Alltag

Alltagskommentar | 17.01.2012 15:39 | Jörg Friedrich

Out of Germany

Die EU will die Regeln für das Label "Made in Germany" verschärfen. Aber ist die Kennzeichnung als Gütesiegel nicht sowieso längst überholt?

Der Schriftzug zierte Omas Nähmaschine, die mit dem Schwungrad, das durch gleichmäßiges Wippen der Füße in Bewegung gehalten wurde: "Made in Germany". Nun will die EU die Regeln verschärfen, nicht mehr der "letzte Produktionsschritt" soll entscheidend sein, sondern das Land, in dem der Großteil der Produktion stattfand.

Die Briten erfanden die Kennzeichnungspflicht um deutschen Produkten zu schaden, doch sie hat ihnen lange genützt, weil die Produkte aus Deutschland was taugten und hiesige Unternehmer auf die Fertigkeiten der hiesigen Arbeiter setzten, die gut qualifiziert waren, unter vergleichsweise guten Bedingungen arbeiteten und dabei eben gute Produkte herstellten, von guten Ingenieuren entworfen, die auch mal in die Werkhalle hinübergingen und sich mit den erfahrenen Arbeitern berieten. Nach dem Krieg war man richtig stolz darauf, "Made in Germany" war synonym mit "Wirtschaftswunder", schaffte Arbeitsplätze und einen guten Namen in der Welt.

Die Zeiten sind vorbei. Alles muss billiger werden, damit man konkurrenzfähig bliebe, sagten die Manager und suchten sich Produktionsstandorte in fernen Ländern, wo man auch nicht so genau hinsah wenn es um Arbeitsbedingungen und Sozialstandards ging. Die Ingenieure sollten in Deutschland ihre Innovationen schmieden, und die Arbeiter in Fernost den Stahl. Das ist globale Arbeitsteilung – mit einem wohlwollenden Blick betrachtet, ein Gewinn für alle.

Was ist der entscheidende Produktionsschritt?

Die Regel, dass die entscheidenden Schritte der Endproduktion in Deutschland stattgefunden haben müssen, damit das Produkt den Schriftzug "Made in Germany" tragen darf, klingt eigentlich plausibel. Niemand kann erwarten, dass jeder Bestandteil eines Produktes aus Deutschland stammt. In der Elektronik gibt es beispielsweise notwendige Rohstoffe, die in Deutschland gar nicht gefördert werden können – also könnte kein elektronischer Apparat je das begehrte Label tragen.
Der Ort der Herstellung von Materialien und Teilprodukten ist also nicht entscheidend. Wichtig wäre, wo aus den Teilen das Ding wird, als das es gekauft wird: Wo wird aus den Chips und dem Gehäuse ein Notebook, wo wird aus dem Leder eine Tasche? Das ist der entscheidende Produktionsschritt, vor allem dann, wenn er über die Qualität des Produktes entscheidet.
Wenn aber ganz am Schluss auf eine Tasche oder eine Hose noch ein Marken-Logo aufgenäht wird, dann ändert das nichts mehr an der Qualität des Produktes, ebenso wenig, wenn ein fertiges Notebook noch mit dem Ladegerät und der Bedienungsanleitung zusammen in den Karton gelegt wird.

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Was ist Qualität?

Ist vielleicht für den Träger eines Markenanzuges der eingenähte Stofffetzen, auf dem der Markenname steht, das entscheidende Qualitätsmerkmal? Wenn man so argumentiert, dann würde es tatsächlich reichen, wenn sich die Produktionsschritte in Deutschland auf das Applizieren von kleinen Bildchen oder markentypischen Accessoires beschränken würden.

Dieser Ansicht scheinen manche Wirtschaftsvertreter in den Lobby-Verbänden zu sein. Das aber geht nach hinten los, denn langfristig werden damit die jeweilige deutsche Marke und der Schriftzug "Made in Germany" wertlos.

Jede Qualitätswahrnehmung, die sich nur aus einer Marke oder einem Schriftzug ableitet, ist letztlich nichts anderes als ein Vertrauensvorschuss in andere, nicht sofort sichtbare Qualitätsmerkmale, die für den Gebrauch des Produktes wesentlich sind. Langlebigkeit, Verschleißarmut, Zuverlässigkeit – das erwartet man, wenn man "Made in Germany" liest, und deshalb müssen die Produktionsschritte, die genau diese Qualitätsmerkmale sicherstellen, auch in Deutschland stattgefunden haben, wenn ein Produkt zurecht einen Schriftzug tragen soll, der behauptet, das Ding sei hier hergestellt.

Bürokratie oder Qualitätssicherung?

