Man reibt sich die Augen. „Moralisch und ökonomisch abscheulich“, nennt John Prescott, einstiger Vizepremier unter Tony Blair, das Verhalten der Bankmanager, von einem „Gipfel der Verantwortungslosigkeit“ spricht Barack Obama. So hätte das vor ein paar Monaten nicht einmal Sahra Wagenknecht zu sagen gewagt – der Verfassungsschutz wäre hellhörig geworden. US-Finanzminister Timothy Geithner legt derweil ein staatliches Zwei-Billionen-Dollar-Programm auf, dessen Konsequenz die faktische Verstaatlichung des gesamten amerikanischen Bankensektors sein könnte. Während Großbritanniens Banken vor der Zwangsverstaatlichung stehen, winkt die Bundesregierung ein Enteignungsgesetz durch das Kabinett. Gleichzeitig diskutiert man in Berlin schon das Für und Wider einer Verstaatlichung von Opel. Ein paar Ewiggestrige warnen zwar noch, der Staat sei ein schlechter Unternehmer. Aber viel Gehör finden sie nicht. Man hat schließlich Bekanntschaft mit noch schlechteren Unternehmern gemacht. „We Are All Socialists Now“, titelte das US-Magazin Newsweek unlängst.
Galt vor einiger Zeit noch, wer nur die Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze um zwanzig Euro forderte, als staatsgläubiger Kollektivist, so endet die neoliberale Dominanz mit der größten Nationalisierungswelle seit Wladimir Iljitsch Lenin. Verkehrte Welt, so hat man’s gerne. Mancher, der jüngst noch das hohe Lied von der Effizienz freier Märkte sang und uns mit jargonhaften Floskeln wie „Innovation“ und „schöpferischer Zerstörung“ behelligte, nimmt jetzt lässig das Wort „Enteignung“ in den Mund. Schadenfreude will zwar nicht recht aufkommen – schließlich ist der Schaden demokratischer verteilt als die Gewinne von gestern –, aber man fragt sich nicht ohne Faszination, wie sich Leute fühlen, die abends das exakte Gegenteil dessen sagen, was sie noch morgens verkündet haben. Hat es in ihrem Kopf einfach „klick“ gemacht? Wer leise anmerkte, ob sich etwas rechne, sei nicht das einzige Kriterium für den Wert einer Sache, musste sich jahrelang anherrschen lassen, doch bitte die wirtschaftliche Realität zur Kenntnis zu nehmen. Für die, die das sagten, darf man immerhin ins Treffen führen, dass sie jetzt ihrerseits ohne viel Zeitverzug bereit waren, die Realität zur Kenntnis zu nehmen. Die wirkliche Wirklichkeit, gewissermaßen.
Der Kapitalismus ist nicht gescheitert
Jetzt purzeln auch die Begriff durcheinander. Ist „der Kapitalismus“ gescheitert, wird gefragt, wenn nun „verstaatlicht“ werde? Aber ist das dann kein Kapitalismus mehr? Und wenn: Was ist das dann? Von anderer Seite wird dagegen eingewandt, nicht „der Kapitalismus“ sei gescheitert, sondern ein auf Kreditaufblähung und künstlicher Nachfragesteigerung beruhendes System. Aber war das nicht eben jenes Arrangement, das der moderne Kapitalismus in den vergangenen 15 Jahren entwickelt hat?
