Kathrin Zinkant

Blog von Kathrin Zinkant

03.02.2011 | 08:03

Vegetarismus: Muss das sein?

Es ist etwas passiert. Ein Ruck ist durch die Bundesbürger gegangen. In deutschen Kühlschränken, wo sich einst Hackfleischpackungen und Milchtüten trafen, reihen sich nun Hafersahne, Sojajoghurts und Seitan-Schnitzel. Zuvor im verborgenen agierende Hersteller vegetabiler Brotaufstriche entdecken die Pressearbeit für sich und verschicken Probenpakete, von denen es aber nicht genug gibt, weil sich alle plötzlich drum reißen. Auf Partys wird mit glänzenden Augen über das neue Leben referiert, das man jetzt führt, und das sich ohne Fleisch bereits zum besseren gewendet hat, hin zum Einklang mit Tierwürde, Körperphysiologie und Natur.

Haben wir denn etwas neues erfahren?

Nein. Außer vielleicht, dass Gammeldöner, BSE-Skandal, Salmonellenhühnchen, Hormonschnitzel und Dioxin in Bioeiern samt der erörterten Ursachen in der Breite derart verpufft sind, dass ein kollektives Erstaunen dieser Größenordnung aus völliger Bewusstlosigkeit heraus jetzt noch möglich ist. Befremdlich dürfte diese Entwicklung jenen erscheinen, die nicht erst durch das Buch eines amerikanischen Autors auf den Trichter gekommen sind, dass es Massentierhaltung gibt und dass diese Massentierhaltung überraschenderweise gar nicht unseren Vorstellungen von Schweineglück oder Hühnerhimmel entspricht. Es gibt Menschen, die essen schon sehr lange kein oder fast kein Fleisch mehr, einfach so, ohne Erleuchtung, Bekehrung oder Ernährungsgläubigkeit, sondern weil sie eine Abneigung gegen die bekannten Methoden der Fleischherstellung hegen. Einige von ihnen ärgern sich jetzt. Sie haben es satt, sich durch den „ Judogriff des Diskurses“ rücklings „in der Gülle des Idylls wiederzufinden, in der Gesellschaft von Gesundheitsspinnern und Naturmystikern“, wie  der Vegetariere Jens Friebe kürzlich in der FAZ schrieb. Und auch für Tierschützer muss das alles deprimierend sein: Seit vielen Jahren steigen sie illegal in Tiermastbetriebe ein, drehen Filme, spielen die abscheulichen Dokumente den Medien zu und erhoffen sich Aufmerksamkeit, um dann festzustellen, dass die launige Selbstbespiegelung einer deutschen Schriftstellerin und Fertigkostanhängerin millionenfach größere Wirkung entfaltet als riskante und vor allem: konsequent betriebene Aufklärung.

Aber ist das nicht doch irgendwie gut, weil sich jetzt alle besser ernähren?

Vegetarisch zu essen ist nicht gesünder als ein Leben mit Fleisch. Das ist leider so, auch wenn sich der Aberglaube hartnäckig hält, dass es sich anders verhielte. Es liegt zum einen daran, dass die positiven Effekte von Nahrung ganz generell maßlos überschätzt werden. Obst, Gemüse, Ballaststoffe, nichts von alledem schützt vor Krankheiten oder verlängert das Leben. Zum anderen liegt es daran, dass die schädlichen Effekte von Nahrung auf die Gesundheit lange Zeit auf falsche Ursachen zurückgeführt wurden. Dass Fleisch etwa Krebs macht, hat sich als Irrtum erwiesen, weil Studien, die einen solchen Effekt offenlegten, zunächst keinen Unterschied zwischen verarbeitetem Fleischwaren und Fleisch an sich machten. Tatsächlich hat sich aber gezeigt, dass es wohl die auf gemeinen Wurstpackungen aufgezählten chemischen Zusätze sind, die das Nahrungsmittel Fleisch in ein Gesundheitsrisiko verwandelt.

Was uns zu der Folgefrage bringt, ob vegetarische Lebensmittel da wirklich besser sind.

Wer sich die Mühe macht und mal die Zutatenlisten auf pflanzlichen Pasten, Joghurts und Fleischimitaten vergleicht wird feststellen, dass gerade die nicht ohne Zusätze auskommen. Sojajoghurt zum Beispiel kann zwar aus Soja und Joghurtkulturen hergestellt werden, aber das Ergebnis ist ein graugelber, klumpiger Matsch, der das Auge verwöhnter Konsumenten weit weniger erfreuen dürfte, als die preiswerte, mit Zusätzen aufgemotzte Alternative. Sahneersatz aus Hafer ist auch so ein Beispiel. Ich weiß nicht mehr, was da drin war und mich vom Kauf abgehalten hat, aber es war ernüchternd. Am Ende bleibt festzustellen: Wer sich tierfrei ernähren und nicht in dieselben Imitatfallen tappen will, in die er vorher mit Analogschinken und Schummelkäse getappt ist, hat es weit schwerer, als er denkt.

To be continued.

 
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Kommentare
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.02.2011 um 08:59
Ein guter Artikel, ihr nüchterner kritischer Denkansatz trifft den Nerv der Sache.
ebertus schrieb am 03.02.2011 um 09:15
Dem tierisch-industriellen Komplex ein Stück weit kontra zu bieten ist bereits ein Wert an sich.

Ansonsten ist es sicher richtig, Fallen lauern überall und man sollte das Kind nun nicht gleich mit dem Bade auskippen, keinesfalls nur die Extreme tauschen. Seriöse Information und Aufklärung bleibt wichtig, en passant sind gar noch gewisse Abhängigkeiten (schnell verderblicher Ware) zu verringern, sollte man insgesamt bewußter konsumieren.

Auch das Folgende ist nicht als einzig Wahrheit zu verstehen, aber es regt zur Reflektion an:

www.presseportal.de/pm/82772/1746417/artemis_winkler_verlag
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.02.2011 um 09:22
Dazu gabs auch letztens nee gute Sendung/Diskussion im Deutschlandfunk:
"Länderzeit 29.12.2010 Verschwendung von Lebensmitteln"
ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/12/29/dlf_20101229_1010_ff2f8c1f.mp3
(Link lädt die Sendung als Audio-Datei herunter)
merdeister schrieb am 03.02.2011 um 09:20
Danke Frau Zinkant, Ihnen zuliebe esse ich heute in der Mensa wieder etwas ohne Fleisch, auf keinen Fall jedoch vegetarisch.
Knüppel schrieb am 03.02.2011 um 09:52
Vor einigen Jahren haben mein Freund und ich unsere Ernährung umgestellt und verzichten inzwischen fast völlig auf Fleisch, nicht jedoch auf Milchprodukte, wie Käse. Was wir ebenfalls weggelassen haben, ist Margarine, die wir (auch als Brotaufstricht) vollständig durch Olivenöl ersetzt haben. Die unzähligen Käsesorten (u.a. aus Italien und Frankreich) mochten wir schon immer gern, so dass wir unsere Ernährungsgewohnheiten in diesem Punkt kaum ändern mussten.

Während ich mir nicht vorstellen könnte zum Veganer zu werden, vermisse ich bei der weitgehend vegetarischen Ernährungsweise absolut nichts. Ob das am "Placebo-Effekt" liegt oder ob die weitgehende Vermeidung der im Fleisch angereicherten Hormongaben, Antibiotika, Stresshormone, Giftstoffe usw. dazu führt, dass ich mich fit und gesund fühle weiß ich nicht. Jedenfalls ist unser subjektives Wohlgefühl spürbar..

Da mein Freund Italiener ist, der leidenschaftlich gern kocht, schmeckt das Essen auch ausnahmslos, ohne dass überhaupt der Gedanke aufkommt, in der Pasta oder in der Sauce würde etwas fehlen (wenn er Gemüse kurz anbrät oder Nudeln mit Gorgonzola macht, schmeckt das ausgezeichnet).

Gelegentlich gönnen wir uns ein Fisch-Filet, das nach der Zubereitung durch meinen Freund erstaunlicherweise wie Fleisch-Filet schmeckt (ich muss ihn mal fragen, was sein Zubereitungsgeheimnis ist :-))

Ich käme jedoch nie auf den Gedanken andere bekehren zu wollen.

Wenn jemand gern Fleisch isst, so ist das seine Entscheidung, genau wie der Verzicht darauf, unsere Entscheidung war. Ob wir deshalb nun gesünder oder gar länger leben, weiß ich nicht. Aber solange wir uns damit wohlfühlen und der Ekel vor Massentierhaltung, BSE, Salmonellen, Schweinepest, Geflügelgrippe usw. usw. entfällt, bin ich zufrieden.
Fairtradefreak schrieb am 07.02.2011 um 20:16
Es ist wirkungsvoller auf Ei zu verzichten als auf Milchprodukte, denn...
na, schauen sie sich mal z.B. das hier an, was auch Biolegehühner betrifft:
www.youtube.com/watch?v=lGpJ7J8ReJ4
Vielleicht können Sie dem Eiproduktverzicht dann etwas abgewinnen?
Der Käse ist ja deswegen nicht tabu ;-)
Pandora schrieb am 05.03.2011 um 03:27
@ SexPower Wenn Du aus ethischen Gründen Vegetarierin bist, müsstest Du eigentlich Veganeri werden, da für Eier und Milchprodukte ebenfalls Tiere gequält und getötet werden.
Was passiert denn mit den Kälbern von Milchkühen? Sie werden getötet. Ohne Lab - ein Enzym, das aus Kälbermägen gewonnen wird - lässt sich kein Käse herstellen. Und für Eier werden Hühner gequält - selbst wenn sie in Freilandhaltung gehalten werden.
Wildhühner legen durchschnittlich 30 Eier pro Jahr - dass "Industriehühner" jeden Tag ein Ei legen, haben wir der gezielten Hochleistungszucht zu verdanken. Ausserdem enthalten fünfzig Prozent der in Deutschland verkauften Lebensmittel Eier.

By the way, die Anti-Baby-Pille enthält Milchzucker ...
Pandora schrieb am 05.03.2011 um 03:44
@ SexPower Ich meinte "Veganerin", nicht "Veganeri"...
Jan Pfaff schrieb am 03.02.2011 um 10:01
Darauf heute Mittag erstmal eine schöne Currywurst!
weinsztein schrieb am 03.02.2011 um 18:16
Mit Pommes?
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 18:25
Schranke!
Technixer schrieb am 03.02.2011 um 22:10
ne jepflegte Curry bitt'schön!

schließlich sitzt die Redaktion und der Server in Berlin
luggi schrieb am 03.02.2011 um 22:19
In welcher Zelle in Berlin sitzen beide?

Einen Server habe ich noch nie sitzen sehen...sonst alles andere ;-)
Jan Pfaff schrieb am 04.02.2011 um 09:40
Klar mit Pommes, aber ohne Mayo - weil Currywurst und Mayo geht einfach nicht zusammen.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 10:53
Ein weitgehend schlecht recherchiertes Blog ohne Erkenntnisgewinn, zumal Egoismus als Grundhaltung besonders in einem linken Forum nicht die Mutter des Gedankens sein sollte, oder?

Dass der Verzicht auf Leichenteile viele Menschen vor dem sicheren Hungertod retten könnte, wäre es beispielsweise wert, sich mit dem Gedanken zu beschäftigen.

Gesundheitsgründe sind dagegen rein egoistischer Natur und haben für andere nur im Bezug auf das soziale Netz eine Relevanz.

Dies hier ist neben Fehlinformationen nichts anderes als ein "weiter so", also bestenfalls Zeitvertreib.
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 12:10
Leichenteile?
Igitt.
Ich ernähre mich mittlerweile nur noch von natürlichem Salz!
Kleiner Tip dazu: Salz kann man übrigens sehr schmackhaft zubereiten, wenn man es auf ein Filetsteak streut und mit diesem verspeist. Das hilft gegen den trockenen Mund und den Hustenreiz.
wwalkie schrieb am 03.02.2011 um 12:30
Und auf dieses Filetsteak noch à la Rossini eine kurz sautierte foie gras d'oie aus dem französischen Südwesten, und das Ganze in einem kleinen Meer getrüffelter Rotweinsauce. Dieses Ganze ist nicht das Falsche.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 12:37
sage ich doch, nicht verstanden aber schlemmen, das sind die Blogs, die kein Mensch braucht.
merdeister schrieb am 03.02.2011 um 12:45
Werden Vegetarier die ersten sein, die mit Dogmatismus die Welt verbessern?
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 14:40
Vegetarier werden die Welt nicht verbessern, sondern abgrasen.
wwalkie schrieb am 03.02.2011 um 14:44
Sie können auch eine foie gras de canard nehmen, die ist aber weniger Eigengeschmack hat. Man könnte dies mit einem sehr körperreichen Wein in der Sauce kompensieren.
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 14:56
@Forenboy
"Dass der Verzicht auf Leichenteile viele Menschen vor dem sicheren Hungertod retten könnte, wäre es beispielsweise wert, sich mit dem Gedanken zu beschäftigen."

Es wäre ja schon viel geholfen, wenn wir die vielen Anbauflächen für Lebensmittel nicht mit viel Aufwand so bepflanzen würden, um sie anschließend in unseren Autos und Biogasanlagen verbrennen zu können. Darüberhinaus gibt es auch jetzt genügend Lebensmittel für alle. Es ist ja nicht so, dass da ein Mangel herrschen würde. Mit den Hungerleidern dieser Welt kann man aber kein Geschäft machen (Motto: eure Armut kotzt uns an!) und sich nicht noch Transport- und Lagerkosten ans Bein binden will, werden die Lebensmittel vernichtet, weggeworfen, verbrannt, deponiert - jedenfalls nicht in hungrige Mäuler gestopft.

Verzicht auf tierisches Protein löst das Problem "Hunger in der Welt" nicht, sondern verlagert es.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 16:57
Ich sehe @GeroSteiner, du hast dich mit dem Problem noch nicht befasst.

Am Transport kann es nicht liegen, denn es werden aus den Hunger gebieten der Welt die Futtermittel für die Tiermast her transportiert, um mit miserablem Wirkungsgrad aus 100% hochwertigem pflanzlichem Eiweiß gerade mal 15-20% minderwertigeres tierisches Eiweiß zu erzeugen!

Würde man das pflanzliche Eiweiß direkt an den Menschen verfüttern, gäbe es keinen Hunger mehr auf der Welt.........
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 17:31
Vielleicht sollten wir einfach mal anfangen, Menschen zu essen, statt der armen Tiere. Die Vegetarier bekommen dann die Couch-Potatoes.
luggi schrieb am 03.02.2011 um 17:41
Soohhh?
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 17:53
Jo.
Aber Freitags gibt es schon mal Konflikte.

luggi schrieb am 03.02.2011 um 18:44
Hmmm, Fisch oder Fleisch?
Chicken McNacket.
Magda schrieb am 03.02.2011 um 20:49
Wissen Sie überhaupt, was Recherchieren bedeutet, Forenboy? Ich habe nicht den Eindruck.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 21:00
ach wissen Sie @magda, Sie mich auch nicht.
Lucas schrieb am 05.02.2011 um 23:53
@merdeister

Könnte es nicht, jetzt nur rein zufällig, auch der Fall sein, dass alle überzeugten Fleischfresser hier die Dogmatiker sind? Also nur ganz hypothetisch gefragt...

Ein vernünftiges Argument das gegen den Fleischverzicht spricht habe ich bis jetzt jedenfalls noch nicht gehört.
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 12:05
Darf ein Vegetarier eigentlich Schmetterlinge im Bauch haben?
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 12:17
klar, denn wenn Du Schmetterlinge im Bauch haben willst, musst Du Dir die Raupen in den Arsch schieben.

Würdest Du sie nämlich essen, wäre das das Ende......
merdeister schrieb am 03.02.2011 um 12:40
Bestechende Logik...
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 15:01
@ForenBoy
"wenn Du Schmetterlinge im Bauch haben willst, musst Du Dir die Raupen in den Arsch schieben."

Das klingt nach einem Kollateralschaden durch zuviel Dschungelcamp.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 16:48
Dschungelcamp?, was ist das?
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 17:43
Das Dschungelcamp ist ein Sendeplatz bei RTL, der nicht mit Werbung gefüllt werden konnnte.
luggi schrieb am 03.02.2011 um 13:45
Ich hab's überhaupt nicht schwer. Auf dem Etikett bei mir steht geschrieben:
"Vegetarischer Aufstrich mit omega 3/6-reichem Walnussöl mit Sonnenblumenkernen, Kräutern und Gemüse"
"Zutaten:
19% Sonnenblumenkerne, Öl pflanzlich, Wasser, 10% Paprika, Zitronensaft aus Zitronensaftkonzentrat, Tomatenmark, Reissirup, 4% Walnussöl, 2% Zucchini, 2% Auberginen, Branntweinessig, Knoblauch, Meersalz, Kräuter.
Kann Spuren von Soja und Nüssen enthalten."

Tja, und Beweise oder Hinweise bleibt frau schuldig, es behauptet sich ja so schön.

Zitat: Pollmer/Schmelzer-Sandtner, "Wohl bekomm´s", KiWi Verlag 1998, S. 40
"Ganz andere Ergebnisse als die fleischfressenden Tiere zeigte die vegetarische Versuchsgruppe, die nur knapp mit Eiweiß versorgt wurde. Sie hatte zwar niedrigere Serotoninspiegel, aber dafür eine höhere Lebenserwartung! Die Versuchstiere mit den hohen Eiweißrationen gingen dagegen früher ein. Es bleibt also dabei: Zuviel Fleisch ist zumindest für Laborratten ungesund - daran ändert auch der flotte Werbespruch vom "Stück Lebenskraft" nichts."

Es wäre schon ein wunderbares Resultat, wenn durch den Verzicht auf Tierfleischnahrung der Mundgeruch aus der Welt geschafft wird.
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 15:10
:-)

Diese Vergleiche mit Versuchsgruppen und Nahrungsaufnahme und Tierreich treffen's ja auch nicht immer. Ich sag nur Schmeißfliegen und Mistkäfer.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 16:51
Der Werbespruch wurde von mir inzwischen neu gefasst:

FLEISCH ist ein Stück LEICHE.

denn das mit der Lebenskraft war nur ein Werbetrick.
luggi schrieb am 03.02.2011 um 17:23
@Gero
Genau, und deshalb sollte man Medikamente u.s. nicht an Ratten, Mäusen, Karnickels und Meerschweinchen testen.
Und...
Selbst bei Menschen wäre es Quatsch, die Wirksamkeit von Sonnenschutzkrem bei Farbigen und die von Hautbleichungskrem bei Farblosen zu testen.

Der Mensch kann wohl Braten, Schnitzel, Würstchen u.s. essen, aber außer Fleisch in mettiger Form kann er nüscht abbeißen. Kann jeder mal den Selbsttest machen.
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 17:41
Schluss mit den Tierversuchen!
Nehmt Außerirdische!

Heino?
Ackermann?
Westerwelle?
Hansi Hinterseer?
Pumuckl?
Nutella?
Helgoland?
luggi schrieb am 03.02.2011 um 17:49
WERBUNG! Bitte bleiben Sie am Arat-App:
Hundefutter
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 17:55
Gibt es eigentlich auch vegetarisches Futter für Milchkühe?
luggi schrieb am 03.02.2011 um 18:07
Für die Kuhmilchproduktion schon; was die aber nehmen, wenn die Bauernmilch produzieren, weiß ich nicht.
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 18:11
Bei Landmilch soll das ja noch viel schwieriger sein, als bei Bauernmilch.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 18:13
und was ist mit Muttermilch?
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 18:20
Ultimatives Rätsel: Dosenmilch.
KalleWirsch schrieb am 03.02.2011 um 16:38
Machen wir uns nichts vor. In spätestens 2 Monaten (großzügig geschätzt) ist der vegetarische Boom (leider) wieder vorbei.

Mir ist vollkommen egal, aus welchen Gründen Leute aufhören mit diesem ausufernden Fleischkonsum (auch ob sie Pioniere sind odere nicht). Wichtig ist, dass eine Haltung dahinter steht. Wenn es nur Mode ist, hält es eben nicht lange an.

Ich glaube es gibt ebenso viele dogmatische Vegetarier, wie es dogmatische Fleischesser gibt. Es ist dasselbe wie mit Rauchern und Nichtrauchern.

Es bleibt allerdings die Tatsache, dass niemand seinem Hund dasselbe antäte wie seinem Kotlett.
luggi schrieb am 03.02.2011 um 17:10
abwarten, Kalle, abwarten (es sind nur ein paar Sekunden)
Dürfte für einen Allesfresser kein Problem sein.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 18:07
das siehst Du völlig falsch@KalleWirsch,

der "vegetarische Boom" hält schon seit 20 Jahren an und verstärkt sich progressiv.

Der Vergleich mit den Rauchern ist ebenso falsch, da es beim Verzicht auf Leichenteile nicht ausschließlich um die Bekämpfung eines schädlichen Suchtverhaltens geht, sondern um vielschichtige Gründe.
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 18:15
@ForenBoy
"der "vegetarische Boom" hält schon seit 20 Jahren an und verstärkt sich progressiv."

Beweis: Die Insolvenz von McDonalds, BurgerKing und Kentucky schreit Ficken.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 18:25
schon mal was von Parallel-Gesellschaften gehört @GS?
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 18:37
Schon mal das Gehirn abgeschaltet und vergessen wieder einzuschalten @FB?
KalleWirsch schrieb am 04.02.2011 um 10:54
@Forenboy

Das Wort Boom bezeichnet ja einen RASANTEN Anstieg, etwas Ausuferndes. Oftmals einen Modetrend. Das hat meist nicht unbedingt Nachhaltigkeit zur Folge.

Die nachhaltige Anzahl der Vegetarier steigt tatsächlich, zumindest kann ich das in meinem Umfeld deutlich beobachten. Doch ist sie meines Erachtens immer noch ziemlich gering. Progressive Verstärkung (in dem Punkt bin ich derselben Meinung) braucht nun mal meist sehr viel Zeit. Und vegetarisch Essen gehen finde ich immer noch ganz schön schwierig.

Was das Rauchen angeht ging es mir um den Dogmatismus. Mal davon abgesehen, dass man bei der Tabakindustrie wohl auch von Vielschichtigkeit sprechen kann, die gesamtgesellschaftlichen Folgekosten für Krankenkassen etc. mal ausgelassen ;)
Tessa schrieb am 03.02.2011 um 18:10
Ich esse kein Fleisch mehr, seitdem ich 10 Jahre alt bin, bis heute als einziges Mitglied in meiner Familie. Ich habe damals die Wendy und den Tierfreund gelesen, die Massentierhaltung und Tiertransporte dokumentierten und eine simple ethische Entscheidung getroffen, anhand von ein paar Bildern, und aufgrund der Tatsache, dass mein Opa uns das Kaninchen servieren wollte, das ich ein paar Tage zuvor noch gestreichelt hat. Für so eine Entscheidung braucht es dann in der Tat keine pseudointellektuelle Debatte, keine monatelange Selbstversuche in Buchdokumentation - solche Produkte sind wohl eher das Ergebnis von Autoren auf Themensuche.

Besonders die Menschen, die sich dem Vegetarismus nun aus Gründen der vermeintlich gesünderen Ernährung zuwenden, werden diese Lebensweise wohl in ein paar Monaten wieder beenden. Das Spiel kennt man ja von Diäten.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 18:17
du sagst es @Tessa, die egoistischen Gründe sind weniger nachhaltig als grundsätzlich verinnerlichte empathische Bezüge.
Belle Hopes schrieb am 03.02.2011 um 18:22
Themensuche, das kam mir auch in den Sinn.
j-ap schrieb am 03.02.2011 um 18:19
»Muß das sein?« — Gute Frage.

Scheinbar schon. Sonst würde sich nicht mit Regelmäßigkeit immer wieder dieselbe Diskussion ... ich sage mal: »ergeben«, wenn das Wort Ernährung in Verbindung mit Fleisch irgendwo ums Eck schaut.
Belle Hopes schrieb am 03.02.2011 um 18:19
Muss das sein, Frau Zinkant? Dass Sie Ihre Sicht so verallgemeinern, schon leicht ins Zynische gehen, dass Sie die Wirkung solcher Texte nicht bedenken und hier so unwissenschaftlich an die Sache heran gehen? Gut, es ist ein Blog. Trotzdem. Jeder, der sich bisher um seine Ernährung nicht kümmerte und dem Massentierhaltung usw. egal waren kann sich getrost auf die Schulter klopfen und das Gewissen wieder einpacken, dann aber beim nächsten Skandal wieder rufen "die bösen Produzenten", bloß keine Veränderung oder auch nur daran denken. Es wird bestimmt irgendwo in diesem Lande Bio-Essen geben, das seinem Käufer weniger Schwierigkeiten bereitet als Ihnen oder dass wirklich Bio ist. Würde ich glatt drauf wetten.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 18:30
wie ich es weiter oben schon sagte@Belle Hopes, für eine "Wissenschaftsredakteurin" ein beschämendes Armutszeugnis.

