Archaische Emotionen und einprägsame Bilder

Netzschau „Ponsonbys Prinzipien scheinen tatsächlich so etwas wie die zehn Gebote der medialen Kriegsführung darzustellen - und sind auch in dem aktuellen Konflikt um die Ukraine Punkt für Punkt zu beobachten.“
„Wir“ – der Westen – wollen keinen Krieg, in Afghanistan haben NATO-Truppen für die Rechte der Frauen gekämpft. Aber ist es so einfach?
„Wir“ – der Westen – wollen keinen Krieg, in Afghanistan haben NATO-Truppen für die Rechte der Frauen gekämpft. Aber ist es so einfach?

Foto: DANIEL LEAL/AFP via Getty Images

Wir, der Westen, USA/EU/NATO, wollen natürlich keinen Krieg, fordern aber von den Bürgern größere Rüstungsanstrengungen (Nato-Sprecher Rasmussen) und mehr militärische Verantwortung (Gauck) auf sich zu nehmen. Das gegnerische Lager (Russen und Pro-Russen) zwingt uns dazu, denn ihrer Führer sind echte Teufel (Putin).“ – heise.de

Das erste Opfer des Krieges

„Die Propaganda wurde zur entscheidenden Waffe – und die Lüge zu ihrer schärfsten Munition. Nicht zufällig avancierte das Bonmot, dass die Wahrheit das erste Opfer des Krieges sei, nach dem Ersten Weltkrieg zum Allerweltszitat. Formuliert hat es der britische Unterhausabgeordnete Arthur Ponsonby 1928 in seinem Buch Falsehood in War-Time. Wer diesen Krieg gewinnen wollte, schreibt er, konnte sich die Wahrheit einfach nicht leisten.“ – zeit.de

Wie Kriegspropaganda funktioniert

So unglaublich primitiv schwarz-weiß funktioniert Kriegspropaganda bis heute. Wieso eigentlich? Schon die Ankündigung Es ist Krieg! mobilisiert wie auf Knopfdruck archaische Emotionen und die entsprechenden Beziehungskonstellationen, wie sie nach Jahrtausenden von Kriegstreibereien und Kriegen in uns bereitliegen.“ – berliner-zeitung.de

Ein aufklärerischer und friedenspolitischer Klassiker

„»Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit« – schon im Ersten Weltkrieg zeigte sich das Phänomen, das für uns in diesen Kriegszeiten alltäglich geworden ist und welches Arthur Ponsonby mit seinem weltbekannten Ausspruch zusammenfasste.“ – overton-magazin.de

12:45 25.07.2022

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Leseprobe Kriegspropaganda wurde vielerorts dafür eingesetzt, junge Männer für den Kriegsdienst zu begeistern. Arthur Ponsonby analysiert hierfür nicht nur Lügen aus Großbritannien, sondern auch aus den Vereinigten Staaten, Frankreich, Italien und Deutschland
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Biografie Arthur Ponsonby war britischer Staatsbeamter, Politiker und Pazifist. Als Mitbegründer der „Union of Democratic Control“ wollte er den militärischen Einfluss auf die Regierung unterbinden und kämpfte gegen die Einführung einer Wehrpflicht
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Hintergründe „Fotos können viele Dinge. Sie dokumentieren die Wirklichkeit und erzählen Geschichten. Sie ergreifen Partei und unterminieren Zweifel. Und sie sind – einmal veröffentlicht – unkontrollierbar.“

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