Ostdeutschland
Sie ist nach den Wahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg erneut entbrannt, die Debatte über die starke AfD in Ostdeutschland. Doch was ist eigentlich in Westdeutschland los? Warum kommt dort so gar nicht an, was hier im Osten diskutiert wird? Versuch einer Debatte auf Augenhöhe
„Was machst du hier?“: Als dieser Linke auf einen AfD-Wähler trifft, wird es brenzlig
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt, die AfD liegt schon jetzt bei über 40 Prozent. Linken-Kandidat und Diakon Veit Kuhr sucht trotzdem das Gespräch mit AfD-Wählern – sogar am eigenen Gartenzaun. Dann knattert plötzlich eine Simson heran
Diesen Satz hört Monchi in Mecklenburg-Vorpommern ständig, wenn er über die AfD diskutiert
Auf den Partys seiner Jugend wurde gekifft und „abgehitlert“. Heute ist Monchi Sänger der linken Band „Feine Sahne Fischfilet“. In seinem Bestseller „Jenseits der Brandmauer“ erklärt er, warum Verständnis der beste Weg gegen die AfD ist
Ein Protest-Banner spricht aus, was viele denken: Was wird aus Zwickau, wenn VW weggeht?
VW-Chef Oliver Blume besuchte erstmals das Werk Zwickau – laut einem geheimen Papier soll der Standort 2031 schließen. Die Angst sitzt tief, denn die ganze Region hängt an VW. Wie geht es weiter, wenn VW schließt? Eine Reportage
Alle reden über die „M1llion“-Demo in Plauen. Ist das der Beginn eines zweiten „Pegida?“
10.000 Menschen demonstrierten in Plauen gegen Merz – organisiert von der AfD-nahen Bewegung „M1llion". Die Linke brachte zeitgleich nur wenige Hundert auf die Straße. Steckt hinter dem Erfolg der Rechten ein knallharter Plan?
AfD-Tillschneider gab sich siegessicher in Querfurt – doch ein anderer bekam den Applaus
In der Burg Querfurt in Sachsen-Anhalt trafen AfD-Chefideologe Hans-Thomas Tillschneider und Pfarrer Andreas Tschurn bei einem Wahlkreisforum aufeinander. Die Umfragen sehen die AfD klar vorn. Doch der Abend verlief ganz anders als erwartet
Ingo Schulze: „Niemand von ihnen ist auf die Idee gekommen, mich anzurufen“
Ingo Schulze hat mit „Das Wasser im August“ einen neuen Roman geschrieben, der tief in die DDR-Vergangenheit zurückgeht. Hier spricht er über den „Gittersee“-Streit, der ihn fassungslos machte – und den Vorwurf des Rufmords. Ein Gespräch
Warum wir zögerten, einen Text über Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk zu veröffentlichen
Ein Text über den DDR-Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk entfacht eine Debatte um die Deutungshoheit der Wendezeit. Warum die Redaktion des „Freitag“ mit der Publikation zögerte und welche alten Wunden im Osten dabei aufreißen
Warum man sich Monchi als glücklichen Menschen vorstellen muss, trotz 54 Prozent AfD
Ein Soziologe liest das Buch eines Punk-Musikers: Matthias Quent – so alt wie Monchi und auch in der ostdeutschen Provinz aufgewachsen – findet in „Jenseits der Brandmauer“ des Feine-Sahne-Fischfilet-Sängers eine geile Idee für die Zukunft
Eine halbe Stunde mit Wolfgang Heise veränderte das ganze Leben einer Studentin in der DDR
In ihrem Buch „Wilde Mutter, ferner Vater“ erzählt die Journalistin Jutta Voigt von einer Begegnung mit Wolfgang Heise, die ihren beruflichen Weg geprägt hat. Sie war verblüfft, dass sich der große DDR-Denker für sie Zeit genommen hat
Ostdeutsche Mentalität: Ich nenne es das Prinzip des ehrlichen Ossis
Juliane Marie Schreiber ist Nachwendekind und Bestsellerautorin. Sie beschäftigt sich mit der Frage, warum Ostdeutsche sich weniger verkaufen können als Westdeutsche, und erklärt, was das mit DDR-Sozialisierung zu tun hat
Thüringer BSW-Chef Süßmuth: „Glaube nicht, dass Wagenknecht der AfD zur Macht verhilft“
In Weimar spielt er erste Geige in der Staatskapelle, in Erfurt führt er das Thüringer BSW: Hier verteidigt Gernot Süßmuth die Regierungskoalition mit der CDU – auch gegen den Kurs seiner eigenen Parteichefin Sahra Wagenknecht. Ein Gespräch
Ist Köln die antifaschistischste Stadt Deutschlands? Dieser Zwischenfall spricht dafür
