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Lieber JA, liebe Redaktion, liebe Community-Leitung, lieber Mit-Blogger/innen und –Autor/inn/en,
am kommenden Dienstag kommen einigen von weit her nach Berlin, um am Rande des Freitag-Salon mal ein paar Fragen zu stellen und Dinge anzusprechen, die immer mal wieder gesagt oder noch nie besprochen wurden, die aber so oder so seit geraumer Zeit, wie sie sind, in der Community bei einzelnen oder bei vielen Bloggerinnen oder Bloggern für Unmut und Frust sorgen.
Im Moment scheint tatsächlich weniger los zu sein in der Community als noch vor ein paar Monaten. Das kann man relativ objektiv an den Charts ablesen – die absoluten Kommentarzahlen, Stillstand oder Bewegung sind ein sicheres Indiz für viel oder wenig Beteiligung und Resonanz. Ein ebenfalls sicherer Indikator Zugriffszahlen auf einzelne Blogs, aber die hält Der Freitag von den Autorinnen un Bloggern streng geheim.
Womit wir schon beim ersten Punkt wären, der mich von Anfang an gestört hat. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Redaktion diese Zahlen auch vor sich selbst geheim hält. Möglich wärs ja – um sich nicht unnötig zu frustrieren, wenn’s schlecht läuft, z.B.. Wenn da die Redaktion aber ein Herrschaftswissen für sich behält, das die Blogger mindestens genauso anginge, stimmt der Mythos nicht, dass wir „auf Augenhöhe“ sind. Das mag ein geradezu kommunistisches Ideal einer egalitären Community aus Bloggern, Autoren und Redakteurinnen, das Der Freitag aber von Anfang an verkündet hat, mit dem er anfangs einige anderswo schon erfolgreiche bekannte Qualitätsblogger für sein Vorhaben gewinnen konnte und für das er zwischendurch auch den Leads Award 2010 als „bestes Online Magazin“ als Vorschusslorbeer bekam.
Will er damit weiter haussieren, muss analysiert werden, ob und warum die Welle des Erfolges sich momentan rückwärts bewegt und das sollte gemeinsam erfolgen, mit den Betroffenen. Schließlich ist die Resonanz der Lohn der Bloggerinnen und Blogger, für Geld machen sie’s jedenfalls nicht.
Eine wachsende Zahl von momentan Unzufriedenen hat deshalb beschlossen, das diesjährige Salon-Motto „beherrscht euch“ mit „WIR MÜSSEN REDEN“ zu übersetzen . Zunächst wollen wir alle anderen Communtiy-Mitglieder am heutigen 11.11.11,11:11 zu einem offenen Brainstorming in mehreren Blogs einladen, die unter dem Tag „wirmüssenreden“ zu finden sind. Verlag und Redaktion dürfen sich gerne beteiligen.
Am Dienstag, dem 15. November um 18:30 Uhr wollen wir das Gespräch mit JA und mit euch im richtigen Leben fortsetzen und laden alle Interessierten aus Community, Verlag und Redaktion zu einem „Gespräch auf Augenhöhe“ vor und nach dem Freitag-Salon in die Kantine des Gorki-Theaters ein. Mehrere uns werden dazu von weit her dazu nach Berlin kommen. Natürlich sind wir gespannt, wer sonst noch kommt und wer außer JA aus der Redaktion den Weg über den Hegelplatz ins Gorki findet.
Mein eigener Beitrag zur Frustforschung, die am Anfang der Analyse stehen sollte, würde bei dem schon erwähnten Herrschaftswissen beginnen und bei der Frage enden: Wieso willst Du das wissen? Die wie auf Bestellung dazu sicher kommen wird, die ich aber nicht vornweg schon beantworte. Mit etwas Nachdenken kommt man da auch schnell von selbst drauf.
