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"Ja, immer diese Reduziererei! Man kann die DDR so lange einkochen lassen bis Stasi und Doping übrigbleiben. Die passenden Brühwürfel gibt es dann gratis beim nächsten Journalistenfrühstück".
Dieses schöne Zitat habe ich bei der Suche nach dem Begriff „Doping“ bei Freitags-Blogger Gustlik gefunden, der sich über eine Fernsehserie mokierte.
Eine Forschungsgruppe der Humboldt-Universität hat sich an die „Brühwürfel“ gemacht und herausgekommen ist etwas, was ohnehin ziemlich nahe lag: Flächendeckendes Doping – staatlich gewusst und gedeckt - hat es auch in der Bundesrepublik gegeben. Wer hätte das gedacht. Und die Intention dafür wird auch gleich nachgereicht. Die DDR mit ihren sportlichen Erfolgen ist Schuld. Alle gedopt, diese Sportler. Dagegen musste man was finden.
Verständlich ist das schon, denn die tiefen Stimmen der DDR-Schwimmerinnen waren eine Provokation. Beantwortet wurde sie mit Luft in den Därmen der westdeutschen Schwimmer. Reichlich Hypokrisie geht mal wieder mit der neuen Enthüllung einher. Gabs nur im Ostblock Doping? Nur dort? Wie auch immer: Das Medienecho zum Thema ist ziemlich verhalten. Hier die FAZ mit ihrem Bericht. „Der Staat als Finanzier“ überschreibt die NZZ den Beitrag dazu.
Empörte Aufschreie wird’s wohl nur noch bedingt geben. Das Thema Doping ist mit der DDR zusammen irgendwie mit aufgearbeitet, „entsorgt“, wie es scheint.
Enthüllungsarbeit haben DDR-Sportler – z. B. Ines Geipel – mit wuchtiger medialer Begleitung geleistet. Jetzt wird mans kleiner reden und vielleicht auf den hinteren Seiten diskutieren, ob man nicht doch Willi Daume, den damaligen NOK-Präsidenten noch mal ernsthaft befragt. Es wird nichts draus werden, wage ich zu prophezeien. Die Luft ist raus in jeder Beziehung. Heute gibt’s schon wieder ganz andere Doping-Fälle und – probleme und der Verweis auf die skrupellose DDR-Praxis lenkt davon kaum noch ab und ist – wie diese Studie zeigt – auch nicht mehr so probat.
Übrigens Ines Geipel hat ihren Namen aus der Rekordliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes streichen lassen – es ging um den noch immer bestehenden Vereinsweltrekord von 42,20 Sekunden der Staffel des SC Motor Jena. Sie habe ihn schließlich nur durch ihre unfreiwillige Einbindung in das ostdeutsche Zwangsdopingsystem erreicht, meinte sie.
Daraus wurde eine Teillösung. Ihr Name wurde durch Sterne ersetzt. Die anderen Staffelläuferinnen stehen noch da.
Symbolhandlungen sind immer gut, vor allem, wenn sie auf die Nichtswürdigkeit eines untergegangenen Systems weisen. Heute brauchts neue Symbole. Solche, die deutlich machen, dass das Doping nix ist, womit man heute symbolisch fertig wird. Denn es ist keineswegs mit der DDR verschwunden – das Doping.
Und für Gustlik hier ein Link als Dank.
