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Als die Community-Redaktion Das katholische Abenteuer zum nächsten Buch erklärte, das gemeinsam gelesen werden soll, stieß sie zum Teil auf heftige Ablehnung. Das überrascht nicht. Allein an der Zahl seiner Feinde gemessen kann sein Autor als Großer bezeichnet werden. Kurz bevor das Buch erschien, Anfang des Jahres, hatte Matthias Matussek sich in der Islam-Debatte zu Wort gemeldet, und einen Angriff gegen Patrik Bahners und dessen Buch Die Panikmacher gefahren, der seine Gegner abermals zur Weissglut trieb. Der SpiegelOnline-Beitrag findet sich im Buch wieder, denn so schnell werden Sachbücher heute gemacht, und lässt sich auf die Formel bringen: Bahners und Co. zeichnen den Islam weich.
Einig weiß sich Matussek mit Benedikt XVI, der zu Beginn seines Amts Manuel II Palaiologos zitiert hatte. Es sei fraglich, so der byzantinische Kaiser, ob Mohammed viel Neues gebracht habe, es sei denn, dass er "vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten." Man rätselte, was den Papst da geritten hatte. Matussek sieht die Motivlage so: „Er war um Randschärfe bemüht“.
Unzeitgemäße Betrachtungen
Dieses Bemühen gilt auch für das eigene Werk. So harsch dabei die Kritik am Islam ausfällt, so herzlich werden die Päpste gezeichnet (schwärmend ein Porträt von Johannes Paul II). Es ist ein rigoroses Freund-Feind-Denken, das Matussek auszeichnet; dabei gilt, nach einem berühmten Wort von Carl Schmitt, auch für den katholischen Publizisten und sein Verhältnis zum Islam: Der Feind ist die eigene Frage als Gestalt. Sprich, vieles ist sich da sehr ähnlich, der vitale Glaube zum Beispiel. Umso wichtiger die Trennschärfe. Dieses Freund-Feind-Denken wirkt für die einen abstoßend, für andere aber hoch attraktiv; es verspricht Klartext.
Vorbild ist in dieser Sache der Bischof von Fulda, Johannes Dyba, genannt die „Axt Gottes“, der die tiefe Krise des Katholizismus lapidar mit einem "dann trennt sich die Streu vom Weizen" kommentiert hatte. Kaum verwunderlich, dass der 2000 gestorbene Dyba in Matussek einen leidenschaftlichen Verehrer findet. Er bewundert an Dyba das Kantige und Kompromisslose, das radikal Unzeitgemäße, den Heroismus dessen, der die Stellung hält, noch wenn der Posten verloren scheint: „'Die Menschen dort abzuholen', wo sie sind, wäre ihm nicht im Traum eingefallen. Die Menschen sollten von alleine kommen, denn die frohe Botschaft und die Liturgie und das, wofür die katholische Kirche steht, sollten attraktiv genug sein.“
Sodann findet sich ein Gespräch rekapituliert, das Matussek mit Dyba zwei Jahre vor dessen Tod geführt hat. Unter anderem ging es um die von Dyba fanatisch bekämpfte Homosexuellenehe. "Aber natürlich ist Dyba gegen die Schwulenheirat, ganz einfach, weil das Sakrament der Ehe nun mal zwischen Mann und Frau gespendet wird. Das ist, sozusagen, katholische Hausordnung. Die wird im Übrigen nicht nur durch die Bibel, sondern auch durch das Grundgesetz favorisiert."
Sympathy for the Devil
Man spürt ein Unbehagen in diesen Zeilen. Gewiss, Matussek teilt die erzkonservativen Ansichten Dybas 'irgendwie', ist aber doch ganz froh, dass ihm das weltliche Grundgesetz zur Seite springt. Der Autor ist eben nicht nur Katholik und wurde anders als Dyba durch die Pop- und Protestkultur der 60er und 70er Jahre sozialisiert (ein paar Seiten handeln im aktuellen Buch davon, mehr in seinem vorletzten Als wir jung und schön waren). Die Folge: die reaktionäre Weltsicht des 'wahren' Katholizismus wird in einer Faszinationsfigur gespiegelt und gebrochen. Übrig bleibt die Bewunderung für eine „Haltung“, bleibt der radikale Gestus, nicht die Radikalität selbst – Das katholische Abenteuer. Eine Provokation.
In der Tat. Aber man täte Matussek unrecht, würde man das provokative Moment nur im publizistischen Kampf für eine Weltanschauung sehen. Denn der Katholizismus ist auf der einen Seite ein komplexes ideologisch-machtpolitisches Geflecht, auf der anderen Seite aber ein Ritus. Das „katholische Abenteuer“, das er uns vor Augen führen will, ist in erster Linie die religiösen Erfahrung, die der katholische Gottesdienst ermöglicht. In der Liturgie scheint das Heilige erfahrbar, wie der Religionswissenschaftler Rudolf Otto es verstand: als mysterium tremendum wie als mysterium fascinans. Diesem „Geheimnis der Form" (Matussek) aber sind alle weltlichen Inhalte äußerlich. Sie werden, so gesehen, nur insofern adressiert, als sie dieses „Geheimnis“ bedrohen.
Allerdings, und darin liegt die Krux, fühlt sich der Katholizismus (zu Recht) von der Moderne schlechthin bedroht. Der moderne Mensch kniet nun einmal nicht gerne, aber eine Liturgie ohne hinzuknien und allgemeiner ein Glaube ohne Demut sind für den strengen Katholiken weder denk- noch wünschbar. Wie soll man das als ein Mensch, der wie Matussek an der „archaischen Sprache des Opfers“ festhält, zugleich aber an den Segnungen der Moderne partizipieren will, bloß aushalten? Die Antwort: In dem man sich im Widerspruch einrichtet.
Dann doch sehr zeitgemäß
Das fällt umso leichter, als der "Relativismus der Moderne" (Benedikt XVI) schon viel tiefer ins katholische Herz eingedrungen ist, als man meinen könnte. Es wundert nicht, dass Dyba von Mattusek als Medienfigur akzentuiert wird. „Es gab kaum eine Talkshow, die ihn nicht einlud, denn er blieb sich treu“. Aber was heißt hier treu? Der Reaktionär als Talkshowgast ist natürlich gar keiner mehr, sondern eine Plansollstelle in den Gesprächsrunden der Fernsehrepublik. Gerne hätte man als Bürger dieser Republik Dyba in einer Runde mit Margot Käßmann gesehen, die, so darf man vermuten, alles verkörpert, was Dyba (und Matussek) hassen.
Aber nicht nur die beiden. Die Kritik an einer weichgespülten Kirche, die anstelle des Evangeliums „Besinnlichkeiten“ zum Krieg in Afghanistan oder zu Hartz IV zu bieten hat, kann sich zunehmend breiter Sympathie sicher sein (wer den letzten Auftritt von Käßmann bei Anne Will gesehen hat, wird verstehen, was ich meine). Auch wenn Matussek das freiwillige Zölibat leidenschaftlich verteidigt, wirkt das in einer hypersexualisierten, aber dadurch nicht eben glücklich gewordenen Gesellschaft, nicht einfach nur starrsinnig. Mit anderen Worten: Nicht nur der Relativismus der Moderne ist weit fortgeschritten, auch das Unbehagen an ihr ist es. Die Frage ist nur, welche Konsequenzen das Publikum zieht. Mehrheitlich vermutlich gar keine. In der „transzendentalen Obdachlosigkeit“ (Georg Lukács) kann man es sich in unseren Breitengraden dann doch ganz behaglich einrichten, anders etwa in Südamerika, von der ein paar interessante Reportagen im zweiten Teil des Katholischen Abenteuers handeln.
Jenseits des Zirkuses
Daneben handelt das Buch unter anderem auch von Engeln und Idolen, und spricht mit geistreichen Menschen über den Katholizismus, die sich, natürlich!, allesamt als Agnostiker entpuppen. Der Relativismus ist auch in die Form dieses Buches tief eingewandert, das ein "erzählendes Sachbuch" für die zerstreute Lektüre und keine Schrift für ein strenges Exerzitium ist. Und warum auch nicht? Neben einem gewinnenden Porträt des Vaters, kann einem schon anrühren, wenn Matussek von seinen Kirchgängen erzählt. Nicht nur, dass es ein versprengtes Häuflein ist, das sich da in einer schmucklosen Kirche in Hamburg trifft, ihm scheint sich ja auch wahrhaftig das Tor zu einer "Gegenwelt" zu öffnen. Da ist Gottes Wort in seiner „nicht abgenutzten Fremdheit“, schönes Wort, und da ist Stille. Aber braucht es für solche Abenteuer wirklich einen erzkonservativen Katholizismus?
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Die Feinde, wie Sie sie nennen, die würde ich mehr strukturieren wollen, da finden ich nämlich auch einfach Leute, die Matusseks Verhalten und "Persönlichkeit" (welch ein großes Wort) nicht mögen, unabhängig von den Inhalten, mit denen er hausieren geht.
Für mich stellt sich die Frage, ob es für die öffentliche Thematisierung von Engeln und Idolen (das Thema an sich ist durchaus interessant) so einen eitlen und heraus geputzten Überbringer braucht, oder ob das dem Thema nicht mehr schadet. Wie ich bei "Wir lesen Matussek" schon schrieb sind seine Botschaften gewollt provokant oder übertrieben (also erzkatholisch), weil der gute Mann sonst gar keine Aufmerksamkeit bekäme. Und darüber hinaus stelle ich mir die Frage nach den psychologischen Motiven eines Schreibers, wenn die mir so unsympathisch sind wie bei Matussek, dann werde ich "weiß Gott" nicht auch noch Geld dafür ausgeben, sondern gegebenenfalls auf einen Botschafter warten, der mir mehr behagt. |
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schrieb am
27.06.2011 um 13:03
Ach so, folgende Frage drängt sich doch auf, die wurde auch nicht im "Wir lesen Matussek" beantwortet: warum überhaupt Matussek, gibt es da nicht andere Bücher?
