Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

05.01.2012 | 03:56

Christian Wulffs Kampf auf dünnem Eis?, wenn ja, für was?

Christian Wulffs im parteiübergreifenden Spendengefechtsauftrag?

Christian Wulff ist nicht der erste Bundespräsident, der sich selbst begnadigt, wie Heribert Prantl in der Süddeutschen schreibt: „Christian Wulff ist der erste in diesem Amt, der sich selbst begnadigt.“,
sondern unverfroren genug, im schützenden Panzer des Bundespräsidenten Amtes, den medial aufgestellten Versuch zu starten, populisitisch eine Verteidiungslinie gegen jedwede Ansätze von Anklagen gegen seine Person in der eigentlichen Sache, auf den zeitraubenden Amtschimmel zu verschieben:
"Ich habe nichts Unrechtes getan, auch wenn nicht alles richtig war, was ich tat. Da kann ja jeder den Staatsgerichtshof in Niedersachsen anrufen, wer will!"

Da fällt mir gleich die Pointe des Bloggers por ein:
"Ich glaube, ich laufe mir einen Wulff!"
Gute Pointe!

Nächste Pointe. Meine Pointe:
"ich quassel mir einen Wulff"
Der geht so:

"Es reicht als Bundespräsident nicht aus, neutral zu sein. Nein!,
der Bundespräsident muss erst vom Ministerpräsidenten, wie ich es in Niedersachsen war, in die Lehre des Lebens gehen, um Distanz zu lernen, oder so?"

Christian Wulff hat in diesem staatstragenden ARD/ZdF Interview die Stirn, die Peinlichkeiten, die er weiter nährt, als seinen unermüdlich Lehrlings Kampf
"Christian Wulff selbstlos, als bekennender Willy Brandt Fan dem Gemeinwohl verpflichtet,  im Selbstversuch- Experiment
"Mehr Demokratie wagen" ,
für den Fortschritt an Transparenz, Pressefreiheit, Demokratie zu kommunizieren.

"Mein Anruf bei BILD war ein schwerer  Fehler.
Ich habe mich dafür bei BILD nach meiner Reise entschuldigt.
Das wurde akzeptiert.
Ich wollte doch keine Presse Veröffentlichungen verhindern.
Wenn ich geschimpft haben sollte, was nach meinem Naturell eigentlich nicht meine Art ist, dann nur, um mir kühle Luft zu verschaffen.
Was ja letzendlich bis heute nachhaltig gekklappt hat und weiter klappt."

Freitag Autor Michael Angele meint:
(s.: www.freitag.de/politik/1201-die-erklaerung-das-interview

Bundespräsident | 04.01.2012 20:10 | Tom Strohschneider
Keine Bewährung )
:
"Aber eigentlich am wenigsten noch für Wulff, der mit diesem unsäglichen Bewährungsvergleich auch noch eine Steilvorlage bekommen hat. Statt ihn nachdrücklich mit der von TS angesprochenen Günstlings- und Vetternwirtschaft zu konfrontieren. Danach der Spielfilm. Die Freundin von Maschmeyer, Veronica Ferres, spielt darin eine Hauptrolle. Fühle mich nun definitiv im falschen Film :("

Da schreibe ich nur: "Danke für die zielsichere Beobachtung".

Christian Wulff hat auch noch die Steilvorlage "Bewährung"  durch seine juristische Krümmelkackerei verpatzt, statt einfach nur noch zu sagen

"Da haben Sie ja so recht. Leben wir nicht alle auf Bewährung?"

Blogger Graureiher will im selbigen Blog wissen:

"Kann mir hier mal jemand schlüssig erklären, warum das inoffizielle CDU-Parteiorgan BILD versucht, den CDU-Bundespräsidenten Wulff zu demontieren?!"

