Kriegsmüde in der Ukraine: Warum in Odessa der Ruf nach Frieden lauter wird
Die „Ukrainisierung“ der russischsprachigen Stadt am Schwarzen Meer stößt an Grenzen. Sie werden umso sichtbarer, je länger der Krieg dauert. Die Menschen sind von seinem Sinn nicht mehr überzeugt, die Zahl der Kriegsdienstgegner wächst
Adam Smith und der Wohlstand der Nationen: Ein Klassiker mit Stacheln
Adam Smith veröffentlicht vor 250 Jahren sein Standardwerk, das die politische Ökonomie revolutioniert. „The Wealth of Nations“ ist auch eine scharfe Kritik seiner Zeit – Karl Marx war beeindruckt
Toxische Männer und Gewalt in der Ehe: Esther Schüttpelz’ beklemmender Roman „Grüne Welle“
Esther Schüttpelz wirft in „Grüne Welle“ einen eindringlichen Blick auf das Thema häusliche Gewalt. Der verzweifelte Versuch der Protagonistin, ihrem toxischen Ehemann zu entkommen, wird zu einer Metapher für gesellschaftliche Missstände
Galerie Max Hetzler Idylle mit Abgrund: Jake Longstreths kalifornische Albträume in Berlin
In der Galerie Max Hetzler zeigt Jake Longstreth seine amerikanischen Landschaften: eine idyllische Welt mit unterschwelliger Spannung
Ende der Pragmatik: Warum Moskau den Glauben an einen Deal mit Trump verliert
Der Kreml hoffte auf eine Verständigung über die Ukraine, doch Trumps Eskalation im Nahen Osten sorgt für Entsetzen. Während Medien den US-Präsidenten einen „Aggressor“ nennen, schwindet in Moskau die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende
Umwege fürs Klima: Wie die Luftfahrt ihre größte Dreckschleuder loswerden will
Flugzeuge sind weltweit für 3,5 Prozent des menschengemachten Klimawandels verantwortlich, aber nur ein Drittel dieses Schadens entsteht durch Kohlendioxid. Deshalb experimentieren Forscher mit den Flugrouten und mit Agrosprit
Atmosfair-Chef: „Auf den nächsten Flug zu verzichten, wäre die beste Lösung“
Dietrich Brockhagen berechnet die Klimaschuld unserer Flugtickets. Er erklärt, warum die Luftfahrt ihre Klimaziele verfehlen wird, warum Privatjets sofort besteuert gehören und warum sein eigenes Unternehmen nur die zweitbeste Lösung ist
Kritische Männlichkeit: Ich werde oft gefragt „Darf ich kein Mann mehr sein?“
Verunsicherung, Unbehagen und der Wunsch, sich von toxischen Manfluencern zu lösen: Endlich befassen sich Männer mit struktureller Gewalt an Frauen. Dabei sollte es aber nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben
Radikale-Töchter-Gründerin Cesy Leonard: Ich empfehle Merz unseren Mut-Muskel-Workshop
Das Innenministerium hat dem Demokratieprojekt Radikale Töchter Fördermittel entzogen – kurz nachdem ihre Gründerin Friedrich Merz kritisiert hatte. Hier erzählt Cesy Leonard, was daraus für die politische Bildungsarbeit folgt
Klimaschutz-Desaster der Bundesregierung: Na, Hauptsache, die Stimmung war gut
Carsten Schneider (SPD) legt nach Gerichtsbeschluss ein neues Klimaschutzprogramm vor, das auf veralteten Zahlen fußt. Kurz: ein klimapolitisches Desaster – die nächste Klage folgt prompt
Vom Mythos zum Problemtier: Die Geschichte von Mensch und Wolf war immer dramatisch
Der Wolf ist in Deutschland jetzt offiziell zur Jagd freigegeben. In der Kulturgeschichte – von Wotan bis zu „Twilight“ – spielte er schon immer eine wichtige Rolle. Georg Seeßlen erklärt die komplizierte Beziehung zwischen Mensch und Wolf
EU-Asylpolitik: Rechtsextreme Allianzen als Abrissbirne für die Brandmauer nach rechts
Abschiebezentren außerhalb der EU, längere Inhaftierungszeiten und Einreiseverbote: Die christdemokratische EVP-Fraktion stimmt mit den radikalen Rechten über eine verschärfte EU-Asylpolitik ab. Dafür bekamen sie Applaus von Rechtsaußen
Osten-Festival: „Solange sie sich an die Regeln halten, sind auch AfD-Wähler willkommen“
Aljoscha Begrich und Christian Tschirner sind Kuratoren des Osten-Festival in Bitterfeld-Wolfen. Im Interview sprechen sie über die anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Widerstände von der AfD und „Fachleute des Wandels“
98 Prozent Erneuerbare Energien: Wie Uruguay zum globalen Vorbild der Energiewende wurde
Uruguay hat in wenigen Jahren eine fast klimaneutrale Stromversorgung aus dem Boden gestampft. Den grünen Wandel hat kein Ideologiewechsel, sondern Krisen bedingt. Was kann Deutschland daraus lernen?
