Alltag

Männersache | 21.11.2011 15:10 | Jan Pfaff

Wann wechselt Mann die Frisur?

Karl-Theodor zu Guttenberg markiert mit seiner veränderten Frisur einen Neuanfang. Eine Signaltechnik, die bisher oft Frauen benutzten. Auch sonst fallen die Unterschiede

Der Reporter von Spiegel Online hatte wirklich Probleme: Den Mann, der da am Samstagabend auf dem Flughafen von Halifax ankam, habe man kaum wiedererkennen können, schrieb er. Karl-Theodor zu Guttenberg, Ex-Verteidigungsminister und Ex-Doktortitelträger, präsentierte sich bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach seinem Abgang optisch runderneuert. Auf einer politischen Strategie-Konferenz in Kanada zeigte er sich mit Kontaktlinsen statt Rundglasbrille – und mit neuer Frisur. Er verzichtet jetzt auf die obligatorische Tube Gel und trägt die Haare nicht mehr wie Gordon Gekko streng nach hinten gekämmt, sonder leicht zur Seite gescheitelt.

Dass es im Moment selbst für einen Konservativen nicht opportun sein mag, eine Frisur zu haben, die an Oliver Stones Wall Street erinnert, ist das eine. Im Rahmen dieser Kolumne bedeutsamer ist aber, dass Guttenberg sich mit dem Frisurwechsel eine Signaltechnik aneignet, die bisher vorwiegend Frauen nutzten, um einen Neuanfang zu markieren. Der Trennung vom Lebensabschnittspartner oder dem Kündigen eines verhassten Jobs folgte der Gang zum Friseur, um sich die Haare kurz oder irgendwie ausgeflippt, auf jeden Fall ganz anders schneiden zu lassen. Und wehe das bemerkte keiner!

In der Welt der politischen Alpha-Männchen kannte man dagegen lange nur die Brachial-Symbolik eines Joschka Fischer, der öffentlichkeitswirksam den Turnschuh gegen den handgenähten Budapester, das Muscle-Shirt gegen den grauen Dreiteiler tauschte. Und echten Männerbauch gegen Asketenkörper gegen echten Männerbauch. Unter weniger wandlungsfähigen Politikern, die schon immer in Anzügen feststeckten, ist der Brillenwechsel als Ausweis geistiger Beweglichkeit beliebt geworden. Erst Norbert Röttgen und Frank-Walter Steinmeier, dann auch Guido Westerwelle tauschten ihre randlosen Modelle gegen schwarzes Rahmengestell. Es spricht für Guttenbergs Distinktionswillen, dass er gleich ganz auf Kontaktlinsen umstellt.

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Die Gefahr, die mit einem über äußerliche Signale kommunizierten Neuanfang einhergeht, ist allerdings, dass das Augenmerk auch auf Dinge fällt, die sonst unerwähnt blieben. Und auch hier fallen die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Spiegel Online vermeldete bei Guttenbergs Auftritt außerdem, dass der Ex-Minister nun ein paar Kilo mehr auf den Rippen habe.

 
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Artikelaktionen
Kommentare
Calvani schrieb am 21.11.2011 um 16:26
Also, ich bin begeistert! Habe ich hier doch ewig und drei Tage darauf gepocht, dass eine Genderkolumne denknotwendig nicht allein von einer Frau geschrieben werden kann... et voilà! Und dann geht's auch noch um Frisuren, da kennt meine Begeisterung kein Halten mehr!
Mir gefällt Guttenberg im neuen Look übrigens viel, viel besser - sag' ich jetzt mal so als Frau. Und dass Männer vermehrt Wert auf ihr Äußeres legen - nicht nur um einen Neuanfang zu signalisieren, sondern ganz allgemein - das ist mir nur allzu recht!
Ullrich Läntzsch schrieb am 21.11.2011 um 17:32
Liebe Calvani,

I am so sorry, sorry, sorry, aber wie sich eine intelligente Frau für einen derartigen Pomadeknabe, so einen jämmerlichen Waschlappen ernsthaft interessieren kann, das schockt ungemein. Sorry, ein Fall von heftigster Geschmacksverirrung.

