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Jürgen Klute

01.07.2011 | 00:40

Uribe und die GTZ

Die Debatte um die gescheiterte Professur von Alvaro Uribe an der Universität ENIM in Metz / F hat jetzt eine neue Facette erhalten. La Semaine, das zeitgeistige Wochenblatt in Metz, hat dem Thema in der Ausgabe Nr. 326 (23. bis 29. Juni 2011) die Titelgeschichte gewidmet. 

Nicht nur die Leitung der ENIM ignoriert nach wie vor, dass Uribe während seiner Amtszeit als Präsident Kolumbiens für massive Menschenrechtsverletzungen verantwortlich ist, sondern auch der Chef von la Semaine. Letzterer behauptet in dem besagten Artikel in la Semaine, die ENIM sei das Opfer einer Intrige der GTZ geworden. Mir als Initiator des Protestbriefes gegen die Professur von Uribe unterstellt der Artikel, ich hätte letztlich nur der deutschen GTZ zugearbeitet, die kürzlich den Vertrag mit der kolumbianischen SENA abgeschlossen hat, um den sich auch die ENIM bemüht hatte.

Außerdem behauptet der Artikel, Uribe habe nicht von sich aus auf seine Professur verzichtet, wie kürzlich von etlichen Medien berichtet wurde, sondern die ENIM habe den Vertrag aufgekündigt, um Schaden von der ENIM abzuwenden.

Ein interessanter Versuch einer Mythenbildung. Allerdings macht der Artikel in la Semaine auch deutlich, in welch großem Umfang universitäre Bildung mittlerweile zur Handelsware geworden ist und mehr und mehr einer ökonomischen Logik folgt, die mit Menschenrechten nicht kompatibel ist.

Nachzulesen (allerdings nur in Französisch) ist das hier:

www.lasemaine.fr/2011/06/23/la-polemique-autour-d-uribe-cachait-elle-une-intelligence-economique-au-profit-de-l-allemagne-

 

 
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