Vier Panzersoldaten und ein Hund im Berliner Kino Babylon
Auch hier zu lesen: Magdas Kram
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@Magda
Inzwischen ist Doping über den pharmazeutisch- medizinisch- genetischen Komplex bis hin zur Nahrungsergänzungsindustrie nicht nur ein gesundheitspolitisches Problem- Konfliktgegemenge des Spitzen- sondern ebenso des Breitensports, samt den prekären Ernährungsgewohnheiten vieler Normalbürger/innen.. siehe: www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1517606/ 31.07.2011 Andrea Gotzmann, die neue Vorstandsvorsitzende der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) (Bild: picture alliance / dpa / Ralf Jarkowski) Andrea Gotzmann, die neue Vorstandsvorsitzende der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) (Bild: picture alliance / dpa / Ralf Jarkowski) Datenschützer fordern Anti-Doping-Gesetz Das internationale Doping-Kontroll-System steht auf dem Prüfstand Von Heinz Peter Kreuzer |
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@Magda
Doping ist so alt wie der Sport selbst, es ist keine Besonderheit der DDR oder des gesamten damals so genannten Ostblocks gewesen. Der Hochleistungssport wird seit einem halben Jahrhundert von Hochleistungsmedizinern begleitet, die allen Dopingagenturen immer ein paar Medikamente voraus waren. Zur Zeit des Kalten Kriegs erlangte Doping eine enorme Bedeutung, als nach Ost- und Westmedaillen gezählt wurde. Als in den 70-er Jahren hochqualifizierte Sportmediziner aus der DDR in die BRD rübermachten, war dort die Freude groß. Vor allem wegen der besseren Trainingsmethoden im DDR-Hochleistungssport, in diesem Zusammenhang auch die damit verbundenen spezifischen Formen des Dopings. Es waren Fachkräfte wie - Dr. Alois Mader - Dr. Hartmut Riedel - Dr. Dietrich Behrendt Zwischen 1977 und 1984 kamen die DDR-Verbandsärzte für Rudern, Ringen und Skisportarten. (Quelle: www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1254521/ ) Überführt werden Sportler meist dann, wenn sie mit einem Mittel der älteren Generation versorgt wurden, das die Kontrolleure schon kennen. Das wird sich ändern, denn anabole Steroide, Epo und all die anderen Mittel werden überflüssig. Die sind dann nur noch für User von Muckibuden interessant. Wir sind beim Gen-Doping (im engeren Sinne) angelangt. Ein neues Kapitel. Mehr dazu hier: de.wikipedia.org/wiki/Gendoping |
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Leider bin ich kein Berliner, wäre sonst sicher dort im Kino. Im konsum.buschfunk.com gibt es demnächst die komplette DVD-Box der Serie mit Janek und Gustlik.
Mein Sohn Janek hat heute Geburtstag. Der Janek aus der Serie ist schon etwas älter (de.wikipedia.org/wiki/Janusz_Gajos) . Die Serie war damals Filmdoping für uns. |
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@ Gustlik - Ich habe die Serie zu DDR-Zeiten nie gesehen. Jetzt hast Du mich neugierig gemacht, warum die so erfolgreich waren.
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@Gustlik um 07.30
Sorry, ich fand diese Serie absolut lächerlich. Beispiel: Ein sinnlos herumstehender Panzer gibt einen ebenso sinnlosen Schuss ab - und schon fliegt ein Depot der Deutschen in die Luft. Na gut, wem so etwas gefällt. Dafür habe ich mit Vergnügen "Hauptmann Kloss" (ebenfalls Polen) geschaut. |
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Das (DDR-)deutsche Publikum teilte sich schon damals in die, die Spaß dran hatten, und die, denen die Darstellung der Wehrmachts-Landser gegen das nationale Ehrgefühl ging.
Lustig ist, dass man fast die gleichen Zankereien anlässlich von Tarantinos "Inglourious Basterds" wieder verfolgen konnte. |
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In den 30er Jahren begann eine deutsche Firma mit der Synthese von Steroidhomonen, u. A. auch Testosteron. 1937 kam das Testosteronpräparat "Testoviron" auf den Markt. Auch damals wurden im Vorfeld der Markteinführung von neuen Wirkstoffen Wirksamkeitstests durchgeführt.
