In Kooperation mit Port au Prince Films

Liebe ohne gemeinsame Sprache

Ausgehend von einer eigenen Liebeserfahrung erzählt Milan Skrobanek in seinem Debüt von einer Beziehung zwischen einem blinden Mann und einer gehörlosen Frau. Der Film fragt, wie Liebe entsteht, wenn Sprache fehlt – und findet eine poetische Antwort

Foto: Port au Prince/Curly Pictures

Zum Kommentar-Bereich
Als wäre es leicht

Als wäre es leicht

Milan Skrobanek

Drama

Deutschland 2025

90 Minuten

Ab 2. April 2026 im Kino!

In Kooperation mit Port au Prince Films

Als wäre es leicht

Die Idee zum Film Als wäre es leicht kam mir 2011, als ich meine heutige Freundin kennenlernte. Sie ist Französin und wir konnten uns damals kaum unterhalten. Trotzdem verliebten wir uns. Quasi ohne Worte. Als gebe es keinen Zusammenhang zwischen dem verbalen Austausch von Inhalten und dem Gefühl der Zuneigung.

Tatsächlich haben Wissenschaftler herausgefunden, dass hauptsächlich intuitive Faktoren unsere Partnerwahl bestimmen. Z. B. erkennen wir durch unseren Geruchssinn, ob das genetische Profil unseres Gegenübers zu unserem eigenen passt. Ist dies der Fall, fühlen wir uns zu der Person hingezogen. Man sagt zwar, Kommunikation sei das Wichtigste in einer Beziehung und wahrscheinlich stimmt das auch, aber zu Beginn spielt sie paradoxerweise keine große Rolle.

Mit der Liebesgeschichte zwischen einem blinden Mann und einer gehörlosen Frau wollte ich zum Ursprung dieses Widerspruchs vordringen. Denn auch wenn man die Kommunikationsprobleme zwischen mir und meiner Freundin nicht damit vergleichen kann, hat mich dieses Gefühl, diese Frage nicht mehr losgelassen: Wie ist Liebe möglich, wenn fundamentale Mittel der Kommunikation nicht möglich sind? Ist es zwangsweise schlechter? Oder besser? Oder hat es vielleicht überhaupt keinen Einfluss?

Als Regisseur fand ich die Prämisse nicht nur inhaltlich, sondern vor allem filmisch, spannend und originell. In der audiovisuellen Darstellung zweier Welten und ihrer Verschmelzung, in der Offenbarung des Unsichtbaren, dessen was „zwischen den Zeilen“ geschieht, sah ich großes cineastisches Potenzial. Das Genre unseres Films hatte dabei, wie seine Hauptfiguren, viele Gegensätze auszubalancieren: Humor und Ernsthaftigkeit, Ironie und Emotionen, Skurrilität und Glaubwürdigkeit. Sehr wichtig war mir, dass das Potenzial zur Slapstick-Komödie, das ja in hohem Maße vorhanden war, nicht ausgeschöpft wird. Die Inszenierung sollte die Beziehung aus der subjektiven Perspektive der Liebenden erzählen und respektvoll mit ihren Behinderungen umgehen.

Ich freue mich riesig, dass wir unsere Premiere in meiner Wahlheimat Hamburg feiern. Hier lebe und arbeite ich seit über 20 Jahren und große Teile des Films haben wir hier gedreht.

Articles & Services

Inklusion auf der Leinwand

Inklusion auf der Leinwand

Milan Skrobaneks Debüt-Spielfilm „Als wäre es leicht“ erzählt einfühlsam von einer Liebe jenseits von Worten – und setzt mit barrierefreier Auswertung ein klares Zeichen für Inklusion und Teilhabe im Kino

Zwei Leben, zwei Perspektiven

Zwei Leben, zwei Perspektiven

Mit Cindy Klink und David Knors in den Hauptrollen setzt der Film auf authentische Besetzung: Zwei Darsteller:innen, die ihre Erfahrungen einbringen, tragen diese Liebesgeschichte – leise, präzise und mit großer emotionaler Wahrhaftigkeit

Außergewöhnliches Liebesdrama

Außergewöhnliches Liebesdrama

Stimmen aus dem Netz: „Was Milan Skrobaneks Film so bemerkenswert macht, ist die fast schon beiläufige Art, mit der er zeigt, wie Menschen mit Einschränkungen in einer deutschen Großstadt leben.“

Als wäre es leicht | Trailer

Die erfrischende, so unterhaltsame wie berührende Liebesgeschichte der etwas anderen Art 🫶✨ALS WÄRE ES LEICHT - Ab 2. April barrierefrei im Kino 🍿

Als wäre es leicht | Gruß von Cindy Klink

ALS WÄRE ES LEICHT startet am 2. April bundesweit barrierefrei im Kino! Hauptdarstellerin ‪@CindyKlink‬ hat einen Gruß zum Kinostart dagelassen. Alle Infos & Termine unter www.als-wäre-es-leicht.de

Gebärdensprache ist kein Trend | Cindy Klink

In Deutschland ist die Deutsche Gebärdensprache seit 2002 anerkannt – doch vielen ist ihre eigene Grammatik, Struktur und Kultur kaum bewusst. Cindy Klink zeigt, warum sie uns alle angeht

Wir und die Kunst | Trailer

Mit WIR UND DIE KUNST begleitet Milan Skrobanek vier Künstler*innen: Liedermacher Funny van Dannen, Deutschlands bekannteste Graffiti-Künstlerin MadC, Grimme-Preisträger Jan Georg Schütte und Autorin, Satirikerin und Bühnenliteratin Sarah Bosetti