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Gestern habe ich mir DSDS angetan.

Dieter Bohlen in Hochform. Scheußlich fand ich das.

Der unsinnige "Jeder-kann-es-schaffen"-Mythos wurde wieder zum Vorführen junger Menschen ausgenutzt.

Das ist abstoßend.

Oft hört man das, dass die Opfer von RTL doch selbstschuld sind, weil sie sich ja schlieslich freiwillig bei RTL für DSDS bewerben.

Bohlens "Scheiße"-Schwein wurde in der Sendung wieder kräftig gefüllt, so als ob sich mit Geld von schlechten Manieren und Menschenverachtung und Bloßstellung freikaufen könnte. Bohlen wirft nach jedem vin ihm gesprochenen "Scheiße" in das Sparschwein ein Geldstück rein.

Das "Scheiße" fällt auf den, der es ausspricht zurück. Das unerträgliche Verhalten des angeblichen Pop-Titanen fällt auf ihn zurück, ist aber auch ein Spiegelbild der Gesellschaft, in der er Erfolg hat.

Die Verdummten, die sich gegeneinander ausspielen lassen, sind wir, wenn wir siolche Sendungen schauen.

In diese Kritik schließe ich mich ausdrücklich ein, auch wenn ich hier kritisch darüber schreibe.

Es scheinen manchmal auch unbedarfte junge Menschen zu sein, die sich bei Bohlen als Lachnummern vorführen lassen.

Auch wenn das nicht immer die Hellsten sein mögen, ist das kein Grund, sie in solch einer Sendung vorzuführen:

DAS MACHT MAN NICHT, WENN ES UM ANSTAND UND NICHT UM GELD GEHT!

Bohlen mit den Beatles oder Rolling Stones aus den 60ern zu vergleichen , haut nicht hin.

Damals war alles, was über 30 war, der Feind.

Bohlen mit seinen 55 Jahren stützt die Herrschaftsgrundsätze des harten und menschenverachtenden Wettbewerbs extrem.

Sicher wird er eines Tages auch noch das Bundesverdienstkreuz bekommen, wenn er es nicht schon hat.

Da wird man auch über die hohen Geldstrafen wegen Jugendgefährdung, die RTL wohl aus der Portokasse bezahlt, hinwegsehen.

Auch die Sieger des DSDS-System sind arm dran.

Ihre eigentlichen Talente kommen da doch nur sehr begrent zum Tragen.

Sie werden von einem hemmungslosen kommerziellem System innnerhalb von 1- 2 Jahren aufgefressen und danach ist nicht mehr viel.

Sicher nicht die Karriere , die sich ein Künstler erträumt, auch wenn nach den 2 Jahren eine Million auf dem Konto ist.

Auch die ist schnell wieder ausgegeben und danach bleibt nur Leere.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.