, danach in Absprache mit der Redaktion GESPERRT
;-)

P.S.
Dein Anwalt kriegt mich nicht...
Hier ZAHLT man den Richter noch um Recht zu haben, HAR HAR

Und wenn du den lieben Gott anrufst, den mach' ich im Doppelkopf oder Skat nieder, da jib's sofort Spielschulden, versprochen ;-)
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 15:33
@Uwe Theel
"werde ich meinen Anwalt ... anrufen"

Nennt man das die Verrechtlichung des Genies?


Nein, nein, ich schrieb ja noch "...oder irgend wen sonst..."

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 15:33
@tlacuache
"vergeudetes Genie."

Wieder die NULL geschossen!


Ha! Ich mach euch jetzt alle fertig, fix und.
An den Darm des Pfaffen hängt den Edelmann... Nieder mit den Hunden von der Redaktion.



Es muß natürlich "Reaktion" heißen, nicht "Redaktion". Pardongnemoa.

Dein Anwalt kriegt mich nicht...
Hier ZAHLT man den Richter noch um Recht zu haben, HAR HAR


Wieviel zahlt man bei euch für einen Killer? Ich habe die aktuellen Tarife momentan nicht im Kopf. Georg Schramm hat neulich behauptet, bei der Russen-Mafia wäre ein Mord ab einem Schnäppchen-Preis von 1000 EUR zu haben.

Und wenn du den lieben Gott anrufst, den mach' ich im Doppelkopf oder Skat nieder, da jib's sofort Spielschulden, versprochen ;-)

Jesus vergnügt ein Liedchen sang,
Als Kortzfleysch Gott im Schach bezwang. (aus "Kortzfleysch-Gedichte")

Ciao
Wolfram
tlacuache schrieb am 13.11.2011 um 05:11
"Schnäppchen-Preis von 1000 EUR zu haben."

In ausgewaehlten Regionen ist dass ab 55 € zu haben,
heftig, was?
Fehlt nur noch:
"An Sonn- und Feiertagen 2 fuer einen"...
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 07:32
@tlacuache
In ausgewaehlten Regionen ist dass ab 55 € zu haben,

Das ist nun wirklich günstig, so was kann sich doch zwischendurch mal leisten. Wahrscheinlich brauche ich aber nochmal 55 EUR, damit mir der freundliche Polizist an der Ecke die nächstgelegene Kontaktadresse nennt.

Fehlt nur noch:
"An Sonn- und Feiertagen 2 fuer einen"...


Du wärst ein guter Unternehmensberater. Aber was man derzeit so liest, haben die Burschen im Moment alle Hände und Pistolen voll zu tun, sich gegenseitig umzulegen.
Aber ich sollte nicht spötteln, das, was so nach und nach über die sogenannten Döner-Morde etc. bekannt wird, ist wirklich zum Speien.

Ciao
Wolfram
tlacuache schrieb am 13.11.2011 um 08:58
Wolfram,
da hast du mich auf dem falschem Fuss erwischt, das Leben eines Free-Lancers ist hart.

Nachdem ich jetzt bei einschlaegigen Organisationen erfolgreich ein Pilotprojekt durchgesetzt habe (17 Tote), wird jetzt endlich das Rabattmarkensystem eingefuehrt
(9 Auftraege, der 10 Tote ist umsonst)...
Man muss heutzutage schon sehen, wo man bleibt...
LG
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 09:24
@tlacuache
da hast du mich auf dem falschem Fuss erwischt, das Leben eines Free-Lancers ist hart.

Wohl wahr. Viele, wahrscheinlich die meisten Helden unserer Mythologie waren berufsmäßige Totmacher, ich fange bei Achilles an, komme zu Siegfried und Lancelot. Es ist halt ein Handwerk wie jedes andere auch.

Ciao
Wolfram
tlacuache schrieb am 13.11.2011 um 09:58
Ich wollte immer Schuster werden,
aber ich habe ein anderes ehrliches Handwerk gelernt...
Die Geschichte gibt mir recht...
In den USA haette ich jetzt BesGr A 16...
;-)
Ehemaliger Nutzer schrieb am 12.11.2011 um 15:55
Guten Tag,

ich bin neu in der Community. Ich habe mich in einem Blog kurz vorgestellt und habe von zwei sehr freundlichen Bloggern erste Tipps bekommen, wie ich mich im Forum zurecht finden kann.

Ich habe bereits einige Tage mitgelesen und habe den Eindruck, hier stehen einige Veränderungen an.

Einige scheinen hier die Interessen der Community zu vertreten.

Meine Frage:
Sind die LeaderInnen von der Community in einem demokratischen Verfahren gewählt worden, oder wie sonst ist dieses Vertretungskomitee zustande gekommen? Ich möchte mir gern ein Bild machen.

Ich hoffe, ich darf als Neuling eine derartige Frage stellen.

dede
Jan Jasper Kosok schrieb am 12.11.2011 um 16:22
Selbstverständlich nicht. Das macht aber nichts. Die Fragen, die durch die Aktion aufgeworfen wurden, auch die Probleme, gehen ja jeden in der FC etwas an.

Daher ist auch jeder herzlich dazu eingeladen, seine Meinung zur FC und deren Weiterentwicklung hier, per Mail oder nach/vor dem Salon zu äußern.

Es geht dabei auch nicht darum, ob Kritik, ein Vorschlag oder eine Idee von einem Leader oder einer Leaderin kommt. Wenn er bedenkenswert ist, dann ist er bedenkenswert. Ich finde es z.B. auch immer wieder interessant, warum jemand von außerhalb nicht an der FC teilnehmen möchte.

Viele Grüße

JJK
Streifzug schrieb am 12.11.2011 um 16:46
dede55 schrieb am 12.11.2011 um 15:55
Ich hoffe, ich darf als Neuling eine derartige Frage stellen.

Jan Jasper Kosok schrieb am 12.11.2011 um 16:22
Selbstverständlich nicht. Das macht aber nichts.

Streifzug schreibt:
Hier bleib ich, hier fühl ich mich wohl ;)
Jan Jasper Kosok schrieb am 12.11.2011 um 16:52
Das war natürlich die Antwort auf die Frage nach der demokratischen Wahl. Also auf die Frage selbst, nicht auf die Frage, ob die Frage gestattet sei.

Nur zur Klärung. Ansonsten: @Streifzug Gnah!!1!11 (;
Wolfram Heinrich schrieb am 12.11.2011 um 23:50
@dede55
Sind die LeaderInnen von der Community in einem demokratischen Verfahren gewählt worden, oder wie sonst ist dieses Vertretungskomitee zustande gekommen? Ich möchte mir gern ein Bild machen.

Nein, da ist niemand demokratisch gewählt worden, es ist auch niemand von Augstein oder seinem Kardinalstaatssekretär Kosok zum Ober-User gesalbt worden. Du solltest dir die FREITAGs-Community nicht als geordnetes Heer vorstellen, sondern eher als einen wilden marodierenden Haufen. Da schneit einer neu rein, schreibt schüchtern ein, zwei Beiträge und ist dann wieder verschwunden, warum weiß keiner. Ein anderer kommt rein, führt sich auf, wie die Wildsau auf der Lichtung und wird dann wieder verjagt.
Andere bleiben, lassen durch ihre Beiträge ein Bild von sich entstehen und machen sich - wie man früher so schön sagte - einen Namen, sei der nun gut oder nicht so doll. Ich kann in diesem Haufen allenfalls informelle Strukturen erkennen. Natürlich macht es einen Unterschied, ob einer in dieser merkwürdig ausufernden Ortschaft in der Nähe von Potsdam wohnt, oder in Grevenbroich oder gar Aldersbach. Letztere sitzen isoliert in der Landschaft rum, erstere könn(t)en sich auf ein Bier, einen Kaffee treffen oder bei Hofe antichambrieren. "Der neue Illuminaten-Schal von Monsieur le Marquis ist aber wirklich bezaubernd. Hatte der Roi Soleil schon seine öffentliche levée?"
So ist das halt. Der einzige echte Zusammenhalt, den ich sehe, ist der Umstand, daß jeder, aus unterschiedlichen Gründen, ein Interesse an Existenz und Fortbestand dieses Forums hat. Dieses Forum ist meines Wissens einzig in seiner Art in der deutschsprachigen Internet-Landschaft. Bei der Süddeutschen Zeitung etwa werden die Kommentare vor der Freischaltung erst geprüft, mit der Folge, daß du von 19.00 h bis 9.00 h und an den Wochenenden, dann also, wenn die meisten Leute Zeit dazu hätten, nicht schreiben kannst, weil die Redaktion nicht am Schreibtisch sitzt. Selber Blogs schreiben kannst du so gut wie nirgends, außer hier. Michael Jaeger stellt hier in unregelmäßigen Abständen das jeweils neueste Kapitel eines sehr umfangreichen Buch über Soziologie und Philosophie vor, noch während er an dem Buch schreibt, ein anderer grunzt hier nur mal drei Zeilen rein, weil ihm irgendwas stinkt.

Ciao
Wolfram
KalleWirsch schrieb am 12.11.2011 um 18:39
Ich sage es unumwunden vorne weg. Die Karnevalsaktion "Wir müssen reden" gefällt mir überhaupt nicht in Form und Ausrichtung. Und die Forderung groß zu schreiben macht es dann noch unangenehmer. Ich will im Folgenden versuchen meine Ablehnung und Irritation möglichst sachlich darzulegen.

Zugegebenermaßen habe ich nicht alles zur Gänze gelesen. Vieles jedoch vollständig, manches eher quergelesen. Und immer wieder habe ich mich gefragt, ob freitag.de jetzt ein Kollektiv ist, in dem man Anteile gekauft hat. Da werden keine Vorschläge gemacht, nein, da werden Forderungen gestellt, da fallen Sätze wie, das hätte man so nicht vereinbart. Wieso? Woher wird hier die Berechtigung genommen Forderungen zu stellen. freitag.de ist eine Plattform für jedes Individuum, das sich hier beteiligen oder nur mitlesen oder was auch immer will. dafür wird hier Technik und Support zur Verfügung gestellt. das ist an und für sich erstmal großartig, denn (schon vergessen) das ist alles kostenlos. Man kann Artikel schreiben, Blogbeiträge, und (hoffentlich nochlange, lange Zeit) lediglich Videos oder Bilder posten. man kann sich ausprobieren, man kann versuchen einen Anspruch von ernsthaften Journalismus nutzen, oder aber andere über für einen wichtige Aktionen informieren. Man kann sich aussuchen, wie man das gestalten möchte. Ich genieße das. Ich liebe die Vielfalt und das teils sehr große Wissen dieser Plattform. Es hat mich beeinflußt, meine politische Meinung maßgeblich verändert, meinen Wissensstand deutlich verbessert und es hat mich neugieriger gemacht. Ist das nicht wunderbar? Und das ganze ohne Praxisgebühr.
Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass man Dinge, die einem nicht gefallen benennt auf einer Plattform, auf der man viel unterwegs ist, was mich aber befremdet ist der Forderungscharakter, der immer wieder zutage trat. Jedenfalls in meinem Empfinden beim Lesen.

Dann lese ich, dass einige User von weit her zum salon kommen.dasist schön und ich wünsche allen einen interessanten und anregenden Abend. Aber schon wieder wird dies teils subtil, teils direkt mit der Forderung verbunden, die Redakteure mögen dann aber bitte auch Gewehr bei Fuß stehen und Rede und Antwort stehen. Großzügig wird eingeräumt, man könne wählen zwischen nachher und vorher. Und der Herr Verleger muss selbstverständlich dabei sein. Sorry, ich versuche das zu verstehen, aber ich kriege das nicht hin. Das alles ließe sich doch auch hier klären. Online.

Es wird angemahnt, dass die Online Redaktion Herrschaftswissen vorenthalte, weil sie die Clickzahlen nicht öffentlich machen. Mich persönlich interessieren diese Clickzahlen nicht die Bohne. Sie sind auch kein Lohn für mich. Das als Herrschaftswissen zu bezeichnen, erscheint mir etwas überzogen. Ich persönlich blogge, weil es mir Spaß macht, weil ich mich ausprobiere in den unterschiedlichen Formen des Bloggens. Ich liebe es zum Beispeil, wenn es die Zeit zulässt, meinen nächtlichen Musikblog zu erstellen. Ganz gleich wieviele den lesen oder nicht. Und es sind nicht allzuviele denke ich. Ich brauche hier keine Clickzahlen, die die Konkurrenz erhöhen. Ich brauche sie auch nicht als Bestätigung. Mir reicht es, dass ich sie mag.

Es wird immer wieder gemeckert, dass User ihre Blogs löschen können. Hauptargument ist dabei, dass Kommentare, an denen man lange geschrieben hat, dann im Orkus verschwinden. ich finde das so eitel. ich dachte immer, es geht um den Prozess der Auseinandersetzung und nicht darum die selbstgeschriebenen Kommentare regelmäßig nochmal nachzulesen. Und wer das gerne will, der kann doch einen Screenshot machen oder sich den Strang ausdrucken. wieso soll die Freiheit des Blogbetreibers eingeschränkt werden, um die Eitelkeit einzelner Kommentatoren zu befriedigen?

Dann ist von relevanten Inhalten, der Verbesserung von Qualität die Rede, journalistische Herangehensweise wird als erstrebenswert angesehen. Das sit alles schön und gut. In der Entscheidung des Einzelnen. Aber wenn ich mir vorschreiben lassen soll, was ich in welcher Form hier schreibe, dann lass ich es lieber gleich. Wasder eine als wichtig und richtig erachtet muss doch nicht des anderen Sache sein. Und daran krankt in vielen Punkten der Forderungskatalog. Es befremdet schon, dass der neue Blogger dede55 fragt, ob die Leader hier demokratisch gewählt sind (obwohl ich mir nichtsicher bin, ob das nicht Satire ist;)). - Zu Denken geben sollte das allemal.
Wer verstärkt journalistisch arbeiten möchte, der kann das doch tun. Wer Jouranlist ist und sich hier nicht angemessen gewürdigt fühlt, der kann ja der Redaktion Artikel zum print einreichen o.ä., oder es bei der Zeit versuchen, wo ja genau diese Richtung eingeschlagen wurde.

Dann werden Dinge angesprochen, die mich auch nerven, aber auch hier finde ich die Form der Kritik wieder unangenehm.
Ja, der Ton hier ist ziemlich rau oft. Das hat mich oft gestört, es hat mich Pausen einlegen lassen, es hat mich frustriert und manchmal gehemmt. Aber ich glaube auch, dass es in den meisten Foren und Plattformen so zugeht. Internet halt - Leider. Dem kann man begegnen, indem man versucht es selbst besser zu machen und einen respektvollen Umgang zu tätigen. Und wir wissen alle, dass das nicht immer einfach ist, gerade wenn Themen einen emotional treffen. Ich habe gelernt diejenigen Blogger zu meiden, deren Ton mir nicht passt. Und kann auch etwas anderes sein als Beschimpfung. Mich stört ganz besonders, wenn mir jemand nicht zugesteht meine Meinung zu ändern. Und das trifft man verdammt häufig. Aber es funktioniert, sich aus dem Weg zu gehen. Ebenso mit Trollen und was da sonst noch so destruktiv unterwegs ist. ignorieren. Don´t Feed sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Was ich aber sehe ist, dass z.b. Frau von und zu nur wenige Sätze braucht um alle auf die Palme zu bringen, sie zielsicher in den meistkommentierten Blogs landet. So mancher der da mitmischt, beklagt sich später über Trolle. Irgendwie sollte man sich entscheiden, finde ich. Meine Erfahrung ist auch, dass die Belästigungen schnell aufhören, wenn man nicht reagiert.

Ich gebe aber auch offen zu, dass ich oftmals Abstand nehme, mich an der Genderdebatte zu beteiligen, die mir eigentlich am Herzen liegt, weil mir die Männerrechtlerfraktion das sehr vermiest und fast jede Diskussion zerschießt. Aber ehrlich, und in diesem Punkte ganz selbstkritisch, irgendwann kennt man seine Pappenheimer und kann auch diese ignorieren.

Ich glaube aber auch, dass mehr Moderation mehr Geld kostet. Ich bin mir nicht sicher, ob es dann besser würde. Ich bin mir aber sicher, wenn die Kosten für die Community arg steigen, dass dann die Plattform bald kostenpflichtig werden müsste.

Klarnamen, mein klares Nein. Ich wäre dann weg. Ich fände es okay, wenn es passiert bzw. beschlossen wird, aber es würde dann nicht mehr meinem Bedürfnis nach Experimentieren und Werkstatt und assoziativem Austausch entsprechen. Zu gehen wäre die logische Schlussfolgerung.

Ich versteh total, dass die Technik nervt. Mich auch, kollossal. Frühjahr? Wir werden sehen. meine letzte Info war zur nächsten WM;))) - Zum nächsten Eurovision Song Contest würde mich sehr freuen.
Ich glaube aber auch, dass diese Technik niemanden mehr ankotzt als diejenigen, die jede Woche zig Stunden damit kämpfen müssen, sprich die Onlineredaktion. Und ich glaube auch, dass Augstein und alle, die den Freitag gestalten, wissen, dass die Community nur dann bestehen bleiben wird bzw. wachsen kann, wenn dieses Problem in den Griff bekommen wird. Was sollen die euch denn am Dienstag dazu erzählen, was ihr noch nicht wisst?

Den Vorschlag eines Bloggers auf der Salonbühne finde ich sehr schön. Freitagsrunden können alle Interessierten ja gerne organisieren, das kann vielleicht spannend sein und dazu kann man Redakteure ja - einladen -. Ich fände einen Stream vom Salon auch sehr schön, das könnte die Diskussion beleben danach.

Schlusfolgernd vielleicht noch, man kann all das was ich da gelesen habe ja durchaus auf die Tagesordnung bringen, auch wenn ich in vielen Punkten anderer meinung bin. Mir wäre nur eines lieber gewesen, dass der Titel der Aktion " Wir wollen zusammenkommen" als "Wir müssen reden" lautet.
Streifzug schrieb am 12.11.2011 um 18:49
@KalleWirsch,

wohlgesprochen...
GeroSteiner schrieb am 12.11.2011 um 19:01
Kalle, ein starker Kommentar. Jetze bin ich erstmal am Grübeln, warum ich dir an so vielen Passagen innerlich recht gegeben habe.
Calvani schrieb am 12.11.2011 um 19:56
"Da werden keine Vorschläge gemacht, nein, da werden Forderungen gestellt, da fallen Sätze wie, das hätte man so nicht vereinbart. Wieso? Woher wird hier die Berechtigung genommen Forderungen zu stellen. freitag.de ist eine Plattform für jedes Individuum, das sich hier beteiligen oder nur mitlesen oder was auch immer will."

Auch wenn das nicht meine Formulierung ist, möchte ich dazu etwas anmerken: Du, Kalle, und ich, wir alle sind einen Vertrag mit DER FREITAG Mediengesellschaft mbh & Co. KG eingegangen - schon bei der Registrierung. Und die Rechte der User gegenüber ihrem Vertragspartner sind nun wirklich überschaubar. Natürlich kannst du einwenden, wem das nicht passt, der lässt es bleiben, aber warum soll man nicht versuchen Verbesserungen (diese sind natürlich individuell verschieden) umzusetzen? Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!

Und zur aufdringlichen Überschrift: Soweit ich es beurteilen kann, haben die meisten, die sich an der Aktion beteiligt haben, ihre Kritik auch schon früher und häufiger geäußert - ohne großartige Resonanz oder Wirkung. Mir scheint es dann nur konsequent deutlicher zu werden und sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun, oder?
Ehemaliger Nutzer schrieb am 12.11.2011 um 20:03
"So mancher der da mitmischt, beklagt sich später über Trolle. Irgendwie sollte man sich entscheiden, finde ich. Meine Erfahrung ist auch, dass die Belästigungen schnell aufhören, wenn man nicht reagiert. "

"Das ist an und für sich erstmal großartig, denn (schon vergessen) das ist alles kostenlos."

"Ich glaube aber auch, dass mehr Moderation mehr Geld kostet. Ich bin mir nicht sicher, ob es dann besser würde. Ich bin mir aber sicher, wenn die Kosten für die Community arg steigen, dass dann die Plattform bald kostenpflichtig werden müsste. "

D'accord!!!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 12.11.2011 um 20:05
bezieht sich auf: Kalle Wirsch:12.11.2011 um 18:39
Uwe Theel schrieb am 12.11.2011 um 20:06
Lieber Kalle Wirsch,

Kritik, die das Kritisierte a pripori "Karnevalsaktion" nennt, kommt mir nicht so überzeugend.

Wie bitte, sollen sich gemeinschaftliche Prozesse in der FC organiseren lassen, wenn nicht durch Absprache unter denen , die sich überhaupt kennen? - Ich kennen nicht alle Blogger, umgekeht gilt das gleiche.

Weiter: Fällt Dir nicht auf, dass es entscheidend ist wozu sich abgesprochen wurde: Es ist eine Aktion zu Stärkung der FC und jeder kann, konnte von Anbeginn (11.11.11, 11:11 Uhr) sofort mitmachen. Keiner wurde oder wird ausgeschlossen. Es ewaren ca. 5 vorbereite Initialbeiträge von einiger Pluralität. Was ist daran undemokratisch?

Zu behaupten, da man nicht zur Startergruppe gehörte, sei man ausgeschlossen implizierte die Existenz einer Gruppe oder Organisation, die die Macht hätte diesen Auschluss durch ein wiksames Schreibverbort für alle "Anderen" durchzusetzen, oder riefe nach "Auslese" durch die Redaktion. - Absurde Gedanken.

Wem wolltest Du solche Vorwürfe machen können?

Lies die bisher entstandenen Beiträge und beteilige Dich an der Diskussion, oder lass es bleiben, Verschwörungstheorien aber sind hier wirklich nicht dienlich.

MfG
ut
Streifzug schrieb am 12.11.2011 um 20:16
Lieber Uwe Theel,
"Lies die bisher entstandenen Beiträge und beteilige Dich an der Diskussion, oder lass es bleiben, Verschwörungstheorien aber sind hier wirklich nicht dienlich."
Hast du Tomaten auf den Augen? Genau dies hat Kalle Wirsch getan - und zwar sehr ausführlich. Nur weil dir eine Meinung nicht passt, musst du sie nicht gleich als Verschwörungstheorie diskreditieren. Dialektik geht anders...
KalleWirsch schrieb am 12.11.2011 um 20:26
@Calvani

" Soweit ich es beurteilen kann, haben die meisten, die sich an der Aktion beteiligt haben, ihre Kritik auch schon früher und häufiger geäußert - ohne großartige Resonanz oder Wirkung. Mir scheint es dann nur konsequent deutlicher zu werden und sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun, oder?"

Vielleicht liegt es auch daran, dass die Kritik auch schon im Vorfeld ähnlich geäußert wurde. Konstruktiv ist anders. Ich hätte das Gefühl man wolle mir die Pistole auf die Brust setzen und würde wohl nicht so gelassen reagieren.
Ich würde mir auch die Weisheit wünschen zu bedenken zwischendurch, dass es sich hier um die Onlineplattform einer Wochenzeitschrift handelt. Einer Plattform zum Meinungsaustausch. Es handelt es sich eben nicht um eine Familie, ein Kollektiv. Manche Sätze in den diversen Blogs lasen sich wirklich nahe den Plenumszusammenfassungen aus meiner Hausbesetzerzeit. Sorry, ich habe da wirklich eine vollkommen andere Erwartungshaltung.

Und was ich gar nicht verstehe, ist, wieso auf einer Plattform, die immer wieder so deutlich Herrschaft (zu Recht) in Frage stellt, der Wunsch so groß ist den Verleger persönlich zu treffen.

Und immer wieder taucht der Wunsch nach mehr Beachtung auf. Auch da komme ich nicht mit.

Die Aktion liest sich für mich insgesamt wie der Wunsch nach mehr Meinungsfreiheit mit mehr Regeln im Sinne des karnevalistischen Zentralkomitees, um es mal überspitzt auszudrücken. Wir soll das gehen?

Eine Forderung allerdings hat mich richtig auf die Palme gebracht. Die nach relevanten Themen und deren Steuerung. Das ärgert mich mehr als der nervigste Troll.
kmv schrieb am 12.11.2011 um 20:32
@kallewirsch,

Danke!

@Uwe Theel,

Wo haben Sie das denn her????

"Zu behaupten, da man nicht zur Startergruppe gehörte, sei man ausgeschlossen implizierte die Existenz einer Gruppe oder Organisation, die die Macht hätte diesen Auschluss durch ein wiksames Schreibverbort für alle "Anderen" durchzusetzen, oder riefe nach "Auslese" durch die Redaktion. - Absurde Gedanken."
Popkontext schrieb am 12.11.2011 um 20:32
@KalleWirsch
Danke für deine überdenkenswerten Einlassungen.
Ich weiß nicht, ob du meinen Blog zum Thema gelesen hast. Da äußere ich mich gleich am Anfang zum Thema "Forderungen". Ich bin zur FC gekommen, weil ich das interessant fand, was der Herausgeber immer postuliert. Er spricht ausdrücklich nicht davon, einfach einen großen Spielplatz zur Verfügung zu stellen, wo jede/r machen kann was er will und gut ist, sondern von einem innovativen publizistischen Experiment, das seines Gleichen sucht. Und diese Diskrepanz ist es, die mich stört. Natürlich ist es dann auch mir überlassen, einfach zur Zeit zu wechseln. Aber offenbar meint es ja der Herausgeber ernst mit seinem Anspruch - jedenfalls scheint er gestern darüber nachgedacht zu haben, was ich gut finde. Natürlich ist es auch absolut seine Sache, wenn er das ganze Experiment abbläst und es in die Tonne kloppt. Wäre aus meiner Sicht nur schade drum, weshalb ich mich überhaupt einmische.