Meine Antwort:

"Weil das "Christian Wulff System" die Spendenpfründe der Parteien mit seinn unkontrollierbar unauffällig, offen gefälligen, "Freundeskreisen" angreift, das nur personenbezogen funktioniert, eine Kontrolle durch Partei Schatzmeister unterläuft.

Dazu bietet Michael Angele folgenden Link::
Zum Fall Wulff und BILD, Friedrich Küppersbusch im Deutschlandradio

www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1643569/
Zur Rolle der "Bild"-
   
Blogger thinktankgirl:
 "Auf ZEIT-Online hatte der user Kohlmeise sinngemäss gesagt: Ein wirklich korrupter Politiker kriegt 500.000 Euro geschenkt, der gibt sich nicht mit einem Darlehen zu einem Mini-Zins zufrieden."

Meine Antwort:

"Stimmt nicht! Darlehen begünstigen "Win Win Situation" für alle Beteiligten, (vorzugsweise bei Geldwäsche), dass hier gestaltbar (Variabler Zinssatz bei Christian Wulff) unauffällig durch Zinsherabsetzung, Erlass von Schuldendienst, gar Erlass der Tilgung im Nachherein unauffällig gefällig die Wirkung eines Dankeschön entfaltet, oder bei Nicht- Lieferung mit verschärften  Konditionen zu Buche schlägt"

Sind nicht gerade Politiker/innen durch solche Art Darlehn, finanziell abhängig,  politisch erpressbar, wie nie zuvor?

Wenn Christian Wulff wiedrholt sagt, er wolle in keinem Lande leben, in dem er sich nicht von Freunden/innen  Kredite geben lassen kann (Schuldendienst, Tilgung wird nacheilend irgendwann unauffällig zu einem günstigen späteren Zeitpunkt als Dankeschön erlassen?), klingt das im ersten Anschein so bräsig solide, wie der satz, er möchte in keinem Lande mehr leben, in dem er keine Freunde/innen kostenlos besuchen darf.

Dann heißt das in Christians Wulffs Sprech- Denke, eingedenk seines parteiübergreifend global ausgelegten Kampfauftrages,  solange er in Ämtern ist, wird Christian Wulff vorzugsweise in seinem Hauptgeschäft als Bundespräsident dafür sorgen, dass dieses Land seiner Träume vor uns aller Augen Staunen entsteht, bevor wir es uns versehen?

 Mit Fug & Recht darf behauptet werden:

"Christian Wulff frißt für öffentliche Auftritte soviel Kreide, dass die ihm schon aus der Nase, Ohren rieselt.
Christian Wulff will ein anderes Gefälligkeitsystem, nämlich ein unheimlich unauffällig direkt gefälliges Lobbysystem. Das macht den Unterschied.
Da geraten Parteispendenpfründe in Gefahr, weil das "Christian Wulff System", selbst durch eigene Parteien Kassenwarte, Schatzmeister unkontrollierbar, lokal, regional, weltweit, nur personenbezogen "amerikanisch" unterwegs ist.

Offensiver, wie durch Christian Wulff, wurde hierzulande noch niemals offener für ein Poltikfinanzierungsystem geworben, das nach Maßstäben unseres Landes bisher die Begünstigung von Korruption und Ageordnetenbestechung fördert, wenn nicht gar verdeckt fordert?

Bisher ist Bundespräsident Christian Wulff, wie seine Vorgänger im Amt,  nicht mit einem starken Wort für die Ratifizierung der UNO- Konvention gegen Korruption und Abgeornetenbestechung durch den Deutschen Bundestag in Erscheinung getreten.

Immerhin wurde diese UNO- Konvention gegen Korruption und Abgeornetenbestechung bereits im Jahre 2001 kurz nach Nine Eleven durch die rotgrüne Bundesregierung als aufdeckendes Instrument gegen den Internationalen Terrorismus und seine Finanzströme unterzeichnet.

