Mit der Ausstellung Thomas Bayrle. Stadt, Land, alles im Fluss widmet das Museum im Kulturspeicher (MiK) Würzburg dem Künstler erstmals eine Einzelausstellung. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die sich mit urbanen und ländlichen Lebensräumen sowie mit Mobilität und Verkehr beschäftigen. Kurator und MiK-Direktor Marcus Andrew Hurttig verfolgt damit das Ziel, Bayrles Werk mit der spezifischen Topographie und Geschichte Würzburgs zu verbinden.
Würzburg wurde 1945 nahezu vollständig zerstört und anschließend modern wieder aufgebaut, wobei die mittelalterliche, kleinteilige und labyrinthartige Struktur der Straßen weitgehend erhalten blieb. Gleichzeitig ist die Stadt durch Weinbau und Landwirtschaft geprägt und zugleich ein urbaner Universitätsstandort mit komplexen Infrastrukturen.
Die dichten Bildräume vieler Bayrle-Werke spiegeln dieses Spannungsfeld wider. Seine seriellen Bildstrukturen erzeugen kompakte, nahezu lückenlose Bildflächen – ein visuelles Echo auf die engen urbanen Räume und Verkehrsstrukturen der Stadt.
Oder, wie es Marcus Andrew Hurttig formuliert: „In Würzburg bündeln sich wie in einem Brennglas hochaktuelle gesellschaftliche Diskurse: das Stadt-Land-Gefälle, Fragen nach Mobilität sowie die Utopien und Grenzen der autogerechten Stadt.“
Zwei Gast-Ausstellungen rund um Mobilität und Transformation runden den Ausstellungsbesuch inhatlich ab.
Mehr Informationen zur Ausstellung unter kulturspeicher.de