Buch der Woche : Memokratie
Broschiert.
192 Seiten
23 €
Regierungsbehörden verbreiten KI-Bilder von migrantenfressenden Alligatoren, Trolle fluten das Netz mit zynischen Memes: Steuern wir auf eine Memokratie zu, in der autoritäre Politik bagatellisiert und zugleich durchgesetzt wird? Wolfgang Ullrich analysiert Strategien autoritärer Bildpolitik in den USA, bei europäischen Identitären und in China
In Kooperation mit Verlag Klaus Wagenbach 2026
Artikel & Services
Die Macht der Meme-Politik
Spätestens seit Donald Trumps zweiter Amtszeit zeigt sich: Aggressiver Internethumor, Deepfakes und KI-Bilder werden auf offiziellen Accounts als Machtinstrument genutzt. Sie produzieren Feindbilder und testen Narrative und polarisieren Debatten
Analytiker der digitalen Bildkultur
Wolfgang Ullrich, Philosoph und Kunsttheoretiker, beschäftigt sich mit Bildkulturen der Gegenwart – von Kunstbegriff und Konsum bis zu digitalen Bildern. Ullrich lebt heute als Autor in Leipzig und publiziert regelmäßig zu visueller Kultur
Donald Trump, der »Shitposter in Chief«
Memes und KI-Bilder prägen zunehmend die politische Kommunikation. Wolfgang Ullrich nennt diese Entwicklung „Memokratie“. Im Interview erklärt er, wie Meme-Kultur Machtpolitik verändert – und demokratische Debatten unter Druck setzt
Der Aufstieg der Memokratie
Memes sind längst mehr als Internetwitze. In den sozialen Medien prägen sie politische Debatten und verändern die Logik demokratischer Öffentlichkeit. Das Buch „Memokratie“ zeigt, wie Bilderpolitik und Algorithmen die Demokratie unter Druck setzen
Troll (Netzkultur)
Ein Troll ist im Netzjargon jemand, der im Internet vorsätzlich einen Flame-Krieg entfachen oder Menschen einfach nur ärgern will. Dies geschieht durch das Posten emotionaler, naiver, abschweifender und irrelevanter Kommentare in einer Online-Community (Newsgroup, Forum, Chatroom oder Blog).
Memokratie | Trailer
Memes werden gezielt als politisches Machtinstrument eingesetzt. Wolfgang Ullrich zeigt, wie aggressive Onlinebilder, Deepfakes und KI-Memes demokratische Debatten verändern – und warnt vor einer neuen Regierungsform: der Memokratie
Autoritäre Bilder | Wolfgang Ullrich
Es gibt einen neuen Autoritarismus und das hat auch mit dem schon länger diagnostizierten 'iconic turn' zu tun. Denn dieser Autoritarismus manifestiert sich gerade auch als Bildmacht, die insbesondere in den Sozialen Medien wirksam wird. Eine Analyse
Kunst in Zeiten ihrer Politisierung | Ullrich
Am Streit um Dana Schutz’ „Open Casket“ und Kehinde Wileys „Archaeology of Silence“ zeigt sich, wie stark Kunstdebatten heute politisiert sind. Der Vortrag fragt, ob die Idee autonomer Kunst an Bedeutung verliert
Kunstbetrachtung in Zeiten von KI | Ullrich
Im Vortrag von Wolfgang Ullrich und der darauf folgenden Diskussion zwischen ihm und Clair Bötschi ging es um folgende Fragen: Wie beeinflusst Künstliche Intelligenz unsere Wahrnehmung von Kunst? Sind Daten eine neue Form des öffentlichen Raums?