Ströme des Lebens
Melodien aus Oper, Operette und Musical | ab 12. Juni 2026
Die menschliche Kultur hat sich entlang von großen Flüssen entwickelt. Sie sind und waren die Lebensgrundlage für Generationen. Aus der Moldau speist sich die Elbe, deren Wasser Dresden und Dessau grüßen und dann weiter in die Nordsee und damit in den Atlantik ziehen. Als Niederschlag kehren sie in die Höhen zurück, wo sie wieder hervorquellen – ein Lebenskreislauf, der heute zunehmend bedroht scheint.
Unsere Ensembles begeben sich mit Ihnen auf eine Reise von den Quellen der menschlichen Kultur an Euphrat und Tigris, entlang der Gestade von Rhein und Donau ostwärts an Wolga und Yangtse und nach Süden an die Ufer von Nil und Amazonas, bis die Reise mit dem Old Man River, dem Mississippi wieder im Atlantik mündet. Unterwegs begegnen wir den unterschiedlichsten Menschen, die unser Globus hervorgebracht hat, mal heiter und fröhlich, mal sehnsüchtig, mal beschwingt – aber stets unterhaltsam.
Ein Überfluss an guter Laune ist garantiert.
Im Mondrausch
Pe Werner & Trio | 13. Juni 2026
Das „Kribbeln im Bauch“ hat sie bekannt gemacht: Pe Werner, die Singer/Songwriterin mit Wohnsitz in Köln. Ihr opulentes, mit dem German Jazz Award ausgezeichnetes, Konzeptalbum „IM MONDRAUSCH“ begleitet von Jazz-Quartett, Bigband und Symphonieorchester galt lange Zeit als verschollen. Jahrelang war es aus Verkaufsregalen und Streaming-Portalen verschwunden. 2026 wird ihre Hommage an den Himmelstrabanten wieder auf Tonträger zu genießen sein, bestückt mit Bonustracks. Live präsentiert Pe Werner ihre Liebeserklärung an den Mond mit Jazz-Trio, angeführt von Frank Chastenier der 25 Jahre lang die WDR Bigband beflügelte.
Dabei jazzt, swingt und plaudert sich die Chanteuse durch ein abendfüllendes Konzert, widmet sich poetisch, besinnlich und satirisch ihrem Lieblingsthema Mr. Moon. Sie fragt sich augenzwinkernd, warum der Mann im Mond noch Single ist. Frönt ihrer Lust am Genuss nach dem Motto: der Mond ist rund – ich bin es auch! Gibt sich musikalisch auf unnachahmlich Wernersche Art der schönsten Nebensache der Welt hin ... und nicht nur der Mann im Mond schaut zu.
8. Sinfoniekonzert
Prokofjew, Schrabbe, Mendelssohn Bartholdy | ab 18. Juni 2026
Die Sinfoniekonzerte am Mausoleum warten stets mit ungewöhnlichen solistischen Beiträgen auf. Diesmal wird die deutsche Erstaufführung eines Jazz-Viola-Konzerts zu erleben sein. Komponiert hat es Ralf Schrabbe. Der Professor für Arrangement/Tonsatz an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig ist sowohl im Jazz als auch in der europäischen Musiktradition verwurzelt. Von ihm wünschte sich Cenk Erbiner, Bratschist in der Anhaltischen Philharmonie und darüber hinaus als Solist und Komponist im Bereich von Jazz, Worldmusic und Neuer Musik tätig, schon seit Jahren ein Jazz-Konzert. Im April 2023 war es dann soweit und er konnte Schrabbes Konzert im türkischen Antalya uraufführen. Reiseeindrücke haben Felix Mendelssohn Bartholdy zu einigen seiner besten Kompositionen inspiriert. Der Bildungsreise des 20-Jährigen im Sommer 1829 durch England und Schottland verdanken wir gleich zwei Meisterwerke: die Hebriden-Ouvertüre und die Schottische Sinfonie. Bis der äußerst selbstkritische Komponist die Sinfonie vollenden konnte, verging jedoch noch mehr als ein Jahrzehnt. Erst 1842 dirigierte er sie erstmals im Leipziger Gewandhaus. Die vier Sätze sollen nach dem Willen Mendelssohns ohne Unterbrechungen hintereinander gespielt werden. So entsteht der Eindruck einer großen sinfonischen Ballade, deren Bogen sich erstreckt von der elegischen a-Moll-Einleitung über den stürmisch bewegten ersten Satz, das von schottischer Dudelsackmusik beeinflusste Scherzo, das herb-innige Adagio bis zum »kriegerischen« Finale, das mit einem hymnischen Dankgesang in A-Dur schließt.