Aber so etwas ist schwer messbar. Die EU-Kommission will deshalb, dass wenigstens ein gewisser großer Anteil der

Wertschöpfung in dem Land stattgefunden haben muss, auf den der "Made in…"-Schriftzug verweist. Das ist eine Hilfskonstruktion, aber sie ist praktikabel. Sorgen macht es, wenn die Wirtschafts-Lobby-Verbände ausgerechnet bei dieser Regelung behaupten, sie würde zu viel Bürokratie erzeugen. Ist es den Herstellern nicht wenigstens zuzumuten dass sie wissen, welcher Anteil ihrer Produkte aus welchem Land stammt, ist das nicht ein notwendiger Teil der Qualitätssicherung, die man von einem Produkt "Made in Germany" erwarten darf?

Manchen Marketingleuten ist aber offenbar nicht die Qualität wichtig, die das Produkt wirklich hat, sondern, dass die Kundschaft glaubt, Qualität zu bekommen. Das verspricht "Made in Germany" – aber die Worte halten ihr Versprechen längst nicht mehr. Die Frage, was sich "Made in Germany" nennen darf, wird nicht mehr in der Produktion entschieden, sondern von spitzfindigen Marketing-Spezialisten und Juristen. Die meinen, es käme auf den letzten wichtigen Produktionsschritt an, wenn der in Deutschland stattfindet, dann ist es "Made in Germany".

Die Ergebnisse sind absurd und zeigen, dass es offenbar schon lange nicht mehr darum geht, ein Versprechen zu halten. Letztlich werden die Verbraucher damit hinters Licht geführt, ihr Vertrauen wird verraten.

So wird der Schriftzug "Made in Germany“ wohl bald nur noch das Symbol einer Verkaufsstrategie sein, die gerade nicht Qualität und Verbrauchernutzen zum Ziel hat. Wer sich heute ehrlich auf einem globalen Mark präsentiert, der schreibt auf seine Produkte: "Made in a Globalised World".

 
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Artikelaktionen
Kommentare
deviant schrieb am 17.01.2012 um 22:33
Ich habe gerade viel Mist gelesen und trauere der Zeit nach, die ich dadurch verloren habe...

Zunächst einmal der Fehler der inhärenten Logik: Sie behaupten, weil die Rohstoffe nicht im Lande verfügbar sind, kann nicht der Großteil der Verarbeitung dieser Rohstoffe (die dpa sprach von 45%) im Lande selbst geschehen. Das leuchtet mir noch ein: Frachtcontainer können nur Endprodukte transportieren, keinesfalls aber Rohstoffe: Aus diesem Grunde wird ja zum Beispiel auch das Öl dieser Welt nahezu ausschließlich im Nahen Osten verbrannt.
Wie man aber darauf kommt, 45% seien "jeder Bestandteil eines Produktes", das leuchtet mir nicht ein.

Und dann noch die allgemeine Kritik: Bereits kurz nachdem die Meldung über den Ticker ging, gab es bereits ein Dementi, dass ein solcher Schritt nicht geplant sei. Und das wiederum bringt mich zu der Frage: Warum dieser Artikel überhaupt, zu einem Sachverhalt, der offenbar gar nicht existiert?
Jörg Friedrich schrieb am 18.01.2012 um 06:43
deviant, leider verstehe ich den Punkt Ihres Kommentars, in dem Sie einen "Fehler in der inhärenten Logik" diagnostizieren, nicht. Sicherheitshalber möchte ich aber darauf hinweisen dass ich keineswegs behaupte, dass es nicht möglich sei, 45% der Produktion in Deutschland zu machen, wenn Rohstoffe aus dem Ausland stammen.
Mein Kommentar setzt sich zudem nicht mit den Bestrebungen der EU auseinander, sondern mit den Reaktionen der Wirtschafts-Lobby-Verbände, die zeigen, dass es den Verteidigern der bisherigen Regel nicht um ein Verfahren geht, in dem die Kunden das bekommen, was sie auf Basis der Kennzeichnung erwarten, sondern dass die Kunden bei Bedarf auch massiv getäuscht werden können, wenn es nur dem Absatz dient.

