Özden Terli: „Es gab Druck auf das ZDF, ich solle das mit dem Klima sein lassen“
Diesen Sommer gab es so viele Hitzewellen, dass Özden Terli den Überblick verloren hat. Der ZDF-Meteorologe ist als scharfer Warner vor der Klimakrise bekannt. Das kommt nicht bei allen gut an – selbst Kollegen greifen ihn an. Ein Gespräch
Wegen zwei Instagram-Posts staatenlos: Wie geht es Abdallah A.? Jetzt spricht sein Anwalt
Im September 2025 erhielt Abdallah A. die deutsche Staatsbürgerschaft – kurz darauf war sie wieder weg. Dem „Freitag“ berichtet er von Isolation und Angst, sein Anwalt spricht von einer „Denunziationsmaschine“. Wie konnte es so weit kommen?
„Die AfD profitiert von rechtsextremen und islamistischen Anschlägen“
Nach dem Terroranschlag auf den CSD in Berlin mit einer Toten und 31 Verletzten fragen sich viele: Wie wirkt sich das auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Berlin aus? Ökonom Guido Friebel hat eine düstere Prognose. Ein Gespräch
Die Gurkentruppe von Vilnius und der misslungene Drohnenanschlag in Leipzig
So merkwürdig, wie der Drohnenangriff am Flughafen Halle/Leipzig ist, ist dessen mutmaßliche Vorgeschichte: Es geht um Wegwerfagenten des russischen Geheimdienstes, Sprengstoff in Sex-Spielzeug und eine mysteriöse Airbnb-Wohnung in Vilnius
Marokko, Trump, die spanische Rechte? Wer hinter der Flüchtlingstragödie in Ceuta steckt
Was in der Exklave geschieht, ist keine Momentaufnahme, sondern die jüngste Episode eines jahrzehntelangen Machtkampfs um die Westsahara, der bis 1975 zurückreicht. Führt das Tauziehen um diese Region letztlich zu kriegerischen Konflikten?
Hanna Müller über Sachsen: Warum wir kein Mitleid brauchen, sondern Solidarität
Mit ihrem Blog „Eastplaining“ setzt sich Hanna Müller für einen differenzierten Blick auf Sachsen ein. Sie fordert Solidarität statt Mitleid und erklärt, warum westdeutsche Vorurteile oft fehl am Platz sind. Ein Perspektivwechsel
Sind Kriege vermeidbar? Dieser Mann weiß, warum die Kriegstreiberei vor 200 Jahren begann
Seit der Französischen Revolution wird immer gewaltsamer gekämpft – das ist die These des Politikwissenschaftlers Benedict Anderson. Der Grund dafür ist ein Phänomen, das uns täglich umgibt und dessen wahre Macht kaum jemand hinterfragt
Jana Glaese im Gespräch über das Leben mit AfD-Nachbarn: „Wir sind aufeinander angewiesen“
„Mit Faschisten spricht man nicht!“ Das sagt leicht, wer den Kontakt meiden kann. Was aber, wenn Leute AfD wählen, mit denen man Dorf, Verein oder Arbeitsplatz teilt? Das Buch „Mit Rechten leben“ der Soziologin Jana Glaese handelt davon
Lukas Rietzschel zu großer Literatur: „Der Osten erzählt die besseren Geschichten“
Lukas Rietzschel gehört zur „Vierten Generation Ost“. In seinen gefeierten Romanen schreibt er über DDR, Nachwende und Ostdeutschland – ohne erklären oder korrigieren zu wollen. Ein Gespräch
Leitkultur? Das ist es nicht. Doch wir brauchen ein tragendes Fundament des Zusammenlebens
Was kann sozialen Zusammenhang stiften, ohne hierarchisch und ausgrenzend zu sein? Eine 13-jährige Schülerin brachte unseren Autor einmal zum Nachdenken – und fand auch ein passendes Wort dafür. Ein dankbarer Essay ihres damaligen Lehrers
Wurde Friedrich Merz von Marx vorhergesehen? Ein 150 Jahre alter Satz lässt es vermuten
Weniger Freizeit, Generalverdacht bei Krankheit, weniger Klimaschutz: Genau das hat Friedrich Merz uns 2008 in seinem Buch angekündigt. Eine alte Textstelle aus dem „Kapital“ liest sich, als hätte sein Autor diesen Kanzler kommen sehen
Kann man die „Odyssee“ guten Gewissens schauen? Dieser schwere Vorwurf spricht dagegen