Nebenan im Banner auf der Seite stehen oft so schöne Buchvorschläge, und dann ausgerechnet Matussek, naja. |
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Lieber Michael,
Sie schreiben mäandern und mit einer fast trotzigen Erhabenheit, finde ich, und das ist durchaus als Kompliment gemeint. Deshalb überlege ich, ob ich nicht doch noch meine Nase in Matusseks Buch stecken soll - einzig um in der Sache mitreden zu können... mal sehen. Ihre Frage, ob es für nicht abgenutzte Fremdheit und Stille wirklich eines erzkonservativen Katholizismus' bedarf, wage ich aber schon vor der Lektüre mit einem entschiedenen Nein zu beantworten. Calvani |
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Die richtige Antwort!
Habe das Buch nur nach dem Motto zu Ende gelesen, versprochen ist versprochen. Es aufmerksam zu lesen war mir fast schon eine körperliche Pein. Verweise in aller Bescheidenheit auf meinen Beitrag: www.freitag.de/community/blogs/rick/mitleid-mit-moslem-matussek |
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ps
Aber die Diskussion ist trotzdem verdammt wichtig! Nicht immer zählt der Spaßfaktor |
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schrieb am
27.06.2011 um 16:09
Fffein, liebe Calvani! (Ich hoffe das war nicht schon zuviel des Guten. :-) )
Schlichtheit, die Ästheten mögen es Purismus nennen, Unverbrauchtheit, Natürlichkeit, dazu braucht es keine Institution oder Religion, das gab und gibt es auch ohne diese. Zumal man sich schon fragen muss, welche Vorstellung von Schlichtheit der erzkonservative Katholizismus predigt; ich denke eine andere als ich sie habe. |
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@ Lisa
Ehrlich gefagt, ef hat ein wenig gedauert bif ich'f kapiert hatte... dann war er wieder da, diefer Konverfationfbrüller und ich lache fon wieder und immer noch! Zur Sache: "nicht abgenutzte Fremdheit" - das ist schon ein interessanter Ausdruck. Was einem fremd ist, kann nicht abgenutzt sein, sonst wäre es ja nicht mehr fremd, oder? Aber der tautologischen Konnotation zum Trotz hat der Begriff was für sich, eine Art intellektuell-kreative Bezeichnung für Geheimnis, will ich meinen. Und ja, das brauchen viele Menschen. Ein Geheimnis. "Ein Geheimnis" ist übrigens ein schönes Buch von Philippe Grimbert. Kennst du's zufällig? |
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schrieb am
27.06.2011 um 18:36
Nein, kenne ich nicht; aber ich habs gefoofelt (halt an dich!).
Sonderbar und schön zugleich, solche Begriffe, und doch versteht man sie. Kennst du "Die Wonder Boys"? Da fährt eine Person (im Film von der wunderbaren Frances McDormand gespielt) total auf Wörter und Begrifflichkeiten, kann ich nachvollziehen. Ach Geheimnisse, die halbe Welt ist nackt auf Postern und alles Mögliche und Unmögliche wird breit getreten, da sind Geheimnisse wunderbar, muss ja nicht gleich in Autismus ausarten. |
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Dass Matussek in Frau Käßmann all das verkörpert sieht, was er an Christen, die auf der Höhe der Zeit sein wollen, ablehnt, spricht für sein Stilgefühl und macht ihn mir für einen Moment sympathisch. Dann besinne ich mich und denke:
Die Stille einer katholischen Kirche an einem Sonntag in der Diaspora genießen – kann ich nachvollziehen; Orientierung gewinnen und Kurs halten in der unübersichtlichen Gegenwart durch Identifikation mit dem Glauben und den Traditionen der katholischen Kirche – ist für mich ein absurder Gedanke, aber nun gut; seinem Arbeitgeber vorwerfen, ein Sprachrohr des Antichristen zu sein, und diesen Vorwurf am Tag danach zurücknehmen, keinen Medienauftritt verpassen ( während ich dies schreibe, ist M. zu Gast bei NDRkultur ) und seine Gedanken über Gott und die Welt offensiv vertreten – das spricht dann doch dafür, dass hier einer seine Plansollstelle als reaktionärer katholischer Provokateur im Rauschen der Medien gefunden hat und genießt. Und eigentlich so erfolgreich wie die Käßmann sein möchte. ( Hier ein Bericht über ihre Performance gestern in Ostwestfalen: www.haller-kreisblatt.de/hk-templates/nachrichtendetails/datum/2011/06/27/mit-dem-flugzeug-zurpredigt-nach-halle/ ) |
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Im Übrigen danke ich für den informativen und pointierten Artikel, weil der mich darin bestätigt hat, keine Lese-/Lebenszeit für Matussek aufwenden zu wollen.
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koslowski schrieb am 27.06.2011 um 15:15 Im Übrigen danke ich für den informativen und pointierten Artikel, weil der mich darin bestätigt hat, keine Lese-/Lebenszeit für Matussek aufwenden zu wollen. Schliesse mich an. |
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Polarisieren ist Teil des Geschäfts, wenn ein Ex-Maoist zum Erzkatholik wird, dann findet sich plötzlich alles wieder so recht. Ansonsten ist es das Spielen mit Extremismen, wo die Gesellschaft ja hach so langweilig geworden ist, die Lust am Unzeitgemäßen.
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schrieb am
27.06.2011 um 14:27
So geht es gar nicht um die Inhalte und Werte, in dieser wertelosen Gesellschaft... ? Sondern nur ums Palavern mit größtmöglichem Aufmerksamkeitszuspruch? Na, das ist doch zeitgemäß vom Feinsten.
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@ "Sondern nur ums Palavern mit größtmöglichem Aufmerksamkeitszuspruch?"
Zumindest bei Matussek - könnte man meinen ... |
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Eine Zeit lang inszenierte er sich als "Blogger" und verbreitete seinen Humor der Selbstinszenierung:
www.youtube.com/watch?v=0TVV_EFPebI |
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Lieber Michael Angele,
@ " ... anders etwa in Südamerika, von der ein paar interessante Reportagen im zweiten Teil des Katholischen Abenteuers handeln." Gehen Sie da wirklich Matussek da auf den Widerspruchsleim? Einerseits teilt er den päpstlichen Abgesang auf alle Bestrebungen einer lateinamerikanischen Volkskirche um dann von urchristlichen Gemeinschaften zu schwärmen. Vereinnahmt die Katholische Kirche als Verteidiger "die gegen brasilianischen Sklavenjäger" und verliert kein Wort über katholische Kirchensklaven oder die katholilsche Kirche als Sklavenhändler - „der Vatikan schaffte als einer der letzten Staaten im Jahr 1838 die Sklaverei offiziell ab“ Grüße |
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"Allein an der Zahl seiner Feinde gemessen kann sein Autor als Großer bezeichnet werden."
Nach der Logik ist Dieter Bohlen auch ein ganz Großer. |
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"Nicht nur der Relativismus der Moderne ist weit fortgeschritten, auch das Unbehagen an ihr ist es."
In der Tat verkörpert er da Zeitgeist - und zwar den reaktionären. Ihm behagen Frauen- und Homosexuellenrechte nicht, er schmust mit der Rechten etc. genau deshalb mag ich ihn nicht. Aber warum muss er ausgerechnet im Freitag in Schutz genommen werden? Um die guten persönlichen Beziehungen nicht zu gefährden? |
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@Popkontext. Wo habe ich ihn "in Schutz genommen"? Aber nun gut, um Missverständnisse zu vermeiden, werde ich meine Texte in Zukunft bei ihnen vorlegen...
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Warum so aggressiv, Herr Angele? Sollte ich in Zukunft meine Kommentare bei Ihnen vorlegen?
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Antworten sie doch einfach auf meine Frage.
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Aber nun gut, um Missverständnisse zu vermeiden, werde ich meine Texte in Zukunft bei ihnen vorlegen... Und bitte auch kontrollieren, ob EsoWatch keine Einwände hat! |
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@Michael Angele
Wenn Sie möchten, können Sie gern Ihre Texte bei mir vorlegen und gegen einen kleinen Obulus werde ich Ihnen auch gern intern meine Meinung dazu mitteilen, wenn Sie das interessiert. Meine Frage bezog sich eher darauf, warum ausgerechnet Mattussek hier im Freitag so stark gefeatured wird, zumindest ist mir das in letzter Zeit aufgefallen. Kann ja auch ganz sachliche Gründe haben, wenn man es z.B. mit dem Guardian-Motto halten, dass auch die "Opponents" zu Wort kommen sollen. Aber warum können Sie das nicht so sachlich beantworten? |
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Liebes thinktankgirl,
wenn ich Michael Angele richtig begriffen habe, will er wissen, wo er Matussek in Schutz genommen haben soll. Warum er so heftig reagiert - keine Ahnung. Sicher ist mein Alter gelegentlich von Vorteil, machmal bin ich gelassener, manchmal kann ich moderieren. Ein Versuch: Angele wollte Matusseks Wunsch nach Provokation unterlaufen. Vielleicht hielt er daher mehr zurück als popkontext dies nachvollziehen kann. Dies auszudiskutieren würde mich interessieren. Grüße an alle |
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"In Schutz nehmen" könnte ja bereits bedeuten, ein derartiges Buch, das Thema religiöser Spiritualität hier ernsthaft und gar als sog. Leseprojekt zu betreiben.
Insofern muss ich der Einlassung - auch der impliziten - von @Popkontext ohne Einschränkung zustimmen. |
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@Ulrich Länzsch
OT Das mit Esowatch bezog soch auf mich. Interne sache, mE nicht weiter diskussionswürdig, weshalb ich es auch ignoriert habe. |
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""In Schutz nehmen" könnte ja bereits bedeuten, ein derartiges Buch, das Thema religiöser Spiritualität hier ernsthaft und gar als sog. Leseprojekt zu betreiben."
Genauso habe ich es gemeint. Und ich finde auch schon, dass Herr Angele Mattussek gegen die harsche Kritik, die ihm hier entgegenschlug, verteidigt hat. Das muss ja nicht heißen, dass man völlig unkritisch lobhudelt - wäre bei dem Thema auch schwierig. |
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Lieber ebertus,
und ich hatte gedacht der Freitag würde vor allem an die geistige Vorbereitung für den Papstbesuch betreiben wollen. Auf das diesem Berlinbesucher der Empfang bereitet werden kann, den er verdient. Ich kann da nur Mitleid mit Matussek entwickel. Grüße |
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Auch ich kann mich da popkontext und ebertus nur anschließen.