Davon abgesehen habe ich nirgens ein "Dementi" gefunden. Die EU will eine Regel verändern, die deutschen Wirtschaftsverbände sind dagegen, weil sie Konsequenzen fürchten. Die EU sagt, dass sie diese Konsequenzen nicht beabsichtigt. Ob das stimmt oder nicht, kann dahin gestellt bleiben, weil die Konsequenzen auch eintreten können, wenn sie nicht beabsichtigt sind.
Blinkfeuer schrieb am 18.01.2012 um 00:06
Oha, der Freitag wieder. Und wieder geht niemand ins Archiv des Vorgängerblatts, denn Sätze wie
"suchten sich Produktionsstandorte in fernen Ländern, wo man auch nicht so genau hinsah wenn es um Arbeitsbedingungen und Sozialstandards ging." könnten dann ins "Ländle" führen. Es ist keine Dekaden her, dass das Landesarbeitsgericht "dem Daimler" den Umgang mit Beschäftigten erläuterte. Sprich: Zu einer gewissen Uhrzeit sind die Büros zu räumen, Licht aus, grenzenlose, unbezahlte Überstunden = dt. Jobwunder wurden verboten. Wir reden von einem IG Metall Bereich, wovon redet der Autor? Von "Ingenieuren ...., die auch mal in die Werkhalle hinübergingen und sich mit den erfahrenen Arbeitern berieten." Genau wie von Max Frisch u.a. beschrieben...oh man....
Jörg Friedrich schrieb am 18.01.2012 um 06:55
Blinkfeuer, Ihr Besipiel widerspricht doch nicht meiner Darstellung, es illustriert diese doch genau genommen. Das Landesarbeitsgericht, von dem Sie da sprechen, hat doch eben hierzulande "genau hingesehen". Davon abgesehen sind "Licht aus" und das Verbot von "grenzenlosen, unbezahlten Überstunden" nicht gerade die Probleme, mit denen sich anderswo auf der Welt die Arbeiter herumschlagen, wer die Arbeitsbedingungen "beim Daimler" zu irgendeinem Zeitpunkt mit denen in fernöstlichen und afrikanischen Zulieferländern auf eine Stufe stellt, der macht sich für mein Verständnis indirekt über die Menschen lustig, die dort unter massiv gesundheitsschädlichen, unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen. Lesen Sie gern mal in einen alten Blog-Beitrag ( www.scienceblogs.de/arte-fakten/2010/08/post.php ) von mir rein, dann verstehen Sie vielleicht, was ich meine. Schauen Sie doch mal im "Archiv des Vorgängerblattes" da finden Sie bestimmt auch was über "internationale Solidarität".

Um zu wissen, wie es in Unternehmen zugeht, bei denen Produktion und Entwurf am gleichen Standort stattfinden, muss man nicht Max Frisch lesen, dazu kann man sich einfach mal in mittelständischen Unternehmen umschauen, die noch in Deutschland produzieren.
tlacuache schrieb am 18.01.2012 um 08:35
"Made in Germany"
Ich verstehe die Intention des Artikels nicht.
Wollen wir das? Können wir das noch? Braucht man es noch oder nicht?
Keine Ahnung...
Aber eines ist Gewiss.
Der Weltruf "Made in Germany" beruht auf Weltkriegstechnik II,
auf einmal mussten die schlauen Leute keine Panzer mehr bauen, die sowohl in der Wüste als auch in Stalingrad funktionieren.
Das war "Wettbewerbsvorsprung", incl. in der Medizin (Test am Menschen, und nicht mehr Ratten) und Raketentechnik (Apollo - Programm). So profilierte sich das Label "Made in Germany".
Ich kenne in meiner Wahlheimat noch Ventilatoren BJ. 1948, die haben noch nie Aussenschmierung gebraucht, "Made in Germany", die hätten sich im Innengehäuse einer MG sicher gut gemacht...
So eine AEG - Waschmaschine 1970 war auch noch Panzerfaustfest, die tanzte in der Küche 2.50 Meter, aber ging nicht kaputt im Jahr 1999 (Dann funktionstüchtig verschenkt), aber der "Entwickler" hatte bestimmt noch bei Messerschmidt gelernt, und nicht "wenn die Garantie abgelaufen ist, muss jede Schraube sofort rausfallen"...
Jörg Friedrich schrieb am 18.01.2012 um 10:22
Aber Weltkriegstechnik II hatten doch auch die anderen und die waren am Schluss den Deutschen überlegen? Und die Fähigkeit zur Herstellung der Kriegstechnik musste doch auch offensiv herkommen? Mir scheint der Verweis auf Kriegstechnik zur Begründung des guten Rufes, den "made in germany" hat oder hätte nicht sehr plausibel.
tlacuache schrieb am 18.01.2012 um 11:13
Herr J. Friedrich,
man kann deutsche Effizienz "Inschenieurskunst" auf Basis "Nadurwissenschafden" (die waren Ende 19., Anfang 20. Jahrhunderts Massgeblich und in deutscher Sprache), nicht gegen den Rest der Welt ausfechten, gegen die Engländer, Russen und vor allem der Ami's war kein Kraut und Rüben mehr gewachsen, schon gar nicht, wenn man sich in so popeligen Ländern wie z.B. Holland, Belgien, Norwegen, Jugoslawien etc. etc. etc. alle Symphatien verscherzt hat.