Das Gerücht, Testoviron sie auch im Sporttrainung ausprobiert worden und der heimliche Sieger der Olympiade von 1936 gewesen, konnte zwar nicht bewiesen, aber auch niemals wirklich widerlegt werden. (Der Verdacht, dass fiese Sportfunktionäre Männer in die Frauenriegen mogeln würden, ist durch die sichtbaren Wirkungen von Testosteron entstanden.) Im Prinzipe kann aber als sicher gelten, dass Testosteronprärate von Beginn an nicht ausschliesslich für medizinische Zwecke benutzt wurden. Schon weil einige Nazenbonzen das Zeug in grösseren Mengen bezogen. U. A. Martin Brustmann, Gauführer des Bezirkes Berlin des Deutschen Verbandes der Sportärzte. Brustmann wurde übrigens 1952 von der ärztlichen Betreuung des (west-)Deutschen Ruderverbandes ausgeschlossen: Wegen des von ihm eingesetzten Testoviron. Das war zweifellos ein Verlust, denn er war damals einer der Erfahrensten in diesem Fachgebiet. Aber Andere machten weiter. --- Es war wahrscheinlich einer der grossen Fehler der sozialistischen Staaten, dass sie in einen direkten "Leistungswettbewerb" mit den kaputalistischen Staaten treten wollten. Eigentlich müsste doch jedem Kommunisten klar sein, dass "Sport" im Kapitalismus nichts mit Freude an Bewegung und Spiel zu tun hat, sondern ein knallhartes Geschäft ist. --- Noch ein kleines eigenes Erlebnis: 2007/08 arbeitete ich leiharbeitsweise im Labor eines Pharmaauftragsfertigers. Auf der Suche nach einem bestimmten Reagenz entdeckte ich im Chemikalienschrank eine Flasche mit ca. 500 g Testovironpropionat. Das wäre für einen Referenzwirkstoff eine ungewöhnlich grosse Menge gewesen. Ausserdem ist das Propionat, soweit ich weiss, nicht als Medikament im Handel. (Die Präparate Testoviron und Nebido sind längerkettige Ester.) Testosteronpropionat ist aber bei Sportlern beliebt, weil es schneller abgebaut wird als die handelsüblichen Testospritzen und schon bald nach der Beendigung eines steroidgestützten Trainings nicht mehr nachweisbar ist. Die Firma hatte eigentlich überhaupt keine Steriodhormone im Produktionsprogramm. Die Idee, dass ich mich hätte eventuell finanziell gesundstossen können, wenn ich die Flasche geklaut hätte, ist mir leider zu spät gekommen. Das Zeug ist pharmazeutisch bedeutungslos, aber Gold wert: Medaillengold. Es wäre wohl relativ risikofrei gewesen, denn es hätte ja niemand sagen können, dass etwas fehlt, was man gar nicht hat. :-) |
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@Claudia
Kokettierst Du mit Deiner kaptalistischen Verführbarkeit?, oder meinst Du das in Klartext? |
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Hallo,
das sind ja noch viele interessante Details und Hintergründe in den Kommentaren. Mein Thema hier war - in aller Kürze - der so unterschiedliche Umgang mit dem Thema Ost und West. Es gab - genau - in den siebziger Jahren mal diese und jene kritische Sendung in der ARD dazu und ein Fernsehspiel, das sich mit Doping befasste. Aber, nach 1989 musste offiziell der Eindruck entstehen, Doping habe nur in der DDR stattgefunden. Die Sendungen dazu mit entsprechenden Doping-Opfern Ost waren Legion. Deshalb finde ich diese neue Studie so wichtig. Sie durchkreuzt diese beständige Strategie, alles in Richtung Ost abzuschieben. Man kann auf bestimmte Klischees einfach warten. Sportler-Ost ist "Doping"- Ende, aus. @ JP- Klar ist das inzwischen bis ins Alltagsleben vorgedrungen. @ weinstzein - Sicher ist Doping so alt wie der Sport selbst. Und welche Rolle der Sport in der "Systemauseinandersetzung" gespielt hat - wem sagst Du das. Ich konnte es streckenweise nicht mehr hören und fand den Zynismus der DDR-Funktionäre absolut ekelhaft. Antwort eines DDR-Offiziellen auf die Frage nach den "tiefen Stimmen" der DDR-Schwimmerinnen: "Sie sollen hier schwimmen, nicht singen". Ich glaube, dass DDR-Sportmediziner hochwillkommen waren. Aber, haben die sich in der Forschung nicht auch weltweit "umgetan"? Davon lebte diese Forschung ja, dass sie sich überall bedienen durften. Zum Beispiel in den USA und anderen Ländern. Doping und Dopingstoffe sind doch nicht in der DDR allein entwickelt worden. Die haben - denke ich - die Methoden