Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

10.11.2011 | 16:24

Läßt Michael Kohlhaas die Utopie vom "Erlösenden Gott" fahren?

Läßt Michael Kohlhaas seine Utopie des
"Erlösenden Gottes"
der lutherischen Reformation fahren, indem er aller Herrschaft auf Erden, den allmächtigen Stimmen des alttestamentarisch
"Strafenden Gottes" wieder hörig, 
die Fehde erklärt?

Der historische Michael Kohlhaas war und lebte  um das  Jahr 1532, Hans Kohlhase gerufen, als ordentlicher Kaufmann und Pferdehändler in Cölln an der Spree im Brandenburgischen.

Heute fallen wir beim medial kommunizierten Aufprall mit unserer lokalen und globalen  Wirklichkeit  aus allen Wolken unserer selektiv selbstgetrickten Argumentationsketten, damals um das Jahr 1532 fielen  Menschen, wie der historische Hans Kohlhase, alias Michael Kohlhaas (Romanfigur im gleichnamigen Roman von Heinrich von Kleist) beim direkten Kontakt mit der real- existierend landesfürstlichen Herrlichkeit  aus all ihren gelebten Utopien der Reformation vom
"Erlösenden Gott",
dabei lebensüberdrüssig, todestrunken, um den Preis verheerender Selbstzerstörung zu Lasten unschuldig Dritter, im Namen des alttestamentarisch "Strafenden Gottes"  das Weite in Selbstjustiz zu suchen.

Der historische Michael Kohlhaas war und hieß Hans Kohlhase, der im 16. Jahrhundert als Kaufmann (u. a. Pferdehändler)  in Cölln an der Spree im Brandenburgischen lebte. Am 1. Oktober des Jahres 1532 begab sich Hans Kohlhase, reich mit Handeslware ausgestattet, darunter mit mehreren Stuten, Rappen, versehen,  von Cölln aus auf eine ungewisse Reise zur Leipziger Messe. Auf dem Weg dorthin wurden ihm jedoch auf Geheiß des Junkers von Zaschnitz zwei seiner Pferde (Rappen) mit der Begründung abgenommen, er habe sie gestohlen.
Als ordentlichen Kaufmann mußte das Hans Kohlhase, zutiefst gekränkt, wie der Schlag teffen.
Hans Kohlhase versuchte, zunächst juristisch korrekt auf dem Amtswege dagegen vorzugehen. Vergleichsverhandlungen fanden am 13. Mai 1533 auf der Burg Düben statt, führten jedoch zu keiner friedlichen Beilegung des Konfliktes.

Ein Grund warum die Vergleichsverhandlungen scheiterten, bestand vor allem darin, dass der Ritter von Zaschwitz inzwischen verstorben war und seine Erben Hans Kohlhase eine angemessene Entschädigungszahlung verweigerten.

Aus diesem Grund erklärte Hans Kohlhase  1534 die Fehde und brannte Häuser, mutmaßlich Häuser  der von Zaschwitz,  in Wittenberg nieder. Hans Kohlhase beging weitere Verbrechen, darunter Landfriedensbruch, Rebellion, Aufruhr, bewaffnete Versammlung, Meuerterei gegen die landesherrliche wie fürstliche Obrigkeit.
Solcher Art  Delikte, wie  Landfriedensbruch, Rebellion, Aufruhr, bewaffnete Versammlung, Meuerterei gegen die landesherrliche wie fürstliche Obrigkeit  waren damals schnell festgestellt. War doch, nach dem entsetzlichen Scheitern der Bauernaufstände um das Jahr 1525,  wie zuvor, wieder jeder Junker, Land- . Wald- , Seen- , Wege- , Wiesen-. Feldeigentümer, Schlossherr, mit und ohne Segen des amtlichen Landvogtes,  zugleich  auf seinem, über vorherige kaiserliche Lehnsrechte erlangten, angestammten Grund und Boden selbstherrlich Oberster Gerichtshherr.

