Abends, wenn es still wird um ihn, kann der greise Altkanzler Kohl vielleicht noch manchmal den Mantel der „Gechichte“ rauschen hören, der ihn einmal in seinem Leben gestreift hat. Immerhin. Kohl, der jetzt 80 wird, war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und hat damals nicht mehr falsch gemacht, als ein anderer an seiner Stelle gemacht hätte. Das ist mehr, als mancher von sich sagen kann. Niemand wird seine verheerenden Verfehlungen in der Parteispendenaffäre vergessen, aber niemand wird ihm den Titel des „Kanzlers der Einheit“ absprechen können. Nur, wofür wird man sich eines Tages, wenn uns alle der grüne Rasen deckt, Angela Merkels erinnern? Was wird die „Geschichte“ von ihr halten?
Diese Kanzlerin, die für ihre Intelligenz gelobt wird, will nichts. Immer noch nicht. Es gibt kein Ziel, das sich mit ihrem Namen verbinden ließe, kein Projekt, keine Leidenschaft. Welchem Zweck dient diese Intelligenz außer dem des Machterhalts? Keinem. Aber leerlaufende Intelligenz ist unsinnig, und Verstand ohne Bewusstein ist die traurigste Sache der Welt. Kommt daher das Mürrische in Merkels Gesicht? Sie sieht ja nicht wie eine aus, die ihr Amt genießt. Wenn es aus ihr heraus lächelt, dann ist es nur der Spott. Angela Merkel ist, das kann man nach den vier Jahren der ersten Legislaturperiode und ein paar Monaten der zweiten getrost feststellen, eine Zynikerin der Macht.
Meditative Kanzlerschaft
Darin unterscheidet sie sich von ihrem politischen Ziehvater Kohl. Die Pfalz, aus der er stammte und für die er Zeit seines Lebens stand, ist altes europäisches Kulturland, durch das Römer, Alemannen, Franken, Franzosen und Deutsche gegangen sind. Europa war ihm, das wird man glauben müssen, ein Herzensanliegen. Merkel hat keines. Und Europa ist ihr gleichgültig. Das zumindest hat sie in ihrer Behandlung der Griechenland-Krise bewiesen. Da ging es nur nach dem Vorteil im Inneren. Und nicht nach der europäischen Verantwortung der größten Volkswirtschaft der Union, die wie keine andere von der Integration profitiert.
Ähnlich ist Merkel dem Mann, als dessen „Mädchen“ sie zunächst das Licht der Öffentlichkeit betrat, nur im Aussitzen, im Ungerührten, in der ganzen Der-Berg-bewegt-sich-nicht-Attitüde. Die mag als fernöstliches Rezept einer entspannten Lebensführung Gold wert sein. Als politische Strategie an der Staatsspitze stellt sie ein Ärgernis dar. Kanzlerschaft ist keine meditative Übung. Sondern die Aufforderung zu gestalten. Kohl ließ das Gestalten bleiben, als die historische Stunde bereits vorüber war. Wann war Merkels?
Vielleicht wird man sich ihrer als der Kanzlerin der Krise erinnern. Ihre – spät gefällte – Entscheidung, den Staatshaushalt mit einer vergleichsweise moderaten Verschuldung zu belasten, hat sich im Nachhinein als angemessen herausgestellt. Deutschland steht besser da als seine Nachbarn. Aber das verblasst vor dem gewaltigen Versagen gegenüber den Banken. Was für ein Versagen! Es ist richtig, nur ein Narr hätte von einer CDU-Kanzlerin erwartet, dass sie die Finanzkrise zum Anlass nehmen würde, einen neuen Kapitalismus zu bauen, nachdem der alte schäbigen Schiffbruch erlitten hat. Aber nur ein Zyniker kann doch ohne Empörung vernehmen, dass eine solche Havarie für die Kapital-Kapitäne einfach folgenlos bleiben konnte. Denn es gab ja keine Folgen für die Finanztäter, nur für den Staat und die Bürger. Dabei hätte die Politik Mittel und Möglichkeiten gehabt – und hat sie noch immer: Von der Stärkung der Aufsichtsbehörden über die Änderung des Insolvenzrechts bis zur Bonussteuer oder einer wirksamen Anti-Trustgesetzgebung gäbe das Arsenal der Gesetzgebung eine Menge her.
Sachbearbeiterin der Republik
Aber wenn es gegen die Bankentürme von Frankurt gehen soll, verlässt die Kanzlerin und ihre Merkelmännchen der Mut, und Politik wird zur Kosmetik. Die Wähler wollen Gerechtigkeit? Sie wollen Strafen für die Banken? In letzter Minute hat sich die Koalition durchgerungen, die Gangster vom Main mit einer „Milliardenabgabe“ zu belasten. Aber mit der kleinsten denkbaren: Eine Milliarde, etwa, soll der neue Sicherungsfonds die Banken kosten. Das beschloss unlängst die Koalitionsrunde. Aber keine Sorge, meine Herren, 300 Millionen davon können Sie sich von der Steuer zurückholen. Und um das ganze Ausmaß dieser politischen Schand-Schau zu ermessen: Allein die Rettung der Commerzbank schlägt mit 20 Milliarden zu Buche.
