archinaut

nirgends.......... sicher... nie

21.03.2010 | 15:05

Erste Forderung an Utopia

Hör den Chor der Verlassenen: Was erwarten wir von der Stadt unserer Träume? Gesellschaft!

Nie wieder einsam..... unsere Stadt soll das Eintauchen in die Gemeinschaft ermöglichen, Eingliederung in und Teilhabe an einer freundlichen Menschenhorde.... Geruch und Wärme der gemeinsamen Schlafplätze versprechen Trost gegen Einsamkeit und Tod. Die Zusammenballung einer städtischen Agglomeration hat ihren Ursprung in der Sehnsucht nach Solidarität.

Die Spezialisierung der Individuen wird durch die soziale Differenzierung in der städtischen Gemeinschaft gefördert und laufend überprüft. Das Angebot an gesellschaftlichen Optionen ist möglichst groß. Die Stadt lässt aber auch Raum für Einsamkeit und Anonymität.

Die Ansammlung von Menschen in einer städtischen Siedlung setzt gemeinsame Ideen und Emotionen bei den beteiligten Individuen frei und aktiviert alle potentiellen gesellschaftlichen Synergien. Jeder Einzelne erfährt Bestätigung und sozialen Rückhalt durch individuell empfundenes Erleben von Gemeinschaft.

 

Ein Topist* wird also daran arbeiten, sein Haus und sein Quartier in Zukunft stärker dem Gemeinschaftsleben aufzuschließen. Vielleicht wird er oder sie sich selbst verändern, ein offenes Haus führen, dafür sorgen, dass Freunde in der Nähe leben oder arbeiten möchten. Er wird die Sehnsucht nach Gesellschaft fördern, indem er auch Plätze für die Einsamkeit schafft.

Der Topist* wird versuchen, die gefährdete Quelle der Solidarität wieder zu öffnen: die Liebe.

 

*Topist: wie lange habe ich dieses Wort schon gesucht!

PAOLI:... Wie kann man bestimmte Theorien recyclen? Nicht neue entwerfen. Wir sind keine Utopisten, sondern Topisten. Utopie ist ein nicht existierender Ort, Topos aber ist das, was da ist. Topisten sind Leute, die mit dem, was da ist, basteln und spielen, und nicht den großen Gegenentwurf machen.

Interview Guillaume Paoli im kreuzer online am 15.09.2008

 


Hier endet der 79. Eintrag: Dieser Blog mischt Fiktion und Realität. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig und in der historischen Überlieferung nicht verbürgt. Ich bin nur der Navigator, mein Name sei NEMO:

Ich schreibe um unser Leben. Bitte bleib dran.

 

Erste Forderung -  Gesellschaft

Zweite Forderung - Freiheit

Dritte Forderung -  Reichtum

Vierte Forderung - Recht

Fünfte Forderung – Wissen

Sechste Forderung – Erinnerung

Siebte Forderung – Überraschung

Achte Forderung - Geheimnis

Neunte Forderung - Spiegelbild

Zehnte Forderung - Dauer


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Kommentare
Alien59 schrieb am 21.03.2010 um 16:25
Interessante Wortschöpfung. Ja, Topist sollte man sein.
archinaut schrieb am 21.03.2010 um 17:39
das glaube ich auch.... werde weiter forschen:-))
poor on ruhr schrieb am 21.03.2010 um 18:57
Vielen Dank für den tollen Blog. Ich habe es aber auch mit der Utopie. Als alter Tagträumer mag ich da nicht aus meiner Haut heraus kommen. :)

Herzliche Grüße

rr
archinaut schrieb am 21.03.2010 um 20:35
Freu mich sehr, dass es Dir gefällt....
mit Forderungen ist es ja immer so eine Sache:-))

Herzliche Grüße aus Utopia
archie
Sportchef schrieb am 23.03.2010 um 17:48
"TOPIST " is the compound of "TOP" and " FIRST". It means the best, supreme, excellence. As a member of our country and society, we have courage and resolution to challenge to become the best .

Any questions ?
archinaut schrieb am 23.03.2010 um 23:45
....sounds like a kind of "Übermensch",
dear sporty, I prefer the explanation
of Guillaume Paoli :-)))

It's just too cute!

(....sorry for my rotten English)
archinaut
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