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Vielleicht zuviel des Lobes @Popkontext,
und wir hatten das ja schon mal, dieses "deshalb bin ich hier", um (aus meiner Sicht) auch über vollkommen Durchgeknallte(s) behaucht zu werden. Genausowenig wie ich Sarrazin gelesen haben, so werde ich Matussek ebenfalls nicht lesen. Viel interessanter - finde ich - sind Statements und Diskussionen "über...", soweit (bei letzteren) von einer persönlichen Ebene Abstand genommen wird - was ja eben und im negativen Sinne hier der Blogbetreiber als Reaktion auf einen Kommentar sehr schön demonstrierte. |
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Lieber Ullrich Läntzsch,
wohl dem, der altersbedingt und/oder Distanzfähigkeit - um nur die wichtigsten Tugenden zu nennen - "so" reagieren kann. |
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Ullrich Läntzsch schrieb am 27.06.2011 um 15:53 Liebes thinktankgirl, wenn ich Michael Angele richtig begriffen habe, will er wissen, wo er Matussek in Schutz genommen haben soll. Warum er so heftig reagiert - keine Ahnung. Sicher ist mein Alter gelegentlich von Vorteil, machmal bin ich gelassener, manchmal kann ich moderieren. Ein Versuch: Angele wollte Matusseks Wunsch nach Provokation unterlaufen. Vielleicht hielt er daher mehr zurück als popkontext dies nachvollziehen kann. Dies auszudiskutieren würde mich interessieren. Grüße an alle Ich habe Angeles Text nicht als Lobhudelei empfunden, sondern als eine diffenzierte Darstellung des Inhaltes, die mir klargemacht hat, daß ich das Buch nicht lesen will. Das erwarte ich von einer Buchbesprechung. Allerdings halte ich es nicht für wichtig, dieses Buch unbedingt im Freitag zu besprechen. Esowatch ist für Leute, die keine eigene Kritik formulieren können, sondern ihre Gedanken erst von einer Instanz absegnen lassen. Da es hier um esoterische Dinge geht, ist Esowatch die Autorität. Die Replik war ironisch gemeint. Habe die Tags vergessen ;-) |
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Dem habe ich nichts hinzuzufügen
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Hier geht es um religiöse und nicht um esoterische Dinge. Ganz genau um den Katholizismus. Das macht es zwar nicht besser, aber anders.
Wobei ich durchaus für ein Kathowatch wäre. Mancher Bischof hätte es sehr verdient da erwähnt zu werden. |
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@ebertus
Das sind zwei verschiedene Paar Schuh. Ja, als jemand der gerade austestet, ob die Community hier interessant für mich ist finde ich es schon sehr erstaunlich, dass zumindest z.T. *unkritisch* dargestellte ins rechtsradikale und rassistische gehende Meinungen hier zumindest geduldet und als unproblematisch betrachtet werden. Vielleicht habe ich da auch den Sinn der Community nicht begriffen, aber ich bin eher hier um mich zu informieren und mich mit anderen Meinungen zu beschäftigen, die ich Ernst nehmen kann und für mich auch ein gewisser Erkenntnisgewinn in der Sache liegt. Bei Mattussek ging es mir um den Punkt, dass von *redaktioneller* Seite ein Thema erst gemacht bzw. promotet wird und aus meiner Sicht auch nur bedingt kritisch, wo ich glaube, dass beim Motto "im Zweifel links" da durchaus deutlichere Kritik angesagt wäre. Darauf bezog sich die Frage. |
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@thinktankgirl
OT Da muss ich dann doch mal drauf eingehen, auch wenn das gerade gar nichts mit dem Thema zu tun hat: "Esowatch ist für Leute, die keine eigene Kritik formulieren können, sondern ihre Gedanken erst von einer Instanz absegnen lassen. Da es hier um esoterische Dinge geht, ist Esowatch die Autorität." Das ist deine Sichtweise darauf. Die musst du aber bitte nicht anderen Leuten unterstellen. Ich sehe EsoWatch als ein sehr mutiges Projekt, dass sich daran macht, ein paar Sachen aus dem Eso-Sumpf bekannt zu machen, die sonst niemand mitkriegen würde. Dass die auch ihre eigene Sicht auf die Dinge haben steht wohl außer Frage, und dass man auch jede Quelle kritisch überprüfen muss ebensowenig. Aber die Kritik deshalb als irrelevant abzutun ist keineswegs angebracht, da sie zumindest in der Tendenz Hand und Fuss hat - ob sie in dein Weltbild passt oder nicht. Müssen wir an der Stelle aber nicht weiter ausdiskutieren. |
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@Popkontext
"Vielleicht habe ich da auch den Sinn der Community nicht begriffen...," oder den vom Haifischbecken, wie Ihnen hier ja mal eine andere Kommentatorin in ähnlichem Kontext schrieb. Nun ist meine Einlassung weiter oben zu den "Durchgeknallten" nicht primär negativ zu verstehen, im Gegenteil. Der (persönliche) Gewinn über dem unvermeidlichen Grundrauschen liegt in selektiver Annahme von Themen, Ideen und ggf. deren Protagonisten; auch hier. |
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KalleWirsch schrieb am 27.06.2011 um 16:38 Hier geht es um religiöse und nicht um esoterische Dinge. Ganz genau um den Katholizismus. Das macht es zwar nicht besser, aber anders. Das freut mein agnostisches Herz, daß religiöse Dinge keine esoterischen sind. |
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@ebertus
Nun ja, ob ein "Haifischbecken" auch für Qualität steht bleibt anzuzweifeln. Diese würde ich mir für eine Community wünschen - ich bin eine Freundin des sachlichen Streitens um relevante Dinge (whatever that is). Aber ich bin ja hier auch nicht Chefin, sondern guck nur mal und gehe wieder, wenn es mir nicht gefällt. |
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@ Popkontext
Eigentlich wollte ich mir Chips und Sekt besorgen und nur griemelnd mitlesen, aber mein Senfglas läuft über, nein, es brodelt. Deine Art zu kommunizieren, ist ziemlich schwer nachzuvollziehen. Was genau ist nun das Thema? Die Community? Einzelne User mit ihren Einzelmeinungen? Willst du einen Gesinnungstest für User einführen? Und was genau wirfst du Angele vor? Und wo sind deine Belege? Danach hat er doch gefragt. In allen Diskussion, die ich mit dir hatte, oder die du mit anderen hattest und die ich gelesen habe, hast du allem und jedem unverzüglich einen Stempel aufgedrückt: neoliberal, kapitalistisch, ultrakonservativ, rechtspopulistisch, rassistisch, antifeministisch...etc. pp. Und du bist dabei selbst so ungenau in der Formulierung deiner Fragen, Vorwürfe und Statements, dass man selbst als leidlich sprachlich und logisch begabter Mensch darauf nicht sinnvoll reagieren kann. Z.B.: "Aber die Kritik deshalb als irrelevant abzutun ist keineswegs angebracht, da sie zumindest in der Tendenz Hand und Fuss hat." In der Tendenz Hand und Fuß haben? Was heißt das denn? Entweder etwas hat nur eine Tendenz oder ganz klar Hand und Fuß, aber doch nicht beides, oder? Ich kann dir wirklich kaum folgen - weder was das Tempo deiner Urteile noch die inhaltliche Substanz anbelangt. |
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"Deine Art zu kommunizieren, ist ziemlich schwer nachzuvollziehen."
Das muss nicht immer allein an der Person liegen, die sich äußert. "Was genau ist nun das Thema? Die Community?" Um die ging es in erster Linie gar nicht, das Thema kam erst im laufe der Diskussion auf (soweit zum genauen Lesen). "Einzelne User mit ihren Einzelmeinungen?" Nein. "Willst du einen Gesinnungstest für User einführen?" Nein. Ich mache mir nur Gedanken darüber, was ich an einer Community, die ich interessant finde, reizvoll finde und was mich stört. "Und was genau wirfst du Angele vor? Und wo sind deine Belege? Danach hat er doch gefragt." Das habe ich bereits oben ausgeführt: ich finde es merkwürdig, dass hier im Freitag jemandem wie Mattussek so eine Plattform geboten wird. Und das aus meiner Sicht recht unkritisch - schließlich nennt sich das Blatt "Meinungsmedium". Das ist natürlich Sache des Blattes, aber mich verwundert es doch. Darf ich das äußern? "In allen Diskussion, die ich mit dir hatte, oder die du mit anderen hattest und die ich gelesen habe, hast du allem und jedem unverzüglich einen Stempel aufgedrückt: neoliberal, kapitalistisch, ultrakonservativ, rechtspopulistisch, rassistisch, antifeministisch...etc. pp." Ja, manchmal muss man das Kind beim Namen nennen. "Und du bist dabei selbst so ungenau in der Formulierung deiner Fragen, Vorwürfe und Statements, dass man selbst als leidlich sprachlich und logisch begabter Mensch darauf nicht sinnvoll reagieren kann." Wie gesagt muss das nicht notwendiger Weise nur an einer Seite liegen. Ich bin nun mal Soziologin und Dir ist das Konzept völlig fremd und fern, und du gestehst mir auch nicht zu, dass ich durchaus weiß, wovon ich da rede - vielleicht ist das ein zentraler Punkt für inhaltliche Missverständnisse? "In der Tendenz Hand und Fuß haben? Was heißt das denn? Entweder etwas hat nur eine Tendenz oder ganz klar Hand und Fuß, aber doch nicht beides, oder?" Doch. Esowatch hat manchmal eine ziemlich harte Rhetorik und die stehen ja auch stark unter Druck. Zudem kommen sie auch aus einer politischen Ecke. So muss man das, was sie schreiben auch mit Vorsicht genießen. Aber soweit ich das beurteilen kann haben sie in der Kritik, die sie äußern grundsätzlich zumindest zumeist recht. "Ich kann dir wirklich kaum folgen - weder was das Tempo deiner Urteile noch die inhaltliche Substanz anbelangt." Tja, muss wie gesagt nicht notwendiger Weise nur an mir liegen. |
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An meiner Auffassungsgabe habe ich keine Zweifel und deine Zweifel tangieren mich nicht.