Herr J. Friedrich, ich kann da noch ein Buch schreiben, werde es aber nur Ihretwegen nicht tun.
Als die Alliierten ENDlich '45 im "Reich" waren, war oberstes Gebot, die ganze Intelligenz zu Kidnappen, z.B. W.v.Braun kam bekanntlich zu den Amis, der OberGüntherquandt, später BMW, vorher Mauserwerke, Berlin-Karlsruher Industriewerke AG, AFA, (...das KZ-Außenlager Hannover-Stöcken (Akkumulatorenwerke) war im Zweiten Weltkrieg eines der Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme. Es existierte vom 19. Juli 1943 bis zum 8. April 1945. Es wurde von der Firma AFA errichtet, welche in ihren Betrieben KZ-Häftlinge als Zwangsarbeiter einsetzte...Während des Krieges entwickelte und lieferte die AFA Bordbatterien für U-Boote und für die Fernrakete V2...) Die Hauptaktionäre der Varta (AFA !), die Familien Quandt und Klatten, lehnten eine Errichtung eines Mahnmals auf dem Firmengelände ab.

Also nochmal, der OberGüntherquandt (später BMW) konnte sich vor den Nürnberger Prozessen nur deshalb retten, weil die RAF von den Englaendern so heiss auf deren Anlasser waren...
Das hat so'n AmiOberstaatsanwalt noch 2005 aufgeregt, nach 60 zig Jahren.

Jetzt Film gugge bidde
das schweigen der quandts
7 Teiler youtube vom NDR
www.youtube.com/watch?v=Ish1HjsOARY

"Made in Germany" & "Wirdschafdswonder"
1950 - 1970, das waren noch alles so penible Leutchen, die haben ihr "Handwerk" noch von der Pieke auf gelernt, nicht so Hippy's wie danach.
KarinL. schrieb am 18.01.2012 um 11:20
Na ja, der Verweis auf die Kriegstechnik sollte vielleicht auch nur suggerieren, dass wir in Deutschland mal kluge Köpfe, sprich Ingenieure hatten. Deutschland das Land der Dichter und Denker, der großen Erfinder. Nur ist diese Zeit doch schon lange vorbei. Kreative Menschen werden in diesem System auch nur unterdrückt und bekommen keine Chanche. Es sei denn, man kommt aus dem Adelsgeschlecht ;-) Jedenfalls mit entsprechendem Herkunftsnachweis. Schauen wir uns doch an wer alles in Führungspositionen in der Wirtschaft so tätig ist. Die meissten sind doch nur noch auf ihr Wohl bedacht bzw. für mich völlig unfähig dazu. Es gilt das Vitamin B in erster Linie und nicht Kreativität, Erfindertum. Kluge Ingenieure sind jedenfalls Mangelware. Man holt sich da lieber billige Fachkräfte aus dem Ausland. Nur wollen die eben auch nicht mehr unbedingt nach Deutschland. Warum wohl? (Ist anderes Thema)

Wenn die Wirtschaft kraft ihres Übermutes meint, nicht mehr in Ausbildung und in die Zukunft zu investieren, zeigt das für mich nur noch Dummheit auf. Es ist ein fataler Fehler, wenn große Firmen wie Siemens sich keine Ingenieure mehr "heranziehen". Zu wenig in Forschung und Bildung investieren. Das hatte man ja alles mittels Lobyismus auf den Staat abgewälzt.
Leider ist dieses Zeit Made in Germany = Qualität, Erfindergeist schon lange vorbei. Stattdessen regiert nur noch überwiegend Hochmut und Arroganz. Nur wie heißt es so schön...Hochmut kommt vor dem Fall...
KarinL. schrieb am 18.01.2012 um 11:32
"Made in Germany" & "Wirdschafdswonder"
1950 - 1970, das waren noch alles so penible Leutchen, die haben ihr "Handwerk" noch von der Pieke auf gelernt, nicht so Hippy's wie danach.

So ist es...heute lernt man nur noch wie der Gewinn zu maximieren ist. Betriebwirtschaftler und Ökonomen haben vorrang vor Ingenieuren...
tlacuache schrieb am 18.01.2012 um 11:57
KarinL.

"Kluge Ingenieure sind jedenfalls Mangelware. Man holt sich da lieber billige Fachkräfte aus dem Ausland."

RICHTIG

"Nur wollen die eben auch nicht mehr unbedingt nach Deutschland. Warum wohl?"

Bei 20 000 € im Jahr lebe ich lieber da, wo ich für's Kindermädchen und den Gärtner nur 10 Cent € die Stunde zahlen muss, was soll ich da in Deutschland, wenn ich sowieso aus Indien oder China komme.

"Es ist ein fataler Fehler, wenn große Firmen wie Siemens sich keine Ingenieure mehr heranziehen".

Täuschen Sie sich nicht, Siemens weiss genau, wo man für billig Geld die besten Leute bekommt.

"Zu wenig in Forschung und Bildung investieren. Das hatte man ja alles mittels Lob(b)yismus auf den Staat abgewälzt."