"Das alles ließe sich doch auch hier klären. Online."
Denke ich nicht - persönliches Miteinander-Reden halte ich für extrem wichtig. Das Problem ist natürlich, dass nicht jede/r nach Berlin kommen kann. Da war ja auch eine Skype-Konferenz oder sowas ähnliches angedacht, oder andere Online-Instrumente für Feedback und Austausch, was ich *auch* gut und wichtig finde, um eben alle zu erreichen.

"Dann ist von relevanten Inhalten, der Verbesserung von Qualität die Rede, journalistische Herangehensweise wird als erstrebenswert angesehen."
Gute Inhalte habe ich auch an einen vom Herausgeber / Blatt postulierten Anspruch an die Community verstanden, und das wäre auch in meinem Interesse. Dabei wurde an keiner Stelle gesagt, die Leute müssen *zwangsweise* journalistisch schreiben. Es sollte aus meiner Sicht aber mehr Anreize geben, für die, die Interesse daran haben, sich auch die Mühe zu machen, gute Artikel zu schreiben. und eine "Grundmühe" finde ich genau aus dem von dir oben benannten Grund auch einfach respektvoll: Hier wird eine Plattform bereit gestellt, die eben nicht Twitter ist. Mehr als zwei (eigene) Zeilen kann man schon schreiben, außer es gibt einen speziellen Grund, das nicht zu tun. Und es ist im Interesse des Freitag – also auch Respekt – dass die Texte hier so gut wie möglich sind. Dazu wurde ja die Plattform mal eingerichtet.

"Es befremdet schon, dass der neue Blogger dede55 fragt, ob die Leader hier demokratisch gewählt sind (obwohl ich mir nicht sicher bin, ob das nicht Satire ist;))."
Halte ich auch für Satire. Aber offenbar finden es manche schwierig sich vorzustellen, dass es keine Leader gibt, sondern sich jede/r sich aus seiner Sicht dazu äußern kann. Den Leuten, die das machen, noch Vorwürfe zu machen, wie hier geschehen, anstatt wie du jetzt die eigene Sicht der Dinge darzustellen, finde ich problematisch - um nicht zusagen entweder unfreif oder auch autoritätshörig. Hier hat sich niemand hingestellt und behauptet, er / sie spricht für alle Blogger/innen. Das würde ich dann in der Tat problematisch finden.

"Ich gebe aber auch offen zu, dass ich oftmals Abstand nehme, mich an der Genderdebatte zu beteiligen, die mir eigentlich am Herzen liegt, weil mir die Männerrechtlerfraktion das sehr vermiest und fast jede Diskussion zerschießt. Aber ehrlich, und in diesem Punkte ganz selbstkritisch, irgendwann kennt man seine Pappenheimer und kann auch diese ignorieren."
Genau das ist es, was mich stört: Klar kann man ignorieren – aber das führt dazu, dass die Leute zu Themen, zu denen sie gern diskutieren würden, nichts mehr sagen oder Blogs zu den Themen, wo solche Kommentare zu erwarten sind, gar nicht erst einstellen. Das finde ich im Sinne der Meinungsfreiheit und des sachlichen Austauschs extrem bedenklich. Deshalb plädiere ich für härtere Sanktionierungen bei ausfallenden Äußerungen. Wenn man selbst mal poltert, muss man natürlich auch mit dem entsprechenden Feedback rechnen – aber dann aus berechtigten Gründen. Hier bin ich schon aus heiterem Himmel von irgendwelchen Leuten von irgendwelchen Leuten massiv diskreditierend persönlich angegangen worden, und einer hat sich monatelang an meine Fersen geheftet, weil ich ihm einmal auf den Schlips getreten bin. Gestern hat ihn die Redaktion endlich gesperrt, weil er sich auch über deren „Toleranz“ gegenüber Trollen schon lustig gemacht hat (siehe weiter oben in dem Blog). Da hat auch ignorieren nichts geholfen. Andere wären längst weg gewesen oder hätten sich nicht getraut, noch was zu schreiben.

„Den Vorschlag eines Bloggers auf der Salonbühne finde ich sehr schön. - Freitagsrunden können alle Interessierten ja gerne organisieren, das kann vielleicht spannend sein und dazu kann man Redakteure ja – einladen.“
Ja, die Idee finde ich gut – allein sehe ich hier noch keine Leute, die irgendwas organisieren. Vielleicht mag dem einen oder anderen wie Dir die Art des Herangehens nicht gefallen haben – aber ich habe den Eindruck, die meisten Leute hier sind stärker beim labern und kritisieren als beim machen (wie z.B. die ausfallendsten Kritiker hier zumeist selber keine Blogs haben). Jedenfalls fand die Aufforderung bzw. das Angebot von Jakob Augstein gestern, dass doch die Community was auf die Beine stellen soll wenig praktischen Anklang – im Gegenteil zeigt sich hier wohl wieder eher das destruktive Potential:
www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/community-uebernehmen-sie
Popkontext schrieb am 12.11.2011 um 20:34
@KalleWirsch
"Eine Forderung allerdings hat mich richtig auf die Palme gebracht. Die nach relevanten Themen und deren Steuerung. Das ärgert mich mehr als der nervigste Troll."
Warum glaubst du, hat der Freitag dieses Forum mal eingerichtet?
KalleWirsch schrieb am 12.11.2011 um 20:40
@Uwe Theel

Die Aktion startete zum Karnevalsbeginn. So wurde es kommuniziert. So gesehn liegt der Name nahe.

Ich habe überhaupt nicht kritisiert, dass sich die Aktivisten der Aktion abgesprochen haben, sondern vielmehr die Haltung die in den Blogbeiträgen unter der Überschrift "Wir müssen reden" zutage trat. Die von Ihnen erwähnte Kritik an der Absprache kam von wem anders. ich fühle mich auch gar nicht ausgeschlossen, denn ich teile dieses redebedürfnis ja nicht einmal.

Ich habe auch nirgends das Wort undemokratisch benutzt. Dass dem neuen User das als Leadership erschien liegt m.E. auch an der Haltung der Beiträge.

Insgesamt unterstellen Sie mir hier Vorwürfe, die ich gar nicht gemacht habe. Was soll ich dazu sagen?

Doch eines. Ich lasse mir ganz sicher nicht vorschreiben, wei ich mich an einer Diskussion zu beteiligen habe. Wenn Sie das als nicht dienlich oder relvant empfinden: Just Ignore!

Es ist nun mal meine Meinung, was ich da geschrieben habe. Ich empfinde diese Aktion eben nicht als Stärkung der FC. Einiges sogar als Schwächung.
memyselfandi schrieb am 12.11.2011 um 20:44
@Popkontext: In diesem Thread von Augstein bezeichnest du/ bezeichnen Sie jemanden, der hier mindestens seit einem Jahr schreibt, meist zu wissenschaftlichen Themen, als Troll, im selben Atemzug bist du einer, der hier Verbesserungen fordert (diesen dort angesprochenen Hetzblog einer Userin habe ich übrigens selbst miterlebt, die selbe Userin hatte auch schon mal andere solcher Blogs verbreitet). Wie geht das? Ich meine, gelten bestimmte Dinge nur für Auserwählte oder was ist das für eine Anmaßung?

Bei aller nötigen Kritik am Freitag, ich habe wie Kalle Wirsch den Eindruck es geht um Aufmerksamkeit. Vielleicht liegt es auch an der Jahreszeit, da will man kuscheln.

Wie kann es bitte sein, dass nun Leute Dinge fordern, die sie selbst nie erfüllten, dass User nach wie vor angefeindet werden, wenn sie nur eine Spur weniger links sind. Soll das ein Gedankenaustausch sein oder doch nur Deutungshoheit. Tut mir leid, das ist wirklich Karneval.

Wenn ich mir was wünsche dann wäre es mehr wirkliche Diskussion, kein Gerangel um das Rechthaben oder um Möglichkeiten dem verleger möglichst nahe zu kommen.
KalleWirsch schrieb am 12.11.2011 um 20:57
@popkontext

Erstmal kurz zu den relevante Themen. Wer entscheidet das denn? Das meinte ich auch mit dem Zeitkonzept. Ich stehe sehr auf Freiheit in Wort und Schrift und Themenwahl. Ich schreibe in meinem Musikbeiträgen meist gar nichst, poste nur Videos. Macht mir Spaß und einigen anderen auch. Wer entscheidet jetzt ob das relevant ist. Was der Freitag für sich relevant findet entscheidet er ja indem er Manches in die Topblogs setzt und Manches druckt. Und das wird dann auch wieder angeprangert.

Was brauchst du denn noch mehr als Anreiz für journalistisches Schreiben als zum beispiel in den Print zu kommen, oder dass dein Artikel im Schaukasten landet.

Mein Anspruch ist zu experimentieren. Mal in die eine Richtung, mal in die andere. ich habe recherchierte Artikel geschrieben, ich poste Videos, ich habe Szenen aus Stücken von mir gepostet, zu Onlinepetionen aufgerufen, mich gegen die Todesstrafe engagiert. Ich will diese Vielfalt, ich will mich ausprobieren. ich will nicht immer denken, hoffentlich ist der Artikel auch relevant genug. das ist ne Schere im Kopf, die ich nicht will.

Vielfalt und Experimentieren bringt Relevanz hervor. Zudem ist Relevanz stark subjektiv.
Popkontext schrieb am 12.11.2011 um 20:59
@memyselfandI
Ja, weil mich dieser User / diese Userin, die mir bis dahin völlig unbekannt war, und mich aus heiterem Himmel massiv persönlich angegriffen hat. Ich hbae mehrfach versucht, auf sachlicheres Terrain zu lenken - und dann kamen aus meiner Sicht weiter völlig unberechtigte persönliche Angriffe. Das ist klassisches trollverhalten. Ich habe danach mal geguckt, was der / die User/in sonst so macht - und war sehr erstaunt, dass es offenbar auch sachlich geht.

Von dem angeblichen "Hetzblog einer Userin" habe ich nichts zu tun gehabt (und das auch gar nicht mitgekriegt), weshalb muss ich mich dafür rechtfertigen? Hallo?

"Bei aller nötigen Kritik am Freitag, ich...den Eindruck es geht um Aufmerksamkeit."
Spricht da vielleicht der Neid?

"Wie kann es bitte sein, dass nun Leute Dinge fordern, die sie selbst nie erfüllten, dass User nach wie vor angefeindet werden, wenn sie nur eine Spur weniger links sind."
Wenn sich das auf mich beziehen soll, bring bitte ein Belege.

"Wenn ich mir was wünsche dann wäre es mehr wirkliche Diskussion, kein Gerangel um das Rechthaben oder um Möglichkeiten dem verleger möglichst nahe zu kommen."
Was hält dich davon ab, dich sachlich zum Thema zu äußern? Würde ich für deutlich konstruktiver halten. Und wenn du das Bedürfnis hast, "dem Verleger möglichst nahe zu kommen", kannst du doch gern am Dienstag kommen, hält dich niemand davon ab. Ansonsten immer beim Salon und diversen Veranstaltungen ;)...

Eine weitere Diskussion auf dem Niveau wünsche ich mit mit dir auch nicht - konstruktiv gerne!
memyselfandi schrieb am 12.11.2011 um 21:11
Du möchtest sachliche Gespräche, dann führe sie selber so und komme mir nicht mit solchen Sachen wie Neid. Dann können wir auch sachlich plauschen.

Du möchtest mit diesem User von nebenan sachlich reden, dann haue ihm nicht um die Ohren er wäre ein Troll, nachdem er sich häufig mit Fr. Zinkant unterhalten hat.

Aber dass du mit Forderungen an andere trittst, aber selbst unter die Gürtellinie schießt, und selbst nicht mitbekommst wie du argumentierst war mir klar, aber dir scheint es nicht mehr aufzufallen. Wenn die Argumente ausgehen kommt halt doch die Bauernkeule. Wie schrieb ich oben, ewige Rechthaberei.
memyselfandi schrieb am 12.11.2011 um 21:11
Du möchtest sachliche Gespräche, dann führe sie selber so und komme mir nicht mit solchen Sachen wie Neid. Dann können wir auch sachlich plauschen.

Du möchtest mit diesem User von nebenan sachlich reden, dann haue ihm nicht um die Ohren er wäre ein Troll, nachdem er sich häufig mit Fr. Zinkant unterhalten hat.

Aber dass du mit Forderungen an andere trittst, aber selbst unter die Gürtellinie schießt, und selbst nicht mitbekommst wie du argumentierst war mir klar, aber dir scheint es nicht mehr aufzufallen. Wenn die Argumente ausgehen kommt halt doch die Bauernkeule. Wie schrieb ich oben, ewige Rechthaberei.
memyselfandi schrieb am 12.11.2011 um 21:11
Du möchtest sachliche Gespräche, dann führe sie selber so und komme mir nicht mit solchen Sachen wie Neid. Dann können wir auch sachlich plauschen.

Du möchtest mit diesem User von nebenan sachlich reden, dann haue ihm nicht um die Ohren er wäre ein Troll, nachdem er sich häufig mit Fr. Zinkant unterhalten hat.

Aber dass du mit Forderungen an andere trittst, aber selbst unter die Gürtellinie schießt, und selbst nicht mitbekommst wie du argumentierst war mir klar, aber dir scheint es nicht mehr aufzufallen. Wenn die Argumente ausgehen kommt halt doch die Bauernkeule. Wie schrieb ich oben, ewige Rechthaberei.
KalleWirsch schrieb am 12.11.2011 um 21:12
@popkontext

Und nochmal kurz zu den Trollen. Zu den anderen Sachen habe ich ja meine Meinung ausführlich gesagt.

Ein Troll kan eine Diskussion nur zerschießen, wenn man auf ihn eingeht. Wenn man sich nicht provozieren lässt und nur mit den Leuten weiterdiskutiert, die eine Diskussion intelligent vorantreiben oder mit denen sich der Austausch subjektiv lohnt, dann hat der Troll oder monothematische Proll keine Chance. Alle genderdebatten aus denen ich ausgestiegen bin krankten daran, dass da mit Leuten diskutiert wurde, von denen man wusste, was für Müll sie absondern und auch, dass sie einem sowieso das Wort im Munde rumdrehen. Und auch ich habe mich da nicht immer dran gehalten. Mich aber meist nachher geärgert, wenn ich mich auf die eingelassen habe.
Calvani schrieb am 12.11.2011 um 21:12
"Vielleicht liegt es auch daran, dass die Kritik auch schon im Vorfeld ähnlich geäußert wurde. Konstruktiv ist anders. Ich hätte das Gefühl man wolle mir die Pistole auf die Brust setzen und würde wohl nicht so gelassen reagieren."

Naja, ich weiß nicht, was Kosok, Hank, Augstein und Angele wirklich denken, aber sie zeigen sich doch inzwischen sehr offen für dir Kritiker und interessiert an der Kritik. Das ist doch der Zweck der Sache gewesen.

Was den Verleger angeht: Das meiste, was kritisiert wurde, können weder Maike noch Jan im Alleingang entscheiden oder ändern. An wen sollen wir unsere Kritik denn sonst wenden? Und wer tritt denn in Fernsehsendungen auf und bewirbt sein Blatt und sein Onlineangebot damit, dass die Leser ernst genommen würden und dass die Grenzen zwischen Autoren und Bloggern eingerissen werden sollen? Es gibt hier beim Freitag zu Recht die Rubrik "Werbekritik"... Und wer postet hier nur so alle drei oder vier Wochen mal einen einzigen Kommentar? Wie soll denn dann ein online Dialog entstehen?
memyselfandi schrieb am 12.11.2011 um 21:25
Ich mach ja keinen Hehl draus, dass ich das so sehe wie Calvani, aber wenn ihr wirklich Verbesserungen fordert auch im Umgang und um keine Neulinge abzuschrecken ist es schon eigenartig, dass man schon wieder mit Begriffen wie "du Troll" oder "Neid" um sich haut und damit ins Niveaulose abgleitet, wo man doch angeblich das Niveau steigern will.
Und keine Angst, da wir Werber immer bis Weihnachten volle Hütte haben werd ich nicht so dreist sein weiter zu kommentieren oder zu einem Salon zu kommen, weil es-nennt-sich-Arbeit. Auch dieser Kommentar war wieder völlig daneben liebe Popkontext, aber gut.
Popkontext schrieb am 12.11.2011 um 21:28
@KalleWirsch

Die Zeitungen haben einen Grund, warum sie solche Foren einrichten: Das geht erstmal um Traffic und Leser/innenbindung, aber natürlich wollen die auch möglichst gute Texte auf den Seiten stehen haben, gerade bei dem Anspruch, den Augstein postuliert.

"Wer entscheidet jetzt ob das relevant ist."
Das ist natürlich eine gute Frage. Wie du beschreibst, sucht die Redaktion aus ihrer Sicht für die Top-Blogs aus. Relevant sind sicher auch "experimentellere" Sachen - Problematisch ist ein Dahindümpeln im eigenen Saft, wenn aus dem Experimentellen nicht das eine oder andere Interessante oder bemerkenswerte entsteht.

"Und das wird dann auch wieder angeprangert."
Hier wird offenbar alles angeprangert, wenn irgendwer irgendwas macht. Anstatt Ideen zu äußeren und Gegenvorschläge zu machen unterstellt man denjenigen, die aktiv werden, gleich wieder unlautere Absichten jeglicher Couleur.

"Was brauchst du denn noch mehr als Anreiz für journalistisches Schreiben als zum beispiel in den Print zu kommen, oder dass dein Artikel im Schaukasten landet."
Da geht es weniger um mich - sondern generell Ideen die Leute anzuregen, sich mehr Mühe zu geben.

"ich will nicht immer denken, hoffentlich ist der Artikel auch relevant genug. das ist ne Schere im Kopf, die ich nicht will."
Das erwartet doch auch niemand oder will irgendwas verbieten. Es geht nirgendwo darum, dass alles relevant sein *muss*, sondern dass mehr Relevanz wünschenswert wäre.

"Vielfalt und Experimentieren bringt Relevanz hervor."
Kann, muss nicht. Deshalb das "Fördern" - Anreize geben, wirklich kreativ zu sein.

"Zudem ist Relevanz stark subjektiv."
Absolut. Aber der Kontext schränkt das Subjektive schon etwas ein.
Uwe Theel schrieb am 12.11.2011 um 21:32
@ Streifzug schrieb am 12.11.2011 um 20:16

Nur weil dir eine Meinung nicht passt, musst du sie nicht gleich als Verschwörungstheorie diskreditieren.

Lieber Streifzug:

Wenn Kalle Wirsch den folgenden Satz schreibt:

Aber wenn ich mir vorschreiben lassen soll, was ich in welcher Form hier schreibe, dann lass ich es lieber gleich.

so ist das keine Meinung, sondern eine Tatsachenbehauptung (unfreundlicher ausgedrückt: eine bloße Unterstellung), deren benannte Tatsache (Schreibverbot/Schreibgebot) ja nur bewirkt werden könnte, wenn eine Kraft unterstellt werden kann, die Fro, oder irgendjemanden daran hinderte, frei in der FC zu schreiben, was aber von niemandem und nirgendwo gefordert worden ist.

Die "Erklärung" dieser "unbekannten Kraft" wäre im gegebenen Zusammenhang nur verschwörungstheoretisch denkbar.

Genau in dieem Zusammenhang sprach ich vom verschwörungstheoretischen Moment.

Ansonsten bin ich gespannt, wie begründet werden sollte, dass Fro von wem vorgeschrieben bekäme, was er schreiben könne oder nicht schreiben dürfe.

LG
ut
Popkontext schrieb am 12.11.2011 um 21:35
@KalleWirsch
"Ein Troll kan eine Diskussion nur zerschießen, wenn man auf ihn eingeht. Wenn man sich nicht provozieren lässt und nur mit den Leuten weiterdiskutiert, die eine Diskussion intelligent vorantreiben oder mit denen sich der Austausch subjektiv lohnt, dann hat der Troll oder monothematische Proll keine Chance."
Habe ich hier ständig anders erlebt - manche Diskussionen hören einfahc auf, wenn ein Troll seine Marke gesetzt hat - oder es stehen wie bei den Genderseiten gleich so viel Proll-Kommentare drunter, das es gar nicht erst zu einer sachliche Diskussion kommt.

"Und auch ich habe mich da nicht immer dran gehalten. Mich aber meist nachher geärgert, wenn ich mich auf die eingelassen habe."
Eben - natürlich checkt man das irgendwann, hat dann aber gleich gar keine Lust mehr zum diskutieren. Ist das erstrebenswert? Es lebe die "Meinungsfreiheit"!
Popkontext schrieb am 12.11.2011 um 21:39
@memyselfandi
Guck mal weiter nach oben, wer hier unsachlich eingestiegen ist - war ein Fehler, darauf überhaupt einzugehen.

Wenn du mir irgendwelche Vorwürfe machst, bitte Kontext & Belege dafür.

Auf den sachlichen Teil warte ich noch.
Uwe Theel schrieb am 12.11.2011 um 21:40
@ kmv schrieb am 12.11.2011 um 20:32

"Wo haben Sie das denn her????"

Lesen Sie bitte meine Antwort an Streifzug unter:

www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/wir-muessen-reden#comment-333310

dort finden sie den Kerngedanken meiner Begründung für meine von Ihnen angemerkte Textpassage.
kmv schrieb am 12.11.2011 um 21:53
Ach manno, richtg lesen hätte doch gereicht:

"Dann ist von relevanten Inhalten, der Verbesserung von Qualität die Rede, journalistische Herangehensweise wird als erstrebenswert angesehen. Das sit alles schön und gut. In der Entscheidung des Einzelnen. Aber wenn ich mir vorschreiben lassen soll, was ich in welcher Form hier schreibe, dann lass ich es lieber gleich."
Uwe Theel schrieb am 12.11.2011 um 21:55
@ KalleWirsch am 12.11.2011 um 20:40

Lieber KalleWirsch,

ich danke für Deinen Antwort und ich betone, dass ich nicht Deinen ganzen Kommentar kritisierte, sondern nur bestimmte Momnente dort.

Dass ich blanke Assoziation (11.11.11 - Karnevalsaktion) ohne weiteren Sinnbezug für Formulierungen im Kommentar nicht förderlich finde sollte verständlich sein. Der einzig mir sich einstellende Sinn war, dass die Aktion als schlechter Scherz abgetan werden sollte.

Das Wort "undemokratisch" benutze ich, weil es den von Dir unterstellten Akt, Dir würde die Freiheit des Schreibens eingeschränkt werden sollen oder können, wohl angemessen beschreiben kann.

Du wiederholst diesen Vorwurf im Kommentar, den ich jetzt gerade beantworte sogar noch einmal ("Ich lasse mir ganz sicher nicht vorschreiben, wie ich mich an einer Diskussion zu beteiligen habe."). Ich gebe Dir dazu dieselbe Antwort, die ich o. Streifzug schon gab:

Wenn Du den folgenden Satz schreibst:

"Aber wenn ich mir vorschreiben lassen soll, was ich in welcher Form hier schreibe, dann lass ich es lieber gleich."

so ist das keine Meinung, sondern eine Tatsachenbehauptung (unfreundlicher ausgedrückt: eine bloße Unterstellung), deren benannte Tatsache (Schreibverbot/Schreibgebot) ja nur bewirkt werden könnte, wenn eine Kraft unterstellt werden kann, die Dich, oder irgendjemanden daran hinderte, frei in der FC zu schreiben, was aber von niemandem und nirgendwo gefordert worden ist.

Die "Erklärung" dieser "unbekannten Kraft" wäre im gegebenen Zusammenhang nur verschwörungstheoretisch denkbar.

Genau in dieem Zusammenhang sprach ich vom verschwörungstheoretischen Moment.

Ansonsten bin ich gespannt, wie begründet werden sollte, dass Du von wem vorgeschrieben bekämest, was Du schreiben können oder nicht schreiben dürftest.

LG
ut
Uwe Theel schrieb am 12.11.2011 um 21:59
@ Uwe Theel am 12.11.2011 um 21:32

Korrektur

Natürlich war in meinem Kommentar

www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/wir-muessen-reden#comment-333310

nicht der Blogger Fro sondern der Blogger KalleWirsch angesprochen.

Ich bitte für den Lapsus um Entschuldigung.

ut
Fro schrieb am 12.11.2011 um 23:21
Hallo Uwe, du schriebst am 12.11.2011 um 21:32
??????

„Ansonsten bin ich gespannt, wie begründet werden sollte, dass Fro von wem vorgeschrieben bekäme, was er schreiben könne oder nicht schreiben dürfe.“

Verstehe ich nicht – worauf beziehst du dich?
Ich habe nirgendwo behauptet, ich würde irgendeine Kraft fürchten, die mir das freie Schreiben verbieten wolle!