 Schließlich wurde Hans Kohlhase landesherrlich ergriffen, von Potsdam im Brandenburgischen nach Berlin überführt  und am 22. Mai 1540 in Berlin öffentlich, durch das mittelalterlich barbarische Teeren & Rädern gevierteilt, nach Landesrecht hingerichtet.

Dabei war insbesondere das Vierteilen von verurteilt Todgeweihten damals nicht einmal barbarisch zu nennen, sondern gelebte Utopie, der Galube an die Ganzheit der Dreieinigkeit von Körper, Seele, Geist, die darin bestand, heil an allen Gliedmaßen, unversehrt, ohne dass Verbrecher/innen, Willkür Herrschaften ihnen Gliedmaße abgehakt,  oder sie in Krieg oder Frieden im Alltag verunfallt ihre Unersehrtheit verloren, durch das Nadelöhr des Todes in das Himmelsreich heil und ganz zu gelangen.

Allein aus diesem "praktischen" Grunde und Kalkül, wurden die  zum Tode verurteilten Delinquenten/innen, schuldig oder unschuldig,  gevierteilt, damit diese sich nicht, heil an Gliedmaßen in Gänze unversehrt, über allerlei Lug & Trug, gar Verstellung, an den Himmelswächtern, am Apostel  Petrus vorbei, durch das Nadelöhr des Todes, in das Himmelreich doch heil und ganz schleichen konnten.

War es nicht eher so, dass Hans Kohlhase, alias Michael Kohlhaas (Romanfigur bei Heinrich von Kleist) in einer Zeit der Reformation, der anschwellenden Gefahrenlagen nach den furchtbar, frühen, Tod, Trauer, Not und Elend bringend, entsetzlich gescheiterten Bauernkriegen lebte, in der, tagaus tagein, neue Utopien erst gedruckt in den Himmel, die Hölle, in die Herzen der Menschen schossen, zu Asche gebrannt, wieder herausgerissen, wie heute weiland, medial höllisch befeuernd kommuniziert, frisch prekäre  Kreationen von Neurosen, Sozialphobien, Burn Outs?

Hans Kohlhase, alias Michael Kohlhaas strebte folglich in dieser nachrichtenfernen  Zeit nicht, wie wir seit der Aufklärung nach Utopien, sondern lebte glaubensinbrünstig, heute diese, Morgen jene Utopie voller Glaubenbensmanie, aber auf jeden Fall die eine Utopie, die die lutherische Reformation ihren Klang sang
"Die Utopie vom rösenden Gott!",
um dann im konkreten Fall der juristisch junkerhaft prekär hingehaltenen  Auseinandersetzung völlig ausgerastet auf dem  dünnen Eis dieser und jener  Utopie als halluzigen vorrauseilender Wahrnehmng, Deutung erfundener Wirklichkeit einbrechend, womöglich in alte Gewohnheiten roher Gewalt der Selbstjustiz aus den nicht weit  zurückliegenden Jahren der Bauernkriegee um das Jahr 1525  aufgreifend, in diese, abgrundtief heillos wie rettungslos, zurückzufallen?
Bei Hans Kohlhase war es der Abfall von seiner gelebten Utopie der Reformation als Sanges Klang des Choral vom 
"Erlösenden Gott"
hin zum alttestamentarisch
"Strafenden Gott",
der mit ihm, Hans Kohlhase, auserwählt, einen biblisch Heiligen Moses Bund eingeht, vorhandene Herrschaft auf Erden, sei diese säkular, klerikal, Hohn und Spott auszusetzen, indem er deren höchsten Vertretern auf Erden bis zum Papst, die Fehde erklärt, Hohn und Spott der Herrschaft mehrt, weil  er dazu noch deren Untertanen willkürlich in Tod und Elend stürzt.

