Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

09.07.2011 | 02:01

Augstein & Blome "Überflieger" in die Memoriepause 8/7/11

"Endlich Ferien! Nerven  Augstein&Blome  die Politik?"

Kurz vom Abflug zeigen uns Augstein&Blome endlich einmal so richtig gewichtig, wie sie wirklich drauf sind, wenn sie als Überflieger im Leerlauf heißgelaufen strahlend in die Kamera ticken.

Da liefert Blome eine Medienschelte vom blendend Feist Feinsten ab, dass die Medien die Ehec- Endemie schreibend so hochgejagt, wie die GAUs in Fukushima, sei ein unentschuldbarer Medien Betriebsunfall im Dauerfeuer Stresstest durch die  Regierungspolitiken:
Dabei ist das doch gar kein Unfall im Medienbetrieb, sondern rohe Methode.

Augstein&Blome fragen als Bundestagreporter merkwürdig betriebsblind stets danach, was hat der Bundestag, was hat die Bundesregierung für uns gemacht, an uns herangetragen, statt zu berichten, was sie selber an den Bundestag, die Bundesregierung erfolgreich, wie vergeblich herangetragen, oder unterlassen haben.
Siehe der Leopard II Panzerdeal mit Saudi- Arabien mit "außergesetzlicher" Genehmigung durch den Bundesicherheitsrat?

Siehe die kredifinanzierten Rettungsschirme, Rettungpakete für Banken und Versicherungen unter dem verschleiernden Arbeitstitel
"Griechenland"
bei der EZB zur  freien Verfügung für die Anteilseigner der nichtstaatlichen EZB hinterlegt?

Siehe die recht dreiste Diätenerhöhung der Mitglieder/innen des Deutschen Bundestages (MdBs) über der Höhe des Hartz IV Leistungsbetrages für den lebensunterhalt in Höhe von € 359.-/Monat, in nämlicher Höhe von € 589.-/Monat.
 
Oder, dass sich Deutschland seit Nine Eleven 2001 immer noch erklärtemaßen als Natopartner mit dem Rest der Welt im finanzpolitischen Ernstfall, sprich Krieg befindet?

Kein Wort dergleichen kommt über beider angespitze Lippen Augstein&Blome.
Warum?

Plötzlich greift Augstein aus der Untiefe des Studio Raumes Blome mit der UNO- Studie über die soziale Unausgewogenheit in Deutschland an, um diese sogleich, wg. Mikroben Verfallsdatum des Datensalats anno 2005 diskreditiert, schmucklos in die Tonne zu drücken.

Die OECD Studio von 2008 raunt Augstein, nach Atem schnappend, in fragiler Verteidigungsposition wegduckend, sagt dasselbe.
Dabei wirkt Blome gar nicht so, als wolle er kurz vor dem Urlaub ins Eingemachte von faulen Datensalaten figthen.

Wie kommen Augstein&Blome bloß so einvernehmlich darauf, die Mitglieder der Bundesregierung,die MdBs würden nach acht Wochen  Pause, fit wie ein Turnschuh, wieder auf der Matte stehen?
 Wo es doch die Spatzen von den Dächern pfeifen, das ganze Personal Tableau ist in großen Teilen in diesen acht Wochen mit Nebenbeschäftigungen, Nebenerwerben, landauf, landab, unterwegs und wird in aller Stille, knülle ausgepowert, nach dem Urlaub erschöpft ins Regierungsvietel als Schatten ihrerselbst nach Berlin zurückkehren.

Augstein läßt sich nicht lumpen, zaubert einen alten Ladenhüter aus dem Hut der Tunichtgut, den Halbteilungsgrundsatz des ehemaligen Verfassungsrichters Paul Kirchhof.
Der Halbteilungsgrundsatz ist längst vom Bundesverfassungsgericht als grundgesetzlich unhaltbar identifiziert und wurde ohnehin zuletzt nur vorrübergehend unter Bundeskanzler Helmut Kohl mit 52 % steuerlicher Veranlagung von Spizteneinkommen erreicht bzw. schmalspurig geringfügig übertroffen.

