Das Festival THEATER DER WELT präsentiert Stücke, die überall auf der Welt unter sehr unterschiedlichen kulturellen und politischen Bedingungen entstanden sind und dennoch Themen verhandeln, die für uns alle gleichermaßen relevant sind. In den Produktionen geht es zum Beispiel um Familie, um Identität oder um Klima- und Machtfragen. Erzählt werden die Geschichten in verschiedenen Genres und Ästhetiken - beispielsweise mit einer mitreißenden Pop-Oper aus Südafrika über das Leben eines Anti-Apartheid-Aktivisten in „Nkoli – A Fierce & Fabulous Life“. Oder mit berührendem Figurentheater aus Chile über die Tragödie um den Tod von 44 jungen Soldaten bei einer Militärübung am Vulkan Antuco 2005. In dem Stück „Nigamon/Tunai“ über indigene Bevölkerungsgruppen aus Kanada und Kolumbien sitzt das Publikum mitten im Geschehen - einer Dschungellandschaft aus Wasserflächen, Pflanzen, Schatten und Klang.
THEATER DER WELT erstmals seit 30 Jahren wieder in Sachsen
THEATER DER WELT wird alle drei Jahre in einer anderen Stadt ausgerichtet. Nach der Ausgabe in Dresden 1996 findet dieses einzigartige Festival genau 30 Jahre später erneut in Sachsen statt. Der Theatermacher Joshua Dalledonne sagt: „Das Festival THEATER DER WELT ist eine einmalige Gelegenheit, die ganze Welt von zu Hause aus zu erleben.“ Der Kanadier ist einer von neun internationalen Kuratorinnen und Kuratoren, die das Festivalprogramm gemacht haben. Joshua Dalledonne und seine Kollegen aus Argentinien, China, Australien, Senegal, Saudi-Arabien, Griechenland, Indien und Südafrika haben in ihren jeweiligen Heimatregionen die aktuell bemerkenswertesten Theaterstücke aufgespürt, um sie in diesem Sommer nach Chemnitz zu bringen.