Blogger BurghardH schreibt ebenfalls im selben Blog:

"Ein Bundespräsident Wulff ohne Kommunikationsstrategie, ohne den Hauch von Instinkt wie man mit dem öffentlichen Interesse umgeht und wahrscheinlich ohne aktuellen PR-Berater."

Meine Antwort:

"Wird nicht eher ein Schuh daraus,wenn man Christian Wulff, ein massives Interesse unterstellt, mit einem parteiübergreifenden Kampfauftrag versehen, das gesamte Parteispendenfinanzierungsystem, weg von den Bezirksfürsten, die seit der Stückelung von Parteispenden ( ab 5.000.- € namentlich meldepflichtig, höchsten 20.000.- €/Person) die wahren Parteiherrscher/innen sind, Richtung einzelner Personen auf die Bundesebene, wie Christian Wulff mit globalen Verbindungen  "amerikanisch" umzumodeln.

Das ist pures Benchmarking für Politik Spendenacquise an allen bisherigen schon fadenscheinigen Kontrollinstanzen von Parteispenden vorbei.

Ist es nicht auffällig, wie alle Parteien durch die parlamentarische Bank mehr oder weniger, aus gleichen aber auch aus unterschiedlich gelagerten  Gründen,  Christian Wulff als Bundespräsidenten, trotz aller Regelwidrigkeiten, Peinlichkeiten in Amt & Würden, als solchen, über die Zeit rettend,  halten wollen?

JP

siehe:

Politkberaterin Professorin Gertrud Höhler serviert Christian Wulff ab:

www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst/#/beitrag/video/1533222/ZDF-heute-journal-vom-3-Januar-2012

 
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Kommentare
apatit schrieb am 05.01.2012 um 20:35
Freundschaft: die stillschweigende Übereinkunft zweier Feinde, die für gemeinsame Beute arbeiten wollen.
Elbert Hubbard
Joachim Petrick schrieb am 05.01.2012 um 20:44
@apait

Scientologen lassen grüßen.

"Christian Wulff:
"Ich will Bundespräsident. Meine Frau hats erlaubt!"
Schnolfi schrieb am 06.01.2012 um 18:07
@Joachim Petrick

Nein, soweit systemumkrempelnd denkt Wulff garnicht. Er ist einfach ein ganz biederer, kleinkarierter Politkarrierist, der sich 'hochintelligent' und zielsicher in immer mehr Widersprüche verstrickt.
Der Kampf mit der BILD geht von beiden Seiten einfach darum, wer das Sagen hat, was veröffentlicht wird. Kai Dickmann und Konsorten lassen sich da nicht gerne ins Zeug quasseln - und schon gar nicht mit Drohungen - wenn sie am Horizont geldschei.ßende Schlagzeilen auf sich zukommen sehen.

Dass natürlich in Zukunft in der Politik die Einbürgerung des amerikanischen Geldunterstützersystem zu verhindern ist, steht außer Frage, und man sollte es ständig den Wählern hinter die Ohren schreiben. Nur dem Wulff diese Absicht zu hinterstellen ist zuviel der Ehre für diesen an Trot.tel.ei grenzenden Charakter.

Übrigens in einem Piepser (Twitter) kam folgende Redensart auf:

"jemandem etwas auf die Mailbox wulffen".

In diesem Sinne, schönes Wochenende und fleißige Nächte !

Schnolfi.
Joachim Petrick schrieb am 06.01.2012 um 18:39
@Schnolfi

"Nur dem Wulff diese Absicht zu hinterstellen ist zuviel der Ehre für diesen an Trot.tel.ei grenzenden Charakter. "

Da ist wohl was dran, auch wenn Wulff sich in der Sache unwillentlich als dienstbarer Geist mit der Lizenz zur Dosis des steten edlen Tropfs erweist.
Joachim Petrick schrieb am 06.01.2012 um 18:41
"jemandem etwas auf die Mailbox wulffen".

Ist ja köstlich.

Ebenfalls schönes Wochenende!!
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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