Schockiert - Grüße - aber fast immer
Calvani schrieb am 21.11.2011 um 18:00
Moment mal, lieber Ullrich, dass ich mich ernsthaft für Guttenberg interessiere, das hast du gesagt, nicht ich. Aber er sieht doch jetzt wirklich besser aus als vorher, oder? Abgesehen von der Frisur wirkt er auch nicht mehr so übereifrig und beflissen - insgesamt bin ich sogar geneigt zu sagen, er wirkt männlicher. Was nun männlich bzw. weiblich ist, tja, das ist hier eben die Frage...
Ullrich Läntzsch schrieb am 24.11.2011 um 14:50
Liebe Calvani,

was ich nicht verstehe, ich kann einen Menschen nicht in verschiedene Bestandteile zerlegen. Ja, ich kenne auch den Widerspruch, eine Frau kann durchaus attraktiv auf mich wirken, obwohl ich etwas an ihr aus zusetzen habe. Dies geht Frauen umgekehrt nicht anders. So weit so gut - oder eben nicht. ABER. Es gibt da bei mir Grenzen. Und wäre der Politiker und Plagiator Guttenberg ein Frau, da könnte sie noch so atemberaubend aussehen, Du könntest sie mir auf den Bauch schnallen ...

Dies ging mir durch den Kopf und überwand daher meinen Grundsatz, Urteile über das Aussehen von Männern besser Frauen zu überlassen.

Grüße
Wolfram Heinrich schrieb am 24.11.2011 um 15:10
@Calvani
Aber er sieht doch jetzt wirklich besser aus als vorher, oder?

Die Tante Jolesch (de.wikipedia.org/wiki/Die_Tante_Jolesch) hat gesagt: "Alles, was ein Mann schöner is als wie ein Aff' is a Luxus."

Ciao
Wolfram
Calvani schrieb am 24.11.2011 um 20:56
Ich kann dich verstehen, Ullrich, aber das Aussehen kann ein entscheidendes Politikum sein, darauf zu achten bedeutet nicht zuletzt auch Manipulationen vorzubeugen.

Wie wichtig z.B. so scheinbar nebensächliche Äußerlichkeiten wie Pickel für PR-Arbeit in der Mediendemokratie sein können, erklärt ein Litigation-Experte hier. (So ab der 16ten Minute)

Interessant sind auch die Begrifflichkeiten z.B. "Gerichtshof der Öffentlichkeit", "soziale Exekution", "medial-juristische Strategien"...

Naja, Wolfram, ein paar (Haar-)schnittige Männer gibt's schon, oder?
Wolfram Heinrich schrieb am 25.11.2011 um 00:12
@Calvani
Naja, Wolfram, ein paar (Haar-)schnittige Männer gibt's schon, oder?

Das erinnert mich daran, daß ich mein wallendes Greisenhaar wieder mal zum Friseur tragen müßte.

Ciao
Wolfram
pedrei56 schrieb am 21.11.2011 um 16:53
Im "Postillon" war in gewisser Vorahnung ff. zu lesen: "arroganter Adliger trägt Kontaktmonokel"...
luddisback schrieb am 23.11.2011 um 09:55
hihi, kontaktmonokel!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 21.11.2011 um 17:14
Tja, wenn er sich jetzt auch noch moralisch runderneuert hat, dann hat sich der Gang zum Friseur gelohnt - doch halt jeder Gang macht schlank?
"Und auch hier fallen die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Spiegel Online vermeldete bei Guttenbergs Auftritt auch, dass der Ex-Minister nun ein paar Kilo mehr auf den Rippen habe."

Na, na ob das so stimmt mit der Veränderung, Herr Pfaff?