Der Kapitalismus ist nicht gescheitert. Und Notverstaatlichungen führen keinen Sozialismus ein. Gescheitert ist zunächst einmal eine Ideologie und ein auf dieser beruhendes institutionelles – oder besser: antiinstitutionelles – Arrangement. Die basale Idee: Wenn auf möglichst unregulierten Märkten so viele Menschen wie möglich ihrem Eigennutz folgen, schlägt das in einer mirakulösen Operation zum Nutzen aller um. Dies war eine ökonomische Doktrin, aber auch eine moralische Erzählung, die eine hohe Anziehungskraft auf Egoisten aller Art hatte, erklärte sie ja, dass eine Untugend – die Eigennützigkeit – tugendhafte Resultate zeitigt. Erst diese moralische Erzählung machte es möglich, dass Leute, die sich Phantasiesummen an Gehältern und Boni gönnen, nicht als Plünderer erschienen, sondern sogar als Leute, die die Welt besser, weil reicher, machen. Im Umkehrschluss wurde mehr als nur insinuiert, dass Tugendhaftigkeit eine Moral für Idioten sei, die möglicherweise stets Gutes wollen, aber stets Schlechtes schaffen. Im Lichte des globalen Finanzmarktkollapses können das freilich nur mehr Phantasten behaupten. Das eigennützige Streben Einzelner ist in ein globales Großdesaster umgeschlagen, das allen schadet – sogar den Gierigen. Damit ist aber nicht nur „irgendetwas“ schief gelaufen. Die Grundidee, die die Welt zuletzt regierte, ist in Trümmern.
Der Staat als Retter
Weil es das neoliberale Einheitsdenken seit Beginn der neunziger Jahre vermochte, „den Kapitalismus“ mit seiner radikal individualistischen und marktgesellschaftlichen Variante zu identifizieren, scheint „das System“ als solches delegitimiert. Dabei erweist sich freilich noch im Moment des Kollapses, dass Francis Fukuyama mit seiner These vom „Ende der Geschichte“ nicht vollends unrecht hatte. Fukuyama behauptete ja nicht, dass es keine historischen Ereignisse mehr gäbe, sondern dass keine historische Alternative in emphatischem Sinn zum westlichen marktwirtschaftlichen System existiert. Einfach abtun lässt sich das auch heute nicht. Mag das „Schattenbankensystem“ (Paul Krugman) aus Investmenthäusern, Hedge- und Private Equity Fonds mit Hilfe von Alan Greenspans billigem Geld den Kapitalismus gegen die Wand gefahren haben, ein historisches Alternativsystem haben weder Oskar Lafontaine noch der Papst in der Tasche. Eher ist noch ein Kollaps, der Zusammenbruch des gesamten globalen Finanzsystems mit Staatsbankrotten und endemischem Chaos vorstellbar als eine ganz neue Ordnung. So erweist sich noch in der schwersten Krise die umfassende Hegemonie des marktkapitalistischen Modells. Der Staat, der in der Not nationalisiert, ist nicht die Verkörperung einer anderen Logik, sondern der Retter, der den Zusammenbruch verhindern soll.
Womöglich ist das ein weniger unerhörter Vorgang als das uns, die wir inmitten des Tsunamis stehen, erscheint. Das westliche kapitalistische System war nach dem zweiten Weltkrieg von zwei Großarrangements geprägt. Das erste war das keynesianisch-fordistische Modell mit seinen großen industriellen Konglomeraten, relativ geschlossenen Märkten und „Big Government“, das zweite das neoliberal-postfordistische Modell, das auf dem Aufstieg neuer Informationstechnologien, deregulierten Märkten und privater, teilweise kreditfinanzierter Konsumnachfrage beruhte. Jedes dieser Modelle prägte die kapitalistische Welt rund dreißig Jahre lang. Was, wenn das einfach die natürliche Lebensdauer sozialökonomischer Modelle ist?
Wie aber kann das künftige sozialökonomische Modell aussehen? Ende diesen Jahres werden die global wichtigsten Banken wahrscheinlich auf irgendeine Art und Weise nationalisiert sein – einfach, weil die Alternative dazu die Insolvenz wäre. Wohlgemerkt: Wenn wir Glück haben, werden sie nationalisiert sein. Wenn wir Pech haben und die staatlichen Rettungskapazitäten überfordert sind, werden sie nicht mehr existieren. Ohnehin ist der Finanzsektor systemisch ungeeignet, nach privatwirtschaftlichen Kriterien geführt zu werden. Denn zur „Effizienz“ freier Märkte gehört das Risiko des Scheiterns dazu. Banken aber können de facto nicht bankrott gehen. Wenn sie „too big to fail sind“, und das sind praktisch alle, dann haben sie eine implizite Staatsgarantie, weil die Kosten eines Kollapses exorbitant höher sind als die Kosten einer Rettung. Wenn ich aber bei hohem Risiko astronomische Gewinne erzielen und im Verlustfall auf staatliches Bailout vertrauen kann, wird das meine Risikostrategie beeinflussen.