Gleichzeitig lebte Hans Kohlhase, alias Michael Kohlhaas auch in einer Zeit, ähnlich wie heute im Wege der globalen "Occupy Bewegung", wo viele ungelöste Konfliktgedränge, Problemgemenge säkularer wie klerikaler Herkunft frei und ungebunden im europäischen Raume schwebten, sich Hinz und Kunz, am besten gestern, denn heute, gar erst Morgen,  zum Mandatsträger, Manifestverkünder  in Sachen der Reformation, Stadt- Staatsgründung, der Entwicklung des Rechtswesens, der damals realen, heute medialen Truppenaushebung von eigenen oder fremden Gnaden berufen fand und Jedermann, jeder Partei, gesellschaftlichen Gruppe, Schicht, angesichts heillos überlasteter Gerichtsbarkeit, fragil, aber auf Zeit geduldet, anerkannt,  vermeinte, von rechtswegen, seine ganz persönliche Fehde damals landes-, heute meinungsherrlich erklären zu können.

Während wir heute akademisch von der Notwendigkeiten von Utopien reden, aufgeschlossen hitzig leidenschaftlich darüber debattieren, haben die Menschen damals. ohne Sinnesvermögen der Unterscheidung des einem vom anderen, der Utopie von  der Wirklichkeit, den Träumen , Phantasien, vom  Alltag und seinen Gefahrenlagen überwältigt ihr Überleben, täglich in Andacht & Gebet, von Leid, vom Tod umgeben,  Utopie als Wirklichkeit,  Wirklichkeit als Utopie  gelebt.

Heinrich von Kleist lagen um Das Jahr 1808 die Untersuchungsakten zum Fall Hans Kohlhase von 1539 nicht vor.
Deshalb ist es Heinrich von Kleist kaum möglich, die Schilderung der Ereignisse um den Fall des Hans Kohlhase authentisch vorzunehmen.

 Sicher nicht nur aus diesem Umstand heraus, erlaubte sich Heinrich von Kleist  etwa ab dem Jahre 1808 mit seiner eigens konstruierten Romanfigur, Michael Kohlhaas, eine dichterische Freiheit, nämlich der Sehnsucht, dem Streben seiner gerade herangewachsenen Generation der 1777er Geborenen  nach der unabdinglichen Verwirklichung der Utopie der Nationalen Befreiung deutscher Lande von französischer Unterdrückung, Knechtschaft durch den europäischen  Hegemon, das entsetzlich verheerend mordende Kriegs-  und Unheils- Tier, den Bösen Wolf, namens Napoleon Bonarparte in Frankreich, in  Brandenburg, Berlin, Leipzig, Dresden, Königsberg, Tilsit, Köln, Frankfurt/Main, in ganz Preussen und über Preussen hinaus, das national befeuernde Fanal einer scheinbar  heldenmütig selbstzerstörerischen Figur zu setzen, die aus allen kommoden Fesseln gewerblich erfolgreicher Geborgenheit eines ordentlichen Kaufmanns herausbricht und dem austauschbaren Hegemon, im Jahre 1808 ist das Napoleon Bonarparte, auf Teufel und Tod heraus, um den Preis seines eigenen Untergangs, todestrunken, verliebt in den tödlich sichelnden Sensemann, im mittelalterlichen Sinne alttestamentarisch legitim, in spekulativ vorweg genommener  Pose des Ruhms vom Ewigen Leben, die Fehde erklärt.
 
Heirich von Kleist nahm sich, gedrillter MIlitär und  geübter Pistolenschütze, gewerblich als Verleger und kühner Autor und Dichter gar nicht erfogreich, ganz ein Kind seiner Epoche des romantisch todestrunken schwärmerisch Jungen Werthers in Johann Wolfgang  Goethes Erzählung, schlussendlich, geradezu  euporisch in den Tod als Pose vom  Ruhm des Ewigen Lebens verliebt, im November 1811 gemeinschaftlich mit einer Weggefährtin  im Berliner Grunewald selber  das Leben.