Das ist ein Wiederspruch in sich.
1.
Bildung wird privatisiert, also Geschäftle gemacht.
2.
Die Bildung wird "Inschenieursmässig" outgesourzzzt,
bei einem Menschenpool von ca. 6 Milliarden Hungrigen findest du immer das ein oder andere Genie, dass dir ohne teure Begleiterscheinungen 16 h am Tag das Rad neu erfindet, 6 Tage die Woche, für 20 000 € im Jahr...
Gustlik schrieb am 18.01.2012 um 09:34
Vielleicht wäre eine "Made - Ampel" besser, um dem Käufer zu signalisieren, unter welchen Umwelt-, Arbeits- und Lohnbedingungen das Produkt hergestellt wurde.
Mancher Käufer wurde wohl erröten... und niemand solle sagen, er hätte es nicht gewusst.
tlacuache schrieb am 18.01.2012 um 09:48
Gustlik ist kreativ, man fällt sich in den Blogs über die Füsse...
Chapeau!
"Made - Ampel":
Ich hab' auch schon einen Namen:
"Made in Jamaica"
;-)
KarinL. schrieb am 18.01.2012 um 11:00
Hallo Jörg Friedrich,

von mir bekommen Sie eine Eins für den Artikel :-) Danke

Hier scheinen immer noch nicht alle das wahre Problem erkannt zu haben! Und auch hier zeigt sich wiedereinmal die vorhandene Arroganz der Deutschen.

Was die EU jetzt verordnen will ist auch nur Kosmetik (Bürokratie) und geht mitnichten das eigentliche Problem an. Das die deutschen Unternehmer jetzt dagegen monieren ist auch verständlich. Schliesslich verkauft es sich nunmal besser mit dem Label Made in Germany, denn dahinter verbirgt sich für viele immer noch Qualität, die ja auch tatsächlich mal in den Wirtschafts-Wunder-Jahren vorhanden war.

Qualität Made in Germany gibt es schon lange nicht mehr. Ist auch nicht mehr erwünscht. Wobei ich hier nicht alle Unternehmen über einen Kamm scheren will. Der Mittelstand ist wohl eh noch eine "Ausnahme" dazu. Seid dem die Firmen mitte der 70iger Jahre an die Börse gegangen sind, gehts nur noch um Steigerung des Gewinns um seinen Aktionären eine gute Rendite zu bescheren. Das damit zwangsläufig die Qualität auf der Strecke bleibt liegt doch auf der Hand.

www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/1178969/

Das beste Beispiel dafür ist der Golf 3, wenn auch schon wieder überholt. Das ein "deutsches" Auto schon nach 3 Jahren anfängt zu rosten, ist eigentlich ein Skandal! Denn hier stimmt das Preis-Leistungsverhältnis schon lange nicht mehr.

Oder dieses Beispiel. Meine Mutter hat eine Waschmaschine von Miele seid nunmehr fast 30 Jahren. Die funktioniert immer noch einwandfrei.
Da man Miele ja unter den Haushaltsgeräten als den Mercedes bezeichnet und ich der Stiftung Warentest Glauben schenkte, kaufte ich mir ebenfalls vor 10 Jahren eine Waschmaschine von Miele, in der Hoffnung, sie würde genauso lange halten wie die meiner Mutter. Aber weit gefehlt! Schon nach 3 Jahren funktioniert die Elektronik nicht mehr richtig. Und nun, nach 10 Jahren ist der Hebel des Deckels abgebrochen (ich habe einen sogenannten Toplader). So etwas nennt man wohl auch "Müdigkeit" des Materials. Und das bei einem Preis von ca. 2.200 DM. Und da könnte man noch mehr aufzählen.

Es geht doch auch gar nicht mehr darum Qualität zu produzieren, sondern den Absatz der Produkte zu steigern und um die Gewinnmaximierung der Konzerne. Was zählt ist die Börse, sonst nix. Das hängt aber mit dem Geldsystem zusammen, welches mit seinem Zinseszins immer mehr Steigerung wirtschaftlicher Leistungen erfordert. Denn die Zinsen müssen ja auch erarbeitet werden. Die Wirtschaft basiert doch heute nur noch auf Kredit! Das dadurch zwangsläufig Qualität auf der Strecke bleibt ist sonnen klar. Nachhaltiges wirtschaften ist nicht erwünscht. Kaufen und wegwerfen ist die Philosophie der Wirtschaft. Das dabei die Menschen in den Schwellenländern zutiefst ausgebeutet werden ist einfach nur beschämend. Dahinter braucht sich auch keiner mit dem "Made in Germany" zu verstecken. Das meisste wird doch auch in Asien produziert. Von daher hat die EU schon recht. Und selbst bei Bosch/Siemens arbeiten Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen im Osten (Waschmaschinen). Das auch dort die Motivation dann auf der Strecke bleibt, kann ich sehr gut verstehen! Die deutschen Firmen sägen sich selber ihren eigenen Ast ab, auf dem sie noch sitzen. Übrigens ist die Ausbeutung bei Siemens ja kein wirklich neues Phänomen. (Nationalsozialismus)

