„Ein westliches Publikum mag der arbeitsintensive, wenig abwechslungsreiche Alltag einer nordmazedonischen Familie von Schafhirten in Georgi M. Unkovskis Kino-Debüt „DJ Ahmet“ befremden. Trotzdem wirken viele Motive der überdurchschnittlich empathischen Coming-of-Age-Geschichte vertraut, nur eben nicht wie zigmal durchgekaut.“ Stuttgarter Nachrichten
Schafe, Traurigkeit und strenge Erziehung
„Es sind vor allem die kleinen Beobachtungen, die den Film sehens- und liebenswert machen: das Leben der Dörfler zwischen Tradition und Moderne, die hügelige, karge Landschaft, die Kleidung der Menschen und ihre Rituale. Irgendwann nimmt ein an klassischen Erzählmustern orientierter Plot dann die Überhand, weshalb einiges zu auserzählt wirkt – auf Kosten des Atmosphärischen. Dennoch stützt sich der Film vor allem auf seine anrührenden Figuren, die zumeist mehrdimensional und lernfähig sind. Insbesondere die Geschichte des kleinen Bruders Naim geht dabei zu Herzen. Die jugendlichen Darsteller, die alle vor Ort engagiert wurden, vermitteln durch ihr Spiel Natürlichkeit und Authentizität.“ Aachener Zeitung
Vereint in der Liebe zur Musik
„Beim Festival in Sundance, wo er 2025 Premiere feierte, wurde »DJ Ahmet« mit dem Publikumspreis ausgezeichnet: Beginn eines Erfolgszuges, den Unkovski nicht zuletzt seinen vor Ort gecasteten Laiendarsteller:innen zu verdanken hat. Sie sorgen mit viel Elan und endlos Charme dafür, dass weder Ethnokitsch noch Fortschrittsarroganz die zentrale Idee dieses liebenswürdigen Films beschädigen. Sie ist so simpel wie alle großen Wahrheiten: Im gegenseitigen Verständnis liegt die Lösung des Problems.“ epd-Film
Ein weißer Fleck auf der Weltkarte des Kinos
„Besonders stark ist die Besetzung. Die Chemie zwischen Arif Jakup als Ahmet und Aush Agushev als dessen kleinem Bruder Naim trägt den Film. Vor allem Agushev liefert eine bemerkenswerte Leistung: Ohne ein einziges Wort zeigt er eine ganze Palette an Gefühlen – von kindlicher Freude bis zu tiefer Trauer. Das ist so präzise gespielt, dass mancher routinierte Darsteller neidisch werden könnte.“ Film-Rezensionen