Mit gezwinkertem Auge
HN
Jan Pfaff schrieb am 21.11.2011 um 17:21
Ich glaube tatsächlich, dass sich da was angleicht. Ob das gut oder schlecht ist, ist noch mal eine ganz andere Frage ...
Ehemaliger Nutzer schrieb am 21.11.2011 um 19:37
Stimmt, Herr Pfaff, Frauen fälschen ja auch ihre Doktorarbeiten und werden immer verlogener ... Obwohl war das nicht schon immer unser Privileg und dann das Thema Gewichtszunahme, ei, jei, jei - wenn das keine Annäherung der Geschlechter ist!

Witziger Artikel. Sehr schön auch der Satz: "Es spricht für Guttenbergs Distinktionswillen, dass er gleich ganz auf Kontaktlinsen umstellt."
Wenn da mal kein neuer Staatsmann wie Venus aus der Muschel steigt.
claudia schrieb am 22.11.2011 um 05:48
>>Wenn da mal kein neuer Staatsmann wie Venus aus der Muschel steigt.<<
Aber ja: Optisch wie neugeboren, und dann, von amerikanischen Parkbänken ins heimatliche Schloss zurückgekehrt, als strahlender Kanzlerkandidat: "Ich war ganz unten. Aber mit eisernem Willen und energischer Tatkraft kann man den zweiten Erfolg schaffen!"
Signal für die Einen.
Und: "Das Bekanntwerden meines Plagiates hat mir die Einsicht eröffnet: Nur Leistung hat Bestand. Mein neuer Doktor hält jede Überprüfung aus!"
Signal für Anderen.

Das ist Gender: Einem Mann nimmt mann solche Sprüche gerne ab und wünscht sich ihn als Häuptling.

Und ein Schönling isser er ja immer noch.

Er wird es schaffen, als Kanzler der neuen Grossen Koalition. Es wird dem Peer eine Ehre sein, unter Karl Theodor I dienen zu dürfen...
tlacuache schrieb am 22.11.2011 um 06:46
Claudia:
Ja wo ist denn dein
occupywallst.org/
Optimismus geblieben?
du schreibst mir ja aus der Seele, als mir, ein ewiger Schwarzseher.
Karl Theodor I
hat nicht noch zufaellig noch Aktien an Pro 7,
SAT 1 und RTL?
Berlusconi hat's 20 Jahre vorgemacht, wie das geht, von der "Atlantikbrücke", incl. "Grüner" innerhalb eben jener "Brücke" sprechen wir hier noch gar nicht...
LG
claudia schrieb am 23.11.2011 um 12:08
@tlacuache:
Eine Regierungskoalition braucht knapp 30 % der Wahlberechtigten. Die kommen immer irgendwie zusammen.

Und mit einem Phönix, der kaum der Asche entstiegen, seine edlen Schwingen über die 30 % breitet, könnte eine neue bleierne Ära eingeleitet werden.

Speizbeinig steht er über der Welt, ein Bein in Berlin, das andere in Washington: Er IST die Atlantikbrücke!
Und der Ruf derer von Guttenberg zu Guttenberg auf dem Guttenberg hallt bis den letzten Winkel der Welt, arabische Könige neigen vor ihm ihr Haupt, das Er mit güldenen Panzern krönt...

Oder so ähnlich.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 23.11.2011 um 12:44
@ Claudia

ganz toll in die Tasten gehauen! Ich mag diese Art der Ironie; aber JPfaff ist auch nicht schlecht!!

Einspruch Euer Ehren!
"Und ein Schönling isser er ja immer noch."

Ich bitte Sie, denken Sie doch einmal an die inneren Werte,,,,,,,,,,,,,,,,,
Wolfram Heinrich schrieb am 24.11.2011 um 15:13
@Helena Neumann
Stimmt, Herr Pfaff, Frauen fälschen ja auch ihre Doktorarbeiten und werden immer verlogener ...

Frauen sind überhaupt das Allerdubioseste wo gibt. Abgesehen von Männern natürlich.

Ciao
Wolfram
Ehemaliger Nutzer schrieb am 24.11.2011 um 16:31
@ wolfram
"Frauen sind überhaupt das Allerdubioseste wo gibt"

Haben Männer deswegen die Deutungshoheit - seit Adam und Eva?