Da läßt  Blome sich auch nicht lumpen und greift nach der Leerformel
"Staatsquote über 50 %"
als medialer Zoten Schote, ohne einen Hinweis darauf zu geben, dass Seinesgleichen, Einkommens- Vermögensriesen, voran die Reichen,  zwar formal Steuern zahlen, de jure und de facto aber steuerliche Subventionen im In- und Auland bis zum Abwinken aus dieser Staatsqote, die er so dramatisierend beklagt, kassieren.

Irgendwie, ich weiss nicht recht, warum, ahne und vermute ich,
Augstein&Blome werden aufgrund von Sondermeldungen aus bestimmten Frontabschnitten des monetären- wie militärischen Krieges, in dem wir uns weltweit nachweivor und immer verstrickter befinden, aus ihrem verdienten Urlaub in Badehose und Taucherbrille zurückgepfiffen.

Blome scheut da, belesen, kein Menetekel, wenn er Augstein ausgerechnet als Urlaubslektüre
"Nomen es Omen"
den alten Bestseller von Arthur Koestler
"Sonnenfinsternis"
als vergiftetes Geschenk überreicht, das sich Augstein, aus linksglobaler Verbundenheit mit dem Arthur Koestler, nicht abzulehnen traut..

Obgleich nun mancher verdutzt rätselt, wieso kennt der Augstein das Buch von Arthur Koestler
"Sonnenfinsternis"
nicht schon?

Meine Güte ist der Blome ein Filieu vom Feinsten.

Wenn das kein Omen für den Urlaubsabbruch ist, was dann?

JP

siehe:

www.freitag.de/community/blogs/augstein-und-blome/endlich-ferien-nervt-die-politik

08.07.2011 | 17:08
Augstein&Blome "Endlich Ferien! Nervt die Politik?"

 
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Kommentare
poor on ruhr schrieb am 10.07.2011 um 20:14
Ich mag Deinen Humor ja fast immer.

Ichg bin bei Augstein und Blome ja zwiegespalten.

Irgendwie komme ich nicht richtig über Blome als Vertreter von BILD weg , auch wenn natürlich jeder Mensch auf der Welt das Recht hat sich mit jedem Anderen Menschen zu unterhalten.

Ich finde aber schon, dass Augstein mit "irgendwie links" Kurs hält
und immer hin schafft er es durch die Akzeptanz von Blome auf Phoenix diese irgendwie linken Positionen doch mit einem geschärftem Profil einem größeren Publikum auf Phoenix vorzustellen , auch wenn er ganz nebenbei Werbung für sein Blatt macht, wie Blome für Bild, wobei ich Letztere natürlich schlecht finde.

Sehr unklar wird dieser Kurs von irgendwie links aber bei den Spässen am Ende.

Man kann mir hierbei vorwerfen, dass ich keinen Spass verstehe, aber ich finde , dass diese Dinge wieder einen Teil der Ernsthaftigkeit von Augsteins Positionen wehnehmen, was ich schade finde.

Von Bild würde ich nichts Anderes erwarten, aber "Der Freitag"?

Vielleicht irre ich mich dies bezüglich ja auch?

Vielleicht geht es ohne so einen Klamauk in diesen moderen Politsendungen nicht mehr, was ich schade finde, denn Augstein hat viel Gutes und Richtiges gesagt, was mann sonst in deutschen Politsendungen in dieser Schärfe ( auch wenn es mir persönlich imme rnoch zu schwach ist) kaum hört.

Herzliche Grüße

por
Joachim Petrick schrieb am 11.07.2011 um 21:17
@por

eine interessante Analyse.

Man könnt fast glauben, den beiden, Augstein wie Blome gehts einfach zu gut!?

Auf der anderen Seite geht es hier um ein mutiges Format, wie seinzeit "Kienzle & .....?", das "Arsch an Arsch" auf einen Marathonlauf angelegt ist.
Da hilft so mancher Klaumauk, manche Mätzschen am Ende, dass beide
"unentschieden"
die Leichtigkeit ihres Gesichtes wahren, die sie für die nächste Folge dieser Sendung brauchen.

Also an der Stelle, sag ich einmal ungeschützt:
"Alle Achtung Augstein und Blome angesichts deren langen Unterhaltungs- Atem Disziplin!".

tschüss
Jochen
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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