In einem anderen Kommentar habe ich die Ansicht vertreten, man müsse auch 1-Wort-Blogs, die aus nur einem kopierten Wort bestehen, als vollwertige Blogs ansehen. Es gibt etliche User, die mit minimalistischen- oder copy&paste-Blogs Probleme haben – im Nachbar-Blog wieder zu beobachten. Ich schrieb es einfach mal vorsorglich und unterstelle niemanden, er würde so etwas wie Qualitätsnormen oder Ähnliches wollen - aber einige Äußerungen ließen mich aufhorchen.
Uwe Theel schrieb am 12.11.2011 um 23:41
@ Fro schrieb am 12.11.2011 um 23:21

"??????"

Entschuldigung Fro,

aber das war ein Lapsus. Ich schrieb Fro wo KalleWirsch hätte stehen müssen.

Meinen Gedanken waren bei demokrathietheoretischen Inhalten, einem bekannten Lieblingsthema von Dir :-)

Ich hatte es schon korrigiert.

s.:

www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/wir-muessen-reden#comment-333382

LG
ut
Columbus schrieb am 13.11.2011 um 00:36
Also, liebe Calvani, JA trägt nun wirklich nicht dick auf. Zuletzt sagte er noch in einem heiß diskutierten Interview, "Lesercontent im Blatt, das ist gar nicht so viel." - Jakob Augstein ist, bei mir hat der dafür schon viel Kredit, realistisch. Er heißt nicht Blau (;-)). Grüße und viel Erfolg im Gorki, grüßen Sie Lenin und Maxim. Ihr Christoph Leusch
Calvani schrieb am 13.11.2011 um 00:51
Das sehe ich ein bisschen anders, lieber Christoph, aber sei's drum. Seien wir optimistisch!
Ich grüße für Sie, wen Sie wollen...
Gute Nacht nach Mainz
Columbus schrieb am 13.11.2011 um 01:13
Ich meinte schon den J.A. Lenin- Gorki. Das war ´mal historisch so ein geflügeltes Wort, wenn es in Moskau hieß, da müssen wir mit Lenin reden, fahren wir nach Gorki.

Berlin dF-Augstein, Maxim Gorki, da überlege ich mir vielleicht noch was. Aber das mit dem wenigen Content hat er in dem Interview wirklich gesagt!

Wolgang Blau, Chef Zeit-Online, ein Lieber, redet hingegen auf den wichtigsten Medienkonferenzen gerne davon, wie sehr sein Medium für die Nutzer offen sei. Blauäugig kalauere ich ´mal.
Jetzt aber endgültig Ende eines weiteren Abweichler-Kommentars. Nur das Beste für Sie, C.L.
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 02:42
@KalleWirsch
Ja, der Ton hier ist ziemlich rau oft. Das hat mich oft gestört, es hat mich Pausen einlegen lassen, es hat mich frustriert und manchmal gehemmt. Aber ich glaube auch, dass es in den meisten Foren und Plattformen so zugeht. Internet halt - Leider. Dem kann man begegnen, indem man versucht es selbst besser zu machen und einen respektvollen Umgang zu tätigen.

Ein wahres Wort. Es ist wie im Wirtshaus: Du rempelst jemand an, aus Versehen, nehme ich mal an. Der fährt dich an und wenn du jetzt im gleichen Tonfall zurückblaffst, dann hast du im Nu eine heftige Streiterei oder - je nach Temperament und Statur - eine Rauferei am Hals.

Und wir wissen alle, dass das nicht immer einfach ist, gerade wenn Themen einen emotional treffen.

Ich empfehle die Methode "Warten". Ich ziehe mir grundsätzlich alle Beiträge, auf die ich antworten möchte, erst mal in die Textverarbeitung und arbeite sie dann ab. Auf manche (viele) antworte ich rasch, andere geben mir eine Nuß zu knacken, sei es, weil die Antwort einfach sachlich schwierig wird oder weil ich mich erst mal abregen muß. Denn, machen wir uns nichts vor, wenn du emotional, schimpfend, gar beleidigend reagierst, dann machst du dich unnötig verletz- und angreifbar, die ganze Diskussion wird schnell zum sinnlosen Gezänk. Da kommt es dann zu absurden Argumentationsmustern wie "Bleib sachlich, du Arschloch!".

Meine Erfahrung ist auch, dass die Belästigungen schnell aufhören, wenn man nicht reagiert.

Nicht-Reaktion trifft einen Tullius Destructivus

immer noch am härtesten. Oder, ganz hinterfotzig, ich diskutiere mit einem anderen Blogger über den Giftzwerg, aber nicht mit ihm.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 02:44
@Uwe Theel
Kritik, die das Kritisierte a pripori "Karnevalsaktion" nennt...

Wieder so ein süßer Verschreiber. "A priori", "Pipifax" und "Pipapo" in ein Wort zusammengefaßt.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 02:46
@Popkontext
@memyselfandi
Guck mal weiter nach oben, wer hier unsachlich eingestiegen ist - war ein Fehler, darauf überhaupt einzugehen.


Jetzt mal in aller gebotenen Ruhe und Gelassenheit: Es fällt auf, daß man dich relativ häufig in persönliche Hakeleien mit allen möglichen Usern vorfindet. Nun lehrt Lebenserfahrung, daß auch der Sanftmütigste gelegentlich um Streitereien nicht herumkommt. Wenn ich dagegen immer die gleiche Person mit oft unterschiedlichen Leuten in Streit verwickelt sehe, dann liegt der Verdacht nahe, es sei vielleicht diese eine, immergleiche Person die (Mit-)Ursache dieser Streitereien. Die Tatsache, daß diese Person häufig einen Widerwillen gegen persönliche Hakeleien bekundet, ist dabei kein Widerspruch.
Der Xide, x-fach vorbestraft, unter anderem wegen Körperverletzung, hatte einen Standardspruch drauf: "Ich will nur meine Ruhe haben". Das hinderte ihn nicht, sich über alles und jeden aufzuregen und Streit und Rauferei nicht nur zu suchen, sondern auch zu finden.
Ich zucke seither unangenehm berührt zusammen, wenn ich entschiedene Bekundungen prinzipiellen Widerwillens gegen unsachliche Debatten höre. Paß mal auf, wenn du im Fernsehen wieder mal eine Talk-Runde anschaust. Wenn da einer blafft "Jetzt bleiben Sie doch endlich mal sachlich", dann kannst du mit einiger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß es sich um einen Streithansel handelt.

Ciao
Wolfram
tlacuache schrieb am 13.11.2011 um 05:22
KalleWirsch schrieb am 12.11.2011 um 18:39
"Ich sage es unumwunden vorne weg."...

Kalle, STARKER Kommentar
Hut ab
tlacuache schrieb am 13.11.2011 um 05:22
KalleWirsch schrieb am 12.11.2011 um 18:39
"Ich sage es unumwunden vorne weg."...

Kalle, STARKER Kommentar
Hut ab
Popkontext schrieb am 13.11.2011 um 18:47
@Wolfram Heinrich
Die Konversation ist doch klar nachvollziehbar hier zu lesen. Wo entstehen da Fragen? Wo habe ich aus deiner Sicht Streit gesucht? Ich lerne gerne dazu.
Rosa Sconto schrieb am 12.11.2011 um 22:56
Nun ist es doch ein recht erkenntnisreich, besser gesagt enthüllend. Zumindest kommen die Mädels dabei viel besser weg. Ich hätte nicht gedacht das sich bei mir das von "ed2murrow" beschriebene Resümee von Sue Gardner so schnell einstellt (s.o). Ich arbeite täglich überwiegend mit Männern, zum Glück keinen pseudo- intellektuellen Weicheiern, die können nämlich besser einstecken ;D !

@ Calvani
das "Die nach relevanten Themen und deren Steuerung. " musst Du als pubertären, NICHT populistischen, "Testosteronausstoß" verstehen. Wunder mich echt das Dich so etwas überhaupt beeindruckt.

@ Kalle
Erhellend Ihre ich-ich-ich-ich-ich-ich und nicht Community:
Zugegebenermaßen habe ich nicht alles zur Gänze gelesen. Vieles jedoch vollständig, manches eher quergelesen. ... Sorry, ich versuche das zu verstehen, aber ich kriege das nicht hin.
Und das sind nur 2 Sätze... Sehen Sie das Problem nun, oder haben Sie noch immer nicht genau gelesen? Sobald Sie es geschafft haben werden Sie zu der Erkenntnis gelangen WARUM auch JJK konkrete, TECHNISCHE Vorschläge nicht kommentiert.

@ Popkontext
damit dies hier noch einmal klar ist: "Ich bin zur FC gekommen, weil ich das interessant fand, was der Herausgeber immer postuliert." , aber nicht weiterentwickelt... Dein Hinweis auf das "destruktive Potential" trifft dann ins Schwarze. Ich will hier nicht als Miesmacherin dastehen, es nur Dein letzter Satz der mich nachdenklich macht.
Calvani schrieb am 12.11.2011 um 23:04
"das "Die nach relevanten Themen und deren Steuerung. " musst Du als pubertären, NICHT populistischen, "Testosteronausstoß" verstehen. Wunder mich echt das Dich so etwas überhaupt beeindruckt."

Ich weiß spontan nicht, was du meinst...
Rosa Sconto schrieb am 13.11.2011 um 00:32
na, einen pubertären Testosteronausstoß eben.
Calvani schrieb am 13.11.2011 um 00:52
Zu relevanten Themen und deren Steuerung habe ich gar nichts geschrieben, deshalb steh' ich auf dem Schlauch...
KalleWirsch schrieb am 13.11.2011 um 08:28
Das mit dem ICH liegt wohl daran, dass mein Kommentar meinen Eindruck der Aktion widergeben sollte. ICH kann einfach nur für MICH sprechen.

Ansonsten finde ICH den Kommentar anmaßend. Wenn ICH also genau (und wohl auch in Ihrem Sinne richtig) lese, komme ICH zu einer Erkenntnis, die Sie schon haben. MEINE Erkenntnis ist, dass JJK Wochenende hat, denn wahrlich, ICH weiß nicht, wer da Wochenenddienst hat. Und der Dienst besteht aus der Moderation.
miauxx schrieb am 12.11.2011 um 23:16
Da "man" das hier machen soll, wiederhole ich meinen KOmment. aus dem Blog von JA, nebenan:

Ich würde mal Vorschläge machen, was ins inhaltliche Portfolio einer solchen Konferenz könnte; und die meisten interessieren dürfte:

- IT-technische Aspekte. Also alles, was sich um's Erstellen und Abschicken von Blogs und Kommentaren dreht. (auch z.B. Darstellung verwendbarer HTML-Tags in Kommentaren oder wie man auf einen bestimmten Kommentar verlinkt; bisher Insider-Wissen)
- darin auch die Verfahren, nach denen Blogs auf freitag.de dargestellt werden; also etwa "Top-Blogs" und/oder andere Kategorien wie Politik, Kultur, Wissenschaft etc. (sinnvolles Taggen und dergleichen); oder thematisches, auch ressortübergreifendes, Sortieren (Querbezüge)
- Transparenz, was das Löschen von Beiträgen oder ganzen Blogs angeht. Um mich wohl zu fühlen, möchte ich wissen, warum ein Blog/ ein User verschwindet; d.h. mehr als den Hinweis, dass dies entweder durch den Blogger selbst oder die Redaktion geschah
- Editieren von Kommentaren durch die "Moderation". Ich finde es schwierig, wenn Teile von Kommentaren durch *** ersetzt werden. Dadurch wird meist ein ganzer thread nicht mehr nachvollziehbar.
- Begrenzung der Zeichenzahl in Kommentaren wär' nicht schlecht ...

Auch um meinem letzten Punkt zu entsprechen, schließe ich ersteinmal langsam ...
Inhaltlich gäbe es, glaube ich, nicht viel zu konferieren. Zum einen erklärt sich ein Gutteil durch das Profil des Freitag. Zum anderen wäre es sinnlos und nicht zielführend. Die delegierten Teilnehmer können ohnehin nur ausschnitthaft für die Community sprechen (da sie eben von den sich Begeisternden abhängen bzw. diese selbst sind), und es kommen ohnehin ständig neue dazu, von denen jeder eh' schreiben will, wie und was er/ sie will. Und die FC sollte ja auch kein Wohlfühl-Stammtisch nur einiger sein. So wäre ein Sprechen über mehr oder weniger "links" auch vergebens.
Naja, und Trollen kann man auch nicht verbieten bzw. ausschließen.
Für meine Seite würde es wohl bei den Vorschlägen bleiben. Aus Zeit- und Prioritätsgründen würde ich mich nicht zur Wahl vorschlagen. Naja, mich würde eh' keine wählen. Dafür bin ich noch zu wenig präsent hier. :-) Aber wenn meine Vorschläge, können noch welche dazukommen, gehört werden, is auch schon toll. Denn ich meine ja, wie gesagt, dass diese nicht so ganz individuell sind ...
Uwe Theel schrieb am 13.11.2011 um 00:19
@ miauxx schrieb am 12.11.2011 um 23:16

"So wäre ein Sprechen über mehr oder weniger "links" auch vergebens"

Sie haben fast völlig Recht: Natürlich ist ein Sprechen darüber was links sei immer bedroht von Vergeblichkeit, mindestens wäre ein solches Gespräch immer länger als eine Nacht selbst fassen könnte.

Aber ich glaube, dass die Diskussion zum Projekt "Wir müssen reden" auch als solche nicht gemeint war, wenn Sie von den generellen Skeptikern des Projektes auch jetzt so interpretiert wird.

Die Intention war eigentlich, jedenfalls hatte ich es so verstanden, dass insbesondere JA sich substantieller und etwas ausführlicher der FC gegenüber hinsichtlich seiner Zeitung und ihrem Tenor, zu seinen eigenen Artikeln äußern sollte als nur "irgendwie" links, dass man seine journalistische Position eben nicht realiter so zusammenfassen könnte, was eigentlich nur bitterböse Satire sein dürfte:

Wir wissen , wie JA sich selbst als Journalist versteht, nämlich als Reporter, der dabei am liebsten Verleger sei. Er stehe mit seinem Blatt als Fremder der Politik gegenüber, kritisiere diese systemisch und sei damit als Reporter im "Zweifel links", d.h. auf der Seite der Schwachen ein Reporter, der sich aber nicht „einmischen“ dürfe. Das Blatt sei damit ein Meinungsblatt und vertrete dabei die Ideologie, die der Politik, den Herrschenden fehle, die nur Mainstream seien, da dort nur noch alles pragmatisch sei und auf Machbarkeit im Interesse der Mächtigen geprüft und durchgeführt werde, wo die doch nicht in einem Boot säßen mit den Schwachen, auch wenn sie es sagten. Er, JA, schriebe gegen den Mainstream an.
Popkontext schrieb am 13.11.2011 um 00:30
@Uwe Theel
Das war in erster Linie so gemeint, dass sich Herr Augstein generell mal mit seiner Community näher befassen sollte, dem Austausch mit ihr und den von ihm postulierten Idealen. Und jede/r eben das im Detail formuliert, was ihm / ihr auf dem Herzen legt, was erwartungsgemäß sehr heterogen war / ist, aber auch gemeinsame Punkte hat.
Uwe Theel schrieb am 13.11.2011 um 00:35
@ Popkontext am 13.11.2011 um 00:30

Keine Widerrede dazu von mir. Allerdings glaube ich auch nicht, dass meine Variante, Ihren Gedanken behindern müßte, ergibt sich doch das Eine aus dem Anderen und umgekehrt, solange niemand zum Dogmatiker wird. So wächst das Ganze.
miauxx schrieb am 13.11.2011 um 16:30
@Uwe Theel

"Sie haben fast völlig Recht: Natürlich ist ein Sprechen darüber was links sei immer bedroht von Vergeblichkeit, mindestens wäre ein solches Gespräch immer länger als eine Nacht selbst fassen könnte."

Freilich kann man sich auch treffen und über "Was ist links" dikutieren. Ich weiß auch, dass viele, oder einige, hier viel Wert auf Augsteins Verlautbarungen bzw. seine Erklärfähigkeit außerhalb des Freitag legen. Mit Ihrer Satire spielen Sie ja auf die Diskussion um das Gespräch Augstein - Lamby an.
In einer möglichen Community-Konferenz kann es nun freilich auch darum gehen. Mir persönlich würde nicht so viel daran liegen, weil mir am wichtigsten ist, was letztlich mit dem Freitag herauskommt und nicht, was Augstein, mehr oder weniger geschickt, gegenüber anderen Journalisten im TV erzählt.
Mein Punkt ist aber, dass auf einem Podium mit der Widmung "derFreitag und seine Community wollen reden" nicht um inhaltliches in den Beiträgen der FC gehen kann. War eigentlich nur eine Randbemerkung, die selbsterklärend sein dürfte. Der eine schreibt politisch, sehr links (weil das hier auch gut passt); der andere will auch Linke kritisieren; wieder andere schreiben über den Sonnenaufgang von gestern oder eine Theaterinszenierung oder über ihren Partner. Und morgen kommt einer, der nun eben auch mal so richtig den Kapitalismus verteidigen muss ... So isses eben.
ed2murrow schrieb am 12.11.2011 um 23:45
Anregung an JJK: Bitte den Blog von Augstein als Antwort ebenfalls verlinken.
silvio spottiswoode schrieb am 13.11.2011 um 01:43
In der Freitag-Community ist es so wie im richtigen Leben: Es gibt irre tolle Beiträge und dann gibt es den Rest. Die individuelle Aufgabe – bei der einem keiner helfen kann – ist es, die Rosinen zu finden.
Persoenlich halte ich die langen Ladezeiten, wenn sich die Seiten aufbauen, für das einzige wirkliche Problem. Aber das liegt an der Systemarchitektur insgesamt.

Die Initiative "Wir müssen reden" halte ich, in gewissen Parametern, für sinnvoll. Viele der angeführten inhaltlichen Punkte halte ich aber ehrlich für übertrieben. (An einigen Threads zum Thema zeigt sich sogar wunderbar anschaulich wie "flach" das ausarten kann.)

Zu den Punkten die immer wieder angesprochen werden:
1) ZUGRIFFE ::: "Im Moment scheint tatsächlich weniger los zu sein in der Community als noch vor ein paar Monaten". (Christian Berlin)
>> Das hat wahrscheinlich u.a. auch damit zu tun, dass wir uns dem Ende des Jahres nähern. Ich für meinen Teil bin seit Wochen komplett "Land unter" und die grosse Welle kommt jetzt erst noch. Der einzige Grund warum ich gerade jetzt was schreibe ist schlicht und einfach um "runterzukommen", wenn alles andere nichts mehr nützt.
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2) REDAKTION ::: "Wenn da die Redaktion aber ein Herrschaftswissen für sich behält, ..." (Christian Berlin)
" [...] Ein ebenfalls sicherer Indikator Zugriffszahlen auf einzelne Blogs, aber die hält Der Freitag von den Autorinnen und Bloggern streng geheim." (Christian Berlin)
>> Hm. So "Fort Knox/Area 41"-mäßig? Phew. Das Leben ist kurz.
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3) INDIVIDUELLE WÜNSCHE
a) >> persönlich interessiert mich an der FC die Vernetzung mit anderen digitalen Plattformen. Ich hatte noch nicht wirklich viel Zeit aktiv zu werden, aber ein probates Mittel zur Verbreitung von Inhalten war für mich, in meiner noch andauernden Testfeld-Phase, FC kombiniert mit Twitter und Facebook.

b) Dann ist auch von der vergeblichen Suche nach "Verbindlichkeit und loyaler Gemeinschaft" (Calvani) in der FC die Rede.
>> Etwas, das sicherlich die Allerwenigsten im virtuellen Raum suchen werden.
Calvanis Beiträge rangien auf meiner Top Liste für Distanzlosigkeiten übrigens recht weit oben.
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4) TOP BLOGS ::: FRAUENFEINDLICHKEIT
"... wie sollen Top-Blogs gelistet werden?" (Christian Berlin)
a) nach "... sozial-gerechten Gesichtspunkten (wie Frauen- oder Migrantinnen-Quoten)"
>> ist sicherlich eine Überlegung, aber ein anderes Projekt.

b) "oder nach inhaltlich-journalistischen?" (C.B.)
>> auch spannend, aber verlassen wir uns doch für den Anfang einfach auf die Algorithmen und die "Browse"- oder "Such"-Funktion.

c) "Und wenn letzteres eine Rolle spielt: Können die das überhaupt, wenn sie selbst eigentlich von Haus aus keine Journalisten oder Redakteure sind?" (C.B.)
>> Was können denn Journalisten oder Redakteure "von Haus aus" inhaltlich besser als, beispielsweise andere "Grauwerterzeuger", z.B. Germanisten, Philosophen und Autoren? Ich würde lapidar sagen, das kommt ganz entschieden auf die jeweilige Person an.

d) Und c) setzt voraus, alle bloggen unter ihrem richtigen Namen, Geschlecht, Nationalität. Will man das? Ich nicht. Das war eine ganz spontane Regung, ohne viel Überlegung. (Erfahrungen mit männlicher Beharrlichkeit haben sicherlich nicht unerheblich dazu beigetragen.) Als unter männlichem Deckmantel firmierendes weibliches Individuum gewährt mir eine gewisse Anonymität unergründete, ganz neue Freiräume. Spielräume, ganz ohne die geschätzten Freunde und Bekannten.

e) Das mit der Frauenfeindlichkeit in der FC sehe ich nicht wirklich. Manchmal fährt einem zwar einer mit flacher Argumentation an den Karren, aber dann fange ich im richtigen Leben ja auch nicht gleich an zu heulen, sondern baller – unanfechtbar höflich, mit voller Breitseite – zurück. Das sollte sportlich gesehen werden: Bälle werden unter allen Umständen zurückgespielt und nur das Ergerbnis zaehlt.

Das Thema Frauenfeindlichkeit sollte vielleicht auch in Zusammenhang mit Demographie betrachtet werden, als Generationenphänomen. Ältere Semester nehmen Frauenfeindlichkeit sehr viel mehr wahr als jüngere beispielsweise. Ältere Männer machen wahrscheinlich viel weniger mit den Kindern etc.. Da hat sich in den letzten 20 Jahren einfach Vieles positiv verändert. Das ist natürlich hart erkämpft und überhaupt nicht selbstverständlich. Vor allem kann das kein Thema für die Community System Architektur sein.
KalleWirsch schrieb am 13.11.2011 um 08:39
Weitestgehende Zustimmung.

Mein Liebstes:

Hm. So "Fort Knox/Area 41"-mäßig?
mmitt schrieb am 13.11.2011 um 09:53
@Silvio Spottiswoode:
Letztes Jahr um diese Jahreszeit hatte sich die FC auch gelichtet, weil doch viele auf dem Zahnfleisch laufen und ihre Ruhe möchten. Die die übrig blieben zeugten dann nicht von einer großartigen Stimmung und ich meine es gab einen ähnlichen Aufriss wie dieser Reden-Aufriss. Soviel dazu. Heuer ist es wohl so, daß eine manipulative Bienenkönigin das ganze angetrieben hat. Ich weiß nicht was ich davon halten soll, eher wenig.
mmitt schrieb am 13.11.2011 um 09:53
@Silvio Spottiswoode:
Letztes Jahr um diese Jahreszeit hatte sich die FC auch gelichtet, weil doch viele auf dem Zahnfleisch laufen und ihre Ruhe möchten. Die die übrig blieben zeugten dann nicht von einer großartigen Stimmung und ich meine es gab einen ähnlichen Aufriss wie dieser Reden-Aufriss. Soviel dazu. Heuer ist es wohl so, daß eine manipulative Bienenkönigin das ganze angetrieben hat. Ich weiß nicht was ich davon halten soll, eher wenig.
Popkontext schrieb am 13.11.2011 um 10:12
@mmitt
Um weitere Gerüchten vorzubeugen nochmal, wie das ganze zusammenkam:
ChristianBerlin hatte beim letzten Salon Jakob Augstein angesprochen, ob er beim nächsten Mal eine Stunde früher kommen kann, um sich mit den Bloggern, die zum Salon kommen, ein wenig über die Community zu unterhalten. Das hat er Calvani erzählt, die sowieso kommen wollte. Calvani hat es mir dann vor ein paar Tagen erzählt und es stand die Befürchtung, dass Augstein das schon wieder vergessen hat. Ich hatte aus andern Gründen sowieso vor, was dazu zu sagen, also passte das wie Faust auf Auge. Wir haben dann die Idee von "Wir müssen reden" entwickelt, und ein paar Blogger/innen angesprochen, von denen wir wußten, dass sie vielleicht auch ein paar Sachen auf dem Herzen haben, und die meisten der Angesprochenen fanden das gut und haben mitgemacht. Dann haben sich noch ein paar andere angeschlossen, wie es auch gedacht war.

Ganz normales Vorgehen, nix Geheimnisvolles oder Verschwörerisches, da es nach der kurzen Absprache alles offen, transparent und für alle zugänglich war.
kmv schrieb am 13.11.2011 um 12:40
@ silvio spottiswoode
"Ältere Semester nehmen Frauenfeindlichkeit sehr viel mehr wahr als jüngere beispielsweise."