Hauptsache, irgend etwas hingerotzt.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 18:33
Der Kommentar wurde von der Moderation editiert
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 18:42
@Forenboy
"Hauptsache, irgend etwas hingerotzt."

Ziemlich große Klappe für jemand, der noch nicht ein einzigen Blog hier verfasst hat.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 18:48
@GeroSteiner, lasse dir doch mal ein neues "Totschlagargument" einfallen, das alte ist längst ausgelutscht.

Das Verfassen eines Blogs ist ja wohl keine Kunst.
j-ap schrieb am 03.02.2011 um 18:48
[strictly ot:]

Hallo ForenBoy,

Du schreibst: »Hauptsache, irgend etwas hingerotzt« und weist damit auf etwas hin, was Dir vermutlich an Dir selbst schon das eine oder andere Mal aufgefallen sein dürfte. Und einigen anderen auch.

Weniger wegen einer Meinungsverschiedenheit oder konträrer Ansichten, dafür häufiger wegen Deines Stils. Meistens schneist Du nämlich herein, placierst ein, zwei Sätzlein — idR verbunden mit »typisch links«, »die LINKE mal wieder«, »Arroganz« und »ihr Kommunisten zerreißt mal wieder nix«, hier mal eine andere Variante nach dem bekannten Muster: der Rest der Welt besteht aus hohlraumversiegelten Totaldeppen, die noch nicht einmal wissen, wo hinten und vorne ist, doch ich, ForenBoy, überblicke das alles souverän — und ziehst dann genauso schnell wieder Leine, meistens in Richtung eines anderen Threads, von wo alsdann die nächsten Rauchfahnen dräuen.

Wie wäre es, wenn Du Dir mal überlegst, wie Du hier auf Diskutanten wirkst? Daß sich das, was Du uns mitteilen willst, oft genug hinter plattesten Allerweltsplätzen versteckt, die auch noch so hanebüchen daherkommen, daß man sie beim besten Willen nicht ernst nehmen kann? Daß hier, soweit ich sehe, kein Mensch irgendwas gegen kritische Anmerkungen hat (zumal nicht-blöde Nichtlinke hier sehr rar sind!), sofern und solange die sich einigermaßen im Rahmen ziviler Umgangsformen bewegen?

Es geht hier nicht darum, was Du zu sagen hast, sondern wie Du das tust. Wer sich noch nicht einmal die Mühe macht, das, was er zu sagen hat, im gedanklichen Zusammenhang darzustellen, wofür es freilich meist mehr Platz und Aufwand braucht als für einen dreist dahergeschluderten und hingeschmissenen Einzeiler, der braucht sich auch nicht zu wundern, wenn man ihn früher oder später als die Nervensäge bezeichnet, die er dann auch ist.

Wohlgemerkt: Das heißt nicht, wie ein Honigkuchenpferd durchs Forum zu laufen und jeden abzuschmusen, das ist nämlich genauso nervig. Aber a bisserl mehr als ein auf Radau gebürsteter Leichtfuß, der auch noch patzig wird, wenn man ihn beim Namen nennt, sollte es eben schon sein.

Gruß
Josef Allensteyn-Puch
Belle Hopes schrieb am 03.02.2011 um 19:09
Sowas. Darauf hätt ich auch wetten sollen. - By the way, wie soll man denn unwissenschaftliche, pauschalisierende Aussagen über angeblichen Aberglauben etc. verorten? Als Kauknochen zur Diskussionsanregung oder als undurchdacht Geschriebenes? Kopfschütteln...
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 19:10
was willst Du @j-ap?

ich nehme es Dir ja auch nicht übel, geschwollen daher zu kommen, wenn dir danach ist.

Wer sich aber bei einem wichtigen Thema, das Du ja gleich als völligen Nonsens deklarierst mit ".. ich sage mal: »ergeben«, wenn das Wort Ernährung in Verbindung mit Fleisch irgendwo ums Eck schaut."

Dir scheint die äußere Form wohl wichtiger zu sein als der sinn freie Inhalt.
Bei mir ist es umgekehrt.
Und hin gerotzt passt hier am besten, treffender kann ich es nicht benennen.

Mir liegen die hungernden menschen auf der Welt mehr am Herzen als Wortakrobatik in einem angeblich linken Forum, in dem der Mensch im Mittelpunkt stehen sollte, in wahrheit aber eine befremdliche Feindseligkeit festzustellen ist.

Was soll ein Blog, wo schon der Titel jede Ernsthaftigkeit vermissen lässt und dann eine Falschinformation die nächste abwechselt?

Was sollen Kommentare, die Werbung für Fastfood-Ketten machen in einem Blog in dem es um "Vegetarismus" gehen soll?

Und Du bist kräftig mit dabei "Mit Zwiebeln oder Äpfeln? Kartoffelbrei mag ich zu Leber nicht."

...ach ja, Hauptsache höflich, ich könnte kotzen über so viel Zynismus.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 19:22
Ich habe mal nachgesehen: ganze 3 Beiträge nämlich die von TESSA, Belle Hopes und SCHLOL haben mir wichtiges zum Thema gesagt, der Rest ist purer Nonsens.

Ziemlich armselig bei 60 Kommentaren wie ich finde.
Belle Hopes schrieb am 03.02.2011 um 19:34
Ich kann mich nur wiederholen: Kopfschütteln... Egal ob pro Fleisch oder wenig oder gar nicht. Das hier ist doch nun in der Tat unverdaulich und ungenießbar! Schönen Abend.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.02.2011 um 19:38
@ Forenboy

Man, hör auf hier die Scheiße zu labern wieviel sind denn von deinen 800 Kommentaren produktiv? Es geht hier in dem Blog nicht um deine Meinung die alle übernehmen müssen sondern um die Meinung der Autorin.
Mach doch selber einen Blogeintrag wo du klar darlegst warum Fleischverzicht die Rettung der Menschheit darstellt. Dann können wir auch darüber diskutieren. Wenn deiner Meinung nach kein Ding darstellt nen Blogeintrag zu schreiben dann mach es doch du Opfer.

Deine Rechnungen die du aufstellst, sind sowieso Schwachsinn natürlich auf dem Papier sind genug Lebensmittel für alle Menschen da, aber das ist kein Konsumproblem sondern ein Verteilungsproblem. Was glaubst du denn passiert wenn hier in Deutschland alle auf Fleisch verzichten? Denkst du das pflanzliche Futter für die Tiere wird dann an Menschen verteilt? Nein dann werden lediglich Kapazitäten zurückgefahren und es wird auch weniger angebaut. So funktioniert nun mal Marktwirtschaft, wenn du den Hinger bekämpfen willst musst du auf andee Ansätze zurückgreifen.
Woher erdreistet du dich, deine Weltanschauungen was Fleisch betrifft für allgemeinverbindlich zu erklären? Was ist denn daran besser, als deine Kommunismus-Vorwürfe die du allem und jedem auftischt? Das ist exakt diesselbe Ideologie.
Aber was red ich überhaupt mit dir, du hältst dich ehh für den schlauesten, die Sache mit Uwe Juergen Ness war auch unterste Schublade. Wie alt bist du? 16?

Man man man, bei Deppen wie dir krieg ich echt einen zuviel. ****
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.02.2011 um 19:44
Ich entschuldige mich für die Beleidigungen in meinem Beitrag. Der Rest gilt aber weiterhin.
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 19:48
@ForenBoy

OT:
"Das Verfassen eines Blogs ist ja wohl keine Kunst."

Stimmt. Das ist Arbeit!
Zum Teil ist es sogar überaus mühsam und beschwerlich, einen lesbaren Text zu verfassen. Vor allem muss man sich dann den Kommentaren von anderen Bloggern stellen.

Einen Artikel schreiben, dass ist wie Sandburgen bauen. Manche können nur die Sandburgen von anderen kaputtmachen - und aus Angst, dass andere die eigene mühsam aufgebaute Sandburg kaputtmachen, baut man selbst erst gar keine auf.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 19:54
also@Madelbrot, ich halte Dir mal zugute, dass Du es nicht besser weißt, dass Menschen deshalb verhungern, weil der Fleischkonsum nur durch Futtermittel, die in der sogenannten 3. Welt produziert werden, und obwohl über die Meere geschifft immer noch billiger sind, als wenn sie hier angebaut würden, ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern allgemein gültige Lesart.
********
Anmerkung der Moderation: Die Blogbeiträge wurden nicht von uns gelöscht, sondern von den Autoren selbst.
Magda schrieb am 03.02.2011 um 20:00
Das mit dem Deppen haut schon ganz gut hin.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.02.2011 um 20:09
@ Forenboy

Dieser Zusammenhang existiert so nicht. Es ist nicht so das in den entsprechenden Ländern massenhaft Futtermittel angebaut werden, die dann unsere Tiere verspeisen und gleichzeitig verhungern dort Menschen.
Große Teile der Sojaernte kommen aus Südamerika, dort ist Armut sicher ein Begriff, aber verhungern tun die Menschen in Afrika und Teilen Asiens. Und dorther beziehen wir eben höchstens einen kleinen Teil unserer Futtermittel.
Ich will hier auch gar nicht das moderne System der Nahrungsherstellung verteidigen. Tatsache ist aber das der von dir aufgezeigte Zusammenhang vielleicht in dein Weltbild passt aber nicht in der Realität existiert.

Verzichten wir nun auf Fleischkonsum, wird in Südamerika weniger Soja angebaut. Und jetzt kommst du und erklärst mir warum davon die hungernen Menschen in Afrika profitieren?
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.02.2011 um 20:22
@ Forenboy

Und zu der Sache mit ***, lassen sie uns da doch einfach bei den Fakten bleiben. Und die sind nun mal, das er wegen ihnen jetzt nicht mehr hier ist.
Ein Blogger der zahlreiche gute und diskussionswürdige Beiträge verfasst hat. Und sie sind weiterhin hier mit ihren 30 Beiträgen pro Tag von denen nicht mal einer was Vernünftiges enthält. Schlechter Tausch würde ich sagen.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 20:30
@GeroSteiner, stimmt alles was du sagst.

Aber ganz ehrlich, ich verrate dir mal ganz persönlich, warum ich noch kein Blog erstellt habe:

1. finde ich, dass es ohnehin viel zu viele Blogs gibt, die nicht nur schlecht gemacht sind, sondern auch noch x-fach zum selben Thema!
Wer hat denn z.B.Lust zum Thema Ägypten in 10 oder mehr Blogs zu posten?

Warum schließen sich nicht erfahrene Blogger kurz und verabreden ein GemeinschaftsBlog zu einem Thema bei dem dann die Qualität auch stimmt?
Und wozu soll ich als Newcomer noch ein weiteres überflüssiges Blog installieren?

Und 2. habe ich in den 4 Wochen, in denen ich hier einen Crashkurs gemacht habe, die Erkenntnis gewonnen, dass die meisten hier feindselig miteinander umgehen, wozu also sich Mühe machen?

Und da kommt ein j-ab und will mir Benehmen beibringen, der gerade mal 4 Wochen da ist, wenn Leute wie Rahab und Emma in Uniform dies wohl nach über einem Jahr noch viel weniger können, vielleicht sollte er da mal anfangen.

Ihr müsst auch nicht befürchten, dass ich hier alt werde, denn mir ging es hauptsächlich nur darum, politisch Linke "kennen" zu lernen, heraus zu finden, wie sie ticken, was sie vorhaben, wie sie die DDR-Vergangenheit sehen und damit umgehen, welche gesellschaftlichen Veränderungen sie planen und so weiter.

Ich kann Dir sagen, auf der ganzen Linie war das eine einzige Enttäuschung:
es gibt 2 Lager der Linken. Das eine instrumentalisiert den Holocaust zugunsten Israels, die anderen instrumentalisieren die Verbrechen Israels an den Palästinensern zu Gunsten des Islams, was beides unerträglich ist.

Deshalb gebe ich der Linken ja auch keinerlei Zukunft, in 17 Tagen wird sich das bereits zeigen.
Die Partei Die LINKE definiert ihre Bedeutung ausschließlich über die Defizite der politischen Gegner, einfach nur armselig.
Dabei sollte doch jedem klar sein, dass man nicht damit andere von sich überzeugen kann, indem man über andere herzieht und das noch meist polemisch und falsch *******.

Ich könnte Dir noch viel negatives aus dem Forum berichten, aber dazu habe ich jetzt keine Lust.

Ich weiß jedenfalls, dass ich bei den Grünen viel besser aufgehoben bin als bei der LINKEN, die ein mit sich selbst unzufriedener und zerstrittener Haufen zu sein scheint.

Da kann mich auch das didaktisch komplizierte Sprachgeschwurbel von einigen nicht mehr beeindrucken.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 20:35
du scheinst es nicht zu kapieren@mandelbrot.

Ich habe ***** nicht vertrieben, er wollte mich vertreiben, und als das nicht klappte mit seinem kindischen Tränendrüsenblog, da ist er zickig von dannen gezogen.
Ich hätte gern weiter mit ihm um die Wahrheit gestritten.

Und auf deine Bewertung meiner Beiträge lasse ich einen.....
luggi schrieb am 03.02.2011 um 20:41
och, der tiefscharfe IM steckt hinter dem FB; na dann husch schnell zurück zu den MI´s. Da gibt´s kühne Zeitgeister, aus einer anderen Zeit.
luggi schrieb am 03.02.2011 um 20:42
btw, IM heißt bei mir nicht Informeller Mitarbeiter.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.02.2011 um 21:01
@ Forenboy

Wenn du nun einen Funken Anstand gehabt hättest, hättest du gesagt du schreibst nichts mehr unter seine Blogs dann wäre er nämlich nicht gegangen. Nun ist er weg und wir ALLE hier in der Community leiden darunter weil ein guter Schreiber das Weite gesucht hat. Und das wegen deiner Starrköpfigkeit. Danke.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 21:37
@mandelbrot, hallo?

******
Ich habe absolut nichts damit zu tun, das war allein seine Entscheidung, die ich ebenfalls für falsch halte.
Teile des Kommentars wurden von der Moderation editiert
Magda schrieb am 03.02.2011 um 21:52
"Was kann ich dafür, dass Uwe, nachdem die Pranger-Blogs auf meinen Wunsch von der Redaktion gelöscht wurden, in einer Übersprunghandlung entgegen seiner Zusage auch sämtliche anderen Blogs gelöscht hat?

Er hat gesagt, er geht, weil Sie ihm penetrant hinterher gemobbt, gemeckert und gespottet haben. Sie sollten sich was schämen, ehrlich.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.02.2011 um 22:01
@ Forenboy.

Das geschah auch noch auf deinen Wunsch? War ja klar. Immer auf Meinungsfreiheit pochen und über die "bösen" Linken herziehen, aber wenns einem nicht in den Kram passt dann löscht man es halt.

Hey, jetzt hör auf mit deinen lächerlichen Ausreden. Meinetwegen war seine Reaktion kindisch darüber kann man streiten*, ABER: Sie geschah wegen dir!!! Ein Satz von dir, das du nicht mehr in seinen Blogs postet hätte gereicht. Wäre das so schwer gewesen? Der Klügere gibt nach.

Und dann noch zu behaupten du hättest nichts damit zu tun, phh lächerlich. Das Ganze geschah nur wegen dir und niemanden sonst. Und das weißt du auch.

Sie sollten sich was schämen, da gebe ich Magda vollkommen recht!

*Übrigens finde ich seine Reaktion nicht kindisch sondern durchaus nachvollziehbar. *** Einträge waren nicht mal eben so hingeschissen, da stecke Arbeit dahinter. Das man dann keine Lust hat die durch sinnlose Kommentare zerschießen zu lassen, kann ich verstehen.
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 22:10
@ForenBoy
"Ich weiß jedenfalls, dass ich bei den Grünen viel besser aufgehoben bin als bei der LINKEN"

Das passt ja. Noch GRÜN hinter den Ohren, aber sich die Realität völlig verbiegen, ohne ROT zu werden.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 22:15
@GS, auch wenn es anders ist, das Wortspiel gefällt mir.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 22:19
@magda, nur weil er es gesagt hat, stimmt es noch lange nicht.
Zum schämen hat er und alle, die im Prangerblog waren einen Grund, nicht ich.
*****
Teile des Kommentars wurden von der Moderation editiert
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 22:23
@Belle Hopes

Ihre Kommentare könnten von einer Taube sein. Kurz reinfliegen, allen auf den Kopf **** und wieder rausfliegen.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 22:26
@mandelbrot, komm runter, ich habe Uwe nix getan, in den USA-Blogs hat er sich für meine Videos und Links bedankt.

Nur bei seinen polemischen Grünen-Blogs mit der infamen Beleidigung von Konstantin haben ihm meine Konter nicht gefallen, was ja so beabsichtigt war, und da mutiert er zum Weichei und flieht, statt sich zu entschuldigen und den Blogtext zu ändern, wie es Konstantin wollte.

Nur die Harten bloggen im Freitag!
Magda schrieb am 03.02.2011 um 22:54
"Hier wird Scharia praktiziert, obwohl Kommunismus drauf steht, das ist zum schämen."

Wie kommen Sie zu so einer ungeheuerlichen Aussage? Sie sind nicht in der Lage, angemessen zu kommunizieren. Für Sie sind Leute Links, die Ihnen nicht passen. Gründlich lesen können Sie auch nicht. Enweder sie beleidigen Leute, wenn sie denken, Sie könnten sichs erlauben oder sie schleimen, dazwischen ist nichts.
Und Sie denunzieren Leute so, wie Sie es anderen unterstellen. Fürchterlich. Allein schon den hier zitierten Satz könnte man schon wieder als völlig daneben und justitiabel einzuordnen. Leider sind Sie auch noch vom Wahn besessen, Sie kennen sich mit dem aus, was sie kommentieren. Das ist aber selten der Fall.

Ich gucke jetzt genau hin, was Sie tun. Das ist nicht auszuhalten, eine solche Ignoranz und Gehässigkeit
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 23:02
Der Kommentar wurde von der Moderation editiert
ed2murrow schrieb am 03.02.2011 um 23:04
Nun ja, Herr Forenboy scheint es ohnehin nirgends lange auszuhalten. Soweit ich das sehe, wurde ihm sogar ein eigener Blog gewidmet:

diehimbeertonis.blogspot.com/2010/11/forenboys-unterschichtenwelt.html

Hier ist man halt ein wenig mehr laissez-faire, ein bisschen Aufreger der Woche und dann wird’s auch das gewesen sein.
Magda schrieb am 04.02.2011 um 09:32
Auch den Kommentar habe ich an die Moderation gemeldet. Mir sind Ihre Beleidigungen einfach zu viel.
Emma in Uniform schrieb am 07.02.2011 um 20:21
@b.h.
@forenboy

Sie verstehen den Artikel falsch bzw. gar nicht..obwohl eigentlich inhaltlich unkompliziert, ist es Ihnen auch mal wieder hier nicht möglich zu folgen..es geht um Fertiggerichte,-kost,-produkte, industriell zusammengerührte Matschepampe betrügerischer Produzenten, die auch vegetarisch oder vegan gesundheitlich ruinös sein kann, was aber von Durchschnitts-Ömmeln wie Ihnen nicht im Traum erwogen wird. Schließlich hat es Sie bereits viel Mühe gekostet Ihr "Gewissen auszupacken", einen Standpunkt zu entwickeln und sich selbst dafür auf die Schultern zu klopfen, gelle? Hat nicht der halbvergorene G. Jauch einen Blog für Menschen wie Sie? Damit sie "Meinung" üben können?

In sowas ähnlichem schreiben Sie ja schließlich auch?
Ach so...
Heartworker8 schrieb am 03.02.2011 um 18:40
Ich empfehle Menschenstopfleber, geht übrigens gut auch mit Weisswein, wahlweise Rotwein.
Dass Menschen genauso wie Gänse Schmerz empfinden, halte ich für ein Gerücht, unbewiesen.
Ich möchte daraus keine Menschenrechts-Grundsatzfrage machen. Es ist meine "persönliche Entscheidung", nicht auf Menschenstopfleber zu verzichten, und jeder kann eine andere "persönliche Entscheidung" treffen. Ich verbitte mir Weltverbesserer und Gutmenschen, die meinen "Geschmack" verändern wollen.
Vor allem sammele ich an den Supermarkt-Kühltruhen Aasfresser ein (menschliche "Fleisch"-Fresser gibt es bekanntlich nicht), denn deren aus dem lebendigen Leib geschnittene Stopfleber schmeckt besonders würzig.
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 18:43
Hannibal Lecter, Sie sind enttarnt!
j-ap schrieb am 03.02.2011 um 18:50
Gero, hol schon mal den Roten. Es gibt Menschenleber. Und wir beginnen mit der von Heartworker8!

Mit Zwiebeln oder Äpfeln? Kartoffelbrei mag ich zu Leber nicht.
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 19:08
Eindeutig Zwiebeln, in Butter angeschwitzt, leicht gebräunt mit ein wenig Zucker und einem Hauch Salz.
Apfelscheiben gehören auch dazu, verfeinert mit einem Fitzelchen Zimt.

Dazu würde ich statt eines Roten einen sizilianischen Chardonnay empfehlen.
weinsztein schrieb am 04.02.2011 um 01:07
Unbedingt mit Apfelspalten und Zwiebelringen, ähnlich wie von Küchenchef St. Gero beschrieben!

Kartoffelbrei braucht kein Mensch, evtl. aber ein Kartoffelpüree mit Butter, Sahne, Salz und reichlich Muskat. Zum Schluss Endivien (bereits fertig als Salat zubereitet, mit einer Vinaigrette) unterheben.

Für die Zwiebeln erst den Zucker karamellisieren, dann Butter ganz kurz aufschäumen lassen und die Zwiebelringe dazu geben. Zum Schluss salzen.

Die Vegetarierleber quer in 5 mm dicke Streifen schneiden, mit Mehl. bestäuben und bei mittlerer Hitze je Seite 30 Sekunden braten. Erst dann mit Meersalz würzen und Blättchen von glatter Petersilie bestreuen. So viel respekt muss sein.
claudia schrieb am 04.02.2011 um 05:10
>>Ich empfehle Menschenstopfleber, ...<<
Die hat den Vorteil, dass Menschen sich selber stopfen können.

Ansonsten sprechen 2 Gründe für das Verspeisen von Menschen:
1. Ein Mensch enthält alles, was der menschliche Körper braucht.
2. Die Anzahl der Menschen auf der Erde würde zurückgehen, was anderen Spezies zugute käme, die durch den enormen Landverbrauch des Homo Sapiens zuviel Lebensraum verlieren.
Lucas schrieb am 05.02.2011 um 23:48
Lustig, wie sich alle noch ohne schlechtes Gewissen in ihrer Ignoranz suhlen.

Egozentrischer kann man kaum sein.
schlol schrieb am 03.02.2011 um 18:43
Der Satz "das schmeckt mir eben" ist sentimentale Gefühlsduselei und patriarchal-harte Tradition. Die pflichtweise Zerstörung der Gefühle ebenso wie die mutwillige Zerstörung der Tiere an unserer Seite bedingen einander und treiben sich immer rascher voran: Die verwüstete Welt verinnerlicht sich als Wüstenei der Seele, und die Angst vor dem Hohlraum des eigenen Inneren rückentäußert sich als Vergleichgültigung, als "Neutralisierung" immer größerer Bereiche der Weltwirklichkeit.
j-ap schrieb am 03.02.2011 um 20:21
(ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 19:10)

Forenboy: »...ach ja, Hauptsache höflich, ich könnte kotzen über so viel Zynismus.«

J. A.-P.: Und ich finde es äußerst zynisch, daß Du dem Hunger dieser Welt noch eine Beleidigung der Hungernden zugesellst, indem Du zum wiederholten Male und wiewohl Gero Steiner, dame.von.welt und ich Dir das schonmal auseinandergesetzt haben behauptest, daß der Welthunger mit dem Fleischverzehr in Zusammenhang stehe.

