Joachim Losehand

Blog von Joachim Losehand

Blogbeiträge

05.02.2010 | 16:19 Joachim Losehand

Le Transformateur Du Net

Das iPad von Apple bringt Verleger zum Träumen – und Netizens zum Schäumen. Die Kritik richtet sich vor allem (aber natürlich nicht nur) gegen die „geschlossene Gesellschaft“ der Apple-Welt, deren oberster Türhüter St... >> mehr
03.02.2010 | 18:31 Joachim Losehand

Der Verleger im Stillstand

Im usenet und in der Bloggerszene, jenem "Wurmfortsatz" des Qualitätsjournalismus, würde der Beitrag von Vittorio Klostermann, den er heute in gedruckten der FAZ veröffentlichen durfte/sollte, mit dem hashtag #merkbefreit ausgezeichnet werden. ... >> mehr
28.11.2009 | 00:06 Joachim Losehand

Der Kulturstaatsfeind

Der "Beauftragte für Kultur und Medien" der Bundesregierung, Dr. Bernd Neumann, hat dem Magazin "promedia" ein Interview gegeben:  promedia: Soll die bisherige Regelung zur Privatkopie beibehalten werden?  Neumann: Es ist sicher zu früh, ... >> mehr
16.10.2009 | 15:34 Joachim Losehand

Kader, Konvertiten, Kandidaten

Udo Hempel kandidiert für den niedersächsischen Landesvorstand der Piratenpartei "Watch out for the draco who cometh in futurum to gnaw your anima! Death is super nos! Pray the Santo Pater come to liberar nos a malo and all our sin! Ha ha, you like ... >> mehr
02.10.2009 | 10:28 Joachim Losehand

Die Insel des morgigen Tages

"Nach der Wahl ist vor der Wahl" - diese zugegebenermaßen inzwischen recht abgeschliffene Einsicht im Politikgeschehen beschreibt die Zukunft einer Partei besonders: die Zukunft der Piratenpartei. Die rund 2%, die die junge Partei im Bundesdurchschnitt ... >> mehr
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Kommentare