Zwischen diesen beiden Frustfaktoren rangieren bei mir solche frustrierenden Erfahrungen und Ängste wie die, dass die Redaktion sich aus meinen Beiträgen bedienen kann, ohne die sonst übliche Spielregel einzuhalten, da „nach Recherchen des …“ hinzuzufügen, wenn die Fakten, die eine News ausmachen, jemand anderes zuerst herausgefunden und veröffentlicht hat. Wäre mein Text in der Zeit oder sonst wo erschienen, die Redaktion hätte das sicher eingehalten. Hier ist es ja „nur“ ein Blog, so wie ich „nur“ ein Blogger bin. Sowas dämpft meinen Ehrgeiz, im Blog-Format auch journalistisch punkten zu wollen und damit Den Freitag auch in diesem Teil zu einer relevanten Informationsquelle mit aufwerten zu wollen.
Ein weiterer Punkt, der mich zumindest manchmal ratlos macht, sind die Klagen über interessante BlogBeiträge, die trotzdem unbeachtet bleiben, weil sie nicht über die Wahrnehmungsschwelle kommen. Obwohl mich das selten betrifft, höre ich das leider oft und finde es auch manchmal bestätigt. Man schaut – auch ich selbst natürlich – zuerst in die Charts der fünf gerade meistkommentierten, nach dem Motto: Wer hat, dem wird gegeben. Außerdem guckt man noch bei „neue Blogs“ (wo etwa, wenn viel los ist, nicht allzu lange steht), dann in die Top Blogs“ (wo die Beiträge manchmal immerhin ein paar Stunden drin sind). Die Top Blogs sind das Sprungbrett zum Erfolg, und um die Frage, wer da warum mit welchem Beitrag reinkommt, rankten sich hier schon einige Diskussionen. Die Frage ist: Wie sollen die Community-Leiter das entscheiden – nach sozial-gerechten Gesichtspunkten (wie Frauen- oder Migrantinnen-Quoten) oder nach inhaltlich-journalistischen? Und wenn letzteres eines Rolle spielt: Können die das überhaupt, wenn sie selbst eigentlich von Haus aus keine Journalisten oder Redakteure sind? Deren wichtigste Maxime heißt ja: (Wir machen die Zeitung) „für den Leser“, das ist leicht zu verstehen, aber es ist nicht immer leicht zu umzusetzen, was das jeweils gerade heißt.
Eine weitere erschreckende Sache ist das Kräfteverhältnis in den Diskussionen, das durch ein nicht immer glückliches Community-Management-Regime und die m.E. AGB-widrige Ermöglichung von konkurrierenden Regimen schon so negativ beeinflusst wurde, dass einige ehemals Fleißige hier nicht mehr Schreiben und kommentieren wollen – übrigens vorwiegend Frauen. Eine hat mir klar gesagt: Das Regime sei „phallogozentristisch“, sie ziehe jetzt die Konsequenz. Shit happens – aber man muss daraus lernen, wenn sowas passiert, vor allem, wenn Bloggerinnen mit 4-stelliger Kommentierleistung betroffen sind, die hier seit langem zum festen Inventar gehören.
Kritisch beleuchten würde ich noch mal die Sache mit den Parallelregimen, denn das hatten wir so nicht vereinbart. Dass Community-Leitung jederzeit und ohne Begründung Kommentare löschen kann, ist vereinbart worden in den AGB. Dass andere Blogger das ebenfalls können, wenn ihnen die Kommentare unter ihren Blogs „in eine falsche Richtung laufen“, sieht hier nicht jeder als ebenfalls in Ordnung an. Einfach den BlogBeitrag kopieren, ihn löschen und ihn dann unter derselben Überschrift wiedereinstellen – dann verschwinden alle Kommentare und die Diskussion kann wieder bei Null beginnen. Wer was darunterschreibt, was dem Autor nicht passt, muss damit rechnen, dass ihn erneut die Strafe des Sisyphos erwartet, da verliert man die Lust, sich kritisch zu äußern. Und die konstruktiven ärgern sich erst recht, dass sie mit bestraft werden. Ein solches Regime sollte deshalb technisch gar nicht ermöglicht werden, wenn es nicht ausdrücklich auch in den AGB erlaubt wird, so dass man weiß, was einen erwartet. Sowas ist ohne Beispiel und so weder in der Blogosphäre noch bei den Zeitungen in deren Netzcommunities möglich.