Schon vor dem Kinostart tobte ein Kulturkampf um den Blockbuster: zu „woke“ besetzt, zu wenig griechisch. Doch all das verblasst neben einer Klage aus der Westsahara: Ein Filmfestival wirft Nolan vor, auf besetztem Gebiet gedreht zu haben
25 Jahre Weltsozialforum: Warum die Idee von Porto Alegre aktueller denn je ist
2001 glaubten Hunderttausende, eine gerechtere Welt aufbauen zu können. Heute sind die Krisen globaler denn je – doch progressive Bewegungen ringen noch immer um das, was Kapital und Rechte längst beherrschen: Organisierung
„Wir orientieren uns an Trump“: Die AfD bekämpft das Bauhaus – mit zwielichtigen Methoden
In Dessau wurde die Bauhaus-Architektur richtungsweisend für das 20. Jahrhundert. Für die stärkste politische Kraft der Stadt ist sie hingegen ein „Irrweg der Moderne“. Kann sich das Weltkulturerbe gegen den Rechtsruck behaupten? Ein Besuch
AfD-Hochburg: 700 tanzen beim „Hinterlandgang–Festival“ – plötzlich wird ein Rapper still
Für viele ist Demmin eine Stadt der rechten Aufmärsche. Beim „100-Tage-Sommer“-Festival der Hinterlandgang gehört sie für einen Tag den Menschen, die ihre Region nicht aufgeben – bis sich um Mitternacht die Menge zerstreut. Eine Reportage
Implodiert die CDU unter Friedrich Merz? Diese zwei Politiker könnten ihn bald absägen
Mit dem Rausschmiss von Patrick Schnieder hat der Kanzler viel Porzellan zerschlagen. Sollten sich zwei Unions-Granden auf einen Merz-Nachfolger verständigen, wird sie kaum jemand aufhalten. Droht eine Erschütterung unseres Parteiensystems?
Historiker über NS-Aufarbeitung von Rheinmetall: „Stellen sich als Opfer der Umstände dar“
Kürzlich sprach Historiker David de Jong im „Freitag“ darüber, wie Unternehmerfamilien wie Quandt und Flick durch NS-Verbrechen reich wurden. Ein Name fehlte: Rheinmetall. Ralf Ahrens hat im Auftrag von Greenpeace hingeschaut. Ein Gespräch
Paul Mason im Exklusiv-Interview: „Ohne den Staat können wir Faschisten nicht bekämpfen“
Paul Mason analysiert den Aufstieg rechtsextremer Bewegungen in Europa und warnt vor deren Verharmlosung. Ist die Grenze zum Faschismus schon überschritten?
Mojib Latif: „Ich glaube, dass die Menschen in Deutschland keine Veränderungen wollen“
Mojib Latif beschreibt die fossile Industrie als Hauptbarriere für den Klimaschutz. Sein neues Buch thematisiert die globale Bedrohung durch Wasserknappheit. Er fordert einen klaren politischen Konsens zur Bekämpfung der Klimakrise
Gisèle Pelicot ist kein Einzelfall: „Das Bett war nie ein sicherer Ort“
Ihre Ehemänner betäubten sie, vergewaltigten sie im Schlaf und filmten die Taten. Lange glaubten Zoe Watts und Amanda Stanhope, mit ihrem Schicksal allein zu sein. Heute organisieren sie Widerstand
Die Debatte um Spahns Leihmutterschaft stellt die falschen Fragen. Hier sind die richtigen
Der CDU-Mann hat sich seinen Kinderwunsch im Ausland erfüllt. Diskutiert wird seither vor allem über eine Frage: Dürfen Frauen entscheiden, ob sie ihre Körper für Schwangerschaften hergeben? Warum das am Kern der Sache vorbeiführt
Wie 213 Milliardäre in Kalifornien versuchen, die Reichensteuer zu verhindern. Mit Erfolg?
Sergey Brin floh einst vor dem Sozialismus – jetzt kämpft der Google-Gründer gegen eine neue Steuer für die Wohlhabendsten. Im November entscheiden die Bürger über „Proposition 40“. Gelingt endlich, woran Sanders & Co. bislang scheiterten?
Ist die CDU als Volkspartei am Ende? Warum bei Merz und Co. jetzt blanke Panik herrscht
„Sie führen kein Unternehmen“: Mit diesem Satz brachte ein CDU-Landeschef seinen Frust auf den Punkt. Kehrt mit der Wahl Thorsten Freis zum Fraktionsvorsitzenden nun Ruhe ein? Oder kaschiert sie, wie schlecht es um die Union bestellt ist?