Kommentar zu

Sexueller Missbrauch

10.03.2010 | 14:56 Magda
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20.03.2010 | 19:46 Joachim Losehand
Was in dieser Diskussion aktuell - kulturell wie juristisch - nicht getrennt wird, nicht getrennt wahrgenommen und behandelt wird, sind "(sexueller) Mißbrauch" auf der einen und "Pädophilie" oder "Pädosexualiät" auf der anderen Seite. Wir, also hier° wie auch als Gesellschaft, sind uns sicherlich darüber einig, daß "Mißbrauch" prinzipiell und ohne Einschränkung abzulehnen ist. Dabei dürfte sich bei der Frage, was "Mißbrauch" ist, zunehmend die Perspektive des Opfers durchsetzen, wir als Außenstehende oder Urteilende gestehen also mehr und mehr den Opfern (jene in linken Kreisen schon bekannte) "Definitionsmacht" zu. Ich bin zwar nur bedingt Freund der bislang bekannten Praxis von "Definitionsmacht" - die Diskussion dazu hatten wir hier° schon -, jedoch begrüße ich auch aus eigener Erfahrung, daß das unmittelbar betroffenen Individuum und seine (verletzten, mißbrauchten) Bedürfnisse zunehmend wahr- und ernstgenommen werden. Die Ächtung des Mißbrauchs dürfte AFAIK kultur- und epochenübergreifend sein; weniger zeit- und gesellschaftsabhängig dürfte, abgesehen von den Extremen und Exzessen, die Frage sein, welche Praxis konsensfähig "Mißbrauch" genannt wird. Grundsätzlich rückt seit dem 20. Jh. unsere Gesellschaft davon ab, körperliche Strafen für Erwachsene und in der Folge auch für Kinder als unangemessen einzustufen. "Hart anfassen" darf man in der Pädagogik heute allerhöchstens nur noch mittels intellektueller Herausforderungen. "Mißbrauch" im engeren Sinne ist, meiner Meinung nach, (geplante oder spontane) körperliche Züchtigung, wie sich manche (klösterlichen) Erzieher im Rahmen der bekanntgewordenen Mißbrauchsfälle selbst bezichtigt und dafür entschuldigt haben, jedoch nicht. Hier geht es um die Verletzung der Unversehrtheit der Person, wie wir es im Folterverbot, der Abschaffung von körperlichen Strafen (bis hin zur Todesstrafe) für Delinquenten und eben zur Ablehnung körperlicher Gewalt allgemein - insbesondere aber gegenüber Schutzbefohlenen sowie Abhängigen kennen. Das Gewalt und Sexualität einander nicht ausschließen, sondern in verschiedenen Formen zusammen auftreten, dürfte ein Allgemeinplatz sein. Es gibt Männer, die nur ejakulieren können, wenn sie eine Frau (oder einen Mann) verprügeln, wieder andere ziehen aus der eigenen Erniedrigung ihre sexuelle Befriedigung. Ich glaube, daß wir individuell und von Fall zu Fall abwägen müssen, ob wir es mit einem Menschen mit pädophiler Veranlagung zu tun haben oder mit einem sadistischen Arschloch, das "nur zufällig" die eigenen mit Sexualität getränkten gewalttägigen Macht-Phantasien an Schutzlosen (Kindern) auslebt. Aber auch ohne jede plastisch-unmittelbare Brutalität (vgl. Ellis: "American Psycho" oder in Teilen Hegemann: "Axolotl Roadkill") sind Machtausübung und Sexuelle Aktivität verschiedenpolige Geschwister. Wo ich persönlich allgemein in Fragen der Sexualität die Grenze zum Mißbrauch ziehe ist das Wort "No!". Ausgesprochen oder unausgesprochen ("Which part of 'No!' You don't understand?") ist der Dissens zwischen den Akteuren das Kriterium, um - mit dem Opfer - von Mißbrauch zu sprechen. An dieser Stelle betreten wir im Zusammenhang mit Pädophilie (oder der Ephebophilie) vermintes Gebiet. Denn viele pädosexuelle aktive Erwachsene sprechen immer wieder von dem "Einverständnis", der "Zuneigung" der Kinder, mit denen sie - ohne äußerliche Gewalt - Umgang bzw. Verkehr hatten. (Die Anführungszeichen markieren das Zitat, nicht meine Wertung.) Während das Gesetz nicht zwischen Pädophilie (vorpubertär) und Ephebophilie (pubertär) unterscheidet, kennt die Gesellschaft - wie wir an der obigen biographischen Erzählung sehen - nach wie vor diese Unterscheidung. Auch in der belletristischen Fiktion tauchen immer wieder derartige einmaligen Erlebnisse oder sogar Beziehungen (Irving: "Bis ich dich finde") auf, die für die beteiligen heterosexuellen Jungen (12-15j.) keineswegs in besonders herausragender Weise abgelehnt werden (abgesehen von den üblichen Schuldgefühlen, die bei unkonventionellen Verhältnissen aber immer gegenwärtig sind.- Die nach wie vor virulenten Vorbehalte gegen Homosexualität und die verbreitete These, zum Homosexuellen auch "gemacht" werden zu können, verhindern wohl eine ähnliche Stellung von sexuellen Beziehungen zwischen pubertierenden Jungen und erwachsenen Männern.) Die Grenze, die das Gesetz zwischen den verschiedenen Altersstufen zieht, ist kontingent, bei aller plausiblen Begründung also willkürlich; das sexuelle "Erwachen" und das Einsetzen der Pubertät hingegen individuell. Eine immer wieder in der Entwicklungspsychologie diskutierte Frage ist, ab welchem Alter Menschen ein körperlich-erotisches oder gar sexuelles Empfinden entwickeln. Allein schon die Tatsache, daß es hierzu keine fachlich fundierte einhellige Meinung gibt, daß die kindliche Interpretation beobachteter Sexualität unter Erwachsenen oder das Erleben des eigenen Körpers im Grunde bestenfalls diffus und unausgebildet zu sein scheint, verbietet meiner Meinung nach jedem vernunftbegabten erwachsenen Menschen, Kinder dieser Entwicklungsstufe als Teil oder Begehren des eigenen sexuellen Lebens zu begreifen. Gerade, weil Kindern vor der Pubertät in diesen Fragen es wohl an jeder Urteilskraft gebricht, werden Kinder damit zu verdinglichten Objekten degradiert und im Sinne der Menschenwürde auch als Sexualobjekte mißbraucht. Doch noch vor dem unmittelbar Sexuellen können Kinder zweifellos unterscheiden zwischen erwünschter und unerwünschter körperlicher Nähe, denken wir nur an das zunächst unverfängliche Beispiel der Tante, die ihre Nichten und Neffen an ihre kapitalen Brüste drückt und sie herzlichst und feucht "abbusserlt". Der Widerwille der Opfer ist in der Literatur allgegenwärtig dokumentiert, wie auch deren Grenzen der Toleranz gegenüber der kußfreudigen Verwandtschaft - und das (Un-)Verständnis der Eltern gegenüber der kindlichen Ablehnung dieser "Begrüngsriten". Wir - Erwachsene - müssen in unserem Urteil meiner Meinung nach die Perspektive des Kindes bzw. Heranwachsenden einnehmen, ohne sie zu usurpieren. Das oben geschilderte "Logenerlebnis" reizt zum Widerspruch und zur moralischen Entrüstung, es kann aber nicht in Abrede gestellt werden, daß der betroffe Knabe es ohne Vorwurf als seinen persönlichen "Übergangsritus" (rite de passage) begreift. Die Erzählungen von in Klosterschulen und Internaten Erlebtem lesen sich anders; an der Bewertung wird von den Betroffenen auch kein Interpretationsspielraum zur Verharmlosung gelassen. Ich meine, daß wir, wenn wir Kindern, wenn wir Minderjährigen Aufmerksamkeit und Gehör schenken und sie als kritisch urteilende Wesen wahrnehmen, auch deren Unterscheidungskraft im Einzelfall annehmen müssen. Die derzeitige Diskussion bietet einerseits die Chance, an Sensibilität für die Signale kindlichen Willens und Unwillens, Erlebens und Erleidens zu gewinnen, andererseits auch die Gefahr, in eine "Hypersensibilität" zu verfallen, die ähnlich gefährlich ist wie deren Gegenteil. Sie kann in ein Grundvorurteil gegenüber jeder körperlich ausgedrückter Zuneigung, jeder körperlicher Nähe zum Kind umschlagen, welche die natürliche Entwicklung eines jungen Menschen aufgrund des "zu wenig" und der klimatischen Mißtrauens beeinträchtigen kann. Und - weil Kindesmißbrauch immer noch "männlich" ist - könnte in der professionellen Pädagogik (Kindergarten, Schule) das Fehlen des Mannes auch weiterhin zu beklagen sein, denn wer will sich schon eines schwelenden Generalverdachts freiwillig aussetzen? Aber das sind nur vage Vermutungen.
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Der Verleger im Stillstand