„Schluck“, und ich hätte mich auf mein Alter berufen, als ich Maike Hank "(gerade der Vorwurf mit der Frauenfeindlichkeit beschäftigt mich wirklich sehr)" mütterlich tröstend zurufen wollte, dass sie sich diesen Schuh nicht anziehen soll. Wolfram Heinrich hatte aber schon reagiert.
---------------
Zwei unterschiedliche Erwartungen auf dieser Plattform: Ich möchte, soweit es die Zeit erlaubt schreiben und lesen und eventuell zu anderen Beiträgen meinen Senf dazu geben. Und: das was einer öffentlich vertritt oder schreibt steht für sich. Es muss nicht auch noch persönlich verhandelt werden. PUNKT.

Andere suchen die persönliche Auseinandersetzung nicht nur auf der Plattform, sondern auch mit den tatsächlichen oder ideellen Macher(n). Legitim, aber ein neues Spielfeld. „Wir müssen reden“? Klar, aber: „Jedes ausgesprochene Wort erregt den Gegensinn“ heißt es in Goethes Wahlverwandtschaften. Wie gesagt, ein anderes Spielfeld. Im schlimmsten Falle ist es das alte Spiel, ‚der eine will den anderen, doch der andere will den einen nicht‘.

Wie ich persönlich spürbarer Enttäuschung über mangelnde Anerkennung, Aufmerksamkeit oder Hervorhebungen begegne? Im Allgemeinen erstmal freundlich und nachsichtig mit mir selbst. Die eigene Erwartung ist das, was am schnellsten geändert werden kann.

Der Rest oder das Besondere hier ist die Frage, wie viel Zeit, Geld und ‚human Potential‘ den technischen und kommunikativen Mängeln gegenüber stehen. Eine Liste von kurzen ‚marktgerechten‘ Ansagen, die jeweils mit 'ja' oder 'nein' beschieden werden können hilft da weiter. Und unterscheidet von den im diffusen (Wunsch)denken verharrenden Idealismen.
silvio spottiswoode schrieb am 14.11.2011 um 13:52
Stimmt. Dennoch, aus was für einzelnen Beweggründen das nun auch immer entstanden sein mag ist wahrscheinlich sekundär. Es ist in der Welt und ich denke die Frage jetzt sollte sein: Was machen wir draus?

Wir nähern uns nicht nur dem Jahresende, mit all dem ganz normalen Wahnsinn. Bei mir steht auch noch die Kunstgruppe von Occupy vor der Tür/ im Büro–Atelier-Verlag, und alle "wollen reden". Das ist wichtig, ich liebe es, ... (aber irgendwie wird 's gerade auch zu viel).
silvio spottiswoode schrieb am 14.11.2011 um 14:02
Ein dickes Dankeschön, an dieser Stelle, für Deinen klugen, versöhnlichen Kommentar.
Ich kam erst jetzt dazu ihn in Gänze zu lesen und fühle mich in allen Punkten, die Du ansprichst, gut vertreten. (Du bekommst alle meine Stimmen! ;)) )

"Das alles ließe sich doch auch hier klären. Online. " >> Prima, das ist doch mal ein kreativer Vorschlag! In Zeiten der digitalen Vergeistigung von Materie bespricht eine "Digital Net Community" ihre Anliegen im virtuellen Raum: via chat rooms, Skype und livestreaming. Das ist dann zwar weder "Demokratischer Sozialismus noch Kommunismus", aber es wäre irgendwie stimmig. Und wenn alle dran arbeiten, vielleicht eine kleine Revolution. In unzähligen, endlosen Konferenzen mit Leuten über neue Gestaltungs-Features und technische Funktionen quatschen tue ich, als Kommunikations-Designer, ohnehin schon viel zuviel. Aber sowas mal digital durchzuexerzieren wäre neu, das finde ich spannend, dafür hätte ich Zeit. Da werde ich dann wieder neugierig, weil die Ergebnisse offen sind, weil man versuchen könnte, aus alten tradierten Mustern heraus etwas ganz Neues zu entwickeln.

Mein Liebstes:
"Mir wäre nur eines lieber gewesen, dass der Titel der Aktion "Wir wollen zusammenkommen" als "Wir müssen reden" lautet."
Ditto! Bei "Wir müssen reden" denke ich immer an ein Ehepaar, in der Krise. "Duuuuuuuu, wir müssen jetzt aber wirklich mal über ein paar Sachen reden – Ach, müssen wir das? ..." Help, where's my plane?
silvio spottiswoode schrieb am 14.11.2011 um 14:11
>> an KatteWirsch

Ein dickes Dankeschön, an dieser Stelle, für Deinen klugen, versöhnlichen Kommentar.
Ich kam erst jetzt dazu ihn in Gänze zu lesen und fühle mich in allen Punkten, die Du ansprichst, gut vertreten. (Du bekommst alle meine Stimmen! ;)) )

"Das alles ließe sich doch auch hier klären. Online. " >> Prima, das ist doch mal ein kreativer Vorschlag! In Zeiten der digitalen Vergeistigung von Materie bespricht eine "Digital Net Community" ihre Anliegen im virtuellen Raum: via chat rooms, Skype und livestreaming. Das ist dann zwar weder "Demokratischer Sozialismus noch Kommunismus", aber es wäre irgendwie stimmig. Und wenn alle dran arbeiten, vielleicht eine kleine Revolution. In unzähligen, endlosen Konferenzen mit Leuten über neue Gestaltungs-Features und technische Funktionen quatschen tue ich, als Kommunikations-Designer, ohnehin schon viel zuviel. Aber sowas mal digital durchzuexerzieren wäre neu, das finde ich spannend, dafür hätte ich Zeit. Da werde ich dann wieder neugierig, weil die Ergebnisse offen sind, weil man versuchen könnte, aus alten tradierten Mustern heraus etwas ganz Neues zu entwickeln.

Mein Liebstes:
"Mir wäre nur eines lieber gewesen, dass der Titel der Aktion "Wir wollen zusammenkommen" als "Wir müssen reden" lautet."
Ditto! Bei "Wir müssen reden" denke ich immer an ein Ehepaar, in der Krise. "Duuuuuuuu, wir müssen jetzt aber wirklich mal über ein paar Sachen reden – Ach, müssen wir das? ..." Help, where's my plane?
silvio spottiswoode schrieb am 14.11.2011 um 14:24
@ kmv

"Schluck", habe ich das tatsächlich so geschrieben? Nun, es war spät und Ungeduld gewann die Oberhand.

Es gab vor ein paar Wochen einen Kommentar zum Thema Frauenfeindlichkeit am Beispiel von zwei Schilderungen über Angela Merkel von Bloggerin Magda. Dort fanden sich dann schnell eine Reihe Gleichgesinnter, in deren Kommentaren wirklich gar nichts meine eigene Wirklichkeit wiederspiegelte.

Insbesondere äußerte Magda ihren Unmut – sehr spontan, das fand ich schoen, aber auch recht unnuanciert, das fand ich schade – gegen einen meiner Lieblingsblogger, Jacob Jung. Er hatte den sehr kreativen Text-Bild-Audio Beitrag zu Angela Merkels politischem Zick-zack Kurs veröffentlicht, mit treffender Personenbeschreibung und natürlich nicht ohne seine persönliche Enttäuschung und seine frühere Neugier auf ihr Handeln zu erwähnen.

Der Beitrag ist witzig, klug, vielschichtig, warmherzig und unverschämt. Er geht an Grenzen, aber gerade das macht ihn für mich so gut. Deshalb habe ich ihn unter Kunst verbucht. So viel Freiheit muss einfach drin sein, dass ist für uns alle wichtig. Hier mit Frauenfeindlichkeit zu kommen, ist schon sehr eindimensional. Da kann man sich nur noch darauf einigen anderer Meinung zu sein.
kmv schrieb am 14.11.2011 um 16:19
"Der Beitrag ist witzig, klug, vielschichtig, warmherzig und unverschämt. " Ja das ist er, es liegt Herzblut drin.

Über die zweite Hälfte würde/könnte ich streiten, aber das hätte mehr mit den im allgemeinen diffusen diffusen Erwartungen an Politiker und der Überschätzung ihres Handlungsspielraums gleich welchen Geschlechts zu tun.

Danke für die Aufklärung, es wird schon einen Grund haben, weshalb ich diese Art der Diskussionen nie mitkriege :(
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 20:00
Hallo Community - Wir müssen reden - Teil I
Liebe Community,

mein Vorschlag:

Die Basis bekommt die Möglichkeit, aus den informellen LeaderInnen formelle und damit legitimierte LeaderInnen werden zu lassen.

Den IdeengeberInnen und EntwicklerInnen Calvani, Christian und Popkontext kann durch Abstimmung das Vertrauen ausgesprochen werden - oder auch nicht.

Zum Wahlprocedere wird es einen Teil II geben.

Alle Kommentare zu meinem Vorschlag bitte ich in Teil I unterzubringen. Ich selbst werde keinen Kommentar abgeben.

In Teil II bitte nur abstimmen.

Die Abstimmungmodalitäten werde ich kurz erläutern.

Es gibt die Möglichkeiten: ja, nein, enthalten

Beispiel:

Calvani : enthalten

Christian : ja

Popkontext: ja

Wenn alle Teilnehmenden sich ein bißchen konzentrieren, kommt es zu einem ersten Ergebnis, mit dem gearbeitet werden kann.

Sollte eine/r der drei informellen LeaderInnen durch überwiegende Ablehnung nicht von der Basis gestützt werden, rücken dann in einem neu zu organisierenden Verfahren andere nach.

Aber zunächst einmal der Wahlgang in Teil II.

Hier kann jetzt diskutiert (kommentiert) werden.

Viel Spaß dabei.

Tei I

www.freitag.de/community/blogs/dede55/hallo-community---wir-muessen-reden---teil-i

Teil II

www.freitag.de/community/blogs/dede55/hallo-community---wir-muessen-reden---teil-ii
blog1 schrieb am 13.11.2011 um 21:03
Ich habe mit meinen Vorschlag hinsichtlich der Zusammensetzung der Organisationskomitees lediglich versucht, etwas Struktur in das Verfahren zu bringen. Das ist einigen Bloggern wie z.B. Uwe Theel in den falschen Hals geraten. Mir wurde sogar ein mangelndes Demokratieverständnis unterstellt und dass es so typisch deutsch wäre, eine gewisse "Regelungswut", an den Tag zu legen. Das kann man so sehen, wobei wertende Äußerungen über andere Personen schnell in Gehässigkeiten, Beleidigungen oder noch Schlimmerem ausarten können. Der Übergang ist zumeist fließend.

Um Inhalte, also welche Themen in einer Konferenz dann mit JA und der Redaktion besprochen werden sollen, ging es mir in diesem Blog nicht. Hier sind m.E. genügend gute Vorschläge auf dem Tisch, aber auch diese müssen zu einer Agenda zusammengefasst werden, sonst funktioniert das nicht.
Um was es hier geht und das bringen Blogger(innen) wie berlin, columbus, calvani, popkonzept, sconto, magda (nur um einige aufzuzählen) auf den Punkt, ist doch die Frage „Wie können die Blogger auf sachlich fundierter Ebene miteinander kommunizieren, unterschiedliche Meinungen austauschen und durchaus auch konstruktiv miteinander „streiten“ ohne dass sie persönlich angegriffen, verunglimpft, beleidigt oder gar gemobbt werden und wie können so genannte destruktive Personen wie beispielsweise Trolle, Sockenpuppen, Maulwürfe oder aus der Community weitestgehend raus gehalten werden. Wie das geschehen soll, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen, weil ja schließlich das hohe Gut der Meinungs- und Pressefreiheit nicht beeinträchtigt werden darf und weil es immer Personen gibt, die gegen etwas sind, weil die anderen dafür sind. Auch werden bestimmte technische und rechtliche Restriktionen zu beachten sein. Es handelt sich also um einen typischen Zielkonflikt, der nur über eine Konsensbildung gelöst werden kann und der von den Beteiligten ein hohes Maß an Kompromissfähigkeit erfordert. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass es nicht um die Durchsetzung von Maximalforderungen gehen kann, sondern dass die seriös gestrickten Community-Mitglieder den kleinsten gemeinsamen Nenner für sich finden müssen, mit dem sie in den Meinungsaustausch mit der Freitag-Redaktion gehen können. Wenn das nicht gelingt, dann werden die destruktiven Kräfte die Oberhand gewinnen, weil diese Leute wahrhaftig nicht blöd sind, sondern es meisterlich verstehen, Unfrieden unter den serös orientierten Community-Mitgliedern zu stiften. Die hier häufig vertretene Meinung, auf solche Angriffe gar nicht zu reagieren, ist nicht immer ein probates Mittel.

Es ist wie bei der Occupy-Bewegung. Ein Großteil – über den Prozentsatz lässt sich streiten – gehören den sachlich orientierten Bloggern an und werden von einer Minderheit dominiert, weil sich die Minderheit in ihrer destruktiven Grundhaltung einig ist. In einigen Blogs nehmen diese Shit-Blogs zahlenmäßig mehr als 50% ein. Warum wohl?? Die FC darf nicht nur reden, sie muss handeln. Anderenfalls bleiben halt die an einem fairen Meinungsaustausch interessierten Blogger weg. Das nennt sich dann Abstimmung mit den "Füßen".
Popkontext schrieb am 14.11.2011 um 17:55
Zustimmung. Wobei bei der ganzen Sache nicht vergessen werden darf, dass das alles nur eine *Anregung* sein kann, die Redaktion und Herausgeber in den Punkten annehmen, die sie für sich relevant halten oder eben nicht.
Vaustein schrieb am 14.11.2011 um 18:03
Was man in Sachen Lesercommunity alles falsch machen kann, wissen die, die längere Zeit bei ZEIT-online mitwirkten. dame.von.welt schrieb dazu vor einiger Zeit hier einen sehr bedenkenswerten Beitrag.
Nachlesen lohnt.
www.freitag.de/community/blogs/dame-von-welt/zeit-community-vorhang-und-schluss/?searchterm=dame.von.welt%2A
blog1 schrieb am 14.11.2011 um 18:49
So ist es. JA hat reagiert und die FC aufgefordert, Vorschläge zu unterbreiten. Ich habe mittlerweile auch ein ganz gutes Gefühl, dass es zielführenden Aussprache kommen wird.
Popkontext schrieb am 14.11.2011 um 18:56
Ich auch. Solange die Redaktion und der Herausgeber auch die Wichtigkeit der Sache für sich erkennen und noch ernsthaftes Interesse an der Community haben. Bin sehr gespannt auf morgen.
idiot schrieb am 14.11.2011 um 16:21
ich finde wir müssen erstmal gleich garnichts.
Das war meine Sorge seit ich denken kann.
meine Finanzanalysen, seit ich hier gebannt wurde, sind leider eingetreten.
Kinder: ich hätte mir wirklich besseres gewünscht - und ich sitz hier nicht mit einer analystenglocke vor meinem Rechner.
Müssen?
Was?
Heutzutage braucht man mindestens geld, um überhaupt reden zu wollen.
Haltet das für einen Scheiß, mir auch egal.
wir müssen reden: worüber?
Faktizität und Geltung sry com.

Nun hatten wir unseren Spaß: acki hatte die Polizei im Haus.

Ja und dann?

Wir müssen reden?

worüber?
Kunibert Hurtig schrieb am 15.11.2011 um 12:26
Die anderen Blogbeiträge zu dem Thema lassen sich eigentlich in drei Gruppen aufteilen:
Eine Gruppe beklagt die Technik, aber das Thema zieht sich überall durch
Eine zweite, weiblich dominierte Gruppe, beklagt den rauen Ton und daraus folgernd, die soziale Kälte oder die distanzierte Art der Auguren und vor allen des Oberpriesters.
Die Dritte vermisst im Grunde jene Beteiligung an der Herrschaft, die das Propagandagetöse des FREITAG seit seiner Gründung wohl begleiten. Das lautstarke Lamento hinsichtlich des Herrschatswissens hat m.E. nach auch immer subjektive Intentionen. Ein anderer beklagt die Distanz zum Oberfuzzi, als wäre dadurch etwas gewonnen oder zu gewinnen.

Zur Technik darf ich mal eine Vermutung aussprechen: Da hat sich ein Professor für Informatik und seine Studenten dran versucht und die zweite Generation optimiert das jetzt mit dem gleichen Professor. In fünf Jahren wird pünktlich am 11.11.2016 um 11:11 die erste Wir haben geredet Konferenz einberufen, der Verblichenen gedacht und die Tagesordnung verlesen. Ja, so ungefähr.

KalleWirsch schrieb am 12.11.2011 um 18:39 und hat die Situation treffend ge(be)schildert.

Wirklich karnevalistisch aber kam Jakob Augstein schrieb am 11.11.2011 um 21:22 mit seinem durchgreifenden Vorschlag:
Aber eine Konferenz können und sollten wir unbedingt machen. Das ist eine tolle Idee. Und wenn dazu die Initative aus der Community kommt - um so besser. Es ist toll, wenn die Community bei einem solchen Projekt die Federführung übernimmt!!!!!!!!
Ich schlage als Veranstaltungsort den Kölner Gürzenich vor, und zwar am Tag vor einer Sessionssitzung, dann ist schon geschmückt und die Büttenredner üben ihre Pointen mit diesem Tötö tötö tötöööö.

Aber Spaß beiseite:
Hat ein Verleger nicht bestimmte gesetzliche Auflagen zu erfüllen?
Hat eine Redaktion nicht ebenfalls gewisse gesetzliche Aufgaben zu erfüllen? Zumindest musste ich mich schon hin und wieder daran erinnern lassen.
Kann eine wie auch immer gestaltete Community diesbezüglich ohne vertragliche Vereinbarungen ebenfalls in die Pflicht genommen werden?
Wenn die beiden ersten Fragen mit JA und die letztere mit NEIN zu beantworten ist, unterliegt die Mitwirkung der Community engen Grenzen, wenn die Eigner bezahlen sollen und die Redakteure den Kopf hinhalten müssen.
ChristianBerlin schrieb am 16.11.2011 um 09:41
@Kunibert Hurtig,

lieber Kuni,

warum hast Du Dich nicht schon früher eingeklinkt in die Diskussion? Dein erster Absatz ist die knappste und intelligenteste Analyse, die ich dazu bisher gelesen habe.

Ich kann zunächst daran anfügen füge hinzu: Die Vermengung der von Dir herausgearbeiteten drei Themen ist das Grab der Aktion. So lief "Wir müssen reden ins Leere". Ein Gespräch kam bei nicht zustande, es ging ständig über Bande.

Ich hatte gehofft, dieses Risiko, das ein Blinder vornweg sieht, vor Ort durch strukturierende Inteventionen auffangen zu können. Aber JA (der daran kein Interesse haben konnte), Maike Hank (die eine ganz Strukturierung unter anderen Prämissen durchsetzen wollte) und meine sämtlichen erschienenen oder nicht erschienenen Mitbloggerinnen und Mitblogger ließen mir zu einer solchen Strukturierung keine Chance.

Ich hätte nie der eigenen Seite soviel Selbstdestruktion und der anderen soviel Respektlosigkeit zugetraut (mit Ausnahme von JJK und MA, die ein konstruktives analytisches Gespräch führen wollen).

Es ging damit los, auf unserer Seite nur Calvani und ich pünktlich waren, alle anderen kamen wann sie wollten oder konnten, jedenfalls nicht um 18:30, sodass wir später anfingen. Und es endete damit, dass JA früher ging, weil sein Talkgast schon um 18:05 in der Kantine auftauchte und nicht irgendwo am Rande auf ihn warte bis 18:15, sondern mit freudestrahlendem Blick und der stummen Forderung an unseren Tisch trat, dass er jetzt dran sei, was JA nach anfänglichem "Warten Sie bitte noch einen Moment" sofort dann doch als Absprung nutzte, um den Chaos der Diskussion mit uns zu entfliehen.

Für mich, der ich bei sowas immer Wert auf einen gemeinsamen Anfang und ein gemeinsames Ende lege und eigentlich erwarte, dass Verabredungen eingehalten werden, eine Niederlage. Man benötigt zumindest eine kritische Masse an Mitstreitern, die das können und dann auch tun.

Zumindest Calvani, Popkontext und ich hatten uns schon auf 18:00 im Theater verabredet. Daraus wurde nichts, weil Calvani sich den Fuß möglicherweise gebrochen hatte und gerade als ich los wollte mich deswegen anrief. Ich hab sie dann aus dem St. Hedwig abgeholt, wo sie die Notfallbehandlung erst mal abbrach, um wenigstens halbwegs pünktlich und vor den anderen da zu sein.

Die Redaktion hatte dieselbe Idee gehabt und sich auf 18:00 Uhr einen Tische in der Kantine reserviert, dort saßen schon JJK, Maike, und JA kam gerade, als wir uns dazusetzten Dass so keine Seite zu ihrem Vorgespräch vor Ort kam, war weniger schlimm, als dass von uns Bloggern um 3 Minuten vor halb noch immer niemand außer Calvani und mir da war, ich dann bat mit dem Anfang zu warten, bis ich noch mal ins Foyer geschaut hatte, wo sich tatsächlich auch schon goedzak befand, der sich dann aber erst noch mal was zu Trinken holen wollte und in der Schlange am Tresen antellte.

Inzwischen hatte JA und Calvani schon angefangen. Ich setzte mich dazu und verstand nicht, worum es ging, warum nicht der naheliegende Einstieg über unsere Anliegen gewählt wurde sondern offensichtlich ein anderes Thema. Später erfuhr ich dann, dass JA ohne auf meine Rückkehr aus dem Foyer zu warten, einfach eröffnet hatte mit der Frage: "Was sind denn jetzt Ihre Anliegen, über die wir reden müssen?" und Calvani das geschickt gekontert hatte mit der Gegenfrage: "Dann sagen Sie mir doch erst mal, warum jemand bei Ihnen bloggen soll!" Ganz blöd ist diese Frage ja nicht, sie gehört logisch mit dazu, wenn das jetzt schon die Talk-Show gewesen wäre, vielleicht auch an den Anfang. Aber unter der Prämisse "Wir müssen reden" wäre das, worüber wir reden müssen, noch mal einleitend zusammenzufassen gewesen - eben die drei Anliegen von Dir - dann hätte man eine Struktur gehabt und auf Gleichgewicht der Themen mit Zwischenergebnisbilanzen achten können. Das wäre automatisch erfolgt, wenn der Anfang gestimmt hätte.

Leider ist Calvani nicht auf die Idee gekommen, zu sagen: Christian ist gerade draußen und hat doch gesagt, er guckt nur, ob noch jemand in Foyer jetzt pünktlich da ist und uns nur nicht findet und kommt gleich wieder, es wäre gut, wenn wir dann gemeinsam anfangen. Sie erklärte mir das hinterher damit, dass sie gar nicht wahrgenommen hatte, dass ich weg war, dass sie dachte, ich sitze da noch immer neben ihr. Das spricht tatsächlich für eine distanzlose Fixierung auf den OF - was ich ihr ja nicht verdenken kann, im Guten wie Schlechten, aber der Sache nicht dient. In dem Moment gab ihr Gehirn die Gemeinsamkeit auf, die unsere einzige Chance gewesen wäre, in dieser Konfrontation zu punkten. So ging durch die für mich schwer nachvollziehbare paralysierende Wirkung unseres Gegenübers dessen vernünftige Gegenstrategie divide et impera zur Sicherung des Herrschaftswissens und Herrschaftshandlung schon am Anfang auf.

Man muss, wenn man die Herrschaft "übernehmen" will, als erstes sich selbst beherrschen. Wie man sich statt dessen selbst ins Knie schießt, haben wir dann auch noch mit Hilfe von Popkontext vorgeführt, die statt wie verabredet eine halbe Stunde vor 18:30 etliche Minuten nach 18:30 kam und dann zur Entschuldigung ihre Inteverntionen zweimal mit dem Satz begann: "Ich weiß, ich komme hier als letzte und habe die größte Klappe, aber ..."

JA hatte bei einem so desolat operierenden Gegenüber wirklich ein leichtes Spiel. Schon aus seinen Äußerungen hier war klar, wo er hin will, und wir hatten dem nichts als Chaos entgegenzusetzen.

Den Rest können andere hier erzählen, wenn sie wollen. Er ist sowieso völlig egal und belanglos.

Vier Leute wurden zwar von JA zum Komittee der Selbstorganisationen eines Barcamps ernannt, das wenn, dann im März stattfinden soll, wobei aber die Initiative von der Community ausgehen muss und die Selbstkosten von den Teilnehmenden zu tragen sind, aber der Freitag die Organisatoren von jedem Ausfallrisiko partnerschaftlich freistellt. Die Fragestellung soll nicht sein, was irgendwie links ist, sondern welche Kommunikationsregeln und welche dazu passenden technischen Features sich die Community in der modularen Aufstocken des Relaunche wünscht, der für Februar geplant ist.

Mit solchen Arbeitsaufträgen bügelt man normalerweise bei Kirchens Gemeindeaufstände platt, da holt man dann einen Konfliktmoderator, der die Aufständischen beschäftigt und sie Zettelchen ausfüllen lässt, die dann in die Mitte gelegt oder angepinnt werden, worauf dann die Leitungsebene verkündet, dass das tolle Ergebnisse sind, nur leider ließen sie sich nicht umsetzen, wegen Geld und so und man muss auf die Mitarbeiter Rücksicht nehmen und hätte so die Mittel nicht. Die Aufständischen haben sich dann abgearbeitet und sind vorgeführt.

Verglichen damit ist die Idee von JA noch akzeptabel. Er bietet Geld (als Aufallbürgschaft) und hält sich raus, setzt einem keinen Profi vor die Nase. Ob das im Frust der Vergeblichkeit endet, ist deshalb noch nicht raus.

Der erste Schritt dahin wäre aber ein anderer. Wir wollen von der Redaktion überhaupt erst mal ernst genommen werden, sonst wird auch das Barcamp - egal mit welchem Ergebnis - nur ein Terrarium sein, in dem wir die Versuchs-Reptile sind. Nur wenn wir ernst genommen werden wollen, müssen wir uns zunächst mal selbst ernst nehmen. Daran mangelt es noch.

Diese Schlacht ging klar verloren, Pulver verschossen. Manchmal hat man nur einen Schuss, und der muss sitzen. Hier gibt es vielleicht eine zweite Chance, denn die meisten von uns fünf Bloggern, die gestern dabei waren, und andere, die gern gekommen wären, sind heute Mittag zu einer Auswertung verabredet.

Da wird es dann vermutlich für uns wieder so aussehen, als wüssten wir klar, was wir wollen. Auch wenn das tatsächlich so ist, reicht das allein noch nicht aus, um es anderen, die vielleicht dasselbe wollen oder auch nicht, auch verständlich zu machen. Ob man diese Klarheit gemeinsam aufbringt, ist auch - nein vor allem - eine Frage menschlichen Anstands.

Wir werden sehen, ob wir diese Kurve - unter verschlechterten Voraussetzungen - vielleicht doch noch kriegen. Ich jedenfalls gebe so schnell nie auf.

LG Christian
Popkontext schrieb am 16.11.2011 um 11:09
@Christian
Ich würde das ganze mal nicht so extrem sehen. Ich fand das Problem lag in erster Linie darin, dass die Akustik derart Sch**** war, dass wir eigentlich gar nicht miteinander reden konnten - ich habe jedenfalls kaum die Leute verstanden, die direkt neben mir saßen. So konnte es schon gar nicht zu einer zielführenden Diskussion kommen, sondern nur zu einem gegenseitigen "Beschnuppern".

Das Wichtigeste ist aus meiner Sicht, dass es nun wenigestens einen anvisierten Zeitpunkt für ein längeres Treffen gibt, wo man sich hoffentlich akustisch und inhaltlich besser versteht. Es liegt an uns, die Agenda zu setzen und zu gestalten.
Popkontext schrieb am 16.11.2011 um 11:13
@Christian
Zu spät kommen war übrigens Sch***, agreed. Mea culpa.
hadie schrieb am 16.11.2011 um 11:21
Die "Schlacht" ging verloren? Da ist es ja noch einmal glimpflich abgegangen, denn in einem derart Herrschafts-fixierten Gefangenenchor möchte ich nicht unbedingt mitsingen. Ansonsten habe ich mit Kunis Meinung die größte Schnittmenge.
ChristianBerlin schrieb am 16.11.2011 um 11:44
@hadie

Gefangenchöre sind immer herrschaftsfixiert. Dafür sorgt die Herrschaft.

Übrigens singst Du sehr wohl im Gefangenenchor mit, sogar laut und vernehmlich, nur oft als Solo-Sänger mit anderen Noten und Text, aber doch ebenso gefangen in den durch die Herrschaft bestimmten Grenzen.
ChristianBerlin schrieb am 16.11.2011 um 11:47
@Popkontext

Zu spät kommen war übrigens Sch***, agreed. Mea culpa.

Absolvo te in nomine Augstein et Calvani et Communiti.
Jakob Augstein schrieb am 16.11.2011 um 12:04
Lieber Christian,
Rahmen und Zeit ließen gestern nichts anderes zu als wir dann erlebt haben: Ein lockeres und gleichzeitig ernstes und noch ziemlich allgemeines Gespräche über die Freitag Community.

Es war ein Anfang

Es ist keine Schlacht. Keine Auseinandersetzung. Sondern ein Dialog. Keiner gewinnt, keiner verliert. Wir gehen aufeinander zu und dann gemeinsam weiter. Wenn alle das wollen.

Ich habe versucht zu erklären, warum wir vom Freitag nicht die Federführung bei einer solchen Konferenz übernehmen wollen. Wir machen die Zeitung. Wir stellen die Technik und die Betreuung im Online Auftritt. Ich finde, die Community sollte sich selber als handelndes Subjekt konstituieren. Die Organisation eines Treffens in Berlin, vielleicht im März, wäre der erste, wichtige Schritt in diese Richtung.

Das hat etwas mit Respekt zu tun. Den die Community vor sich selber hat, den Redaktion und Verlag vor der Community haben. Nehmt die Dinge in die Hand, dann könnt ihr auch Einfluss nehmen. Ich bin dafür vollkommen offen, ich freue mich darauf, ich helfe und unterstütze. Aber ich leite das nicht.

Die Agenda ergibt sich aus den Bedürfnissen der Teilnehmer. Wenn die Debatte über die politische Ausrichtugn ein Bedürfnis ist, dann führen wir diese Debatte, Wenn technologische Möglichkeiten der Partizipation ein Bedürfnis sind, dann reden wir darüber,

Wir vom Freitag werden bei einem solchen Treffen unsere Wünsche und Hoffnung beschreiben und die Grenzen zeichnen, in denen wir uns bewegen.

Das ist doch ein großartiges Projekt!

Verbaselt es ist in blöden kleinen Streitigkeiten, wer wichtiger ist, wer wem auf die Nerven geht, wer die Klappe halten soll, wer zu spät kommt, wer noch nie was Gescheites gesagt hat ... Das ist alles internettypische Fehlkommunikation. Bleibt bei der Sache! Seid nicht beleidigt! Seid konstruktiv! Wenn ihr euch ärgert, geht um den Block - aber schreibt es nicht in den Blog!

Jedes Quentchen Aggression, das man ins Netz schüttet, verstärkt sich, multipliziert sich, verhärtet, wird zum Fels, der im Weg liegt und erst wieder weggeräumt werden muss, bevor man zueinander findet. Selbstdisziplin! Ist die wichtigste Eigenschaft im Netz.

Viele Grüße :))))
JA
koslowski schrieb am 16.11.2011 um 12:06
@ ChristianBerlin 09:41

Liest sich wie das Skript einer Tragikomödie zum Thema „Das Mündel will Vormund werden“ – in den Hauptrollen ein machtbewusster Verleger mit diabolischen Kommunikationsstrategien und ein wohlmeinender, engagierter Pfarrer als Oberhaupt der Aufständischen, das von seinen Kombattanten in Stich gelassen wird und nun von ihnen "Anstand" einfordert.

Schwer zu glauben, dass daraus noch ein Happy-End werden könnte.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.11.2011 um 12:55
@Christian Berlin
Vorab bescheinige ich Ihnen Mut diese peinliche Angelegenheit hier zu publizieren. Hut ab, dafür.
Fazit: Eine amateuristische konzeptionslose Vorbereitung mündete natürlich in eine klägliche Aktion.

Nur wenn wir ernst genommen werden wollen, müssen wir uns zunächst mal selbst ernst nehmen. Daran mangelt es noch.
Diese Erkenntnis @Christian Berlin, war mir und JA offensichtlich vorher gegenwärtig - andernorts hatte ich bereits empfohlen, sich seiner Rolle und seiner Umgebung bewusst zu sein.

Ich las im Vorfeld Begriffe wie Herrschaftswissen - und handeln, und dachte, ach ja, wieder mal das "linkspopulistische pseudorevolutionäre Geschwafel, welches hier absolut unzutreffend ist.
Der "Herr" (Augstein) stellte also eine einfache Frage und bekam keine Antwort.
Übrigens stelle ich mir bei einer Konferenz auch die entsprechenden Räumlichkeiten vor, die der Sache angemessen sind. Auch daraus ergibt sich, dass man die Angelegenheit überhaupt nicht ernst nimmt.

Gruß und nochmals: Lassen Sie's.
blog1 schrieb am 16.11.2011 um 13:05
@ Christian Berlin
1. Wenn mir etwas wichtig ist, komme ich nicht zu spät.
2. Ich hatte mal ein Gespräch, bei dem mir 3 Leute gegenüber saßen. Ich war gedanklich gut strukturiert, die anderen waren alle Geschäftsführer einer Firma, hatten sich vorher aber nicht abgesprochen, wie sie vorgehen wollen. Es war für mich als einzelner überhaupt kein Problem, meine Zielvorstellungen umzusetzen, obwohl mir doch eine zahlenmäßige Überlegenheit gegenüber saß.
3. Ob eine zweite Chance besteht, das Ganze umzubiegen, kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall wird es ungleich schwerer.
4. Wenn sich die Vertreter der FC nicht klar strukturieren, mit welchen Themen sie an JA und die Redaktion herantreten wollen und wer diese glaubhaft und auch widerspruchsfrei formuliert, geht das Ganze in die Hose. Dann wäre es in der Tat besser, eine solche Konferenz nicht zu machen, weil die negative Abstrahlung verheerend wäre. Dann hieße es am Ende nicht „Community übernehmen sie“ sondern „die Community hat sich übernommen“.
5. Was ich ihren Worten auch entnehmen kann, ist der offene Vorwurf, dass JA sich respektlos verhalten hat. War dies nun eine Reaktion auf das desolate Erscheinungsbild der anwesenden bzw. nicht anwesenden Blogger oder war sein Angebot auf eine Aussprache von Vornerherein nicht ernst gemeint und er hat im Prinzip nur darauf gewartet, einen Cut zu machen?
6. Diese Einschätzung sollte die weitere Vorgehensweise doch beeinflussen.
KalleWirsch schrieb am 16.11.2011 um 13:40
Es war diese Haltung der Kriegsführung, des Gewinnens und Verlierens der Schlacht, die mich von Anfang an an der Aktion "Wir müssen reden" gestört hat. Und so liest sich für mich auch das Resumee.

JA´s Einlassung hierzu liest sich für mich logisch und nachvollziehbar. Und um ehrlich zu sein, ich finde es sehr souverän vom Freitag auf den Fehdehandschuh mit dem Angebot eines Barcamps zu reagieren.

Wenn die Schlacht nun verloren ist, dann bleibt noch die Möglichkeit aufeinander zuzugehen.
ich schrieb am 16.11.2011 um 13:47
@ChristianBerlin

Wie Du gestern ja schon festgestellt hast, bin ich in den vorverlegten Termin nicht eingeweiht gewesen. Eigentlich wollte ich etwas früher kommen. Bei mir ja die Motivation jedoch nicht so hoch, da ich mir von Jakob Augstein selbst grundsätzlich nicht so viel erhofft habe, was nicht nur daran liegt, dass er schon im Vorfeld einige Hoffnungen gedämpft hat. Was das Verständnis der technischen Möglichkeiten angeht, ist dieses Interview vielleicht nicht ganz uninteressant.

Weiterhin hatte ich in zwei Punkten das Gefühl, dass die Debatte auf den Kopf gestellt wird.

Erstens ist es auf einmal ist es die Community, die Ihre Glaubwürdigkeit unter Beweis stellen soll indem sie sich selbst organisiert, obwohl die Debatte ja angestoßen wurde weil der "real existierende Freitag" momentan ein Glaubwürdigkeitsdefizit hat. Hinzu kommt das Jakob Augstein selbst auch nicht konkret angeben konnte, was für Ihn ein Bar-Camp ist.

Zweitens hat Michael Angele ein klares Bekenntnis zur Community abgelegt, indem er ausführte dass er es als integrale Rolle seiner Arbeit beim Freitag auch das Kommentieren von Beiträgen versteht. Leider zeigte er sich aber auch enttäuscht darüber, dass er an mancher gegenwärtigen Debatte nicht mehr so viel Freude findet wie noch in älteren Beiträgen, deren User nicht mehr zur Community gehören. Diese Frage kann man natürlich an die Community richten. Allerdings, finde ich, sollte die Frage auch lauten, was hat der Freitag in der Vergangenheit versäumt und dadurch einen Vertrauensverlust erlitten, dass viele User das Handtuch geworfen haben. Dies ist dann aber als Zirkelschluss wieder unmittelbar mit der Frage des technischen Verständnisses verknüpft.
Streifzug schrieb am 16.11.2011 um 13:48
Fels im Weg oder Fels in der Brandung, das ist nun die Frage.
Michael Angele schrieb am 16.11.2011 um 13:51
Christian, mit diesem Eintrag hast du dir keinen Gefallen getan. Einmal um den Block gehen, wie JA schreibt, wäre da in der Tat die bessere Lösung gewesen. Er wird dem Abend nicht gerecht, und er enttäuscht mich und wohl auch andere, die auf Redaktionsseite versucht haben, unter in der Tat akkustisch schwierigen Bedingungen mit Euch ins Gespräch zu kommen.

Und es hat ein Gespräch, oder besser gesagt: mehrere Gespräche gegeben. Auf Augenhöhe. Nichts von "Respektlosigkeit". Ich wäre ganz froh, wenn andere anwesende Community-Mitglieder das hier (noch deutlicher) bestätigen könnten. Sonst dringt weiter ein falsches Bild nach außen, mit verheerenden Folgen, siehe z.B. der hoch geschätzte koslowski, ganz zu schweigen von all den Wichtigtuern, die sich in solchen Fällen immer gleich autorisiert fühlen, ihre wohlfeilen Ferndiagnosen und ach so radikalen Forderungen durchs Netz zu jagen.
Schöne Grüße aus dem Urlaub
MA
Michael Angele schrieb am 16.11.2011 um 13:53
Nachttrag: Habe dies geschrieben, als das Posting von "ich" noch nicht veröffentlicht war.
ich schrieb am 16.11.2011 um 13:57
Irgendwie amüsant die Sättigungsbeilage von unter hinter meinem Kommentar.

;-)
Uwe Theel schrieb am 16.11.2011 um 14:08
@ KalleWirsch am 16.11.2011 um 13:40

Du magst ja dem aber auch doch wieder auch nicht so ohnmächtigen JA zur Seite treten, dann tue es doch aber bitte mit inhaltlichen Argumenten zur Sache. Das Gespräch für überflüssig zu erklären, oder zu sagen JA hat doch schon alles gesagt, ist mir zu wenig.

Den einen Satz, in dem Christian die Schlachtmetapher im nachhinein gebrauchte, jetzt als anbeginnlichen Tenor von "Wir müssen reden!" aufzublassen, zeugt von wenig Reflexion des Ganzen. "Wir müssen reden!" hieß von Anfang an "wir müssen miteinander reden, dürfen nicht weiter jeder für sich nur wursteln oder schweigen!"

Außerdem es war JA, der den "kämpferischen" Slogan "Community, übernehmen Sie!" in nicht ganz lustiger Verkehrung von "Cobra, übernehmen Sie!" - der Titel lautet im Original "Mission Impossible" (sic!) -, aufbrachte, so schon von Anfang an ablenkte. Wes Geistes die "geheimagenten" dieser frühen TV-Serie waren, wissen vielleicht nur noch die etwas Älteren unter uns. Der Vergleich wäre nicht nettgemeint und so wenig witzig.
koslowski schrieb am 16.11.2011 um 14:26
Nachtrag zu meinem Beitrag um 12:06

Nach der Antwort von Herrn Augstein ( die ich beim Schreiben meines Postings nicht kannte ) auf die Darstellung von ChristianBerlin möchte ich meine skeptische Prognose korrigieren: Mir scheint, das Angebot der Verlegers ist plausibel und konstruktiv und zeigt eine Haltung, die Optimismus zulässt. Es wäre gut, wenn wir als Community darauf ebenso klar und zukunftsbezogen antworteten.
Für die Häme in meinem Posting bitte ich um Nachsicht.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.11.2011 um 14:33
@Kalle Wirsch
Herr Augstein äussert sich selbstverständlich vernunft- und situationsbezogen und vor allem umgebungsbewusst. Sehr geschickt und zielführend auch noch. Weshalb sollte er auch neben den technischen bekannten Problemen, die teilweise diffusen "Selbstfindungsprobleme" "seiner" Community adoptieren? Recht hat er.

Dazu will ich mal gleich in eigener Sache hinzufügen, dass ich mich hier an keiner Community mit politisch strukturierter Ausrichtung konformieren werde, weil es gute Gründe gibt, davon abzuweichen. Wer allerdings gern instrumental benutzt werden will, gern.

Man soll ja wechselseitigen Lernprozessen nicht im Wege stehen - ein Motiv, weshalb ich hier verweile. Ich dachte eigentlich immer, dass dies auch der Sinn dieses Austausches hier ist, war..??

Schlagkräftige Wünsche dann mal...
Kunibert Hurtig schrieb am 16.11.2011 um 14:54
ChristianBerlin schrieb am 16.11.2011 um 09:41

warum hast Du Dich nicht schon früher eingeklinkt in die Diskussion?
Offen gestanden, hatte ich gar nicht richtig verstanden, worum es eigentlich geht, da meine Überlegungen hinsichtlich Verantwortlichkeit und wirtschaftlicher Ansätze meinen Einwand widerspiegeln.

Dein erster Absatz ist die knappste und intelligenteste Analyse, die ich dazu bisher gelesen habe.

Ich möchte ja nicht frotzeln, aber wenn Du das so empfindest … worüber sollte man dann sprechen?

Das Problem der Technik sollte doch relativ schnell gelöst werden können; es ist wahrscheinlich darin zu suchen/zu finden, dass zu viele Plausibilitätsprüfungen wieder und wieder durchlaufen werden, auch wenn der USER am anderen Ende der Ltg. schon eingeloggt ist. Es kann jedoch auch an der Serverlandschaft liegen und den dort eingesetzten Betriebssystem(en), die möglicherweise nicht genügend Tasks parallel verarbeiten können und dann swappen. Auch scheinen mir die jeweils übertragenen Datenmengen relativ hoch. Da müsste man mal schauen.

Ich hatte gehofft, dieses Risiko, das ein Blinder vornweg sieht, vor Ort durch strukturierende Inteventionen auffangen zu können. Aber JA (der daran kein Interesse haben konnte), Maike Hank (die eine ganz Strukturierung unter anderen Prämissen durchsetzen wollte) und meine sämtlichen erschienenen oder nicht erschienenen Mitbloggerinnen und Mitblogger ließen mir zu einer solchen Strukturierung keine Chance.

Wenn Jakob Augstein am 11.11.11 um 21:22 den Vorschlag zu einer Konferenz macht und am 15.11. um 18:30 findet die dann statt, ist das m.E. nach zu kurz gegriffen, da mögliche Teilnehmer sich gar nicht richtig vorbereiten können. Auch scheint mir die Zeit zu kurz, überhaupt eine realistische Strategie zu entwickeln. Sich von der Hoffnung tragen zu lassen, mit versierten Pressestrategen dann zu einem Ergebnis zu kommen, ist schon etwas optimistisch gedacht … oder verwegen.

Wenn Calvani sich dann noch einen Klumpfuß holt und der eine oder die andere zu spät erscheint, ist das ja auch nicht gerade ein praller Eindruck. Ich denke, JA hat so seine eigenen Vorstellungen und wird diese auch weitgehend durchsetzen, denn aus der Community sehe ich eigentlich wenig verwertbare Strukturen erblühen, außer den oben schon angedeuteten Ansprüchen an den Verleger und die Redaktion.

Ob wir es beim FREITAG mit einem linksliberalen oder linkslastigen Presseprodukt zu tun haben, sei dem Einzelnen zur Beurteilung überlassen. Auf jeden Fall verspüre ich eine große Toleranz gegenüber den Bloggern und Kommentatoren. Inwieweit dort Trolle oder Semitrolle sich herumbalgen ist mir relativ egal; ich habe da meinen Satz gefunden:

letzte Durchsage und damit Schicht

Auch komme ich mit billiger Anmache gut klar, denn ich nehme das selten wirklich persönlich … dann hätte ich auch viel zu tun und noch mehr zu schreiben … außerdem kann ich selbst auch gut austeilen …

Eines jedoch scheint mir augenfällig zu sein: Es gibt Blogger, die sich vornehmlich zu einem bestimmten Themenkreis äußern (z.B. merdeister, Lethe, UlrichL. u.v.a) und hier sowohl erschöpfend als auch kompetent äußern können. Ich habe mir diesbezüglich das Thema Klima und seine Randaspekte für die Zukunft vorgenommen, werde es aber nicht inflationär ausbreiten.

Vielleicht sollte sich mancher hier auch mal auf ein Thema stürzen zu dem er Sinn greifende Aussagen machen kann; ich glaube dann wäre viel gewonnen und man könnte auf einer (der nächsten) Konferenz mit einem Konzept auftauchen und die Regeln zur Bearbeitung und Veröffentlichung der den Konzepten zu Grunde liegenden Aspekte ventilieren. Inwieweit gute Beiträge oder Zusammenfassungen davon der Printausgabe anheimfallen kann wirklich nur die Redaktion entscheiden … denn ein FREITAG mit den Ausmaßen der ZEIT scheint wenig wünschenswert und – offen ausgesprochen – ist mancher Beitrag nicht das Papier wert, auf dem er gedruckt würde.

Wenn die Redaktion sich dann solcher Beiträge annimmt und auf einer Konferenz dazu Stellung nimmt, wäre das ja schon mal so eine Art Vorbereitung. Dann sollten (müssen) die der Konferenz beiwohnenden Blogger jedoch auch von ihren persönlichen Interessen Abstand nehmen und sich als Glied der Community einreihen. Doch das wird nach meinem Dafürhalten der schwierigere Punkt sein, denn es wird eine gewisse Disziplin hierzu (Jakob Augstein schrieb am 16.11.2011 um 12:04) aufzubringen sein.

So weit meine Gedanken hierzu. Wir werden sicher in der nächsten Zeit das eine oder andere mal darüber sprechen/schreiben/reden … und dazu sollten wir die Goldwaage, mit denen wir die subjektiven Wichtungen messen, einmotten, denn wie leicht festzustellen ist, haben viele Blogs lediglich die gegenseitige Anmache zum Inhalt (ich weiß, ich weiß, ich kann das auch) und blähen sich unangemessen auf … inhaltsleer. In diesem Sinne

Lieben Gruß vom Kuni
Uwe Theel schrieb am 16.11.2011 um 15:13
@ ich schrieb am 16.11.2011 um 13:57

"Irgendwie amüsant die Sättigungsbeilage von unter hinter meinem Kommentar."

Dann stellts sich nur noch die Frage, wo sie sich´s zur Sättigung ihres Hungers hinstopfen?
memyselfandi schrieb am 16.11.2011 um 15:27
@ChristianBerlin:

Man kann ja immerhin sagen eine Person hat ihren Willen bekommen. Spaß beiseite.

1. Da ich glaube Ihnen geht es um die Sache dann denke ich sind Sie schon ein richtiger Ansprechpartner, aber um für die FC zu sprechen wäre es vielleicht schlauer gewesen möglichst viele FC-Schreiber mit ins Boot zu holen und erstmal zu fragen, was denn die wichtigsten Änderungswünsche sind. Das hätte man gut in einem Blog mit mehreren Schreibern machen können. Und dann wäre das MÜSSEN durch ein WOLLEN zu ersetzen gewesen, wie Kalle Wirsch schrieb.

2. Dann hätte man das wichtigste notiert und vorbereitet, zu einem Termin mit mehr Zeit, vortragen können.

3. Es ist den Freitag-Mitarbeitern schon hoch anzurechnen sich so kurzfristig ins Gespräch zu wagen. Aber ein Termin, an dem der Chef die Zeit dazu hat wäre wohl wirklich besser gewesen.
ich schrieb am 16.11.2011 um 15:28
@Uwe Theel
Natürlich in mein Lachorgan, gleich neben Ihren Kommentar bzgl. "Mission Impossible". Darüber musste ich schmunzeln.
KalleWirsch schrieb am 16.11.2011 um 15:29
@ Con Creatio

Vielen Dank für die Wünsche. Schlagkräftige brauche ich hier gar nicht. Ich habe meinen Eindruck geschildert und Position bezogen. Das war es auch schon.

Ich glaube, es geht hier auch sehr viel um die Sichtweise auf Community und was sie für den/die Einzelne/n bedeutet. Ich finde den Begriff nicht glücklich, wenn auch sehr verbreitet. Ich bevorzuge Plattform.
Der Freitag gibt mir die Möglichkeit einen Blog zu haben und zu pflegen und das kostenlos. Ich kann schreiben, was mir auf der Seele liegt, journalistische Versuche starten, mir Mühe geben, nachlässig sein, lernen, experimentieren. Ich persönlich mag das und weiß das zu schätzen. Mein Blick auf den Freitag alsPlattform rückt für mich auch den Austausch von Argumenten, Wissen und Sichtweisenin den Vordergrund. Ich habe, noch strebe ich ein Familiengefühl hier an. Ich glaube, eine Plattform wie freitag.de ist dann am Interessantesten, wenn sie sich ständig bewegt, weiterentwickelt und verändert. Dazu gehört , dass Leute kommen und gehen, dass Leute unterschiedliche Interessen haben, unterschiedliche Gesinnungen. Ich finde es viel spannender, wenn diese Diversität abgebildet ist. Mir ist es lieber, dass verschiedene Gleichgesinnte sich zusammentun und eigenständig Projekte machen, als dass wir uns alle einig sind, wie der Freitag aussehen soll und man da schon den Kompromiss vor die Kreativität stellt.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man hier gut unterstützt wird, wenn man Onlineprojekte starten will. Ich hatte zwei in Vorbereitung, beide scheiterten. Das eine mal bitter durch Tittas Tod, das andere Mal an mangelnder Zeit meinerseits. In beiden Fällen wurde mir Unterstützung zuteil.

Ein Barcamp halte ich für sinnvoll, wenn daraus viel Unterschiedliches entsteht. An einem freitag.de mit einer ausdiskutierten Zielrichtung habe ich kein Interesse. Sollte es dazu kommen, dann werde ich eben gehen. So ist das leben. Und ich werde genauso entbehrlich sein, wie jede/r andere hier auch.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.11.2011 um 15:45
@Kalle Wirsch

Die "schlagkräftigen Wünsche war mehr ironisch und allgemein ausgesprochen, und nicht auf Sie gemünzt.
Danke für die Auseinandersetzung Ihrer Motive - mit einem ähnlichen Selbstverständnis treibe ich mich ebenfalls herum.

Freundlichen Gruß
Popkontext schrieb am 16.11.2011 um 17:55
Ich möchte nochmal der Darstellung von Michael Angele beipflichten - so etwa sehe ich das auch. An dem Abend, auch wenn in der Tat nicht alles perfekt lief, wurden ein paar sehr interessante und wichtige Gespräche geführt - leider eben nur in kleinen Untergruppen, weil man die Person zwei Stühle weiter schon nicht mehr verstehen konnte, da die Kantine bis auf den letzten Platz mit diversen Gruppen gefüllt war und es einfach deutlich zu laut war. Zudem gab es mE. eine zu hohe Erwartungshaltung an dieses Treffen.

Ich glaube, dass auch Christian das inzwischen wieder positiver sieht, da wir eben eine sehr erfolgreiche Nachbesprechung hatten, wo auch noch ein paar andere Blogger dabei waren und Jan auch nochmal die geplanten Neuerungen ausführlich erklären konnte, und wir ihn dabei auch alle verstanden haben (im Sinne von hören können, was er sagt).

Leider hat niemand außer Mada mitgeschrieben, vieleicht schaffen wir es ja, nochmal die Punkte, die gestern und heute rumgekommen sind als Gedächtnisprotokoll zusammenzutragen - ich will das allein jetzt nicht wagen, da mich natürlich bestimmte Punkte besonders interessiert haben, andere aben andere.

Ich sehe dem Relaunch inzwischen sehr positiv entgegen, so er mal stattfindet - die von Jan geäußerten Ideen fand ich sehr durchdacht und halte sie für hilfreich, tatsächlich über technische Mittel auch inhaltliche Probleme zu lösen und das FC-Projekt wirklich innovativ weiterzuentwickeln.

Die Konferenz sollte nicht nur wie Jakob Augstein schreibt vielleicht, sondern ganz sicher im März stattfinden - so sah ich das jedenfalls gestern als abgemacht an. Das genaue Datum sollte man zeitig genug festlegen, um allen die Planung zu ermöglichen - ich würde vorschlagen bis spätestens Ende Januar sollte es stehen.
blog1 schrieb am 16.11.2011 um 18:22
@ Jakob Augstein

Lieber JA,

Sie haben mit ihrem Statement die Situation zwischen Ihnen/der Radaktion und der Community deutlich deeskaliert.

Zu ihrem letzten Absatz folgende Bemerkung. Im Volksmund gibt es ein Sprichwort "So wie man in den Wald hinein schreit, hallt es wieder zurück". Den Echoeffekt sollte man auch nicht unterschätzen.
Dennoch warne ich etwas vor die Friede/Freude Eierkuchen-Taktik, weil in den Blogs "wir müssen reden" schon ernstzunehmende Themen angesprochen wurden. Die Reaktion der "destruktiv gestrickten" Community-Mitglieder spricht ja nun eine eindeutige Sprache.
Popkontext schrieb am 16.11.2011 um 18:29
@blog1
Das war, was den Abend anbelangt, ChristianBerlins sehr persönliche Sichtweise, die glaube ich so die wenigsten der anderen Anwesenden teilen. Ich glaube, es ging JA auch mehr um die Deeskalation *innerhalb* der Community.
Joachim Petrick schrieb am 16.11.2011 um 19:16
Lieber Christian.

ich bin, angesichts der Schreckens- Nebelkerzengespenster Säulen über dem Freitags Salon zu Berlin im Sauseschritt meiner spukenden Drachen Anfahrt in des Teufels Nebelsuppen Detail verschollen gegangen, um dann glückhaft über LOS, heil geborgen nach Hamburg unversehrt unverrichteter Dinge zurückzukehren.

Ich finde wir, egal, wie, wer, was wohin, wohin dann auch noch zu spät nicht lief, haben viel über uns, vor allem aber über das larvierend vagabundierend lauernde Freitags Stressballett
"Ärger von Gestern Syndrom"
gelernt, dem wir mit der Art unseres 12- fachen- Flashs-
"Wir müssen reden" jetzt um 11.11 Uhr am 11.11. oder nie" den richtig aufblasbaren Tritt gegeben haben.

Da jeder für sich, sich fragen mag, wer bin ich, wenn ja, wie viele, sollte dem Einen, der Einen unter den Vielen, die Du so gut wie ich bist, zuraunen:
"Wenn Du vorübergehend Deine Mitte verloren hast, halte an diesem Punkt lieber Deinen Rand!"

Unser Vermögen ist die Zeit!, die wir dem Projekt der Freitag ausgiebig spenden können.

Ich ahne und vermute, Du bist mit der Art Deines Auftritts hier seit dem 11.11. 11.11 Uhr auf galaktisch langer Flugbahn in die Identitätsfalle des Carl Schmittchens
"Freund- Feind Schemas"
seiner These vom "Politischen" gerutscht.
Vielleicht hat das alles an Deinem Ärger weniger mit dem Freitag, denn Deinem krichlichen Arbeitsplatz zutun?

Wenn ich geahnt hätte, auf was für einem vagabundierenden Ärger Du hockst, hätte ich mir mehr Bedenkzeit für unser gemeinsames Unternehmen
"Wir müssen reden!"
ausbededungen.

Sei es drum.
Nun stehen wir Initiatoren alle, mehr oder weniger, als flügellahme "Unglücksraben" im "Freitags Stahlbade" da, was uns allerdings für die kommenden Freitags Aufgaben stählend stärkt!, oder?

tschüss
Jochen
`
siehe:

www.freitag.de/alltag/1145-die-identitaetsfalle

Nerdismus | 11.11.2011 15:10 | Jörg Friedrich
Die Identitätsfalle
Schiefe Debatte: Eine Front zwischen Technik-Nerds und Feministinnen aufzumachen, zementiert die Feindbilder. IT-Unternehmer Jörg Friedrich antwortet auf Julia Schramm
Magda schrieb am 16.11.2011 um 20:17
"Leider hat niemand außer Mada mitgeschrieben,"

Was soll das denn nun heißen?
Popkontext schrieb am 16.11.2011 um 20:39
@Magda
Nichts böses gegen dich ;)...Selbstkritik! Ich würde es schön finden, wenn wir für alle anderen ein kleines Protokoll einstellen könnten, aber ich habe es ja auch verpasst mitzuschreiben und denke auch, was mir in Erinnerung blieb ist sehr subjektiv, zumal ich am Dienstag von JA nur die Hälfte verstanden habe und von Maike und Jan gar nichts, außer später im 1:1 Gespräch. Und heute bin ich ja auch nach meinem "Vorleseservice" am Telefon als Kompensation für nicht vorhandene Rechner auch nicht von Anfang an dabei gewesen. Beim nächsten Treffen sollte jemand "objektiv" mitschreiben.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.11.2011 um 20:43
@ Augstein
Das ist doch ein großartiges Projekt!
Popkontext schrieb am 16.11.2011 um 20:53
@Helena Neumann
Nun ja, er sagt ja leider deutlich, dass er es eben nicht als seins sieht, was ich etwas problematisch finde, weil ich da eine andere Sichtweise habe, die ich aber erst nochmal genau ausformulieren will, um Mißverständnisse zu vermeiden - ich hatte es ja schon mehrmals formuliert, dass ich es kein Stück dreist und fordernd sehe, auch von Redaktion und Herausgeber etwas zu erwarten.

Ein Stück in die richtige Richtung sind wir ja jetzt schon gemeinsam gegangen. Ich würde mich freuen, wenn es irgendwann klar wird, dass es sich hier nicht um ein antagonistisches Verhältnis handelt, sondern klar wird, dass wir alle an einem Strang ziehen. Wir alle wollen, dass sich die Freitag-Community als innovatives Projekt weiter entwickelt - deshalb *müssen* wir aus meiner Sicht reden. Ganz im Sinne dessen, was der Herausgeber postuliert.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.11.2011 um 21:20
@ popkontext

huch...., die Antwort kam schnell; bin halskrank und kann das deshalb überhaupt nur verfolgen.

Ich glaube, dass Sachlichkeit und Freundlichkeit sehr weiterhilft...
Außerdem finde ich das wirklich großartig, dass miteinander gesprochen wird. Es braucht jetzt eine Zeit ordentlicher Vorbereitung.
Ich teile die Auffassung, dass die Community ihre Dinge selber in die Hand nehmen muss.

Mich bekümmern ja mehr inhaltliche Themen: Da ist die deutliche Anstrengung, die Zeitung nach vorne zu bringen, was ich mit Freude sehe und anerkenne, aber dagegen stehen eklatante Ausreißer in der Qualität. Nicht dass ich meine Meinung wiederfinden möchte, aber zuletzt der Schramm Artikel/Blog - das war eine intellektuelle Zumutung. Ich verstehe so etwas nicht.

Schönen Abend
Helena Neumann
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.11.2011 um 21:26
weiterhelfen
Popkontext schrieb am 16.11.2011 um 21:37
@Helena Neumann
Ich finde es gut, dass er der Community auch Dinge abverlangt, und erwartet, dass wir uns wie erwachsene Menschen, was die meisten von uns ja auch sind, zusammenraufen. Ich finde es schwierig, dass er sich in die Rolle des lieben, großzügigen Onkel Jakob zurückzieht, der den Kindern hilft, wenn sie Hilfe brauchen und den Rest auf uns schiebt. Aus meiner Sicht ist dieses Feedback-Treffen ist genauso wichtig für den Freitag (Redaktion / Herausgeber) wie für die Community und wird, wenn gut gemacht, viele Anregungen bringen, die für *beide* Seiten nützlich sind.

Dass gestern auch mehrere Redakteur/innen dabei waren und sich JJK heute nochmal sehr viel Zeit für uns genommen hat fand ich übrigens sehr postiv.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.11.2011 um 22:16
@ Magda
Was soll das denn nun heißen?

Na, dass Du schreiben sollst, Meno!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.11.2011 um 22:16
@ Magda
Was soll das denn nun heißen?

Na, dass Du schreiben sollst, Meno!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.11.2011 um 22:19
@ Popkontext
OT Jezt gibts Musik
Sehe schwarze Felder und kann den Link nicht kopieren, aaaaaaaaaaaah
ChristianBerlin schrieb am 18.11.2011 um 00:14
@Joachim Petrick

Lieber Jochen,

Wenn ich geahnt hätte, auf was für einem vagabundierenden Ärger Du hockst, hätte ich mir mehr Bedenkzeit für unser gemeinsames Unternehmen
"Wir müssen reden!"
ausbededungen.


Dafür ist es jetzt zu spät. Meine Einladung zum Mitmachen hattest Du angenommen, Du kannst höchstens nachträglich wieder aussteigen, was ich aber bedauern würde.

Vielleicht hat das alles an Deinem Ärger weniger mit dem Freitag, denn Deinem krichlichen Arbeitsplatz zutun?

Wer bei Kirchens arbeitet und sich da über nichts ärgert, der glaubt wahrscheinlich auch an nichts. Sonst müsste ihm der Unterschied immer wieder schmerzlich bewusst werden.

Allerdings ist das nicht das Problem, da hab ich als kirchlicher Gewerkschafter aus der Not eine Tugend gemacht und gelernt, aus (fast) jedem Ärger den Erfolg zu machen, weil sich etwas an sich Unmögliches auch ändern lässt.

Meine Frust-Grenzen-Sollbruchstelle ist älter und geht tiefer.

Mit Calvani verbindet mich vermutlich eine hohe Verletzbarkeit durch eine rücksichtlose Behandlung, wenn ich nicht mit ihr rechne. Diese Gemeinsamkeit hat sie mir gleich sym-pathisch gemacht, weshalb ich ihr auch gleich zu Beginn in einer angefochtenen Lage gerne vermitteln wollte, sie soll tapfer bleiben und hier bleiben. Inzwischen hat sie hier eine Menge virtuelle Freunde gefunden, das ist doch was.

Aber zurück zur Schwäche: Ich lasse gerne fünfe gerade sein, solange der Respekt, also die gegenseitige Achtung und Rücksichtnahme stimmen. Wenn ich aber mitkriege oder mir vielleicht auch nur einbilde, dass diese Grundvoraussetzungen abhanden kommen, reagiere ich äußert sensibel, mögen andere auch da großzügig drüber hinwegsehen können, ich kann das nicht. Das fing schon in der Kindheit an, da konnte ich noch nicht mal lesen und schreiben.

Ich weiß, dass ich deshalb im Privaten nicht jedermanns Freund sein kann (dazu zwinge ich auch niemand) und dass mir im Dienst auch übertriebene Klarheit nachgesagt wird, die manchmal ihrerseits als respektlos empfunden wird. Das ist sie aber nicht wirklich, was man auch bei näherem Nachdenken schnell erkennt und, wenn man mich länger kennt, auch emotional mitbekommt.

LG Christian
Joachim Petrick schrieb am 18.11.2011 um 02:18
Lieber Christian,

jetzt verstehe ich Deine fragile Gemenge- und Gemütslage besser.

Ich hatte bei der Flashmob Idee zunächst eher, ähnlich noch wie Jakob Augstein am Anfang, an eine kolossal überwältigende Spaßoffensive mit ernstem Kern gedacht, war deshalb umso überraschter, plötzlich auf einer Kajaksause durch Ärger Geröll Gebirgslandschaften von Gestern zu landen.
Was mich über einen ganzen Tag schlussendlich in unserer Sache abwartend verstummen ließ.

Was ich mit meiner Bedenkzeit meinte, ist nicht die Frage, ob ich mitmache oder nicht, ich bleibe dabei, nein die ist, dass ich wohl dann die Bedingung zur Debatte gestellt hätte, zunächst nur auf die Mitstreiter/innen und deren Kernanfragen zu schauen, ohne sich von dritter Seite in den dann folgenden, aber ebenso schlüssigen Mainstream Tumult über das Angebot von Jan, von Jakob Augstein in der Masse der Beiträge untergehend verblassend zu erleben.
Auf jeden Fall "Versuch macht klug!"

ich sachma ungeschützt, vermutlich haben wir als "Win Win FC- Unternehmen" mehr erreicht, als wir bisher ahnen:

tschüss
Jochen.
ich schrieb am 16.11.2011 um 15:05
Mein heutige, durch den gestrigen zu ausgedehnten Salonbesuch verursachte Läghasthänii bitte ich zu entschuldigen.
ich schrieb am 16.11.2011 um 15:06
Es wird nicht besser... seufz.
goedzak schrieb am 16.11.2011 um 17:32
"Verbaselt es ist in blöden kleinen Streitigkeiten, wer wichtiger ist, wer wem auf die Nerven geht, wer die Klappe halten soll, wer zu spät kommt, wer noch nie was Gescheites gesagt hat ... Das ist alles internettypische Fehlkommunikation. Bleibt bei der Sache! Seid nicht beleidigt! Seid konstruktiv! Wenn ihr euch ärgert, geht um den Block - aber schreibt es nicht in den Blog!" (JA)

"...wohlfeile Ferndiagnosen und ach so radikalen Forderungen..." (MA)

Dem habe ich nichts hinzuzufügen!

post scriptum:
200 km mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Kälte angereist, angekommen kurz nach 18:30 h, habe ich eine weitere Minute aufgewendet, um mir einen Pfeffi-Tee zu besorgen. Guten Abend!
Popkontext schrieb am 16.11.2011 um 21:25
Lieber Goedzack,

ich fand es sehr schön, dass du die 200-km-Reise durch die Kälte auf dich genommen hast! Auch, weil es sehr schön war, dich mal kennen zu lernen :)
Popkontext schrieb am 16.11.2011 um 21:27
Aber bei deinem Nick muss ich immer noch üben - oder du lebst mit den innovativen Varianten...
Rosa Sconto schrieb am 16.11.2011 um 22:23
@ goedzak
und trotzdem hast Du es doch geschafft. Nobody is perfect, - und den Tee hätte ich mir auch erst einmal gegönnt!
Angelia schrieb am 16.11.2011 um 20:03
Vielen Dank für die Rückmeldungen vom gestrigen Treffen. Es war wahrscheinlich eine ziemlich aufregende Angelegenheit und im Großen und Ganzen scheint es doch den Umständen entsprechend gut gelaufen zu sein.

Jedenfalls stehen die Türen offen und bis März haben wir, die Community, ja wir denn ich würde mich gern an der Diskussion konstruktiv beteiligen, genügend Zeit zum überlegen.

Was haltet ihr davon, wenn jemand freiwillig ein oder mehrere themenbasierte Brainstormingthread eröffnet, oder gibt es den schon?

Wenn ich es richtig verstehe geht es hier ja nicht um das Aufstellen eines Kataloges mit Forderungen an den Verleger. Wenn ich Herrn Augstein richtig verstanden habe ist die Prämisse doch klar:
Der Freitag stellt die Plattform zur Verfügung, die Community definiert sich, stellt sich selbst auf und dann sieht man im März oder so mal wie man zusammen kommen, Synergieeffekte herstellen kann, was die Community ggf. noch für Instrumente benötigt.

Vielleicht steht hier, ähnlich wie bei manchen Gruppen der Occupy-Bewegung, auch erst mal die Frage nach dem Selbstverständnis der Community im Raum?

Ich meine man sollte nicht vergessen, dass wir gerade in politischen und gesellschaftlichen brisanten Umwälzungsprozessen leben. Da ist ein bis dato noch relativ unverbrauchtes Medium wie der Freitag eine riesige Chance zur Kommunikation.
Die sollten wir eigentlich nutzen.

Schöne Grüße Angelia
Rosa Sconto schrieb am 16.11.2011 um 22:35
Wie bei Occupy in NY, wo die Camps "gesäubert" werden, muss jetzt darauf geachtet werden, daß das Momentum nicht an Schwung verliert. So viel zu der knappen Vorbereitung... Denke dazu ist alles gesagt.

Der Kommentarstrang wird wirklich zu lang und weil es auch diesen Ladezeiten nicht gelingen wird mich zu einer Maus gebannt von einer Schlange zu machen wird es auch mein letzter Kommentar.

Auch wenn mich der Kuni manchmal schon nervt, "Klumpfuß und so"..., er schrieb hier trotzdem das bisher Konstruktivste in diesem langen Kommentarstrang:

"Vielleicht sollte sich mancher hier auch mal auf ein Thema stürzen zu dem er Sinn greifende Aussagen machen kann; ich glaube dann wäre viel gewonnen und man könnte auf einer (der nächsten) Konferenz mit einem Konzept auftauchen und die Regeln zur Bearbeitung und Veröffentlichung der den Konzepten zu Grunde liegenden Aspekte ventilieren. Inwieweit gute Beiträge oder Zusammenfassungen davon der Printausgabe anheimfallen kann wirklich nur die Redaktion entscheiden" Wobei ich gewisse redaktionelle Freizügigkeiten etwas befremdlich finde.

Auch Kuni's Hinweis auf die eigentlich leicht zu lösende Problematik bei der Technik. (obwohl Betriebssysteme, sowie Browser ein Problem der Adaption der Software ist, also Nutzerfreundlichkeit ja wohl oberste Priorität haben sollte.) Das ist nun wirklich nicht das Problem.

Wenn JA und die Redaktion Erfolg haben wollen ist für sie letztlich dFC wichtiger als den BloggerInen. Ohne uns würde es das Projekt so gar nicht geben; und damit wirbt Der Freitag und der Herausgeber. Der Irrweg mit DDB hat sicher den Höhepunkt erreicht, die Resonanz zu bestimmten nicht neutralen Meinungen aus der Redaktion werden eh kaum noch kommentiert. Aber es spielen auch viele andere Faktoren eine Rolle, die ich hier nicht alle aufführen kann. Um nur ein Beispiel zu nennen: JA schreibt einen guten Beitrag in SPON, der dort eine heftige Schlammschlacht auslöst. Dann kommen noch ein paar von den geistreichen "Sponlern" und laden jede Menge hier ab, mit bis zu 3 (!) Beiträgen pro Tag und müllen (Kuni: "und blähen sich unangemessen auf … inhaltsleer") alles mit Bildern und Videos zu. Wer sich die Zugriffsdaten auf IWV anschaut und sie ins Verhältnis mit JAs Beiträgen zu wichtigen Diskussionen in SPON setzt, weiß was ich meine. In Verbindung mit der langsamen Maschine hier wird es dann etwas ärgerlich.

Hilft nur eines: konkret sein, und natürlich Selbstdisziplin
ChristianBerlin schrieb am 17.11.2011 um 00:04
@die nicht dabei waren

Danke, dass ihr zu meinem enttäuschten und enttäuschenden Bericht vertiefende Fehlerquellenanalysen und ein paar Ideen gemacht habt, wie es in Zukunft besser laufen könnte.

Heute Mittag ist das teilweise schon umgesetzt worden in einem sehr ergiebigen Gespräch zwischen JJK und einigen von uns, was Popkontext schon erwähnt hat. Sie war am Ende überzeugt, dass die Relaunche ab Februar die Lösung aller Probleme bringen wird. Mich hat JJK nur überzeugt, dass diese Probleme zumindest sehr wohl erkannt und verstanden wurden.

Die erste Abhilfe hatte nach Auskunft von JJK JA als Geschäftsführer durch Personalverstärkung und Änderung der Dienstanweisung zugunsten von Programmierung und Community-Leitung gerade mal 3 Tage vor unserem Flashmob vom 11.11.11 in die Wege geleitet. Immerhin.

Die Details hat, wie ebenfalls schon erwähnt wurde, Magda mitgeschrieben, vielleicht berichtet sie hier noch.

@JA

Es war ein Anfang

Danke. Das klingt sehr versöhnlich.

Keiner gewinnt, keiner verliert.

Das kann man erst sagen, wenn alle dieselben Ziele und Interessen haben oder jedenfalls keine gegensätzlichen.

Ein Interessengegensatz lässt sich schon aus folgenden Worten herauslesen:

Ich höre jetzt, dass aus diesem Zwiegespräch eine Art Community Konferenz wird. Das finde ich einerseits toll. Andererseits sind 45 Minuten dafür zu kurz. Also, gute Idee, falscher Zeitpunkt.

Nach dieser Ankündigung musste Ihr Interesse sein, 45 Minuten sich als "zu kurz" erweisen und das Gespräch scheitern zu lassen, dann haben Sie "gewonnen" im Sinne von Recht gehabt. Unsere Seite dagegen war zum Erfolg verdammt und hat den nicht hingekriegt - nicht mal den, dass Sie tatsächlich die 45 Minuten durchgehalten hätten.

Und wissen Sie was: Ich kann es Ihnen nicht mal verdenken. Wir haben es nicht mal hingekriegt, uns selbst und unsere Anliegen allen widrigen Umständen zum Trotz überzeugend zu präsentieren - mag es auch 1000 Entschuldigungsgründe geben.

Aber ein Anfang war es. Jetzt kommt es auf die Fortsetzung an.

@Michael Angele

er enttäuscht mich und wohl auch andere, die auf Redaktionsseite versucht haben, unter in der Tat akkustisch schwierigen Bedingungen mit Euch ins Gespräch zu kommen.

Vermutlich meinst Du von den beiden folgenden Sätzen:

Den Rest können andere hier erzählen, wenn sie wollen. Er ist sowieso völlig egal und belanglos.

den zweiten?

Da hast Du Recht. Das stimmt nicht. Der Rest ist nicht belanglos. Hier wollte ich auch Widerspruch hören, und der kam hier z.B. von @ich:

Zweitens hat Michael Angele ein klares Bekenntnis zur Community abgelegt, indem er ausführte dass er es als integrale Rolle seiner Arbeit beim Freitag auch das Kommentieren von Beiträgen versteht. Leider zeigte er sich aber auch enttäuscht darüber, dass er an mancher gegenwärtigen Debatte nicht mehr so viel Freude findet wie noch in älteren Beiträgen, deren User nicht mehr zur Community gehören. Diese Frage kann man natürlich an die Community richten. Allerdings, finde ich, sollte die Frage auch lauten, was hat der Freitag in der Vergangenheit versäumt und dadurch einen Vertrauensverlust erlitten, dass viele User das Handtuch geworfen haben.