Aber zum Thema: Wo ist Angele hier unkritisch? Ich frage jetzt zum zweiten Mal nach einem Beleg, nachdem Angele es selbst auch schon zwei Mal getan hat, das macht nach Adam Riese... ne, das ist zu schwer für mich. Du als Soziologin weißt doch sicher einen Beleg von einer Behauptung zu unterscheiden, oder? Also: Wo ist Angele hier unkritisch? |
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Er stellt die Frage, ob Mattussek reaktionär sei und beantwortet sie mit einem Jein, in direktem Bezug auf die doch äußerst kritische Meinung der Community. Das ist sein gutes Recht - aber indem er sich so dazu äußert, stellt er Mattussek als durchaus lesenswerte Lektüre dar. Das ist ebenso sein gutes Recht.
Aber mein gutes Recht ist zu Fragen, warum jemand mit doch gerade aus linker Sicht doch sehr kritikwürdigen Ansichten hier so stark und auch neutral gefeatured wird. Er hätte ja z.B. schreiben können, dass er bei der Lektüre ein differenzierteres Bild bekommen hat, oder Mattussek generell auch nachvollziehen kann und wichtig findet etc. Aber die Frage bleibt unbeantwortet - stattdessen muss ich mich hier dafür verteidigen, dass ich sie gestellt habe. |
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@Popkontext
und wie bereits weiter oben in sinngemäßer, schöner Eintracht mit @Ullrich Läntzsch festgestellt: Man(n)/Frau muss nicht über jedes Stöckchen springen, welches einem hier hingehalten wird. |
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Jepp, habe ich auch gerade mal wieder festgestellt. Das ist der Lernprozess.
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... find den blog von Ullrich Läntzsch anregender ...
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@rahab
Ja, in der Tat sehr lesenswert. Hier nochmal der Link, um das Suchen zu ersparen: www.freitag.de/community/blogs/rick/mitleid-mit-moslem-matussek |
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@ Popkontext
Entgegen meiner ursprünglichen Annahme schwant mir nun, dass du doch nicht weißt, was ein Beleg ist. Du behauptest einfach, Angele sei unkritisch und Matussek würde neutral gefeatured. Ein Gegenbeweis: "Es ist ein rigoroses Freund-Feind-Denken, das Matussek auszeichnet; dabei gilt, nach einem berühmten Wort von Carl Schmitt, auch für den katholischen Publizisten und sein Verhältnis zum Islam: Der Feind ist die eigene Frage als Gestalt. Sprich, vieles ist sich da sehr ähnlich, der vitale Glaube zum Beispiel." Hier führt Angele Matusseks Freund-Feind-Denken ad absurdum, indem er ihm vorwirft, die Gemeinsamkeiten zwischen dem islamischen und dem katholischen Glauben zu verkennen. Angele kritisiert also Matussek. So. Das war ein Beleg. Meine Frage, wo Angele nach deiner Meinung unkritisch sein soll - das kann ja durchaus sein - , ist immer noch nicht beantwortet, aber ich stelle sie dir nicht noch einmal. Das ist mir langsam dann doch zu blöd. Leben und leben lassen... |
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@calvani
Ja, wenn es sowieso egal ist was ich schreibe und du hier Rabulistik betreibst erübrigt sich eine Diskussion in der Tat. Kleiner Tipp: Der Text ist oben in voller Länge zu lesen, mit allen krtischen und wohlwollenden Passagen. |
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schrieb am
27.06.2011 um 21:42
Die Frage warum nun der und kein anderer als Leseprojekt gilt steht trotzdem im Raum. Selbst wenn die Antwort hieße "wie hielten das einfach nur für eine gute Idee", dann würde ich schon gerne eine Antwort haben. Sonst reimt sich jeder sein vielleicht falsches Textlein darauf, oder er liegt unbestätigt richtig.
Verzeihung, aber dass ich mir diese Frage stelle spricht nur dafür, dass ich den Laden ernst nehme; anders herum will ich aber auch als User ernst genommen werden. (Ist das mein Denkfehler?) Nicht erst dann, wenn ich mir ein Buch aufschwatzen lasse, dessen Autor mir gleichgültig bis unangenehm ist. @Popkontext, speziell: Nachfragen als rabulistisch zu bezeichnen ist selbst Rabulistik. Pardon, dass ich jetzt darauf eingehe, aber du rühmst dich mit deiner journalistischen Herkunft, aber bei Nachfragen kommt entweder nichts Klares oder nur noch einmal das Nachtreten man sei kapitalistisch, konservativ, reaktionär, schützend... wutsch, wieder einmal ein Stempel, der der eigenen Profilierung dienen soll. Was soll dieses Spielchen? Ich für meinen Teil werde das Buch nicht lesen, nicht kaufen, nicht empfehlen; aber die Thematik interessiert mich. |
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So, um hier jetzt wenigstens in Bezug auf eine Frage Ruhe einkehre zu lassen, erkläre ich mal kurz, wie das Ganze zustande kam:
Michael Angele kam in unser Büro und sagte, er läse gerade das Matussek-Buch und fragte, ob ich nicht Lust hätte, das im Rahmen der Buchprojekte mit der Community zu lesen. Wir rollten ein wenig mit den Augen, allerdings dachte ich mir, es könne auch ganz unterhaltsam sein, das Buch zu lesen. Und vor allem war ich sehr gespannt, welche Diskussionen das Buch in der Community auslösen würde. Gerade weil Matussek eine Figur ist, an der sich so viele reiben - was man ja auch über den katholischen Glauben sagen kann. (Ich bin vor ein paar Jahren aus der Kirche ausgetreten, mich hat das Ganze auch aus diesem Grund interessiert.) Also schrieb ich den Verlag an und fragte, ob wir ein paar Bücher bekämen. Bekamen wir. Und das war's. Herzliche Grüße Maike |
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@ Popkontext
Solange die Tendenz noch Hand und Fuß hat, ist ja alles in Butter... |
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@Maike Hank
Das ist sicher ein spannendes Thema. Tolle und faire Diskussionen wünscht Euch por |
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@Maike Hank
Danke für die sachliche Antwort. Wäre schön, wenn Herr Angele meine zugegeben etwas provokante, aber mE nicht unberechtigte Frage gelassener gesehen und so beantwortet hätte. |
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@lisaschwert
Mit dem ersten Teil d'accord. "Nachfragen als rabulistisch zu bezeichnen ist selbst Rabulistik." Da hilft auch richtiges Lesen: Ich habe keine Nachfrage, sondern das völlige Übergehen meiner Antwort plus falsches Zitieren meiner Aussage plus wahlloses herausgreifen einer Passage, die gerade mal passt, als Rabulistik bezeichnet. Der Rest wahr wohl ebenso sinnlos wie überflüssig. Schade, dass es immer persönlich werden muss. |
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@ Popkontext
Du bist jetzt wiederholt gebeten worden, einen Beleg zu bringen - vergeblich. Wo ist er denn nun dein Beleg? |
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Oben steht ein Text, auf den ich auch ausdrücklich nochmal verwiesen habe. Den hast du sicher gelesen, offenbar aber anders als ich.
Nochmal deutlich: Er beginnt mit einer Frage in der Überschrift ("Matthias Matussek - ein Reaktionär?") und hört mit einer Frage auf ("Aber braucht es für solche Abenteuer wirklich einen erzkonservativen Katholizismus?"). Zwischendurch versucht der Autor, das Für und Wider abzuwägen, findet Kritikpunkte und auch wieder Rechtfertigungen für Mattusseks Standpunkte und kommt zu keinem klaren Schluss. Der letzte Satz hieße sonst auch: Für solche Abenteuer brauch es wirklich keinen erzkonservativen Katholizismus. Zudem verteidigt er Mattussekt auch immer wieder gegen seine Kritker, z. B. "Allein an der Zahl seiner Feinde gemessen kann sein Autor als Großer bezeichnet werden." Damit spricht man mE den Kritkern auch zumindest das Ausmaß, wenn nicht gar die Berechtigung ihrer Kritik ab. Da er sich direkt auf die außerordentlich kritische Diskussion in der Community bezieht, sehe ich das auch als "in Schutz nehmen", da er auch im weiteren immer wieder Verständnis für Mattussek zeigt und ihn zudem als ernst zu nehmenden Autor auf dem Gebiet darstellt. Herr Angele mag das ja auch so sehen - nur das hätte er auch nochmal deutlich machen und klarstellen können, anstatt die kritische Nachfrage einfach vom Tisch zu wischen. |
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also ich fand die Idee gut, das Buch hat mich sowohl angeregt als auch unterhalten. Jedenfalls habe ich 1263 Wörter dazu geschrieben und wollte mal fragen, wann ich diese bloggen darf.
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PS
liebe Grüße |
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@ Popkontext
Na, das ist doch mal eine Diskussions- und Argumentationsbasis. Warum nicht gleich so? "Aber braucht es für solche Abenteuer wirklich einen erzkonservativen Katholizismus?" Angeles Abschlussfrage gefällt mir besser, als die Feststellung, die du vorschlägst, weil sie eine Einladung an den Leser ist, selbst eine Antwort zu geben. Die Formulierung "braucht es wirklich?" legt eine Verneinung nahe, weshalb ich die Frage weder unkritisch noch neutral finde. "Allein an der Zahl seiner Feinde gemessen kann sein Autor als Großer bezeichnet werden." Dieser Satz ist tatsächlich problematisch. "Viel Feind, viel Ehr", das bringt keinen Erkenntnisgewinn, sondern zeigt vielmehr das Dilemma der Kritiker, die mit ihrer öffentlichen Kritik natürlich auch immer den kritisierten Inhalt verbreiten. "Aber warum muss er ausgerechnet im Freitag in Schutz genommen werden? Um die guten persönlichen Beziehungen nicht zu gefährden?" Das war deine Ausgangsfrage, die Angele ohne textlichen Beleg eine unvertretbare Parteinahme unterstellt. Dass er dann verärgert nach einem Zitat fragt, kann ich nachvollziehen. Wie man in den Wald hinein ruft... |
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schrieb am
28.06.2011 um 10:31
@Maike Hank: Danke.
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Catholicism — powered by emotion sinca 1 A.D.
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Whoops, es heißt natürlich since und nicht sinca.