Es gibt diesen Zusammenhang nicht, er ist nichts anderes als ein pietistisches Hirngespinst und das Schlimmste an ihm ist, daß er den tatsächlichen Skandal aus dem Blick rückt, der darin besteht, daß kein Mensch auf diesem Planeten Hunger leiden müßte, weil die zur Versorgung der gesamten Menschheit benötigten Lebensmittel schon längst zur Verfügung stehen, aber eben nur jenen, die sich die Nahrung auch leisten können.

Stattdessen wider besseres Wissen den eigenen Fleischverzicht — der ja in Ordnung ist — zum Remedium gegen den Welthunger aufzublasen ist schlicht: abstoßend.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 20:49
nein@ j-ap, Du verstehst nicht, die Nahrungsmittel sind da, es gibt auch kein Transportproblem, alles richtig.

ABER: dadurch, dass durch die Tiermast 80% des wertvollen Getreides verloren gehen!!!! ist eben nicht mehr genug für alle da.
In der sogenannten 1. Welt besteht zwar ein Überschuss, aber der kann nicht an die Stellen gelangen, wo er gebraucht würde.
Du versuchst den Focus aus dem Blickfeld zu rücken.

Das Getreide muss da bleiben wo es wächst, und den Menschen zugute kommen, die dort leben, nur so geht es.

Die Folge ist dann, dass für die Tiermast zu wenig Futter da ist, diese also erheblich eingeschränkt werden müsste.

Und da die Tiermast-Mafia nicht freiwillig auf die Mast verzichtet, müssen die Menschen den Verzehr boykottieren, dann geht es.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.02.2011 um 20:58
@ Forenboy
Ich hab dir das auch schon oben erklärt das deine Milchmädchenrechnungen nicht stimmen. Das meiste Soja wird in Südamerika angebaut, dort verhungert niemand.
Gehungert wird in Afrika und Teilen Asiens, da wird aber nur ein kleiner Teil angebaut.
Wenn wir nun auf Fleich verzichten, sinkt die Nachfrage nach Soja und es wird weniger angebaut.
Einem Menschen der in Afrika hungert leidet nützt das erstmal gar nichts.
Du gehst dann davon aus, das die Überschüsse an Soja oder anderen pflanzlichen Stoffen dann zu den Hungernen geschickt wird. Nur warum sollte das irgendwer machen ohne Gegenleistung?

Das ganze ist ein Verteilungs- und kein Konsumproblem. Bei weniger Fleischkonsum würde es nicht einen Hungernen weniger geben.
Um am Hungerproblem was zu ändern musst du was an den Strukturen ändern, aber das scheint ja nicht in deine Dogmatik zu passen.
ForenBoy schrieb am 03.02.2011 um 21:31
Ich unterliege keiner Dogmatik@mandelbrot, das überlasse ich der LINKEN.

Allein auf die Tiermast in diesem extremen Ausmaß zu verzichten reicht natürlich nicht, das Hungerproblem zu lösen, da sind eine Menge flankierender und zusätzlicher Maßnahmen nötig, die Du Strukturveränderung nennst, wo liegt also das Problem?
Ich kann es Dir verraten: weil keiner damit anfängt.

Ich rufe dazu auf, anzufangen. Und was passiert? Die Linken, die groß mundig davon reden, dass der Mensch für den Menschen da sein muss, streuen Sand ins Getriebe und schreien Nein, aufhören, wir wollen Strukturveränderungen, und alles bleibt beim alten, hallo?
weinsztein schrieb am 04.02.2011 um 01:13
Hallo? Forenboy?
Was soll plötzlich falsch sein an Dogmatik? Die wurde uns Linken in die Wiege gelegt und die Rechten gucken blöd aus der Wäsche (was, zugegeben, durchaus einen gewissen Liebreiz hat).
ed2murrow schrieb am 03.02.2011 um 21:24
Sehr geehrte Frau Zinkant,

den Blog habe ich aus zwei Gründen sehr gerne gelesen: Er zeigt, wie eine Polemik geschrieben gehört. Und wie man damit treffend „Überfluss“ charakterisieren kann – bei der Wahl zwischen zwei Extremen ein Luxusproblem zu haben.

Dass er mich überhaupt angesprochen hat, liegt daran, dass ich vor kurzem an der Schlachtung eines Zebus teilgenommen habe. In einem Land, wo Fleischkonsum rar ist weil in jeder Hinsicht teuer. Aus Anlass einer Feier, um das Überleben eines Betriebes in harten Zeiten nach einem Putsch im Staat zu begehen. Halal geschlachtet. Nicht weil die Arbeiter Muslime wären, sondern weil es nur einer ist, der sonst ausgeschlossen geblieben wäre. Eine Feier, an der schließlich das ganze Dorf teilgenommen hat: Die Frauen brachten Pataten, Maniokbrei, Reis, Kürbisse; zwei Männer ihre Instrumente; die Kinder ihr Lachen.
Vielleicht ein Ritus, ein Rest von Aberglauben. Aber was für eine Fröhlichkeit.

Danke für Ihren Kontrapunkt, der mich in diese Wirklichkeit zurück geholt hat.

Mit freundlichen Grüßen, e2m
luggi schrieb am 03.02.2011 um 21:35
Wie wäre es mit chinesischen Freunden? Die sind noch fröhlicher. Soll ich mal Videos hier rein stellen?
Mensch ed, was für ein wohlformulierter Quatsch. Schade um die Buchstaben.

btw. hast schon beim quarzen verloren, sei mal fortschrittlich
Und...
ich könnte noch ein paar andere Rituale aufführen. Isso.

Ein weltgeläufiger Mann und solch einfache Anschauungen. Tsss.
luggi schrieb am 03.02.2011 um 21:44
Wie kann man sich freuen, wenn ein Tier getötet wird? Krank? Also allein die Begründung als Nahrungsmittel ist ja nicht mehr aufrecht zu erhalten. Aber das hier? Nee ed.

Und der Beitrag war kein Kontrapunkt sondern dusselig, weil allein der letzte Satz zeigt, das das Thema verfehlt wurde.
ed2murrow schrieb am 03.02.2011 um 21:52
@ luggi

vielleicht ist Ihnen entgangen, dass Frau Zinkant als tag "Aberglauben" verwendet hat. Nein, ich bin mir sogar sicher, es ist Ihnen entgangen, da Sie sonst wegen Ihres weithin bekannten zarten Einfühlungsvermögens die Verbindung erkannt hätten.

Aber Sie haben recht, ich hätte Ausgelassenheit statt Fröhlichkeit verwenden sollen. Fremdwörter stören Sie ja bekanntlich.
luggi schrieb am 03.02.2011 um 22:08
@ed
Nein mein Lieber, der tag ist mir nicht entgangen. Nicht einmal der verwendete Begriff Ernährungsaberglaube im Blogeintrag, im Gegentum zu Ihnen. Ich verstehe und begreife tags u.s.. Aber begreifen oder verstehen Sie die Zusammenhänge mit den Ernährungserkenntnissen, und warum mischen Sie sich da ein? Was hat Ihr Kommentar mit dem Thema zu schaffen? Haben Sie das Thema verstanden? Oder wollten Sie einen Beitrag über die Zutatenliste eines Zebus beisteuern? Soll ich noch mehr Fragen stellen, um Ihnen die Unzulänglichkeit Ihres Wissens zu verdeutlichen?

btw. ich möchte mich klar und verständlich ausdrücken, deshalb vermeide ich möglichst Fremdwörter und zig Nebensätze...musste mal so geschrieben werden.
j-ap schrieb am 03.02.2011 um 22:13
»Dass er [der Beirag, Anm.] mich [ed2murrow {ich grüße Sie!}, Anm.] überhaupt angesprochen hat, liegt daran, dass ich vor kurzem an der Schlachtung eines Zebus teilgenommen habe.«

Nun müßte man mal in die Veganer-Runde fragen:

Ist der der Einwohner des Landes, in dem Sie, ed2murrow, gerade weilen, nun so primitiv und ungeschlacht, wie der vegane Europäer (und wer wüßte es besser als er, das fleischgewordene [!] Weltgewissen!) offenbar glaubt, oder doch nicht?

Horrido, horrido, horrido, Prost-Prost!
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 22:26
Als eingefleischter Vegetarier kann ich das nur unterstützen.
ed2murrow schrieb am 03.02.2011 um 22:29
@ luggi

"um Ihnen die Unzulänglichkeit Ihres Wissens zu verdeutlichen?" bei Beschreibungen von Erlebtem von jemandem, der nicht dabei war, hat schon eine seltsame Anmutung.

Es hat sehr viel zu tun mit dem Thema. Bei Schilderungen von Kriegs- und Nachkriegsjahren ist immer wieder die Rede von großer Not gewesen (gewesen, weil es unmittelbare Zeitzeugen kaum noch gibt). Das sei heute ganz anders, war der unvermeidliche Nachsatz. Fleisch spielte in der Betrachtung stets eine Rolle, vor allem in den Städten, fern vom Land, wo man gelegentlich etwas "organisieren" konnte.

Dieser Armut, der Not, begegne ich auf meinen Reisen, aber anders. Je weniger die Menschen (noch) entwurzelt sind, in ihren anchestralen Bedingungen also leben, spielt die Ritualisierung, das Fleischopfer eine große Rolle: Es wird das geopfert, was wertvoll ist, was (mytische) Kraft gibt. Reste davon finden sich immer noch, etwa bei einer Betriebsfeier im Busch. Der Weg des "Konsumgutes" ist noch ein anderer, wie die Welten, die zwischen hier und Afrika liegen. Ich fürchte, Sie müssten es selbst erleben, um Kontexte zu sehen.

Oder auch nur etwas länger bei Beiträgen verharren, statt mit der Methode hit & run hier und dort eine schnelle Kritik los zu werden. Wobei ich die "Dialektik" darin schon erkenne: Meinen Text kritisieren, um die darin enthaltene Schätzung von Frau Zinkants Text zu relativieren.

In diesem Sinne, Ihnen noch ausgelassenes Schaffen, e2m
luggi schrieb am 03.02.2011 um 23:22
@ed
Was hat der o.g. Kommentar mit dem Thema zu tun? Verlegenheit? Ausrede? Hab´ einfach Arsch in der Hose und schreibe, ich, ed2morrow habe mich vergaloppiert. Kannst du aber nichts dafür, weil Frau Zinkant selbst über das Thema im Unklaren ist und das verbreitet.

Wie bekämpft man Hunger? In dem Rinder oder Getreidesäcke verteilt werden? Noch ´ne Frage? Die anderen wurden ja noch nicht beantwortet. Also ran an die Tastatur...oder das Schlüsselbrett.

Frau Zinkants Text verdient für eine Leiterin des Bereichs Wissenschaft keine Schätzung. Das muss mal so geschrieben werden.
ed2murrow schrieb am 03.02.2011 um 23:42
@ luggi

Dass Sie Frau Zinkants treffende Polemik über einen Text von mir zu desavouieren versuchen ("Kannst Du aber nichts dafür ..) ehrt mich geradezu.

Ihre Frage "Wie bekämpft man Hunger" ist einfach beantwortet: Indem man Nahrung aufnimmt.
In Harrison E. Salisbury's "900 Tage: Die Belagerung von Leningrad" geht das auch mit Schinken aus eigenem Fleisch geschnitten. Wo wollen Sie mich und die Leser also damit hinführen?

Ich mache Ihnen einen Vorschlag zur Güte: Da Ihr Wissen profund zu sein scheint, schreiben Sie dazu einen Blog, mit Fundstellen und allem Pipapo der so dazu gehört. Es dürfte Ihnen, angesichts Ihrer Selbsteinschätzung, nicht schwer fallen. Und ich werde Ihnen auch dazu einen kleinen Text schenken.

Ich finde auch, dass das mal so geschrieben gehört.
luggi schrieb am 04.02.2011 um 00:53
@ed
Das Wort desavouieren klingt negativ, unverständlich, bescheuert und nicht ausdrucksstark, also oft benutzt von Leuten, denen der Arsch auf Grundeis geht.

Über die bodenlose Frechheit, die Blockade Leningrads hier einzufügen, schweigen wir mal lieber. Da hast du wirklich keine Ahnung.

Hunger muss man allgemein mit der Veränderung politischer Verhältnisse bekämpfen und individuell durch Wissensaneignung. Da habe ich aber schon in Kommentaren auf entsprechende Literatur hingewiesen. Wenn die DB-Suche funzt, findest du es relativ schnell.

Ihnen einen schönen Abend und interessante Funde.
weinsztein schrieb am 04.02.2011 um 01:26
luggi schrieb am 03.02.2011 um 23:22

Lieber Luggi,

Kathrin Zinkant schätze ich als Wissensautorin sehr.

Es sind nicht immer die anderen, die sich bei Gelegenheit vergaloppieren.

Ganz nah bei mir simmert duftend ein türkisches Dorfhuhn merkwürdig still vor sich hin.
luggi schrieb am 04.02.2011 um 01:43
Warum musst du es simmern lassen? Kannst du es nicht so essen, wie die anderen Lebewesen, die Hühner futtern? Wenn du das nicht kannst, bist du kein "Hühnerfresser".
Und...
eine Wissensautorin, die unstrukturierte Behauptungen in einem Blogeintrag einstellt, schätze ich in dem Fall nicht, überhaupt nicht.
Und...
duften, wie duftet es noch mal, wenn ein Huhn abgebrüht wird? Oder kennst du das nicht? Noch Fragen?
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.02.2011 um 22:24
Ich finde wir gehen auch mit Pflanzen sehr schändlich um. Kaum jemand denkt daran, wenn er in eine knackige Möhre beißt, dass das ein Lebewesen ist. Zur Abwechslung rauchen wir auch Pflanzen oder rupfen sie aus und schenken sie unserer Angebeten.
Die z.B. Frutarier essen nur Obst, das von selbst von den Bäume gefallen ist.
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 22:29
Die Brutarier unter den Löwen fressen schließlich auch nur Antilopen, die ihnen in die aufgerissenen Mäuler stolpern.
j-ap schrieb am 03.02.2011 um 22:31
Und das, wo doch jede Antilope weiß, daß man das Löwenmaul nur über den Zebrastreifen durchquert!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.02.2011 um 22:51
Löwenzahn soll ja auch schmackhaft sein als Salat oder als Sirup, aber nicht für Frutarier.
Magda schrieb am 03.02.2011 um 22:58
@ mabli - "Ich finde wir gehen auch mit Pflanzen sehr schändlich um."

Genau, seit ich die Tiere kenne, liebe ich die Pflanzen und nun das. (Leider ein geliehender Kalauer)
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 23:18
Kommt ein zahnloser Löwe in den Bioladen.
"Sie wünschen?"
"Löwentschahn."
thinktankgirl schrieb am 04.02.2011 um 10:05
@mabli

Auch Frutarier (auch Frugivoren) können gewalttätig werden, siehe Hermann Hesses Kurzgeschichte "Doktor Knölges Ende":

Knölge, ein ehemaliger Gymnasiallehrer, legt sich als gutmütiger Gemischtkostler mit einem fruktovegetarischen Fundi an. Die auffallendste Gruppe war die der reinen Frugivoren. (...) Sie wohnten unter freiem Himmel und aßen nichts, als was von Baum oder Strauch zu brechen war. Sie verachteten alle anderen Vegetarier unmäßig, und einer von ihnen erklärte dem Doktor Knölge ins Gesicht, das Essen von Reis und Brot sei genau dieselbe Schweinerei wie der Fleischgenuss, und zwischen einem sogenannten Vegetarier, der Milch zu sich nehme, und irgendeinem Säufer und Schnapsbruder könne er keinen Unterschied finden. Knölges frugivorischer Widersacher heißt Bruder Jonas. Er trug zwar ein Lendentuch, doch war es kaum von seinem behaarten braunen Körper zu unterscheiden, und er lebte in einem kleinen Gehölz, in dessen Geäste man ihn mit gewandter Hurtigkeit sich bewegen sah. Seine Daumen und großen Zehen waren in einer wunderbaren Rückbildung begriffen und sein ganzes Wesen und Leben stellte die beharrlichste und gelungenste Rückkehr zur Natur vor, die man sich denken konnte. Als Knölge eines Tages, ein Studentenlied trällernd, am Gehölz vorbeikommt, bricht der Waldmensch aufs Blut gereizt aus dem Gebüsch hervor. Der Kampf ist kurz. Man findet Knölge am andern Morgen erdrosselt auf. Manche ahnten den Zusammenhang, doch wagte niemand etwas gegen den Affen Jonas zu tun, der gleichmütig im Geäste seine Nüsse schälte.

zitiert aus Von Rohkostlern und Kostverächtern
Ein literarischer Waldgang über den Monte Verità, mit Erich Mühsam und Hermann Hesse
von Beat Hächler
Tom Strohschneider schrieb am 03.02.2011 um 22:38
ui, hier gehts ja richtig um die wurst.
j-ap schrieb am 03.02.2011 um 22:43
»Strohschneider« — klingt unbedenklich, okay, Sie dürfen passieren. Aber nehmen Sie sich sicherheitshalber vor Luggi Luke und den rauchenden Bambuscolts in Acht, ja?
merdeister schrieb am 03.02.2011 um 22:45
Für Kalauer kommen Sie aber ein bisschen spät...
ed2murrow schrieb am 03.02.2011 um 22:48
Karl Auer ist ein shooting-star, der darf das
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 23:15
Dieser Blog ist wie die Maschine, in die man als Schwein hineingerät und als Wurst wieder herauskommt. Wenn man Glück hat sind gerade die Würste an der Regierung - dann wird der Senf noch rationiert.
I.D.A. Liszt schrieb am 03.02.2011 um 23:30
Echt klasse, wie sich hier wieder einmal ganz viele Kommentatoren bemühen, streng am Thema entlangzudebattieren.

Was war noch gleich das Thema? Der Blogbeitrag steht so weit oben, daß ich ihn schon ganz vergessen habe. Ach ja, es ging darum: Wer ist der oder die Allergrößte hier in der FC - genau!
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 23:37
Ich bin für I.D.A. Liszt.
Nehmen Sie den Wal an?
I.D.A. Liszt schrieb am 03.02.2011 um 23:43
Kann man vielleicht den Wal küren?

Andernfalls muß die Frage leider abschlägig beschieden werden, denn aufgrund seiner Natur bietet insonderheit der Wal sich nicht für ein rein vegetarisches Abendesen an.
ed2murrow schrieb am 03.02.2011 um 23:48
Äsen, Liszt, Abendäsen. So viel Zeit muss sein.
GeroSteiner schrieb am 03.02.2011 um 23:48
Die Wal ist auch ein Teil der Hai-Society.
miauxx schrieb am 04.02.2011 um 00:39
Vegetarismus, Veganismus, Öko-Wahn ... sind typische Großstadtphänomene der westlichen Welt. Sie sind auf ihre Art Zeugnisse der völligen Entfremdung von einem Leben, das noch wenigstens noch halbwegs ein Verhältnis zu natürlichen Lebensumständen und einer natürlichen Lebensumwelt markierte. Wer im Supermarkt seinen täglichen Bedarf einkauft, hat nuneinmal nicht mehr auch nur den geringsten Kontakt zu Herkunft und Entstehungsweise des Verzehrten.
Einem wenigstens halbwegs bewußtes Einkaufen ist freilich nur zu befürworten.
luggi schrieb am 04.02.2011 um 01:01
Hast du ´ne Macke? Großstadtphänomene sind eben das Gegenteil!!!
Und was ist halbwegs bewusstes Einkaufen? Leidet nur der Einkaufswagen unter Kokain-Einfluss und der Wagenführer ist okay?
miauxx schrieb am 04.02.2011 um 01:05
--Upps, da war der Finger zu früh auf dem "OK". Hier die Fortsetzung meines Kommentars--

...Ein wenigstens halbwegs bewußtes Einkaufen ist freilich nur zu befürworten. Aber: Es gibt kein richtiges Einkaufen im falschen System.
Nun sind mir die politisch motivierten Vegetarier aber die liebsten. Aus Protest gegen Massentierhaltung widernatürlich Fleisch zu verweigern, ist ein konkreter und faßbarer Ansatz. Wer den Fleischverzehr als vermeintlichen Wegstein auf dem Pfad zu spiritueller Erleuchtung ausmacht, die er als Großstadtmensch zurückzuerlangen sucht - ok. Wer meint, durch den Kauf teurerer Sojaprodukte ausschließlich die eigene Gesundheit zu retten, handelt lediglich selbstbezogen. Aber ok.
Einen wirklich übergreifenden Sinn macht die generelle Fleischverweigerung aber nur im Falle der politisch motivierten.
Diese könnten aber auch Carnivoren sein, die sich eben für ein reglementiert maßvolles Umgehen mit dem Tier einsetzen. Eben Öko. Gewahr sein muss man aber, das wahres Öko nur mit einem breiten Umdenken, in welchem die Lebensmittelfrage nur eine ist, möglich ist. Die Verwertungslogik des Kapitalismus ist aber immer noch schlauer: Öko bzw. maßvolle Völlerei ist wunderbar zur Marke geronnen; selbst die Autoindustrie hantiert damit (welch Oxymoron: "Ein umweltfreundliches Auto").
Insofern und mit Dank an K. Zinkats pointierten Artikel:
Vegetarismus muss nicht sein!
miauxx schrieb am 04.02.2011 um 01:18
@luggi
Das mit der "Macke" überles`ich mal.
Eben, gerade weil Großstädte so gar nichts mit der Verankerung des Menschen in naturnahen Lebensumständen zu tun haben, entstehen aber gerade dort Motivationen oder Bewegungen, die meinen, eine solche wieder herzustellen. Das ist eine begründbare Sehnsucht, die ich nur allzugut nachvollziehen kann.
Vielleicht ist es aber der Begriff "Großstadtphänomen", der dich stört? Gut, ich rede nicht von den soziologischen Phänomenen, die noch zu Beginn des 20. Jh. als solche die Großstädte kennzeichneten und wesentlich den Begriff der modernen, technisierten und anonymisierenden Großstadt prägten. Wenn man aber einen zeitgemäßen prägen will, gehören eben auch Erscheinungsformen wie Vegetarismus, Veganismus und Öko-Fixierung dazu. Typische Merkmale des ländlichen Raums oder an der Peripherie der Ballungs- und Industriezentren gelegener Gebiete - ganz zu schweigen von der sogenannten Dritten Welt - sind sie jedenfalls in ihrer Genese nicht.
luggi schrieb am 04.02.2011 um 01:24
Du hättest vor dem ok den Blogeintrag von Frau Zinkant lesen und verstehen sollen; dann hättest du dein keyboard nicht so malträtieren müssen.
Definiere doch mal den Schwurbelbegriff "maßvolles Umgehen mit dem Tier". "Eben Öko".
Bühne frei...
weinsztein schrieb am 04.02.2011 um 01:31
Bühne frei für maßvolles Umgehen?
Guter Gedanke, lieber Luggi.
luggi schrieb am 04.02.2011 um 01:32
@miauxx um 01:05
du hast echt von der Wirklichkeit keine Ahnung. Du hast jetzt 3 Tage Zeit dich von der Wirklichkeit zu überzeugen und kannst dann Fragen stellen oder deine Ansichten korrigieren. sry manchmal klinge ich etwas zynisch, ist aber meist nicht persönlich gemeint; wer mich kennt, lübt mich.
miauxx schrieb am 04.02.2011 um 01:40
Frau Zinkant beschreibt ja eben die Erscheinungsformen und Auffassungsweisen, die viele Vegetarier mit sich führen.
Und wie kommst du dazu, über das Lesen meines Kommentars zu unterstellen, ich hätte den Artikel nicht verstanden?! Solche Anwürfe sind eine lästige Forenkrankheit, wenn sie sich gleich der Überheblichkeit bedienen, anstatt erstmal kritische Nachfragen vorweg zu schicken. Kurz: an der Diskussion interessiert zu sein. Es könnte ja auch sein, dass wir aneinander vorbeireden (was ich stark annehme). Aber nein, der andere "schwurbelt" dann eben.
miauxx schrieb am 04.02.2011 um 01:49
"sry manchmal klinge ich etwas zynisch, ist aber meist nicht persönlich gemeint; wer mich kennt, lübt mich."

Persönlich fasse ich das bestimmt nicht auf. Weil, du kennst mich nicht und ich kenne dich nicht - sondern nur deine Rolle, die zu spielen - wie du bekräftigst - dir hier über alles geht. Ein andermal spiele ich vielleicht mit ...
luggi schrieb am 04.02.2011 um 01:54
"Frau Zinkant beschreibt ja eben die Erscheinungsformen und Auffassungsweisen, die viele Vegetarier mit sich führen."

