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Politik : Wäre Japan glücklich, wenn es die Probleme des Euro hätte?

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Was hat der Euro, was sich der Yen seit über zwanzig Jahren so vergeblich herbeigesehnt?

Der Yen leidet unter latent larvierenden Tendenzen der Deflation, der Euro dagegen erfreut sich Ansätzen von wachstumsfördernder Inflation.

Die Frage ob Griechenkand nach Adam Riese und den Vorstellungen von Bilanzrecht seit Adam Smith pleite ist, ist längst irrelevant.
Geht es doch am Bespiel Griechenlands um ein neues Verständnis von Währungsräumen, die dem rasanten Wachstum der Produktivität in der Welt, bei gleichzeitigem Schrumpfen des Bedarfs an Arbeitskräften, Rechnung tragen.
Warum?,
damit der Verkaufsfluss der Denste und Güter aus Hochpreisländern in Absatzgebieten, voran in weniger hochpreisigen Ländern an der Peripherie dieser hochtechnologisiert aufgestellten Ballungsräume als hartes Unterpfand einer multinationalen Währung, wie der Euro, ununterbrochen erhalten bleibt.

Griechenland steht mit seiner gegenwärtig desolat monetären Lage symbolisch für die Notwendigkeit, alle Länder außerhalb der Währungsgebiete der G- 20 Staaten von nahezu 210 Staaten in der Welt, in ein Währungsgefüge einzubinden, dass den dortigen Bevölkerungen grundlegend ermöglicht, Dienstleistungen, Güter aus hochpreisigen Industriestaaten der G 20 Länder in einem geordneten währungspolitisch austarierten Verfahren des Handels, Wandels, Gewerbes und Verkehrs einzuführen und selber eigene Ressouorcen, Dienste, Güter, Produkte zum Wohle und Gedeih seiner Bürger/innen zu angemessenenen Preisen auszuführen.

Da kommen ja überaus rabiate Einlassungen nicht nur mit der Titelgeschichte des SPIEGELs dieser Woche, sondern ausgerechnet aus dem angelsächsischen Raum unter der Überschrift:
"Nachruf auf den Euro"
daher, in denen strikt wie druckvoll Richtung Brüssel, Athen, Paris, Berlin, Amsterdam, Frankfurt/Main, die Schweiz jeder Einsatz von Steuermitteln zur Hilfe Griechenlands verweigert wird.

Womöglich, weil die Umschuldung Griechenlands, inkl. Schuldenschnitt das eigentliche Geschäft wird, an dem man beteiligt sein und nicht fehlen will.

Deshalb drängen jetzt die Angelsachsen auf das Kreditereignis/Credit Event Griechenlands, den "Staatsbankrott",
um in die Verwertungendes vorhandenen Reichtums und Vermögens Griechenlands als hinterlegte Sicherheiten zu gehen?

Weshalb die vermögenden Bevölkerungsteile Griechenlands selber den Staatsbankrott wie der Teufel das Weihwasser fürchten?

Da kommen aus Japan ganz anders geartete Töne, kommen währungspolitisch komponiert gestaltende Töne.
Japan leidet, anders als die Eurozone, seit 1945 darunter ein nationalmonolythischer Währungsraum des Yen zu sein.

Das führt seit mindestens zwanzig Jahren zum Egebnis, dass Japan mit seinem demografischen Faktor einer abnehmenden Bevölkerungszahl auf die Stabilität anderer Absatzmärkte für seine Dienstleistungen, Güter, Produkte setzt und trotzdem, angesichts der Stärke des Yen, unter der ständigen Gefahrenlage einer aufkeimenden und anhaltenden Deflation in seiner Volkswirtschaft leidet.

Japan würde sich währungspolitisch überaus glücklich schätzen, wenn Japan mit seinem haushoch überschuldeten Staat, bei gleichzeitig unermesslichem Reichtum in privater Hand seiner Bürger/innen, nicht seine Probleme mit dem national ausgelegt deflationären Yen, sondern die multinationalen Probleme im Euroraum mit ansatzweisen Gefahrenlagen von Inflation hätte.

"Breaking News"

Die japanische Regierung will koordiniert mit ihrer Notenbank Griechenland im Bunde mit der EZB unterstützen, damit Japan keine Märkte in Europa wegbrechen

Ich vermute, die Japaner haben als Exportnation mit ungeheuren Handeslbilanz- und Devisenüberschüssen von mutmaßlich ca. 1 Billion Dollar längst vor uns Deutschen, Chinesen begriffen, dass wir in einer Transferwelt leben, die, angesichts explodierender Produktivität, samt Überkapazitäten in den G 20 Staaten, dazu dient, den Verkaufsfluss von Dienstleistungen, Gütern weltweit mit Währungen der G 20 Staaten auf Augenhöhe im Fluss zu halten.

Von den übrigen etwa 190 Staaten der Welt, in denen mehrheitlich Güter, Dienstleistungen aus dem Dollar- , Euro-, Yen- Raum unerschwinglich sind, ist schon gar keine Rede mehr, auch wenn da ungeahnte Entwicklungspotentiale für den Vertrieb von Diensten, Gütern aus den G 20 Staaten schlummern?

Griechenland ist da folglich nicht das Problem.sondern der Bote dieser guten wie schlechten Nachricht, je nach dem, wie man/frau sich positionieren will oder schon positioniert ist.

Ist doch die Eurozone von Anfang als das im Bereich der Konsumenten Kaufkraft aufgestellt, was die Europäische Union (EU) im Agrar- und Industriebreich entwickelt und ausgeweitet hat, nämlich eine Transfer- Union für unterentwickelte, benachteiligte Zielgruppen- , Branchen- Regionen innerhalb der EU.

JP

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.