Es ist Zeichen für die ganze Aushöhlung unseres politischen und medialen Systems, dass die „christlich-liberalen“ Koalitionäre im Ernst hoffen können, der flüchtige Wähler werde dieses unwürdige Spiel nicht durchschauen. Selbst Merkels mediale Claqueure von Zeit und Welt wollen da nicht mehr mitmachen und verweigern die Gefolgschaft, und wenn er sich verschaukelt fühlt, kann aus dem flüchtigen Wähler schnell der flüchtende werden: Schlechter als jetzt stand Merkels Regierung nie da, und wenn es eine Opposition gäbe, die ihren Namen verdient, stünde Merkel ein schwerer Sommer bevor. Eine solche Opposition würde das Volk mit der Nase darauf stoßen, dass der Kanzler nicht der oberste Sachbearbeiter der Republik zu sein hat. Und dass eine Kanzlerschaft, die sich in der Erledigung des Eingangsstapels erschöpft, eine verlorene Kanzlerschaft ist.
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Das Nichtstun wird in der Politik für meinen Geschmack nicht genug gewürdigt.
Merkels Kanzlerschaft mag zwar für sonst nichts gut sein, aber immerhin treibt sie den Deutschen die Hoffnung auf einen Führer aus, der sie unbeschadet aus der Krise führt. Und ob man jetzt einen Sarkozy oder Obama hat, die sich in operativer Hektik verzetteln, oder eben eine Merkel, die schlicht gar nichts macht, kommt anscheinend im Endeffekt auf dasselbe raus: es geht alles seinen gewohnten kapitalistischen Gang und zwar solange, bis gar nichts mehr geht. |
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Letharg Merkel's Intelligenz ?
Letharg-Merkel verfügt über eine Fähigkeit zur Macht, auch Autisten verfügen manchmal über spezielle Fähigkeiten. Eine weitergehende allgemeine Intelligenz oder ein tiefergehendes Verständnis für politische Fragen oder sonst irgend etwas erschloss sich mir schon nicht zu ihrer Zeit als Frauen- und Jugendministerin. Woher kommt eigentlich die Idee, dass Merkel über eine höhere und damit nennenswerte allgemeine Intelligenz verfügt? Angaben zu Letharg-Merkel's Intelligenz, soweit aus dem Lebenslauf ersichtlich oder z.B. bei Wikipedia, sind nicht sonderlich beeindruckend. Ich vermute, Kohl, Schmidt und viele andere hatten nicht nur politische Ziele, sie sind auch intelligenter und verfügen über mehr allgemeinen Verstand. Die politischen Ziele, die Letharg-Merkel unbeirrt verfolgt, lassen sich zumindest im Nachhinein aus den Realitäten erkennen: Z. B. Zunahme von Korruption, Lohndrückerei und Armut, Deregulierung und verramschen des Gemeineigentums, Atomkraft um jeden Preis usw... Es stellt sich für mich auch für die Zukunft die Frage, ob Letharg-Merkel so hohl ist wie die dicke Welle. |
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die angebliche hohe Intelligenz halte ich auch für ein Gerücht
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"...auch Autisten verfügen manchmal über spezielle Fähigkeiten",
genannt Inselfähigkeitten!? JP |
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hohe Intelleigenz zeichnet sich dadurch aus, dass diese über den Kamm geschert, in ihrer Höhe unerreichbar, nie gefordert und gefördert, nur Legenden bildet!, oder?
JP |
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"Nur, wofür wird man sich eines Tages, wenn uns alle der grüne Rasen deckt, Angela Merkels erinnern?"
Antwort: An die einzige Konsequenz, die ihr wirklich nicht abzustreiten ist: Die vier Knöpfe an ihrem Jackett.... |
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Vollkommen bloeder Kommentar. Was soll sie denn Tun? Und der Bankenfond heisst eigentlich bekanntlich, man sollte nicht das Gegenteil suggerieren, nicht, dass die Banken das Geld auch bekommen. Was weisst Du, welche Gelder fuer andere Zwecke im Notfall bereitstehen. Notfall ist eben noch nicht und kann man auch nicht herbeireden. Again: Was soll sie tun?
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Der Bankenfond heisst doch im Ernstfall Verstaatlichung oder Halbverstaatlichung. Was hast Du dagegen? Stoert Dich der Preis?
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Das Richtige zun tun, hieße für Frau Merkel, der eigenen Ideologie abzuschwören und dem kleinen aber renitenten kaolitionären Ehemann vor das Schienbein zu treten. Die ginge aber mit dem gleichzeitigen, sofortigen Verlust ihrer Macht einher. Ein Umstand, den Frau Merkel wegen ihres tief verankerten Willens zur Macht gar nicht wollen können will.
Eine paradoxe Situation und dass sie deshalb so vergrätzt aus der Wäsche guckt, dass kann ich aus ihrer Sicht sogar verstehen. vG Angelia |
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ich schlage Ball Paradox vor:
"Damenwahl" Angie fordert Guido zum Tanz des letzten Tango auf, begleitet ihn danach, ohne "auf eine Zigarette", formvollendet nikotinfrei zugeneigt per Handkuss in der polnisch pommerschen Variante mit der Bemerkung zu seinem Tisch: "Den letzten Tango von Ebenda müssen wir wohl im Morgen weiter üben! Guido!, Ich glaube"Wir schaffen das! Mich hast Du jetzt schon geschafft! Wir haben die Kraft die alles und jeden schafft! Die Wähler/innen sowieso subito". tschüss JP |
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Durchaus treffender Artikel.