Von Fred Frith bis Münchner Tatort – und natürlich Alexander Kluge
Mit Alexander Kluge verlässt uns ein Universalgelehrter und für manche ist der Tatort ein Ärgernis: der „Freitag“-Blick auf den Tag
Straße von Hormus: Iran lässt malaysische Schiffe passieren
Nach diplomatischen Gesprächen darf Malaysia Schiffe durch die Straße von Hormus schicken. Doch die Lage in der Region bleibt angespannt
Nur Mord und Totschlag? Warum ich Tatort, Polizeiruf und andere deutsche Krimis schaue
In deutschen Krimis geht es gar nicht um Mord und Totschlag, jedenfalls nicht nur. Die Zuschauenden wollen wissen, wie Kommissare mit menschlichen Abgründen umgehen. Und am Ende suchen wir Hoffnung
Abschied von Alexander Kluge: Die helle Stimme der Neugier
Der Filmemacher, Schriftsteller, Theoretiker, Künstler und Produzent Alexander Kluge verstarb im Alter von 94 Jahren. Der Autor und Journalist Hans Hütt erinnert an eines der letzten großen Universalgenies
Wie politisch ist der neue Tatort? Das Ermittler-Duo Foroutan und Hasanović im Gespräch
Im aktuellen Frankfurt-„Tatort“ dreht sich der Plot um den Brand eines Hochhauses mit Sozialwohnungen. Wie politisch ist das Schauspiel-Duo Melika Foroutan und Edin Hasanović abseits der Kamera – und was hält es von der Polizei?
Shirin-David-Doku auf Netflix: Wenig Künstlerin und viel Schönheitsdruck
Die Netflix-Doku „Barbara – Becoming Shirin David“ erzählt viel über patriarchalen Schönheitsdruck und wenig über ihre Person. Genau das ist das Problem
Antizionismus-Debatte: Wofür steht die Linke?
Die Linke muss sich entscheiden: Wird sie zur antiisraelischen Klientelpartei oder zu einer gesellschaftlichen Kraft gegen den Rechtsruck – gegen Antisemitismus und Rassismus? Ein Appell von Monty Ott
Welt ohne Zuflucht: Susanne Heim beschreibt, wie Juden vor verschlossenen Grenzen standen
Zwischen 1933 und 1945 wurden Millionen zu Geflüchteten. Die Historikerin Susanne Heim zeigt in „Die Abschottung der Welt“, wie früh sich das Denken der Abschottung formierte – und warum ihre fundierte Analyse bis in die Gegenwart reicht
56 Jahre sind genug: Es ist Zeit, den Tatort abzuschaffen
Unser Autor kann die Faszination der Deutschen für den Tatort nicht nachvollziehen. Warum begeistern hierzulande Mord und Totschlag so sehr? Ein Plädoyer für staatskritische Alternativen, die dem Sicherheitsempfinden guttun
Die Matrix des Bundeskanzlers: Es sind immer „die Ausländer“
Was machen mit Friedrich Merz? Äußert man sich nun zur redundanten „Zuwanderer sind das Problem“-Aussage des Bundeskanzlers, die er am Mittwoch im Bundestag tätigte – oder lässt man es bleiben? Die Krux der Aufmerksamkeitsökonomie