besser erforscht und auch ergründet, wie man die Mittel so einnimmt, dass man nicht erwischt wird und ähnliche Dinge. Und - wenn man gutwillig ist - vielleicht auch die Nebenwirkungen und eventuellen Schäden zumindest mit beforscht. @ claudia - Es war wahrscheinlich einer der grossen Fehler der sozialistischen Staaten, dass sie in einen direkten "Leistungswettbewerb" mit den kapitalistischen Staaten treten wollten. Eigentlich müsste doch jedem Kommunisten klar sein, dass "Sport" im Kapitalismus nichts mit Freude an Bewegung und Spiel zu tun hat, sondern ein knallhartes Geschäft ist. Denen war das sicher klar, aber es war der DDR-Führung völlig wurscht. Diese Wettbewerbsidee hatte eine Eigendimension, die mit "Grundsätzen" überhaupt nichts mehr zu tun hatte. Das war ja eine der Macken, dass wir uns - speziell in der DDR- in allem am "Westen" ausgerichtet haben. Und, wenn sich dann so eine Möglichkeit ergibt, einmal überlegen zu erscheinen, dann aber nichts wie ran. Außerdem: Es gab schon eine sehr gute Sportwissenschaft in der DDR. Die DHfK (Deutsche Hochschule für Körperkultur) in Leipzig hatte internationales Renomee in Forschung und Lehre, das will ich dabei nicht ganz außer Acht lassen. Aber Doping war eben davon auch ein Bestandteil. Die Geschichte mit dem Testosteronpropionat ist auch interessant. Die Idee, dass ich mich hätte eventuell finanziell gesundstossen können, wenn ich die Flasche geklaut hätte, ist mir leider zu spät gekommen. Nein, nein - Du wolltest sauber bleiben, so war das. :-)) Ich bin jetzt sehr gespannt, wie sie mit der Studie weiter umgehen. |
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@Magda 09.28
Volle Zustimmung zum Artikel. Nur - was wird wohl Kommunistenjäger Knabe dazu sagen? Wo doch alles Unrecht nur in einem Staat fixiert war. |
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@Magda 09.28
Volle Zustimmung zum Artikel. Nur - was wird wohl Kommunistenjäger Knabe dazu sagen? Wo doch alles Unrecht nur in einem Staat fixiert war. |
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"Nur - was wird wohl Kommunistenjäger Knabe dazu sagen? Wo doch alles Unrecht nur in einem Staat fixiert war."
Der findet da einen Dreh. Der Tenor ist doch schon da: Die DDR war Schuld, schließlich mussten man mit der ja mithalten. :-)) |
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@Magda
Praktizierst Du hier einmal mehr, wie einst Jesus, als Jesualine die "Speisung der Vielen"? |
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@Magda
"Der findet da einen Dreh. Der Tenor ist doch schon da: Die DDR war Schuld, schließlich mussten man mit der ja mithalten. :-))" Für den Dreh braucht es nicht den Knabe, das ist Orginalton aus einem diesbezügliche Spiegel Artikel zum aktuellen Thema "Doping" |
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schrieb am
29.09.2011 um 08:14
>>Der findet da einen Dreh. Der Tenor ist doch schon da: Die DDR war Schuld, schließlich mussten man mit der ja mithalten.<<
Und wenn die Tour de France mit der Zeit zu Pharma-Festspielen mutierte, dann ist das ja eh gaaanz was Anderes. Eben wegen des "Argumentes" "die haben angefangen wir mussten mithalten" weise ich darauf hin, dass die Ursprünge älter sind als die DDR. Der Sportarzt Brustmann war nicht der einzige Testofan. --- Übrigens war der Endokrinologe Walter Hohlweg, ab 1952 Professor an der Humboldt-Universität, in den 30er Jahren Leiter der Abteilung Hormonforschung bei der Schering AG. Und dort massgeblich an der Entwicklung der Steroidhormonpräparate beteiligt. Für rein medizinische Zwecke, versteht sich. Aber einem Hormonforscher vom Format eines Hohlweg war natürlich das "sportliche Potential" von Testosteron und anabolen Testoderivaten bewusst. Und für die Züchtung des arischen Übermenschen: Kleiner Kopf, grosse Muckis. Von daher kann erklärt werden, warum die DDR in steriodhormonellen Fragen "Weltniveau" hatte. Natürlich nicht nur beim Doping. |
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übrigens, die ard kocht auch anderweitig kräftig mit an diesem sirup - jetzt wird im auftrage der anstalt gerade tellkamps turm verfilmt ...