Das hat man davon, wenn man sein Radler immer mit Lourdes-Wasser macht! |
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@j-ap
"Das hat man davon, wenn man sein Radler immer mit Lourdes-Wasser macht!" :) |
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Ich hae tatsächlich Lourdeswasser zuhause. Du meinst das knallt?
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Lieber j-ap,
ich würde mal sagen, since 313 A.D. nämlich ab der sogenannten "Mailänder Vereinbarung". P.S.: Prosit! Es möge nützen! :-) |
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Ich habe letztens aus Versehen Lourdes-Wasser in die Scheibenwaschanlage meines PKW gefüllt. Damit gegen sämtliche Steinschläge aus der Windschutzscheibe.
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Ach guck, und ich dachte, wenn ich damit die Fenster putze kann ich Gott sehen. So kann man sich irren.
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toller Artikel zum Einstieg. Auch wenn es mir ziemlich egal ist, ob Matussek Reaktionär ist. Jedenfalls hat er eine Haltung an der man sich reiben kann.
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Der Artikel gibt einen ganz Überblick, was einen so erwartet. Ich hab das Buch ja nun noch nicht gelesen. Ich meine aber, Herrn Angele schon weitaus schärfer gelesen zu haben. Wobei ich mich nicht auf die obige Kindergartendiskussion beziehen möchte.
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@ KalleWirsch
Es ist ziemlich einfach sich über andere zu erheben und zu sagen, auf diesem Niveau diskutiere ich nicht. Außer nach sachlichen Belegen und Begründungen zu fragen - und da ist man dann schon mitten in der Diskussion - bleibt nur noch die Ignoranz und dass die auf Dauer wirklich besser geeignet ist, bedenklichen gesellschaftlichen, kulturellen oder politischen Strömungen entgegen zu wirken, das glaube ich nicht. Ja, manchmal geht es mit einem durch, wenn man wiederholt auf taube Ohren und Granit stößt, aber so ist dann nun mal: Wer sich einsetzt, setzt sich aus. |
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Ja, so einfach ist das manchmal. Ich muss nicht auf einer derart unschön persönlichen Ebene diskutieren. Egal welches Thema. Die Art der Diskussion war für mich der Grund nicht mitzudiskutieren. Ich treffe diese Entscheidung, weil ich immer wieder gemerkt habe, dass das nichts bringt. Ich habe das Recht das auch so zu benennen, denn es ärgert mich schon.
Im Übrigen führe auch ich manchmal Kindergartendiskussionen und bin froh, wenn ich darauf hingewiesen werde. Aber dies ist ein freies Forum und wenn du das anders siehst, go for it. OFF TOPIC ENDE |
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schrieb am
28.06.2011 um 10:13
@Kalle Wirsch: Solange Sie dies auch für sich selbst beanspruchen...
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@lisaschwert
Ich versuch es. Ob mir das gelingt, müssen andere eurteilen. Bestimmt nicht immer. Aber dann darf man mich da auch gerne darauf hinweisen. Meine Anmerkung galt der Diskussionsart als soclher und nicht jemand Speziellem. PS: Da ich in einem ihrer Kommentare gelesen habe, dass sie die Thematik interessiert, empfehle ich Ulrich Läntzsch´s Blogbeitrag dazu. Der ist inhaltlich ein Glanzstück. |
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Es kommt natürlich entscheidend darauf an, wie man sich äußert. Sarkasmus und Zynismus helfen da wenig: "Herrlich der Umgangston hier wieder."
Um im Tonfall zu bleiben: Fantastisch dieser konstruktive Ansatz! |
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Liebe Angelia,
wo bleiben Ihre "1263 Wörter"? Ich hoffe auf weiteres Reiben, Stechen, Hauen - ja aber doch immer nur mit Wörtern. Im Wortgarten FC der wohl zwangsläufig auch mal zum Kindergarten wird, genauso wie er aber auch immer wieder ganz großartige Glanzstücke vorweisen kann. Widersprüchlich eben, wie wie Menschen. So lange keiner andre absichtsvoll in die Pfanne hauen will ... Allerbeste Grüße an alle |
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was solls? Matussek ist reaktionär, zufällig katholisch...
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Bei der heute erscheinenden Masse an Bekenntnisbüchern wie auch Sachbüchern über Weltanschauung, Religion und einen 'Kampf der Kulturen', fällt es wohl reichlich schwer, noch zwischen der Lust an der Provokation (mit beabsichtigten Medienfeature) und 'aufrichtigen' Herzensangelegenheiten seitens der Autoren zu unterscheiden. Naja, vielleicht fältt beides auch zusammen.
Aber die Frage danach tut sich mir schon auf: Thematisch ist das Buch Matusseks offenbar sehr interessant. Zähneknirsch - war mir Matussek bisher doch auch immer so unsympathisch, was aber auch zunächst keine primäre Rolle spielen sollte. So wird mir eben noch nicht klar, ob Mattusek etwa den Dyba tatsächlich so in die Rolle des Vorbilds einpassen will; und zwar vermittels des Arguments einer 'Geradlinigkeit', in welcher der wahre Katholik verborgen sei. "Kantigkeit" und Kompromißlosigkeit wird ja allerorten vermißt - so ja auch in der Politik. Nun ist das aber kein Argument, welches eine Person hinreichend positiv kennzeichnen würde. Stil ist nicht alles; ist zunächst Äußerlichkeit. Und so entsteht die Frage, ob eine innere und stille Religiösität als Gegenmodell zu unserer werte- und orientierungslosen Welt, tatsächlich im "erzreaktionären" und polternden Gewand daherkommen muss. Heißt: Muss Mattusek für ein "leidenschaftliches" Bekenntnis zum Katholizismus also den Dyba als Lautsprecher nehmen? Oder wartete er nur ab, bis er vermittels einer solchen Figur, die man eben längst auch aus der Talkshow kennt, und garantiert sitzender Provokation zu entsprechender Aufmerksamkeit kommen konnte? Nun gut, dafür müßte man das Buch eben lesen. Ich habe schon einige Lust darauf bekommen. Trifft der Verdacht kalkulierter Provokation zu, hätte somit Matussek ein Stück seines Zieles erreicht. |
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Hauptsache Matussek kommt mit dem klar, was er da schreibt. Also ich glaube nicht, dass er damit jemanden auf die „Schiefe Bahn“ bringen kann oder gar die beschleunigte Evolution der gesellschaftlichen Verhältnisse bremsen wird. Nützlich für ihn möglicherweise, wenn er sich die substanzielle Kritik seiner Kritiker reinzöge. Egal, falls – wie Koslowski oben schrieb - „hier einer seine Plansollstelle als reaktionärer katholischer Provokateur im Rauschen der Medien gefunden hat und genießt“. Wahrscheinlich egal.
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"Allein an der Zahl seiner Feinde gemessen kann sein Autor als Großer bezeichnet werden. "
Das ist sicher oder hoffentlich eine hübsche Ironie. Es gibt Autoren, von denen nimmt man nicht gern was. Mir gehts so mit Matussek. Und wenn er gut genährte Zölibatäre als "spirituelle Hochleistungssportler" preist, dann weiß ich auch warum. Er findet immer mal so eine daneben-griffige Formulierung. Der Rest dann im eigenen Blog. |
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Liebe Magda,
""Allein an der Zahl seiner Feinde gemessen kann sein Autor als Großer bezeichnet werden. "" Da dies immer wieder auftaucht, steckt offensichtlich was da hinter - frage ich mich, und aber auch wieviele Feinde hatte und hat eigentlich ein Shakespeare? - auf den man sich als Großen sicher einigen kann? Und Matussek wie auch dem Katholizismus kann man sich nur gerecht werden, wenn man erst einmal von der inneren Widersprüchlichkeit ausgeht. Die katholische Soziallehre ist so übel wirklich nicht. Aber über die Schrecknisse der katholischen Kirche wird hier - warum eigentlich nicht? - so gut wie nicht diskutiert. Matusseks Widersprüche bieten dies eigentlich doch an. |
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"Und Matussek wie auch dem Katholizismus kann man sich nur gerecht werden, wenn man erst einmal von der inneren Widersprüchlichkeit ausgeht."
Machen Sie mal. Ich bin katholisch aufgewachsen, kenne also die Debatten Und über die Schrecknisse der katholischen Kirche gibt es raumgreifende Bücher. Wenn Sie das alles an Matussek abhandeln wollen, machen Sie ihn zu einer Instanz. Die ist er nicht. |
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Liebe Magda,
nein, ich glaube nicht, daß eine FC-Debatte aus Matussek mehr machen könnte als er ist. Radikal-evangelisch erzogen, aber mit zehn begann ich Gott zu hinterfragen und ein wenig weiß ich um die Schrecknisse der Christenheit, wie auch aller anderen Religionen. Auf meinem Blog habe ich bereits auf Krichensklaven und den Sklavenhandel des Vatikans hingewiesen. Und Matussek bietet tatsächlich einen breiten Katalog, den abzuarbeiten ein dafür unbezahlter Mensch überfordert wäre. Wenn dies hier geschähe wäre das toll - vor allem wenn wir Matussek nicht auf den Leim gehen, uns also nicht provozieren lassen, sondern ihm - warum nicht getragen von Mitleid für ihn - seine Widersprüche aufdröseln. Lassen Sie mich daher Ihre Aufforderung, "Machen Sie mal." returnieren. Grüße |
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[ comments 3 ] Magda schrieb am 28.06.2011 um 11:21 "Allein an der Zahl seiner Feinde gemessen kann sein Autor als Großer bezeichnet werden. " Das ist sicher oder hoffentlich eine hübsche Ironie. Sind wir hier in der FC schon so weit, daß Ironie als solche nicht mehr erkannt wird? Ich habe das als Ironie und als nichts anderes gelesen! |
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@thinktankgirl: Mit Ironie macht man nur die allerdeprimierensten Erfahrungen als Journalist/Blogger. Deshalb ist ja auch oberstes Gesetz in vielen Redaktionen: "Ironie versteht der Leser nie". Helfen Sie mir bitte, es zu ändern!