Als unangemessen empfinde ich, wenn hier an Merkels Intelligenz herumgekrittelt wird; eine Frau die den Doktor in Physik schaffte, in ihrer Jugend Russisch-Siegerin und SED-Jugendführerin war, es hernach bis zur CDU-Kanzlerin brachte, wird damit wohl kaum angemessen gewürdigt. Im Grunde genommen ist sie die perfekt stromlinienförmige Technokratin: "Mal bin ich liberal, mal bin ich sozial, mal bin ich konservativ". Dass sie dabei ist, die Union potentiell so an die Wand zu fahren, dass sie sich in der Wählergunst in SPD-Gefilden wiederfindet (realiter sind 33% Stimmen nur etwa zwanzig Prozent der Wahlberechtigten...), stört sie wahrscheinlich gar nicht; mit Ausnahme der Linkspartei sehen wir sowieso (ein bisschen Getöse von der FDP, ok) keine unterschiedlichen Politikansätze im deutschen Bundestag. Diese Frau bringt es womöglich noch fertig, eine "Regierung der nationalen Einheit" zu führen, in Treue fest gen Afghanistan (Iran?), mit allen außer der Linkspartei im Boot. Da sie keinerlei politischen Kern aufweist, wäre sie dafür perfekt geeignet. |
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was Initiativen, Denkschriften anbelangt wirkt Angela Merkel im Momentum ladegehemmt, wie Richard von Weizsäcker lebenslang.
siehe dazu meinen Freitag Blog: www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/richard-von-weizsaecker-von-beruf--zeitzeuge--wird-neunzig- tschüss JP |
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Nix gegen Angela! Wenn ich mal wieder zu nem Klassentreffen in der alten Heimat weile, bin ich von netten Angelas umgeben.
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"Eine Milliarde, etwa, soll der neue Sicherungsfonds die Banken kosten."? Bretto oder Nutto? Merkel hat's aber auch nicht leicht. Kaum dass sie einen Dreh gefunden hat, mit dem die Bankster einigermaßen zufrieden sind, wird sie wieder angegriffen und das, obwohl sie nun endlich diesen Deal zum schönreden auf die politische und mediale Tagesordnung hob – nicht nur wegen der Wahlen in NRW. Vielleicht wäre ja sonst vorher noch jemand auf die Idee gekommen, die Kohle (so gering sie auch sein mag und ob nun steuerlich absetzbar oder nicht) sukzessive gegen die Staatsknete im SoFFin auszutauschen, oder damit wenigstens die bereits bestehende Einlagensicherung ein bisschen auszuweiten. Aber gut, basteln wir eben an einem neuen, einem weiteren Sicherungsfonds – das hört sich zumindest erst einmal so an, als würde man etwas tun. Bleibt die Frage: Was machen die Verwalter dieses neuen "Sicherungsfonds" mit dem eingezogenen Geld? Die werden's doch gewiss nicht cash im Keller bunkern? Wäre doch abartig! 2/3 der Scheine wären schon verschimmelt, bevor man auf diese Weise auch nur die Hälfte dessen zusammen hätte, was "wir" ad hoc als "Sondervermögen" und teilweise direkt via Kredit (von wem eigentlich?) zur Bankenrettung aus dem Ärmel gezaubert haben. Um nur ein Beispiel zu nennen: Beim VÖB etwa, dem Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands e.V., so sagt es jedenfalls dessen "Satzung für den Einlagensicherungsfonds", werden die Groschen auch nicht poliert, sondern "versilbert" – sprich: angelegt, "investiert", in "Vermögensanlagen". Wie, wo und was man konkret mit den Mäusen anstellt, ist auch dort eine streng geheime Geheimsache. Der neue Fonds könnte sich getrost an dieser Satzung orientieren und den Zaster ebenfalls genau da hinbringen, wo er sich scheinbar ordentlich und wie von selbst vermehrt. Das können dann wieder Staatsanleihen, Währungen, Rohstoffe, Immobilien, Heuschrecken oder irgendwelche anderen verbrieften Geschichten sein – man weiß es nicht und man darf es lt. Satzung auch gar nicht wissen, aber auch "Anlagen" in Form von Firmenbeteiligungen, also Aktien, wären theoretisch möglich - zukünftig vielleicht sogar bei "Lamco" (ehemals Lehman Bros.). Wo genau sie den Schotter versenken, ist am Ende wahrscheinlich eh egal. Ohne "uns" können sie auch den nächsten Crash nicht überstehen. |
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Merkel's Ziele
Merkel stützt sich in ihrer Politik u. a. auf die Ratschläge von Jeffrey Gedmin, der vom Bush-Clan speziell für sie nach Berlin geschickt wurde. Dieser Lobbyist hat zuerst für das American Enterprise Institute (AEI) unter der Direktion von Richard Perle und der Frau von Dick Cheney gearbeitet. (’Institut américain de l’entreprise à la Maison-Blanche», Réseau Voltaire vom 21.6.2004) In der AEI hat Gedmin zuvor die New Atlantic Initiative (NAI) geleitet, die alle wichtigen amerikafreundlichen Generäle und Politiker Europas vereinte. Er hat auch am Project for a New American Century (PNAC) mitgewirkt und das Kapitel über Europa in diesem Programm der Neokonservativen verfasst. Dort schreibt er, dass die EU unter der Kontrolle der NATO bleiben muss und dass dies nur möglich sein werde, wenn «die europäischen Forderungen nach Emanzipation» geschwächt werden können. Gedmin und andere haben mit Springer/Bertelsmann zusammengearbeitet, um den "Europäer" Kohl durch Merkel zu ersetzen. Merkels politisches Ziel: Das Projekt des Zusammenschlusses der nordamerikanischen Freihandelszone mit der europäischen zur Bildung eines «großen transatlantischen Marktes» – den Vorstellungen von Sir Leon Brittan (ein Markt ohne jede Regeln) entsprechend – wiederzubeleben. In diesem Sinne versucht sie, die "sozialistischen" Wohlfahrtssysteme in Europa nach amerikanischem Vorbild umzugestalten, was nur geht, wenn die Staatsfinanzen gegen die Wand gefahren werden. Griechenland ist nur der Anfang. |
