Buch der Woche : Eine Hymne an das Leben
Hardcover, gebunden
256 Seiten
25 €
„Die Scham muss die Seite wechseln“: Mit diesem Satz wurde Gisèle Pelicot zur Stimme von Millionen Betroffenen sexualisierter Gewalt. Im Prozess gegen ihren Ex-Mann und über 50 Täter verzichtete sie auf Anonymität – und löste weltweit Debatten aus. Pelicots Buch porträtiert eine Frau, die trotz Widerständen den Glauben an die Liebe nicht verliert
In Kooperation mit Piper Verlag 2026
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Die Scham muss die Seite wechseln
Gisèle Pelicots Mut brachte Gesetze ins Wanken und gab Betroffenen weltweit neue Kraft. Sie brach das Schweigen – und inspiriert mit ihrer Geschichte, für Selbstbestimmung einzustehen. „Eine Hymne an das Leben“ ist ihre offizielle Autobiografie
Gisèle Pelicot im Porträt
Gisèle Pelicot machte die Vergewaltigungen durch ihren Ex-Mann und über 50 Männer öffentlich – und wurde so zur globalen Symbolfigur im Kampf gegen Gewalt an Frauen. Für ihren Mut wurde sie in den vergangenen Jahren international vielfach geehrt
Sexualisierte Gewalt: Mehr als Einzelfälle
„Gewalt gegen Frauen ist ein enormes gesamtgesellschaftliches Problem. Doch Medien behandeln Tötungen und Angriffe meist als tragische Einzelfälle – und werden der strukturellen Dimension des Phänomens damit nicht gerecht.“
Ein Buch von großer Stärke
Stimmen aus dem Netz: „Schritt für Schritt holt sie sich, wenn auch gezeichnet, Autonomie und Lebensfreude zurück. Gisèle Pelicot verklärt das Leben nicht – sie verteidigt und behauptet es. Darin liegt die große Kraft ihres Buches.“
Sexualisierte Gewalt
Sexualisierte Gewalt und sexualisierter Machtmissbrauch beschreiben Handlungen mit sexuellem Bezug ohne Einwilligung beziehungsweise Einwilligungsfähigkeit des Betroffenen. Sie sind insbesondere Delikten wie zum Beispiel sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und sexueller Missbrauch von Kindern übergeordnet. Sexualisierte Gewalt wird dabei der physischen Gewalt (zum Beispiel Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen) und der psychischen Gewalt nebengeordnet.
Gisèle Pelicot | Eine Hymne an das Leben
„Eine Hymne an das Leben“ von Gisèle Pelicot ist ein beeindruckendes Porträt einer Frau, die das Schweigen überwindet, Gerechtigkeit einfordert und dabei allen Widerständen zum Trotz nie den Glauben an die Liebe verliert
Gisèle Pelicot | Im Gespräch
Im Gespräch mit ZDF-Frankreich-Korrespondentin Anne Arend spricht Gisèle Pelicot über das öffentliche Gerichtsverfahren, ihre Entscheidung, die Scham umzudrehen – und darüber, wie sie ihr Leben neu aufbaut
Gisèle Pelicots Kampf | Wer sind die Täter?
Über Jahre betäubte Dominique Pelicot seine Frau und ließ Dutzende Männer an den Vergewaltigungen teilhaben. Der Fall erschüttert Frankreich – und zeigt, wie tief Besitzansprüche am weiblichen Körper verankert sind. Was sagt der Prozess über Gewalt?
Gisèle Pelicot | Eine unauslöschliche Ikone
Gisèle Pelicot steht vor einer Collage, die sie selbst abbildet. Das Foto wurde im Winter 2024 während des Missbrauchsprozesses von Avignon gemacht, bei dem die Welt Gisèle Pelicot als Ikone im Kampf gegen sexualisierte Gewalt an Frauen entdeckte