Joachim Losehand

Blog von Joachim Losehand

Blogbeiträge

17.05.2010 | 19:20 Joachim Losehand

Zwergpiratenpartei

Ich sitze gerade wieder einmal zwischen Bücherkisten. Gute Gelegenheit, in Vergessenheit geratene Perlen aus den Regalen zu liebkosen und ein bißchen darin zu schmökern. Darunter auch ein lange nicht mehr gelesener  Zamonien-Roman von Walt... >> mehr
05.02.2010 | 16:19 Joachim Losehand

Le Transformateur Du Net

Das iPad von Apple bringt Verleger zum Träumen – und Netizens zum Schäumen. Die Kritik richtet sich vor allem (aber natürlich nicht nur) gegen die „geschlossene Gesellschaft“ der Apple-Welt, deren oberster Türhüter St... >> mehr
03.02.2010 | 18:31 Joachim Losehand

Der Verleger im Stillstand

Im usenet und in der Bloggerszene, jenem "Wurmfortsatz" des Qualitätsjournalismus, würde der Beitrag von Vittorio Klostermann, den er heute in gedruckten der FAZ veröffentlichen durfte/sollte, mit dem hashtag #merkbefreit ausgezeichnet werden. ... >> mehr
28.11.2009 | 00:06 Joachim Losehand

Der Kulturstaatsfeind

Der "Beauftragte für Kultur und Medien" der Bundesregierung, Dr. Bernd Neumann, hat dem Magazin "promedia" ein Interview gegeben:  promedia: Soll die bisherige Regelung zur Privatkopie beibehalten werden?  Neumann: Es ist sicher zu früh, ... >> mehr
16.10.2009 | 15:34 Joachim Losehand

Kader, Konvertiten, Kandidaten

Udo Hempel kandidiert für den niedersächsischen Landesvorstand der Piratenpartei "Watch out for the draco who cometh in futurum to gnaw your anima! Death is super nos! Pray the Santo Pater come to liberar nos a malo and all our sin! Ha ha, you like ... >> mehr
>> mehr

Kommentare

Kommentar zu

Piraten üben Basisdemokratie

Politik | 17.05.2010 | 15:00 Felix Werdermann
portrait
17.05.2010 | 20:53 Joachim Losehand
Irrtum: Die Piraten "üben" nicht mehr Basisdemokratie, so schaut Basisdemokratie nun einmal aus. Ich könnte jetzt anfügen, was der griechische Historiker Polybios über den Unterschied von Demokratie und Ochlokratie geschrieben hat, aber das kann sich sicherlich jeder denken.
Kommentar zu

Piraten üben Basisdemokratie

Politik | 17.05.2010 | 15:00 Felix Werdermann
portrait
17.05.2010 | 20:52 Joachim Losehand
Irrtum: Die Piraten "üben" nicht mehr Basisdemokratie, so schaut Basisdemokratie nun einmal aus. Ich könnte jetzt anfügen, was der griechische Historiker Polybios über den Unterschied von Demokratie und Ochlokratie geschrieben hat, aber das kann sich sicherlich jeder denken.
portrait
25.04.2010 | 15:46 Joachim Losehand
Ich würde angesichts des Befundes weniger "Moralverlust", vielmehr "Werteverlust" diagnostizieren (gibt für beides sicherlich eine ICD-Kategorisierung). Billig - Billiger - am Billigsten - Kostenlos. Daraus resultiert dann das, was die Unterhaltungsindustrie für die "Kostenloskultur im Internet" hält, denn nicht die (ideelle bzw. materielle) Qualität bestimmt durch deren Brille den Wert, sondern der Preis, in einer Geldwährung ausgedrückt. Was nichts kostet, ist nichts wert", heißt es dann über die Angebote im Netz, denn das Dogma heißt: der Preis spiegelt den Wert wieder. Darum werden auch immaterielle Güter zu Eigentum, denn den kann man taxieren. Man sollte aber auch zwischen Propaganda und individueller Erkenntnis eines vernunftbegabten Individuums unterscheiden und eben Propaganda immer für common sense halten.
Kommentar zu

