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Winterschlussverkauf nach der Wende: Wie der DDR-Fußball zum Wühltisch wurde
1989/1990 beginnt auch eine Wende im Ost-Fußball: DDR-Spitzenspieler werden systematisch von Westklubs abgeworben. Kanzler Helmut Kohl warnt Manager Reiner Calmund, er solle es mit dem Abwerben von Spielern nicht auf die Spitze treiben
Ostpolen 1943: Häftlinge im Lager Sobibór wagen den Aufstand
Anders als Auschwitz ist Sobibór ein reines Vernichtungslager der SS, um die jüdische Bevölkerung im „Generalgouvernement“ vollständig zu töten. Ein Aufstand im Jahr 1943 hat Folgen und bricht mit dem Mythos der angeblich passiven Opfer
Kreuzzug gegen die Sowjetunion: Die Kirchen im Dienst des NS-Staats
Beim Feldzug im Osten stehen nach dem 22. Juni 1941 die Kirchen mit ihren Militärseelsorgern nicht abseits. Anti-Bolschewismus und Burgfrieden mit dem NS-Regime haben den Segen des Papstes und sind zuverlässige Wegweiser
Mit dem „Arabischen Frühling“ beginnt 2011 in Syrien ein bis heute andauernder Bürgerkrieg
Nach Libyen gerät auch Syrien in einen inneren bewaffneten Konflikt, an dessen Ende unermessliches Leid, Zerstörungen und ein gescheiterter Staat stehen werden. Dieser Krieg hat viele externe Paten
Erinnerung an NS-Terror: Wie die Gestapo John Schehr und weitere KPD-Genossen erschießt
Im ersten Jahr der NS-Diktatur gelingt es der Gestapo, die verbotene KPD durch ein System von Spitzeln und Überläufern zu unterwandern. Der Fall des Kuriers Alfred Kattner ist dafür ein besonders prägnantes Beispiel
Hoch hinaus für Hitler? Die Fliegerinnen von Rangsdorf und ihre Geschichte
Vom Kunstflug zur Kriegsmaschine: In Rangsdorf südlich von Berlin starteten Karrieren berühmter Pilotinnen. Was als sportliche Emanzipation begann, mündete bald in NS-Verstrickung. Ein Kunstprojekt nähert sich nun dem Thema – mit Lücken
Marokko 1923: Der Lehrer Abd el-Krim ruft die freie Rif-Republik aus
Die Kraft des Dschihad soll den christlichen Kolonialmächten Frankreich und Spanien Paroli bieten. Das gelingt drei Jahre lang. Dann setzt nicht zuletzt der Einsatz von Giftgas der freien Rif-Republik ein brutales Ende
Sozialismus auf Augenhöhe: Marx, Engels und das Denkmal der verlorenen Nähe
Zwölf Jahre Arbeit für ein Denkmal, das am Ende niemandem wirklich gefällt – am wenigsten der Staatsmacht selbst. Im Marx-Engels-Forum in Ostberlin erscheinen die Vordenker des Sozialismus auf Augenhöhe
Brechts Berliner Ensemble studiert 1952 das dörfliche Leben in der DDR
Um den Klassenkampf auf dem Land kennenzulernen und das Stück „Katzgraben“ wahrheitsgetreu inszenieren zu können, besuchen Schauspieler, Dramaturgen und Bühnenbildner zwei Lausitz-Dörfer
Tunesien 2011: Der Freitod eines verzweifelten Obsthändlers führt zum Aufstand
Der „Arabische Frühling“ beginnt in Tunesien und greift von dort auf Ägypten, Syrien, Bahrain und andere Länder über. Einen unumkehrbaren revolutionären Wandel gibt es jedoch nirgends
Auch keine Lust auf Optimierungswahn? Diese fünf Bücher sind besser als Detox
Von wegen vegan January, hier geht es in den Lese-Januar: Diese fünf Bücher führen Sie nach China, nach Ostwestfalen, ins Mittelgebirge, in die Tiefen der Meere – und in die Abgründe der NS-Literaturgeschichte
Die vergessene Balkanroute: Marie-Janine Calic erinnert an die Flucht vor den Nazis
Während der Westen seine Grenzen schloss, nahm das damalige Jugoslawien Zehntausende Juden auf. Marie-Janine Calic schildert in dem erhellenden Werk „Balkan-Odyssee 1933–1941“ ihre Hoffnungen und das bittere Ende einer Odyssee
Wer dieses Buch liest, versteht mehr, als man je zu verstehen glauben könnte
Einfach großes Feuilleton und dringliche Lese-Empfehlung noch vor Jahresende: Bravourös zeigt Steffen Martus in „Erzählte Welt“, wie eng unsere Zeitgeschichte mit der Gegenwartsliteratur seit 1989 verwoben ist. Und das in eleganter Sprache
Wieso schnappt bei Fotografien der späten DDR und Nachwendezeit die Klischeefalle zu?