Bloße Worte?
Banken haben, anders als Reifenfabrikanten und Zahnstocherproduzenten, deshalb einen ökonomischen Anreiz zur Verantwortungslosigkeit. Daraus folgt nicht, dass Finanzakteure im staatlichen Eigentum sein, sondern dass sie strenger, möglichst rigider Regulierung unterliegen müssen. Der künftige Finanzsektor wird, wie der britische Politikwissenschaftler Colin Crouch unlängst in einem Essay in The Political Quarterly prognostizierte, „von einer geringeren Anzahl großer Player dominiert sein, die direkten Zugang zu den Regierungen haben werden, ja, die oft von den Regierungen erst geschaffen worden sind“.
Wie ein radikaler Systemwechsel erscheint das auf dem ersten Blick nicht gerade. Aber die ideologische Legitimation des Systems wird weniger mit Begriffen wie „freier Markt“, „Deregulierung“ und „unternehmerisches Risiko“ verbunden sein als mit Begriffen wie „Verantwortlichkeit“ und „staatlicher Aufsicht“. „Staat“ wird nicht mehr mit Vokabeln wie „bürokratisches Monster“ assoziiert sein, eher mit dem Bild vom „ehrlichen Makler“. Bloße Worte? Die Welt wird nicht zuletzt von Metaphern regiert. In den vergangenen Jahrzehnten wurde der raffinierte Investor, der wendige Zocker regelrecht zur Kultfigur. Der smarte Banker war in dieser „Madoff-Economy“ die paradigmatische Leitfigur eines halben Zeitalters. Risikogeist wurde mit Individualität verbunden und Gerissenheit zur Tugend erklärt. Politiker orientierten sich am Role-Modell des flotten, wendigen Managers. Heute wissen wir: Der biederste Attac-Aktivist hatte ein sachkundigeres Bild von den Finanzmarktrisiken als die meisten Finanzminister.
Jetzt stehen wir da, mit leeren Händen. Instinktiv greift man zu den alten Begriffen. Sozialismus? Auf den kann man lange warten. Hat jemand eine neue Erzählung? Wer werden ihre Leitfiguren sein? Wir brauchen sie dringend, und sei es bloß, weil jemand die Henkels und Sinns in den Talkshows ersetzen muss.
Robert Misik, 43, ist Journalist, Sachbuchautor und lebt in Wien. Er ist Träger des österreichischen Staatspreises für Kulturpublizistik. Sein jüngstes Buch heißt Politik der Paranoia. Gegen die neuen Konservativen (Aufbau)
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Sicher, der Kapitalismus ist noooch nicht gescheitert, noch nicht, kommt aber noch, er ist krank,parasitär und wird früher ode später an seiner Raffgier zugrunde gehen. So lange wir die drei Affen weiter spielen, nichts hören, nichts sehen... na bitte, viel Spaß beim Geld ausgeben.