Salut
Helena

P.S. Zum Glück ist unser Karleman wenigstens leicht zu durchschauen und Selbstzweifel sind dem fremd wie dem E*** das Denken
Wolfram Heinrich schrieb am 24.11.2011 um 16:51
@Helena Neumann
"Frauen sind überhaupt das Allerdubioseste wo gibt"

Haben Männer deswegen die Deutungshoheit - seit Adam und Eva?


Du hast den zweiten Satz weggeschnippelt. Frauen sind ja wohl das primitivste, dümmste und mieseste, das rumläuft, Frau Dr. Giesebrecht.



Ciao
Herr Mengelberg
claudia schrieb am 24.11.2011 um 17:06
>>denken Sie doch einmal an die inneren Werte<<
Die werden auf ca. eine halbe Mrd. €uronen geschätzt. Das muss man auch sehen, stimmt.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 24.11.2011 um 17:17
@ Wolfram
Haben Männer deswegen die Deutungshoheit - seit Adam und Eva?

Das sollte ein Witz sein - aber irgendwie ist da auch einen freie Stelle ......habe ich da was übersehen, oder muss ich jezt weinen, Radikalfeministin werden, zu Guttenberg überlaufen?

Salut
Helena
Ehemaliger Nutzer schrieb am 24.11.2011 um 17:17
@ Wolfram
Haben Männer deswegen die Deutungshoheit - seit Adam und Eva?

Das sollte ein Witz sein - aber irgendwie ist da auch einen freie Stelle ......habe ich da was übersehen, oder muss ich jetzt weinen, Radikalfeministin werden, zu Guttenberg überlaufen?

SOS
Helena
Ehemaliger Nutzer schrieb am 24.11.2011 um 17:30
@ Claudia

"Die werden auf ca. eine halbe Mrd. €uronen geschätzt. Das muss man auch sehen, stimmt"

Sie haben vollkommen recht. Das Äußere wird völlig überbewertet.............
Ullrich Läntzsch schrieb am 24.11.2011 um 17:58
Liebe Helena Neumann,

zu Beginn dieses Threads beginnen Sie ja mit der so meine ich, zentralen Frage: Tja, wenn er sich jetzt auch noch moralisch runderneuert hat... um sich dann weiter auf die mE zweitrangige, weil unpolitische Frage des Aussehens in der bedeutenden Frage nach politischer Moral des Blogs einzulassen.

Doch genau dies ist die richtige Frage, hat er etwas begriffen, ist er einsichtig, kann man also mit einem neuen Guttenberg rechnen.

So wie Sie, die Frage nur als Einstieg benutzen, habe ich den Eindruck, Sie sehen es auch nicht anders - nein, der Herr Guttenberg ist immer noch der Alte.

und wie Claudia in erschreckender Hellsichtigkeit am 22. um 05:48 schreibt:

Er wird es schaffen, als Kanzler der neuen Grossen Koalition. Es wird dem Peer eine Ehre sein, unter Karl Theodor I dienen zu dürfen...

Soll man diese Schreckensvision wirklich unter dem Thema Gender subsumieren?

Allerbeste
Ullrich
Ehemaliger Nutzer schrieb am 24.11.2011 um 18:56
Lieber Ulrich!

"Soll man diese Schreckensvision wirklich unter dem Thema Gender subsumieren?"

Sie sollten mich inzwischen so gut kennen, dass ich mich an Fragen des Aussehens nicht aufhalte. Ich finde diese Threads überflüssig, sogar peinlich.

Darüber hinaus halte ich mich beim Genderthema doch sehr zurück. Aus guten Gründen übrigens.

Als der Fall Guttenberg diskutiert wurde, war ich ab einem bestimmten Zeitpunkt verärgert darüber, dass die Chose so personenbezogen diskutiert wurde, vor Allem als sich die Fälle häuften. Die Rolle des Doktorvaters, der Fakultät, insgesamt die Zustände an deutschen Universitäten hinsichtlich der Promotions- und Habilitationsverfahren, das wurde doch in Medien bestenfalls als Fußnote abgetan. "Die Zeit" hat dann mächtig nachgesteuert, vermochte aber auch nicht, die Thematik einmal in den europäischen Kontext zu stellen. Da tun sich noch ganz andere Abgründe auf.