Die Potsdamer Ausstellung „Das Weite suchen“ zeigt Fotografien aus der späten DDR und den frühen 1990er-Jahren – mit beeindruckenden Arbeiten. Und dennoch: Der Versuch, die Vielfalt der Umbruchserfahrungen zu zeigen, scheitert wieder einmal
Weihnachten 1914 und der Moment der Verbrüderung
Mitten im Krieg legen Soldaten an der Westfront die Waffen nieder. Für kurze Zeit feiern Feinde gemeinsam Weihnachten und durchbrechen die Logik des Krieges
1995: Der Vertrag von Dayton verschafft Bosnien einen eher faulen Frieden
Der Vertrag von Dayton (Ohio) beendet den Bosnien-Krieg, ohne dass Frieden und Gerechtigkeit walten. Die USA sind der maßgebende Akteur. Unter dem Präsidenten Bill Clinton beginnt ein Jahrzehnt des Unilateralismus
Berlin 1939: Das einstige Kaufhaus Gerson wird zum Tatort der Shoah
Das „arisierte“ Kaufhaus Gerson am Werderschen Markt in der Mitte Berlins wird zum Reichskriminalamt. Ein Tempel der Mode ist dazu ausersehen zum Tatort von Euthanasie und Shoah zu werden
Peter Thiel off the record: Die geheimen Vorlesungen über den Antichrist im Wortlaut
Wer wissen will, wie der Tech-Investor Peter Thiel wirklich tickt, sollte seine Vorträge über den Antichristen lesen. Eigentlich von der Öffentlichkeit ferngehalten, können wir sie hier dank des „Guardian“ dokumentieren
1958 Bruno Apitz' Roman über das KZ Buchenwald: Das Kind, wie es im Buche steht
Gern möchte der Schriftsteller Bruno Apitz in der DDR auch Komödien schreiben. Aber zum einzigen, überragenden künstlerischen Erfolg seines Lebens wird 1958 der Buchenwald-Roman „Nackt unter Wölfen“, der von Frank Beyer 1962 verfilmt wird
Vietnam 1980: Das Land gerät in den Sog einer Flüchtlingswelle und braucht Reformen
Eine Parteikonferenz in Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon, stellt die Weichen für eine Politik des Wandels („Doi Moi“), bei der chinesische Muster durchschimmern
Die Besetzung des Justizpalasts von Bogotá im November 1985 endet im Inferno
Präsident Betancur und die Armee wollen ein blutiges Exempel statuieren, als die linke Guerilla M-19 Geiseln im Justizpalast nimmt. Das Militär nutzt die Gelegenheit, um missliebige Richter verschwinden zu lassen
Thriller „Adama“ von Lavie Tidhar: Es war einmal ein linkes Projekt
Lavie Tidhar verwebt in „Adama“ Staatsgründungsmythos, Kibbuz-Leben und historische Grauzonen zu einem schonungslosen politischen Roman
Der „rote Bankier“ und USPD-Politiker Hugo Simon ist heute fast vergessen
Einen Tag nach dem Beschluss des Ermächtigungsgesetzes am 23. März 1933 rettet sich Hugo Simon ins Exil. Der Kunstmäzen, Pazifist und Sozialist war preußischer Finanzminister während der Novemberrevolution
Die Stille nach der DDR: Susanne Tägders Krimi „Die Farbe des Schattens“
Susanne Tägder lässt in „Die Farbe des Schattens“ die Geister eines Staates weiterleben – in den Menschen, im Schweigen, in den Akten. Sie verwebt einen Kriminalfall und Zeitgeschichte zu einem dichten Porträt der frühen Neunziger
Terroranschläge in Paris 2015: Es geschah, wo wir getrunken, geredet und gefeiert hatten
In Paris war vor dem 13. November 2015 die Frage nicht, ob es zu Anschlägen kommen würde. Sondern nur, wann und wo, erinnert sich Romy Straßenburg. Dem Schock von Bataclan und Stade de France folgte Starre. Frankreich rang um seine Freiheit
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