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Hallo Mustermann
Wenn schon copy and paste wäre die entsprechende Angabe der Quelle nett gewesen. Ich meine, nicht, dass mir Frau Merkels Nähe zu den amerikanischen Republikanern und deren Philosophie einer weltumspannenden Diktatur der radikalen Märkte nicht aufgefallen wäre. Doch möchte ich als Leserin zumindest wissen, ob ich mit seriösen Fakten oder mit verschwörungstheoretischem Sondermüll beliefert werde. Deshalb hole ich hiermit nach, was Sie versäumten: Quellentext VG Angelia |
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schrieb am
08.04.2010 um 13:09
Sorrry,
mir war die Quelle flöten gegangen und ich war zu meiner Schande zu bequem. Mir ist nur Augstein's "Diese Kanzlerin, die für ihre Intelligenz gelobt wird, will nichts." aufgestoßen. Ich wollte verdeutlichen, ein Journalist Augstein sollte die grundsätzlichen politischen Ziele von Merkel, die ohne Zweifel vorhanden sind und die unter Vorsitz von Merkel auf dem Leipziger Parteitag 2003 sehr deutlich formuliert wurden, 2010 nicht ignorieren oder den Leuten erzählen, es gäbe keine, egal wie hohl oder intelligent Merkel ist. In meiner Einschätzung bleibe ich dabei: Merkel und Cheney haben im Gegensatz zu Obama ein ähnlich reaktionäres Weltbild und ähnliche reaktionäre Ziele, sie kommunizieren es nur unterschiedlich. Merkel ist 1954 in Hamburg geboren, die seltsame Familie hat rübergemacht und erstaunliche Privilegien als Kirchenleute gehabt. Ich finde keine glaubwürdige Antwort, warum... |
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ach so Mustermann :-)
Ich stehe nicht so auf Verschwörungstheorien. Sie glauben aber jetzt nicht, dass Frau Merkels Eltern in den Osten gingen, weil geplant war, dass klein Angie mal BK werden soll ;-) Im Grunde ist es wirklich so, was Frau Merkels persönliche Standpunkte betrifft wissen wir nicht sondern raten nur. Zumal die Wenigsten Zeit und Muße haben über Frau Merke zu recherchieren. Dazu sind ja auch Journalisten da. Schließe mich der Bitte von SchmidtH in diesem Zusammenhang an. vG Angelia |
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Ergänzend nur noch ein sehr lesenswerter Beitrag von
Albrecht von Lucke Alles schön und gut. Nur wenn wir uns dieser Dame, dieser Person Angela Merkel, nämlich die Frau, die hinter dieser Maske (siehe das bezeichnende Foto oben) steckt, nicht nähern, Informationen sammeln, werden wir dieses Rätsel, Phänomen nicht lösen, gar verstehen können. Eines zeigt uns diese Art (Unart ?) zu regieren schon jetzt. Wenn dieses Schule machen sollte, dann können wir auf eine/n Kanzler/in getrost verzichten und wählen nur noch einen primus/prima inter pares. Also, wer ist diese Frau? Wer schützt diese Frau und warum? Von der CDU dürfte keine Hilfe zu erwarten sein, denn diese Partei sieht sich als legitime Eigentümerin dieser Bundesrepublik und wer diesen Anspruch - egal wie - umsetzt, sprich Wahlen "gewinnt" und die Kanzlerschaft sichert, wird niemals gestürzt. Niemals! Erst wenn der Machtanspruch dieser Partei wegen der andauernden Stimmverluste nicht mehr gesichert werden kann, wird auch diese Dame gestürzt und - wie vermutet - in Vergessenheit geraten, ja in eine Bedeutungslosigkeit versinken. Nur das kann noch dauern, sehr, sehr lange dauern. Also liebe Journalisten an die Arbeit und entzaubert diese Dame, entlarvt sie. |
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Lieber JA.
Ich würde ja gerne einmal einem Artikel von Ihnen über BK Merkel aus voller Überzeugung zustimmen. Im Ansatz kann ich das, allerdings fehlt mir das Bild hinter der Frau als Intressenvertreterin von Wirtschaftsverbänden. Bezogen auf das Bild könnte das nämlich auch sagen, "ach wenn Ihr (das Volk) nur wüßtet, was ich nicht sagen darf. Die schiere Last erdrückt mich.". In diesem Sinne schliesse ich mich dann SchmidtH an: "Also liebe Journalisten an die Arbeit und entzaubert diese Dame, entlarvt sie." und als Zusatz und die auf dem Bild hinter ihr. |
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das prob ist, dass journalisten in bezug auf merkel nur über ihre eigenen gefühle reflektieren, statt faktenbasiert über merkels taten zu richten.
dabei geht dann auch gerne mal unter, dass merkel einer steuersenkung letztens eine klare absage erteilt hat. also sie hatte stellung bezogen. klar und deutlich. mfg mh |
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schrieb am
08.04.2010 um 21:22
Was für eine fauxpas meinerseits. Wie konnte ich nur diesen Abgesang nicht gebührend in den Mittelpunkt stellen, mit all den Spatzen drumherum, bei denen angesichts des Themas bereits der Bartwuchs begann?
