Eigentlich müßte ich als Mann Frauenquoten klasse finden: man braucht sich nicht in Gremien wählen, nicht für Aufgaben aufreiben lassen, - es gibt immer überall eine zu niedrige Frauenquote, die rechtfertigt, als Mann freundlich und galant einer herumstreunenden Frauensperson den Sessel anzubieten. Derweil man sich mit Interessanterem beschäftigen kann.
Und gerade deshalb finde ich Quoten (reimt sich auf "Zoten") eigentlich verachtenswert, denn sie nimmt nicht den Mensch als gesamtes Individuum, sondern ein distinktives Merkmal wahr und reduziert so den Menschen darauf. Außerdem ist Quote keine Garantie für Qualität und für die Betroffenen sicherlich auch kein Quell steter Befriedigung - nur Quotenaugust(a) zu sein.
Die PIRATEN sind jetzt und vor allem eine themenorientierte und -zentrierte politische Bewegung. Ihre Anliegen sind Bürgerrecht und Bürgerfreiheit in der (digitalen) Informationsgesellschaft.
Zudem ist für sie die Zukunft der "wichtigste Ressource Deutschlands", der Kreativität, ein zentrales Anliegen: die Urheberrechte.
Mit den Aufgaben, die ihnen die Wähler übertragen, werden auch die Themen und das Spektrum wachsen, die die PIRATENPARTEI inhaltlich besetzen kann.
Die PIRATEN besetzt Themen von bundespolitischer Relevanz, ob sie als Organisation auch selbst auf dem Weg zu solcher Bedeutung ist, lese man im sonntagmorgendlichen Kaffeesatz. Ich neige bei aller skeptischen Vorsicht zu einem sympathisierenden "ja, vielleicht".
Ausgabe 11/10
18.03.2010
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