„Mit Rechten leben“? An manchen Orten, vor allem im Osten, mag man auch auf seine AfD-Nachbarn angewiesen sein. In Köln ist das anders. Dort zog der AfD-Fraktionschef neulich in ein zentrumsnahes Viertel – dann geschah etwas Bezeichnendes
Ingo Schulzes neuer DDR-Roman spielt 1979 – der Grund dafür ist überraschend persönlich
Ingo Schulze zieht sich in seinem neuen Roman „Das Wasser im August“ in die ostdeutsche Provinz zurück – drei Jahre nach Wolf Biermanns Ausbürgerung. Weil ihm für die Gegenwart etwas fehlt: die Gewissheit, dass Veränderung noch möglich ist
Nikolaus Blome gegen Sabine Rennefanz: Ihr Ost-West-Streit verdeckt eine höhere Wahrheit
Wieder einmal werden Ostdeutsche im „Spiegel“ als „Jammer-Ossis“ diskreditiert. Zwar hält Sabine Rennefanz tapfer dagegen. Aber als jüngere Ostdeutsche fühlt man sich an einen Familienstreit erinnert – der so alt ist wie die Einheit selbst
„Autsch, das schmerzt“: Ein Bekannter entdeckt Fehler in Kowalczuks Buch „Freiheitsschock“
Ilko-Sascha Kowalczuk gilt als Kenner der DDR-Geschichte und wird bald wieder omnipräsent sein, wenn Medien die Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern deuten. Unser Autor kennt ihn seit 1990 – und hat Zweifel an seinen Thesen
„Schade, dass wir dich verpasst haben!“: So buhlen die Parteien in Halle um Wähler
Die AfD hat die längsten Leitern und die SPD kann man lange suchen: Unser Autor schwang sich in Halle aufs Rad und schlug sich einmal quer von Nord nach Süd durch den Wahlkampf
Annekatrin Hendel über ihre Hiddensee-Doku: „Ich will gar keine fette Kohle machen“
Der Dokumentarfilm „Hiddensee“ läuft ab 20. August in den Kinos und erzählt von der Ostsee-Insel – und von einem Kulturkampf, der dort tobt. Hier spricht die Regisseurin Annekatrin Hendel über Kapitalismus und ihre Rolle als Filmemacherin.
Warum wünschen sich viele im Osten Alice Weidel als Kanzlerin? Das ist der Grund
Zum Auftakt des AfD-Wahlkampfs in Sachsen-Anhalt wird Alice Weidel frenetisch gefeiert. Dabei wäre mit Tino Chrupalla ein waschechter Ostdeutscher zur Stelle gewesen. Doch ein Blick auf die Zahlen zeigt, wen der Osten lieber mag – und warum
„Alles besser, als rechtsextrem regiert zu werden“: Aktivistin hat einen Anti-AfD-Plan
In Sachsen-Anhalt steht die AfD bei 43 Prozent, erstmals ist eine Alleinregierung möglich. Theresia Crone hat eine Idee, die genau das verhindern soll. Doch nicht nur die Linke warnt vor der Umsetzung – auch ein Journalist schlägt Alarm
Was passiert, wenn ein Linker in Halle bei AfD-Fans klingelt? Jannik Balint hat es erlebt
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Linke-Kandidat Jannik Balint sucht dafür das direkte Gespräch mit Menschen aus allen politischen Lagern – auch mit jenen, die klar rechts stehen. Welche Erfahrungen macht er dabei?
Kann man mit Rechten leben? Dieser Historiker fand eine überraschende Antwort auf dem Bau
Wie kann das Zusammenleben mit Menschen unterschiedlicher Meinung gelingen? Der Autor Clemens Tangerding weiß es: In seinem Heimatort halten politisch zerstrittene Stammtischbrüder seit 40 Jahren zusammen. Was ist ihr Geheimnis? Ein Essay
Schock im „DeutschlandTrend“: Diesen radikalen Wunsch haben 86 Prozent der AfD-Wähler
Erst weit hinten im „DeutschlandTrend“ taucht eine entscheidende Frage auf: „Wünschen Sie sich in unserem Land einen grundlegenden Wandel?“ Die Antwort der Mehrheit der Wähler lässt aufhorchen
Nauens Bürgermeister zur Schließung des BSH-Werks: „Mein Einfluss war begrenzt“
In Nauen bei Berlin schließt 2027 das BSH-Waschmaschinenwerk – trotz monatelanger Proteste der Beschäftigten. Michael Wiebersinsky hat die Kundgebungen persönlich begleitet. Was befürchtet er jetzt für seine Stadt? Ein Gespräch
Wer ist Lukas Rietzschel? Das wird über den Buchpreis-Kandidaten im Osten getuschelt
Lukas Rietzschel gilt als eine der wichtigsten jungen Stimmen des Ostens und ist mit „Sanditz“ für den Deutschen Buchpreis 2026 nominiert. Was macht diesen Autor so besonders unangreifbar? Die Antwort hat wenig mit seinen Büchern zu tun