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Liebes thinktankgirl, lieber Michael Angele,
danke, freue mich sehr. Nicht weil ich daneben lag, sondern weil ich lieber Ironie übersehe - wem wäre dies noch nie unterlaufen - als mich über ansonsten geschätzte Schreiber zu ärgern. Hinzu kommt allerdings auch den in der modernen Kunst durchaus vorhandene Element, Kunst muß möglichst stark provozieren. Die Provokation als Selbstzweck - so wären wir zurück bei Matussek. Allerbeste |
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Michael Angele schrieb am 28.06.2011 um 14:33 @thinktankgirl: Mit Ironie macht man nur die allerdeprimierensten Erfahrungen als Journalist/Blogger. Deshalb ist ja auch oberstes Gesetz in vielen Redaktionen: "Ironie versteht der Leser nie". Helfen Sie mir bitte, es zu ändern! Da muß ich leider passen. Selbst Homöopathie und Kräuterheilkunde versagen, da: Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen! |
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Ullrich Läntzsch schrieb am 28.06.2011 um 14:44 Liebes thinktankgirl, lieber Michael Angele, danke, freue mich sehr. Nicht weil ich daneben lag, sondern weil ich lieber Ironie übersehe - wem wäre dies noch nie unterlaufen - als mich über ansonsten geschätzte Schreiber zu ärgern. Ironie ist eine subtile rhetorische Figur, die allerdings nur verstanden werden kann, wenn ein gemeinsames Wissen vorhanden ist. Wenn nun der Empfänger über keinerlei Wissen verfügt, kann sie nicht verstanden werden. Ist das aber die Schuld des Schreibers? Könnte man nicht erwarten, daß der Nichtverstehende sich die Mühe macht, sich ein Verständnis zu erarbeiten? |
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Liebes thinktankgirl,
statt mit Homöopathie und Kräuterheilkunde mal kurz die Augen schließen, tief durchatmen, entspannen und dann sich mal so ein ganz kitzekleines bißchen selbstkritisch betrachten. Ob permanentes diskutieren jenseits des eigentlichen Themas unbedingt als Ausweis von geistiger Kompetenz zu werden ist - ich weiß nicht - aber dieser Einwand gilt einem Großteil der FC. Leider! Anyway - allerbeste |
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@Magda
"Wenn Sie das alles an Matussek abhandeln wollen, machen Sie ihn zu einer Instanz. Die ist er nicht." Genau das ist der Punkt, der mir aufstößt. @Michael Angele Als ebenfalls Journalistin / Bloggerin weiß ich um das Problem der Ironie in Schriftform und kenne die Regel (was nicht unbedingt mit der Dummheit der Leser/innen zu tun haben muss, sondern rein mit der Form). Nur dann kommt es auf den Kontext an - vielleicht war der ganze Text ironisch gemeint und ich habe Sie deshalb insgesamt mißverstanden? Wenn ich ihn unironisch lese, gibt er mir schon das Gefühl, Sie nehmen Mattussek als Instanz zum Thema ernst. |
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Ullrich Läntzsch schrieb am 28.06.2011 um 14:44 Liebes thinktankgirl, lieber Michael Angele, danke, freue mich sehr. Nicht weil ich daneben lag, sondern weil ich lieber Ironie übersehe - wem wäre dies noch nie unterlaufen - als mich über ansonsten geschätzte Schreiber zu ärgern. Ironie ist eine subtile rhetorische Figur, die allerdings nur verstanden werden kann, wenn ein gemeinsames Wissen vorhanden ist. Wenn nun der Empfänger über keinerlei Wissen verfügt, kann sie nicht verstanden werden. Ist das aber die Schuld des Schreibers? Könnte man nicht erwarten, daß der Nichtverstehende sich die Mühe macht, sich ein Verständnis zu erarbeiten? Auf die Kunst übertragen: muß ein Künstler sich auf die Ebene der kitschige Sonnenuntergänge herunterschrauben, nur weil die Botschaft seiner Werke von vielen nicht verstanden wird? Muß er denn gefallen und sich genehm machen, für einen nicht gewollten Konsens? |
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Ullrich Läntzsch schrieb am 28.06.2011 um 14:57 Liebes thinktankgirl, statt mit Homöopathie und Kräuterheilkunde mal kurz die Augen schließen, tief durchatmen, entspannen und dann sich mal so ein ganz kitzekleines bißchen selbstkritisch betrachten. Ob permanentes diskutieren jenseits des eigentlichen Themas unbedingt als Ausweis von geistiger Kompetenz zu werden ist - ich weiß nicht - aber dieser Einwand gilt einem Großteil der FC. Leider! Anyway - allerbeste Ehrlich gesagt, möchte ich nicht alles auf den kleinstmöglichen Nenner runterschrauben, nur weil es User gibt, deren kognitive Ausstattung es ihnen nicht erlaubt, kompliziertere Stil- und Redefiguren zu erkennen. Wäre an für sich kein Problem, wenn sie nicht das Problem beim Sender statt beim Empfänger verorten würden. |
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Liebe Journalistin / Bloggerin Popkontext,
zur Ironie stimme ich zu - der Kontext ist entscheidend. Widerspreche aber dem Gedanken, durch eine Diskussion hier würde die "Instanz" Matussek aufgewertet. Ich habe mir den Tort angetan, sein Buch bis zur letzten Zeile aufmerksam zu lesen. Eigentlich eine Zumutung. Nur die Aussicht auf eine anregende Diskussion hielt mich bei der Stange. Sehr entäuscht muß ich feststellen, daß die FC zwar sehr wohl immer wieder höchst lesenswertes produziert, mehrheitlich aber mehr Freude an gelegentlich wirklich nervtötendem kleinlichen Hickhack zu haben scheint. Mir reicht es - für heute - nö, so schnell geb ich die Hoffnung nicht auf. Allerbeste - warum nicht? |
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"Muß er [der Künstler] denn gefallen und sich genehm machen, für einen nicht gewollten Konsens?"
Selbstverständlich nicht. Was unterstreichen meine Blogs über meine Kunst, wenn nicht genau dieses? Ad Ironie - nö hab einfach keinen Bock Warum tummeln sich hier eigentlich so viele, die nichts zu Matussek zu sagen haben, oder wollen? |
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@Ulrich Länzsch
Ich habe den Fehler gemacht, als unerfahrenes Community-Mitglied auf das "kleinliche Hickhack" einzugehen - ich hoffe ich lern das noch, weil mir an einer inhaltlichen Diskussion liegt, die dadurch kaputt geht. Meine ursprüngliche Frage war ja, warum Mattussek hier aus meiner Sicht zur Instanz gemacht wird. Und das habe ich eben durch die ausführliche und aus meiner Sicht auch nur bedingt kritische Berichterstattung schon so empfunden. Ihr Text dazu hat mir allerdings recht gut gefallen. |
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@Ulrich Läntzsch
Ad Ironie - nö hab einfach keinen Bock Wie schon gesagt ein subtiles Werkzeug der schreibenden Zunft. Ich bin halt so dekadent, daß ich es zu goutieren weiß. Ausserdem habe ich was gegen Spaßbremsen. |
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Liebes thinktankgirl,
Arroganz war immer schon der ganz besondre Ausweis ganz besondren Fähigkeiten, von Talenten eben, von denen kleine jämmerliche Spaßbremsen ja nut träumen können. Unser Spaß ist so subtil dabei, und nur so ein armer Tropf verzichtet drauf, sie zu genießen, diese unsre, die beste aller Welten. Die Bäume grünen und darunter läßt sichs trefflich speisen. Wir fahrn mit Biosprit und zahlen brav die Ökosteuer, wer will uns da den Spaß verderben? Wir feiern fröhlich lachend - nieder mit den Miesepetern, Spaßverderbern und allen die uns Girlies am Dauerlachen hindern wollen. In Sack und Asche gehend suche ich um Verzeihung bettelnd nach ALT F4 Ullrich |
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Es geht doch gar nicht um Kirche, sondern um privates, touristisches.
Matussek wäre die Art Tourist, der einen Selbsterfahrungstrip ins KZ unternimmt, dann kann man jeden Tag wählen, was für einen Kapo man am nächsten Tag ausprobiert. Super spannend. Hach, wir ziehen mal Lederjacke an und fahren Motorrad. Jetzt sind wir Rocker. Hach, wir wackeln mit der digicam, treffen seriöse Leute und machen uns wichtig, jetzt sind wir Blogger. Hach, jetzt sind wir mal Spiesser und schreiben Erfahrungsbücher über das Erlebnis Spiessigkeit. Mein Nachbar, meine Hecke, mein Hund. Hach, wir gucken uns mal den unzeitgemäßen Quatsch von als ich klein war an, der Katholizismus. So eine Art Bitterfeld des Geistes? Und es löst ungemein, die Leute reden darüber, was ihnen Katholizismus angetan hat, warum sie die Kirche hassen usw. |
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"Matthias Matussek - ein Reaktionär?"
Ja. Allerdings immerhin verrückt genug, um sich im Wahlkampf 2009 in einem Web-TV-Interview als Vertreter der DKP (Deutsche Klassik Partei) gegen Martin Sonneborn (Die PARTEI) der Öffentlichkeit zu stellen: www.youtube.com/watch?v=p1_sLNWtHDI&feature=player_embedded |
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Hauptsache öffentliche Aufmerksamkeit.