Wo denn bitte? Also beschreibt.
Und wie war noch mal der Titel?

Forenkrankheit besteht darin, Kommentare zu lesen und auf den Inhalt des Blogeintrags zu schließen.

Nichts für ungut.
claudia schrieb am 04.02.2011 um 05:16
@miauxx:
>>welch Oxymoron: "Ein umweltfreundliches Auto"<<
Mit Biosprit betrieben ist das geradezu eine Umweltschleuder…

Zu Artikeln über den wachsenden Verbrauch von Anbauflächen für Biotreibstoff (und proportional steigende Nahrungsmittelpreise) waren die Reaktionen bisher sehr viel zurückhaltender.
Daran lässt sich gut ablesen, wo die Grenze zwischen Larmoyanz und Ignoranz verläuft…
thinktankgirl schrieb am 04.02.2011 um 10:11
@miauxx

Vegetarismus, Veganismus, Öko-Wahn ... sind typische Großstadtphänomene der westlichen Welt.

Und wie erklärst du dir, daß Pythagoras Vegetarier war und mehrere Hundertmillionen von Indern es noch sind?
j-ap schrieb am 04.02.2011 um 10:37
Bei den Katholen war Fleisch am Freitag auch untersagt. Wer nun aber meint, daß das ein sonderlich großes Enthaltungsopfer an den Christengott gewesen sein soll, der vergegenwärtige sich einmal, daß zu der Zeit, als dieses Fastengebot entstand, ein Stück Fleisch so teuer war, das sich der Großteil der Bevölkerung entweder überhaupt kein Fleisch leisten konnte oder nur das, was beim Schlachten an Schlachtabfällen übrig blieb (weil alles Übrige verkauft wurde).

Wenn ich sowieso nur zweimal im Jahr Fleisch bekomme, dann kann ich freitags ganz gut darauf verzichten und dem sowieso Nötigen noch ein göttliches »Gebot« andichten, damit ich mir nicht so bettelarm vorkomme, sondern mich immerhin ganz christlich dabei fühlen darf.
Columbus schrieb am 04.02.2011 um 01:45
Auf ins ewige Gefecht, Frau Zinkant!

Neben der Frage, ob konventionell erzeugtes Fleisch oder aber die methodisch nach denm gleichen Marktprinzipien erzeugten pflanzlichen Nahrungsmittel gesund halten, bzw. krank machen, handfeste Beweise in nur eine Richtung existieren nun einmal nicht, ist doch auch wichtig, sich einmal zu überlegen, dass zumindest in Mitteleuropa Tierzucht und Weidewirtschaft das Landschaftsbild prägten und den Artenreichtum extrem förderten.

Eine Crux des heute extremen Fleisch- bzw.Proteinverzehrs, weit über die 50-80g/Tag hinaus, ist ja, dass die Bauern dieses Fleisch in Stall-Großsystemen produzieren müssen, und dazu ein globales Ressourcenbeschaffungsprogramm ständig läuft.

Das gilt umso mehr, weil nun die Konkurrenz der Industrie- und
Energiepflanzen ebenfalls nicht nur die letzten extensiven Flächen hierzulande mit unter den Pflug nimmt, sondern auch das bei weitem wichtigste Wald-Ökosystem der Erde diesem Druck nicht mehr lange stand halten kann.

Aber eine vielfältige und möglichst kleinteilige Viehwirtschaft in Mitteleuropa, mit weniger Großvieheinheiten, dafür mehreren regionalen und witterungsfesten Rassen, mit Viehtrieb und erneuter Ausdehnung der Weidewirtschaft, mit Nahrungspflanzen, die je nach erzeugter Qualität in die Nahrungsmittel- oder in die Futtermittelproduktion gehen, die kann dann auch ruhig hoch subventioniert werden sollten,- so viele Milliarden Euro, wie sie derzeit dem marktkonformen Agrarmarkt gespendet werden, lassen sich damit gar nicht verbraten- , wäre von allergrößtem Nutzen und Segen für unsere Landschaften und deren Artenvielfalt. Ebenso die wieder aufgenommene Waldhute an bestimmten Stellen.

Auch diese Tiere müssen, so wie es immer schon war und auch sein sollte, von der Zungenspitze bis zum Schwanzende genutzt werden und dazu zählt auch, ihnen das Fell über die Ohren zu ziehen und sie zu schlachten.

Auch für die vegetarischen Produkte gilt, dass, werden sie weiterhin aus so wenigen, sehr ertragreichen, dafür aber auch extrem energie- und rohstoffaufwändigen Saaten und hohen Ertragsanforderungen gezogen, diese Flächen der Intensivlandwirtschaft genau so mit Umweltrisiken behaftet sind, wie die Endprodukte aus dieser Methode Gesundheitsrisiken mit sich bringen.

Schon heute sind Gemüse und Obst, aber z.B. auch die Lieblingsgetreide der Europäer mit bis zu 12 verschiedenen Schutzmitteln belastet, die dort eigentlich nicht hinein gehörten und die Böden der intensivsten Landwirtschaft im Corn belt der USA leben praktisch von einer beständigen Stofferneuerung über Düngemittel aus den Schwellen- und Entwicklungsländern. Dazu kommt die jahrzehntelange Fehlsteuerung beim Pflügen (Tiefpflügen) und in der Landschaftsgestaltung, die auf Ertrag, aber nicht auf Bodenschutz getrimmt ist und die Erosion voran treibt, wie die Bodenzersetzung fast auf Null bringt.

Frau Duve ist wahrlich keine Sarrazina der Ernährung. Aber ihr Buch funktioniert unter den Deutschen nach dem gleichen Muster. Ein notorisch uninteressiertes, bräsiges, nörgelndes, im Alltag allenfalls die Haltbarkeitsdaten zwecks Austausch oder Rabatt beäugendes Publikum, chronisch am Zeit- und Überforderungsmangel leidend, täglich mit 3-5 Koch-was-Sendungen abgeschmackt, nun mit dem Schocker aus der Hühnermast und der Bolzenschussindustrie konfrontiert, beruhigt so sein Gewissen, um möglichst nichts politisch zu ändern. - Frau Duve sagt selbst, sie will niemanden missionieren, aber selbst "anständig essen". - Glückwunsch, wenn ihr das gelingt.

Ein Phänomen in Deutschland, das mir immer besonders unappetitlich aufstößt, weil es nicht nur die Privathaushalte, sondern das ganze Gastro-Land verseucht, sind die überdimensionierten Grünsalatportionen. Ein furchbarer Aufwand muss da getrieben werden, damit auf den Tellern der Deutschen diese ekelhaft angemachten Riesen-Grünsalatberge zu jeder Tages- , Nacht- und Jahreszeit , vorgewaschen, vorgeputzt, verzehrfertig foliert, Dressing aus dem grünen Sahnedöschen mit Schnellabreißlasche, entstehen können.

Ein weiteres Phänomen ist das erschreckende, überwiegend optisch orientierte, Auswahlverfahren der meisten Kunden.
Dabei hilft schon die Nase so manches Mal die überdüngte und sonstwie verdorbene Ware ausfindig zu machen.

Äpfel sehen nicht einmal so aus, wie auf den wundervollen Stilleben der Niederländer, -die hatten als Zeichen der Vergänglichkeit meist eine kleine Macke, es kletterte ein Wurm heraus-, nein, sie wirken so, als hätte sie Gott makellos direkt in die Regalmeter geklont.

Der ungeheuere Rest und das, was einfach nicht oberflächlich fehlerlos wächst, die vielen andersförmigen, runzligen, buckligen Apfelarten, sie interessieren höchstens am Ökostand auf der grünen Fresswoche. Geschmacksnuancen, unterschiedliche Äpfel für unterschiedliche Zwecke, Fehlanzeige, es gibt im Sado-Maso-Markt letztlich fast nur noch vier global erzeugte Sorten: Delicous (meist das Gegenteil), Breaburn (schon die korrekte Aussprache signalisiert was einen erwartet), Boskoop (Boss Coop int.ltd), Elstar (der sauersüße Dauerbrenner, der L-Stein des Obstbaus). - Mist, jetzt hab´ ich mich in Rage geschrieben. Zeit, gute Nacht zu sagen.

Dawei, dawei
Christoph Leusch

PS: Die stattgehabte grüne Bauernfängerwoche muss tief ins Partygesprächswesen eingegriffen haben. Hilf´ Himmel, dass Berlin nicht in die Hände der strengen Ernährungsberatung fällt.
j-ap schrieb am 04.02.2011 um 10:14
Auch diese Tiere müssen, so wie es immer schon war und auch sein sollte, von der Zungenspitze bis zum Schwanzende genutzt werden und dazu zählt auch, ihnen das Fell über die Ohren zu ziehen und sie zu schlachten.
Völlig richtig bemerkt. Ich kann nämlich nur lachen über Leute, die für sich in Anspruch nehmen, nur sparsam Fleisch zu verzehren und insofern ja wohl nach bestem Wissen die Fauna zu schonen, sich aber dann auch wirklich nur am Zwischenrippenstück gütlich tun, wenn's ans Essen geht.

Ich esse Rindshirn genauso gern wie saure Nieren, ein Lüngerl genauso gern wie Kalbszunge und alles zusammen so gern wie ein Chateaubriand.
Ravenbird schrieb am 04.02.2011 um 11:51
Nun ich esse Fleisch und stehe dazu. Ja ich esse es sogar sehr gerne. Und weil ich zugleich für Tier- und Naturschutz bin hole ich es mir im Normalfall wie viele andere Zutaten auch von einen der regionalen Biobauern. Dabei kommt bei mir Fleisch nur ein mal in der Woche auf den Tisch, genauso wie Fisch. Den so ist Fleisch das was es sein sollte, etwas besonderes.

Jedoch sehe ich auch bei meiner durchaus praktikablen Ernährungsweise Probleme:

- Nicht jeder hat das Geld sich beim Biobauern einzudecken
- Nicht jeder hat einen Biobauern in der Umgebung
- Nicht jeder hat die Zeit sich alles selbst zu machen

Der erste Punkt ist für mich momentan noch kein Problem, aber wer weiß was die Zukunft bringt. Der letzte Punkt ist dafür auch für mich ein Problem, den ich koche zwar gerne, aber es ist schwer täglich die Zeit zum zubereiten des Essens aufzubringen.
Jan Fremder schrieb am 04.02.2011 um 12:11
Zitat: "Es liegt zum einen daran, dass die positiven Effekte von Nahrung ganz generell maßlos überschätzt werden. Obst, Gemüse, Ballaststoffe, nichts von alledem schützt vor Krankheiten oder verlängert das Leben. "

Na, wieder eine exklusive Meinung. Kann man ja mal so hinschreiben. Ist ja nicht verboten und
„Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.“
(Schopenhauer) - deswegen kriegt man immerhin ruckzuck einen Artikel zusammen.
Kann ja jeder ausprobieren. Sich eine Woche "gesund" und eine Woche "schlecht" ernähren, ob man da Veränderungen bemerkt.
Belle Hopes schrieb am 06.02.2011 um 22:14
Solche Sätze soll einer verstehen, das ist eigentlich die Lösung, es gibt weder gute noch schlechte Lebensmittel, die werden ohnehin überschätzt, also ist die Debatte um mehr Geld oder weniger für Essen hinfällig, alles bleibt so wie es ist, ach ja, es liegt nur an der Überschätzung. Herr Fremder, das ist eine komische Art "anders" sein zu wollen. Ich versteh hier gar nichts mehr! Als ob man ganz von vorne anfangen muss; verantwortungsvoller Journalismus, pff. Ich schau lieber vorwärts und bilde mir ein ich ernähre mich gesund, der Glaube soll ja Berge versetzen. LG
Belle Hopes schrieb am 04.02.2011 um 14:45
Was mich am meisten an dieser Meinung - das ist es nämlich, bestenfalls - stört ist: sie spielt den Produzenten, den Übeltätern so schön in die Hände, und das vom linken Freitag, wer hätts gedacht. Diese unglaubliche Wendigkeit oder Rückgratlosigkeit, Frau Zinkant, fegt sowas wie Glaubwürdigkeit hinweg; ich kann mir nur selbst bestätigen dieses Blatt abbestellt zu haben. Denn dieser Text, undurchdacht oder als Brot und Spiele gedacht oder einfach nur substanzlose Meinungsmache für die falsche Seite, ist wirklich die Krönung des ganzen Zirkus hier. Qualitätsjournalismus ist was anderes, Geradlinigkeit auch.
FaceBook schrieb am 04.02.2011 um 22:05
stimmt@Belle Hopes, jedenfalls keiner Silbe wert.
Belle Hopes schrieb am 05.02.2011 um 10:45
FaceBook: es erwartet ja keiner etwas Pulitzer-Preis-Verdächtiges, selbst solche Preisträger werden nicht jeden Tag etwas so gutes produzieren; aber was ist das hier? Da fällt mir ein Artikel ein über (die Krise des) Journalismus mit dem Titel "Schlimmer gehts immer". Und das ist dann der Punkt, an dem eine Zeitung gewaltig einbüßt, und die linke Bewegung auch!
FaceBook schrieb am 05.02.2011 um 11:03
@Belle Hopes, auch hier kann ich nicht anders, als in allen Punkten zustimmen.

Verantwortung, Toleranz, Empathie, guter Wille, Mut zum Umdenken, Opferbereitschaft, Verzicht auf asozialen Luxus, Gemeinschaftsgefühl, Nachhaltigkeit, Ressourcen-Erhalt, ideologiefreie Diskussion und barrierefreies Brainstorming glänzen nicht nur in diesem Blog durch Abwesenheit.
ebertus schrieb am 05.02.2011 um 14:25
"Welcome back @FB"

in dieser "irgendwie linken", dennoch wohl ganz schönen Community. Und kommt außerdem zusammen, was zusammen gehört...

Nur, diese Variante ist ja absolut neu und sehr kreativ. Nach einem Tag Sperre schon ein neuer Nick; toll...noch nie vorher erlebt, aber dummerweise mit alter Sprachmelodie, altem Sprachvermögen. Das wirft man nicht so schnell von sich...

OK, die Redaktion hat wohl auch Wochenende, daher vorerst "go ahead" in allen Blogs hier...
Columbus schrieb am 05.02.2011 um 18:02
Liebe Belle Hopes,

Ihre Reaktion mag subjektiv nachvollziehbar sein. So stehen viele Statements in den Foren der Publikumszeitschriften.

Man teilt mit, dass die Meinung, hier z.B. der Autorin Z., nicht die eigene sei, einem wenig gut begründet erscheint. Warum, das schreibt man nicht so häufig, das muss dann wohl offensichtlich für jene sein, für die man es als eigene Meinung hin schreibt. - So weit, so gut, das reichte dann im normalen Alltag! Man mag dann gehen, das Gespräch beenden, den Dialog einstellen, abbestellen, kündigen.

Aber in Webforen, auch auf Leserbriefseiten, kommt da noch häufig etwas anderes Mitgeteiltes hinzu. Nämlich, was man zu tun gedenke oder was man schon tat, um die vermeintliche oder tatsächlich schwache Meinung des Autors/der Autorin fürderhin nicht mehr zur Kenntnis nehmen zu müssen, und, als Weiterung, wie man das auf das Gesamtprodukt, in diesem Falle „dF“, überträgt. - In einem solchen Medium stehe also grundsätzlich, oder doch zu einem übergroßen Teil, nur unentschiedener Blödsinn. Die Zeitung sei grundsätzlich unglaubwürdig. - Das eigene Diskursverhalten entspricht also häufig genau dem Hauptvorwurf, den man gegen das Medium oder gegen andere Teilnehmer erhebt.

Frau Zinkant verweist nur darauf, dass der Angriffspunkt für eine neue, bessere Landwirtschaft und damit auch eine gesellschaftlich und umweltpolitisch auf Dauer tragfähige Ernährung, nicht in Moralfragen rund um carnivorisches oder vegetarisches Essverhalten des Einzelnen liegt.

Jeder Einzelne darf sich, auch wenn das in den Augen der verschiedenen Feldlager ein Frevel sein möge, so ernähren wie er es kann und will. Bei den Voraussetzungen des Könnens muss hierzulande und global allerdings noch viel mehr, politisch nachgearbeitet werden, bevor das Paradies, der Garten Eden auf Erden je entstünde. - Mit Heinrich Heine denke ich, zumindest den Anspruch auf ein erdiges Eden haben wir, als Einzelmensch und als Menschheit.

Das Essverhalten der Individuen ist global häufig von Zwang geprägt, bei uns ebenso häufig von der freiwilligen Entscheidung es zu reflektieren, oder aber sprichwörtlich eine „Alles- egal- Haltung“ einzunehmen. Ein Teil der Konsumenten entscheidet sich fast ausschließlich für eine rein optische Auswahl beim Einkauf, an der man ebenso wenig unbedingt stirbt oder krank wird. Ein anderer Teil beachtet strenge Diätregeln und fühlt sich damit ebenfalls wohl oder sogar besser.

Die geheime, implizite Botschaft kann aber nicht lauten, ihr müsst es so machen wie wir, wie ich, dann geht es euch viel besser. Das geht, wer es einmal ernsthaft bedenkt, nicht, weil es tief in eine Konsum- und Entscheidungsfreiheit eingreift, die auch den völligen Unsinn in Ernährungsangelegenheiten sichert. Individuelle Freiheit ist ein sehr hoher Wert, gerade auch für Linke.

Der Vegetarismus rettet die Welt nicht, selbst wenn alle vegetarisch lebten. Und in dieser Übertreibung hätte er auch massive Auswirkungen auf das Landschaftsbild und den Artenreichtum, zumindest hierzulande, produzierte eine solche, völlig vegetarisch orientierte Landwirtschaft nur auf heimischen Flächen.

Worauf kann aber politisch reagiert werden? Was wäre von einer erweiterten Linken mit Bezug auf die Agrarwirtschaft zu erwarten?

Dass sie gerade die Konflikte anspricht und aufgreift, die nämlich die Landschaftsgestalt, die Artenvielfalt, die Regionalität, die regionalen Stoffkreisläufe, die Ausbeutung im internationalen Agrarwirtschaftssystem und die Produktion auf Kosten anderer, die sich das noch auf längere Sicht gar nicht leisten können, so zu konsumieren, produzieren.

Ist es resignativ, oder doch eher ein sinnvolle Mahnung, wenn Kathrin Zinkant mit dem Verweis auf die wirklich völlig unentschiedene Frage ob bestimmte Diäten nachweisbar gesünder und damit besser sind, eine aufreibende, nervenzerrüttende und vor allem Kräfte bindende Diskussion etwas abmildern will? Sie kann unmöglich in diesem knappen Artikel viele Fakten bringen, auch wenn ich mir ebenfall ein paar gute Beipiele gewünscht hätte.

Eine Botschaft steckt jedoch deutlich in ihrem Text. Zunächst geht es doch erst einmal darum, tatsächlich ein Produkt aus der Landwirtschaft zu erhalten, das nur aus dem besteht, was groß am Anschrieb, bzw. auf den Packungen steht. - Ein frisches Ei kann nicht wochenalt sein, eine frische Milch nicht länger haltbar. - Die Ausflüchte der Industrie, alle Weiterungen ins Kleingedruckte zu verbannen, sie sind so tückisch, wie die vielen Neben- und Hauptsätze in den Verträgen der Telekommunikationsanbieter, ja, wie z.B. so manche medienrechtliche Bestimmung, die diesem Telemedium hier zur Grundlage dienen muss.

Fazit: Auch der mündige erwachsene Verbraucher, der z.B. zumindest seinen Eiweißkonsum auf ein
Subsistenzmaß reduzierte, der eine ausgewogene Kost, nicht den Grünsalatberg, nicht die Stärke-Zucker- Fett- Portionen, vertilgt, der schechte Fette gegen gute austauscht und seine Speisen reichhaltig und vielfältig würzt, kann nicht als Kontrolleur und Regulator auf dem Landwirtschafts- und Ernährungsmarkt auftreten, weil er, egal wie akademisch er die Sache angeht, damit überfordert ist.

Dass wechselseitg Verbrauchergruppen, Vegetarier gegen Fleischliebhaber, aufeinander eindreschen, ändert an der Industrieproduktion, die von den Anbietern und vor allem vom Handel getrieben wird, nichts. So werden mittlerweile Bio-Produkte großagrarisch produziert und zumindest was den Transport angeht, genau mit den gleichen Just-in time and All seasons -Ansprüchen um den Globus gebracht, wie der stinknormale konventionelle Anbau.

LG
Christoph Leusch
Belle Hopes schrieb am 05.02.2011 um 18:09
Lieber Herr Leusch, was genau wollen Sie nun sagen, da stehen viele Worte, aber wirklich klares nicht. Ich mag hier nicht herhalten für einen Wortdrang, der nichts mit meiner Aussage zu tun hat oder sich etwas anmaßt. Ihre Erfahrung in anderen Foren in Ehren, ich schreibe nur hier, was anderswo steht ist mir egal. Und meine Meinung ist meine Meinung, es wäre schon realsatirisch, wenn wer die mir im "Meinungsforum" verbieten wollte. MfG
Columbus schrieb am 05.02.2011 um 18:36
Ich kann auch einfacher. Warum schreiben Sie in fast jedem zweiten Beitrag, dass derjenige oder diejenige, die sie druch ihren Kommentar kritisch begleiten möchten, nicht lesenswert, nicht beachtenswert sind?

Hier haben Sie es ja noch ausgeweitet zur These, der "dF" im Print sei Schrott. Mit solcher Art Argumentation näheren Sie sich doch nur dem Vorgehen dieses derzeit so aktiven "Forenboys" an. Das ist sicherlich nicht ein Beitrag, hier die Qualität der Kommentare zu heben. Oder?
LG
Christoph Leusch
Belle Hopes schrieb am 05.02.2011 um 18:41
Herr Leusch, ich weiß nicht wovon Sie da reden, ein Blick in meine Kommentarliste zeigt das Ihnen; und das Wort Schrott habe ich hier noch nie gebraucht. Also, wenn Sie jemanden zum streiten suchen bitte, aber nicht mit Falschheiten. Danke und schönes Wochenende.
Columbus schrieb am 05.02.2011 um 23:51
"Schrott" , liebe Belle Hopes, habe ich flapsig und zusammenfassend geschrieben, weil man ihren Satz von weiter oben, bezogen auf Frau Zinkant und den "dF" so zusammenfassen kann:

"Diese unglaubliche Wendigkeit oder Rückgratlosigkeit, Frau Zinkant, fegt sowas wie Glaubwürdigkeit hinweg; ich kann mir nur selbst bestätigen dieses Blatt abbestellt zu haben. Denn dieser Text, undurchdacht oder als Brot und Spiele gedacht oder einfach nur substanzlose Meinungsmache für die falsche Seite, ist wirklich die Krönung des ganzen Zirkus hier. Qualitätsjournalismus ist was anderes, Geradlinigkeit auch."

Aber bitte, ich bin weder daran interessiert jemanden um Streit zu bitten, noch Falschheiten zu verbreiten. Daher setzen Sie ruhig diese Satz da ein, wo nun "Schrott" steht.

Tatsächlich verfolge ich aber mit meinem Hinweis ein, über dieses viel gelesene Thread hinaus gehendes Ziel. Nämlich dem alten Satz, "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es auch heraus, häufiger einmal umfassend anzuwenden." - Weder eine Zeitung, vielleicht mit zeitweiser Ausnahme von BILD, Bunte, Spiegel, SZ, FAZ und FAS und ZEIT, noch eine Community, bewegt derzeit real etwas in diesem Lande. Real ist der "dF" ein Mini, die Community, immer noch mini, dafür aber, wie ein hassgeliebter Mitblogger öfter einmal selbstbezichtigend betont, "geil und hochintelligent". Sie lebt aber auch davon, irgendwie links und überhaupt, die Basis nicht kaputt zu machen, nur weil das einen Heidenspaß macht oder aber einfach das tiefgründige Suchmuster vieler Webtouristen ist.

Mein weitergehendes Ziel ist also genau dem entgegengesetzt, was Sie mir nun unterstellen.

Mein Ratschlag, es ist nur ein freundlicher Tipp. Verzichte beizeiten auf Globalaussagen und schreibe am Thema mit einer Meinung und ´nem Argument, nicht mit dem Wunsch Verdammungsurteile auszusprechen. Mehr wollte ich eigentlich nicht.