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weil du es nicht zu würdigen weißt, wenn dann doch mal was passiert, was jeder fordert. deswegen heißt es ja auch "undankbarer mob".
mfg mh |
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schrieb am
08.04.2010 um 22:12
Mir geht Dein Stern auf.
Wenn jetzt die Spatzen fordern würden die Banken samt deren Chefs mit ihrem Privatvermögen für die noch laufende Finanzkrise einzustehen, dann würde auch Merkel mutig mitgackern? |
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macht sie doch. is nach der nrw-wahl.
mfg mh |
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hallo mh schrieb: "das prob ist, dass journalisten in bezug auf merkel nur über ihre eigenen gefühle reflektieren, statt faktenbasiert über merkels taten zu richten."
Mal abgesehen davon, dass ich diese Aussage für Quatsch halte, welches andere Instrument, als die eigene Beobachtungsgabe, sollen Journalsten denn bei einer Frau nutzen die sich auschließlich im Rahmen des Vagen und Ungefähren bewegt? Ihnen ist schon klar, dass im Mai in NRW Wahlen sind? Selbst wenn Frau Merkel mal einen Standpunkt haben sollte, wird sie sich niemals gegen ihre Partei und den Koalitionspartner durchsetzen. vG Angelia |
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schrieb am
09.04.2010 um 00:01
Liebe Angelia
Unabhängig von mh's Sternstunden... "welches andere Instrument, als die eigene Beobachtungsgabe, sollen Journalsten denn bei einer Frau nutzen die sich auschließlich im Rahmen des Vagen und Ungefähren bewegt?" sich investigativ nähern und herausfinden, was und wie sie im Hintergund mit den Represanten der Finanz.- und Wirtschaftswelt umgeht, reagiert und agiert? Davon dann berichten? |
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schrieb am
09.04.2010 um 22:33
Mir fiel noch ein ersthafter Gedanke zu all dem ein.
In der ersten Amtszeit war Kohls Mädchen ja quasi eine Regierungsperle, die mutig wichtige Themen zur Chefsache machte und also öffentlich starben - was nieman kritisch kommentierte. In dieser Zeit erledigte die SPD leidige Drecksarbeit und Kohls Mädchen stellte sich vor Plakatwänden als Klimaretterin. Die selben Journalisten und hauptberuflichen Kommentatoren müssen nun beidrehen, als in der Wunschkoalition mit dem Guido offenbar wurde, dass die Nachfolgerin Kohls im Amt zu wenig alt-neoliberalen Drive entwickelt. Weil man aber das Mädel Kohls in der ersten Amtszeit so hoch gelobt hat, ist es schwierig nun auf den Punkt zu kommen. Sie hatte nie den Drive wie einst der Freund der Bosse an die Rampe zu treten. Sie macht wohl sehr ähnliche Arbeit lieber aus dem Blickwinkel von hinter dem verschlossenen Vorhang zur Bühne. Den Artenschutz, den die erste evangelische Kanzlerin aus Ostdeutschland bei der journalistischen Zunft immer noch genießt ist möglicherweise auch jounalistischer Selbstschutz. Objektiv sachlich kann man den Verfall der mutigen Regierungsarbeit zu GroKa-Zeiten im vergleich zu heute kaum begründen. Es hat ihn wahrscheinlich nicht gegeben. Was bleibt? Subjektive Berichte zur Lage der gefühlten Veränderung. Ist nur die Frage von wem. |
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Lieber Mister L.
Nun wissen wir ja, dass die CDU nicht nur nicht zimperlich mit kritischen Journalisten umgeht. Doch dürfte dies nicht der wesentliche Faktor eines deutschen Mangels an investigativem Journalismus sein. Dass aufdeckender Journalismus wesentlich mehr über Frau Merkels Persönlichkeit und Standpunkt herausfinden kann, als wir ohnehin wissen, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht würden wir etwas mehr über Merkels machtstrategische Organisation erfahren. Ich denke, wir müssen damit leben, dass Frau Merkel im Wesentlichen eine sich vage, im Rahmen der Unschärfen bewegende, rationale Pragmatikerin ist und bleibt. Ihr Grundverständnis von Demokratie, Freiheit und gesellschaftlicher Struktur baut tendenziell eher auf dem Vorbild der Amerikaner und nicht auf unserem europäischem Verständnis auf. Freiheit hat für sie u.a. aus diesem Grund auch den Charakter, die Dinge laufen zu lassen, ähnlich der sich selbst regulierenden Märkte. Für Europäer ist Freiheit nur untrennbar mit der Übernahme von Verantwortung denkbar. Im politischen Alltag wirken nun aber auch Kräfte, die wir von Außen nicht richtig mit bekommen. Ich glaube z.B nicht, dass Schröder ohne Druck und vielleicht sogar Erpressung, jemals die Agenda 2010 auf den Weg gebracht hätte. Ihm hätte es meiner Einschätzung nach gereicht, Brioni- Anzüge zu tragen und gemütlich hier und da ein wenig Politik zu machen. Wie auch immer, ich denke, Frau Merkel hat machtstrategisch jedenfalls eine Menge auf dem Kasten. Warum sollte sie sich z.B. vor der NRW Wahl mit Hyperaktivitäten aus dem Fenster lehnen und sich u.U., wie Guido Westerwelle, ins eigene Knie schießen? Zumal sie weiß, dass die Meisten in NRW aus tiefstem Herzen traditionell sozialdemokratisch und keineswegs Anhänger einer neoliberalen Politik sind. Und da sich der Ausgang der Wahl nun mal auf die Machtverhältnisse im Bundesrat auswirken werden, macht sie, was in ihren Augen das Beste ist - abwarten. Und wenn man mal ehrlich ist, ist diese Strategie aus A.M´s pragmatischer Sicht die einzig richtige. Vielleicht hofft sie auch, nach der NRW-Wahl ggf. indirekt die Politik der GROKO. weiterführen zu können. Immerhin ließ die FDP ja verlautbaren, sie wolle die CDU nach NRW vor sich hertreiben. Dies kann einer Frau Merkel nicht gefallen. (meint mein subjektives Gefühl) Aber wie gesagt, ich rate auch nur und weiß im Grunde nichts. Ein schönes Wochenende wünscht Angelia |
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schrieb am
11.04.2010 um 11:18
Liebe Angelia.
Mir erscheint Angst vor der CDU ein reichlich bedenkliches Motiv zu sein in einer Demokratie die Kontroll Aufgaben der vierten Gewalt wahr nu zehmen. Verzeih die saraktische Anmerkungen zu Deiner Einleitung. "Vielleicht würden wir etwas mehr über Merkels machtstrategische Organisation erfahren." Eben - eine im Vagen agierende Mutter der Nation, die sämtliche Alphatiere der CDU an der Gaderobe abgab, kann kaum der Gattung B Hörnschen sein und muss einen starken Aparat im Rücken haben. Wäre doch mal interessant, wie der arbeitet. Eben - die Koalition der Willigen in Sachen amerikanischen Freiheitsgedanken, der sich natürlich im tobenden Markt fern der ehemaligen sozial Marktwirtschaft auswirkt wäre doch mal schön als Aufstellung mit Namensschild zu sehen. Und bitte - es dabei nicht nur bei Westerwelle und anderen FDP-Freunden belassen. In der CDU/CSU, in der "unabhängigen" Wirtschaft wie im "unabhängigen" Journalismus muss es "helfende" Wesen geben. Wer sind die und was haben die davon? Interessiert keinen. Schon gar nicht vor der NRW-Wahl. Das Merkel da auch Tauchstation geht ist taktisch wenig schwierig zu verstehen. Das der bundesdeutsche Journalismus ncht über subjektive Befindlichkeitsadressen hinweg kommt - ein Trauerspiel. Um mich an "mustermanns" Beitrag anzuheften, was wahrscheinlich über Merkel einmal zu lesen sein wird, obwohl sie "nur" Kohl und Schröder fortsetzte ist das eine. Das der dann als Kritiker in Erscheinung tretende Journalismus an sich kritiklos duldend zuguckte ist aus meiner Sicht der viel entscheidendere Skandal, das entscheidendere Versagen. Vielleicht wegen Absatz 1. |
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schrieb am
11.04.2010 um 15:30
Noch ein Gedicht als Nachtrag auf den heutigen Pressclub.
Unerträgliches Geplapper vor einer wichtigen Landtagswahl und niemand aus der Scharr der Plappermäuler setzt auch nur im Ansatz zu wenigstens der Frage an, ob dieses taktische Verhalten nicht am Ende etwas von Wahlbetrug haben könnte. |
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Lieber Mister L
Vielen Dank für deine interessante Antwort. Ich habe übrigens kein Problem mit Sarkasmus. Schreib wie dir “der Schnabel” gewachsen ist. ;-) Ich bin nicht zimperlich und halte es im Zweifelsfall immer wie Voltaire. Ich fürchte, Journalisten und Reporter müssen weniger staatliche Sanktionen fürchten, da ist das BVG vor, sondern ihre eigenen Strukturen als Wirtschaftsunternehmen innerhalb neoliberaler Strukturen. Dass hier das Motiv der “vierten Gewalt im Staat” auf der Prioritätenliste nicht an erster Stelle steht, erklärt sich von selbst. Journalisten sind innerhalb eines Wirtschaftsunternehmens, ob als freie oder abhängig Beschäftigte, nun mal erpressbar. Nachfrage und Angebot regeln auch den Medienmarkt. Nichts desto trotz gibt es natürlich seriöse, gut recherchierte aufdeckende Beiträge in den Medien, die man dann sogar im www wiederfinden kann. Auch ist der “Bürgerjournalismus” tendenziell zwar eher eine Hund-Katz-Maus-Berichterstattung und ordentlich recherchieren und schreiben können die Wenigsten wirklich, doch findet man unter den Bloggern auch wirklich gut informierte und engagierte. Was hat das alles mit Frau Merkels Machtapparat zu tun? Nun, mühselig ernährt sich das Eichhörnchen, wenn es sich eine klare Meinung bilden will und muss. Und hier schließt sich dann der Kreis zur Notwendigkeit eines unabhängigen Journalismus, der seine Aufgaben als “Vierte Gewalt im Staat” wieder ernst- und wahrnehmen will und kann. Ich meine übrigens, dass sich insbesondere die Mittelschicht im Grunde nur über zwei Dinge klar werden muss: 1. Will sie entsolidarisierte politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen nach angloamerikanischem Vorbild? 2. Will sie nach Unten treten Hartz4ler, Migranten usw. aus der Gesellschaft ausschließen) und nach oben Buckeln ( sich den Mächten anbiedern)? Dann müssen sie unbedingt CDU und FDP wählen. Wollen sie eine demokratische, solidarische Gesellschaft und eine soziale Marktwirtschaft, müssen sie nicht nur nicht CDU oder FDP wählen, sondern eine andere Partei und vor allem müssen sie sich in Bewegung setzen. Öhmmm...das war zwar jetzt das Wort zum Sonntag und irgendwie bin ich gänzlich von Frau Merkel abgekommen, aber gerade sie fischt doch im Becken der Mittelschicht nach Stimmen. Also passt es dann doch wieder. ;-) vG Angelia |
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schrieb am
12.04.2010 um 20:31
Die Mittelschicht wird sich immer nach oben als Ziel orientieren, weil sie im Grunde einen der wenigen Plätze nach frei werden ergattern will. Nach "unten" gilt es sich abzusichern, um nicht hin.- und damit durch zufallen.