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Hallo Herr Misik,
hier habe ich eine alte Erzählung in neuem Gewande: Ist der Kapitalismus nicht nur ein Gespenst, von dem, genährt durch den Teil der hohlen Phrasen des Sozialismus, Komunismus, Christentum, Islam, Judaismus, Budhismus, Protestantismus, Hinduismus, Amerikanismus, Anglizismus, Germanismus alle Welt spricht, ohne dieses Gespenst je gesehen zu haben, wie das Ungeheuer von Loch Ness? Oder ist der Kapitalismus der toxische Derivatensalat aus den Zutaten und sonstigen Resten der Dialoge der toten und lebenden Despoten/innen auf ihren fliegenden Teppichen, kurvend in giftig hochgestapelten Himmeln auf der Abschussfahrt zur Hölle? Einen Salat, der ungenießbar ist, läßt der, die, das umweltbwußte, gesunde Verbraucher/innen, links wie rechts unberührt ungerührt stehen. Warum nicht den Kapitalismus einfach, schlicht, nicht ergreifend, stehen lassen, wo er, links wie rechts, gerade weilt, lauthals tönend jedermann/-frau eilig scheinheilig das Du anbietet, bis er wg. allgemiern Stille und fehlender Ansprache sein Echo verloren, winselnd wie ein zuckend toter Hund vor seiner Zeit verstummt? Erleben wir überhaupt eine Weltfinanzkrise? Erleben wir nicht den legaliserten Versuch von Bad Boys in den USA, die Welt über die Hintertür des Vertriebs toxischer Wertpapiere per Druckerkolonnen auf Regierungsebene, die Kosten für den Krieg im Iraque; Afghanistan; den Krieg gegen den Internationalen Terrorismus im Nachgang aufzubürden!? Das alles nicht nur aus Rachegelüste gegen einen Bundekanzler Gerhard Schröder, der 2002 während des Bundetagswahlkampfes auf dem Marktplatz zu Goslar wie ein heroischer Roland den stillen Schrei laut ausstieß, als sänge er brüllend die Melodie; „Spiel mir das Lied vom Tode“. “Uneingeschränkte Solidarität mit den USA Ja!Na! Klar! Aber für Abenteuer, wie der Krieg gegen den Iraque, sind wir nicht zu haben!“. Gut gebrüllt! Dann kamen, toxisch aufbereitet unter Regierungsbänken durchgereicht, die Rechnungen für die Stille Beteiligung der rotgrünen Bundesregierung an den Abenteuern der USA. Na! Klar! Wohin mit dem monetären Giftmüll aus den USA?, dachte die rotgrüne Regierung, mit Bundepräsident Hortst Köhler 2005 wie von Sinnen auf Angela Merkels vorgezogne Kanzlerschaft sinnend. Sber ja! Na!Klar! Glück Auf! Klare Kante! Das war die Lösung für 2005, wenn auch nicht für 2009, dachte klammheimlich die rotgrüne Bundesregierung, „Den moneteren Giftmüll per Einschreiben mit Rückschein von der FED aus den USA schieben wir den Tanten Banken IKB, HRE, Landesbanken, samt Zweckgesellschaften im Ausland, in Steueroasen, soweit die außerhalb der Bankenaufsicht agieren, wie wir es befohlen, in den Safe, untern Rock, auf den Schoß, je nach dem!?, alles easy, ganz bequehm. JP |
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Hallo Herr Misik,
da bin ich wieder mit einer Geschichte: Legalisiert US- Präsident Barack Obama Falschgeld in monetärem Giftmüll? Verweigert Bundesfinanzminister Peer Steinbrück per Gesetz den Handel mit diesem monetären Giftmüll aus den USA? Nein! Wer hat uns verraten? Nicht Sozialdemokraten. Es waren Expertokraten! Her mit dem Giftmüll aus Falschgeld, Falschmünzerei in Subpreme Hypothekenpaketen ruft frischwärts US- Präsdent Barack Hussein Obama! Aber wohin mit dem monetären Giftmüll? Wird der jetzt legalisiert auf eine neue Reise in den Weltfinanzmärkten geschickt? Anstatt