Das wären die vier Haupt-Frustquellen, die ich im Moment auf dem Radarschirm hätte. Andere sehen sicher anderes, und ich bin sehr gespannt, deren Blogs dazu zu lesen. Und ebenso, wer außer JA dazu am Dienstag oder hier in den Blogs etwas zu sagen hat, was vielleicht zu einer Verbesserung führen könnte.
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Ja, über die Retro-Welle des Erfolges, würde auch ich gerne gemeinsam mit allen Betroffenen der vier Haupt-Frustquellen diskutieren, :D
Die Zugriffszahlen auf einzelne Blogs lassen sich ganz einfach erfassen. Das ist technisch kein Problem. Wie aussagekräftig diese Daten allerdings sind kannst Du ermessen wenn Du Dich daran erinnerst wie oft Du einen Blog wegen einem vielversprechenden Titel öffnest und dann feststellst das der Beitrag nicht Deine Erwartungen erfüllt. Da ist dann kein Kommentar auch ein Kommentar. Die momentane "Rückwärtsentwicklung" ist nicht allzu groß. Klar, das mit den Frauen stimmt! (Rahab, DamevonWelt etc und das regt mich total auf!). Trotzdem, ich habe bei der IVW nachgeschaut (Stats sind in meinem Beitrag), die Besucherzahlen waren sehr hoch während der Schlachten um Guttenberg und Libyen. "Der Freitag" hatte klare Positionen bezogen. Ein paar eitle Berufsbetroffene hatten wie wahnsinnige die Kommentare zu ihren Beiträgen kommentiert. Das hatte eine regelrechte Trollinvasion zur Folge, was wiederum wohl an dieser leidigen "Facebook Like Manie" liegt. Diese Apps rufen dann diese Trolls auf den Plan und zeigt zugleich die Grenzen technischen einer Community-based Publikation. Es gibt dagegen andere technische Möglichkeiten dies zu kompensieren. Deiner "Frustforschung" in Bezug redaktioneller Selbstbedienung kann ich nur allzu uneingeschränkt zustimmen. Habe schon öfters über diesen Dilletantismus lachen müssen. Allerdings habe ich es aufgegeben mir wegen der "Hühnerleiterhierachie" von Topblogs noch Gedanken zu machen. Redaktioneller Mangel an Kreativität ist oft nur eine natürliche Konsequenz eines konfusen Verständnis von frustriertem Leistungsbewusstsein. (ehemals Engagement genannt) Das Löschen, ja, dann muss es aber wenigstens die Möglichkeit geben die Kommentarfunktion für den jeweiligen Beitrag sperren zu können. Schlaumeier knallen sonst endlos viele Zoten unter einen Beitrag. Das war bei mir zwar noch geschehen weil eh jemand meinen Kram liest, oder ich hab einfach ein zu dickes Fell :D. Ein schönes Wochenende! |
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@Christian Berlin
zunächst finde ich "Wir müssen reden" eine gute Aktion von den Mitlgiedern der FC. Meine Blogger Biographie ist erst 18 Beiträge und 105 Kommentare jung und ich fühle mich noch außerstande mir zum Freitag und der Community ein richtiges Bild zu machen. Zumal ich eher zu den nicht viel-Bloggern gehöre, die die Situation besser einschätzen können. Jedoch ist mir einiges aufgefallen. Beispielsweise die ständigen Anfeindungen unter den FC Mitgliedern wahrscheinlich auch von Personen die in der FC etwas anderes suchen. Die Moderation tritt in solchen Fällen aber auch anders relativ wenig in Erscheinung. Sie lässt die FC einfach so vor sich hinwursteln und beteiligt sich auch nicht bzw. sehr wenig in den Diskussionen. Ich lese seit ca. 7-9 Monaten den Freitag. Vorher habe ich die taz gelesen. Ich muss feststellen, dass die Qualität und die Texte des Freitags anspruchsvoller sind. Oft ist es eine Begeisterung für mich diese Texte zu lesen. Jedoch kommt es mir vor, dass die Qualität der Wochenzeitung sich langsam verschlechtert. Ich weiß nicht woran es liegt. Ich wünsche allen "die reden wollen" viel Erfolg beim Vorhaben und ganz besonders auch offene Ohren für die Ideen und Vorschläge. Denn wer reden will, muss auch gehört werden. ; ) Die Community sind wir alle. Danke |