Frage:

Steht die historische Figur des Hans Kohlhase entgegen der rebellisch desinformierenden  Intention der Kleistischen Romanfigur des Michael Kohlhaas nicht für den Aufbruch in die Verwirklichung einer Utopie
"Nationaler Befreiungskriege vom Hegemon",
sondern für das Einstürzen gelebter Utopie, damals um das Jahr 1532 das Einstürzen der gelebten Utopie der Reformation als Sanges Klang erhabener Texte in Chorälen vom
"Erlösenden Gott!
vom
"Gottes Gnadentum!" ,
hin zum alttestamentarisch
"Strafenden Gott",
der jedem selbsternannten Gerechten unter den Völkerstämmen einen  Heiligen Moses Bund anzubieten schien?,
heute das Einstürzen gelebter Utopien unserer Demokratien?,
weg von
"Occupy Bewegungen"
der Rest- Demokratien,
hin zu Amokläufern/innen, Selbstmordattentäter/innen?

JP

siehe:

de.wikipedia.org/wiki/Michael_Kohlhaas

Michael Kohlhaas ist eine Novelle von Heinrich von Kleist. Erste Fragmente erschienen bereits in der Juniausgabe 1808 von Kleists Literaturzeitschrift Phöbus. In vollständiger Form wurde sie erst 1810 veröffentlicht.

 
www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/-kleist-der-poet-der-geistes-krieger-der-im-traum-den-wolf-ritt

04.02.2011 | 22:23
Kleist, der Poet, der Geistes Krieger, der im Traum den Wolf ritt
heinrich von kleist

 
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Kommentare
Uwe Theel schrieb am 10.11.2011 um 19:27
Nun, unbelesener Junker Petrick,

mußt den Luther und auch den Kleist nicht so schändlich verbiegen:

In der Kleist`schen Novelle, keinem Roman, geht es ganz diesseitig um die Frage der (bürgerlichen) weltlichen Gerechtigkeit, bzw. derer willkürlicher Verhinderung.

Der Luther führt keinen rächenden Gott wieder ein, sondern urteilt allein auf dem Satz, dass Gott gegeben werden müsse, was Gottes ist, dem Kaiser das, was des Kaisers ist

Gott kommt in der ganzen Novelle als rechtsquelle oder gar als Agens nicht vor und dass Luther nicht nur dem Kaiser geben will, was des Kaisers ist, sondern auch dem Bürger (Kohlhaas) was des Bürgers ist ändert nichts daran, dass in aller Beteiligten Augen der

"Roßhändler, namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit" gewesen sei.

Kleiner Tipp an JP: Nicht nur die Inhaltsangaben fremder Autoren lesen, sondern den dazugehörigen Text selbst lesen und vor allen Dingen selber nachdenken statt nur "steile" Thesen aufzustellen, die bar jeden sinnvollen Gehaltes sind.
Joachim Petrick schrieb am 10.11.2011 um 21:33
@Uwe Theel

Ihr abwertendes Empörungspotential schein ungetrübt, darin scheinen Sie zusehr geübt, wie Graf Dracula auf der Suche nach blutender Beute Kost.

Ich will Ihnen Ihr Urteil über meine Erzählung als Überlieferung möglicher historischer Zusammenhänge, Alltagserleben im Jahre 1533, wie im Jahre 1810 nicht nehmen. Das bleibt bei Ihnen.

Mir geht es hier um eine erzählerische Überlieferung, ganz nach meinem Gusto & Geschmack, Sinnen & Trachten, die sich dem "Kohlhase Stoff" als Stoff des Dichters Heinrich von Kleist in seiner Zeit widmet.

Dabei erhebe ich nirgends den Anspruch auf Unanfechtbarkeit noch Unfehlbakeit, sondern bin geredezu geneigt, kenntlich zu machen, dass ich gewagte Nebenpfade beschreite und den Leser/in einlade, in Frier Asoziation mitzugehen, oder auch nicht mitzugehen.
Dass Sie Ihre Sicht der Dinge danebenstellen, finde ich vom Aasatz her bereichernd, sehr begrüßenswert.