die kriminell toxischen Wertpakete, geschnürt aus werthaltigen wie nicht werthaltigen Hypotheken, wie Pakete voller richtigem Geld und Falschgeld als Indizien, als belastbare Belege für Hauptverfahren bei Internationalen Gerichten, wie den Strafgerichtshof in Den Haag wg. Kapitalverbechen sicherzustellen, den Anteil des „Falschgeldes“ eindeutig zu ermitteln, zieht es die US- Regierung vor, nicht nur das „Falschgeld“ weiter handelbar im Umlauf zu lassen, sondern dessen Umlauf als gewollte Falschmünzerei zu Lasten Dritter an den Internationalen Finanzmärkten anzufeuern, um die Finanzkrise global geweitet korrumpierend zum kriminellen Alltag der Weltwirtschaft werden zu lassen!? Das erinnert an die illegale Praxis der Reichsbank des Deutschen Reiches von 1934- 38 als Mefo- Wechsel fällig gestellt waren. Nicht von ungefähr kam es deshalb am 09. November 1938 zur Reichspogromnacht, um den eingetretenen Staatsbankrott des Deutschen Reiches vor den Internationalen Finanzmärkten durch eine eilig scheinheilig scheinlegale Begründung einer räuberischen Sondersteuer in Höhe von über einer Milliarde Reichsmark, zu zahlen in Devisen, dem jüdischen Teil des Deutschen Volkes auferlegt bis nach 1945 zu verschleiern. Der Mefo-Wechsel war ein 1934 von Hjalmar Schacht entworfenes Finanzierungsinstrument zur Vorfinanzierung der Rüstungsausgaben, diente zur Verschleierung von künftigen Staatsschulden, die das Reichsbankgesetz nur begrenzt zuließ. Aus Geheimhaltungsgründen wurden die Mefo-Wechsel als Sonderwechsel bezeichnet. Erst lange nach dem Ausgabestopp wurden sie als Mefo-Wechsel bekannt. Bezogener von Mefo-Wechseln war die Metallurgische Forschungsgesellschaft m. b. H., für deren Schulden das Reich die selbstschuldnerische Bürgschaft übernahm. Das Stammkapital für die Metallurgische Forschungsgesellschaft zeichneten im Mai 1933 vier große namhafte deutsche Unternehmen, Siemens, Gutehoffnungshütte, Krupp und Rheinmetall. Die Mefo GmbH war von Anfang an als Scheinfirma konzipiert; sie hatte keinen weiteren Geschäftszweck. Will die US- Regierung den Zeitpunkt der Fälligkeit der kriminell toxischen Subpreme Hypothekenpakete, Keditpakete der Automobilhersteller, der Kreditkartenbetreiber, auf den Nimmerleinstag durch Transaktionen, Gründungen von Zweckgesellschaten, Bad- Fonds Marke „Hütchenspiel“ verlegen? JP |
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Hallo Herr Misik,
da bin ich mit einer noch besseren Geschichte: „Die Erde dreht sich doch!Hat Peter Sodann Recht?“Gehört Joseph Ackermann hinter Gitter?“ Ja!Ja! " Was ist die Gründung einer Bad-Bank gegen die Gründung einer Good- Kirche, die über das Beitragsaufkommen ihrer Gläubigen unendlich viel Kredit hat, sich an Good-Banks zu beteiligen!?. anstatt Mikro- Kredite an ihre Gläubigen als milde Gaben auszuschütten!? Heute werden ich, weil ich viele bin, in den Nachrichten aus Düsseldorf erinnert, dass sich den Bad- Bank- Boys regierungsnaher Drückerkolonnen aus den USA zur globalen Verramschung toxischer Wertpapiere, ohne werthaltigen Kern, regierungsnahe Akteure mit gleichzeitigem Hochsitz „Waidmanns Heil“ in der IKB als auch Deutschen Bank einbestellt zugesellt haben. Diese Akteure der Deutschen Bank haben der IKB, trotz deren anfänglichen Zögern, toxische US- Wertpapiere, von hauseigenen Rating Agenturen hochgestapelt Tripple AAA, teuer wie bestens aus den Beständen der Deutschen Bank per Haustür- , Telefongeschäft „Call by Call“ verhökert. Tagsdarauf haben dieselben Akteure der Deutschen Bank konsequent per dokumentierter Selbstanzeige, die Kreditlinie der IKB bei der Deutschen Bank lauthals in aller Öffentlichkeit nach unten gerissen, wohl wissend, was sie der IKB mit krimineller Energie an toxischen Wertpapier- Giftmüll in die sauberen Bestände untergejubelt. Mit dem Ergebnis, dass die IKB seitdem ein Intensiv Notfall- Patient des deutschen Seuerbürgers wurde. Die Intensivbeandlung der IKB am offenen Bank Herzen hat den Steuerbürger bisher schlappe zehn Milliarden €, nicht von Pappe, gekostet. Die toxischen US- Wertpapiere sind deshalb, hochprozentig, ohne werthaltigen Kern, weil die Immobilien- Finanzierungspraxis in den USA, anders als bei uns, erst nach Zahlung der letzten Darlehnsrate zum Erwerb des Eigentums an der Immobilie führt. D. h. viele Banken, Immobilien- Finanzierer in den USA haben womöglich für die schnelle Nummer „Shareholder Value“, der Aufblähung ihres Kreditvolumens leere Darlehnsverträge, aus denen die Immobilien wie Darlehnsnehmer/innen längst entlassen, weiter als echte Darlehnsverträge in ihren Büchern geführt, um diese in Subpreme- Hypothekenkedit- Paketen der besonders kriminellen Art zu verschnüren!? Da kommt am Ende heraus: “Die Erde dreht sich doch!“ Hat Peter Sodann recht, wenn er als Kandidat für die Wahl in das Bundespräsidentenamt am 23. Mai. 2009 in der Bundesversammlung zu Berlin, ganz ohne Splin, als Tatort- Kommissar „Spürnase „Rex“, weiteren Schadem vom deutschen Volke abwenden will, wenn er öffentlich tagträumend ohne „Zitter“ darauf sinnt“Joseph Ackermann gehört ohne Bitter hinter Gitter!?“. JP |
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schrieb am
28.03.2009 um 10:57
Werter Petrick,
wäre hier etwas weniger nicht viel mehr, - gelassener nachdenken, - sorgfältiger analysieren und auch ein zweites mal lesen bevor klick ... ? |
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Ich liebe die Artikel von Robert Misik :-)
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Sehr geehrter Herr Misik, um mich nicht unnötig zu wiederholen hier nur der Hinweis auf meinen letzten Blog-Beitrag "Das Ende der Linken, wie wir sie kennen".
Rat findet sich vielleicht erst, wenn man sich der Ratlosigkeit stellt. Und Grenzen der Wahrnehmung und des Denkens können nur überschritten werden, wenn sie erkennbar geworden sind. Sind sie es? Wenn ja wodurch? Und kann man deshalb schon hoffen, daß "Gesellschaft" gestaltet, also bewußt und intentional gerichtet geformt werden kann? Von wem? Aber: wer im offenen Meer schwimmt und droht unterzugehen, muß weiterschwimmen, auch wenn kein Land in Sicht ist und niemand weiss, wo es zu finden ist; es wird sich zeigen, was wird. Entweder, wir erreichen rechtzeitig den Boden eines neuen Kontinents (auch ein Inselchen wäre schön), oder gerade unsere Anstrengungen, dem Meer zu entgehen, führen uns weiter hinaus auf den Ozean, in die Arme dessen, was wir zu fliehen uns so sehr bemühen. Im übrigen wird gesagt, daß gerade Verzweifelnde dazu neigen, schöne Luftspiegelungen für rettenden Grund zu halten.
Was können wir darüber wissen? Wir können auf Strömungen achten, vorbeitreibendes Holz als Zeichen nehmen, den Flug der Vögel verfolgen - und uns von unseren Hoffnungen und Sehnsüchten erzählen und daran die Beschaffenheit und vielleicht die Grenzen des Meers erkunden, das uns umschließt.