Nun hat sich TzG aber wider Erwarten allzu schnell zurückgemeldet. Mit dieser Chuzpe habe auch nicht gerechnet und ja, sein symbolischer Haircut ist Teil einer PR-Campagne. Eine Disney-taugliche Mischung aus Canossa-Büßerattitüde und breitbeinigem Befreiungsschlag. Da ist alles gut vorbereitet, eben bis zu den Kontaktlinsen. Die runde Intellektuellenbrille hätte auch nicht mehr zum aberkannten Doktortitel gepasst. Das pomadige Haar nicht mehr zum neuenr alten Zungenschlag.

Nun, wird in diesem Fall erneut und allzu deutlich wie flach PR-Agenturen arbeiten. Darf ich da nicht auch einmal einen Witz reißen, wenn diese Herren, meinetwegen auch Damen mit ihren PR-Agenturen im Nacken, glauben, man bekäme diese platten Machenschaften nicht mit.

Dennoch haben Sie Recht. Eigentlich ist das alles unter Niveau, und ich nehme Ihre Kritik an.

Nein, mich interessiert das Äußeren dieses Herren nicht. Meine Kriterien sind ganz andere: Intelligenz, Anstand, Humor usw.; Eigenschaften, die auch Politiker haben sollten, dem Guttenberg aber so völlig abgehen.

"Er wird es schaffen, als Kanzler der neuen Grossen Koalition. Es wird dem Peer eine Ehre sein, unter Karl Theodor I dienen zu dürfen..."

Ich hoffe doch nicht!! Ich hoffe doch sehr, dass dieses "Super-Talent" Guttenberg auch unter Niveau von CDU-Politikern ist.

Salut
Ihre
Helena
Ullrich Läntzsch schrieb am 24.11.2011 um 19:14
Liebe Helena,

bis auf Ihre Hoffnung, auf die Menschenkenntnis von CDU-Politikern sprechen Sie mir aus dem Herzen.

Ist es nicht lustig, während ich diese Zeilen schreibe, da höre ich laut von nebenan, mit welcher Chuzpe Herr G. in seinem Buch behauptet er habe bei seiner Promotionsschrift nicht absichtsvoll täuschen wollen.

Allerbeste
Ihr
Ullrich
Ehemaliger Nutzer schrieb am 24.11.2011 um 21:38
Lieber Ullrich,

unfreiwillig hat die Rückkehr Guttenbergs eine neue Diskussion über Doktorarbeiten ausgelöst:
In der Diskussion wird von exorbitanter Drestigkeit im übertragenden Sinn gesprochen.

"da höre ich laut von nebenan, mit welcher Chuzpe Herr G. in seinem Buch behauptet er habe bei seiner Promotionsschrift nicht absichtsvoll täuschen wollen."

www1.swr.de/podcast/xml/swr2/forum.xml
Montag, 21. November 2011 17:05Forscher, Fälscher, Dünnbrettbohrer. Gesprächsleitung: Gábor Paál, SWR2 Forum vom 21.11.2011.
Es diskutieren: Prof. Dr. Oliver Lepsius - Rechtswissenschaftler, Universität Bayreuth, Martin Spiewak, Wissenschaftsjournalist, "Die Zeit" - Prof. Dr. Margret Wintermantel - Vorsitzende der Hochschulrektorenkonferenz
Ehemaliger Nutzer schrieb am 24.11.2011 um 21:38
Lieber Ullrich,

unfreiwillig hat die Rückkehr Guttenbergs eine neue Diskussion über Doktorarbeiten ausgelöst:
In der Diskussion wird von exorbitanter Drestigkeit im übertragenden Sinn gesprochen.