Ich gebe zu, dass ich hier einen Deiner Provo-Tricks kopiert habe, den Du gestern Abend beschrieben hast. Den hast Du zwar nicht wirklich erfunden, das macht jeder auf die eine oder andere Weise. Die Grenzen sind fließend. Nur Spaßbremsen nageln einen dann auf "gesagt ist gesagt" fest, selbst wenn man nur das Gegenteil hören wollte.

Aber ich nehme es zur Vermeidung aller Missverständnisse als mein eigener Interpret klar zurück: Du und die beiden Frauen aus Deinem Ressort, ebenso JJK, der trotz Krankschreibung kam, ihr habt es konkret werden lassen und im Grunde mehr zur Verdeutlichung unserer Anliegen gesagt als wir selbst.

Das lag allerdings auch mit daran, dass wir unsere Sicht schon geschrieben hatten und mehr von euch (allen) hören wollten.

@Calvani

Meine Bemerkungen zu Dir sollte hier ebenfalls niemand spaßbremsenhaft wörtlich nehmen. Ich bin zwar tatsächlich überzeugt, dass Du zu den Wahrnehmungs-Typen gehören, die sich im Dialog ganz auf ein Gegenüber fixieren können und dabei alles ringsum ausblenden, da können inzwischen alle anderen kommen und gehen oder das Haus abbrennen, Du würdest das nicht mitbekommen. Das hat Vorteile, aber auch Nachteile, wenn man in der Gruppe auftritt, die ich schon beschrieben habe.

Allerdings kann dieses Gegenüber auch ich sein oder Michael Angele, da tritt dann derselbe Ausblend-Effekt gegenüber der Umgebung ein. Dass ich diesen Wahrnehmungstyp mit der von Kuni unterstellten Fixierung auf den OberFuzzi gleichgesetzt und auch noch spekuliert habe, ob JA Dich paralysiert, benutzt zwar ein Klischee, das hier mehrfach verbreitet wurde, will es aber nicht ernsthaft bedienen. Natürlich weiß ich, dass es zwischen JA und Dir überhaupt nicht den vielbeschworenen Hormonzauber gibt, auch wenn Du selbst an diesem Mythos mitgestrickt hast, und sei es verleugnend (mit dem Effekt, dass es alle erst recht glauben).

@goedzak

Natürlich gönn ich Dir den warmen Tee, und wenn die Züge so fahren, dass Du inkl. Tee zu spät kommen musstest, was soll's. Danke, dass Du da warst.

@all

Wie es jetzt weitergeht, weiß ich noch nicht.

Auf jeden Fall will JJK einmal in der Woche jeden Do einen virtuellen Stuhlkreis *ironisierender Ausdruck* in unserer K-Gruppe machen. Ich finde die Idee gut, da haben wir die richtige Mischung aus Offenheit und Verbindlichkeit.

Das Barcamp müssen nicht dieselben Blogger vorbereiten, zu denen JA gesagt hat: "Ihr vier hier, wie ihr hier sitzt, eins, zwei, drei, vier" (=ich, Calvani, ich, Popkontext).

Andererseits sind wir in der Pflicht, da jetzt dranzubleiben, zumal einige hier schon zugestimmt haben. Ich hab uns deshalb eine Tausch-Option augedungen. Mal sehen.

LG Christian
Uwe Theel schrieb am 17.11.2011 um 00:21
@ ChristianBerlin schrieb am 17.11.2011 um 00:04

@die nicht dabei waren

Ich freue mich Christian,

dass Du diesen Kommentar so schreiben konntest und danke Dir genauso für den Ersten unmittelbar nach dem Treffen.

Ich brauche noch etwas Zeit, - die ist bei mir knapp - und Nachdenken, werde mich aber noch wieder melden.

Gute Wünsche an alle.

Uwe
Popkontext schrieb am 17.11.2011 um 02:28
@Christian
"Das Barcamp müssen nicht dieselben Blogger vorbereiten, zu denen JA gesagt hat: "Ihr vier hier, wie ihr hier sitzt, eins, zwei, drei, vier" (=ich, Calvani, ich, Popkontext)."
Sehe ich aber auch so. Augstein ist nicht unser Vorgesetzter, der und zu irgendwas zu verdonnern hat. Wobei ich jetzt davon ausgehe, dass das gut gemeint war, weil er sich wahrscheinlich auch die Haare rauft, wenn er sich diesen wild um sich pickenden Hühnerhaufen hier anschaut. Aber ich habe das Gefühl, langsam kommt hier ein wenig Ordnung rein und es finden sich ein paar mehr Leute, die die eine oder andere Aufgabe übernehmen werden und Ideen mitentwickeln.

Dass 45 Minuten zu kurz sind hat JA übrigens ungefähr als letzter bestätigt, das war ja einhellig klar und das sehe ich auch nicht als bösen Trick - die problematischen Sachen sehe ich wie oben schon gesagt woanders.

Dass Michael Angele an der Community interessiert ist und sich auch Gedanken dazu macht doch nichts Neues, und das Jana Hensel und die andere Kollegin, deren Namen ich peinlicher Weise zum wiederholten Male vergessen habe, dabei waren, fand ich sehr positiv, auch wenn sie am Tischende wohl leider noch weniger mitgekriegt haben als ich. Oder sie haben bessere Ohren.

Hormone spielen hier glaube ich weniger eine Rolle und solange nicht irgendwer spontan zur allseitigen Überraschung auf dem Schoß von jemandem sitzt oder ungebeten grabbelt sollte das auch kein Thema sein - wenn dann nur privat.
ChristianBerlin schrieb am 17.11.2011 um 09:16
@Popkontext

Hormone spielen hier glaube ich weniger eine Rolle und solange .... sollte das auch kein Thema sein - wenn dann nur privat.

Na ja. Ein bisschen hat @Calvani sich das selbst zuzuschreiben, und ein bisschen weiß sie das auch. Sie hat ihre Augstein-Kritik am Anfang literarisch damit aufgepeppt, das sie in den Kontext einer Art virtuellen von Geschlechterkampf zu stellen. Ihre Hormonapelle an die Leser haben mehrfach als Hingucker gewirkt.

Das hatte aber nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. Damit kann man attraktive Kommentarabwurfplätze generieren, bei denen das eigentliche Thema in den Hintergrund tritt. Und sie hat Deinen "Maskulisten" die Angriffsfläche geboten, alles, was sie sagt oder denkt, als hormongesteuert abzutun.

Ich hab das von keiner Seite her bislang ernst genommen und natürlich die Frotzelei dahinter erkannt und mich mit der Interpretation, JA habe sie paralysiert, daran beteiligt. Ich hab sie gestern noch zum Hotel und zum Flughafen gebracht - ihrem Fuß ging es nicht besser sondern schlechter - und schon vorher gemerkt, dass sie mir das übel nimmt, mehr als allen anderen. Deswegen hab ich mich hier um Richtigstellung bemüht. Auch wenn ich die Wirkung so einer Spitze damit nicht wieder ausradieren kann, kann sich dann wenigstens kein Dritter auf sie berufen.

Übrigens hat sie an JA von Anfang an genau die Schwäche entdeckt, die sie - im Unterschied zu Dir - nach wie vor an der Zuverlässigkeit seiner PR-Aussagen wie seiner Zukunftsverheißungen und damit an der Zukunft des Freitag zweifeln lässt.

Letztlich ist das eine Glaubens- und Vertrauensfrage, aber nicht nur. Es geht nicht um die rein innerpsychologische selffulfilling prophecy eines "Glaubst Du, so hast Du - zweifels Du, bist Du verloren" (Luther). Hier lehnt man sich gemeinsam für eine Sache aus dem Fenster, schon innerweltlich gut- oder schiefgehen kann, da tun begründbare Zweifel der Sache selbst keinen Abbruch, sie können im Gegenteil der Schlüssel zu ihrem Erfolg sein.

Ich hätte mir deshalb gewünscht, JA hätte diese Zweifel und uns insgesamt ernster genommen und nicht nur die Ikone des Relaunch hochgehalten, auch wenn man mit solchen Bildern von Utopien die Leichtgläubigen und Glaubensbereiten am sichersten gewinnt. Ich hätte gern gesehen, dass er, JA, schon jetzt das ihm Mögliche im Sinne dieser Utopie tut. Und ich denke, dass ich dabei nichts Unmögliches verlange.

Ein bisschen hat er da ja von einer Umkehr erzählt, den Rest erzählte uns JJK am nächsten Tag. Dazu rechne ich die Einstellung von zwei weiteren Programmierern, damit es nach 2 Jahren des Programmierens am Relaunch wieder schneller vorangeht. Dazu rechne ich auch, dass der Community-Leitung bestimmte Verpflichtungen in der Blatterstellung abgenommen wurden, die sie zuletzt drei Tage ihrer Zeit kosteten - auch das erfordert ja mehr Personal an anderer Stelle und richtig Geld. Das sind Fakten, die zählen und die wirklich etwas verändern können, auch wenn sie erst ein paar Tage alt sind.

Was jetzt noch fehlt, ist, dass ich wieder glauben kann, dass JA und die Redaktion uns mit Achtung begegnen. Das wäre es zum Nulltarif möglich.

Daran sind meine Zweifel eher gewachsen, mögen auch Ausnahmen (die es schon vorher gab) die Regel bestätigen.

LG Christian
Columbus schrieb am 17.11.2011 um 11:31
Wir wäre es denn, einfach einmal die beiden Mammut-Blogs hier auszuwerten? Das reicht für ein Bar camp, und lenkte davon ab, dass Hans nicht mit Lottie, und Lotti nicht mit Jane spielte.
Liebe Grüße
Christoph Leusch
Kunibert Hurtig schrieb am 17.11.2011 um 12:06
ChristianBerlin schrieb am 17.11.2011 um 09:16

Na ja. Ein bisschen hat @Calvani sich das selbst zuzuschreiben ….. und schon vorher gemerkt, dass sie mir das übel nimmt, mehr als allen anderen.

Lieber Christian,
mir fällt zu dem Ganzen Verschiedenes ein, aber ein Satz von J.P. Sartre trifft es m.E. am besten:

Das Leben ist nicht leicht; das Fieber in den Eingeweiden steigt gelassen an, es treten Besserungen ein. Annemarie pflegte ihn hingebungsvoll, ohne die Unverschämtheit so weit zu treiben, dass sie ihn liebte.

Wenn man die Entstehungsgeschichte des FREI(U)TAG verfolgt, erkennt man dahinter zunächst einmal eine Absicht, einen Plan: nämlich den, einmal zu verfolgen, was aus einem solchen Forum wird, wenn man es (mit gelinden Hintergrundsteuerungen) sich selbst überlässt. Initiiert und unterhalten wurde das Projekt sicher von einem gewissen Idealismus und einer Experimentierfreude, die durch erhebliche Kapitalspritzen den notwendigen Rückhalt erhielt.

Ein solches Projekt läuft jedoch immer in Gefahr, die ursprünglichen Absichten und Planspiele zu konterkarieren und in einem Mündungsdelta zu verlanden oder zu versanden. D.h. der ursprüngliche Wunsch nach dynamischen Interaktionen zwischen User/Blogger/Kommentator und Redaktion erstarrt zunehmend in Ritualen der Beteiligten: Die eine Seite besteht auf ihren hoheitlichen Ansprüchen, Form und Richtung gebend die Geschicke der Plattform zu lenken, während die andere Seite ob der (empfundenen) Toleranz Rechte einfordert, die im ursprünglichen Konzept nicht angelegt waren.

In diesem Zusammenhang werden die Auguren an das Konzept und den damit einher kommenden Implikationen erinnert und müssen erkennen, dass die hinter den Akteuren lauernden Persönlichkeiten im Laufe der Zeit Ansprüche entwickelt haben, die sich aus einer unverstandenen oder unklaren Konzeption herleiten. Die Einlösung dieser Ansprüche durch den hoheitlichen Apparat ist dann auch immer verbunden mit der Aufgabe hoheitlicher Macht und Einfluss.

Und dies ist letztlich auch erkannt worden. Die Bereitschaft, sich mit den Aufbegehrenden auseinanderzusetzen resultiert dann weniger aus der Einsicht dass etwas geändert werden muss, als vielmehr aus dem Wissensrang, was denn die ursprüngliche Konzeption aus dem Ruder laufen ließ. Dies zu ergründen wird Thema und Hintergrund der nächsten Konferenz(en) sein. Hier sollte die Community (oder deren Vertreter) genau zuhören und flexibel reagieren können, denn über die (auch durch herrschende Gesetze manifeste) Hoheitsgarantien können weder der Verleger noch die Redaktion sich hinwegsetzen.

An dieser Stelle noch einen von Herzen kommenden Genesungswunsch an die unverbesserliche Calvani, die vielleicht nicht mehr so große Sprünge versuchen sollte: Die Sprunggelenke leiden mit zunehmender Masse.

Kuni ;-)
Kunibert Hurtig schrieb am 17.11.2011 um 12:17
Die Sprunggelenke leiden mit zunehmender Masse.

Ich bin ja ein Torf ... natürlich sollte es heißen: in zunehmendem Maße

Verzeih ... ;-)
Popkontext schrieb am 17.11.2011 um 12:20
@Columbus
Das muss im nächsten Schritt passieren, ebenso wie andere Blogs zum Thema. Das wird in enger Zusammenarbeit mit Maike und Jan passieren müssen, die die sachen ja am besten auf dem Schirm haben. Zunächst muss sich der Hühnerhaufen hier aber ein wenig zusammenraufen.
Popkontext schrieb am 17.11.2011 um 12:34
@ChristianBerlin
Es gibt mE. einfach Sachen, die man geflissentlich überliest und nicht weiter erwähnt, wenn man wie du - dachte ich zumindest bisher - erwachsen ist. Und Sachen, die man nicht lang und breit öffentlich diskutieren muss.

Vielleicht sollten wir einfach mal bei den Fakten bleiben, was die Konferenz angeht, und das sachlich vorantreiben und nicht munkeln, was passieren könnte. Ich fand das so unter dem Strich alles sehr positiv.

ME. brauchen wir noch Augsteins Bekenntnis dazu, dass die Sache auch für ihn wichtig ist, was sich u.a. darin zeigen würde, dass sich der Freitag für Raummiete und Medientechnik verantwortlich fühlt, und eine inhaltliche Auswertung der Sachen hier. Bis Anfang Januar sollten Raum und Termin stehen, Anmeldungen beginnen und die detailiertere Gestaltung der Inhalte u.a. durch Auswertung des bisherigen Brainstormings.
Columbus schrieb am 17.11.2011 um 14:35
Liebe Popkontext,

Ich bin für Offenheit und Klarheit. Macht mit der Initiative einen Gemeinschaftsblog, nennt es z.B. "Die dFC-Wir wollen reden". Wählt also nicht einen autoritären Titel, sondern einen der klar ist.

Holt euch die Unterstützung von JJK u.a. der Red. und sammelt doch erst einmal die eingegangenen Vorschläge. Trennt sie von Polemik, von Wertungen, von Einschätzungen, das ist naturgemäß immer ein großer Anteil, und macht daraus eine stinknormale Liste von 1-X, gliedert das Ganze ansprechend schön, macht ein Community-Bild dazu, das dem Anspruch, "Wir wollen reden" und der angestrebten Offenheit Stand hält und postet das dann.

Bis ins Frühjahr seid ihr dann die Experten und Meinungssammler, denen man vertraut, weil ihr nicht nur euch ernst nehmt, und ihr könnt dann sachliches Material vorweisen.

Die notwendige Disziplin bei der Sache ist, dass weiterhin alle in diesen Blog schreiben, wenn es um die Fortschrittsfrage im dFC-Forum/Relaunch geht. - Das heißt, es sollten nach Möglichkeit alle, auch die Moderatoren und Redakteure, auch die Blogger die beteiligt sind, nicht ständig neue, eigene Blogs aufmachen, sondern im Gemeinschaftsblog, bloggen.

2,3,4 Leute, die das sich teilen, pflegen das Blog und schaffen Gliederung, indem sie einen neuen Blog unter der Hauptadresse aufbauen. Einer ist dann immer erreichbar.

Ihr könnt das doch, seid doch technisch viel versierter als ein paar alte Kämpen, die das schon so oft erlebt haben, wie sich sinnvolle Initiativen selbst zerlegten.

Grüße
Christoph Leusch
Popkontext schrieb am 17.11.2011 um 15:30
@Columbus
Alles was du schreibts finde ich völlig logisch und richtig - nur nichts Neues. Aus meiner Sicht alles selbstverständlich, und die Ideen sind alles so schon Gedacht und besprochen. JJK und zumindets ein paar Redakteur/innen sind längst im Boot. Das Vorgehen völlig logisch. Vielleicht gut, dass es nochmal so aufgeschrieben wurde.

Ich frage mich nur, warum das nicht schon am letzten Wochenende so in der Form unter Augsteins Blog so gelaufen ist - sollche Gedanken einfach aufzuschreiben und zu diskutieren. So hatte ich mir das vorgestellt und selbst schon am Freitag abend einen Vorschlag für den Ablauf der Organisation eingestellt, um ihn zu diskutieren - es lief ja dann leider völlig anders. Und dafür habe ich weder die Zeit noch die Geduld.

Vielleicht klappt es ja im zweiten Anlauf besser, wenn sich die Gemüter etwas beruhigt haben.
Columbus schrieb am 17.11.2011 um 15:49
"Ich frage mich,...." -Ganz einfach, weil es stupide und vor allem völlig uneigennützige Arbeit ist, so viel Fremdes zusammen zu fassen, dass da nur noch ein Fakt steht oder eben ein Wunsch in einem Hauptsatz. Also die ganzen Threadinhalte auf eine DIN A4 Seite, um einmal die alte, die analoge Schule, heran zu ziehen. Punkt für Punkt.

Das geht nicht von alleine und, wie nun klar ist, stricken ohne straffe Struktur ganz viele Stränge, die sich nicht in einer Automatik zusammenspindeln. Hinzu kommt das Beziehungsgeflecht und dann ist es bald aus, weil keiner mehr sich aufrichtig informiert und mitgenommen fühlt.

Ich bin ganz optimistisch, den dF und die dFC wird es noch lange geben. Konkurrenz, vielleicht ist das auch ein geheimer Hintergrund für so viel Bissigkeit und Bräsigkeit zugleich, existiert auf Bundesebene nicht. - Umschauen lohnt sich, aber es kommt kein Presseforum in Sicht, das dem dF das Wasser reichen könnte.

LG
Christoph Leusch
Popkontext schrieb am 17.11.2011 um 16:03
@Christoph
Ich weiß nicht, ob ich mich klar ausgedrückt habe: Wie man das schnell und effektiv organisiert ist *mir* zumindest durchaus klar.

Wenn du Lust hast, die ideen alle schon einmal zusammen zu tragen ist das doch Klasse! Machen und Bescheid sagen, damit es nicht doppelt läuft!
Columbus schrieb am 17.11.2011 um 16:36
Das ist ja nett gedacht, ich finde aber, es sind jene im Obligo, die sich als Gruppe zusammenfinden möchten (das ist doch das Startkapital). Ich rechne mich da nicht dazu und sagte das bereits.

LG
Christoph Leusch
ChristianBerlin schrieb am 17.11.2011 um 16:54
@Kunibert Hurtig

#offtopic

Lieber Kuni,

darf ich neugierig sein, was Du mit dem Sartre-Zitat verbindest?

Der erste Satz heißt übrigens eigentlich:

Sterben ist nicht leicht

("mourir n'est pas facile")

Steckt hinter Deiner Verfremdung eine bewusste Absicht, oder ist sie ein bloßer Faux-pas wie Calvanis Fehltritt (der ich auch noch mal gute Besserung auf diesem Wege wünsche)?

LG Christian
Popkontext schrieb am 17.11.2011 um 17:21
@Columbus
Ich weiß ja, das ist gut gemeint, und ich weiß das auch sehr zu schätzen - jetzt geht es aber aus meiner Sicht ums Koordinieren und Machen: u.a. genauen Termin für das RL-Treffen festlegen (in Planung), Ideen zum regelmäßigen virtuellen Austausch vertiefen (aus meiner Sicht ein Extra-Blog - Jans "Irgendwie Sprechen" ist schon mal eine super Idee in die Richtung, finde ich: www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/irgendwie-sprechen-i), Sammeln der inhaltlich relevanten Anregungen in einem Blog, wie du vorschlägst. Und falls der Relaunch dann wider Erwarten doch im Februar stattfindet dazu noch mal eine eigene Feedback-Runde (ich denke, dass das JJK sowieso machen wird) / Blog etc.!

JJK ist sowieso derjenige, der die Ideen am ehesten auf dem Schirm hat, den man aber auch nicht überlasten sollte. Es wird, so zumindest die Idee, demnächst auch eine allgemeine E-Mail geben, was das Feedback zur Konferenz angeht - zum Sammeln weiterer Anregungen und Vorschläge.
Kunibert Hurtig schrieb am 17.11.2011 um 19:55
ChristianBerlin schrieb am 17.11.2011 um 16:54

Es ist ein Zitat aus Die Wörter, wie Du schon erkanntest, etwas verfremdet.

Was ich damit zum Ausdruck bringen will / wollte liegt darin, dass die Redaktion des FREITAG sehr wahrscheinlich eine Linie hat, dass es darum für die Community nicht ausreicht, zu wollen und zu wünschen (Leben), sondern sich eben mit dem Leben - also den anderen Auftretenden hier auseinanderzusetzen.

Hier gibt es offensichtlich Defizite. Doch die erklären sich letztlich aus der persönlichen Haltung der Handelnden gegenüber dem Freitag als Abstraktum, also als zunächst anonymes Phänomen, das man nach eigenem Gustus nutzen kann und dabei hofft, mitzureißen.
Dabei sind die gestreuten Thematiken recht weit gefächert, treffen auf Widerspruch oder Zustimmung.

Nur mit Struktur hat das alles wenig zu tun, eher mit einer psychosozialen Fundgrube, in der nach Belieben gebuddelt werden kann ... was man an manchen Threads auch sieht.

Insofern: Das Leben ist nicht leicht ...
Calvanis Fehltritt heilt, sowohl am Fuß als auch im Kopf(???), aber ich denke, jeder sollte etwas von seinen Vorstellungen und Wünschen zurücknehmen, damit Platz schaffen für andere Vorstellungen und Wünsche.

Aber auch das wird eben nicht leicht, weil im Gegensatz zur Community sich die Betreiber des FREITAG schon seit Jahren kennen, persönlich kennen. Und in diesem Menschsein, in diesem Herausgehoben werden aus der Anonymität geschriebener Worte, wartet eben die Überraschung des anderen Menschen.
Gruß
ChristianBerlin schrieb am 17.11.2011 um 22:16
@Kunibert Hurtig

Kuni, das hast Du schön gesagt!

Ich werde Deine Klima-Blogs jetzt mit größerer Aufmerksamkeit lesen. Die Perspektiven, die Du auftust, verraten Konzentration auf das Wesentliche und gesunden Weitblick.

Ich fasse zusammen:

- Die Texte im Freitag, Redaktion und Blogs, blieben inhaltlich eine Fundgrube.
- Dafür, dass das Menschliche stimmt, wird jetzt online und offline von der Community mitgesorgt, Hand in Hand mit der Redaktion
- Calvanis Fuß wird wieder gesund
- Enttäuschungen und Wunden im Kopf oder im Herzen verheilen

und

- am Ende kommt irgendwann der Relaunch

aber der ist dann im Grunde schon wieder nebensächlich, wenn erst mal alles andere stimmt, stimmt das Wesentliche.

LG Christian
ich schrieb am 17.11.2011 um 00:54
Da es offensichtlich an einigen vorbeigegangen ist:
Hier ist Magdas Bericht:

www.freitag.de/community/blogs/magda/wir-haben-geredet-eine-nachwaesche
Magda schrieb am 17.11.2011 um 09:51
@ ich - Danke für den Link. Aber detaillierter bin ich nicht geworden. Meins ist eher ein "Kommunique" :-))

Aber hier in diesem Blog ist ja alles zu finden. Ich selbst sehe das - wie ich nach Lektüre von allerlei Kommentaren merke - auch eher mit Abstand.

@ Christian - Mensch reg' Dich doch nicht so auf. Wird schon alles werden. In meinem Blog beklagen andere Blogger den Verlust der Leichtigkeit. Die haben Recht.
Ich hätte nicht übel Lust, auch noch ne Glosse über den ganzen Kram zu schreiben, aber ich will jetzt niemand ärgern.
Noch nicht: "Spar Dir die Puste für den heißen Haferbrei"(englisches Sprichwort)
ChristianBerlin schrieb am 17.11.2011 um 11:21
@Magda

Recht haste, meine Gutste. Wird schon alles werden - stimmt immer. Nur musste trotzdem erstma sehn, waste nicht mitgekriegt hast.