Man möge nicht auf die Mittelschicht bauen. Sie trägt nur sich selber freiwillig. |
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"das prob ist, dass journalisten in bezug auf merkel nur über ihre eigenen gefühle reflektieren, statt faktenbasiert über merkels taten zu richten."
So ist es. Es wird über ihren "Wilhelm zur Macht" (kleiner Scherz) reflektiert, über ihre Eigenschaftslosigkeit, na is ja bekannt. Aber analysiert wird nichts. So als käme es bei ihr nicht drauf an. |
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"Man möge nicht auf die Mittelschicht bauen. Sie trägt nur sich selber freiwillig." Das stimmt, diese Erfahrung musste schon Georg Büchner machen. Dumm nur, dass die Mittelschicht nicht begreift, dass sie sich mit diesem Verhalten u,U das eigene Wasser abgräbt.
na ja ... |
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schrieb am
13.04.2010 um 23:24
Nunja.
Auf der Zeitachse würde die Mittelschicht es begreifen, würde zwischen dem Wasser abgraben, dem Wasser versiegen und den neuen, sprudelnde Brunnen bauen nicht ständig Generationen diese Erfahrungen vergessen. Nur für einen kurzen Moment, die Zeit kurz vor WK I und kurz nach WK II war der Zwischenraum klein genug, um es zu begreifen. Das ist nun schon wieder über 60 Jahre her - aber wir driften vom Thema ab. |
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Merkels Nachruf
In Merkels Nachruf wird u.a. ähnliches stehen wie bei Thatcher (Zitat Wikipedia): "Kritiker werfen ihr die Zerstörung eines gesellschaftlichen Gemeinschaftsgefühls durch die Zerschlagung der Gewerkschaften, die Ruinierung des öffentlichen Sektors, insbesondere des Gesundheitswesens durch Privatisierung, sowie Ignoranz gegenüber immateriellen gesellschaftlichen Werten vor." |
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Anscheinend bereitet der ARD-Presseclub eine Muppet-Runde vor: alle meckern über die Kanzlerin. Sie ist auf absehbare Zeit das kleinere Übel und es gibt niemanden, der sonst die Absage gegen den steuerpolitischen Selbstmord des Staates durchhalten könnte.
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schrieb am
09.04.2010 um 07:27
Gibt es ein größeres Übel als Merkel ?
Es ist schon erstaunlich, wie gut die Meinungsmache funktioniert. Merkel ist immerhin die einzige westliche Regierungschefin, die es dreist mitten in der größten Krise nach dem größten Diebstahl aller Zeiten gewagt hat, in ihrem Regierungssitz ein Geburtstagsbesäufnis mit dem übelsten Gauner und Kumpel hierzulande zu veranstalten. Nicht mal Obama hätte es gewagt, sich derartig im Weißen Haus bei "I'm doing God's work"-Blankfein anzubiedern. Ohne Merkel gäbe es schon lange eine Finanztransaktionssteuer in Europa und eine Hegulierung der Heuschrecken, vermutlich auch in USA. Obama ist kein Thatcher-Jünger wie Merkel. |
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Der Ackermann-Geburtstag ist doch eher eine unappetitliche Äußerlichkeit. Eine Finanztransaktionssteuer in EU und USA kann die politische Klasse nicht liefern, da ist das Koch-Kellner-Verhältnis zu eindeutig. Und was einmal über Obama in den Geschichtsbüchern stehen wird, wage ich mir nicht auszumalen.
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Gewerkschaften und eine Sozialpolitik, die den Namen verdient, werden hier wie in den USA im 21.Jhd. durch die Justiz und die Einsetzung gleichgeschalteter Richter bekämpft. Die Tochter eines sehr üblen Pastoren-Stasi-IM's Merkel hat dies verstanden.
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Noch eine kleine Anmerkung.
