Ausstellung der Woche : Jüdisches Leben im Mittelalter

Stadtmuseum Simeonstift Trier

Sonderausstellung „Jüdisches Leben im Mittelalter“
STADTMUSEUM SIMEONSTIFT TRIER
Simeonstr. 60, neben der Porta Nigra
54290 Trier
11. Oktober 2026 bis 4. April 2027!

Auf den Spuren jüdischen Lebens in Europa – Kunst, Kultur und Wirtschaft. Eine bewegte Geschichte und hochkarätige Objekte rücken Trier im Mittelalter ins Zentrum des Geschehens. Über 100 Exponate aus nationalen und internationalen Sammlungen geben Einblick in den Alltag, die Organisation und die Netzwerke jüdischer Gemeinden im Mittelalter.

Jüdisches Leben im Mittelalter

In Kooperation mit Stadtmuseum Simeonstift Trier

© Stadtmuseum Simeonstift Trier

Artikel & Services

Begleitprogramm zur Ausstellung

Begleitprogramm zur Ausstellung

Sie wollen noch mehr über jüdisches Leben und Geschichte in Trier erfahren? Die Stadt und das Museum bieten ein vielseitiges Angebot an thematisch verwandten Führungen, Lesungen, Vorträgen und Workshops - für Groß und Klein. Hier alle Infos

Jüdische Geschichte zum Leben erweckt

Jüdische Geschichte zum Leben erweckt

Eine spektakuläre Bestandsaufnahme des jüdischen Lebens im mittelalterlichen Trier: Gemeinsam mit dem Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden an der Universität Trier beleuchtet das Stadtmuseum dieses Kapitel der europäischen Geschichte

Geschichte der Juden im Mittelalter

Die Geschichte der Juden im Mittelalter umfasst die Angehörigen des Judentums in der Epoche des Mittelalters, wobei im Kontext der jüdischen Geschichte häufig eine andere Definition des Mittelalters gewählt wird als vielfach in der Geschichtswissenschaft üblich. Während das Mittelalter sonst im Allgemeinen von der Völkerwanderung bis zu den Umbrüchen im 15. Jahrhundert angesetzt wird, meint der Begriff Jüdisches Mittelalter meistens die Zeit vom 7. Jahrhundert bis ins 18. Jahrhundert.

Die Juden lebten in dieser Zeit als Schutzbefohlene der Landesherren isoliert in eigenen Wohngebieten umgeben von einer ihnen häufig feindlich gesonnenen, durch das Christentum geprägten Bevölkerung. Seit dem Auftreten der Pestpandemie 1348/49 überschatteten Pogrome und Vertreibungen ihr Leben. Eine Sondersituation hatten die Juden bis zur Reconquista in den von den Mauren eroberten und vom Islam geprägten Gebieten der Iberischen Halbinsel. Hier kam es zu einer besonderen Blüte jüdischer Wissenschaft und Kunst. Aber auch hier wechselten – ähnlich wie im restlichen muslimisch beherrschten Raum – Phasen von toleranterer Behandlung der Juden als im Abendland mit Phasen von massiver Diskriminierung und Verfolgung.

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