Ich weiß, in einer 24 Stunden offenen und auch unterhaltungssüchtigen, manches Mal auch streitsüchtigen Webwelt mag es viele geben, die da einfach nur gähnen und sagen, das wäre ihnen zu langweilig. - Ich habe gesagt, was ich sagen wollte und damit ist es dann auch genug.

Liebe Grüße und gute Nacht
Christoph Leusch
Belle Hopes schrieb am 06.02.2011 um 10:17
Schön, dass Sie da zu einem Ende gekommen sind und Sie Sich hier austoben konnten. Nur hat das wenig mit mir und meinem Kommentar zu tun. Aber das hält Sie ja nicht ab.
miauxx schrieb am 04.02.2011 um 18:35
@thinktankgirl fragte mich 10:11
"Und wie erklärst du dir, daß Pythagoras Vegetarier war und mehrere Hundertmillionen von Indern es noch sind?"

Ich habe mich freilich nur auf unsere gegenwärtige westliche Welt bzw. Deutschland und eben auf den Artikel von Fr. Zinkant bezogen.

@columbus und j-ap

Euch kann ich nur zustimmen!
"Auch diese Tiere müssen, so wie es immer schon war und auch sein sollte, von der Zungenspitze bis zum Schwanzende genutzt werden und dazu zählt auch, ihnen das Fell über die Ohren zu ziehen und sie zu schlachten"
Das erinnert mich an einen Besuch auf dem Lande in Russland. Dort ist es für einfache Menschen fast unmöglich, Fleisch zu kaufen - was freilich genauso für die Stadt gilt. Unsere Gastgeber hatten eigenes Vieh. Das allein zu unterhalten bedarf allein äußerster Obacht und ist bereits teuer genug. Wenn dann geschlachtet wird, ist es aber nicht mit einem Braten getan, sondern es folgen noch einige Suppen; jeder Knochen wird nochmal ausgekocht. Fast das gleiche gilt auch fürs Gemüse.
Dieses Gefühl für eine Waage zwischen Produktion und Verzehr ist uns hierzulande ja nahezu völlig abhanden gekommen. Dass nun auch für den Städter wieder ein Verhältnis zur Nahrungsproduktion hergestellt werden kann, ist wohl fast unmöglich. Mit Konsumnischen, wie zum Biohof zu fahren, ist das Problem in der Breite ja sicher nicht zu lösen, da sie nur Möglichkeiten für besserzahlende Minderheiten bieten.
Vielleicht wäre die Lösung für ein gesundes Ernähren, dass auch Rücksicht auf Tier und Umwelt nimmt, wirklich nur über die Förderung kleinteiliger Agrarproduzenten zu lösen und man in den Städten eben nur Frischemärkte hätte, die eben nicht tagtäglich unerschöpflich Fleisch und Gemüse anzubieten hätten. Also - ohne einen grundlegenden systemischen Wechsel ändert sich wohl nichts. Wenn nicht, wie auch in Fragen der Energie oder von Industrierohstoffen, eine Ressourcenökonomie zugunsten der beherrschenden Kapitalakkumulation einzieht, bleibt auch die Diskussion um Fleisch oder Soja, mehr oder weniger Gemüse usw. nur eine scheinheilige bzw. bleibt eine Einzelbetrachtung, die die übergeordneten Zusammenhänge außer acht läßt. Und wie wir sehen, ist auch die Idee der gesunden Ernährung in einer ungesunden Umwelt nur allzu leicht durch den Kapitalbetrieb korrumpierbar.
Columbus schrieb am 04.02.2011 um 21:27
Der mediale und der reale Mensch lebt doch auch vom Hörensagen, lieber Miauxx, nicht nur vom Zweifel allein.

Der wunderschöne Stammbaum des vegetarischen Lebens, diese heilige Wurzel aus Pythagoras und Hindusimus (dF,5,S.24,25) , gegründet auf eine Glaubenslehre der Wiederkunft, ist, zumindest was den griechischen Philosophen angeht sehr umstritten. Wer dazu nachlesen möchte, kann es hier gerne tun:

plato.stanford.edu/entries/pythagoras/#LifWor

Oder er schaut, sofern in der Nähe der Unibibliothek, in Diehls,Kranz, „Fragmente der Vorsokratiker“, (gr.,dt, 6 Bde.), oder liest bei Laura Gemelli in der Sammlung der Vorsokratikertexte, Bd.1 (gr.,lat.,dt) von dreien, Verlag Tusculum, je ca. 50 €, nach.

Der Philosoph selbst hat, wie Sokrates sein Bewunderer und Kritiker, keine eigenen Werke hinterlassen. Die obersten Autoritäten sind bezüglich seiner Philosophie Aristoteles und Platon, der gerne in der Rolle seines Lehrers Sokrates spricht.

Was sicher ist, dass Pythagoras eine sehr spezifische Diät, abgeleitet aus seinen Glaubensübezeugungen (Seelenwanderung, Seelenverwandtschaft Mensch, höhere Tiere) und seiner Funktion als Ratgeber in Glaubensfragen einhielt. So wird auch kolportiert, er habe aus bestimmten Gründen keine Bohnen (Teufel der Gedärme, wenn sie nicht vernünftig zubereitet werden. Sogar eine Bohnenkrankheit, den Favismus, gibt es) gegessen, weil,.... Es folgen zahreiche Gründe und Gegengründe zum Wahrheitgehalt und zu Annahme selbst, in den o.g. Text.

Wahrscheinlich war sein „Vegetarismus“ auch nur auf bestimmte Tierorgane hin streng. Kurz und gut, die Rede und Schreibe um Pythagoras und die Pythagoreer, als Vegetarier ist also das, was schon die Griechen „Acusmata“, Hörensagen nannten.

Sicher widerspricht aber ein strenger Vegetarismus der klassischen Tierhaltung in der griechischen Antike, die genau so, wie fast alle anderen Mittelmeerkulturen von einer für damalige Verhältnisse intensiven Tierwirtschaft, in allen Variationen, neben der Getreidewirtschaft, die auch dem Fernhandel diente, lebten. Ob das auf Samos oder dann um Croton anders gewesen sein soll?
- So sprechen also viele sachliche Gründe aus dem Wissen um die antike Viehwirtschaft gegen einen strengen und weit verbreiteten Vegetarismus.

Aber eine solche Lebensweise für einige herausgehobene Priester, Seher, exemplarische Dialogpartner, ist durchaus nicht undenkbar, denn die Askese und die strengen Rituale sicherten einen Vorsprung an Autorität und Glaubwürdigkeit.

Fleisch war und ist unter Hirten- und Bauernvölkern immer noch rar, weil die Tiere als Michproduzenten gebraucht wurden. Andererseits mussten die Felle der Tiere in gutem Zustand, also nicht erst, wenn sie ihr Alter erreicht hatten, ebenso Knochen, Sehnen, Därme als Transportgefäße, Horn, Talg, Fett zum Schmieren primitiver Werkzeug- und Achsdurchführungen und zum geschmeidig machen von Lederwaren, in Rom dann zur industriellen Seifenproduktion, unbedingt genutzt werden.

Schlachten war mit Ritualen verbunden. Zumindest an Opfertagen musste also Fleisch genutzt und mussten Tiere, oftmals massenhaft, geschlachtet werden. Opfertage waren Freudentage.

Was den Hinduismus angeht, so machen sich auch da derzeit Aufweichungstendenzen breit, obwohl doch die Religion die Tiere in gewisser Weise schützt. Na, vielleicht hält sich noch eine Mehrheit der Hindus an die Regeln und da wohl auch eher diejenigen, die damit ihren Status, die Kaste, stützen. Die Armen essen auch deswegen kein Fleisch, weil sie selbst mit dem Erwerb von Getreide, oder dem Ertrag ihrer Subsistenzwirtschaft schon in Geldnot kommen.

Liebe Grüße
Christoph Leusch

PS: Es wäre verlockend diesen wunderbaren Baum der Erkenntnis so lange zu schütteln und zu rütteln, bis hinter jeder Erkenntnis im Kasten, das genaue Gegenteil auch wahrhaftig wird.
Matto schrieb am 05.02.2011 um 14:20
Selbstverständlich muß Vegetarismus sein, ob nun vom Kopfe oder vom Bauche her.
Die Tiere werden hinsichtlich der Massentierhaltung keiner Quälerei ausgesetzt, der Erdball wird nicht geschädigt und schließlich hat der Mensch von der gesunden Ernährung auch noch etwas davon.
Es hat natürlich wenig Sinn, dieses Thema´mit Fleischfressern zu diskutieren, dazu fehlt diesen Menschen jegliche Sensibilität. Die sehen nur Fleisch und das muss eben rein in die Figur und wenn man platzt.
Ich bin Tolerant, ich bin aber auch der Meinung, dass Menschen, die sich falsch ernähren, sich aus den daraus resultierenden Krankheiten beteiligt werden sollten. Das gilt auch für Raucher.
Es kann nicht sein, dass wir gesund lebenden Menschen für die Unsitten anderer bezahlen.
Columbus schrieb am 05.02.2011 um 17:33
Lieber Matto,

War das jetzt ein Matto- Beitrag?
Wo bleibt die Sensibilität?

"Es kann nicht sein, dass wir gesund lebenden Menschen für die Unsitten anderer bezahlen." - Beleg?

Der Spieß ließe sich auch umdrehen. In Ländern die (noch) mit Solidarversicherungen für Lebensrisiken arbeiten, derzeit versuchen einflußreiche Geschäftsleute (Milliarden Euro winken, die verwaltet werden wollen und dafür Provisionen und Beteiligungen abwerfen), deren Think-tanks und eine willfährige Politik (Mamma Merkel; Genosse Maschmeyer; Genosse Rürup; Rösler, der Oberarzt der Deutschen; Brüderle der Mann fürs "jeder Sorge für sich allein" und Tante von der Leyen als Trösterin mit der milden Gabe im unteren Millionenbereich) dies still und heimlich, Schritt für Schritt, zu ändern, erhalten riskant Lebende die Lebenqualität der "gesund" lebenden Renten-, Pensions- und Pflege- und gesetzlich Krankenversicherten durch frühes und schnelles Versterben an den Folgen ihres Tuns. Sie reduzieren nämlich die Leistungsbezugszeiten radikal.

LG
Christoph Leusch
a.t.o. schrieb am 05.02.2011 um 17:29
"Vegetarisch zu essen ist nicht gesünder.." - da gibts ein altbekannte antwort: "doch, für die tiere."
Matto schrieb am 05.02.2011 um 18:29
@columbus
Ihre Darstellungen kann ich voll unterschreiben. Für mich ist Vegetarismus aber ein wichtiger Schritt. Jeder soll von mir aus machen was er möchte, nur, der unsinnige Fleischverzehr hat auch seine gesundheitlichen Risiken. Von verantwortungsvollen Ärzten werden sie auch erwähnt. Ich brauche das hier nicht alles aufzuführen, Berichte gibt es dafür genug.
Ich habe es in dieser Hinsicht gemeint, dann man eben mit Verstand essen sollte. Ich bin ja nun ein ziemlich alter Knabe und habe Hunger kennen gelernt und dennoch sollte man sich nicht unnötig krank essen und genau das macht heute ein großer Teil der Menschen. Alle haben Angst, ob es morgen noch was gibt und stopfe ich mir lieber heute noch mal schnell ne Wurst rein. Genau darum geht es doch heute!
zelotti schrieb am 05.02.2011 um 22:22
Moment mal, vegetarische Brotaufstriche sind aber doch lecker...
mklingma schrieb am 05.02.2011 um 23:28
Vegetarismus: Muss das sein?
Die Antwort von Frau Zinkant lautet: nein. Vegetarismus ist kein Mittel, um gesund zu werden oder zu bleiben, also muss es nicht sein. Eine etwas eng gefasste Betrachtungsweise, die dann in den folgenden Kommentaren beträchtlich ausgeweitet wurde durch unterschiedliche ethische Gesichtspunkte: das Leiden der Tiere, insbesondere in der Massentierhaltung, den Hunger in der Welt.
Der Hunger in der Welt ließe sich nicht vermindern, durch die Propagierung des Vegetarismus in Deutschland oder der EU. Das stimmt vermutlich. Die Massentierhaltung schon.
Insofern halte ich Vegetarismus für eine sehr respektable ethische Position.

Allerdings: Eine ökologische Landwirtschaft ohne Viehhaltung ist für mich auch nicht vorstellbar. Und Viehhaltung ohne Fleischverzehr ist nicht sehr sinnvoll. Rinder werden entweder zur Milch- oder zur Fleischerzeugung gehalten. Damit Kühe Milch geben, müssen sie einmal jährlich kalben. Geboren werden weibliche und männliche Kälber. Die weiblichen stellen zum Teil die zukünftigen Milchkühe, die männlichen werden geschlachtet. Ich bin kein Bauer, aber so habe ich mir das erklären lassen.

Wer heute vegetarisch lebt, kann damit ein Zeichen setzen gegen die perverse Art der industriellen Fleischerzeugung. Wer dabei Milch konsumiert, sollte sich, wenn er in diesem Sinne handeln will, an ökologisch erzeugte Milch halten. Für den Konsum von Milch und Käse (mit Lab aus Kälbermägen) ist die Schlachtung überzähliger (insbesondere männlicher) Tiere Bedingung. Allerdings ist auch klar, dass die Fleischproduktion bei einer nachhaltigen Wirtschaftsweise um ein Vielfaches geringer ausfällt als bei der industriellen Fleischproduktion. Fleisch wird hierbei tatsächlich zu einem Luxusgut für Sonn- und Feiertage. Die Alternative wäre ein Veganismus, der auf industriell produzierter und chemisch gedüngter Pflanzennahrung aufbaut. Letzteres wäre aus meiner Sicht nicht wünschenswert, denn eine ökologische Landwirtschaft mit weitgehend geschlossenen Kreisläufen ist aus meiner Sicht (ohne dass ich das hier im einzelnen begründen könnte und wollte) die ideale Art einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion.
Kathrin Zinkant schrieb am 06.02.2011 um 12:33
Liebe Community,

ein spätes Dankeschön für die große Beteiligung – vor allem für die vielen inhaltlichen Beiträge, von denen ich mir anstelle einiger dumpfer Verunglimpfungen dann gern noch ein paar mehr gewünscht hätte.

Muss Vegetarismus sein? Nein. Muss Fleisch sein? Nochmals nein, jedenfalls nicht unter dem westlichen Wohlstandsdach, unter dem wir leben. Aber was man sich im Sinne eines kulturellen Fortschritts sicher wünschen muss, und zwar nicht erst seit heute, sondern seit wir wissen, auf welche Weise Fleisch in den erhältlichen Massen erzeugt wird, wäre die Rückkehr zu einem angemessenen Umgang mit diesem Lebensmittel.

Dass das so schwer ist, liegt nicht ursächlich daran, dass es Menschen gibt, die Fleisch essen. Es hat zu einem beträchtlichen Anteil damit zu tun, dass die Menschen sich mit Nahrung überhaupt nur noch befassen müssen wenn sie essen. Das fassungslose Staunen über Analogkäse, dioxinhaltiges Legehennenfutter, über Bakterien im Babyspinat und Geschmacksverstärker in Gemüsebrühwürfeln entspringt dabei derselben Bewusstlosigkeit, mit der Menschen für zwei Euro neunzehn ein Kilo Hähnchenbeine aus der Fleischtheke greifen um dann vor Ekel nie wieder Fleisch essen zu wollen, wenn sie aus einem Buch etwas vollkommen altbekanntes erfahren, nämlich: wie dieser Preis zustande kommt. Und mit derselben Bewusstlosigkeit geht es dann bei Bio oder Veggie weiter: Ja, auch der Sojajoghurt enthält natürliche Aromen, Stabilisatoren und Säureregulatoren. Auch die Bio-Tütensuppe enthält Glutamat und der Brotaufstrich Verdickungsmittel. Und wenn alle das Fleisch jetzt einfach durch Seitanschnitzel oder Tofuwürstchen ersetzen, die natürlich auch jederzeit in unbegrenzter Menge zu einem voll sozialen Preis verfügbar sein sollen, werden die nächsten Panschereien und Ausbeutungen nicht auf sich warten lassen, denn billig und viel hat nun einmal den immer gleichen Preis.

Trotzdem wird hier „Toleranz“, „Mut zum Umdenken“ und eine „ideologiefreie Diskussion“ vermisst, weil die berechtigte Frage gestellt wurde, ob Vegetarismus wirklich viel verändert außer vielleicht das persönliche Konsumfeeling. Nun: Was soll tolerant, mutig und ideologiefrei daran sein, die tiefer liegenden Probleme zu ignorieren und mit Tofu genauso weiterzumachen wie bisher? Besteht Umdenken ernsthaft darin, Fleisch zu verpönen und von anderen zu erwarten, dasselbe zu tun? Gewiss wird die ethische Verantwortung Tieren gegenüber zitiert. Und ja, die gibt es. Nur: Leidet ein Tier zwangsläufig, wenn es zwecks Schlachtung großgezogen wird? Tatsächlich leidet das Tier, wenn es zwecks Masse und Preisdumping mit Tausenden seiner Artgenossen in lichtlose Hallen gepfercht und in einer Geschwindigkeit gemästet wird, dass es, hätte es denn ein Bewusstsein und die Möglichkeit seine Bedürfnisse zu artikulieren, wohl um Erlösung betteln würde. Aber ein Tier, das artgerecht gehalten und gepflegt wird, könnte unter Umständen doch ganz zufrieden sein mit seinem Leben, das es lebt, bis dieses Leben zu Ende ist.

Wer selbst diese Tiere nicht essen möchte, weil es ihm eben gruselig erscheint, hat Toleranz genau so verdient wie jener Mensch, der so ein Stück zufrieden gelebtes Tier dann doch isst. Das wäre meine Meinung. Aber worum es hier eigentlich gehen sollte, war nicht die Frage: Was ist richtig, Fleisch oder nicht Fleisch? Diese Frage stellt ja nicht einmal der unfreiwillige Verursacher des derzeitigen Vegetarismus-Hypes selbst: In der heutigen Ausgabe der FAS mutmaßt J.S. Foer auf Seite 23, dass wir vielleicht eines Tages „luxuriöserweise darüber debattieren können, ob es grundsätzlich falsch ist, Tiere zu essen.“ Doch: „Im Moment stellt sich diese Frage nicht“, findet ausgerechnet Foer und setzt in Klammern dahinter, dass ihm diese Frage auch „nicht unter den Nägeln brennt“.

Aber worum geht es denn dann? Es geht jetzt um die Frage, ob ob statt des üblichen emotionalen Reflexgebarens inklusive aller anhängigen Gesundheitsmythen, Industrielobbyismusvorwürfe und Weltverbesserungsillusionen nicht endlich ein echtes Umdenken eingeleitet werden könnte und müsste, um aus einer ausgesprochen privilegierten Situation heraus – nämlich jener, in einer Gesellschaft zu leben, in die Mehrheit der Menschen tatsächlich weit mehr als genug zu essen und die Wahl hat – einen grundlegenden Wandel in der Produktion unserer Lebensmittel herbeizuführen. Das kann nicht ohne Verzicht abgehen, aber es geht ganz sicher ohne die irreführende Behauptung, Vegetarismus sei hier die notwendige und hinreichende Bedingung.

Ich werde in der kommenden Printausgabe noch einiges dazu schreiben und hier zur weiteren Diskussion stellen. Bis dahin verbleibt mit besten Wünschen:

Ihre Frau Zinkant
FaceBook schrieb am 06.02.2011 um 12:54
@Frau Zinkant,

dann frage ich mich, wenn es Ihnen in Wahrheit um einen "grundlegenden Wandel in der Produktion unserer Lebensmittel" geht, und Sie ja bereits die Behauptung, Vegetarismus sei eine Voraussetzung, als "irreführend" einstufen, überhaupt ein Blog mit dem eher abwertenden und polemischen Titel "Vegetarismus, muss das sein?" installieren.

Dies fehlende Ernsthaftigkeit und die mehr als dürftigen Argumente im Blogbeitrag haben zu der aus meiner Sicht berechtigten Kritik geführt, schließlich sind Sie ja kein Laie.

Auf Ihren Artikel in der Printausgabe bin ich jedenfalls schon mal gespannt.
Belle Hopes schrieb am 06.02.2011 um 13:47
Das muss man jetzt nicht verstehen, oder?! Einmal so und dann wieder so, das zum Thema Glaubwürdigkeit. Ein Blog mit dem Text dieses Kommentars, ja, den hätte ich verstanden und darüber hinaus gut gefunden, aber diesen Blogtext und dann noch hinterher den Kommentar; jetzt wirds mir zu bunt. Und was versteht man hier unter konstruktiver Kritik? Nein, da fühle ich mich verschaukelt.
FaceBook schrieb am 06.02.2011 um 14:07
@Belle Hopes,
also verschaukeln lasse ich mich so schnell nicht, eher nicht ernst genommen und beleidigt.

Jedenfalls ist das Blog in der nicht "nachgebesserten" Fassung eine Beleidigung für jeden Vegetarier, der seine Haltung ernst nimmt.

Jetzt sollte man abwarten, was da noch nachgeliefert wird.
Kathrin Zinkant schrieb am 06.02.2011 um 14:43
@ belle hopes & facebook

das mit der konstruktiven kritik erklär ich gern. konstruktive kritik wäre zum beispiel, sich nicht einfach verschaukelt, nicht ernst genommen oder gar beleidigt zu fühlen, sondern die gelegenheit des kommentars dafür zu nutzen, die angeblichen inhaltlichen unterschiede zwischen meinem blogeintrag und meinem kommentar zu benennen. also: konkret.

das brächte nicht nur mich, sondern uns alle hier vielleicht ein bisschen weiter.
Belle Hopes schrieb am 06.02.2011 um 15:36
Konkret meine ich, dass in Ihrem Kommentar Ihr Anliegen klar wird, dass es mit Bio auch nicht so gehen sollte wie mit dem, was wir bisher betreiben; in Ihrem Blogtext aber lese ich, dass sie, weil Bio auch kompliziert ist (ich sehe das anders), das neue= Bio ablehnen, also der Tür gleich den Riegel vorschieben, obwohl es die bessere Tür ist. Und der Blogtext nützt letztendlich den Produzenten, jedenfalls denen, die sich nicht umstellen wollen, und andere, die sich gar nicht ändern wollen, fühlen sich bestätigt nichts zu ändern, siehe einige Kommentare. Dann bleibt alles beim alten. Hmm. Was Vegetarismus angeht stimme ich teilweise zu, weil fleischlos alleine nicht alles ist, aber immerhin ist es besser als dieses Überproduzieren, ich bin selbst kein Vegetarier, aber wenn ich den Blogtext lese könnt ich wütend werden wie einer oder wie ich generell mich aufrege, wenn Dinge in die Öffentlichkeit gehen und den status quo unterstützen; Ihr Kommentar allerdings klingt ganz anders und erklärt und klingt nach Umdenken. Also, wenn ichs mir aussuchen kann, dann nehme ich den Kommentar
FaceBook schrieb am 06.02.2011 um 15:40
@Kathrin Zinkant,

ich versuche es mal so: der Kommentar zu dem Blog beschreibt ein Thema von wesentlich globalerer Bedeutung. Da kommt natürlich auch Vegetarismus vor, aber nur als ein Beispiel von vielen.

Das ist genauso, als hätten sie ein schlecht recherchiertes Blog über den Besitz von Luxusautos gemacht, und würden dann plötzlich nach tagen verkünden, das eigentliche Thema sei ja Kommunismus gewesen.

Das mag sich für Herrn Ernst jetzt polemisch anhören, ist aber durchaus vergleichbar.
FaceBook schrieb am 06.02.2011 um 15:45
"Luxusautos, muss das sein?"
Jan Fremder schrieb am 06.02.2011 um 16:11
Hallo Frau Zinkat,

bin auch kein Vegetariar. Mir missfielen nur die Pauschalisierungen, wie oben gesagt, z.B.:

Zitat: "Es liegt zum einen daran, dass die positiven Effekte von Nahrung ganz generell maßlos überschätzt werden. Obst, Gemüse, Ballaststoffe, nichts von alledem schützt vor Krankheiten oder verlängert das Leben. "

Das ist so schlichtweg falsch. (Tierische) Fette fördern Entzündungen, Nahrung mit hohem glykämischen Index Diabetis etc., dazu gibt's ebenfalls Studien.
Nur weil eine einzlene Harvard-Studie für einen einzelnen Bereich anderes proklamiert,
ist es unlauter diese Ergebnisse derart zu verallgemeinern.
Nehmen wir trotzdem mal an, die Schädlichkeit bestünde nur in den Zusätzen (Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker etc.) - welchen Anteil des konsumierten Fleisches, macht denn tatsächlich unbehandeltes aus?!