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@Michael Angele
"Auch wenn Matussek das freiwillige Zölibat leidenschaftlich verteidigt" Wie kann der Zölibat freiwillig sein, leidenschaftlich als freiwillig verteidigt werden, wenn dieser in der katholischen Kirche alternativlos unangefochten daherkommt? Selbst da fabelt sich Matussek leichtsilbig in die eigene klerikale Tasche Wo steckt das behauptete Abenteuer, wo die Provokation in Matusseks gelebten Katholizismus? Dagegen ist es ja ein echtes Abenteuer, der Lesekultur eine Lanze brechend, in der U- Bahn laut vor isch inlesend den Inhalt eines Buches zum Besten aller gehöre zu geben. Was hier als Provakation identidiziert sein will, ist in der klerikalen Fläche Deutschlands,medienfern, dumpfer Mainstream Matthias Matussek ist n. m. E. diese Sorte Kulturredakteur, der hochgerüstet mit reißerischen Aufmachern daherkommt, wie das vorliegende Buch, dann aber bei Lichte betrachtet, nicht zu Debatten einlädt, sondern alle abweichenden Gedanken, zu schweigen von den Gedanken jener, ihrer Lehrämter päpstlich enthobenen katholischen Professoren Hans Küng, Eugen Drewermann ausladend auf seine äußerst verletzbar innere Befindlichkeit verweist, seinem Inneren Kind Sprache verleiht, das da unabdinglich nach bedingungsloser Liebe, wie nach dem schmerzenreich abwesenden Busen der Mutter stichelt. So einem Matthias Matussek ist viel von dem einfach und schlicht ergreifend abhanden gekommen, was das wirkliche Kulturgedächtnis der Katholischen Kirche voller Vielfalt des Reichtums von Schismen, Abweichungen, Nischen, Ausnahmegenehmigungen im Glauben, der Lithurgie, der Banken- und Ordensgründung ausmacht. Matthias Matussek, will mir scheinen, schreit geradezu jammervoll, sich und andere quälend, danach, dass in ihn endlich ein eilig heiliger katholischer Geist in Gestalt des Erzengels Uriel fahre, damit er endlich mit dem Erzengel Raphael geerdet, mit dem Erzengel Michael Gerechtigkeit erfahrend, sich ehrlich machend, gegroundet, geführt von dem Erzengel Metatron berichten kann, was er wirklich als Katholik an Bestrebungen, Tendenzen in der Gegenwart hin zur innerkirchlichen Demokratie und synodalen Mitbestimmung, lokal & global, mit der Zungenfertigkeit des Erzengels Gabriel verkünden will oder nicht. |
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siehe:
www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/matthias-matussek-der-trojaner-des-banalen-im-katholizismus 01.06.2011 | 02:27 Matthias Matussek, der Trojaner des Banalen im Katholizismus matussek flagellanten katholizismus abenteuer sarrazin glaube konfessionen kirchen integration reformen protestantismus papst benediktxvi schill hedgefond Matthias Matussek, die mediale Rampensau in einer Flagellanten Nighty- Light Show katholischer Abenteuer. Matthias Matussek, der Thilo Sarrazin fürs Grobe in Fragen religionskultureller Intergation der Konfessionen und Kirchen. Matthias Matussek, der Schweinepriester im bizarr Ungefähren unerschütterlicher Standfestigkeit, nicht an den Gauben an sich, sondern an die überlieferten Formen, Lithurgie Normen und Nomenklaturen der Katholischen Glaubengsemeinschaft mit einem Bischof von Rom, der sich den Titel Papst seit Jahrhunderten, von Generation zu Generation, unberufen wie ungewählt vom Glaubensvolk, anmaßt. Matthias Matussek, der Ronald Barnabas Schill als Moral- Priester Dr. Schrill "Gnadenlos" www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/matussek-trifft-irene-udo-leander-hans--magnus- 21.06.2011 | 04:59 Matussek trifft Irene, Udo, Leander; Hans- Magnus matussek udolindenberg irenedische leanderhaußmann fegefeuer hansmagnusenzensberger 3sat heilige kathoizismus nine&eleven pankow loriot Matthias Matussek trifft Udo Lindenberg, Hans-Magnus Enzensberger, Leander Haußmann , Irene Dische auf Sendung |
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siehe:
www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/matthias-matussek-der-trojaner-des-banalen-im-katholizismus 01.06.2011 | 02:27 Matthias Matussek, der Trojaner des Banalen im Katholizismus matussek flagellanten katholizismus abenteuer sarrazin glaube konfessionen kirchen integration reformen protestantismus papst benediktxvi schill hedgefond Matthias Matussek, die mediale Rampensau in einer Flagellanten Nighty- Light Show katholischer Abenteuer. Matthias Matussek, der Thilo Sarrazin fürs Grobe in Fragen religionskultureller Intergation der Konfessionen und Kirchen. Matthias Matussek, der Schweinepriester im bizarr Ungefähren unerschütterlicher Standfestigkeit, nicht an den Gauben an sich, sondern an die überlieferten Formen, Lithurgie Normen und Nomenklaturen der Katholischen Glaubengsemeinschaft mit einem Bischof von Rom, der sich den Titel Papst seit Jahrhunderten, von Generation zu Generation, unberufen wie ungewählt vom Glaubensvolk, anmaßt. Matthias Matussek, der Ronald Barnabas Schill als Moral- Priester Dr. Schrill "Gnadenlos" www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/matussek-trifft-irene-udo-leander-hans--magnus- 21.06.2011 | 04:59 Matussek trifft Irene, Udo, Leander; Hans- Magnus matussek udolindenberg irenedische leanderhaußmann fegefeuer hansmagnusenzensberger 3sat heilige kathoizismus nine&eleven pankow loriot Matthias Matussek trifft Udo Lindenberg, Hans-Magnus Enzensberger, Leander Haußmann , Irene Dische auf Sendung |
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www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/matthias-matussek-der-trojaner-des-banalen-im-katholizismus 01.06.2011 | 02:27 Matthias Matussek, der Trojaner des Banalen im Katholizismus matussek flagellanten katholizismus abenteuer sarrazin glaube konfessionen kirchen integration reformen protestantismus papst benediktxvi schill hedgefond Matthias Matussek, die mediale Rampensau in einer Flagellanten Nighty- Light Show katholischer Abenteuer. Matthias Matussek, der Thilo Sarrazin fürs Grobe in Fragen religionskultureller Intergation der Konfessionen und Kirchen. Matthias Matussek, der Schweinepriester im bizarr Ungefähren unerschütterlicher Standfestigkeit, nicht an den Gauben an sich, sondern an die überlieferten Formen, Lithurgie Normen und Nomenklaturen der Katholischen Glaubengsemeinschaft mit einem Bischof von Rom, der sich den Titel Papst seit Jahrhunderten, von Generation zu Generation, unberufen wie ungewählt vom Glaubensvolk, anmaßt. Matthias Matussek, der Ronald Barnabas Schill als Moral- Priester Dr. Schrill "Gnadenlos" www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/matussek-trifft-irene-udo-leander-hans--magnus- 21.06.2011 | 04:59 Matussek trifft Irene, Udo, Leander; Hans- Magnus matussek udolindenberg irenedische leanderhaußmann fegefeuer hansmagnusenzensberger 3sat heilige kathoizismus nine&eleven pankow loriot Matthias Matussek trifft Udo Lindenberg, Hans-Magnus Enzensberger, Leander Haußmann , Irene Dische auf Sendung |
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Das Fragezeichen im Titel verstehe ich nicht. Das bei Mattusek das Wort zum perditum orationis wird, muss man das diskutieren? Es gibt Besseres, an das Zeit verschwendet werden kann: Thomas von Aquin, Heine und Barthes, Rum-Cola ohne Cola, Katzengewölle...
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Lieber Marnet,
richtig Matussek selbst als Person wäre höchstens für ein Proseminar in Psychologie von Interesse - Fragestellung wie funktioniert religiöse Indoktrination, wie Autosuggestion beim Kampf mit der eigenen Vernunft. ABER in seiner intellektuell schlichten Art - nach dem Motto, was kümmern mich meine Widersprüche, wo ich doch alles versuche, sie ignorieren - spricht er vieles von dem an, was durchaus diskussionswürdig ist. Grüße Ullrich Läntzsch ps mich kriegen Sie her mit gutem Roten. |
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schrieb am
03.07.2011 um 15:48
Der ultrakonservative Egomane Matussek feiert sein vorkonziliares Hochamt!