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Lieber Christian
ich werde um 18.30 im Gorki sein LG Michael |
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Ich habe mal versucht, die Diskussion zu bündeln:
www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/wir-muessen-reden Lieben Gruß JJK |
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Lieber Christian,
am Dienstag werden wir genau 45 Minuten Zeit zum reden haben. Das ist nicht eben viel für diese Art von Gespräch. Ich finde zwar Flash Mobs ganz lustig. Aber wenn wir eine echte Konferenz machen wollen, anlässlich derer Community und Red miteinander diskutieren, sollten wir das ein bisschen länger vorbereiten - und ich sollte auch dabei sein. Ich muss aber nach der Veranstaltung am Dienstag nach Hause - und ehrlich gesagt habe ich nach so einem Salon für echte Gespräche auch keinen Nerv mehr. Da kann man so plaudern. Mehr nicht. Die Idee vom Wir müssen reden finde ich gut. Aber den Zeitpunkt nicht so glücklich gewählt. Und dann gibt es eine Sache, die dem Reden vielleicht ein bisschen den Boden wegzieht: Unser System ist laaaaaaaangsam. Und wird immer laaaaaaangsamer. Wir arbeiten seit bald anderthalb Jahren am Relaunch. Das ist genau das richtige Wort: Wir starten nämlich komplett neu. Das alte System war Schrott. Es durch ein neues zu ersetzen kostet unglaublich viel Zeit, Kraft - und Geld. Schneller haben wir es nicht hinbekommen. Dafür kann man uns schelten - tun wir selber auch dauernd, mit Heulen und Zähneklappern und Nervenzusammenbrüchen und Burn Out und Kündigungsdrohungen und Wieder-Vertragen und Weiterarbeiten und allem - aber wir können es im Moment nicht ändern. Der Launch wird irgendwann im kommenden Frühjahr stattfinden. Präzisere Angaben mache ich nicht mehr, seit ich mich selber schon fünfmal geirrt habe. Wenn wir glauncht haben, wird unsere hundertmal schneller sein und besser aussehen und - nach einer gewissen Zeit - hundert mal mehr können als jetzt. Dann nimmt der Online-Zug wieder Fahrt auf. (Print läuft ohnehin die ganze Zeit gut und wird immer besser). Ich hoffe, das hat ein bisschen geholfen. Bis Dienstag, Ihr JA |
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@Jakob Augstein
Was mich ein wenig irritiert ist, dass Sie im Zuge des geplanten Relaunch offenbar NIE an die Blogger/innen herangetreten sind, die die Software ja quasi testen und auch benutzen müssen. Das müsste doch in Ihrem Interesse sein. Da ist es schade, dass wir Sie jetzt so "festnageln" müssen - 45 Minuten sind defitiv zu kurz für mehr als ein erstes Antesten, wohin die Diskussion gehen kann. |
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Auch hier wäre es super, wenn wir drüben weiter diskutieren könnten. Ich habe den Kommentar von JA ebenfalls dort eingestellt.
>> www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/wir-muessen-reden#comment-332775 |
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Nun, den Termin haben Sie vorgeschlagen und zwar beim letzten Salon, also viele Wochen vor dem von Ihnen vorgeschlagenen Termin, Jakob. Dass auch Sie jetzt einsehen, dass die Zeit nicht reicht, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.
Und unser Flash Mob sollte nicht wirklich lustig sein, schade, dass Sie das nicht verstanden haben. |
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@JJK
Ok, hast Recht... |
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schrieb am
11.11.2011 um 19:12
Also - ich wäre an Augsteins Stelle auch genervt -bei dieser Penetranz. Ist doch grenzenlos - nicht zu fassen.
