In Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Stiftung

Politisch, klug, kämpferisch

Im Rahmen des Frühlingsfests diskutiert Şeyda Kurt über antifaschistische Strategien, Christiane Rösinger singt feministische Klassiker, Jean-Philippe Kindler bringt wütendes Stand-up – und Miriam Davoudvandi spricht über Schreiben über Klasse

Şeyda Kurt diskutiert über queer-feministische Kämpfe und antifaschistische Strategien im globalen Kontext

Foto: Thomas Spies

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de:lux 2026

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„Sie können die Blumen abschneiden, aber nicht den Frühling verhindern“

Frühlingsfest der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Straße der Pariser Kommune 8A | 10243 Berlin

Am 7. März 2026!

In Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Stiftung

de:lux 2026

Unter anderem mit:

Jean-Philippe Kindler

Stand-Up | 17 Uhr

„Mensch ärgere dich“ hieß das erste Soloprogramm, der Aufruf ist das Credo des polyvalenten Text-Arbeiters Jean-Philippe Kindler. Er wurde als Gewinner von Poetry Slams bekannt, ist Podcaster, Social-Media-Berater und Buchautor, zuletzt mit „Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf“ und bald mit seinem Debütroman. Mit Tempo, Wut auf den Alltag der Klassengesellschaft und viel Humor nimmt er sich Machtverhältnisse, Medien und den ganz normalen Irrsinn des Systems vor.

Es gibt nur zwei Geschlechter: Faschisten und Antifaschist*innen

Diskussion mit Şeyda Kurt und Andrea Dip (Moderiert von Barbara Fried) | 15.30 Uhr

Hinter diesem Slogan versammelten sich Anfang 2025 massive queer-feministische Mobilisierungen gegen die Faschisierung in Argentinien unter der Regierung von Javier Milei. Weltweit ist die Hetze gegen Feministinnen und gegen die Errungenschaften queer-feministischer Kämpfe ein Kernelement rechts-autoritärer Bewegungen und Parteien. Die Projekte eines autoritären Staatsumbaus setzen dabei auf eine Dämonisierung von transPersonen und auf die Kriminalisierung von Ausgegrenzten, Armen, Geflüchteten, Queers und BPOC als „innere Feinde“.

Aber weltweit formiert sich auch Widerstand: Wie können wir den Kulturkampf offensiv von links führen? Wie können abolutionistische Perspektiven teil antifaschistischer Strategien sein? Und was können wir von Kämpfen aus anderen Teilen der Welt lernen?

Über Klasse schreiben

Panel mit Miriam Davoudvandi und Mesut Bayraktar (Moderiert von Lena Krebs) | 20 Uhr

Autobiografische Erzählungen über das Aufwachsen in einer Klassengesellschaft erleben derzeit große Aufmerksamkeit. Sie brechen mit dem Mythos des autonomen Ichs, indem sie ein Selbst entwerfen, das erst in Beziehung zur Gesellschaft entsteht. Welche Herausforderungen sind mit dem autobiografischen Schreiben über Klasse und Armut verbunden? Wie gehen Autor*innen damit um, wenn ihr Leben zur Projektionsfläche wird? Und was lässt sich politisch gewinnen, wenn Erfahrungen sozialer Verletzbarkeit lesbar werden?

Christiane Rösinger

Konzert | 16 Uhr

Die Musikerin und Autorin Christiane Rösinger kam 1985 nach Berlin und gründete hier die Bands Lassie Singers und Britta. Die Themen ihrer Bücher und Lieder sind Paar- und Kapitalismuskritik, prekäres Leben vs. Boheme-Entwürfe sowie praktischer Feminismus. Neben dem Musikmachen und jahrelanger journalistischer Tätigkeit war es Rösinger immer auch wichtig, vor Ort Strukturen für musikalische Nachwuchsförderung zu schaffen und dem männerdominierten Musikbetrieb etwas entgegenzusetzen. Ihre musikalischen Bühnenproduktionen am Hau /Hebbel werden als „Volkstheater im besten Sinne“ vom Publikum und den Medien gefeiert. Zum 8. März singt sie, begleitet von Claudia Fierke an der Gitarre, die größten feministischen Hits von den „Lassie Singers“, „Britta“ und ihren Soloalben.

Articles & Services

Für eine antifaschistische Zukunft

Für eine antifaschistische Zukunft

Rosa Luxemburg liebte den Frühling. Zu ihrem Geburtstag lädt die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin zu Debatte, Kultur und Begegnung. Einen Tag vor dem 8. März stehen feministische Kämpfe im Fokus – gegen autoritäre und rechte Ideologien

Im Dialog gegen Rechts

Im Dialog gegen Rechts

Stimmen aus dem Netz: „Das de:lux 2026 lädt zu einem Tag voller politischer Diskussionen, Kultur und Begegnungen ein. Im Zentrum stehen Debatten über die Perspektiven der Linken sowie der Kampf gegen antifeministische Kampagnen.“

Aufrecht | Rosa-Luxemburg-Stiftung

Es sind die großen Fragen eines Lebens, die Lea Ypi in ihrem neuen Roman verhandelt. Im Gespräch mit Jagoda Marinić soll entlang der Erzählung eine Annäherung an diese großen Fragen des 20. aber auch des 21. Jahrhunderts möglich werden

Jede*r ist seines Glückes Schmied? | Panel

Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen und Sarah Lee Heinrich schauen auf die Ungleichheiten, die unsere Gesellschaft prägen. Sie hinterfragen gängige Erzählungen und diskutieren, welche Veränderungen nötig wären, um gleiche Bedingungen für alle zu schaffen

Lobbyismus vs. Demokratie | Panel

Kenneth Haar hat mit Unterstützung des Brüsseler Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung eine Studie zu diesem Problemfeld verfasst, die hier vorgestellt und diskutiert wird. Moderiert wird die Veranstaltung von Pauline Jäckels, Journalistin bei der taz

Warum Marxismus? | Im Gespräch

In Zeiten wachsender sozialer Ungleichheit, ökologischer Krisen und politischer Unsicherheiten erlebt die kritische Gesellschaftsanalyse nach Marx eine neue Aktualität. Doch was bedeutet Marxismus heute? Ein Gespräch