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Distanziert, zynisch, romantisierend? Wie man die Jugendproteste sieht
Die Einschätzungen von außen auf die Protestwelle in Europa zerfallen in verschiedene Lager. Gaza- oder Ukrainekrieg schwelen im Hintergrund. „Possible Love“ ist ein Film über Ungleichheit. Der „Freitag!“-Blick auf den Tag
Venedig-Preisträger „Possible Love“: Subtile Kritik an Klassenunterschieden
Lee Chang-dong macht in „Possible Love“ die Ungleichheit zum Thema. Der Film über zwei gegensätzliche Paare kommt ohne die Klischees des „Eat the Rich“-Genres aus
Philipp Ruch: „1930 war Hitler ein fauler Krimineller, der bis mittags ausschlief“
Skandale scheinen der AfD kaum zu schaden. Der Künstler Philipp Ruch hat für sein Buch „Der Rückfall“ untersucht, wie die NSDAP 1930 groß wurde. Seine Antwort ist verstörend – und passt beunruhigend gut in unsere Gegenwart. Ein Gespräch
Französischer Nihilismus, Castorf und ostdeutsche Eierkuchen
Wir beschäftigen uns mit Zerstörungswut in Paris, dem „Mephisto“-Soundtrack und einem Missverständnis: der „Freitag“-Blick auf den Tag
Naza-Regisseure: „Sie hören Babys weinen. Trotzdem befehlen sie einen weiteren Angriff“
Die Doku „NAZA“ bekam in Venedig 25 Minuten Standing Ovations. Darin schildern 24 israelische Insider, wie eine KI in Gaza Häuser zu Zielen machte. Warum packen sie aus? Die Antwort von Rachel Szor und Yuval Abraham verstört. Eine Begegnung
Bin ich als Schwarze Frau sein Dating-Typ, seine Vorliebe – oder sein Fetisch?
Wenn weiße Männer ausschließlich schwarze Frauen daten, stehen oft Vorurteile im Raum. Warum solche Präferenzen in der Partnersuche problematisch sein können und welche historischen Wurzeln sie haben
Rechte Muskelspiele: Julia Ebener untersucht, wie männliche Fitness zu Extremismus führt
Julia Ebner ging für ihr Buch „Von Fitness zu Faschismus“ undercover in extremistische Fitnessclubs und zeigt auf, wie Frauenhass und rechtsextreme Ideologien Hand in Hand gehen. Eine Analyse über die Radikalisierung durch den Körperkult
Die Testosteron-Besessenheit rechter Männer hat eine Nebenwirkung, die sie kaum bedenken
Das weltweite Suchinteresse wegen eines niedrigen Testosteronspiegels ist binnen eines Jahres um 60 Prozent gestiegen. Robert F. Kennedy Jr. nimmt das Hormon, Pete Hegseth lässt Soldaten darauf testen. Dabei sind manche Folgen irreversibel
Don-Pablo Mulemba von der 4. Generation Ost: „Auch meine Oma ist dem AfD-Sprech verfallen“
Eberswalde in den 90ern, nach Mitternacht: Neonazis stürmen die Wohnung von Don Pablo Mulembas Familie. Heute erzählt er davon in „Hundeheimat“. Trotzdem will er junge Männer, die nach rechts kippen, nicht abschreiben. Warum? Ein Gespräch
Erpenbeck-Verfilmung „Heimsuchung“: Volker Schlöndorff widersteht dem Drang zur Ausdehnung
Ein Haus am See wird zum stillen Zeugen der deutschen Geschichte: Volker Schlöndorff hat Jenny Erpenbecks „Heimsuchung“ adaptiert, prominent besetzt mit Lars Eidinger, Martina Gedeck und Ulrich Matthes
Manja Präkels zu Ostdeutschland: „Ich bin ja auch eine Verräterin“
Die Schriftstellerin Manja Präkels erlebt, wie rechte Kräfte in Ostdeutschland an Einfluss gewinnen. Warum Menschen die Mauer zurückwollen, welche Geschichten nach der Wende vergessen wurden und wo sie dennoch Hoffnung sieht. Ein Gespräch
Max Reinhardt: Enteignet und ausgelöscht
Bühnenvisionär Max Reinhardt prägte die Berliner Theater wie kaum ein anderer. Ein Panel fragt nach seinem Erbe – und der Verantwortung der Häuser heute
Erstmals kartierten Forscher die Nerven der Klitoris – und fanden einen Fehler im Lehrbuch
Ein Forscherteam aus Amsterdam hat mit Röntgenstrahlen das Innere eines der am wenigsten erforschten Organe des Körpers in 3D gescannt. Was die Bilder zeigen, könnte Frauen nach Operationen vor dem Verlust ihrer Orgasmusfähigkeit bewahren
Ostkreuz-Ausstellung „Was tun wir“: Wie soll man von dieser Welt noch erzählen?