In den weiteren Leser-Kommentaren werden dann immer mehr Prioritäten vermischt: was gut für die Gesundheit, was gut für die Tiere, was gut für die Wirtschaftlichkeit ist. Und das schaukelt sich hoch.
Die Leute gewichten die verschiedenen Aspekte unterschiedlich und eine Lösung, die alles gleichermaßen optimiert, wird es wohl nicht geben.
(Habe bei einigen Beiträgen sehr gelacht, insbesondere bei den Allesverwertern, viel Spaß in den Post-BSE Zeiten)

Vielleicht haben die Leute auch noch ihre anderen Kommentare zum Thema im Hinterkopf - a la:
Wenn man die Produzenten zwingt, bestimmte Bestandteile besonders zu kennzeichnen, werden diese das durch Verwendung von anderen schlechte(re)n Substanzen umgehen.
Das geht so in die Richtung, Gesetze wären eh sinnlos, weil die Leute immer einen weg finden würden diese zu umgehen.

Liebe Grüße,

jf
ed2murrow schrieb am 06.02.2011 um 16:15
Sehr geehrte Frau Zinkant,

auch Ihren Eigenkommentar habe ich gerne gelesen, alleine wegen des Satzes: „Was soll tolerant, mutig und ideologiefrei daran sein, die tiefer liegenden Probleme zu ignorieren und mit Tofu genauso weiterzumachen wie bisher?“

Freilich ist, und das sollte die Einschränkung sein, Polemik stets dazu da, Polemik zu generieren. Insoweit haben Sie den Sturm geerntet, den Sie gesät haben, will ich meinen, auch wenn einige der Kommentare die stilistische Natur des Blogs zu verkennen scheinen. Wer es lesen wollte, konnte bereits im Blog den sachlichen Gehalt erkennen. Und sich darauf einstellen.

Aufrütteln, alleine die Zahl der Kommentare beweist es, tut not. Ich finde, Sie sind auf dem besten Weg dahin.

Mit freundlichen Grüßen, e2m
miauxx schrieb am 06.02.2011 um 18:04
@Kathrin Zinkant

Sehe ich genauso. Im übrigen bin ich froh, dass Der Freitag mich auch hin und wieder überrascht. Wenn dieses Blatt sich auch gemeinhin als "links" definiert, so finde ich es doch sehr gut, dass immer wieder Artikel nicht nur in eine zu erwartende Richtung gehen - und damit vielleicht einen "linken Mainstream" bedienen würden -, sondern ein breiteres Spektrum an Denkansätzen formulieren.
Belle Hopes schrieb am 06.02.2011 um 18:15
Zusatz: es ist wohl auch eine Frage der Erwartung und des Bewusstseins über die Zustände in der Lebensmittelindustrie hinsichtlich der Tiere und auch der "Käuferverarsche"; wer sich wirklich mit dem Thema beschäftigt und sich mit Massentierhaltung usw. mal auseinandergesetzt hat kann nicht wirklich Nonsens-Kommentare schreiben oder hier nur auf den Stil des Textes achten. Hallo, es geht um Wissen und Wesentliches und um Ernährung, aufgewacht.
Columbus schrieb am 06.02.2011 um 20:13
Lieber Jan Fremder,

Sie schneiden da ein sehr wichtiges Problem an.

Denn bisher beruht die "Verbraucherschutzpolitik" im Wesentlichen darauf, dem Verbraucher durch einen Wust an Informationen, die er aber real sehr selten zu Kenntnis nimmt, die Gründe einmal ganz beiseite, zum informierten, erzogenen, beschulten Verbraucher zu machen.

Ich vermute einmal, Frau Zinkant teilt mit mir die Ansicht, dass dieser Politikansatz, -er wurde zum Goldstandard in der EU, von den Grünen hauptsächlich propagiert, von anderen Parteien nachgeahmt und halbherzig übernommen, national und global am Rande des Scheiterns steht.

Er ändert nämlich an den Produktionsbedingungen weder mittlefristig, noch langfristig etwas, ob nun für Vegetarier oder für Nicht-Vegetarier produziert wird.

Auch Vegetarier erliegen dem Wunsch, ihre Qualität und ihr Lieblingsprodukt, meist können sie sie auch besser bezahlen als die Nicht-Vegetarier dieser Erde, zu jeder Jahreszeit, an jedem Ort und unter allen Umständen verfügbar ist. Teilweise sogar von vorwiegend und gezwungen vegetarisch lebenden Menschen, die sich die für USA und Europa produzierte Ware nicht leisten können.

Das geht nur, wenn die Struktur einer weltweit operierenden Agarindustrie auch für Soja, Mais, -das Kellogs Cornflakes-Kästchen am Wunderbaum des "dF" sind mehr als doppeldeutig-, erhalten bleibt.

Man nennt das fein eine Angebotsökonomie, die zwar viele Produkte für jedermann und jedefrau produziert, sogar von einem Produkt in einer schier unendliche Vielfalt (Ähnlichkeit zum Pharmamarkt!) an Variationen, aber deren Basis, z.B. aus wenigen Mais-Hybriden, wenigen gentechnisch veränderten Soja-Sorten und aus einigen wenigen Industriereis-Sorten stammt.

Wenn z.B. in Deutschland die Familienlandwirtschaft erlischt und ersetzt wird durch die Großproduktion (z.B., weil die mittlerweile Agarindustrie als Exportbranche betreibt, unterstützt mit Milliarden aus der EU-Kasse), sie kann dann immer noch in der Hand (Eigentum, Besitz) einiger Bauern, Bonzen und Granaten der konventionellen oder biologischen Landwirtschaft verbleiben, das ist nicht das Problem, ändert sich die Landschaftstruktur hin zu mehr Monoformität und Artenarmut.

Jeder, der einmal die Unterschiede in der Landschaft und in der Landwirtschaft, z.B. zw. der Weidewirtschaft und der Münsterländer oder Meck.-Pomm. Wirtschaft mit eigenen Augen gesehen hat, weiß, was das für Naturräume und Lebensqualität bedeutet. - Nur fällt das wohl immer weniger Menschen auf, die außer Berlin, nur noch die Antalya, Ballermann, Monastir, Sousse oder Mahdia kennen. - Der letzte Satz war polemisch.

Es ist tatsächlich so, dass die Nahrungsmittelindustrie viel lieber eine Diskussion unter den Endgliedern über richtige oder falsche Ernnährung und eine Gesetzgeber als Schulmeister sieht, als eine Legislative und Exekutive die die Subventionen radikal umlenkt oder gar klare und eindeutge Gesetze für die Produktion schafft. Allein die Verwässerung des ehemals klaren Milchgesetzes und der begleitenden Verordnungen schafft so viele Ausweich-Möglichkeiten und Sonderregelungen für die Weiterverarbeitung und Umnutzung, dass der Vorteil immer auf seiten der Produzenten im Großmaßstab verbleibt.

Ein Stück Fleisch, geschlachtet und hygienisch auf den Markt gebracht, macht weder krank, noch verkürzt es die Lebenszeit. Wenn aber Fleisch, wie z.B. in der Schweinemast, nach industriellen Kritierien produziert wird, dann versuchen alle möglichen Glieder in der Vermarktungskette von den sehr geringen Gewinnmargen einen größeren Teil zu bekommen, den Markt wird mit billigem Fleisch geflutet. Die beste Kontrolle, nämlich zunächst die lokale Produuktion, wird ersetzt durch globale Produktion, wobei an der Arbeitskraft und an den Produktionsflächen, bzw. an der Zahl der pro Betriebseinheit möglichen Stückzahlen am meisten geschraubt wird.

Dieser ganze Bereich bleibt bei dem "Kulturkampf" der Esser außen vor. Ich denke, dahinter verbirgt sich mehr, als nur die allgemeine Oberflächlichkeit der medialen Begleitung und die Wurstigkeit der Verbraucher, sondern schon eine industrielle, möglichst globale Marktstrategie.

OT:

Wie schnell selbst Grüne dem Dauerangriff erliegen, konnte man in der Vergangenheit und nunr erneut, gut an Renate Künast beobachten. Die mutierte mit zunehmender Amts- und Positionshöhe zu einer strengen Verbraucherberaterin, die den Menschen das rechte Essen predigte, denn die realen politischen Widerstände erwiesen sich auch zu ihren Zeiten als so stark, dass da kaum vermittelbare und TV-medial, wirksame Erfolge zu verzeichnen waren.

Sie knapst noch heute an der Delle ihres Images, denn auch zur regierenden Wahl in Berlin tritt sie nun hauptsächlich mit Erziehungsmaßnahmen und dem Image der Durchsetzungsfähigkeit an. Das ist der Unterschied, wenn man in der Politik nichts mehr anders machen möchte, sondern es nur "besser" als die anderen tun will. Die Sätze kennen wir sie gehören zum New speak der Berliner Republik, sie sind die Fortsetzung des Schrö-Fi-Syndroms.

LG
Christoph Leusch
ebertus schrieb am 06.02.2011 um 20:29
Ebenfalls OT, aber dennoch zu Künast.

Saubere Wende, damals musste wegen einem besetzten Haus gar die Koalition unter Momper d'ran glauben. Heute gibt es formale Rechtstitel, da ist man fein raus; bis hin zu der Linken unter Wowereit.

Wären die Grünen bis zum Erfolg bei der BTW im 1998 soweit gekommen, wenn sie (aus heutiger Sicht und Klientelstrategie) es damals hätten lediglich "besser" machen wollen?
Columbus schrieb am 06.02.2011 um 21:07
Ich spiele damit nur auf das wochenlang 1998 vor und nach der BT-Wahl verkündete Grundmotto Rot-Grün an, das auch gut ankam, weil große Änderungen genauso unerwünscht waren, wie man Kohl zu Recht satt hatte. - Damals war ich dankbar für den Wechsel und hatte bezüglich der versteckten Botschaft, sie bewahrheitete sich Jahr ums Jahr, sie führte u.a. zu Lafo-Austritt und Linken-Gründung aus WASG und PDS, keine Antenne.

Klientelstrategie, i.S. von FDP heute, war das nach meiner Auffassung nicht. Eher Erkenntnis/Einsicht was man dem Wahlbürger, sofern er Mehrheiten schuf und schafft, zumuten wollte.

Bei der SPD gab und gibt es eine ideologische Basis dafür, die sich eng mit der Tauglichkeit der Sozialdemokraten als Wirtschaftspartei und ihrer eher einseitigen Interpretation der Globalisierung und wie man auf sie reagieren müsse verknüpft (Münte und Clement als Köpfe). - Das machte ca. 60-70% der BT-Fraktion bei der SPD und in den Schlüsselressorts der Regierung, nach Abgang Lafos, fast 100%, die Entwicklungshilfe und "Gedöns", als Restressort abgerechnet.

LG
Christoph Leusch
Jan Fremder schrieb am 06.02.2011 um 22:04
Hallo Herr Leusch,

seien Sie bitte nicht böse, wenn ich nur auf Teile Ihres Textes eingehe:

Zitat:
„Er ändert nämlich an den Produktionsbedingungen weder mittlefristig, noch langfristig etwas, ob nun für Vegetarier oder für Nicht-Vegetarier produziert wird.“

Wenn ich einen Apfel oder eine Kartoffel kaufe, kaufe ich die als Ganzes und gehe damit schon einigen, mit der Verarbeitung einhergehenden, Problemen aus dem Weg, die sich bei Fleisch ergeben.
Andersherum werden für Fleisch auch Pflanzen verfüttert. Die rein „pflanzlichen“ Probleme also, wie Düngung und Pestizide, hat man beim Fleischkonsum auch (indirekt durch die Fütterung).

Zitat:
„Ein Stück Fleisch, geschlachtet und hygienisch auf den Markt gebracht, macht weder krank, noch verkürzt es die Lebenszeit.“

Eben da bin ich anderer Meinung. Auch wenn hier natürlich die Dosis das Gift macht.
Zuerst: Fleisch hat allgemein viele Vorteile. Es sättigt länger und manche Nährstoffe (z.B. Vitamin B12) lassen sich nicht ohne weiteres substituieren. Auch wenn ein diesbezüglicher Mangel mitunter Jahre benötigt ehe er sich bemerkbar macht.
Mir fällt es leichter und es ist preiswerter, mich ausgewogen auch mit Fleischkonsum zu ernähren.
Wie ich schon vorhin schrieb, bergen tierische Fette allerdings sehr wohl Gesundheitsrisiken.
Und Fleisch ist nicht gleich Fleisch, selbst beim gleichen Tier gibt es ja Unterschiede in Bezug auf Innereien und Muskelfleisch in der Zusammensetzung.
Das Krebsrisiko mag laut der Studie (www.br-online.de/ratgeber/gesundheit/fleisch-sterberisiko-rotes-fleisch-ID1237974790205.xml) nicht so hoch sein wie vormals angenommen, andere Risiken wurden dagegen nicht relativiert. (Kurze Zeit vorher gab es schonmal Harvard Studie mit gegenteiligen Ergebnis – man muss sich da auch langsam einmal fragen, wie es um den Wert von Wissenschaft und Studien bestellt ist, wenn im Jahrestakt Aussagen vom Gegenteil bestätigt werden)
Und wie ich vorhin schon sagte, die Mehrheit dürfte kein unverarbeitetes Fleisch konsumieren – da gelten die Risiken nach wie vor. Zudem sehe man sich die Studie vorher an: www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,615283,00.html (Bis Dato die größte zum Thema gewesen ).
Außerdem sehe man sich mal solche Fälle an: www.cdc.gov/mmwr/preview/mmwrhtml/mm57e131a1.htm
In einer Schlachterei in den USA war es 2007 – 2008 bei einigen Mitarbeitern zu schweren Entzündungen des Nervensystems gekommen. Die Aufgabe dieser Leute war, mit einem Luftdruckgerät die Gehirne aus den geschlachteten Tieren herauszublasen. Dabei kam Hirn-Substanz der Tiere in die Augen und wurde eingeatmet. Und das wurde auch als Ursache identifiziert. Wie kann das sein, wenn unverarbeitetes Fleisch pauschal so harmlos ist?
Aufbau mancher Säugetiere ähnelt sich nunmal und da ist es aus biologischer Sicht ziemlich naheliegend, dass es zu „kreuz-allergischen“ Reaktionen kommen kann.

Viele Grüße,

jf
Jan Fremder schrieb am 07.02.2011 um 12:12
PS: Wenn ich mir die im Spiegel beschriebene große Studie von 2009 ansehe, so relativiert die neue nicht die Ergebnisse (=> a la "Es liegt nur an den Zusätzen") -
sondern sie steht im Widerspruch dazu:

Dort wird die schädliche Wirkung vorwiegend für "rotes Fleisch" bestätigt.
Nicht jedoch für weißes Fleisch: "Fisch, Hühnchen und Pute [...]".
Nach der Zusätze-Logik, hieße das ja, dass aus solchen hergestellte Produkte weniger mit Beifügungen behandelt werden. Glaube ich nicht (das heißt es kann ja einfach überprüft werden, mal auf die Verpackung von Geflügelwurst sehen):

1) rotes Fleisch => Zusätze
2) Zusätze => mehr Krebs
3) rotes Fleisch [1,2]=> mehr Krebs
4. weißes Fleisch => nicht mehr Krebs
===
weißes Fleisch [4,2]=> keine Zusätze ???

weißes Fleisch => Zusätze =>
Widerspruch zur Aussage der Harvard Studie
Jan Fremder schrieb am 07.02.2011 um 12:12
PS: Wenn ich mir die im Spiegel beschriebene große Studie von 2009 ansehe, so relativiert die neue nicht die Ergebnisse (=> a la "Es liegt nur an den Zusätzen") -
sondern sie steht im Widerspruch dazu:

Dort wird die schädliche Wirkung vorwiegend für "rotes Fleisch" bestätigt.
Nicht jedoch für weißes Fleisch: "Fisch, Hühnchen und Pute [...]".
Nach der Zusätze-Logik, hieße das ja, dass aus solchen hergestellte Produkte weniger mit Beifügungen behandelt werden. Glaube ich nicht (das heißt es kann ja einfach überprüft werden, mal auf die Verpackung von Geflügelwurst sehen):

1) rotes Fleisch => Zusätze
2) Zusätze => mehr Krebs
3) rotes Fleisch [1,2]=> mehr Krebs
4. weißes Fleisch => nicht mehr Krebs
===
weißes Fleisch [4,2]=> keine Zusätze ???

weißes Fleisch => Zusätze =>
Widerspruch zur Aussage der Harvard Studie
merdeister schrieb am 07.02.2011 um 18:51
An dieser Stelle verlinke ich gerne auf eine Diskussion zum selben Thema, in einem Blog von Frau Zinkant. Um das ganze abzukürzen, für Lesefaule, wie ich einer bin:

Cochrane sagt:
Our review suggests that the average changes in individual nutrients and related risk factors obtained through dietary advice are likely to be relatively small.

Das war es auch schon.
Jan Fremder schrieb am 07.02.2011 um 20:48
Hallo Merdeister,

Zitat: "Our review suggests that the average changes in individual nutrients and related risk factors obtained through dietary advice are likely to be relatively small."

Die Studie sagt wahrscheinlich nicht so viel aus über die Einflüsse von Ernährungsgewohnheiten als vielmehr über die Aussagekraft von *Studien* über Ernährungsgewohnheiten.

Ich nehme an *suggests* steht hier für *unterstellt*.
Im Kontext betrachtet ist sie falsch:
Also z.B. angesichts der im Spiegel erwähnten Studie.
Nur am Rande erwähnt: diese über 10 Jahre Dauer, mehr als 1/2 Mio Teilnehmer. Die größte in diesem Bereich. Resultat: Konsum beeinflusst Krebstodrate mehr als 20 %, Herztod 27 % ... Das ganze nicht vor Urzeiten, sondern 2009 veröffentlicht.
Gegen-Argument: Zusätze waren verantwortlich – von mir widerlegt, siehe oben.

Wie so oft haben einige Artikel meist nicht mehr als Unterhaltungswert.
merdeister schrieb am 07.02.2011 um 21:44
Hallo Jan Fremder,

Sie haben mit mir einen zur Zeit etwas streitmüden/ diskussionsmüden Mitblogger vor sich, ich bitte die etwas lustlose Attitüde zu entschuldigen und geobe Besserung.

Letztlich ist es mir egal, wer wieviel Fleisch ist, und bleibe selber deutlich unter den 150 Gramm rotem Fleisch am Tag, sehr deutlich.

Die Cochrane Collaboration ist nun nicht irgendwer und aus diesem Grund messe ich deren Ergebnissen die höchste Bedeutung zu. Die Ergebnisse von Studien weisen mal in die eigene, mal in die andere Richtung. Da vertraue ich auch eher dem, der "suggest" (wohl eher im Sinne von "nahelegen") als der "Studie, die beweist". Mir geht es, das sagte ich bereits in dem verlinkten Blog, letztlich darum, dass es gute Argumente gibt seinen Fleischkonsum zu mäßigen, ohne Krebs oder Herztod angedroht zu bekommen.
Stellen Sie sich vor, die Datenlage ändert sich grundlegend und die review "suggested" nicht mehr, sondern "shows", dann bricht Ihnen, oder uns, ein tragendes Argument weg und man kann wieder von vorne anfangen mit dem Überzeugen.
Schaut man sich das Rauchen an, kann man stark daran zweifeln, ob sich am Fleischkonsum etwas ändern würde, bewiese die im Spiegel zitierte Studie, was sie beweisen will.
Jan Fremder schrieb am 07.02.2011 um 22:43
Hallo Merdeister,

ich möchte ja nicht streiten.
Die Wahrheit finde ich trotzdem an sich schon relevant, unabhängig von Konsequenzen oder was man damit dann anstellt.

Die Leidensfähigkeit von Tieren kann man vielleicht besser ignorieren als Gesundheitsschäden.
Und selbst wenn das eine unabhängig vom andern wäre, sollte man sich doch trauen beides
(auch mal getrennt) zu betrachten.

Können Sie mir bitte bei Gelegenheit einen exakten Link auf die Cochrane Studie geben, der Sie das Zitat entnommen haben. Habe sie auf der Seite der Organisation nicht gleich gefunden.
Kathrin Zinkant schrieb am 08.02.2011 um 01:40
lieber jan fremder, schnell eine ergänzung zu der studie, die sie via spiegel online zitieren (es ist eigentlich eine agenturmeldung der dpa):

schauen sie sich die studie doch einmal an, man kann daraus viel über ernährungsforschung lernen.

die zahl der teilnehmer ist riesig, das ist schonmal gut. es ist eine prospektive studie, sprich: die endpunkte (krebs, herzleiden u.a.) werden erst nach beginn der studie untersucht, nicht vorher. das ist auch gut.

aber:
1. die ernährungsgewohnheiten werden nur einmal erhoben und zwar zu beginn der studie und mithin natürlich doch retrospektiv - bezogen auf das vorangegangene jahr, und nicht parallel zur den jahren, in denen der gesundheitszustand der probanden beobachtet wird.

2. der fragebogen zu den ernährungsgewohnheiten ist in der studie verlinkt, ein typischer food questionnaire, der zb. wissen will, wie häufig man im vergangenen jahr welche mengen hot dogs oder frankfurter würstchen (aber nicht würstchen!) gegessen hat, um in der nächsten frage abzuklopfen, wie oft man wieviele light-hot dogs und light-frankfurter würstschen gegessen hat.
selbst wenn man in der lage ist, diesen fragebogen überhaupt guten gewissens (ohne schwindeln, schätzen, mutmaßen) auszufüllen, werden die resultate nicht real überprüft. das werden sie auch in den jahren des follow-up nicht, da ist es nämlich egal, was die teilnehmer essen.

3. Obwohl die fragen zum fleischverzehr sehr detailliert sind, ermitteln die forscher ergebnisse für drei grobe fleischgruppen und drei grob definierte ernährungsweisen. zu rotem fleisch werden neben unverarbeitetem fleisch auch zahlreiche verarbeitete fleischarten wie speck und fertiglebensmittel wie pizza gezählt, für weißes fleisch gilt das nicht ganz so umfassend - wobei die kategorie verarbeitetes fleisch eigentlich als dritte läuft und sowohl wurst aus hähnchen als auch aus schweinefleisch zugleich umfasst. bei den ernährungsweisen taucht die unterscheidung zwischen unverarbeitet und verarbeitet dann gar nicht mehr auf. es gibt nur viel rot, halbe-halbe und mehr weiß.

4. die mengen werden nicht absolut, sondern in relation zueinander bemessen, sprich: es wird nicht 100 gramm weißes fleisch mit 100 gramm rotem fleisch verglichen, sondern geguckt, wer am wenigsten und am meisten angegeben hat und daraus für jede fleischgruppe eine eigene verteilung erstellt, die in fünftel geteilt wird. das unterste fünftel ist die referenz, ganz egal, wieviel da jetzt genau verspeist wurde.

wenn man das alles bedenkt, vor allem den zeitpunkt der ernährungsbefragung und die einordnung der fleischsorten, und wenn man dann die ergebnisse sieht, lässt sich daraus nur mit großer anstrengung lesen, dass fleisch, ob rot oder weiß, ungesund sei. für mich ist die einzige klar erkennbare tendenz, dass ein relativ (?) hoher konsum von verarbeitetem fleisch die mortalität etwas nach oben schraubt.

die autoren räumen im comment übrigens selbst ein, dass die befragungsmethode ein problem ist und möglicherweise die ergebnisse verzerrt - wie in praktisch allen großen ernährungsstudien, by the way. und das fazit?

Future research should investigate the relation between subtypes of meat and specific causes of mortality.

und jetzt schnell ins bett.

ihre frau zinkant
Jan Fremder schrieb am 08.02.2011 um 14:00
Hallo Frau Zinkant,

Sie zweifeln also die Studie(n) bzw. deren Methodik an sich an. Und dass es überhaupt keine Möglichkeit gibt, objektiv zu prüfen, welche Ernährungsgewohnheit wie schädlich ist(?)
Daraus folgern Sie dann auch gleich, dass Ernährung egal sei...(?)