Der derzeitige Kapitalismus hat schon seid den 70igern ausgedient. Und Mitte der 80iger Jahre ist man dann auf den Finanzkapitalismus umgestiegen. Damit man das System erhält und die Konzerne noch reicher werden. Besonders aber die Finanzelite. Das dieses System jetzt dem Ende zugeht liegt auf der Hand. Erst heute bestätigte ein Artikel auf dem Handelsblatt eine Rezession der EU und damit für die Weltwirtschaft. 1929 lässt grüßen. Mit sparen werden wir die Wirtschaft jedenfalls nicht ankurbeln. Mit Verordnungen seitens Brüssel, kaufen und wegwerfen ebenfalls nicht. Mit letzterem zerstören wir nur unsere Umwelt und den Planeten! Was wir brauchen ist ein vollkommen anderes System und das ankommen der Menschen im SEIN. Ansonsten sehe ich schwarz für die Zukunft. Denn der Wohlstand basierte ja auch immer auf Kriegen bzw auf die unmenschliche Ausbeutung in anderen Ländern. Wohlstand hat auch Grenzen. Wenn alle Bedürfnisse befriedigt sind, geht der Konsum automatisch zurück. Oder will sich jemand 3 Fernseher hinstellen? Wenn nur noch Profit für Konzerne zählen, die Löhne und Gehälter aber niedrig bleiben wird irgendwann keiner mehr Geld dafür haben um all die Dinge zu kaufen. Wir drehen uns im Hamsterrrad und die Politik ist machtlos dazu. Wenn wir das Problem in Deutschland nicht bald in den Griff bekommen, werden wir wie die Schwellenländer enden. Der krasse Gegensatz von arm und reich wird rasant zunehmen. Das beste Beispiel dafür ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit in der EU, die hier in Deutschland nur noch vertuscht wird.

www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/kurz-und-schmerzhaft/sprengsatz-jugendarbeitslosigkeit/6075866.html

Und auch die prekären Beschäftigungen werden weiter zunehmen. Wer also soll das ganze dann noch konsumieren?! Und wo bleibt dann die Qualität?

Wir brauchen ein anderes Wirtschaftssystem was Nachhaltigkeit und mehr soziale Gerechtigkeit bringt. Denn auch die Menschen in den Schwellenländern werden sich nicht weiter ausbeuten lassen. Der Anfang ist die Occupy-Bewegung, die Proteste der Arbeiter in China und andere Länder werden folgen.

Die deutschen Unternehmer werden sich damit abfinden müssen, dass sich die Welt verändert. Und das nicht alles wo Deutsch drauf steht auch Qualität dahinter steht. Das haben wohl aber doch die Verbraucher auch schon erkannt, oder?
Jörg Friedrich schrieb am 19.01.2012 um 06:39
KarinL. vielen Dank für das Lob. Ich kann im Moment von den vielen Anregungen und Thesen Ihres Kommentars nur auf eine eingehen. Sie schreiben, der Konsum würde automatisch zurück gehen, wenn alle Bedürfnisse befriedigt sind. Bedürfnisse ändern sich aber, es kommen neue hinzu während andere verschwinden oder sich verändern. Vor 10-15 Jahren hatte ich z.B.noch nicht das Bedürfnis, auf dem Sofa sitzend in Onlinemedien zu kommentieren, E-mails auf dem Smartphone abzurufen usw. Mein Verständnis von "sauberer Wäsche" und von der zumutbaren Umweltbelastung beim Wäschewaschen war anders. Manche Menschen haben heute zur Weihnachtszeit das Bedürfnis, fast ihr ganzes Haus und ihren Garten mit Leuchtnetzen zu überziehen, und im Herbst haben sie das Bedürfnis, mit mobilen lärmenden Gebläsen das Laub von den Wegen zu entfernen.
Es ist spannend zu untersuchen, woher diese Bedürfnisse kommen und ich würde bei der einfachen Antwort, dass "die Industrie" und diese Bedürfnisse mittels Werbung "einredet" nicht stehen bleiben wollen. Es hat mit dem Thema meines Artikels nur am Rande zu tun, aber in der Spirale aus Bedürfnis-Konsum-Befriedigung und neuem Bedürfnis sehe ich das größte Problem.
GEBE schrieb am 19.01.2012 um 07:38
@ KarinL.
und
@ Jörg Friedrich

Bedürfnisse entstehen stets aus einem Mangelempfinden, und sie sind in aller Regel mit Ersatzhandlungen verknüpft. (Trieb- und Begierdebefriedigung)
Mangelempfinden resultiert zuvorderst aus unerfüllten Sinn- und Seinsfragen und aus kontroversen Umständen innerhalb der Umwelt – sowohl als naturgegebenen als auch als soziale. (Z.B.: Wind und Wetter, resp. Geltung und Anerkennung)
Die weitaus verbreitetste Ersatzhandlung ist nunmal Konsumtion in jeglicher Art, Weise und Güte.