"da höre ich laut von nebenan, mit welcher Chuzpe Herr G. in seinem Buch behauptet er habe bei seiner Promotionsschrift nicht absichtsvoll täuschen wollen."

www1.swr.de/podcast/xml/swr2/forum.xml
Montag, 21. November 2011 17:05Forscher, Fälscher, Dünnbrettbohrer. Gesprächsleitung: Gábor Paál, SWR2 Forum vom 21.11.2011.
Es diskutieren: Prof. Dr. Oliver Lepsius - Rechtswissenschaftler, Universität Bayreuth, Martin Spiewak, Wissenschaftsjournalist, "Die Zeit" - Prof. Dr. Margret Wintermantel - Vorsitzende der Hochschulrektorenkonferenz

Salut
Helena
Ehemaliger Nutzer schrieb am 24.11.2011 um 22:51
habe auch ich;
Ehemaliger Nutzer schrieb am 24.11.2011 um 22:56
@Ullrich

Also, nach dem Interview....ist der auch für die CSU erledigt!
www.freitag.de/community/blogs/michael-angele/guttenberg-interview-kurzform-ein-service-von-freitagde
Ehemaliger Nutzer schrieb am 24.11.2011 um 22:56
@Ullrich

Also, nach dem Interview....ist der auch für die CSU erledigt!
www.freitag.de/community/blogs/michael-angele/guttenberg-interview-kurzform-ein-service-von-freitagde
Wolfram Heinrich schrieb am 24.11.2011 um 23:47
@Helena Neumann
Das sollte ein Witz sein

Meine Antwort auch, sei ganz beruhigt.

...oder muss ich jezt weinen, Radikalfeministin werden, zu Guttenberg überlaufen?

Um Gottes Willen! Nein.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 24.11.2011 um 23:49
@claudia
Die werden auf ca. eine halbe Mrd. €uronen geschätzt.

Na immerhin. Dann wird er sich, wenn er die 20.000 € Buße bezahlt hat, auch weiterhin einen Big Mac leisten können.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 24.11.2011 um 23:56
@Helena Neumann
Als der Fall Guttenberg diskutiert wurde, war ich ab einem bestimmten Zeitpunkt verärgert darüber, dass die Chose so personenbezogen diskutiert wurde, vor Allem als sich die Fälle häuften. Die Rolle des Doktorvaters, der Fakultät, insgesamt die Zustände an deutschen Universitäten hinsichtlich der Promotions- und Habilitationsverfahren, das wurde doch in Medien bestenfalls als Fußnote abgetan.

Das Wort "Fußnote" ist mittlerweile zu einem fast obszönen Wort geworden, ähnlich wie zu Clinton/Lewinskys Zeiten das Wort "Praktikantin".
Aber du hast natürlich recht, das Problem Universität und Korruption wurde auf Guttenberg reduziert.

Dennoch haben Sie Recht. Eigentlich ist das alles unter Niveau, und ich nehme Ihre Kritik an.

Ach, ich weiß nicht. Manchmal kann eine Diskussion unter Niewoh von hohem Niveau sein. Dann nämlich, wenn der Gegenstand der Diskussion unter aller Kanone ist.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 25.11.2011 um 00:09
@Ullrich Läntzsch
Ist es nicht lustig, während ich diese Zeilen schreibe, da höre ich laut von nebenan, mit welcher Chuzpe Herr G. in seinem Buch behauptet er habe bei seiner Promotionsschrift nicht absichtsvoll täuschen wollen.