Man kann ja auch in umgekehrter Logik im Tierversuch erfolgreich Krankheiten durch bestimmte Ernährung auslösen und damit zeigen,
was schädlich ist. Siehe Diabetes.
Aber das hängt dann auch wieder mit Studien zusammen. (Und ist zudem noch ethisch bedenklich).
Außerdem, wenn jemand partout nicht glauben will,
dann kann man Argumente bringen, wie man lustig
ist. Es ist längst Mode und Norm des Zeitgeists geworden, Dinge bis in's Gegenteil herumzudeuten.

Na gut, dann sage ich mir, hilft einfach nur die eigene Beobachtungsgabe und bisschen gesunder Menschenverstand.

Liebe Grüße,

jf
Kathrin Zinkant schrieb am 08.02.2011 um 17:40
lieber jan fremder, das finde ich jetzt ziemlich bedauerlich - ich schreibe ja nicht nachts noch so eine haarkleine erläuterung, um dann ein plattes "wenn jemand partout nicht glauben will, dann kann man argumente bringen wie man lustig ist" draufzukriegen.

ihre argumente sind mir leider entgangen, weil sie keine genannt haben. und tatsächlich: ich will nicht glauben, ich will überzeugt werden. diese studie ist, wie viele ernährungsstudien, aufgrund ihrer unschärfen und geringen effekte, nur mäßig aussagekräftig. vielleicht kennen sie sich mit studien nicht sehr gut aus, aber wenn sie es wagen und einen blick hineinwerfen, werden sie meine hinweise nachvollziehen können. die autoren sind sogar selbst der meinung, dass ihre ergebnisse nicht als befund taugen. warum gehen sie darauf nicht ein?

fragt: frau zinkant
Jan Fremder schrieb am 08.02.2011 um 18:15
Hallo Frau Zinkant,

Zitat: „das finde ich jetzt ziemlich bedauerlich - ich schreibe ja nicht nachts noch so eine haarkleine erläuterung, um dann mit einem "wenn jemand partout nicht glauben will, dann kann man argumente bringen wie man lustig ist" einfach draufzuhauen.“

wenn Sie mich mit paar rhetorischen Fingerspielertricks
in die Flucht jagen oder unglaubwürdig machen möchten,
dann wird Ihnen das, insbesondere mit Hintergrund als
Journalistin, sehr einfach gelingen. Da ich nicht dafür bezahlt werde,
ist meine Motivation, mich im Kreis müde diskutieren zu lassen gering.
Und ich hoffte schon, Sie wären zumindest im Kern, anders als die anderen...

Zitat: „ihre argumente sind mir nur leider entgangen, weil sie keine genannt haben. und tatsächlich: ich will nicht glauben, ich will überzeugt werden. “

Ich werde meine Texte nicht nochmal wiedergeben.
Wie müsste denn eine Studie aussehen, damit Sie von Effekten überzeugt würden?

Zitat „diese studie ist, wie viele ernährungsstudien, aufgrund ihrer unschärfen und geringen effekte, nur mäßig aussagekräftig. vielleicht kennen sie sich mit studien nicht sehr gut aus, aber wenn sie es wagen und einen blick hineinwerfen, werden sie meine hinweise nachvollziehen können. die autoren sind sogar selbst der meinung, dass ihre ergebnisse nicht als befund taugen. warum gehen sie darauf nicht ein?“

Na gut, dann zitieren ich mich doch:

„Die Studie sagt wahrscheinlich nicht so viel aus über die Einflüsse von Ernährungsgewohnheiten als vielmehr über die Aussagekraft von *Studien* über Ernährungsgewohnheiten.“

Können Sie damit leben und wir mit diesem Fazit einvernehmlich auseinandergehen?

Viele Grüße,

jf
merdeister schrieb am 08.02.2011 um 19:04
Es ist mir etwas peinlich, nur leider finde ich die Arbeit auf der Seite von Cochrane nicht wieder :-/
Insofern ist meine inbrünstige Aussage oben nicht viel wert.

Ich werde, bis sich das geändert hat (falls es sich noch ändern sollte), lieber schweigen und in Zukunft besser auf meine Links aufpassen.

Wort
Jan Fremder schrieb am 08.02.2011 um 19:13
Nicht nötig. Ich glaube es Ihnen auch so.
Matto schrieb am 06.02.2011 um 15:55
@mklingma
Als Vegetarier, aus ethischen Gründen, würde ich mir eine konsequentere Entwicklung wünschen, aber Ihre Darstellungen wäre ein richtiger Schritt in die Zukunft, vorerst.
Frau Zikant sollte sich einmal darüber informieren, wie viele Tiere unnütz gequält gehalten und anschließend ermordert werden.
Über 80% der Fleischtheken werden jeden Tag vernichtet, nur weil kurz vor Ladenschluss noch einer 80 Gramm Gehacktes verlangt. Für mich ist das eine schizophrene und verbrecherische Entwicklung den Tieren gegenüber. Für dieses Verhalten wird der Mensch noch einen hohen Preis zahlen. Millionen von Schafen werden von Australien mit Schiffen in Richtung Orient gebracht und dort bestialisch geschächtet, d.h. die Tiere ertrinken an ihrem eigenen Blut. Die Natur richtet sich jetzt berechtigt gegen Australien, reht so. Von mir aus sollte es noch schlimmer werden. Der Mensch hat kein Recht, Tiere zu verspeisen und zu quälen. Aus Irland, Polen werden auch Pferde in Richtung Orient gebracht, wichtig ist, dass diese Tiere wenigstens noch halbtot ankommen. Warum vergeht sich der Mensch an diesen unschuldigen Tieren, soll er sich doch selbst gegenseitig umbringen.
Lucas schrieb am 06.02.2011 um 16:17
Auge um Auge bringt uns in der Frage auch nicht weiter.

Und ihre Schadenfreude über die schlimmen Naturkatastrophen in Australien auch noch dadurch zu legitimieren, dass die Leute es ja nicht anders verdient hätten, ist schon ziemlich verbrecherisch.
j-ap schrieb am 06.02.2011 um 16:29
Tierliebe, skandiert als Menschenhaß — animal liberation gone sour.
FaceBook schrieb am 06.02.2011 um 16:36
@Matto, da haben Sie wohl irgendetwas mit den Prioritäten durcheinander gebracht.

Zumal den Fall voraus gesetzt, es hätte die aus Ihrer Sicht "Richtigen" getroffen, dann wären ja auch zwangsläufig die Tiere mit ab gesoffen.
miauxx schrieb am 06.02.2011 um 17:53
@Matto

Vielleicht solltest du Fr. Zinkants Einlassungen richtig lesen, bevor du kritisierst. Die Autorin verteidigt ja gerade nicht das Fleischessen um jeden Preis, sondern fordert vielmehr konsequente Schritte in Richtung einer verantwortungsvollen Nahrungsmittelproduktion.
Vegetarier aus Protest gegen die gängige Fleischerzeugung zu sein, ist auf jeden Fall eine gute Sache. Dass es ethisch falsch sei, überhaupt Fleisch zu essen, darüber würde ich streiten. Konsequenterweise müßte man dann die Frage stellen, ob der Mensch überhaupt noch eine Daseinsberechtigung auf dieser Erde hat.
FaceBook schrieb am 06.02.2011 um 20:42
@miauxx, fairerweise sollten Sie aber auch konzedieren, dass die Autorin ihre "eigentlichen" Motive erst heute offenbart hat, das konnte man dem Ursprungstext keinesfalls entnehmen.

Und sie hat zu keiner Zeit eingegriffen, selbst da nicht, als die Kacke am Dampfen war.
Ich will ihr ja nichts unterstellen, aber bei mir kommt das so an, als wolle sie sich mit ihrem heutigen Kommentar aus der Affaire ziehen.

Das Thema ist einfach zu wichtig, um auf solch dilettantische Weise verbrannt zu werden.

Man darf also auf den Artikel gespannt sein, vorher werde ich mich zum Thema selbst jedenfalls nicht mehr äußern.
Emma in Uniform schrieb am 06.02.2011 um 21:12
@facebook aka Forenboy

Sind Sie nicht eigentlich gesperrt?
Und haben Sie mich nicht letztlich noch "beglückwunscht"

Entwickeln Sie jetzt auch eine Multiple-Nick-Störung wie Neven Du Mont?

"gespannt" wie Sie sich wohl aus der Affaire ziehen...
Matto schrieb am 06.02.2011 um 22:10
@miauxx
Sagen Sie mir, wo das Recht auf ein Wurstbrot steht?
Der Mensch richtet es eben so ein. Und weil er es eben so einrichtet, müssen Millionen von Tiere auf bestialische Art sterben. Der Mensch ist auch kein Fleischesser, weil er keine Reißzähne, wenig Magensäure und einen zu langen Darm hat. Diese Ausstattung ist für einen Pflanzenfresser (der Mensch hat auch einen Blinddarm, wenn auch verkümmert).
Tiere haben Reißzähne, viel Magensäure und einen kurzen Darm. Diese Ausstattung ist bewußt für einen Fleischfresser gemacht. Die Natur hat uns genau eingeordnet. Der Mensch ist später erst Fleischfresser geworden. Eigentlich ist der Mensch nur Störenfried auf der Erde, aber das wird sich in den nächsten Jahrzehnten bestimmt ändern. Allerdings reißen wir damit unser Mitgeschöpf Tier mit in den Abgrund.
Tiere und Pflanzen kommen ohne den Menschen aus!
FaceBook schrieb am 06.02.2011 um 22:13
Die Störung scheint jedenfalls nicht bei mir zu liegen.
Hatten Sie Geburtstag, oder warum sollte ich Sie beglückwünschen?
GeroSteiner schrieb am 07.02.2011 um 21:40
@Matto
"Warum vergeht sich der Mensch an diesen unschuldigen Tieren, soll er sich doch selbst gegenseitig umbringen."

Irak, Korea, Afghanistan, Kongo, Ruanda, Eritrea, Ägypten, Niger, Georgien, Algerien, Haiti, Angola, Senegal, Israel, Libanon, Myanmar, Tschetschenien, Tadschikistan.

Sind die Menschen, die dort gemeuchelt, gefoltert, abgschlachtet, erschossen, gehängt, in die Luft gesprengt und massakriert werden alle schuldig, wenn Sie von unschuldigen Tieren sprechen? Uns wenn sie mit von Wissen ungetrübter Phantasie von "bestialischem" Schächten sprechen, haben sie sicher auch die vollgefressenen, übergewichtigen Haustiere im Kopf, die an Herzverfettung eingehen würden, aber mit Herz-Kreislaufmedikamenten noch zwei Jahre gequält werden, bevor sie beim Tierarzt entsorgt werden.

Und wenn dann noch Sätze kommen wie: "Die Natur richtet sich jetzt berechtigt gegen Australien, reht so. Von mir aus sollte es noch schlimmer werden." dann denke ich dass eine Überprüfung des Geisteszustandes angezeigt scheint.

Das ist doch hohles, dummes, unausgegorenes und weltfremdes Geschwätz. Da platzt mir ja fast die Tastatur.
j-ap schrieb am 07.02.2011 um 22:09
Matto schrieb am 06.02.2011 um 22:10: »Sagen Sie mir, wo das Recht auf ein Wurstbrot steht?«

Auf so eine saudumme Frage kann natürlich nur ein religiöser Naturrechtler wie Sie (»Die Natur richtet sich jetzt berechtigt [!] gegen Australien«) kommen, der noch immer nicht geschnallt hat, daß alles Recht seit jeher nur vom Menschen stammt.
GeroSteiner schrieb am 08.02.2011 um 00:10
Josef, wir sollten Nachsicht üben - es wird ja auch immer schwerer, Link und Recht auseinanderzuhalten.
miauxx schrieb am 07.02.2011 um 00:21
@Matto

Klar richtet es der Mensch sich ein. Wenn irgendwo geschrieben stünde, dass es ein "Recht auf ein Wurstbrot" gibt, wäre dies ja auch Menschenwerk und, tja ... wäre dann halt so.
Der Mensch hat sich nunmal zum Allesfresser mit starker Betonung auf Fleisch entwickelt. Das kann zunächst nur natürlich begründet werden. Aus einem ethischen Blickwinkel läßt sie sich nicht wegdiskutieren. Der Neandertaler soll Fleisch bereits gebraten (!) haben. Ich bin nun kein Anthropologe oder Biologe - aber die Überlegenheit des Menschen in der Natur ist wohl von den Anfängen an mit einer Orientierung auf Beherrschung durch Technik ausgerichtet gewesen. Somit zeigt der Mensch zwar körperliche Merkmale, die eigentlich ein Überleben in der Natur unmöglich machen, die er aber mit Technik kompensiert und damit sogar letztes Glied in der Nahrungskette wurde. Dass er sich nun das Fleisch zubereitet - mal abgesehen von der traditionellen Inuit-Nahrung, dem rohen Robbenfleisch - mag eine Rückentwicklung des Verdauungsapparates bewirkt haben oder er war auch tatsächlich nie wirklich auf's Fleischfressen ausgelegt ... Genauso aber, wie er das Tier mithilfe von technischen Hilfsmitteln jagt, hilft er so eben auch allen anderen natürlichen Unzulänglichkeiten auf.
Es ist aber, wie gesagt, eine mehr als müßige Diskussion, nun den Punkt in der Menschheitsgeschichte zu finden, wo der Mensch DEN Fehler begangen hat. Das wird unmöglich für den Menschen; er müßte sich rekursiv selbst infrage stellen. Schauen wir uns heute doch an: Wir können zwar den absoluten Fleischverzicht predigen, müssten dann konsequenterweise aber auch auf alles andere, was technisch und mit der Hybris der Naturbezwingung erreicht wurde, abschaffen. Also zurück in die Höhle und dann aus mit dem Menschen.
Was wir heute tun können und müssen, ist, zu sehen, womit wir unser zerstörerisches Verhalten wenigstens auf ein Mindestmaß an Verträglichkeit für die Erde bringen können. Und freilich ist der Mensch aufgrund seiner Reflexionsfähigkeit in der Lage, zu sehen, dass er nicht nur seiner Umwelt sondern auch sich selbst schadet - auch wenn er im tatsächlichen Handeln meist sehenden Auges blind ist. Das leidet dazu, ihn als widernatürlich zu betrachten. Wer aber sonst als eine Entwicklung aus der Natur heraus, hat ihn so werden lassen?!
Aber: Ich stimme dir in deiner Wut auch zu! Da wir nunmal hier leben, können wir nur schwerlich einen Metastandpunkt einnehmen und sagen, der Mensch hat sich halt so entwickelt. Wenn der Mensch auch anscheinend wirklich alles tut, um es anderen und sich selbst nur schwer bis unmöglich zu machen, dann hat er es auch verdient, wenn ihm, wie jetzt in Australien, der Himmel so richtig auf's Dach steigt.

@FB
So wie ich den Artikel lese, war ich nicht überrascht, als sich die Autorin nocheinmal via Kommentar meldete. Ferner lese ich Zinkants Artikel auch weniger als einen wissenschaftlich orientierten Text, der den ernährungstechnischen oder umwelttechnischen Forschungsstand referieren will, sondern eher als eine pointierende und freilich auch etwas polemische Schau auf Orientierungsversuche des westlichen Konsumenten hinsichtlich gesunder Ernährung und Umwelt- und Tierschutz, welche sich in einem Spannungsfeld zwischen politisch/ ethischen Absichten, der Suche nach Naturnähe, Spiritismus oder schlicht neuem Aberglauben und/oder Halbwissen bewegen.
So sehe ich Zinkants Artikel auch eigentlich als einen Kulturkommentar, der Ausschnitte aus einem Gesellschaftsbild bringt.
mklingma schrieb am 07.02.2011 um 09:05
Sehr geehrter Herr Leusch, und auch sehr geehrte Frau Zinkant,

ich finde, Sie beide verfolgen eine kongeniale Diskussionsstrategie. Natürlich kann man sich über alles Mögliche unterhalten, warum nicht, mir persönlich ist aber lieber, wenn ich die Themen, mit denen ich mich auseinandersetze, einigermaßen strukturiert halte.

Die persönliche durchaus auch moralische Entscheidung jedes einzelnen in Bezug auf sein Konsumverhalten ist das eine. Ich finde es nicht angemessen, Herr Leusch, diese Entscheidung mit dem Verweis auf die – angeblich – durch Konsumverhalten unbeeinflussbaren Produktionsbedingungen abzutun.

Damit kommen wir zu den politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen, letztlich Herrschaftsstrukturen. Hier wäre zum einen genauer zu fragen, auf welche Weise Konsumenten überhaupt Einfluss nehmen können und was sie daran hindert, diese Möglichkeiten zu nutzen. Mag sein, dass es an ihrer von Ihnen polemisch angekreideten 'Unaufmerksamkeit' liegt. Mag auch sein, dass hier ökonomische Ursachen eine ausschlaggebende Rolle spielen, unterstützt durch Politik und Medien.

Im politischen Feld ist es der verhängnisvolle Einfluss des Lobbyismus im Zusammenspiel mit der Politik (sogenannter Verbraucherschutz) und der vielfach in diesem Sinne instrumentalisierten Massenmedien. Der Lobbyismus wurde im Freitag zuletzt von Marco Bülow explizit angesprochen. Wir stehen hier nun schon seit geraumer Zeit vor der Notwendigkeit, die Demokratie qualitativ und substantiell weiterzuentwickeln, sie neu zu erringen. Darin unterscheidet sich die Situation in den westlichen Ländern gar nicht so sehr vom Nahen Osten, der sich gerade im Aufbruch befindet.

All diese Fragen unter der Hand zu vermengen, halte ich einer produktiven Diskussion eher für abträglich, wie auch der Verlauf dieser Debatte demonstriert. Dann bleiben wir auf dem Stand: „Schön, dass wir darüber geredet haben.“ Besser fände ich es, und das zielt dann auch auf den von Frau Zinkant in Ihrem Ursprungsbeitrag und Ihrem nachfolgenden Kommentar gelieferten Impuls, die Themen für eine solche Diskussion von vornherein klarer zu benennen, das würde ich von der rhetorischen Form (Polemik oder nicht) ganz unabhängig sehen.
Fairtradefreak schrieb am 07.02.2011 um 19:44
in hafersahne ist palmöl drin ;)
vielleicht meintest du das...

ist alles verdammt schwer.
vegane schoko gibt es auch nur eine, die fairtrade ist...
Fairtradefreak schrieb am 07.02.2011 um 20:13
ja, es ist verdammt schwer, alles richtig zu machen, ...
auch bezogen auf den konsum.
es lauern überall tücken.

ich sehe das so: jeder sollte verantwortung für seine handlungen übernehmen. und wenn uns wissen vorenthalten wird und wir deswegen etwas schlimmes verursachen, sind wir nicht schuldig.

aber von massentierhaltung wissen wir, wie du ganz richtig sagst, und das schon viel zu lang, ohne massenhaft dagegen vorzugehen,...
ich glaube, die aufklärungsarbeit ist einfach nicht... genug. sie kommt nicht immer richtig an.
Emma in Uniform schrieb am 07.02.2011 um 20:48
Schönes Blog, Frau Zinkant..

sofort kam mir "Brust oder Keule" in den Sinn..der zeitlose französische cineastische Beitrag zur Problematik der Massenproduktion, der Augenwischerei vor allem der Marketing-Flüsterer in der Nahrungsmittelindustrie, die dem Kunden lügnerisch und marktschreierisch Fertig- und Fake-Nahrung andienen, um dem Kunden "Zeit" zu sparen; sehr sehr
wertvolle Zeit, die sonst, um Himmels willen dafür draufgeht, dass man selbst zubereiten, einlegen, womöglich ernsthaft kochen müsste.Oder die zwei drei Ingredenzien selbst zusammenrühren müsste für den Aufstrich, den Euro mehr zahlen müsste für die Kräuter, hundert Schritte weiter gehen, vor der Arbeit eine Stunde früher aufstehen zum Markt, sich mit Freunden, Verwandten, Kollegen zusammentun und -legen müsste, um bei Bauernhöfen Gemüsekisten, Eier, Schweine oder Rinder zu bestellen, und durch Stammkundschaft ambitioniertes Nahrungsmittelhandwerk und dessen kleinteiliges und nachhaltiges Wirtschaften zu fördern und dergestalt Existenzen zu sichern..Diese ekle Faul- und Blödheit, ernsthaft zu erwarten, dass Supermarktketten, diese Sklaventreiber (die sich, scheints, anschicken bald nur noch Schüler anzustellen) unsere Verpflegung mit fleischloser Nahrung verantwortungsvoller hinbekämen als die Fleischversorgung, ist, gelinde gesagt, typisch für die Schlagwort-affine Generation doof.

Schön, in dieser Deutlichkeit mal einen Beitrag hier gelesen zu haben.

-emma rothschild
Matto schrieb am 07.02.2011 um 21:32
Von der Obrigkeit erkennt man ja langsam, dass der Schritt in eine andere Richtung geleitet werden muss, da sonst das ganze Volk total verfettet, wei sind wir jedenfalls nicht mehr davon.
Nur, unsere Marionetten Volksvertreter sind gegenüber der Lobbygruppen machtlos. Uns wird eben in dieser Richtung weiter gemacht. Die BRD schlachtet soviele Tiere, dass damit sogar der chinesische Markt befriedigt werden kann, dass muss man sich einmal vorstellen.
Was ich ganz perfide ist die Tatsache, dass Fleischesser sich anmaßen, andere Menschen die sich eben anders ernähren, als nicht normal hinzustellen. Damit wollen sie ihr schlechtes Gewissen befriedigen. Ich habe schon gehört, dass wir Vegetarier den Tieren das Gras wegfressen, dümmer kann es eigentlich nicht kommen.
Ein Weg würde vielleicht auch etwas verändern, wenn die Fleischpreise sich um etliche Prozente erhöhen würden, dass würde auch vielen Bauern helfen. Fakt ist, dass die sinnlose Völlerei die Volksgesundheit in arge Bedrängnis bringt. Auf der anderen Seite erhöhen sich dadurch aber die Einnahmen der Arzneilobby. Der Mensch wird hier zum Versuchsobjekt, weil Fleisch eben kein Stück Lebenskraft ist.
j-ap schrieb am 07.02.2011 um 23:07
Es wird immer kurioser:

»Die Obrigkeit« hat also »erkannt«, daß von wegen der »Volksgesundheit« dringend der »Schritt in eine andere Richtung geleitet werden muss«, denn schließlich ist, wie man noch von früher weiß, Gesundheit keine Privatsache, sondern oberste Volksgenossenpflicht, weil der Volkskörper nämlich dem jeweiligen Souverän gehört und es dem nicht in den Kram passen kann, die industrielle wie militärische Divisionsreserve nur mehr mit total verfetteten, sportlich untüchtigen Halbinvaliden besetzen zu können.

Bewußtlos, wie man ist, beklagt man sich auch nicht etwa über den Skandal, daß überhaupt eine Obrigkeit exklusiv und verbindlich dafür zuständig sein soll, was die da unten an Nahrung so zu sich nehmen und an grundständiger Ertüchtigung (zum Arbeiten, zum Morden, zum Zeugen usw.) fehlen lassen, nein: Man hofft sogar darauf, daß die origkeitlichen Goldfasane es endlich einmal genauer nehmen mit ihrer Fürsorgepflicht und zur Not auch endlich mal richtig dreinschlagen, wenn's einige zu bunt treiben (sprich: ein Schnitzel essen und es sich, horribile dictu, auch noch schmecken lassen).

Es sprach hier zwar nur Matto, aber durch ihn hindurch artikuliert sich der nach wie vor dominante deutsche Sozialcharakter.

