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Hin- und hergerissen: Der Konstanzer Tatort "Bluthochzeit" ist im Kern ziemlich spannend, muss aber in diesem ungeheuer bedeutungsvollen deutschen Wald spielen

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Warum sagt Eva Mattes als Kommissarin Klara Blum eigentlich immer Konschtanz statt Konstanz, wo sie doch nie meischt statt meist oder hascht statt hast oder sonst irgendetwas sagen würde? Wer will, kann darin gewisse Unentschiedenheiten bei der Vermessung des Abstands zwischen Welt (hochdeutsch) und Provinz (Dialekt), die der Tatort mit seiner staatstragenden und zugleich ungemein föderalen Rolle am Sonntagabend permanent betreibt.
Es ist nicht immer leicht, den richtigen Abstand zu finden. So auch in der Konstanzer Folge "Bluthochzeit". Obwohl Eva Mattes nicht viel sagt und einmal sogar ganz wunderbar beunruhigt und getroffen guckt – so dass man auf einen Blick erkennt, warum man eigentlich nicht einfach nur von Eva Mattes sprechen kann, sondern vielmehr nur von der großen Eva Mattes sprechen muss –, als ihr Wegbegleiter durch diese Folge, Papa und Bräutigam Brünner (Peter "Siska" Kremer), ihr sein Einsamkeitsende (nämlich durch Hochzeit) in fortgeschrittenem Alter als großes Glück erklärt.
Müsste eigentlich heißen: weil Eva Mattes nicht viel sagt. Denn das Schweigen der Kommissarin ist die Krux dieser Folge, die in zwei Teile zerfällt: in ein von uns – Spannung, Spannung, Spannung! – heißgeliebtes "Hasch mich, wer ist der Mörder?" und in ein dröges Atmogepose, in dem die Musik eine große Rolle spielt und der deutsche Wald und auch Klara Blum, die statt zu ermitteln eine Art Hochamt abhält, um dem Papa und Bräutigam Brünner die Beichte zu erleichtern über das, was war. Das versteht man aber nicht richtig, und will es so genau auch nicht wissen, denn die Braut (Petra Schmidt-Schaller) ist in Gefahr! Anders gesagt: Man muss doch, wenn die Braut entführt worden ist und von den vier Entführern einer zu eiskaltem Mord fähig ist, mal ein bisschen angasen, statt stundenlang um den Jeep im Morast auf der Wiese herumzuschleichen und über früher zu reden.

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