Matussek sieht sein Vorbild in dem im Jahre 2000 verstorbenen Fuldaer Bischof Dyba, die Axt Gottes“, der die Meinung vertrat, dass man die Menschen nicht dort abholen müsse, wo sie sind, sondern sich vehement dafür einsetzte, „die Streu vom Weizen“ zu trennen. Mit Dyba lehnt Matussek Reformen und Veränderungen in der kath. Kirche ab und schließt sich der Meinung Dybas an, dass „die Menschen von allein kommen sollen, denn die frohe Botschaft und die Liturgie und das, wofür die kath. Kirche steht, sollten attraktiv genug sein.“ Vielleicht spielt Dyba bei Matusseks „Damaskus-Erlebnis“ eine besondere Rolle : Die Metamorphose von einem Kader-Marxisten zu einem Hardcore-Papalisten ist auf jeden Fall bemerkenswert. Wahrscheinschlich gehören sind die päpstlichen Enzykliken „Quanta cura“ mit dem Anhang „Syllabus errorum“ aus dem Jahre 1864 von Papst Pius IX. und die Enzyklika „Pascendi Dominici Gregis“ von Papst Pius X. aus dem Jahre 1907 seine wichtigsten päpstlichen Unterlagen, aus denen er seine ultrakonservative Einstellung immer wieder aufs Neue speist. – Das sind eben die feinen Unterschiede: Während Anhänger des 2. Vatikanum z.B. „Gaudium et spes“ und „Dignitatis humanae“ als für die kath. Kirche zukunftsweisende Dokumente ansehen, klammern sich andere an Dokumente, die ein Ankommen der kath. Kirche in der Gegenwart definitiv ausschließen. In meinen Augen sollte die kath. Kirche bzw. ihre Vertreter auf ein Übermaß an Weihrauch, Glimmer und Pomp verzichten und sich endlich ihres eigentlichen jesuanischen Auftrages bewusst werden: nämlich in dienender Funktion für die Menschen zu agieren. Die Referenzgröße für die alternativlosen Reformen ist der Dienstprimat der Kirche. Deshalb sehe ich im Konzilspapier „Gaudium et spes“ ein Dokument, dessen Inhalt von allen Vertretern der Amtskirche – aber auch von jedem nicht zu einem besonderen Amt bestimmten Christen – immer und immer wieder als Leitplanke und Richtschnur für konkretes Handeln im Alltag verstanden werden sollte: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände. Ist doch ihre eigene Gemeinschaft aus Menschen gebildet, die, in Christus geeint, vom Heiligen Geist auf ihrer Pilgerschaft zum Reich des Vaters geleitet werden und eine Heilsbotschaft empfangen haben, die allen auszurichten ist. Darum erfährt diese Gemeinschaft sich mit der Menschheit und ihrer Geschichte wirklich engstens verbunden.“ (GS 1) Wenn die Reformen den Satz 1 von Gaudium et spes als Leitplanke berücksichtigen, befindet sich die Kirche wieder im jesuanischen Fahrwasser – endlich! : Was kann ihr Besseres passieren? Doch ein Herr Matussek – und mit ihm z.B. die Vertreter von Opus Dei und den Legionären Christi – sind all das mit großer Sicherheit alles ganz anders. Matussek schwärmt von einer Kirche, die sich in ihrer Kirche einmauert. Genau dieses Verhalten darf und soll die Kirche jedoch nicht an den Tag legen. Vor allen Dingen kann sich keine christliche Kirche dabei auf Jesus berufen. Dieser Jesus hat sich nämlich eingebracht, wenn er die Würde von Menschen und das Herzstück des jüdischen Glaubens in Gefahr sah. Matussek lehnt selbstverständlich die vom 2. Vatikanum geforderte Umsetzung von Reformen, die ein Heutig-Werden der Kirche ermöglichen, ab. Das Schlüsselwort für Johannes‘ XXIII. hieß „aggiornamento“. Das Wort bedeutet keineswegs Anpassung, wie es gelegentlich fälschlicherweise übersetzt wird, sondern das Bemühen, die Kirche so auf die „Höhe des Tages“ zu bringen, dass die Botschaft des Evangeliums die Menschen unserer Zeit erreicht. Johannes XXIII. sah die Kirche nicht primär als eine festgefügte, dem Wandel der Zeiten enthobene Institution, sondern als eine lebendige Gemeinschaft, die immer neu auf die Erfordernisse der Gegenwart, die „Zeichen der Zeit“, wie er es nannte, zu achten hat. Kein Museum sei die Kirche, so betonte er immer wieder, sondern ein lebendiger Garten. Was Johannes XXIII. vor Augen schwebte, war also eine Erneuerung der Kirche in der Besinnung auf das Evangelium und im Blick auf die Fragen unserer Zeit und der Beginn eines Dialogs mit der modernen Welt. Die katholische Kirche am Beginn des 3. Jahrtausends wird der Frage nicht ausweichen können, wie sie mit ihren Traditionen umzugehen gedenkt. Wollen wir diese Traditionen nicht einer veränderten Welt preisgeben, müssen wir sie mutig neu interpretieren. Bestehen wir auf bloßem Konservieren der spezifischen Lehr- und Lebensgestalt von Kirche aus einer bestimmten geschichtlichen Epoche, reduzieren wir uns selbst zur irrelevanten Sekte. Gerade angesichts der Funktion von Traditionen, nämlich Sicherheit zu geben und Identität zu stabilisieren, ist es entscheidend, die Tradition – orientiert an ihren Grundsätzen – immer wieder neu zu denken und sagen. Solche Grundsätze werden in der Jesus-Tradition deutlich, in der Barmherzigkeit und Vergebungswille Gottes die Thora-Anwendung Jesu leiten und die Gemeinschaft der Menschen so konstituieren, dass Ausgrenzungen überwunden und Spaltungen geheilt werden. Wo Traditionen in unseren Lebensbereichen Grenzen untereinander ziehen und das Miteinander erschweren, wo alte Vorbehalte Gemeinschaft zerstören und Regeln über menschlicher Not stehen, müssen wir neue Auslegungen der Tradition wagen. Wir haben uns zu fragen, welchen Stellenwert wir den Grundsätzen Jesu in unserem persönlichen Umgang miteinander und bei der Gestaltgebung von Kirche einzuräumen bereit sind. Gewiss darf Kirche ihre in der Vergangenheit gemachten Gotteserfahrungen nie in Vergessenheit geraten lassen. Doch es wäre ein grobes Missverständnis, Gottes Wirken auf eine in der Vergangenheit abgeschlossene Periode zu reduzieren und der Meinung zu verfallen, dass all das, was Gott den Menschen zu sagen hatte, ausschließlich und endgültig als ein in der Vergangenheit liegendes und nicht mehr zu erweiterndes oder ergänzendes Geschenk Gottes an die Menschen zu betrachten wäre. Gottes Evidenz in dieser Welt ist jedoch auch immer wieder von Unverständlichkeiten, Brüchen und Diskontinuitäten geprägt. In Zeiten des Wandels und rascher Veränderungen gilt es einerseits am Unaufgebbaren christliches Glaubensverstehens festzuhalten, aber andererseits auch sich zu öffnen für das von Gott den Menschen angebotene Neue, Überraschende, Ungewohnte. Die Pastoralkonstitution ‚Gaudium et spes’ spricht in Ziffer 11 das Bemühen des Volkes Gottes an, „in den Ereignissen, Bedürfnissen und Wünschen, die es mit den übrigen Menschen unserer Zeit teilt, zu unterscheiden, was darin Zeichen der Gegenwart oder der Absicht Gottes sind.“ Die Zeichen der Zeit verlangen es der Kirche ab, sich so zu wandeln, dass sie die Botschaft aufnehmen kann, die sie in diesen Zeichen erreichen soll. Das tief in der Bibel verankerte Motiv des „Exodus“ muss immer wieder neu für die Gegenwart durchdekliniert werden. Umbruchsituationen verlangen Aufbrüche, stellen Herausforderungen für das Volk Gottes dar, sich in der Erinnerung an die Exodus-Erfahrung auf neue Wege einzulassen – im Vertrauen darauf, dass Gottes Geist sein Volk leiten und zu neuen Ufern führen wird. Kleinmut und Verzagtheit gilt es abzuschütteln und den uns von Gott geschenkten neuen Wegen mutig und vom Heiligen Geist begleitet anzuvertrauen. Gott wird seine Leben und Erlösung spendende Hand ausstrecken – auch in der Gegenwart – und das im Vertrauen auf seine Führung sich einlassende Volk zu neuen und zwar fremden, aber Heil und Segen bringenden Gestaden führen; genau so, wie er das in der Knechtschaft Ägyptens darbende Volk in das Land geführt hat, in dem „Milch und Honig fließen“. Papst Johannes war von diesem Gott, der im Aufbruch uns Menschen von heute leiten und segnen möchte, überzeugt: „Dieser (Gott) verfolgt mit dem Ablauf der Zeiten, durch die Werke der Menschen und meist über ihre Erwartungen hinaus sein eigenes Ziel, und alles, auch die entgegen gesetzten menschlichen Interessen, lenkt er weise zum Heil der Kirche." Dieses Vertrauen bietet uns Gott immer wieder neu an – wir müssen nur bereit sein, in aktiver Mitgestaltungsbereitschaft uns ihm demütig anzuvertrauen. Christliches Selbstverständnis und christlicher Glaube basieren nicht ausschließlich auf einem „regressiven Identitätsgedächtnis“ (Werbick). Kirche darf ihren „Honig“ nicht nur aus Vergangenheitserinnerungen saugen, sondern es gilt deutlich zu machen, dass Gott seine segnende und heilende Begegnung in jeder Gegenwart seinem Volk aufs Neue macht; Gott widerfährt seinem Volk immer wieder neu. Es muss also – wie der in El Salvador lebende Jesuit und Befreiungstheologe Jon Sobrino formuliert - immer wieder daran erinnert werden, dass „Gott ein ‚Heute’ hat, nicht nur ein bereits bekanntes und interpretiertes ‚Gestern’, weil er mit der Gegenwart seiner Schöpfung eine Absicht verbindet, nicht nur in der Vergangenheit.“ Sich Gottes Heute und Morgen zu stellen, macht es erforderlich, Überliefertes, Vertrautes und Gelerntes auch hinter sich lassen zu müssen, ohne jedoch die Erinnerung in Vergessenheit geraten zu lassen, in der Kirche sich ihrer Identität und Sendung immer wieder aufs Neue bewusst macht und machen muss. Jedoch – und das zeigt die Geschichte immer wieder, realisiert sich Identität vor allem nicht in bewusster Wiederholung des angeblich immer so Dagewesenen, sondern bedeutsam und als eigentliche Quelle für Identität erweist sich die Vermittlung Kontinuität und Diskontinuität ; Kontinuität impliziert auch Diskontinuität, denn aus dem Entwicklungsprozess geht das Andere, das Neue, das für die Gegenwart und Zukunft Bedeutsame hervor. Die Wandlung ermöglicht eine neue Erfahrung dahingehend, dass man sich genau in ihr selbst treu bleibt bzw. erst sich in ihr wieder neu entdeckt. Biblische Erfahrungen und Vorbilder fordern gerade zu einem auch in der Gegenwart unverzichtbaren „Exodus“ heraus. Paul Haverkamp, Lingen |
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Danke, da sind alle Konfliktlinien drin.
"In meinen Augen sollte die kath. Kirche bzw. ihre Vertreter auf ein Übermaß an Weihrauch, Glimmer und Pomp verzichten und sich endlich ihres eigentlichen jesuanischen Auftrages bewusst werden: nämlich in dienender Funktion für die Menschen zu agieren." Um Himmelswillen, das genau sollen sie ja nicht, da sei Matussek vor. Danke für den so wichtigen Verweis auf das 2. vatikanische Konzil und Papst Johannes der XXIII. |
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schrieb am
07.07.2011 um 21:44
@Ullrich Läntzsch
Ich verstehe die Besorgnis, das jeder Ex-Spiegel-Schreiber sich zum Literaten u./o. Exegeten berufen fühlt. Aber die Besorgnis ist unbegründet. Wir haben hier halt mit Einem zu tun, der sein Geld mit Gottesgequacke verdient statt mit Machwerken über demographische/soziale Untergänge. Eine Marktnische ist Jesus heutzutage allemal. Ihr Wort vom intellektuell Schlichten ist gut und treffend. Ich möchte hinzufügen, das da einer der üblichen Netzwerkergenien Mundfürze absondert, um ein paar Kröten zu machen. Der Mann Mattusek hat mit Jesus soviel zu tun wie ich mit Frauenfussball: entferntes Interesse ohne Ahnung. Nicht ernstzunehmen, die Blöden u./o. Gierigen. Rum ja - Bücherschreiber nein... |
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Lieber Bernd Marnet,
stimme in fast allem zu. Warum ich die Kritik an Matussek für wichtig halte sehen Sie hier www.freitag.de/community/blogs/rick/mitleid-mit-moslem-matussek Grüße |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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