Sexueller Missbrauch

10.03.2010 | 14:56 Magda
portrait
20.03.2010 | 19:46 Joachim Losehand
Was in dieser Diskussion aktuell - kulturell wie juristisch - nicht getrennt wird, nicht getrennt wahrgenommen und behandelt wird, sind "(sexueller) Mißbrauch" auf der einen und "Pädophilie" oder "Pädosexualiät" auf der anderen Seite. Wir, also hier° wie auch als Gesellschaft, sind uns sicherlich darüber einig, daß "Mißbrauch" prinzipiell und ohne Einschränkung abzulehnen ist. Dabei dürfte sich bei der Frage, was "Mißbrauch" ist, zunehmend die Perspektive des Opfers durchsetzen, wir als Außenstehende oder Urteilende gestehen also mehr und mehr den Opfern (jene in linken Kreisen schon bekannte) "Definitionsmacht" zu. Ich bin zwar nur bedingt Freund der bislang bekannten Praxis von "Definitionsmacht" - die Diskussion dazu hatten wir hier° schon -, jedoch begrüße ich auch aus eigener Erfahrung, daß das unmittelbar betroffenen Individuum und seine (verletzten, mißbrauchten) Bedürfnisse zunehmend wahr- und ernstgenommen werden. Die Ächtung des Mißbrauchs dürfte AFAIK kultur- und epochenübergreifend sein; weniger zeit- und gesellschaftsabhängig dürfte, abgesehen von den Extremen und Exzessen, die Frage sein, welche Praxis konsensfähig "Mißbrauch" genannt wird. Grundsätzlich rückt seit dem 20. Jh. unsere Gesellschaft davon ab, körperliche Strafen für Erwachsene und in der Folge auch für Kinder als unangemessen einzustufen. "Hart anfassen" darf man in der Pädagogik heute allerhöchstens nur noch mittels intellektueller Herausforderungen. "Mißbrauch" im engeren Sinne ist, meiner Meinung nach, (geplante oder spontane) körperliche Züchtigung, wie sich manche (klösterlichen) Erzieher im Rahmen der bekanntgewordenen Mißbrauchsfälle selbst bezichtigt und dafür entschuldigt haben, jedoch nicht. Hier geht es um die Verletzung der Unversehrtheit der Person, wie wir es im Folterverbot, der Abschaffung von körperlichen Strafen (bis hin zur Todesstrafe) für Delinquenten und eben zur Ablehnung körperlicher Gewalt allgemein - insbesondere aber gegenüber Schutzbefohlenen sowie Abhängigen kennen. Das Gewalt und Sexualität einander nicht ausschließen, sondern in verschiedenen Formen zusammen auftreten, dürfte ein Allgemeinplatz sein. Es gibt Männer, die nur ejakulieren können, wenn sie eine Frau (oder einen Mann) verprügeln, wieder andere ziehen aus der eigenen Erniedrigung ihre sexuelle Befriedigung. Ich glaube, daß wir individuell und von Fall zu Fall abwägen müssen, ob wir es mit einem Menschen mit pädophiler Veranlagung zu tun haben oder mit einem sadistischen Arschloch, das "nur zufällig" die eigenen mit Sexualität getränkten gewalttägigen Macht-Phantasien an Schutzlosen (Kindern) auslebt. Aber auch ohne jede plastisch-unmittelbare Brutalität (vgl. Ellis: "American Psycho" oder in Teilen Hegemann: "Axolotl Roadkill") sind Machtausübung und Sexuelle Aktivität verschiedenpolige Geschwister. Wo ich persönlich allgemein in Fragen der Sexualität die Grenze zum Mißbrauch ziehe ist das Wort "No!". Ausgesprochen oder unausgesprochen ("Which part of 'No!' You don't understand?") ist der Dissens zwischen den Akteuren das Kriterium, um - mit dem Opfer - von Mißbrauch zu sprechen. An dieser Stelle betreten wir im Zusammenhang mit Pädophilie (oder der Ephebophilie) vermintes Gebiet. Denn viele pädosexuelle aktive Erwachsene sprechen immer wieder von dem "Einverständnis", der "Zuneigung" der Kinder, mit denen sie - ohne äußerliche Gewalt - Umgang bzw. Verkehr hatten. (Die Anführungszeichen markieren das Zitat, nicht meine Wertung.) Während das Gesetz nicht zwischen Pädophilie (vorpubertär) und Ephebophilie (pubertär) unterscheidet, kennt die Gesellschaft - wie wir an der obigen biographischen Erzählung sehen - nach wie vor diese Unterscheidung. Auch in der belletristischen Fiktion tauchen immer wieder derartige einmaligen Erlebnisse oder sogar Beziehungen (Irving: "Bis ich dich finde") auf, die für die beteiligen heterosexuellen Jungen (12-15j.) keineswegs in besonders herausragender Weise abgelehnt werden (abgesehen von den üblichen Schuldgefühlen, die bei unkonventionellen Verhältnissen aber immer gegenwärtig sind.