Die kongeniale Ballettmusik zur vielleicht berühmtesten Liebesgeschichte aller Zeiten, zu Shakespeares Romeo und Julia stammt von dem Russen Sergej Prokofjew. Noch vor der Uraufführung des Balletts 1938 in Brünn stellte der Komponist zwei Suiten zusammen, die die schönsten Nummern der einfallsreichen Partitur enthalten.
Jazzrausch Bigband Bangers Only!
Eine einzigartige Fusion aus elektronischer Musik und Jazz | am 21. Juni 2026
Eine einzigartige Fusion aus elektronischer Musik und Jazz – die Energie der 15-köpfigen Jazzrausch Bigband ist mitreißend und bringt weltweit Jazzfans und Tanzwütige zusammen.
Die Münchner Techno Bigband präsentiert ihr neues Album Bangers Only! und gibt unter diesem Titel eine klare Fahrtrichtung vor: Tanzbare Rhythmen, pulsierende Bässe und kompakte Tracks. Ein ikonischer Bandsound, inspiriert von der Zeit als Hausband im Technoclub Harry Klein. 15 Musiker:innen mit Saxophonen, Trompeten, Posaunen, Tuba, Schlagzeug, Bass, Gitarre, Keyboard, Electronics und Gesang werden live ein euphorisch tosender Tornado, aus dem die Virtuosität der einzelnen Mitglieder solistisch hervorsticht.
Mit einem Schulterblick auf ein Jahrzehnt Bandgeschichte nimmt das Ensemble in „Bangers Only!“ vor den Augen und Ohren aller seine Hits auseinander, feiert improvisierte Eskapaden, kommt mit Nebel und sprühenden Funken wieder zusammen. Zudem eine Menge neuer Sounds: noch eingängiger, kerniger und mit reichlich Druck auf dem Kessel. Immer überraschend – immer tanzbar.
Goldrausch (The Gold Rush)
Stummfilm von Charlie Chaplin mit Live-Orchester | ab 27. Juni 2026
Der große Charlie Chaplin (1889–1977) hielt The Gold Rush für seinen besten Film. »Mit diesem Film möchte ich in Erinnerung bleiben«, meinte er noch Jahre später. Am Ende der Dreharbeiten lagen sieben Kilometer Filmmaterial vor, das Chaplin – Autor (ohne Drehbuch!), Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller in einer Person – dann selbst sichtete und zusammenschnitt. Am 26. Juni 1925 war die erfolgreiche Uraufführung. 1942 hat Chaplin seinen Film für eine Wiederveröffentlichung nachträglich mit Dialogen und einer selbst komponierten Musik versehen. Obwohl er niemals eine fundierte Instrumental- oder kompositionstheoretische Ausbildung erhalten hatte, gelang ihm hierbei Erstaunliches: Seine Musik illustriert nicht nur die äußeren Begebenheiten der jeweiligen Szenen, sondern sie charakterisiert auch das Innenleben der Figuren. Darüber hinaus finden sich zahlreiche Zitate, die von Rimski-Korsakow über Tschaikowski bis hin zu populären Liedern reichen.
Alaska, 1898. Mit Goldsuchern und Abenteurern aus aller Welt kommt auch Charlie an den Klondike. Vor einem Schneesturm flüchtet der Tolpatsch in eine Hütte, wo er auf zwei weitere Glücksritter trifft. Um dem Hungertod zu entgehen, kocht Charlie einen seiner Schuhe weich und verspeist ihn genüsslich, wobei er die Schnürsenkel wie Spaghetti aufwickelt und die Schuhnägel wie Hühnerknöchelchen abnagt. (Eine der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte!) Später in der Stadt verliebt sich der Tramp unglücklich. Doch am Schluss hat er nicht nur viel Gold gefunden, sondern auch sein Glück in der Liebe.
Happy End!