„Für die Ewigkeit ist nichts“: Das gab DDR-Philosoph Wolfgang Heise seinem Schüler mit
Der Liedermacher Wenzel erinnert sich an seinen Uni-Lehrer Wolfgang Heise – an Zigarettenrauch, Gespräche über Hegel und Hölderlin, ein Denken ohne Angst vor Widersprüchen. Was nahm er aus diesen Gesprächen fürs eigene Leben mit?
Vater klagt an: „Das Jobcenter zermürbt uns. Und mein Sohn schämt sich für unsere Armut“
Der Sohn unseres Autors wird jeden Morgen im Schulbus gemobbt, weil die Familie aufs Jobcenter angewiesen ist. Sogar Lehrbücher musste der Vater vor Gericht für ihn erstreiten. Wie viel Scham kann ein Kind ertragen, bevor es zerbricht?
Michèle Winkler über linke Demos: „Die Polizeigewalt ist politisch gewollt“
Faustschläge, Schmerzgriffe, Pfefferspray: Immer wieder eskaliert die Polizei bei AfD-Blockaden und auf pro-palästinensischen Demonstrationen. Michèle Winkler vom Verein „Grundrechtekomitee“ beobachtet die Einsätze seit Jahren. Ein Gespräch
„Mehr als die Hälfte im Osten infiziert“: Was Kowalczuk auf dem linken Auge blind macht
Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk geht in seinem neuen Buch „Faschismus ist keine Meinung“ hart mit seinen Landsleuten ins Gericht. Bei aller berechtigten Sorge um die Demokratie verdrängt er dabei aber einen entscheidenden Faktor
Özgür Özvatan über Abdul B.: „Am Anfang steht selten der Glaube, sondern meist Einsamkeit“
Beim Anschlag auf den Berliner CSD starb eine Frau, 29 Personen wurden verletzt. Wieso wollte sich der mutmaßliche Täter Abdul B. dem IS anschließen? Was macht junge Männer anfällig für Radikalisierung? Ein Extremismusforscher hat Antworten
„Geschäftsführung hat keinen Arsch in der Hose“: Nauens Kampf um eine Waschmaschinenfabrik
In der Fabrik weint eine Frau, als die Nachricht kommt: Im Juni 2027 schließt die letzte Waschmaschinenfabrik Ostdeutschlands. 450 Beschäftigte wehrten sich. Besuch an einem Ort, der gegen einen Weltkonzern verlor – und seine Würde behielt
„Ich kann den Fleck nicht wegwischen“: So begann Anja Lenzes endloser Kampf gegen ME/CFS
650.000 Menschen in Deutschland leben mit derselben Krankheit wie Anja Lenze. 2021 kuriert sie Corona aus – und wird nie wieder gesund. Neun Monate dauert es bis zur Diagnose. Warum ist das Fatigue-Syndrom in Deutschland so wenig anerkannt?
1.765 Straftaten, eine Tote beim CSD: Wie gefährdet sind queere Menschen wirklich?
Ein grausamer Anschlag überschattet den Berliner Christopher Street Day: Ein Mensch stirbt, 29 werden verletzt – während Karin Prien queeren Hilfsangeboten die Förderung streicht. Dabei geht es um nichts weniger als um Leben und Tod
„Ich mache mich nicht abhängig“: Sven Schulze zieht eine Brandmauer gegen die Linken hoch
Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt gewählt, die AfD liegt bei rund 42 Prozent. Dennoch schließt die CDU jede Zusammenarbeit mit der Linken kategorisch aus – selbst wenn das bedeutet, monatelang ohne handlungsfähige Regierung dazustehen
Könnte Merz auch Kant zitieren? Warum autoritäre Staaten die gebildeteren Politiker haben
Ein Putin-Minister diskutiert mit Slavoj Žižek über Kant, ein iranischer Politiker promovierte über westliche Ideengeschichte. Warum wirken autoritäre Staatslenker gebildeter als hiesige Politiker? Der Grund dafür ist mehr als 40 Jahre alt
Antike Nymphomaninnen oder Sexflaute heute: Immer soll weibliche Lust kontrolliert werden
In der Antike galten Frauen als das sexuell aktivere Geschlecht – schärfer auf Sex, triebhafter und lustgetriebener als Männer. Warum hat sich diese Wahrnehmung gewandelt?
Warum greifen die Huthis Öltanker an? Und wer bezahlte sie dafür, es nicht zu tun?