Nicht wenn alle Bedürfnisse befriedigt sind, geht der Konsum zurück – sondern erst dann sind keine Mangelempfindungen mehr gegeben, wenn (hauptsächlich und ursächlich durch Lösungen von Sinn- und Seinsfragen) die Einsicht wächst, daß Bedürfnislosigkeit ein Übungsweg ist, der zu wahrhaftiger Weisheit und zu Seeligkeit führt.
13rh07 schrieb am 19.01.2012 um 13:30
Karin L. schreibt: "Hier scheinen immer noch nicht alle das wahre Problem erkannt zu haben! Und auch hier zeigt sich wiedereinmal die vorhandene Arroganz der Deutschen."

Schublade auf, "Problem-Nicht-Erkenner" rein, Schublade zu.
@Karin L. -
Das ist natürlich keine Arroganz, oder???
q.e.d.
Tobi-Eiki schrieb am 18.01.2012 um 13:16
Um jetzt mal Herrn Friedrich zu unterstützen, möchte ich mich in diese Diskussion einmischen. Grundsätzlich möchte ich Herrn Friedrich recht geben. Die Marke "Made in Germany" ist im Laufe der letzten Dekaden mehr und mehr aufgeweicht worden. Immer mehr Artikel werden außerhalb der EU gefertigt, da die Produktionskosten dort um ein Vielfaches geringer sind als in Deutschland. Deshalb ist es natürlich für den Kunden irreführend, wenn lediglich der letzte Produktionsschritt ausreichen soll, um ein "Made in Germany" zu erhalten. Natürlich haben Industrie- und Wirtschaftsverbände ein großes Interesse daran, dass diese Regelung so bestehen bleibt, immerhin können sie dadurch qualitativ minderwertige Produkte mit einem "Made in Germany" versehen. Deshalb ist es meiner Meinung nach durchaus angebracht, dass diese Regelungen zukünftig geändert werden. Nur so kann etwas mehr Transparenz und Sicherheit für den Kunden entstehen.

Allerdings muss ich auch ehrlich zugeben, dass mir während der letzten Minuten kaum Dinge in den Sinn kamen, die "Made in Germany" sind. Die Jeans kommt aus Asien, das Hemd ebenfalls. Das Handy wurde in China hergestellt, aber in Kalifornien designt. Meine Elektronikgeräte kommen alle aus Japan, China Südkorea oder Taiwan. Nur die Lederschuhe. Die wurden tatsächlich in Deutschland hergestellt.
Jörg Friedrich schrieb am 19.01.2012 um 06:47
Tobi-Eiki, das ist ein interessanter Test der wohl zeigt, dass wir als Endverbraucher ohnehin schon lang kaum noch auf das Herkunftsland schauen - was allerdings auch problematisch ist. Aber es würde auch nicht viel nützen, da das Label ja irreführend ist. Bei mir ist es so, dass die Hosen, Hemden und Schuhe die Aufschrift "100% prodotto italiano" tragen, ein Versprechen, für das der kleine Ladenbesitzer bürgt, der persönlich bei den Herstellern in seiner Heimat einkauft, was die Sache auch noch erschwinglich macht. Ansonsten, von Lebensmitteln abgesehen, habe ich ehrlich gesagt meistens keine Ahnung, wo die Dinge produziert werden, mit denen ich mich umgebe. Letztlich ist mir auch egal, wo das geschieht, wenn ich nur etwas darüber wüsste, wie es geschieht.
Tobi-Eiki schrieb am 23.01.2012 um 09:33
Hallo Herr Friedrich

dürfte ich denn fragen, bei welchem Händler Sie Ihre Kleidung zu erschwinglichen Preisen erwerben? Das wäre vielleicht eine Möglichkeit für mich, von asiatischen Billigproduzenten abzuspringen. Allerdings habe ich vor einigen Monaten einen Bericht über italienische Designerkleidung gesehen, die in Italien produziert wurden. Erschreckenderweise beschäftigten diese Luxus-Label in Hinterhöfen billige Arbeitskräfte aus Asien und Osteuropa. Zwar werden die Kleidungsstücke in Italien produziert, der Produktionsprozess wird jedoch überwiegend von ausgebeuteten Arbeitskräften durchgeführt.

Deshalb kann ich Ihnen nur zustimmen, wenn Sie sagen, dass die Arbeitsbedingungen viel wichtiger sind als das Land, in welchem produziert wird.
GEBE schrieb am 19.01.2012 um 00:14
Spargel darf als deutscher Spargel verkauft werden, wenn er zwar aus dem Ausland importiert worden ist, aber in Deutschland getauft - nämlich gewaschen worden ist.