Ich versuch mir das die ganze Zeit wegzuerklären und habs auch schon fast geschafft - mit Hilfe vieler Wohlmeinender, deren optimistischere Meinung oder disziplinierte Nichtäußerung ihrer eher pessimistischeren Meinung mich wirklich getröstet hat. Deine übrigens auch. ;)

Danke dafür und für den Bericht von gestern.

LG Dein Christian
GeroSteiner schrieb am 17.11.2011 um 15:50
Allgemeine Projekterfahrung - hier nochmal zum Besten gegeben:

Ein guter Anfang braucht die Begeisterung, aber ein gutes Ende braucht die Disziplin, also die Fähigkeit, das zu tun, was man muss. Und es braucht genauso Selbstdisziplin, also die Fähigkeit, das zu wollen, was man tut.

Ich geh' jetzt erstmal um den Blog.
blog1 schrieb am 17.11.2011 um 20:20
In der Tat!!!

Ich schreite jetzt zur Nahrungsaufnahme. Das interessiert zwar keinen, regt aber auch niemand auf.
Columbus schrieb am 17.11.2011 um 23:48
„Wir müssen reden“, Zusammenfassung der Kernpunkte
(Stand 17.11.2011, 24:00 Uhr)
Nach Möglichkeit werden Themen- Dopplungen nicht aufgenommen, ohne Wertung auf Erstnennung, Ersteinfall, habe ich einfach bei a angefangen und bei z aufgehört. Ausgewertet wurden die folgenden Blogs zum gemeinsamen Thema:

1)Direkt aus dem Blog von JJK
2)popkontext
3)calvani
4)Christian Berlin
5)Uwe Theel
6)Joachim Petrick
7)Rosa Sconto
8)Magda
9)Streifzug
10)ed2murrow
11)goedzak
12)Gustlik
13)I.D.A.Liszt
14)poor on ruhr
15)Doris Brandt
16)Jakob Augstein

Technik:

1) Langsamkeit des Seitenaufbaus+ der Einwahl/ Vorschlag Beschleunigung (Kosok) mit Relaunch
2)Zugriff auf Klickzahlen einzelner Blogs um Beteiligung und Resonanz abzuschätzen für die dFC (Berlin)
3)Löschen von Beiträgen durch User/Blogger verbieten (Berlin)
4)Korrekturfunktion für Kommentare, mit Zeitlimit (Columbus,Kosok)

Moderation:

1)Auswahl der Top-Blogs werde nicht von Journalisten od. Redakteuren getroffen, sondern von Community-Leitern (Berlin)
2)Wünscht Konkurrenzvergleich als Ansporn, über die Klickzahlen (Berlin)
3)Moderation betrieben von zwei Leichtmatrosen, kein Kapitän J.A., nur Traffic, bei der Red. Kein Interesse (popkontext)
4)wünscht Durchgreifen gegen Pöbel (popkontext)
5)wünscht Durchsetzung der Sperren, keine Neuanmeldung (popkontext)
6)wünscht Kontrolle der Identtät der Blogger, max, ein Realname/Nick (columbus)

Einbindung dFC in den dF(print/online)/Blogqualität:

1) Ungehobene Potentiale bei Usern durch Ansprache aufheben (Calvani)
2)Aufforderung zu Themen zu schreiben, z.B. zum dF-Salon, aber keine Rückmeldung, was mit Inhalten gemacht wurde (Calvani)
3)fehlende Pflege der aktiven und signifikanten Blogger (Calvani)
4)Auswahl Top-Blog, Schaukasten nicht transparent, hoher Durchlauf „versenkt“ Blogs schnell, Auswahl wirkt willkürlich (Berlin)
5)Ausgewählte dFC-Blogger sollten zu Red.- bzw. Verleger-dF Salons auf das Podium eingeladen werden (Petrick)
5)Wünscht Abstimmungscharts durch Leservoten (popkontext)
6)Wünscht Konzept/Zielrichtung/Philosophie (popkontext)
7)Verknüpfung/Verlinkung von Blogs und dF-Redbeiträgen thematisch orientiert (popkontext)
8)Wünscht Qualitätsstandards /Bsp. Ein Link+ein Zitat (popkontext)
9)Wünscht keine „Philosophie“ (koslowski)
10)1x wöchentlich Chat mit der Redaktion (Rosa Sconto)
11) dFC-Beiträge zu beliebig und zu temporär, wg. mangelnder Moderation,daher keine Qualitätsblogs, keine Lust dazu bei Bloggern (Magda)
12)Wo bleibt Redaktions- und Moderationsperlen-Liste?(goedzak)
13)wünscht Qualitätslink, der vorher erklärt was kommt, nicht „Linkwüsten“(Columbus)
14)Keine Vor-Auswahl im dFC-Blogeingang, keine dFC-Redaktion (Kalle Wirsch)
15)Keine Konkurrenz unter Bloggern durch Klickzahlen und Charts (Kalle Wirsch)

Redaktionelle Auswahl
für Print:
1)möchte mehr dFC-Blogbeiträge in print (popkontext)
2)denkt an „Blog 1“-Kolumne für Print (popkontext)
3)nicht noch mehr Blogs im Print (koslowski)
4)dF-sei Domscheid B./open leaks lastig (Rosa Sconto)
5)Magda soll regelmäßig in Print zu Salon schreiben (goedzak)
6)Doppelarbeit in Print und in den Blogs, Blogs von kloetzer, popkontext, goedzak besser(goedzak)
7)Blogger zu Themen für Print ansprechen (goedzak), Auswahl aus den Bloggern, bisher randtändig und Füllmaterial (goedzak)
8)Aufrufe zur Beteiligung, Lang, Hank,Leinkauf fortsetzen, verstärken (goedzak)
9)nach dem Relaunch mehr dFC im dF-Print (JJK)
10)Moderation soll/will mehr auf geeignete Bloggertexte einwirken wg. Printfähigkeit/Textlängen (JJK)
11)Wünscht obligat, zum Anfang, 1/2 Print Seite pro Ausgabe mit dFC-Text(en), 52x/anno, zusätzlich zu „Randsteifen“ (Columbus)
12)Redaktion ist und soll allein verantwortlich für Auswahl aus Bloginhalten der dFC bleiben (Rapanui)

Organisation der Beteiligung/dFC „Rat“?

1) Befürchtung statt offener Diskussion, kleiner Kreis (streifzug)
2)Input, Kommentare an einer einzigen Stelle (JJK, ehemaliger Nutzer)
3)Herrschaftswissen der dF- Red abbauen (Berlin)
4)keine dFC-“Familie“ (Koslowski)
5)Blogger der Initiative sind nicht die Community, Selbstdarstellung (antares56)

Netikette,Etikette, Umgangston:

1) Rauher Ton bes. für Frauen (Calvani)
2)Diskursstränge „phallzoentristisch“ (Berlin)
3)Pöbelton wg. Desinteresse der Mod. am Eingriff (popkontext)
4)Wünscht weiterhin Selbstorganisation in den Blogs und keine Sanktion (koslowski)
5)Wünscht Wahl eines „Orga- Teams“ durch die dFC, Bedingung paritätisch (Calvani)

Sonderthemen:
1)Mitschnitt minimum Audio, der dF-Salons und regelmäßig in die dFC (chrislow)
2)Wirtschaftsredaktion beim dF(Rosa Sconto)
3)Print-Freitag früher besser, zu viel Kochen, Gärrtnern, Trinken (I.D.A.List)
4)Die dFC als „Kommune 1 eines Red-Blog-Medienorgans“ (Brandt)
5)Copy+Paste Beiträge verstoßen gegen Urheberrechte (ich)
6)Gute Beiträge aus der dFc seitens der dF- Red. anerkennen, kleines Geld, Geschenke, mehr jeidoch durch öffentliche Anerkennung (Calvani)

So, das war es. Der harte Kern der Materie, so hoffe ich.
Möge es nutzen. Druckfehler und evtl. Auslassungen mögen mir verziehen werden und können ja, möglichst knapp, ergänzt werden.

Ich habe Wertungen (Bloggervorlieben) und diskursive Dinge weg gelassen, bis auf die Ausnahmen, bei denen persönliche Vorschläge doch im Vordergrund des Anliegens standen.
Fazit: Manchmal ist mir das gesunde Ego mancher Foristen ganz schön auf den Sack gegangen, aber das nehme ich mit ins Grab (;-)) ).

Das ganze ist auch ein Dank an JJK (und auch die anderen interessierten der Red.), der trotz Widrigkeiten, hier die Fäden festhält. Menscheln ist das schwierigste Geschäft von allen.

Christoph Leusch
SuzieQ schrieb am 18.11.2011 um 00:04
@ Columbus
Dankeschön, ein Anfang,..., für die Mühe. SQ
Popkontext schrieb am 18.11.2011 um 00:22
Hey, super!!! Klasse. Muss ich gleich mal genau durchlesen.
blog1 schrieb am 18.11.2011 um 00:39
Lieber Christoph,

Ein sehr gute Zusammenfassung. Danke.
Popkontext schrieb am 18.11.2011 um 00:43
Richtig gelesen - und auch Danke für die Arbeit. Ich denke, wir sollten das als Ausgangspunkt nehmen für einen neuen Blog zum Thema, mit der neutralen Instanz "Community-Konferenz" oder whatever, und auch die entsprechenden Blogeinträge verlinken. Davon ausgehend die entsprechenden Verbesserungen + Ergänzungen bzw. Korrekturen zu den Details. Zu deisem Blog sollten mehrere leute zuganng haben, die sich damit beschäftigen, die Sachen auszuwerten und zu sortieren. Wäre dafür, JJK so wenig wie möglich damit zu belasten, nur die notwendigen Hilfestellungen. Diesen Blog dann aber auch möglichst weit verlinken, dass es alle Interessierten mitkriegen.
ich schrieb am 18.11.2011 um 01:04
@Columus
Mir ging es nie so sehr um das Urheberrecht per se, sondern mehr um den Umgang mit Inhalten, sprich dessen Verteilung im gegenwärtigen "Freitags-Biotop". Aber das ist jetzt geklärt. Dass die Debatte (nebst Trollen) in Augsteins Blog geführt wurde war eher nebensächlich.

In Bezug auf die ganze Aktion hier wäre mir dies wichtiger: Antizipieren der zukünftige Rolle des Online-Journalismus und den daraus Entstehenden Möglichkeiten für die Applikationslogik und Oberflächengestaltung zur Nutzerführung der Online-Ausgabe des Freitags, verbunden mit einer zwangsläufigen personalen Verstärkung des Online-Bereichs.

Trotzdem, auch von mir danke für die Zusammenfassung.
ich schrieb am 18.11.2011 um 01:09
Wenn's irgendwann mal eine Möglichkeit gäbe die eigenen Rechtschreibfehler wieder auszubügeln, wär' das auch ganz toll.
Popkontext schrieb am 18.11.2011 um 01:25
@ich
Ich glaube, hier fühlen sich einige latent mißinterpretiert, aber das sollt man in dem neuen Blog dann beheben und ergänzen (deshalb erster Vorschlag - Link zu den Originaltexten jeweils).
jayne schrieb am 18.11.2011 um 11:40
ist mein diskussionsbeitrag zu nachhaltigkeit und vorausschauendes handeln der freitag-redaktion, gepostet am 11.11.2011 | 17:01, nicht wichtig genug, um hier in der zusammenstellung inhaltlich auch gepiegelt zu werden?
Popkontext schrieb am 18.11.2011 um 11:51
@jayne
Das muss noch alles ergänzt werden - das ist erstmal ein Grundstock. Magst du einen Link hierher posten, so dass das niemand raussuchen muss?
jayne schrieb am 18.11.2011 um 12:06
danke, genau der
Columbus schrieb am 18.11.2011 um 13:00
ad
jayne schrieb am 18.11.2011 um 11:40

Ganz im Gegenteil. Alle Komm.-Stränge, die ganz oben, bei JJK mit einem Link zum jeweiligen Blog, also zum Generalthema "Wir müssen reden" mit erfasst sind, wurden abgegrast. Interndiskussionen unter Kommentatoren nach Möglichkeit weg gelassen, ebenso, find´ ich gut find´ ich schlecht, ebenso, man müsste strategisch denken, Weitblick etc.

Ihr Beitrag, lesen Sie einmal die knappen Punkte durch, steckt, -wenn auch nicht unter ihrem Namen-, in den Essentials. Das habe ich bezüglich ihres Beitrags, gerade noch einmal verglichen.

Aber aus den Punkten oben geht ja das Ziel hervor, nach und nach dF und dFC näher zueinander zu bringen und die Anteile dFC ein wenig zu erhöhen.
Das ist deklariertes Ziel Jakob Augsteins, der dFC-Mod., und doch auch unser aller Ziel (es gibt wenige Ausnahmen, die auch erfasst sind).

Nur müssen die konkreten Vorschläge, sollen sie zusammen gefasst werden, eben "nackt" präsentiert werden, ohne Erklärung, Abwägung, sonst kann man sich das Systematisieren sparen.

Vorgehen: Beim ersten Blog in der Reihe begonnen, beim letzten aufgehört. Was dann doppelt auftauchte, wurde weg gelassen, unabhängig davon welcher Kommentar besonders schön geschrieben war, eigentlich erstmals die Idee anführten, kluge Abwägungen bringt.

Ich finde, ehrlich gestanden, das ganze Herumgerede mittlerweile ziemlich affig, weil damit das "Fleisch" der Sache (Was will xyz-dFC-Blogger konkret) immer mehr überlagert wird, von Interpretationen, wie man was meint, gemeint hat.
Immer wieder wird die gleiche Datei auf der Festplatte neu überschrieben.

Einige Teilnehmer äußern explizit schon Vorstellungen, wie und wen sie als Teil der eventuell vergrößerten Spielräume, dann redaktionell wünschen. Da, wo das ein Hauptthema der eigenen Wünsche ist, -nicht das einzige Thema wohlgemerkt-, erscheint das auch in der Liste. - Es gibt z.B. auch Kommentarstränge, die sich einfach nur ehemalige dFC-Mitglieder zurück wünschen, weil, in den Augen der Schreiber, die die gehaltvollen Beiträge lieferten (das habe ich weg gelassen).

Noch einmal auch für popkontext (ad 18.11.11, 01:25, 11.51), das ist das Bare bone, das Fleisch der Forderungen. Man kann das jetzt durch Links wieder unübersichtlicher machen oder in anderer Lesart, differenzierter. Dann geht aber die feinziselierte Auslegung von vorn los.

ad ich, 18.11.11, 1:09:
Ich glaube, das wird aus den ganzen Punkten zur Qualität der dFC deutlich, dass viele Blogger darunter leiden, wie einfach es ist, mit C&P-Material, manches Mal reicht ein Bild, ein Dreizeiler, Klickzahlen und Endloskommentare auszulösen. -Das gilt ja auch für bewusste Provokationen. - Die computergestützte Chart-Moderation verarbeitet das als "wichtig" und vergibt den Rang in den Blog-Leisten.

Keine Frage, es ist ein Dilemma der Webwelt und auch des digitalen+modernen Journalismus, die eben an Klickzahlen und Quoten ausgerichtet sind und ausgerichtet sein müssen, weil sonst nichts verdient wird, bzw. die Aufmerksamkeitsökonomie nicht liefe. - Bedenken Sie aber auch, dass auch eine größere Zahl Blogger der dFC mehr von dieser Aufmerksamkeitsökonomie wünschen und genau das als Qualitäts- bzw. Erfolgskriterium ansehen.

Grüße an die Kommentaristen und Teamworker

Christoph Leusch
Popkontext schrieb am 18.11.2011 um 15:28
@Christoph
Ich würde die Verlinkung zu den Blogs / entsprechenden Kommentaren als Ergänzung sehen, wenn man sich genauer anschauene will, wie ein/e Blogger/in das Thema bearbeitet hat - generell finde ich deinen Ansatz gut.
Fro schrieb am 18.11.2011 um 19:43
Gute Initiative Christoph. Da bisher nichts Weiterführendes gekommen ist, hier mein ergänzender Vorschlag zum weiteren Vorgehen:

Diejenigen, die einen von Christoph aufgeführten Vorschlag zurückziehen wollen – z.B. wegen neuer Erkenntnisse - sollten das jetzt schon tun, dann wird es übersichtlicher und spart Kommentierenergie.

Einer, besser mehrere, richten zu den jeweiligen von Christoph eingeführten Themenblöcken einen Blog ein – die Liste wird ohne weitere Kommentierung in den Blog hineinkopiert und eventuell noch etwas in den Formulierungen optimiert – die Namen würde ich weglassen. "Technik" und "Moderation" könnte man zusammenfassen.

Für die Weiterverwertung wäre es sinnvoll, wenn die Wünsche aus der Liste in der entsprechenden Reihenfolge schon als Kommentare angelegt wären. Dann hätte das Blog die Funktion eines Inhaltsverzeichnisses.
Voraussichtlich diskussionsintensive Themen sollte man in Extrablogs auslagern. Das kann man in den Themenblogs unter den jeweiligen Unterthemen aber immer noch beantragen, bzw machen und dahin verlinken.

Jeder kann einen neuen Vorschlag (als Kommentar) unten dranhängen, der dann vom Blogger im Blog an entsprechender Stelle gelistet wird, und von den Interessierten konstruktiv kommentiert wird.

Die Interessierten können zustimmen, ablehnen, wer will, kann es knapp aber nachvollziehbar begründen und gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge machen - oder einen Alternativvorschlag vorstellen. Mancher hat zu einzelnen Fragen ja schon etwas geschrieben, das kann er ja - auf das Wesentliche gekürzt - übernehmen.

Falls einer seine Ablehnung/Zustimmung kund tut, kann man ihn durch Besternung bestätigen. Falls jemand mit der Bewertung nicht einverstanden ist, schreibt er das so knapp wie möglich, bringt - wenn vorhanden - einen Verbesserungsvorschlag oder eine Alternative, die auch durch Besternung oder Kommentar bewertet werden können...

Falls klar ist, dass etwas fertig und konsensfähig ist sollte die Diskussion über den Vorschlag beendet werden.
Praktisch wäre, wenn eindeutig abgelehnte Vorschläge nebst Kommentare von der Mod. gelöscht werden.
Der Blogger müsste die optimierten, konkretisierten Wünsche im Blog aktualisieren.

Das erfordert ein klein wenig Disziplin. Z.B. dürfen keine neuen Hauptkommentare aufgemacht werden, wenn es sich nicht um einen formulierten Vorschlag handelt.
Und persönliche Gespräche sollten vermieden werden.
Am besten wäre es wohl zu Anfang der Blogs auf diese Regeln hinzuweisen.

Das war nur eine Idee, vielleicht hat ja jemand etwas Besseres parat.

Die Blogs könnten unter einem Tag wie z.B.: wirmachennägelmitköpfen oder wirkommenzupotte gesammelt werden.;-)
Fro schrieb am 18.11.2011 um 21:17
Einfache Version:

Die sechs Blogs werden in oben beschriebener Weise (Themenblock-Listen-Kopie) eingerichtet, und der Interessierte richtet durch Einkopieren eines gelisteten Vorschlages - oder Kreierung eines Neuen -, einen Dikussionsstrang (Kommentar) dazu ein.
Rest siehe oben.
Fro schrieb am 18.11.2011 um 21:52
Aktualisierte Fassung hier.
Jan Jasper Kosok schrieb am 19.11.2011 um 13:19
@Columbus

Vielen, vielen, vielen Dank für die Mühen! Das erleichtert es auch mir, Antworten zu finden bzw. bestehende zu formulieren und mit der richtigen Frage zu verknüpfen.

Besten Gruß und ein schönes Wochenende

JJK
goedzak schrieb am 19.11.2011 um 14:13
Mächtige Arbeit, Columbus, der Zeitaufwand ist kaum zu überschätzen und soll auch von mir geschätzt und geachtet sein, Danke! Ein Gebrauchswert ist auch da, wie JJK richtig bemerkt.

Ansonsten zu dem ganzen Zusammenhang von mir noch folgende Bemerkungen:
Solche Statements wie das von jayne (siehe Verlinkung von Popkontext) sind mir die liebsten, weil treffendsten. Hier werden keine Einzelheiten moniert oder gefordert, sondern eine problematische Situation grundsätzlich ausgedrückt. Das war auch mein Anliegen. Alle von mir angeführten 'Einzelheiten' sind nur exemplarisch gemeint oder werden als Indizien für das von mir gesehene Problematische angeführt.

Ich fordere NICHT die Veröffentlichung von 'Perlenlisten', sondern sah ihr Verschwinden als Indiz für eine Art Ermüdung seitens der Redaktion (nach den Gesprächen neulich stellt sich das für mich schon wieder ganz anders dar!)

Ich fordere NICHT, das Magda eine Freitag-Salon-Kolumne kriegt, sondern habe das bewusste Befördern solcher Bloggeraktivitäten durch die Redaktion, ihr Etablieren als feste Größe als wünschenswert und Ausdruck des speziellen Freitag-print/online-Redaktion/Community-Zusammenhangs ausdrücken wollen.
Und das mein Blog "besser" war als, das, was im Printteil zum Thema gedruckt stand, hab ich schon gar nicht gesagt!

Ich will nicht als ausgewählter FC-Vertreter um der Vertretung willen auf dem Salon-Podium sitzen. Ich finde es wünschenwert, dass FC'ler, von denen Kompetenz in bestimmten Fragen bekannt ist, deshalb zu einschlägig thematisierten Salons aufs Podium eingeladen werden.

Mit ist egal, ob es eine Sternchen- oder eine Däumchenbewertung gibt, ich bin für das Recht auf Anonymität, die eigenen Blogbeiträge zu löschen usw. - aber ich hatte noch nie Lust, mich über diese Details zu streiten. Ich werde es nehmen, wie es kommt, im Extremfall eben aussteigen. Festlegen sollten solche Einzelheiten die zuständigen Leute in der Redaktion.

Ich unterstütze alles, was die Selbstorganisationsmöglichkeiten der Community verbessert, weil nur so nachhaltig mit Problemen wie Umgangston und inakzeptable inhaltliche Tendenzen umgegegangen werden kann. Demzufolge werde ich keine Vorschläge unterstützen, die auf ein Mehr an administrativem Aufwand hinauslaufen.

Ich wünsche mir eine regere Kommunikation zwischen Community und Redaktion, mehr Sichtbarkeit ihres Zusammenhangs im Projekt 'derFreitag'! Dafür braucht es sicher eine bessere technische Basis. Dauernde und vielleicht noch detaillierte Forderungen seitens der Community werden da aber nicht viel weiterhelfen, schon deshalb nicht, weil die naturgemäß widersprüchlich sind. Jeder Forist hat eine Verantwortung für seine Inhalte und seinen Umgangston, das und die Möglichkeiten der informellen und nichtzentralistischen Selbstorganisation der FC werden diese für die Redakteure auch wieder interessanter machen. Dass auch von letzteren, ich will mal sagen hin und wieder die Überwindung eines inneren Schweinhunds erwartet werden kann, ist klar.
Popkontext schrieb am 19.11.2011 um 14:29
@goedzak
Ich sehe das weniger als "Forderungen" als als Anregungen, was ja unter den gegebenen Macht- / Besitzverhältnissen auch gar nicht anders sein kann.

Nachdem was JJK erzählt hat, hat man jetzt bei dem neuen System bewußt Tools programmiert, die dem einzelnen Nutzer mehr Autonomität ermöglichen, z.B. beim löschen von Trollen etc. Das klang mit alles sehr durchdacht. Mit dem jetzigen System hätte eine Verbesserung des Tons mE. nicht über Selbstregulierung funktioniert (wie man sieht), sondern nur mit "mehr an administrativem Aufwand", der ja an sich weder gewünscht noch leistbar ist. So setze ich sehr viel Hoffnung darein, dass der Relaunch vielleicht doch kein Phantom bleibt.
ich schrieb am 19.11.2011 um 15:00
@goedzak


Alle von mir angeführten 'Einzelheiten' sind nur exemplarisch gemeint oder werden als Indizien für das von mir gesehene Problematische angeführt.

Ich unterstütze alles, was die Selbstorganisationsmöglichkeiten der Community verbessert ...

Dafür braucht es sicher eine bessere technische Basis. Dauernde und vielleicht noch detaillierte Forderungen seitens der Community werden da aber nicht viel weiterhelfen, schon deshalb nicht, weil die naturgemäß widersprüchlich sind.

... die Möglichkeiten der informellen und nichtzentralistischen Selbstorganisation der FC werden diese für die Redakteure auch wieder interessanter machen.


Damit fasst Du meine Meinung sehr gut zusammen. Dies war mit einer der Gründe, warum ich, abgesehen von der Rauferei in Jakob Augsteins Blumenbeet, mich im Vorfeld des Salons nicht ausgiebig an der Diskussion beteiligt habe. Trotzdem denke ich, dass die Revolte schon allein als performativer Akt wichtig war und auch für den Community-Support, trotz reichlich Arbeit, einige Anregungen mit sich gebracht hat.
tlacuache schrieb am 21.11.2011 um 07:15
So So,
die Opposums werden wieder uebergangen, das nenne ich untragbaren Rassismus
;-)
gute Arbeit Columbus
:-)
Jan Jasper Kosok
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