Das ist manchmal so ein Kreuz mit den Ausreden. Manchmal nämlich werfen die Ausreden, die du dir ausdenkst, um dich um die Verantwortung herumzudrücken, ein schlechteres Licht auf dich als die Wahrheit. (theodor-rieh.de/heinrich/Ausreden.html)
Hätte nämlich Guttenberg tatsächlich nicht absichtsvoll getäuscht, dann müßte man davon ausgehen, daß er - zumindest gelegentlich - hirnmäßige Aussetzer hat, die ihn dann zurechnungsunfähig machen. Er hat ja nicht Gedankengänge anderer übernommen, ohne sie als solche kenntlich zu machen, sondern er hat ganze, auch längere wortwörtliche Textpassagen übernommen. Wem so etwas - nicht einmal, zweimal, sondern oftmals - nicht auffällt, der ist tatsächlich nicht mehr bei Verstand.
Und dann möchte ich mir noch erlauben, auf den Umstand hinzuweisen, daß Guttenberg seine höchst dubiose Doktorarbeit in einem angesehen Verlag hat veröffentlichen lassen.
derfranzehatgsagt.blogspot.com/2011/02/guttenberg-und-die-vernunft-eines.html

Ciao
Wolfram
Ehemaliger Nutzer schrieb am 21.11.2011 um 20:01
"Eine Signaltechnik, die bisher oft Frauen benutzten."

Benutzten? Da stecken doch Stephanie und tantige PR-Fuzzies dahinter. Einmal mehr schlecht beraten. Der Exdoktor ist unten durch – erst recht mit diesem Haftschalenzirkus.
weinsztein schrieb am 22.11.2011 um 00:08
Der Beitrag gefällt mir, ein kleiner Wink Richtung Jakob "Die Frisur" Augstein.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 23.11.2011 um 12:50
@ weinsztein

zum Thema "Haare"

www.youtube.com/watch?v=GW3unBvRvQg
Ehemaliger Nutzer schrieb am 23.11.2011 um 12:52
Das könnte missverständlich sein: "Haare und ihre Bedeutung" für den Erkenntnisfortschritt
Wolfram Heinrich schrieb am 24.11.2011 um 10:43
@Helena Neumann
"Haare und ihre Bedeutung" für den Erkenntnisfortschritt

Hare Krishna Hare Rama Rama Rama.



Sit mens Rama in corpore Sanella.

Ciao
Wolfram
ch.paffen schrieb am 22.11.2011 um 03:32
KT ist ein Mann - diese Aussage ist wahr.
KT sieht nun anders aus - auch diese Aussage ist wahr.
KT als Beispiel für metrosexuell handelndes Mitglied in der Gesellschaft - wann wechselt Mann die Frisur - steil, aber durchaus interessant und die Kommentare zum Beitrag - feiner Lesestoff.
@ Calvani - Gender als unisex Thema - KT´s neuer Look - Frisuren - Aussehen - männlicher - na na na - lach - - ja voll gender oder eher weiblich?
@ HN - KT nur als Mensch aus der "bedauernswerten" Gattung Mann - ach sei´s drum, aber moralisch rundumerneuert? mit zustimmenden Augenzwickern und einem JEPP zum weniger gender mehr Strategie
@ Smith - wenn´s der Strategie hilft @ Haftschalenzirkus .....
@ weinsztein - Jakob "Die Frisur" Augstein unter der "genderlupe" - nettes Bild und jepp - steiles Thema .....
@ Jan Pfaff - KT mal nur als Mann –lach – allein mir fehlt der Glaube – hätte da machtgetriebenen EX-POLITIKER und EX-DR.JUR im Angebot, der sich medial, aber durchaus strategisch wieder ins Spiel bringt .....
Fehlt mir der Glaube an den moralisch einwandfreien, gender als mainstream ? Warum oder nach Daniel Goedevert Warum nicht. Feine Denksportaufgabe für die Nacht….. oder einfach nur pennen.
feine Restnacht noch
Christiane
ch.paffen schrieb am 22.11.2011 um 04:00
Nachtrag
wildes Rauschen im "Blätterwald".

KT hat ein ein Buch schreiben lassen.

da schau an .....