03.02.2010 | 18:31 Joachim Losehand
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05.02.2010 | 13:39 ich
Für mich persönlich steht beim Urheberrecht ja immer die Frage im Vordergrund, ob dem Urheber durch die Verwertung die Möglichkeit gegeben ist davon zu leben, bzw. seine Tätigkeit, die zum Werk geführ...
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06.02.2010 | 12:42 Joachim Losehand
Ich schätze, daß rund 90% aller Urheber von von ihren Werken nicht leben können - und das auch überhaupt nicht beabsichtigen. Gerade bei wissenschaftlichen Urhebern/Autoren ist der materielle Aspekt des Urheberrechts im Grunde nicht vorhanden. Die Kommunikation in den Wissenschaften erfolgt nicht über Monographien, sondern in der Regel über Tagungs- und Zeitschriftenbeiträge, die zudem prinzipiell kostenlos verfaßt werden. Da gilt dann auch in der Regel UrhG § 38 (2) - bit.ly/9qHI8w - das ist so üblich, dafür gibt's sogar einen § im UrhG. Das hat mit "Privilegierung" auch nichts zu tun, selbst als freier Autor wird man in streng wissenschaftlich ausgerichteten Journalen nicht honoriert. Wer da bezahlt werden will, wird erst garnicht veröffentlicht.
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iJournalisten