Wie weit sich schon der angeblich so ernst zunehmende deutsche Journalismus von einer an Fakten orientierten Beurteilung dieser Frau entfernt hat, läßt sich an einem Kommentar in der "FAS" von Georg Paul Hefty ablesen der sich in seinem letzten Absatz auf folgende/s steile These, Gedankenspiel versteigt: "Nach zehn Jahren im Parteivorsitz ist ein Gedankenspiel erlaubt: Was wäre, wenn die junge Physikerin statt in den "Demokratischen Aufbruch" und in die CDU tatsächlich in die SPD eingetreten wäre? Auch dann hätte sie Gerhard Schröder gewiss abgelöst. Aber die SPD würde noch heute regieren." Offensichtlich kennt Hefty die alte Dame SPD nicht, aber wie dem auch sei. Tenor seiner st(g)eilen These. Er hält diese Dame für das Non plus ultra der bundesdeutschen Politlandschaft, ja gar für eine positive Heimsuchung. Angela Merkel sei durch nichts zu ersetzen, es sei denn, durch Angela Merkel, könnte die Botschaft sein. Ach ja, war es nicht auch die "Frankfurter Allgemeine", die den berüchtigten Aufsatz dieser Perle aus der Uckermark veröffentlichte? |
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Hallo Herr Schmidt
wenn sie noch mehr Lust auf Lobeshymnen haben, schauen Sie doch mal bei PR-Online vorbei. Ich fand übrigens das Buch von Dirk Kurbjuweit A.M. - Die Kanzlerin für alle? ganz gut. vG Angelia |
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schrieb am
11.04.2010 um 20:26
Hallo Angelia
Danke für diesen wahrlich heißen Tipp. Dieser Journalist G. darf schon als Paradebeispiel vorgeführt werden, wenn es um das berüchtigte journalistische Nebelwerfen (am heutigen Tage wieder im Presseclub zu beobachten) geht. Aber noch einmal kurz zurück auf den Werdegang dieser Angela Merkel nach ihrer Wahl zur CDU-Vorsitzenden. Lassen wir doch das Jahr 2002 Revue passieren. Bei der damaligen Bundestagswahl erreichte der Kandidat Edmund Stoiber ein sehr beachtliches Ergebnis. Ein Ergebnis, welches Angela Merkel bis zum jetzigen Zeitpunkt niemals erreicht hat. Die Bilder vom sich als Sieger fühlenden und gefeierten Stoiber dürften doch noch gegenwärtig sein. Will sagen. Bereits im Jahr 2002 war eigentlich die „Karriere" dieser Dame aus der Uckermark beendet. Selbst als Bundesvorsitzende der CDU hätte Angela Merkel diesen Sieg Stoibers niemals für längere Zeit überlebt. Nun, es kam anders. Aber auch die Wahl 2005 zeigte, diese Frau kann selbst die Staatspartei CDU nicht zu einem überzeugenden Sieg führen. Ihre damalige Positionierung „radikal MARKTLIBERAL“ war nicht ihrer Überzeugung geschuldet – denn eines dürfte selbst bei wohlwollender Betrachtung, Einschätzung dieser Frau klar sein, Überzeugungen sind für sie Fremdworte – sondern dem vorherrschenden Mainstream, dem ja auch Gerhard Schröder glaubte, folgen zu müssen, geschuldet. Und zu allem Überfluss folgte nach der Wahl auch noch dieser suboptimale Auftritt Schröders im Fernsehen (den ich persönlich in der Sache für richtig hielt und halte). Daraus folgte aber, aus einer Verliererin Merkel – wer erinnert sich nicht an dieses Häufchen Unglück, welches dort über den Bildschirm flimmerte – wurde eine Siegerin. Aber nicht aus eigenem Handeln, sondern weil die SPD vom Münterfering völlig vernebelt, desorientiert, der Parole folgend „Opposition ist Mist“ dieser Dame in den Sattel verhalf und sie auch noch zu allem Überfluss 4 Jahre durch die Große Koalition trug. Dieses nur kurz. Also, alles was man dieser Frau so positiv unterjubeln will und der Öffentlichkeit präsentiert wird, hat nichts, aber auch nichts mit der/ihrer Leistung an sich zu tun. Mich persönlich aber interessiert mehr die Zeit davor. Doch die wird - so wie es jetzt aussieht - auch weiter im Dunkeln bleiben. Leider, aber vielleicht geschehen noch Wunder! ;-) mfg SchmidtH. |
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schrieb am
12.04.2010 um 20:29
Das wird sicher passieren...
"Mich persönlich aber interessiert mehr die Zeit davor. Doch die wird - so wie es jetzt aussieht - auch weiter im Dunkeln bleiben. Leider, aber vielleicht geschehen noch Wunder!" Nach ihrer Abwahl irgendwann 2021... .-) |
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schrieb am
12.04.2010 um 21:16
Irgendwann 2021?
Dann werde ich das gar nicht mehr erleben. Welch deprimierende Aussicht. Man misterL sind Sie Pessimist oder Realist? ,-)) |
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vielleicht lässt Frau Merkel dann, 2021, eine Biographie schreiben: Angie - Schicksalsjahre einer Kanzlerin :-)
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ich frag mich was für ziele der mensch merkel hat?
will sie etwas beweisen, sehnt sie sich nach anerkennung und liebe oder ist es einfach nur macht zum schutz ihrer gene? es wundert mich wirklich was menschen in solchen positionen antreibt.. merkels intelligenz zu bestreiten ist kindisch. |
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