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Das habe ich auch mit grimmigem Interesse gelesen. Es ist alles so "gesteuert".
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liebe magda, du weißt doch, dass die toten systeme die beliebtesten gegner der untoten systeme sind. doping ist davon nur ein detail.
das problem hat einen früheren anfang, wo die sitzende lebensweise in schule und beruf so selbstverständlich eingeübt wird, dass sport dann die erlösung aus der fesselung des bewegungsdrangs ist. und wenn schon mal sport getrieben wird, muss das für verschiedene zwecke genutzt werden, politische und kommerzielle vor allem. |
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schrieb am
29.09.2011 um 08:26
>>...wo die sitzende lebensweise in schule und beruf so selbstverständlich eingeübt wird,...<<
Und mit dem Automobil hin und wieder zurück. Das macht die Muckibude alternativlos. |
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Magda schrieb am 28.09.2011 um 09:28
Hallo, das sind ja noch viele interessante Details und Hintergründe in den Kommentaren. Mein Thema hier war - in aller Kürze - der so unterschiedliche Umgang mit dem Thema Ost und West." Ich mutmaße, der ganze Kalte Krieg mit seinen Ost- West Blocksystemen wurde allein zu dem Behub aus der unheilvollen Taufe gehoben, mit jeweiligem Verweis auf die Anderen, vorzugsweise den Osten, sich entschädigungslos von den eigenen Schweinereien, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit seit 1914 und davor, als scheinbare Unschuld vom hochentwickelt forschenden Industrielande, frei von Schuld und Verantwortung zu stellen? Dieses Kommunikationsmuster wirkt fort, wenn auch zunehmend mit anderen Instanzen Besetzungen der Objekte der obskuren Begierde, sich über diese, scheinbar schadlos haltend, unschuldig verantwortungslos zu stellen. |
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Ih ihrer Disziplin, dem Relativieren, ist die Blog-Authorin einfach unschlagbar. Welche Verachtung hinter dem grundsätzlichen Verhalten der DDR-Verantwortlichen gegenüber ihrer Bevölkerung tatsächlich steckte, konnte man erst gestern Abend wieder "beobachten". Wer den Fernsehfilm "Jenseits der Mauer" nicht gesehen hat, sollte dies nachholen:
"Jenseits der Mauer" verbindet einzelne Familienschicksale zu einem eindringlichen Dokument deutsch-deutscher Zeitgeschichte, dessen Figurenpanorama repräsentativ für das Schicksal Vieler zur Zeit des Eisernen Vorhangs ist. j.mp/oWphSF Auf die Relativierungsversuche Magdas darf man schon gespannt sein, denn beim Thema Mauer kennt sie sich noch besser aus als zum Thema Doping! Wer die Arbeit von Hubertus Knabe „Erst wenn die kommunistische Diktatur den Deutschen ähnlich präsent ist wie das verbrecherische Regime der Nationalsozialisten, ist die Aufarbeitung der Hinterlassenschaften von Stasi-Minister Erich Mielke wirklich gelungen.“ auf diese Weise zu diskreditieren versucht, diskreditiert sich selbst. Wenn die von Knabe geforderte Präsenz erst einmal erreicht ist, da gibt es dann noch viel mehr zu relativieren, man darf gespannt sein. |
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schrieb am
29.09.2011 um 11:22
>>...übrigens, die ard kocht auch anderweitig kräftig mit an diesem sirup -<<
Tjaja, und schon meldet sich ein Anbeter der Gottheiten ARD und Knabe... |
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Aha, also wieder hier. Und was sagen Sie nun zum Staatsdoping-West?
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Dopingstoffe und Dopingmittel sind doch nicht in der DDR allein entwickelt worden. Außerdem suchen viele nach Alternativen:
www.sportlerfrage.net/frage/was-ist-das-beste-legale-dopingmittel-um-beim-fussball-topleistung-zu-erbringen |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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