Doch als der Türmchenzestörer, wie Sie hier einmal mehr kommentierend unterwegs sind, sollten Sie lieber in die nächste Krabbel- und Buddelkiste Ihrer Enkel gehen.
Auf Wiedrseheh!

tschüss
JP
Joachim Petrick schrieb am 10.11.2011 um 21:37
@Uwe Theel

"In der Kleist`schen Novelle, keinem Roman, geht es ganz diesseitig um die Frage der (bürgerlichen) weltlichen Gerechtigkeit, bzw. derer willkürlicher Verhinderung."

Sie vernachlässigen dabei, dass es um das Jahr 1533 noch keine in im rechtlichen Verständnis von 1810, geschweige denn unserem heutigen Verständnis, eine Bürgerlichkeit gab.
Joachim Petrick schrieb am 10.11.2011 um 21:48
@Uwe Theel

"Gott kommt in der ganzen Novelle als rechtsquelle oder gar als Agens nicht vor und dass Luther nicht nur dem Kaiser geben will, was des Kaisers ist, sondern auch dem Bürger (Kohlhaas) was des Bürgers ist ändert nichts daran, dass in aller Beteiligten Augen der

"Roßhändler, namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit" gewesen sei."

Luther ist Luther, aber nicht die Welt, die das Rechtswesen kleerikal wie säkular bestellt, sei es für Gott noch den Kaiser.
Genau das scheint der historische Kohlhase zu gegenwärtigen, er fühlt sich von allen guten wie schlechten weltlichen Geistern verlassen und sucht sein Seelenheil wie Moses in einem angemaßten Bund mit Gott als Rächenden, Strafenden Gott, den ihm der Reformator Luther verweigert, in seiner Sache aber auch nicht zur rechten Stelle sein will.

Meine Erzählung arbeitet nicht gegen die historische Figur des Kohlhase, noch Romafigur Kohlhaas von Kleist oder andere erzählende Intepreten, sondern sucht das Fehlende in diesen Interpretationen und Dokumenten durch "Fakes" im wahrsten Sinne ergänzend auszugraben..

Vielleicht kann ich Ihnen hiermit jetzt meinen Ansatz hier verständlich machen.
Joachim Petrick schrieb am 10.11.2011 um 21:54
@Uwe Theel

"..Nicht nur die Inhaltsangaben fremder Autoren lesen, sondern den dazugehörigen Text selbst lesen und vor allen Dingen selber nachdenken statt nur "steile" Thesen aufzustellen, die bar jeden sinnvollen Gehaltes sind."

Reden Sie von sich?,
wenn ja, wie oft und an welcher Stelle besonders?.
Geht ungeöffnet, postwendend, an Sie zum Nachdenken und neu Adressieren zurück.
Joachim Petrick schrieb am 10.11.2011 um 22:05
ergänzt:

Dabei war insbesondere das Vierteilen von verurteilt Todgeweihten damals nicht einmal barbarisch zu nennen, sondern gelebte Utopie, der Galube an die Ganzheit der Dreieinigkeit von Körper, Seele, Geist, die darin bestand, heil an allen Gliedmaßen, unversehrt, ohne dass Verbrecher/innen, Willkür Herrschaften ihnen Gliedmaße abgehakt, oder sie in Krieg oder Frieden im Alltag verunfallt ihre Unersehrtheit verloren, durch das Nadelöhr des Todes in das Himmelsreich heil und ganz zu gelangen.

Allein aus diesem "praktischen" Grunde und Kalkül, wurden die zum Tode verurteilten Delinquenten/innen, schuldig oder unschuldig, gevierteilt, damit diese sich nicht, heil an Gliedmaßen in Gänze unversehrt, über allerlei Lug & Trug, gar Verstellung, an den Himmelswächtern, am Apostel Petrus vorbei, durch das Nadelöhr des Todes, in das Himmelreich doch heil und ganz schleichen konnten.
Joachim Petrick
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