Gute Nacht
Christiane
tlacuache schrieb am 22.11.2011 um 05:21
Jan:
5 Sterne +++++
Calvani:
Gar nicht ihre Niveaucreme, muss mich Ullrich Läntzsch anschliessen.
Smith:
Nicht Stephanie sondern Silvana Koch-Mehrin.
ch.paffen:
PR fuer Buch geht nur mit einem modernem Bierbauch,
zu Daniel Goeudevert:
Der Horizont hat FLEGEL...
ch.paffen schrieb am 22.11.2011 um 13:32
morgähn tlacuache,
5 Sterne ***** für Jan - dickes JEPP
Ein Mann - ein Bierbauch - ein Buch - steile Logik
Ist ein Bierbauch ein sexy?
Erst der Bauch, dann das Buch? oder andersrum?
Beim Buch selbst schreiben, also Autor sein - wenig Zeit für anderes - jepp - krieg ich gedanklich hin
Bei schreiben lassen, also Co-Autor sein - hm?
Da war doch was, .....
Stimmt, als CO-Autor hat KT ja schon, ich nenne es mal Erfahrung, ach war ja ein wenig anders .....
KT und Flegel – okay.
Daniel Goeudevert und Flegel – hm, sorry da klingelt nix.
Waren es nicht FLÜGEL?
KT und Flügel – hm – nach Absturz ausgewanderter Überflieger?

Feinen Resttag noch
Christiane
brefcourte schrieb am 22.11.2011 um 11:31
im übrigen hat er auch ordentlich hamburger gefuttert ;)
Maxi Scharfenberg schrieb am 23.11.2011 um 09:33
Endlich lerne ich, was wirklich wichtig ist. Aber: Was ist an dem verwöhnten, reichen Adelsbalg KT nun anders? Von besser will ich nicht reden. KT als Führer der westlichen Welt, von sich selbst trefflich in den Fokus gebracht, das wäre etwas, was die Welt seit langer Zeit vermissen musste. Seit Stalin, Mao und Hitler musste es ohne Führer gehen und es ging leider nicht alles gut. Tja, die heimliche Sehnsucht nach einem Führer, der wie KT doch tatsächlich im Video schwärmt, den " Menschen" sagt, was in 10 oder 20 Jahren sein soll. Wer als Politiker von den " Menschen" oder den " Menschen da draussen" ( Wo draussen eigentlich?) spricht, den retten weder völkischer Bierbauch noch flotte Frisur.
Lasst ihn bitte dort, wo er ist. Man möge uns das angedrohte Comeback, wenn es irgendwie geht, ersparen.
Also, mir gefällt er nicht besser.

Maxi S.
Matto schrieb am 23.11.2011 um 19:27
Was mit Guttenberg geschieht, ist mir eigentlich völlig egal. Fakt ist, dass er mit Betrug einen Doktortitel erwerben wollte. Wenn er das nicht gemerkt hat, ist Gutteberg für mich ganz einfach ein Psychopat und geistig nicht ganz dicht. So muss man das nun mal sagen. Ich muss doch als halbwegs intelligenter Mensch wissen was ich mache, gerade bei solch einer Arbeit. Sollte er hier einen anderen Menschen dazu beauftragt haben was ich vermute, dann ist Guttenberg für mich ein ganz stinknormaler Betrüger. Nicht umsonst muss er jetzt 20000 Euro Strafe bezahlen. Gut, die 20000 Euro reißt er auf einer Arschbacke ab. Zu solch einen Menschen hätte ich aber niemals wieder Vertrauen.
Doris Brandt schrieb am 24.11.2011 um 10:07
... Schröder, Berlusconi und Mubarak benutzten sogar spontan die selbe Haartönung.... Über Dr. No möchte ich mich nicht mehr äußern, weder über seine Frisur, noch über sein Buch oder sonst irgendetwas, was ihm zu neuer Publicity verhilft.....
Wolfram Heinrich schrieb am 24.11.2011 um 10:48
Leute, eines sollte klar sein: Was man hier im Video sieht ist nie und nimmer der Guttenberg. Es handelt sich vielmehr um Erwin Heinlein aus Erlangen. Der hat früher sein Geld als Double von Lothar Matthäus verdient. Später hat er dann auf Guttenberg-Kopie umgesattelt.
Künstlerisch scheint mir Erwin Heinlein am Ende, früher hat er sich viel sorgfältiger an das Original herangemakeupt.

Ciao
Wolfram


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