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Der Freitag: Sie haben Ihre Kollektion für den Winter nächsten Jahres Ende Januar auf der Fashionweek in Berlin vorgestellt. Auf welchen Themen baut Ihre Kollektion auf?
Ich habe das Tuch auf der Straße vor fünf Jahren als einen Trend entdeckt. Das war tatsächlich schon vor fünf Jahren. Dieser Trend war gar nicht offensichtlich, aber ich habe das Gespür gehabt etwas zu sehen, dass es Anfang der 80er Jahre schon einmal gab. Ich habe mir keine Gedanken um die politische Aussage gemacht sondern habe ein Tuch gesehen, dass eine graphische Umsetzung hatte, die mir gut gefallen hat und
die ich mir am Hals eines jeden Menschen sehr gut vorstellen konnte. Ich fand es toll so ein billiges Tuch, das normalerweise fünf bis zehn Euro kostet, in einer Kaschmirversion umzusetzen. Das war für mich Luxus, das fand ich mondän. Ich hatte es auch nicht nur in Berlin entdeckt, sondern ebenfalls in Italien auf der Straße oder in einem Magazin an Johnny Depp und ich fand es toll.
So ist die Tuchkollektion entstanden. Dahinter steckte keinesfalls die Idee einer politischen Aussage oder die Intention „Du zeigst den Leuten jetzt wo es lang geht“. Es wäre jetzt an der Zeit das Tuch wirklich umzudrehen und ein politisches Statement damit abzugeben. Jetzt könnte ich dieses Tuch zum Beispiel als „Tuch des Friedens“ bezeichnen.|
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Eine Ergänzung aus Beirut, erschienen heute bei Spiegel Online: "Die Damen sind ganz wild drauf".
Ob billiger China-Import oder handbestickt, knallfarben oder klassisch schwarzweiß: Das Palästinensertuch erlebt im Nahen Osten eine Renaissance als Mode-Accessoire. Jetzt wird Kritik laut: Der Trend entweihe ein Nationalsymbol, wettern nicht nur die Palästinenser. Zum Artikel geht es hier. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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