Milizen im Jemen greifen gezielt Öltanker im Roten Meer an und blockieren damit eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Während die Spritpreise steigen, sitzt das Regime, das am meisten vom Chaos profitiert, hunderte Kilometer entfernt
„Ich habe sie nie angepasst erlebt“: Ekke Maaß über das wahre Wesen von Bärbel Bohley
Der Film „Tagebuch einer Auflehnung“ erzählt vom Leben der DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley. Ekkehard Maaß öffnet in seinem Salon alte Kalender und erinnert sich an Wohnungslesungen, Verhaftungen und ihr Leben nach der Wende. Ein Gespräch
Ich wuchs arm auf und machte beschissene Jobs. Die Erinnerungen daran ließen mich nie los
Unsere Autorin wurde von einer Mutter großgezogen, die auf staatliche Leistungen angewiesen war. Heute hat sie finanzielle Rücklagen. Doch warum kriegt sie an der Supermarktkasse noch immer Panik? Befreit man sich nie von Armut? Ein Essay
„Faschisten sagen: Unsere Nation war groß und wurde vergiftet“ – Jason Stanley im Gespräch
Er bezeichnete Trumps Politik schon 2018 als Faschismus und wanderte nach Kanada aus. Doch was der Philosoph Jason Stanley in den USA beobachtete, sieht er nun in Deutschland heraufziehen. Wie sollen wir der Gefahr durch die AfD begegnen?
Der Fall Jens Spahn offenbart eine lange verschwiegene Wahrheit über Leihmutterschaft
Kaum eine Frage spaltet Feministinnen so sehr: Ist Leihmutterschaft Selbstbestimmung – oder Ausbeutung im Deckmantel der Freiheit? Auch Jens Spahn ließ sein Kind gegen Bezahlung austragen. Hat er den weiblichen Körper zur Ware gemacht?
Ilko-Sascha Kowalczuk: „Ja, ich verachte AfD-Wähler“
Ilko-Sascha Kowalczuk zählt sich zur Champions League der im Osten Meistgehassten. Nun hat er ein neues Buch geschrieben: „Faschismus ist keine Meinung“. Warum geht er darin erneut mit seinen Landsleuten so hart ins Gericht? Ein Gespräch
Slavoj Žižek hat die „Odyssee“ gesehen: „Meine erste Reaktion war eine echte Überraschung“
Slavoj Žižek erkennt in Nolans Blockbuster mehr als eine Heldengeschichte. Der Film hält der Gesellschaft den Spiegel vor: Das Maschinenzeitalter endet, die KI-Ära zieht herauf. Fragt sich nur, was danach kommt: Zivilisation oder Barbarei?
Sigrid Graumann zu Leihmutterschaft: „Spahn hat vermutlich mehrere Regelungen unterlaufen“
Jens Spahn löste eine Empörungswelle aus, weil er sein Kind gegen Bezahlung im Ausland austragen ließ. Ex-Ethikrätin Sigrid Graumann kennt die dunklen Seiten dieses Marktes wie kaum jemand. Hat der CDU-Mann Gesetze umgangen? Ein Gespräch
Nach Spahns Abgang steht das Kabinett unter Spannung, die Grünen wollen das nutzen
Krisenzeit als Chance: Mit dem Rücktritt von Jens Spahn könnten die Grünen die politische Landschaft umkrempeln. Und sie haben bereits zwei Ministerinnen im Visier
Meine Kinder fragen mich im Sommer nicht mal nach Eis. Sie haben verstanden: Wir sind arm
Drückende Schuhe, die noch passen sollen. Ein Federmäppchen, dessen Verlust zur Panik wird. Eine Mutter beschreibt, wie durch einen Schicksalsschlag entstandene Armut die Kindheit ihrer Kinder verändert
Von „Dark Socialism“ bis „Dark Woke“: Was steckt hinter dem weltweiten „Dunkel“-Trend?
Kohei Saito nennt sein Modell für linke Klimapolitik „Dark Socialism“ – und reiht sich in einen Trend ein, den zuvor nur Rechte und Libertäre bedienten. Diedrich Diederichsen fragt: Warum wurde „dunkel“ zum Lieblingswort der Politikanalyse?
Jens Spahn durfte sich dubios eine Villa kaufen – eine Leihmutter aber nicht
Weder das Spendendinner im Corona-Lockdown noch die Maskendeals, nicht seine Sparkassen-Kredite: Jens Spahn scheitert an einer schwierigen, persönlichen Lebensentscheidung. Das sagt einiges aus über das konservativ-reaktionäre Spektrum