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Warum muss es immer ein Ismus sein? Ismen sind immer Ideologien. Die Erfahrung mit dem Neoliberalismus ist noch frisch, wer halbwegs selbstständig denkt, kann immer noch Zeitzeuge sein, wie diese Ideologie wie ein ausgeschütteter Kübel Sinn in alle Bereiche des Lebens floß, wie sich eine Phalanx offensiver Apologeten in die Öffentlichkeit hineinspreizte bis sie sich nur mehr gegenseitig auf die Schultern zu klopfen brauchte, wie sich emsige Psychen fanden, die nun meinten, die offensiv vertretbare Wahrheit gefunden zu haben und sie legitim auch mit den Mitteln der Exklusion, des Spotts, des Ignorierens und des Verarmens durchzusetzen.
Diese störrische Suche nach der großen ideologischen Absolution wird nirgendwo hinführen können. Irgendwo hin ja, aber wie es ausschaut nur zum nächsten Spiel der nächsten großen Erzählung, für die dann der gleiche Kreisgang selbstherrlicher Überzeugung zu spielen sein wird, neu besetzt freilich, bis auch er verschleißt (Abgesehen davon, dass es ohnehin nur mehr ideolgische Neuauflagen und -kombinationen zu geben scheint, wie in der Musik, alles schon da gewesen).
Die Frage der Tugend bezieht sich auch den Umgang mit den Ismen. Tugendhaft ist es, Ismen nicht nach zu hecheln, sondern sie relativieren zu können, sie etwa neben einander experimentieren zu lassen. Relativieren kann man heutzutage aber nur Irrelevantes. Solches, das ich zu Hause hinter dem Ofen oder den Untiefen des Internets ausdunsten kann. Solches, das machtindifferent ist. Die Tugend gegenüber Ismen wäre aber machtrelevant. Sie würde den immer neu aufflammenden Hunger zur ideologischen Isomorphie sprengen. Sie sähe darin keinen Sinn.
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"Private vice publik benefits" eigentlich ist es ja diese Bienenfabel von Bernard Mandeville die - seit Jahrhunderten im Schwange - als die erstrebenswerteste Verhaltensform für das kapitalistische System gilt oder so. Fiel mir gerade wieder ein. Und wie schnell sie sich verbreitete, als das "sozialistische" System zusammenbrach.
Sehr bedenkenswert, aber kommt am Ende bei der Erzählung nicht doch so einei Art "Dritter Weg " heraus? Der Rest scheint mir Semantik.
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greiny schrieb mir am 28.03.2009 um 10:57
Hallo greiny, vielen Dank für Ihre Rückmeldung im Duktus eines ausgestandenen Schulmeisters „vollmundi“, auch wenn Sie sich in Ihrer Kritik der von mir recherchierten Faktenlage inhaltlich bisher bemerkenswert bedeckt halten. Da Sie scheinbar in Ihren Recherchen, dem weiten Feld der Analysen weiter sind als ich, wie sie nahelegen, freue ich mich, an Ihren Recherchen, Analysen an dieser Stelle, auf dieser Welle einsehend teilzunehmen. tschüss JP |
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greiny schrieb mir siehe am 28.03.2009 um 10:57
werter petrick..... Meine Antwort: Hallo greiny. Sie haben wohlmeinend geschrieben „..wäre hier etwas weniger nicht viel mehr...“.Dafür sei Ihnen Dank!, aber woher das Wenige nehmen, wenn das Viele überall auf der Lauer, auf der Mauer verlassen zurück gelassen herumliegt. tschüss JP |
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greiny schrieb mir siehe am 28.03.2009 um 10:57
werter petrick..... Meine Antwort: Hallo greiny. Sie haben wohlmeinend geschrieben „..wäre hier etwas weniger nicht viel mehr...“.Dafür sei Ihnen Dank!, aber woher das Wenige nehmen, wenn das Viele überall auf der Lauer, auf der Mauer verlassen zurück gelassen herumliegt. tschüss JP |
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