Tagesspiegel über Weiweis Buch „Über Zensur“ und dessen Vorstellung im Pfefferberg Theater in Berlin, 15.08.2026:
Ai Weiwei beschreibt in dem schlanken, 126-seitigen Band unterschiedliche Ausprägungen von Zensur, stellt Überlegungen zum intellektuellen Schaden an, den sie bei Menschen anrichtet, und unterfüttert dies mit persönlichen Erfahrungen. Kaum jemand könnte besser über die offensichtlichen und kaum spürbaren Wirkungen sprechen.
The Guardian im Interview mit Ai Weiwei, 09.02.2026:
Das Buch ist eine aufrüttelnde Lektüre, in der Weiwei argumentiert, dass man im Westen das Wesen der Zensur missverstehe. Er definiert sie als „die Ausübung von Macht über den intellektuellen Raum“, sowohl als „unverzichtbares Instrument der geistigen Versklavung“ als auch als „grundlegende Quelle politischer Korruption“. Er warnt, dass dies nicht nur auf autoritäre Regime zutreffe. Liberale Gesellschaften glauben, Zensur sei selten, „aber die Menschen vergessen, dass selbst an sonnigen Tagen Schatten unvermeidlich sind“.
Weiterlesen: https://www.theguardian.com/artanddesign/2026/feb/09/china-ai-weiwei-western-censorship-home-surveillance
Slavoj Žižek im Freitag über Ai Weiwei, 25.02.2025:
Mit schwungvoller Rhetorik beschreibt er Zensur als „unverzichtbares Instrument geistiger Versklavung und zugleich als fundamentale Quelle politischer Korruption“. So könne man in unserer „verwirrten“ Lage ein authentisch ethisches Handeln vollbringen.