Unter anderem mit:
Jean-Philippe Kindler
Stand-Up | 17 Uhr
„Mensch ärgere dich“ hieß das erste Soloprogramm, der Aufruf ist das Credo des polyvalenten Text-Arbeiters Jean-Philippe Kindler. Er wurde als Gewinner von Poetry Slams bekannt, ist Podcaster, Social-Media-Berater und Buchautor, zuletzt mit „Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf“ und bald mit seinem Debütroman. Mit Tempo, Wut auf den Alltag der Klassengesellschaft und viel Humor nimmt er sich Machtverhältnisse, Medien und den ganz normalen Irrsinn des Systems vor.
Es gibt nur zwei Geschlechter: Faschisten und Antifaschist*innen
Diskussion mit Şeyda Kurt und Andrea Dip (Moderiert von Barbara Fried) | 15.30 Uhr
Hinter diesem Slogan versammelten sich Anfang 2025 massive queer-feministische Mobilisierungen gegen die Faschisierung in Argentinien unter der Regierung von Javier Milei. Weltweit ist die Hetze gegen Feministinnen und gegen die Errungenschaften queer-feministischer Kämpfe ein Kernelement rechts-autoritärer Bewegungen und Parteien. Die Projekte eines autoritären Staatsumbaus setzen dabei auf eine Dämonisierung von transPersonen und auf die Kriminalisierung von Ausgegrenzten, Armen, Geflüchteten, Queers und BPOC als „innere Feinde“.
Aber weltweit formiert sich auch Widerstand: Wie können wir den Kulturkampf offensiv von links führen? Wie können abolutionistische Perspektiven teil antifaschistischer Strategien sein? Und was können wir von Kämpfen aus anderen Teilen der Welt lernen?
Über Klasse schreiben
Panel mit Miriam Davoudvandi und Mesut Bayraktar (Moderiert von Lena Krebs) | 20 Uhr
Autobiografische Erzählungen über das Aufwachsen in einer Klassengesellschaft erleben derzeit große Aufmerksamkeit. Sie brechen mit dem Mythos des autonomen Ichs, indem sie ein Selbst entwerfen, das erst in Beziehung zur Gesellschaft entsteht. Welche Herausforderungen sind mit dem autobiografischen Schreiben über Klasse und Armut verbunden? Wie gehen Autor*innen damit um, wenn ihr Leben zur Projektionsfläche wird? Und was lässt sich politisch gewinnen, wenn Erfahrungen sozialer Verletzbarkeit lesbar werden?
Christiane Rösinger
Konzert | 16 Uhr
Die Musikerin und Autorin Christiane Rösinger kam 1985 nach Berlin und gründete hier die Bands Lassie Singers und Britta. Die Themen ihrer Bücher und Lieder sind Paar- und Kapitalismuskritik, prekäres Leben vs. Boheme-Entwürfe sowie praktischer Feminismus. Neben dem Musikmachen und jahrelanger journalistischer Tätigkeit war es Rösinger immer auch wichtig, vor Ort Strukturen für musikalische Nachwuchsförderung zu schaffen und dem männerdominierten Musikbetrieb etwas entgegenzusetzen. Ihre musikalischen Bühnenproduktionen am Hau /Hebbel werden als „Volkstheater im besten Sinne“ vom Publikum und den Medien gefeiert. Zum 8. März singt sie, begleitet von Claudia Fierke an der Gitarre, die größten feministischen Hits von den „Lassie Singers“, „Britta“ und ihren Soloalben.