Rette sich, wer kann!
miauxx schrieb am 07.02.2011 um 23:54
@j-ap und Gerosteiner

Also Matto aus seinen Sätzen einen derartigen Strick zu drehen, halte ich für reichlich vermessen und arrogant! Mein Gott, j-ap, das mit der "Obrigkeit"... Richten Sie ihre Energie doch auf das, worum es hier im Kern geht.
Mattos Einlassungen mögen vielleicht ein bißchen naiv und durch Emotionen vernebelt klingen; etwas falsches oder gar gefährliches will er aber nicht. Im Gegenteil. Und letztlich zeichnet sich der Mensch auch wesentlich durch eben nicht nur Rationalität aus.
Wenn sich nun einer zuerst an der Frage abarbeitet, wie der Mensch gegenüber dem Tier steht, mag das vielleicht als eine übertriebene Orientierung auf's Detail erscheinen, welche das 'große Ganze' außer acht läßt. Die maßlose Fleischüberproduktion, welche Tiere als bloße Verfügungsmasse betrachtet, birgt in sich aber beispielhaft, woran vornehmlich die westlichen Zivilisationen kranken. Wer im Sinne anscheinend nicht zu bremsender Kapitalakkumulation vor keiner Maßlosigkeit halt macht ... tja, der schlachtet wo's "sein muss" auch die eigene Art ab.
Die Frage »Sagen Sie mir, wo das Recht auf ein Wurstbrot steht?« mag auf den ersten Blick dumm erscheinen. Andererseits kann sie durchaus die Diskussion vertiefen. Naturkatastrophen als ein Zurückschlagen der Natur zu verstehen, mag wiederum an animistisches oder religiöses Denken erinnern - mittlerweile wissen wir aber auch, dass gerade die Häufigkeit und Heftigkeit von Stürmen, Trockenheit etc. auf unser Ausbeuterverhalten zurückzuführen ist. Insofern müssen wir die Natur freilich nicht personifizieren, wissen aber auch, dass wir an einem Gutteil "ihrer" Reaktionen selbst schuld sind. Das "Recht auf ein Wurstbrot" erscheint uns selbstverständlich. Und trotzdem ist es an der Zeit, unsere Selbstverständlichkeiten, mit der wir ja scheinbar so prima leben, zu hinterfragen. Matto mag es vielleicht nicht so gemeint haben - die Frage geht aber trotzdem in die richtige Richtung.
j-ap schrieb am 08.02.2011 um 00:27
»Richten Sie ihre Energie doch auf das, worum es hier im Kern geht.« — Ja worum geht es denn im Kern, miauxx?

Es geht im Kern um genau den Widersinn, der darin liegt, das »Böse« des Fleischverzehrs mit dem »Guten« der Pflanzenkost auszutreiben, und weil das gar nicht so ohne weiteres auf der Hand liegt, rüstet man sich mit größten Kalibern zu, die dann, wenn man sie zum Nennwert abnimmt, verdeutlichen, wie böse man ist, wenn man sich sein Kalbsschnitzen schmecken läßt.

Deshalb kann man die Diktion eines Matto auch kaum mehr von der eines evangelikalen Fundi-Predigers wie Pat Robertson unterscheiden, der den Hurrican Katrina allen Ernstes zur gerechten Gottesstrafe für die sündige, verweltlichte, durch und durch materialistische Bevölkerung von New Orleans zusammenhalluzinierte.

Veganismus, Vegetarismus, Fruganismus et al. sind nichts anderes als ins Säkulare passend herabgesunkene Flagellantenbewegungen, die als bußgültige Redemptio gegen menschliche Hybris den Fleichverzicht ausgemacht haben und damit nicht nur, wie alle Religionen, mit dem Gewissen ihr ganz blödes Geschäft betreiben, sondern in all ihrer Borniertheit mittlerweile eine naturfetischistische Todesverfallenheit heraufbeschworen haben, die an apokalyptischem Gehalt den christlichen Endzeitphantasmen der Vormoderne in überhaupt nichts mehr nachstehen.

Und nur der Vollständigkeit halber: Hier wurden Fleischesser schon als Auschwitz-Wiederholer, Lustmörder, Weltvernichter, Globozid-Freunde und Mutter-Gaia-Versenker diffamiert.
Matto schrieb am 08.02.2011 um 18:34
@j-ap

Sie haben viel geschrieben, substanzlos, beleidigent, mehr war es aber nicht. Eigentlich sollten man auf solche widerlichen Unterstellungen und Halbwahrheiten nicht antworten.
Sie beweisen aber, dass Sie nichts, außer ein paaar Schlagworte, aber auch gar nichts begriffen haben.
Haben Sie einmal in einer Gaststätte zugehört, wer sich hinsichtlich seines Eßverhalten gegenüber andern stets verantworten muß. Es sind nicht die Fleischesser, es sind immer die Vegetarier.
Man sollte Sie einmal durch einen Schlachthof schicken, wo die viele Tiere aus der Narkose wieder aufwachen und dann bei vollen Bewußtsein geschlachtet werden. Diese Schreie sollten Sie jedes Mal hören, wenn Sie sich an Ihrem Schnitzel erlaben.
Ihre ganzen Darstellung sind deshalb so hohl, weil Sie es nicht wahr haben wollen, dass ist übrigens ihr schlechtes Gewissen, wie die Umwelt gerade hinsichtlich der Massentierhaltung vernichtet wird.
Wir Vegetarier besitzen eine Moral, sie als Fleischesser haben eben keine Moral.
Wie Sie hier Menschen bezeichnen, die eben eine andere Lebensauffassung haben ist schon diskriminierend. Sie scheinen ein Bösewicht zu sein oder?
Sie scheinen auch nicht informiert darüber zu sein, dass die Regierung Maßnahmen ergreifen will, um die Fettleibigkeit im Volk zu bekämpfen.
Wer soll denn die ganzen Behandlungen hinsichtlich der unsinnigen Völlerei bezahlen, Sie doch nicht oder doch? Ich jedenfalls nicht!!!
Ist es nicht ein Skandal, dass sich Menschen hinsichtlich ihrer Esserei das Fett absaugen lassen und in der 3. Welt verhungern die Menschen.
Hier geht es überhaupt nicht um Gut und Böse, auch hier scheinen Sie mit sich selbst Probleme zu haben. Hier geht um eine gesunde Ernährung, denn diese Zivilisationserkranken stellen dievärzte heute vor großen Problemen.
Es ist ihnen hoffentlich nicht entgangen, dass 90% der Antibiotika in die Massentierhaltung gehen, d.h. viele Menschen geagieren auf bestimmte Antibiotikas überhaupt nicht mehr.
Mein Rat an Sie ist, sachlich bleiben, überlegen und andere hinsichtlich ihrer Lebensweise nicht diskriminieren.
Der Alte Fritz sagte, jeder nach seiner Fasson, aber dann sollte auch jeder für seine eigene Lebensweise gerade stehen.
ed2murrow schrieb am 08.02.2011 um 18:45
j-ap schrieb am 08.02.2011 um 00:27
"Veganismus, Vegetarismus, Fruganismus et al. sind nichts anderes als ins Säkulare passend herabgesunkene Flagellantenbewegungen, die als bußgültige Redemptio gegen menschliche Hybris den Fleichverzicht ausgemacht haben und damit nicht nur, wie alle Religionen, mit dem Gewissen ihr ganz blödes Geschäft betreiben"

Matto schrieb am 08.02.2011 um 18:34
"Wir Vegetarier besitzen eine Moral, sie als Fleischesser haben eben keine Moral. ... Sie scheinen ein Bösewicht zu sein oder? ... Hier geht es überhaupt nicht um Gut und Böse..."

Na, wenn das mal keine Beweisführung war.
j-ap schrieb am 08.02.2011 um 19:24
Kollege Matto ist richtig gut in Form, nicht wahr?

Mir wär' beinahe der Leberpreßsack vom Schwarzbrot gerutscht, als ich das gelesen habe.
miauxx schrieb am 08.02.2011 um 20:19
@j-ap

"Veganismus, Vegetarismus, Fruganismus et al. sind nichts anderes als ins Säkulare passend herabgesunkene Flagellantenbewegungen, die als bußgültige Redemptio gegen menschliche Hybris den Fleichverzicht ausgemacht haben und damit nicht nur, wie alle Religionen, mit dem Gewissen ihr ganz blödes Geschäft betreiben"

Klar, es gibt immer welche, die Ideen zu dogmatischer Absolutheit steigern, meinen, nur sie seien auf der richtigen Seite und darin dann überhebliches gesellschaftliches Gebaren pflegen.
Aber nur weil sich Matto hier so präsentiert (oder sich zumindest ungeschickt äußert), müssen Sie nicht gleich jeden Vegetarier, Veganer ... dafür in Sippenhaft nehmen. Es ist doch eigentlich müßig: Natürlich sind Vegetarier nicht automatisch die besseren Menschen. Auch z.B. Schwule sind es nicht, nur weil sie eine Minderheit bilden. Wer zuvorderst die gesellschaftliche Distinktion sucht, macht sich immer des Dogmatismus verdächtig - egal, wie positiv die Idee, der er anhängt, auch sein mag.
Matto schrieb am 08.02.2011 um 20:47
@j-ap

Wenn das alles ist, was Sie darauf zu sagen haben, dann habe ich Sie schon richtig eingeschätzt. Jegliche weitere Diskussion ist dann mit Ihnen auch vertane Zeit.
Machen Sie aber nichts daraus, derartige Diskussion erlebe ich immer und immer wieder.
Ich höre von Fleischessern immer nur die alte Laier, dass es eben schmeckt. Es wird Ihnen aber nicht mehr schmecken, wenn Sie, wie allerdings durch Sie auch, in der Gülle versinken.
Sie machen sich einfach keine Birne, weil es Ihnen einfach schmeckt, wo die Milliarden Tonnen Gülle entsorgt werden sollen.
Klar, zur Energieerzeugung, nur weil der Mensche einen warmen Hintern braucht, sollten wir dann diesbezüglich die Massentierhaltung.
ed2murrow schrieb am 08.02.2011 um 21:57
@ J-AP

Vielleicht ist das alles doch nur der Wettlauf, wer als erster beim Soylent Green ankommen möchte.
de.wikipedia.org/wiki/Jahr_2022%E2%80%A6_die_%C3%BCberleben_wollen
Vielleicht sollte sich den Herr Krogerus mal reinziehen und uns etwas darüber erzählen.
j-ap schrieb am 08.02.2011 um 22:07
(miauxx schrieb am 08.02.2011 um 20:19)

Liebe miauxx,

mir ist niemand bekannt, der sich bewußt und wider besseres Wissen dauerhaft falsch ernährt. Ebenso kenne ich niemanden, der die industriell betriebene Massentierhaltung gut findet.

Aber die kaustische, überfallartig daherkommende Moralisiererei mancher Alternativköstler geht mir ganz gehörig auf den Zeiger, zumal sie meist auf ziemlich schwacher Grundlage steht, denn als Lösung gegen die Massentierhaltung und ihre Schrecknisse ist die Maßgabe, auf Fleisch zu verzichten, in etwa so sinnvoll wie einer Nekrose am Bein mit der Empfehlung zu begegnen, sich doch bitteschön freiwillig das Gehen zu versagen.

Zumal hier mal wieder der altbekannte und nach wie vor platte Eindruck erweckt wurde, als würden sämtliche Fleischgenießer glauben, daß das Fleisch in der Tiefkühltruhe beim Discounter wachse.

Ich selbst verzehre mäßig viel Fleisch, wiewohl ich immer gerne anderes kolportiere (das hängt damit zusammen, daß Leute wie Matto deswegen im Dreieck springen und es mir anschließend sogar nochmal so gut schmeckt). Bei mir hat das allerdings vorwiegend medizinische Gründe, aber keine weltanschaulichen, denn ich bin nicht der Ansicht, daß der Fortschritt ins Bessere eine Frage der Gastroenterologie sei.

Viele Grüße
Josef Allensteyn-Puch
miauxx schrieb am 08.02.2011 um 23:12
@j-ap

Was Sie hier nochmal geschrieben haben - soweit hatte ich Sie ja schon verstanden. Auch dass Sie Matto freilich extra gereizt haben.
Auch wenn Sie niemanden kennen, der sich wider besseres Wissen falsch ernährt: Das gibt es schon. Der Mensch verdrängt gern. Rauchen tun auch immer noch genug (ich auch - und esse auch noch Fleisch! :-o). Viele haben aber auch kein besseres Wissen. Andererseits ist das letzte Wort hinsichtlich gesunder Ernährung ja auch längst nicht gesprochen. Wird es wohl auch nie. Dafür gibt's sicher einige Gründe: eine z.B. von der Wirtschaft korrumpierte Forschung zum einen oder auch schlicht die Unmöglichkeit von Verallgemeinerungen. Je nach Lebensumständen, Lebensort, körperlicher Konstitution kann, was für den einen richtig ist, für den anderen falsch sein.
Fr. Zinkant wollte mit ihrem Artikel ja auch keine Lanze für ein "richtiges" Ernährungskonzept brechen, sondern sprach mehr das kulturelle Problem der teils verkrampften Positionierungsversuche selbsternannter Ernährungsapostel gegenüber ethisch und politisch motivierten Ernährungsprotestlern an. Menschen, die zunächst mit guter Absicht, allzu leicht Selbsttäuschungen unterliegen.
amaga schrieb am 08.02.2011 um 19:59
na das war ja jetzt alles sehr unterhaltsam hier...
geruckt hat's trotzdem nirgends - könnten wir jetzt wieder zu wichtigeren themen übergehen? also z.b. ob man atheismus mit oder ohne gott schreibt?
luggi schrieb am 08.02.2011 um 21:50
Bescheuert, einfach eine bescheuerte Diskussion.
Frau Zinkant, belegen Sie einfach einmal, wann Sie das Schwein, das Huhn, das Ferkel, das Schaf(schmeckt thermisch behandelt den Deutschen nicht) u.s. selbst geschlachtet, geschächtet haben...oder hätten Sie da Probleme? Würde es Sie freuen, an einer rituellen Tötung eines Zebus teilzunehmen oder den folkloristischen Wert´s einer solchen zu gautieren?
Es ist einfach ... tja, wie soll ich schreiben, einer Redakteurin für Wissenschaft blöd, einen Wissensstand von vor über 40 Jahren in einem Blogeintrag zu dokumentieren.
Emma in Uniform schrieb am 08.02.2011 um 23:06
Was meinen Sie denn genau, Luggi?

Es geht Frau Zinkant um die Abgründe industrieller Massenproduktion, auf vegetarische oder vegane Produkte bezogen...
Wieso muss die Diskussion sich jetzt zwingend wieder um die moralische Problematik des Schlachtens resp. des Tötens von Tieren drehen?

Keinem, naja, bzw. für die Mehrheit der fleischessenden Diskutanten hier ist es doch keine Frage, das die Tiere in kleinen Gruppen in freier Natur aufwachsen sollten, bis sie getötet weren; wer ist hier fürs Schächten?
Schön, ich stimme Ihnen zu, dass man als Fleischfresser, im Prinzip und ohne zu zögern, die Frage, ob man zu schlachten bereit wäre, bejahen sollte( und ja, bevor Sie fragen, richtig..ich habe schon geschlachtet); dass man sich dafür haargenau interessieren sollte, wie die Tiere, die man isst, zu Tode kommen, dass man zu der Art der Tötung gefälligst auch zu stehen hat - dass fällt, auch hier bei einigen zu besichtigen (was ich auch im Blog bei Lukas schon meinte), vielen Menschen schwer; sie witzeln dann lieber dämlich rum, als sich dazu zu bekennen, dass es ihnen im wahrsten Sinne wurscht ist, wie das Tier gelebt und gelitten hat für ihren Appetit, "hihi, egal2..
das, ja das ist ein schlichtes Bekenntnis zur Verkapselung, Verdrängung der Ungemach die fremde Todesangst- und pein, auch von Tieren, auslöst, der Unwille sich damit zu beschäftigen..die Attitüde, wie Sie richtig beschrieben, das Fleisch würde für solche Menschen am "Fleischerhaken wachsen"...ist ein psychische Lösung, weit verbreitet, sie ist die Wurzel des unbewußt bewußt in Kauf genommenen verantwortungslosen Konsum von Tierfleisch aus Massentierhaltung.. statt Verzicht und Beschränkung auf das teuere Fleisch vom Biobauern..

...trotzdem: dieser Blog ist hochaktuell und verdient nicht
ausgerechnet von einem dogmatischen Vegetarier einen "Wissensstand von vor über 40 Jahren" zuzuweisen...
miauxx schrieb am 08.02.2011 um 23:14
Bescheuert, einfach bescheuert!
miauxx schrieb am 08.02.2011 um 23:26
Luggi
Emma in Uniform schrieb am 08.02.2011 um 23:36
"..zugewiesen zu bekommen"..meine ich natürlich
Matto schrieb am 09.02.2011 um 14:55
@j-ap

Sie sind für mich ein hoffnungsloser Fall und Sie sollten so weiter machen, wie Sie es eben möchten.
Ich komme ja nun aus der Medizin (jetzt Rentner) und wenn ich von Ihnen höre, dass Sie aus medizinischen Gründen Fleisch zu sich nehmen müssen, dann kann ich mich nur wundern, wer Ihnen das gesagt hat. Sämtliche Mediziner werden Sie darauf hinweisen, dass übermäßiger Fleischgenuss, besonders rotes, schädlich ist. Ich hoffe, Sie werden sich bald an einem dicken roten Zeh (Gicht) erfreuen. Dann wird Ihnen der Arzt raten, eben auf Fleisch zu verzichten. Auch für Herz und Kreislauf ist Fleisch nicht gerade vorteilhaft, für den Darm schon gar nicht. Auch das Grillen hat seine Schattenseiten.
Ihre ganze Ausfälligkeit zeigt aber, dass Sie sich nicht ändern können, nicht wollen. Und wer das nicht möchte, wird eines Tages für seine Uneinsichtigkeit einen hohen Preis zahlen. Ich kenne viele, die dann ganz klein geworden sind!
j-ap schrieb am 09.02.2011 um 15:03
»(...) wenn ich von Ihnen höre, dass Sie aus medizinischen Gründen Fleisch zu sich nehmen müssen, dann kann ich mich nur wundern, wer Ihnen das gesagt hat.«

Vielleicht sollten Sie weniger Aufwand beim Wundern betreiben und dafür etwas genauer lesen, ich habe nämlich oben geschrieben: »Ich selbst verzehre mäßig viel Fleisch (...). Bei mir hat das allerdings vorwiegend medizinische Gründe«, was auf gut Deutsch bedeutet, daß ich aus medizinischen Gründen relativ wenig Fleisch zu mir nehme, das, was ich an Fleisch essen, allerdings jederzeit und ungeniert genieße.
Emma in Uniform schrieb am 09.02.2011 um 15:06
@matto

ähem..Sie waren Medeziner? Und was ist mit der Verhältnismäßigkeit?

Was Sie wiederrum von sich geben, ist reiner Dogmatismus..
Selbstverständlich ist Fleisch für viele Menschen (nicht für alle, meinetwegen) in Maßen gesund.

Und es gibt Menschen, die sogar beim Verzehr großer Mengen an Fleisch gesund sind und ein hohes Alter erreichen, das Gegenteil zu behaupten, wäre auch nur wieder Dogmatismus..
Sicher könnte man einwenden..es bedarf der Trennkost im Zusammenhang mit hohem Fleischverzehr, oder je nach Theorie und Schule der regen Betätigung, viel Obst - Ketterauchen und viel Alkohol nebenbei schaden auch den Vegetarier-Gefäßen...

Dieser Glaubenskrieg, den Sie und Ihresgleichen hier unbedingt führen wollen, ist Zeit- und Nervenverschwendung..

Nochmal:Der Autorin geht es in diesem Beitrag um die negativen gesundheitlichen Folgen industriell hergestellter artifiziell aufgemotzter Fertignahrung.

Dann dagegen zu lamentieren, Sie würde dadurch das Fleischessen, Fleischproduktion und Massentierhaltung "verharmlosen" und Vegetarismus verhöhnen ist schlich, ja,

panne.
weinsztein schrieb am 09.02.2011 um 15:38
"Die Mongolische Küche ist im Wesentlichen durch Fleisch und Milchprodukte geprägt. Die Nomaden in der Mongolei leben ganz direkt von den Erzeugnissen ihrer Tiere (Pferde, Kühe, Yaks, Kamele, Schafe, Ziegen). Fleisch wird entweder gekocht, als Zutat für Suppen oder Teigtaschen verwendet, oder für den Winter getrocknet (Borts). Aus Milch und Sahne werden diverse Getränke sowie Käse und käseähnliche Produkte hergestellt.
Der Speiseplan der Mongolen enthält einen sehr großen Anteil von tierischem Fett. Was in einer industrialisierten Gesellschaft zu gesundheitlichen Problemen führen würde, ist hier aber notwendig, um die harten Winter und die schwere Arbeit zu überstehen. Winterliche Temperaturen von bis zu -40 °C und die Arbeit im Freien macht entsprechende Energiereserven notwendig. Die im Westen bekannten Zivilisationskrankheiten treten deshalb praktisch nur bei Mongolen auf, die in der Stadt leben, und auch industriell hergestellte Lebensmittel zu sich nehmen."

weiter:

de.wikipedia.org/wiki/Mongolische_K%C3%BCche
luggi schrieb am 09.02.2011 um 16:36
@ weinsztein
Was soll denn jetzt der deplatzierte Kommentar? Was hat denn der Kommentar mit dem Thema zu tun?

Die Mongolen ernähren sich nicht wesentlich anders als die "zivilisierte Welt" mit ihrer "gutbürgerlichen Küche", nämlich mit thermisch verarbeitetem Fleisch, Getreide und Gemüse. Also, was war denn der Beweggrund für diesen Schmarren?
(bevor du aufschreist, schau dir die Gerichtsbilder an!)
Jan Fremder schrieb am 09.02.2011 um 20:32
Hallo,

die durchschnittliche Lebenserwartung der Mongolen liegt bei 66 Jahren also just in dem Bereich, wo man hierzulande die Leute in den Ruhestand schickt:

www.google.com/publicdata?ds=wb-wdi&ctype=l&strail=false&nselm=h&met_y=sp_dyn_le00_in&scale_y=lin&ind_y=false&rdim=country&idim=country:MNG&tstart=-315619200000&tunit=Y&tlen=48&hl=de&dl=de

Vielleicht treten die Zivilisationskrankheiten deswegen bei den Mongolen in der Stadt auf, weil sie nur dort erfasst werden ...
Matto schrieb am 09.02.2011 um 15:59
@j-ap

Sie sind ein Witzbold oder?
Essen Sie nun viel?
Essen Sie nun mäßig?
Nein, der Herr ißt mäßig viel!
Sie sollten zum Kabarett gehen.
Aber trotzdem nett, Sie kennen gelernt zu haben.
weinsztein schrieb am 09.02.2011 um 16:12
@Frau oder Herr Matto,

was soll uns Ihre Reaktion sagen? j-ap hat Ihnen geduldig erläutert, was Sie in einem seiner vorigen Beiträge falsch verstanden haben.
correctmanonearth schrieb am 09.02.2011 um 17:21
also ich höre manchmal Musik über unabhängige netlabels wie … stubrec.tumblr.com/
… oder … aquietbump.com/.
muss ich jetzt fleischlos leben ?
Paul Knittel schrieb am 10.02.2011 um 10:30
Die Kritik daran, dass die Aufklärung von Tierschützern nicht früher gefruchtet hat finde nachvollziehbar, aber sagt doch nichts über die Sache an sich aus. Wer sich für die Rechte von Tieren einsetzt muss doch froh sein, dass das Thema eine breitere Öffentlichkeit gefunden hat.

Es ist richtig, dass vegetarische Ernährung nicht zwangsläufig gesünder ist. Die Aussage, dass Nahrungsmittel keinen Einfluss auf die Gesundheit haben, finde ich aber etwas zu gewagt, um sie einfach so in den Raum zu stellen. Cholesterin und gesättigte Fette sind ein Gesundheitsrisiko, und mit beiden sind ein paar der beliebtesten Fleischgerichte gut bestückt. Darüber hinaus braucht der Körper viele Stoffe, die er nicht selbst "herstellen" kann, und der Mangel an solchen wirkt sich auch auf unser Wohlbefinden aus. Man kann sich aber mit und ohne Fleisch gesund ernähren, ein wirkliches Argument ist die Gesundheit also wohl nicht. Die Zusätze in der Nahrung sind ein Problem, das Fleisch-Esser und Vegetarier teilen, sie sprechen also für keine der Seiten...

Meiner Meinung nach bleibt es eine moralische Frage, die jeder für sich entscheiden muss - Hauptsache, die Leute stellen sich die Frage. Ob es dann Tierschützer sind, oder Bücher (und Artikel), sollte eigentlich egal sein...
Pandora schrieb am 09.03.2011 um 15:47
@ SexPower Entschuldige, dass ich Dich (ich nehme mir jetzt einfach mal die Freiheit raus, Dich zu duzen), fälschlicherweise dem weiblichen Geschlecht zugeordnet habe.
Nicht, dass Du denkst, ich hätte es aus homophoben Gründen getan.
Kathrin Zinkant
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