Wenn sich Umbrüche vollziehen und gesellschaftliche Krisen zuspitzen, sind die Fotografinnen und Fotografen der Agentur Ostkreuz nicht weit. Nach Berlin in den 90ern widmet sich ihre große Ausstellung „Was tun wir“ in Dresden der Gegenwart
Bingeworthy: Die 5 besten Serien der Herbstsaison
Von Florence Pugh kann man in „East of Eden“ kaum die Augen lassen und Stephen Kings „Carrie“ erlebt jetzt auch Mobbing auf Social Media. Barbara Schweizerhof stellt die aufregendsten und sehenswertesten neuen Serien des Herbstes vor
Warum halten die Leute Žižek für verrückt? Zu Besuch im „Fetischzimmer“ des Philosophen
In seinem neuen Buch „Liberal Fascisms“ nennt Slavoj Žižek den US-Präsidenten einen „faschistischen Liberalen“. Aber wie tickt Sloweniens Top-Intellektueller denn privat? Daheim in Ljubljana verrät er, was er seiner Frau abends zuflüstert
Luise Aschenbrenner von der 4. Generation Ost: „Oma, warum wolltest Du weg aus der DDR?“
Luise Aschenbrenner wurde 1995 in Bayern geboren. Zusammen mit ihrer Oma macht sie einen Podcast, in dem es um deren Haft-Erfahrung in der DDR und die ostdeutsche Familie geht. Wie hat das die Enkelin geprägt?
„Forms of Alignment“ im Berliner Centrum Judaicum: Ausgesprochen gut ausgerichtet
Fünf künstlerische Positionen, ein geschichtsträchtiger Ort: Die Ausstellung „Forms of Alignment“ im Berliner Centrum Judaicum zeigt, wie Beziehungen entstehen können, ohne dass Unterschiede eingeebnet werden
Yinon Tzafir bei den Jüdischen Kulturtagen: „Geschichte ist elastisch“
Wie kann ein Denkmal lebendig werden? Yinon Tzafirs Ensemble Orto-Da verkörpert es in der Berliner Synagoge Rykestraße selbst
Naomi Kleins 5 wichtigste Bücher: Von „No Logo!“ bis „Endzeitfaschismus“
„No Logo!“ machte die Aktivistin und Autorin Ende der 1990er schlagartig bekannt. In „Endzeitfaschismus“ nimmt sie sich nun die Oligarchen und Tech-Bros vor. Was man von Naomi Klein kennen sollte, um mitreden zu können
Podcast: Vatersein und Älterwerden mit Barack Obama
Einst im Weißen Haus, heute im Podcaststudio: Barack Obama spricht über prägende Bücher und darüber, was Literatur in Krisenzeiten leisten kann. Sein neuer Podcast bietet kluge Gespräche und persönliche Einblicke. Aber es gibt ein Problem
Die Volksbühne als Gebärmutter: Künstlerin Mire Lee macht das Bühnenbild für „Mononoke“
Satoko Ichiharas neues Stück ist eine überbordende Geschichte – und fragt zugleich selbst: Warum Geschichten?
Hinrichtung im Livestream: Wozu Pete Hegseth das faschistische Spektakel brauchte
Dass US-Verteidigungsminister Pete Hegseth eine öffentliche Hinrichtung plante, passt ins Drehbuch einer Faschisierung der US-Gesellschaft – gerade jetzt, wo MAGA an Zustimmung verliert
Erkrankte Autorin Marica Bodrožić umarmt in „Sterben“ den Tod als Teil des Lebens
Die Hanser-Reihe „Leben“ findet mit Marica Bodrožić Buch „Sterben“ einen perfekten Abschluss. Die Autorin beschreibt eine Grenzerfahrung: Eine möglicherweise tödliche Erkrankung wird als potenziell belebendes Moment erfahren
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