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@Popkontext
@Calvani ... der Schuldige bin ich, ich hatte nur gefragt, ob JA nächstes Mal Zeit hat, nicht gesagt, worum es geht - und eigentlich wollten wir auch nur in einer etwas lockeren Runde die Sache mal andiskutieren, wir haben das jetzt ein bisschen ausgeweitet, das schadet aber der Sache nicht. |
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Christian, das habe ich anders in Erinnerung, aber gut, wenn du's sagst, du warst dabei. Anyway, ich habe auch jetzt nicht das Gefühl, dass die eigentliche Message bei Augstein angekommen ist.
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@Jakob Augstein
Lieber JA, das macht überhaupt nix. Wir disziplinieren uns einfach und planen dann gemeinsam eine zweite Runde - vielleicht am Tag nach dem FS? Das schöne ist ja, dass die von weit angereisten dann meistens noch da sind. Wenn Runde 2 nicht dieses Mal folgt, dann nächstes oder übernächstes Mal? Wichtig ist: Wir fangen irgendwann an irgendeiner Stelle mal an. LG Christian @Calvani Und unser Flash Mob sollte nicht wirklich lustig sein Aber gelacht haben wir selber auch über die Idee, das sollten wir ehrlich zugeben ;) |
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schrieb am
11.11.2011 um 19:34
ChristianBerlin schrieb am 11.11.2011 um 19:30
Sie haben`s drauf Christian - wir sollten vielleicht wirklich mal bei Gelegenheit´`nen Kaffee zusammen trinken. |
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@Calvani
Christian, das habe ich anders in Erinnerung, aber gut, wenn du's sagst, du warst dabei. Ich hab das hier ja schon ein paar mal erzählt. Wir saßen da mit ein paar Bloggerinnen und Bloggern in der Kantine nach dem letzen Freitag-Salon, da kam JA nach vielen Monaten endlich mal wieder an unseren Tisch, und fragte ihn, ob er sich nicht zu uns sezten will. Er sagte dann, er habe leider keine Zeit, müsse jetzt gleich nach Hause. "Dann vielleicht wieder beim nächsten Mal?" fragte ich. Vor dem Salon wäre besser, meinte er, und da verabredeten wir uns also für vorher. Das habe ich einigen gleich weitergesagt, von denen ich wusste, dass sie auch zum nächsten Salon kommen und dass sie auch genügend Gesprächsstoff mitbringen würden (Dir ja auch). So war das. Ob JA das so verstanden hat, dass es mir wirklich um den Plural ging, also dass er sich zu UNS setzt und mit uns redet und ich nicht bloß selbst mit ihm über Gott und die Welt oder den Freitag reden wollte - obwohl das vielleicht auch mal interessant wäre - das ist mir heute erst als Frage in den Sinn gekommen, das zeigten mit seine seine Antworten in den PN an uns. Ich nehme alle Schuld auf mich. Die Sache ist trotzdem gut. Dass die Botschaft inhaltlich nicht angekommen ist, hab ich schon gemerkt. Sein schlechtes Gewissen plagt ihn an einer Stelle (dem Tempo beim Seitenaufbau) so sehr, dass er das für allen Frust verantwortlich macht. Meine Antithese wäre: Man kann auch auf einer Seite, die sich langsam aufbaut, vernünftig miteinander umgehen. Weniger rauhbeinig und "phallogo" und so. Und ob geistiges Eigentum respektiert wird, hängt ebenfalls nicht von der Geschwindigkeit ab. Wenn das die ganze Antwort auf meinen Inhalt ist, sieht das sehr nach Generalausrede aus. Kann ja schlecht sein, oder? Aber das muss seine Antwort nicht bedeuten. Vielleicht wollte er auch nur sagen, was ihn selbst am meisten quält. Das lasse ich wieder gerne gelten, ich glaube, das ist ehrlich. Aber eben seine Seite, unsere sieht anders aus. Bleiben wir dran, Dialog ist möglich, denke ich. LG DC |
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@shalako
Als Teeist muss ich das ablehnen. ;) |
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@JJK
Komme jetzt rüber! |
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Lieber Christian,
da ich weiß, dass es des häufigeren gerade mit Dir Schwierigkeiten bezüglich der Nachvollziehbarkeit von Sperren bzw. Moderationsentscheidungen gab, möchte ich Dich darauf hinweisen, dass ich einen Deiner Gesprächspartner, shalako, so eben gesperrt habe. Falls Dich interessiert wieso, kannst Du es entweder drüben bei mir nachlesen oder Dich an Popkontext wenden. Liebe Grüße JJK |
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@Jan Jasper Kosok
da ich weiß, dass es des häufigeren gerade mit Dir Schwierigkeiten bezüglich der Nachvollziehbarkeit von Sperren bzw. Moderationsentscheidungen gab Meine Kritik betraf Verwarnungen oder Sperren gegen echte Bloggerinnen in drei konkreten Fällen, bei Magda (Verwarnung) oder Rahab oder am Anfang Christian Sickendiek und ursprünglich sogar den Ex-Freitags-Autoren Rainer Kühn. Ich gebe zu, dass ich mich da auch vielleicht von Symphathien leiten ließ. Zu shalako habe ich kein persönliches Verhältnis und nie einen persönlichen Blogtext gelesen, da besteht diese Gefahr eigentlich nicht. Erich ist hier nur Kommentator aufgetreten, und dass Barbara einfach nicht links liegen lassen konnte, hat hier wohl jeder mitgekriegt, selbst ich. Für mich kein Grund, ihn in meinem Blog unfreundlich zu behandeln, für Dich als Admin aber schon, das verstehe ich voll und ganz und hätte ich an Deiner Stelle vielleicht sogar schon eher gemacht. Falls Dir diese Unterscheidung unlogisch erscheint, für mich ist das mein täglich Brot. Im wirklichen Leben arbeite ich unter anderem mit psychisch kranken Straftätern und kann der Staatsanwaltschaft nicht böse sein, wenn meine Schützlinge ggf. für ihre Taten zur Rechenschaft zieht. Trotzdem ist meine Rolle ihnen gegenüber als Seelsorger oder Sozialarbeiter eine andere. Das lässt sich aushalten. Kritisch wird es nur, wenn die Justiz übers Ziel hinaus schießt. Hast Du aber hier jetzt nicht gemacht (wenn das Deine Frage war: volle Lossprechung ;) ). LG Christian |
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@ ChristianBerlin schrieb am 11.11.2011 um 19:47
Lieber Christian, Deine Erkenntnis, "Dass die Botschaft (bei JA; U.T.) inhaltlich nicht angekommen ist, hab ich schon gemerkt." ist so richtig, wie die Begründung "Sein schlechtes Gewissen plagt ihn an einer Stelle (dem Tempo beim Seitenaufbau) so sehr, dass er das für allen Frust verantwortlich macht." unzureichend ist, nicht einmal die halbe Miete ausmacht, was Du mit der "Anthithese" "Man kann auch auf einer Seite, die sich langsam aufbaut, vernünftig miteinander umgehen." ja auch andeutest: Das Entscheidende dabei aber wäre, dass es nicht nur um den Umgang miteinander gehen kann, sondern auch und vor allem um die Inhalte. Ich sagte es schon gegenüber Rosa Sconto in meinem eigenen Thread Das Dilemma, in dem sich JA befindet , sei ein treffender Beleg für die alte Bauhausthese Form follows function Oder anders herum ausgedrückt: Wenn JA im Inhaltlichen eines nicht nur "irgendwie links" (JA) geführten "Nachhaltigen Dialogs" (U.T.) keine Funktion sieht, so wird beim Freitag auch keine Form dafür geschaffen werden, solche Diskussion also auch nicht (immer) umgänglich geführt werden können. Daher sollten beim MITEINANDEREDEN (wenn man sich mit JA oder redakteuren trifft) mehr inhaltliche, denn technische Probleme der FR-IT-Maschinerie stehen. Wenn FR-Redakteure deswegen Burn-out-Symptome haben und Kündigungsdrohungen ausgesprochen werden, die "nur" technische Gründe hätten (s.o. JA), dann wäre das schon schlimm genug. Schlimmer wäre es, wenn dahinter ungelöste Probleme der inhaltlichen Gestaltung der Zeitung stünden. Für mich als Leser stellt die unscharfe Position des Herausgebers, sein sich zu oft bedeckt im Hintergrundhalten in vielen Punkten solch ein Problem dar. LG Uwe |
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@Uwe Theel
Lieber Uwe, danke für die Verstärkung! Das Entscheidende dabei aber wäre, dass es nicht nur um den Umgang miteinander gehen kann, sondern auch und vor allem um die Inhalte. Das mit dem zu wenig inhaltsbezogenen Regime ist einer meiner vier Punkte gewesen. Das vernünftige Umgang miteinander rangiert bei mir höher, der vernünftige Umgang mit Inhalten, die hier Bloggerinnen und Blogger veröffentlichen, um den Freitag.de interessant und relevant zu machen, gehört für mich zum vernünftigen Umgang miteinander unter transparenten Prämissen. Was ich nämlich sehe, ist, dass diverse Bloggerinnen und Blogger sich hier bemüht haben, eigene Qualitätsstandards zu schaffen und durchzusetzen, die Community-Leitung sie aber zeitweise dafür abgestraft hat, statt sie zu unterstützen. Namen hab ich oben genannt in der Antwort an JJK. Das Problem bei Deiner Argumentation, dass es seit Mitte der 80er keine unfehlbare Partei mehr gibt, die von Moskau her vorgibt, was "links" bedeutet, woran man sich dann abarbeiten kann. Das macht den Dialog darüber schwierig, öffnet Gurus oder Spaßvögeln ein weites Feld, wo hier schon manchmal bei Profilierungsversuchen von neuen Erfindern des linken Rades die Fetzen flogen, bis die jedermann gern umsonst belehrenden Netznomaden irgendwann gesperrt wurden und wir sie bestensfalls in Anti-Freitags-Communities wiederfanden. Mein Fazit daraus: Ohne vernünftigen Umgang miteinander endet jeder politische Diskurs im Chaos. Deshalb rangiert der Umgang miteinander an erster Stelle, wenn er irgendwann politisch Früchte tragen soll. Wobei man, um den politischen Konsens hinzukriegen, das Menschliche ja nicht gleich übertreiben muss (@Rahab möge mir meinen satirischen Link auf den "phallogozentristischen" BlogBeitrag von Tom Strohschneider verzeihen - möglicherweise ist die dort beschriebene Realität noch phallogozentristischer). ;) LG Christian |
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@ ChristianBerlin am 12.11.2011 um 16:11
Lieber Christian, eine kleinen Antwort: a) Ich habe seit Anbeginn meines politisch bewußten Lebens nie an eine den Ton bestimmende, allwissende, allherrschende Partei oder Lehre geglaubt, oder geglaubt einen solche brauchen zu müssen. Als 68er war gerade die Erfahrung zu begreifen, dass eine solche Partei - in diesem Fall die Faschisten - eben allenfalls vorgeben kann, die endgültigen Antworten geben zu können, wo es doch im besten Falle immer nur historisch endlich gültige geben kann. Zu lernen, was links sei, ist nicht leicht, aber doch möglich. Gesine Lötzschs Wort von der Schwierigkeit, die (richtigen) Abzweigungen auf dem Weg zu finden, ist dafür ein schönes Bild. b) Was Du zum Umgang miteinander und als Primat gesetzt schreibst dem kann ich natürlich zustimmen. Allerdings, manchmal ist der Unvernunft irgendwann mindestens mit Unfreundlichkeit vielleicht doch nur noch zu begegnen. Da war aber die Unvernunft längst unfreundlich aufgetreten. - Moderation hin, Moderation her. Da muß man dann manchmal durch. Anders ist aber besser. |
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Jakob Augstein schrieb am 11.11.2011 um 18:31
"Aber wenn wir eine echte Konferenz machen wollen, anlässlich derer Community und Red miteinander diskutieren, sollten wir das ein bisschen länger vorbereiten - und ich sollte auch dabei sein." Das ist doch mal `n Wort, Herr Augstein. Deutschlandweites Alleinstellungsmerkmal - das kann doch lhnen. |
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schrieb am
11.11.2011 um 18:48
nicht egal sein.
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Auch hier noch mal:
Mein Bericht, was aus dem REDEN wurde, steht bei JJK. www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/wir-muessen-reden#comment-334573 |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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