Kultur | 02.02.2010 | 21:50 Katrin Schuster
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06.02.2010 | 12:34 Joachim Losehand
Ich las die Überschrift gerade laut: "Iiieh ... Journalisten".
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Le Transformateur Du Net

05.02.2010 | 16:19 Joachim Losehand
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05.02.2010 | 22:59 cnorthe
Ein hervorragendes Beispiel selbstverliebter Formulierungskunst eines sehr belesenen und gebildeten Autors, der keinerlei Rücksicht darauf nimmt, ob ihn ein Normalo versteht. Bravo. Genau solche Art...
portrait
06.02.2010 | 09:45 Joachim Losehand
Rechnen ist nicht meine Stärke: der Anteil des iPhone am Gesamtmarkt ist 1,66% => 2 von 100 Menschen ... :-)
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Le Transformateur Du Net

05.02.2010 | 16:19 Joachim Losehand
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05.02.2010 | 22:59 cnorthe
Ein hervorragendes Beispiel selbstverliebter Formulierungskunst eines sehr belesenen und gebildeten Autors, der keinerlei Rücksicht darauf nimmt, ob ihn ein Normalo versteht. Bravo. Genau solche Art...
portrait
06.02.2010 | 09:41 Joachim Losehand
Nötiger Zusatzhinweis: Der Anteil der sog. Smartphones liegt bei rd. 10% am Gesamtmarkt der Mobiltelefone bit.ly/9nKfFJ 8 von 100 Menschen mit Mobiltelefon nutzen also ein iPhone.
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Politikarena

Antworten

Joachim Losehand 12.08.2009 | 00:20

Eigentlich müßte ich als Mann Frauenquoten klasse finden: man braucht sich nicht in Gremien wählen, nicht für Aufgaben aufreiben lassen, - es gibt immer überall eine zu niedrige Frauenquote, die rechtfertigt, als Mann freundlich und galant einer herumstreunenden Frauensperson den Sessel anzubieten. Derweil man sich mit Interessanterem beschäftigen kann.

Und gerade deshalb finde ich Quoten (reimt sich auf "Zoten") eigentlich verachtenswert, denn sie nimmt nicht den Mensch als gesamtes Individuum, sondern ein distinktives Merkmal wahr und reduziert so den Menschen darauf. Außerdem ist Quote keine Garantie für Qualität und für die Betroffenen sicherlich auch kein Quell steter Befriedigung - nur Quotenaugust(a) zu sein.

Joachim Losehand 11.07.2009 | 15:24

Die PIRATEN sind jetzt und vor allem eine themenorientierte und -zentrierte politische Bewegung. Ihre Anliegen sind Bürgerrecht und Bürgerfreiheit in der (digitalen) Informationsgesellschaft.

Zudem ist für sie die Zukunft der "wichtigste Ressource Deutschlands", der Kreativität, ein zentrales Anliegen: die Urheberrechte.

Mit den Aufgaben, die ihnen die Wähler übertragen, werden auch die Themen und das Spektrum wachsen, die die PIRATENPARTEI inhaltlich besetzen kann.

Die PIRATEN besetzt Themen von bundespolitischer Relevanz, ob sie als Organisation auch selbst auf dem Weg zu solcher Bedeutung ist, lese man im sonntagmorgendlichen Kaffeesatz. Ich neige bei aller skeptischen Vorsicht zu einem sympathisierenden "ja, vielleicht".

Joachim Losehand
Althistoriker und Toleranzforscher in Oldenburg in Oldenburg
Ort:
Oldenburg
Mitglied seit:
1 Jahr 3 Wochen
Zuletzt aktiv:
20.03.2010
Status:
Publizist
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Beiträge: 33
Kommentare: 266
Mein Projekt:
Mein Web:
Logbuch
23:57
Michael Angele hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:53
Reflexione galore hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:47
Uwe Theel hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:46
Closer hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:46
Titta hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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