Die Made ist eine Täuschung aus Deutschland.
ed2murrow schrieb am 19.01.2012 um 12:31
Der Artikel ist zwar mit Blick auf etwaige Gesetzesinitiativen der EU (noch) nicht relevant. Mit Deutlichkeit hat die Kommission am 16.01. ein konkretes Vorhaben einer Regelung von nationalen Herkunftsbezeichnungen für in der EU hergestellte Waren, die exportiert werden, eine Absage erteilt (s. Pressemitteilung).

Es gibt aber sehr wohl Gründe, sich über dieses Made in Germany Gedanken zu machen. Denn die Überlegungen, die Jörg Friedrich angestellt hat, haben in Italien zu einem eigenen Gesetz geführt (vom 8. April 2010, N. 55). Es betrifft das Made in Italy bei „Textil-, Leder- und Schuhprodukten“, mithin den Spitzenprodukten der Mode (und bei Sofas: der Möbelherstellung), für die das Label nach wie vor steht: Feines Design, wertvolle Materialien, akkurate Verarbeitung. Um dem Konsumenten „einen angemessenen Überblick über den Produktionsablauf zu verschaffen“, so der Wortlaut des Gesetzes, „wird ein System der Etikettierung eingeführt, das den Ursprungsort jedes einzelnen Arbeitsschrittes ausweist und die Rückverfolgung des Produkts selber sicher stellt.“ „Made in Italy“, so das Gesetz weiter, dürfe auf das fertige Produkt nur angebracht werden, wenn die (näher beschriebenen) Fertigungsschritte überwiegend auf dem italienischen Staatsgebiet stattgefunden haben, insbesondere wenn zwei Bearbeitungsschritte im jeweiligen Sektor auf dem Territorium stattgefunden haben und im Übrigen die Rückverfolgung möglich ist. Bei Verstoß gegen diese Pflichten drohen Bußgelder bis zu 50.000 Euro je Einzelfall.

Teile dieses Gesetzes wiederum sind 1995 in einem Urteil des OLG Stuttgart (AZ: 2U 238/94) für das deutsche Wettbewerbsrecht formuliert worden. Die Linie der Rechtsprechung ist im Wesentlichen bestätigt worden in einem Urteil des OLG Düsseldorf vom 5. April 2011 (AZ: I-20 U 110/10; Volltext des Urteils hier, Besprechung durch die IHK Hannover hier, jeweils pdf): „Wird die Herkunft aus einem bestimmten Land geradezu als einziges Merkmal herausgestellt, erwartet der Verbraucher, dass diese herausgehobene Angabe auf alle Teile des Produkts und nicht nur auf den überwiegenden Teil zutrifft. Die Motivation des Verbrauchers, sich gerade für ein in einem bestimmten Land - Deutschland - hergestelltes Produkte zu entscheiden, muss dabei nicht allein auf besonderen Qualitätserwartungen beruhen.“

Hierbei ist zu beachten, dass im Gegensatz zu „Made in EU“ das Made in Germany kein mit rechtlicher Relevanz versehenes Qualitätssiegel ist, erst recht kein Markenzeichen. Dies einer neuen „rechtlichen Qualität“ zuzuführen, hat sich u.a. „Ja zu Deutschland“ auf die Fahnen geschrieben, die ihr eigenes Siegel (siehe dazu das Impressum der Seite unter „Markenrechte“) hat eintragen lassen und dafür eine „Zertifizierung“ verspricht.

Ob dies tatsächlich dem Verbraucherschutz dient oder eine in Wahrheit protektionistische Maßnahme ist, dürfte den Kern der politischen Diskussion ausmachen.
Blinkfeuer schrieb am 21.01.2012 um 01:55
Fällt mir eben noch ein:
Made in Germany, aber nicht von Dichtern und Denkern, eher von nicht so ganz dichten Muttis der frischen- sprich RTL2 und Waldorf- Prägung, ist auch die Wiederkehr der Masern, in der DDR und weiteren Gebieten der Nichtausbeuterabteilung einfach ausgerottet. Ich meine, nachdem Kuba das befahl. Kann aber auch "der Russe" gewesen sein. Oder gar-- schlimmst: DDR !
Und heute reisen diese Muttis mit ihren unschuldigen, aber ungeimpften Kindern in Länder, wo dieses Verhalten tötet. Kinder.Daheim protestieren sie dann wieder gegen Tierversuche mit der Stubenfliege. Oder Tempo 31. New- Muttis mit 51. Maden in Germany. Oft zu finden in den Schädeln.


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Große Küche von Herrn Paulsen

Frau Freitag
Na, wie war's in der Schule

 
 
 
 
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