- Die nach wie vor virulenten Vorbehalte gegen Homosexualität und die verbreitete These, zum Homosexuellen auch "gemacht" werden zu können, verhindern wohl eine ähnliche Stellung von sexuellen Beziehungen zwischen pubertierenden Jungen und erwachsenen Männern.) Die Grenze, die das Gesetz zwischen den verschiedenen Altersstufen zieht, ist kontingent, bei aller plausiblen Begründung also willkürlich; das sexuelle "Erwachen" und das Einsetzen der Pubertät hingegen individuell. Eine immer wieder in der Entwicklungspsychologie diskutierte Frage ist, ab welchem Alter Menschen ein körperlich-erotisches oder gar sexuelles Empfinden entwickeln. Allein schon die Tatsache, daß es hierzu keine fachlich fundierte einhellige Meinung gibt, daß die kindliche Interpretation beobachteter Sexualität unter Erwachsenen oder das Erleben des eigenen Körpers im Grunde bestenfalls diffus und unausgebildet zu sein scheint, verbietet meiner Meinung nach jedem vernunftbegabten erwachsenen Menschen, Kinder dieser Entwicklungsstufe als Teil oder Begehren des eigenen sexuellen Lebens zu begreifen. Gerade, weil Kindern vor der Pubertät in diesen Fragen es wohl an jeder Urteilskraft gebricht, werden Kinder damit zu verdinglichten Objekten degradiert und im Sinne der Menschenwürde auch als Sexualobjekte mißbraucht. Doch noch vor dem unmittelbar Sexuellen können Kinder zweifellos unterscheiden zwischen erwünschter und unerwünschter körperlicher Nähe, denken wir nur an das zunächst unverfängliche Beispiel der Tante, die ihre Nichten und Neffen an ihre kapitalen Brüste drückt und sie herzlichst und feucht "abbusserlt". Der Widerwille der Opfer ist in der Literatur allgegenwärtig dokumentiert, wie auch deren Grenzen der Toleranz gegenüber der kußfreudigen Verwandtschaft - und das (Un-)Verständnis der Eltern gegenüber der kindlichen Ablehnung dieser "Begrüngsriten". Wir - Erwachsene - müssen in unserem Urteil meiner Meinung nach die Perspektive des Kindes bzw. Heranwachsenden einnehmen, ohne sie zu usurpieren. Das oben geschilderte "Logenerlebnis" reizt zum Widerspruch und zur moralischen Entrüstung, es kann aber nicht in Abrede gestellt werden, daß der betroffe Knabe es ohne Vorwurf als seinen persönlichen "Übergangsritus" (rite de passage) begreift. Die Erzählungen von in Klosterschulen und Internaten Erlebtem lesen sich anders; an der Bewertung wird von den Betroffenen auch kein Interpretationsspielraum zur Verharmlosung gelassen. Ich meine, daß wir, wenn wir Kindern, wenn wir Minderjährigen Aufmerksamkeit und Gehör schenken und sie als kritisch urteilende Wesen wahrnehmen, auch deren Unterscheidungskraft im Einzelfall annehmen müssen. Die derzeitige Diskussion bietet einerseits die Chance, an Sensibilität für die Signale kindlichen Willens und Unwillens, Erlebens und Erleidens zu gewinnen, andererseits auch die Gefahr, in eine "Hypersensibilität" zu verfallen, die ähnlich gefährlich ist wie deren Gegenteil. Sie kann in ein Grundvorurteil gegenüber jeder körperlich ausgedrückter Zuneigung, jeder körperlicher Nähe zum Kind umschlagen, welche die natürliche Entwicklung eines jungen Menschen aufgrund des "zu wenig" und der klimatischen Mißtrauens beeinträchtigen kann. Und - weil Kindesmißbrauch immer noch "männlich" ist - könnte in der professionellen Pädagogik (Kindergarten, Schule) das Fehlen des Mannes auch weiterhin zu beklagen sein, denn wer will sich schon eines schwelenden Generalverdachts freiwillig aussetzen? Aber das sind nur vage Vermutungen.
>> mehr
Joachim Losehand
Althistoriker und Toleranzforscher in Oldenburg in Oldenburg
Ort:
Oldenburg
Mitglied seit:
2 Jahre 50 Wochen
Zuletzt aktiv:
17.05.2010
Status:
Publizist
Aktivität:
Beiträge: 34
Kommentare: 268
Mein Projekt:
Mein Web:
Logbuch
18:00
Nashira hat gerade einen Kommentar geschrieben.
17:59
Uwe Theel hat gerade einen Kommentar geschrieben.
17:59
Achtermann hat gerade einen Kommentar geschrieben.
17:52
Stepstone hat gerade einen Kommentar geschrieben.
17:51
KarinL. hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Liebeshandlung - Eugenides

Berlinale

Freitag_Salon

PortletSalon_120216.png

Oleg Kaschin Es geht voran Aufbau Verlag 2012

152 Seiten. Gebunden.

16,99
 
Karpow, ein junger Moskauer Erfinder, entdeckt ein Serum, welches das Wachstum von Lebewesen beschleunigt. Die daraus folgenden Verwirrungen, Konflikte und Grausamkeiten sind ebenso ungeahnt wie zahllos. Mit tiefschwarzem Humor und leichter Feder entlarvt der Moskauer Journalist Oleg Kaschin, der selbst Opfer eines brutalen Überfalls wurde, mit diesem Buch Korruption, Machtgier und Despotismus im gegenwärtigen Russland. Herausgekommen ist eine Satire von beißender Schärfe >> mehr
Occupy

portlet_occupy.png

Rote Perlen

wir müssen reden

IGEL

portlet_IGEL.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Anti-Terror-Zelle Kraftklub

Ausgabe 06/12
09.02.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_05_06.jpg

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG