Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

16.10.2011 | 00:35

"Occupy Hamburg" „Jochens Hamburger Rede!“

Mein Name ist Joachim Petrick

Ich bin Blogger bei www.freitag/Joachim.Petrick.de www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick

Völker Europas, Afrikas, Amerikas, Australiens, Asiens, Völker

Bürger von Hamburg!,

fordert die Zerschlagung der weltweit aufgestellten Finanzaristokratie!

Fordert nicht nur die Rückkehr der Demokratie in die Palarmenterte, fordert die Demokratie in Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Stiftungen, Verbänden, in der Arbeitswelt, in den Unternehmen!

 

Demokratie in den profitorientierten wie sozialen Unternehmen verlangt nach Stammpersonal, das unbefristet eingestellt wird.

 

Demokratie in Unternehmen, gleich welcher privaten, wie staatlichen Art, ist ohne Stammpersonal nicht vorstellbar.

Der Wildwuchs mit unbefristeter Leiharbeit muss ein Ende haben und zwar sofort!

 

Wenn wir die gegenwärtige Weltfinanzkrise richtig analysieren, birgt diese Krise einen Gewinn für unsere Demokratien in der Welt, weil die Staatsverschuldung der G- 8 Staaten diese außerstande gesetzt hat, als Garanten despotischer Regime, die  als treulose Hüter der Rohstoff- Ressourcen in der Welt ihr demokratiefernes Unwesen treiben, voran in Nordafrika, Arabien, Asien, Lateinamerika, weiter als Vorfinanzierer, militärisch flankiert, privatrechtlich global unterwegs zu sein.

 

Woran erkennen wir diesen Gewinn?

Wir erkennen diesen Gewinn  an der Arabellion.

Wir erkennen diesen Gewinn  an den demokratischen Aufbrüchen in Ägypten, Tunesien, Libyen, Syrien, Jemen, Kasachstan, Turkmenistan.

 

Die gesellschaftlichen Kräfte in Afrika, Arabien, Asien, Amerika waren seit Jahrzehenten als unterbliebene Nachricht längst gegenwärtig, jetzt sind diese Kräfte der Arabellion, der demokratischen Aufbrüche nicht mehr unter den fadenscheinigen Finanzmitteldecken der Despoten zu halten, weil die G 8 Staaten als deren Garanten an die Grenzen ihrer eigenen Finanzreserven gelangt sind.

 

Die Finanzaristokratie will über ihren ruchlosen Aufbruch in die Mitte der Gesellschaften der Welt auf der Globalisierungsschiene deregulierter Weltfinanzmärkte über, ein Krisen Hopping ohne Ende bereitend, in die Verwertung der ungeheuren Vermögenswerte der Sozialsysteme der entwickelten, wie weniger entwickelten, Länder schreiten.

 

Die weltweit aufgestellte Finanzaristokratie soll ihre Krise kriegen, aber anders als diese die Welten Krise geplant, nämlich  endlich als ihre ureigene Krise mit dem Ziel der Zerschlagung und Auflösung der Finanzaristokratie in der Welt

Wie?,

durch die gesetzgebende Kraft demokratisch in freier Wahl mandatierte Parlamente aller Staaten in der Welt.

 

Sarah Wagenknecht, MdB der Linkspartei im Deutschen Bundestag, spricht zornig von der weltweit aufgestellten Finanzmafia.

In Ihrem Zorn hat Sarah Wagenknecht recht. Sarah Wagenknecht verdient unseren Beitritt zu ihrem Zorn.

In ihrer Analyse aber hat Sarah Wagenknecht Unrecht,

denn die einstige Finanzmafia ist seit Jahrzehenten, von neoliberaler Gesetzesvorlage zu Gesetzesvorlage, von Gesetzgebungsverfahren zu Gesetzgebung, längst durch gewählte Parlamente der G 8 Staaten in den Adelsstand der Gesetzlichkeit gehoben, zur globalen Finanzaristokratie mutiert, die den Regierungen der G- 20 Staaten legal zeigt,. wo der Geld Hammer hängt.

 

Wie tönte noch, vor Einführung des Euro im Jahre 2001, das schwadronierende Ungeheuer, der einstige  Deutsche Bankchef, Rolf Breuer, in einem damals neoliberal bejubelten Zeitartikel, während er gleichzeitig, wie ein Römischer Imperator bei dem „Brot & tödlichen Spiel“ im Collosseum den Daumen für den Gladiator, den Medienmogul  Leo Kirch senkte:

„Die Finanzmärkte sind die 5. Gewalt in unseren Demokratien, die weit besser mit leichter Hand regulierend wirken, als es die vierjährigen demokratischen Abstimmungen durch freie Wahlen im Land je vermögen“

Zitat Ende.

-  

Dabei hatte doch mit dem Kapitalismus alles so voller Leichtigkeit im Sein angefangen, damals zu Zeiten, vor den Fuggers, Welsers, vor dem ruinös überdimensioniert fremdfinanzierten Bau des Petersdom zu Rom von 1495- 1595.

Bis die alten klerikalen, säkularen Despoten Mächte auf den Plan geufen, auf den Geschmackstrichter, den Duft des Kapitalismus kamen, diesen als schützende Fassade für ihre fortlaufenden fremdfinanzierten Machenschaften, ihre überdimensionierten Projekte, wie die Eroberung, Missionierung ferner Kontinente, Ressourcen Regionen, bis in unsere heutige Zeit herüber nahmen?“

Da ging damals, am Anbeginn der Kapitalbildung der Völker, ein unbeschwerter Freigeist um, wie heute noch im World Wide Web, im Internet, aber wie lange noch?“

 

„Wer hat uns verraten?, die Finanzaristokraten!“

 

Als Finanzpolitik Berater der Regierungen der G- 20 Staaten gehen die Vertreter/innen der weltweit aufgestellten Finanzaristokratie ohne Mandat in Ministerien ein und aus, formulieren Ministern/innen, Gesetzesvorlagen im Nimbus geldpäpstlicher Unfehlbarkeit.

 

Das Ergebnis sind verheerend falsche Anreize an den Weltfinanzmärkten für deren Akteure, die da sind, staatliche wie private  Banken, Versicherungen, Staats-, Pensionsfond, Hedgefonds, Finanzdienstleister, indem der Ankauf von Staatsanleihen jeglicher Herkunft freigestellt wird von der Notwendigkeit, entsprechende Rücklagen zu bilden geschweige denn das Eigenkapital entsprechend aufzustocken.

In Zeiten, wo der Innerbankenverkehr im Wege der Weltfinanzkrise seit dem Jahre 2008 von gegenseitiger Angst beherrscht, zum Stillstand zu kommen droht, verlegen sich die Akteure am Weltfinanzmarkt darauf, mehr und mehr Staatsanleihen in ihren Depots anzuhäufen, statt die Realwirtschaften der Länder der Welt mit Krediten zu versorgen, die unter de r Pflicht der Rücklagenbildung und Eigenkapitalaufstockung stehen.

 

„Nein, nicht Trägheit bestimmt das ganze politische System des Weltfinanzmarktes mit seiner unkontrollierten, politisch nicht legitimierten, Finanzaristokratie, sondern Feigheit ist ihr Gewand, ihr Talar, unter dem der Muff von 40 Jahren neoliberaler Geld- und Finanzpolitik, Hunger; Durst, Krankheit, Elend, vorzeitigen Tod durch Siechtum unter den Völkern der Erde verbreitend, bestialisch gen Himmel stinkt!“

 

Völker Europas,

Bürger von Hamburg!,

hört das Hintergrundrauschen des Wutschnaubens von US Präsidenten Barack Obama über die ganze Eurozonenregierungs- Mischpoke:

„Kein Anschluss unter dieser Rufnummer!“

“Sie haben Post“,

voran die stumme Bundeskanzlerin Angela Merkel, im Hussein Ohr.

 

US- Präsident Barack Obama sagte, frei übersetzt, in etwa vor etlichen Tagen folgendes:

“Warum waren die da in Europa, anders als wir in den USA, zu feige, in die Globalplayer, die Banken, die Versicherer als Staat und Eigner auf Zeit hineinzugehen, denen auf den monetären Zahn zu fühlen, um tapfer die Derivaten-, Zertifikaten- Leichen, samt dem monetären Unrat und Giftmüll in den Kellern dieser Bangster zu sichten und, bilanzierend, sichernd zu dokumentieren?“

 

Inzwischen sind die USA als Staat mit Milliarden US $ Gewinn aus diesen Globalplayern, Morgan Stanley, City- Group, AIG u. u. wieder heraus, während die Europäer vor ihren Globalplayern, ihren systemrelevanten Banken, Versicherungen, blind wie ein Huhn

“Was sollen wir tun“

Oder, wie ein Ochs vorm unbezwingbaren Berghang stehen!

“Wir wissen nicht weiter und sind deshalb umso heiterer!“

Verkehrte Welt der europäischen Politik.

 

Völker der der Welt,

Völker Europas, Amerikas, Asiens, Afrikas, Arabiens,

Bürger Hamburgs!,

fordert die Zerlegung der Deutschen Bank, Goldman Sachs, Morgan Stanleys, American Bank in ihre Bestandteile, damit das Geschäft von Kundengeschäfts- und Investmentbanken wieder getrennt wird!

 

Mehr sage ich erst einmal nicht, sonst kriege ich womöglich gleich haue von meiner Frau, die da vorne steht, denn die mag das gar nicht, wenn ich hier so beim Thema Proleten Moneten so vom Leder ziehe, das flöten ging.

Denkt dran!:

„wenn euer Geld, euer grundgesetzlich verbürgtes Forderungseigentum an Schonvermögen, Grundsicherung, Renten, Rentenanwartschaften futsch zu sein scheint, es ist nicht weg, sondern nur woanders!“

 

Denkt weiter daran!

Wir sind die Mehrheit.

Wir sind uns unserer Mitte sicher, deshalb brauchen wir unseren Rand auch nicht zu halten!“

Let s Go!

That s the Change we like it!

Yes!, we can!”

 

tschüss

Joachim Petrick

 
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Kommentare
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 00:49
Ab Jetzt werde ich meine Rede durch die Forderung von Demokratie in den Medien ergänzen:

Fordert nicht nur die Rückkehr der Demokratie in die Palarmenterte, fordert die Demokratie in Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Medien, Stiftungen, Verbänden, in der Arbeitswelt, in den Unternehmen!
Streifzug schrieb am 16.10.2011 um 01:36
...forden im Sinne von:

- etwas (von jemandem) verlangen

oder

- zu einem Kampf herausfordern
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.10.2011 um 01:49
"Fordert nicht nur die Rückkehr der Demokratie in die Palarmenterte"

Welche Rückkehr?
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 02:46
@Streifzug

"
- etwas (von jemandem) verlangen

oder

- zu einem Kampf herausfordern"

beides trifft bei Forederungen zu!
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 02:48
@Fahrenheit 451

Rückkehr dazu, dass das auf Vorrat veräußerte, deligierte haushaltskontrollrecht des deutschen Bundestages über den Bundehausdhalt und Schattenhauslate, Sondervermögen, weg von Sondergreimien, wieder zuück in den Deutschen Bundestag kommt
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.10.2011 um 09:51
Ach DAS soll Demokratie sein? Im Bundestag sitzen die Leute, die das alles zugelassen haben, was Sie bemängeln: Schattenhaushalte, Sondergremien und was auch immer. Und sie sitzen da im Bundestag, NUR weil sie das alles zugelassen haben. Die Situation ist für alles Seiten bequem und von allen Seiten gewünscht. Wie viele vom Bundestag waren übrigens auf den Straßen?
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 11:00
@Fahrenheit 451

"Ach DAS soll Demokratie sein? Im Bundestag sitzen die Leute, die das alles zugelassen haben, was Sie bemängeln: Schattenhaushalte, Sondergremien und was auch immer. Und sie sitzen da im Bundestag, NUR weil sie das alles zugelassen haben. Die Situation ist für alles Seiten bequem und von allen Seiten gewünscht. Wie viele vom Bundestag waren übrigens auf den Straßen"

Wohl wahr!, was nun?

Was schlagen Sie Anderes vor, als die Wahl anderer MdBs, aus denselben, wie anderen, neuen Parteien vor?
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 11:03
Fahrenheit 451

Die heute im Bundestag sitzen werden dann, bis auf enen aufrechten Teil, nicht mehr als MdBs sitzen!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.10.2011 um 11:19
Was man in der Zukunft so alles machen kann, ist eine ganz andere Frage. Mir ging es jetzt um die Märchen, dass es in der BRD irgendwann Demokratie gab, deren Rückkehr wir brauchen. Das wird relativ oft behauptet, z.B. alleine gestern Abend in zwei Blogs hier beim Freitag... d.h. in zwei Blogs von denen, die ich überhaupt gelesen habe und ich lese ja selbstverständlich nicht alles. Das empört mich mehr und mehr, vor allem bringt mich das aber ins Erstaunen: Wie will man etwas in dieser Gesellschaft ändern, wenn man sich in der Märchenwelt bewegt? Will man TATSÄCHLICH so ein Leben zurück, das es in der BRD gab (was hat das aber mit Demokratie zu tun?) oder hat man einfach den ganzen Dreck ausgeblendet und sich eine schöne Erinnerung über eine heile demokratische Welt gebastelt?
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 11:19
Fahrenheit 451

Die heute als MdBs im Bundestag sitzen werden dann, bis auf enen aufrechten Teil, nicht mehr als MdBsim Bundestag sitzen!
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 11:31
Sie haben Recht die Politik ist in der Pflicht, weil diese die Organisations- Geschäftsmodelle des Zusammenschlüsses von Kundengeschäfts- und Investmentbanken gesetzlich zugelassen hat.

Insofern gehören Banken, wie die Deutsche Bank, Goldman Sachs, Morgan Stanley wie damals nach demBörsen Crash von 1929 wieder in ihre Einzelteile zerschlagen.

Die Deutsche Bank bekam auch noch von der Politik die vormals staatliche Post- Kundengeschäftsbank in ihren Investmentbank Rachen geworfen.

Das alles gehört durch die Politik rückabgewickelt!
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 11:34
Fahrenheit 451

"Mir ging es jetzt um die Märchen, dass es in der BRD irgendwann Demokratie gab, deren Rückkehr wir brauchen."

Okay!, ich verstehewas Sie meinen.
Ist es aber nicht so, wenn wir viele ins Boot hin zur Demokratie nehmen wollen, geht es auch darum, jene mitzunehmen, die meinen, in Teilen hätte es in Deutschland schon einmal, wie auch immer, insgsamt oder in der DDR, der Bundesrepublik eine Demokratie gegeben.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.10.2011 um 11:44
Demokratie für viele gibt es nicht. Entweder gibt es sie für alle oder eben gar nicht. Es sei denn, wir werden erst die böse Kapitalisten abknallen und dann alle RESTLICHE mitnehmen. Und wenn ein paar (Millionen... oder Milliarden) von den Restlichen sich unterwegs als schwarze Schaffen entpuppen, knallen wir sie auch ab. So ein Modell gab es schon und es funktionierte sogar 70 Jahre lang. In der UdSSR.
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 11:49
@Fahrenheit 451

Die Forderung der Rückkehr zur Demokratie ist eine Forderung an uns selber, die Demokratie als Gesellschaftsentwurf wieder an die vorderste Stelle unserer Agenda für alle Staaten der Welt, in Europa, Asien,. Afrika, Arabien, Amerika, Australien zu setzen und für finanzielle Unterfütterung der Demokratie allerorten zu sorgen!
claudia schrieb am 16.10.2011 um 12:10
>>Mir ging es jetzt um die Märchen, dass es in der BRD irgendwann Demokratie gab, deren Rückkehr wir brauchen.<<
Diese "zurück zu ..." - Parolen sind natürlich Unfug. Wie weit sollte man denn zurückgehen, um nicht an einen der Punkte zu kommen, von denen die Probleme ausgingen?

Momentan sind wir in der Orientierungsphase. Jetzt zu fordern, dass ganz schnell der Grosse Plan für alles und für Immer mit heisser Nadel gestrickt werden solle, wäre kontraproduktiv.* Wir sollten schon erkennen, das wir noch keinen konkreten Plan haben, sondern erst mal die Probleme analysieren. Dafür fand ich die Redebeiträge gestern ganz gut geeignet. Es gab viele Denkanstösse, vor allem von den Bürgern, die sich nicht als Missionare aufspielten.

Zwecks Linderung akuter Not kann es aber hilfreich sein, einfach mal zu schauen, welche Parteien von welchen Konzernen, Banken und Witschaftsverbänden Geld nehmen. Und sich bei der Wahl die konzentrieren, die kein Korruptionsgeld einnehmen und einigermassen plausible Ziele vorlegen können.
Damit kann man nichts kaputt machen und es könnten einige der schlimmsten Missstände gemildert werden.
Natürlich müssen wir weiter am Ball bleiben: Das Volk sind WIR natürlich auch nach einer Wahl.

---
*dann kommen wieder Leute, die sagen: "Ihr müsst gar nicht weiter nachdenken, Götz Werner hat schon alles für euch vorgedacht."
Wobei Götz Werner ein Beispiel ist, er ist ja nicht der einzige Messias.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.10.2011 um 13:22
@Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 11:49

"...und für finanzielle Unterfütterung der Demokratie allerorten zu sorgen!"

Was ist finanzielle Unterfütterung der Demokratie und wie kann man dafür sorgen?
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 15:46
@Fahrenheit 451

"Was ist finanzielle Unterfütterung der Demokratie und wie kann man dafür sorgen?"

Das ist nicht nur die Abwehr der gegenwärtig fortschreitenden Angiffssoffensiven der global aufgestellten Fianzaristokratie gegen unsere Sozial-, Gesundheits- , Vorsorgesystem nach dem Umlageverfahren, sondern deren Aufstockung durch einen Deutschland- Europafond, in den alle Verbände, Gewerkschaften, Parteien, Stiftungen, Freiberufler, Medien, Bund, Länder, Kommunen ihren Obelus enrtrichten
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 16:09
@claudia

"*dann kommen wieder Leute, die sagen: "Ihr müsst gar nicht weiter nachdenken, Götz Werner hat schon alles für euch vorgedacht."
Wobei Götz Werner ein Beispiel ist, er ist ja nicht der einzige Messias"

Danke für den Hinweis auf das BGE Modell des DM Drogenkettenmarktes Millardärs Götz Werner, das von attac Hamburg, von
"Echt Demokratie Jetzt" auch bei dieser
"Occupy Hamburg"
Veranstaltung unkritisch gefordert wurde.
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 16:10
@claudia

Götz Werner will sein Bedingungsloses Grundeinommen (BGE) über die Austockung der Mehrwertsteuer von jetzt 19 auf ca 48 % finanzieren, ohne zu erklären, wie dann das grundgesetzlich verbürgt unveräußerliche Recht auf Sozialhilfe finanziert und administriert werden soll?
Will Götz Werner in seiner Milchmädchen gegenrechnung doch glatt die ganze Sozialhilfeadministration plattmachern
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.10.2011 um 17:54
@claudia schrieb am 16.10.2011 um 12:10

"Zwecks Linderung akuter Not kann es aber hilfreich sein, einfach mal zu schauen, welche Parteien von welchen Konzernen, Banken und Witschaftsverbänden Geld nehmen. Und sich bei der Wahl die konzentrieren, die kein Korruptionsgeld einnehmen und einigermassen plausible Ziele vorlegen können."

Gibt es solche?

"Momentan sind wir in der Orientierungsphase. Jetzt zu fordern, dass ganz schnell der Grosse Plan für alles und für Immer mit heisser Nadel gestrickt werden solle, wäre kontraproduktiv.* Wir sollten schon erkennen, das wir noch keinen konkreten Plan haben, sondern erst mal die Probleme analysieren."

Große Pläne für alles und immer kann es prinzipiell nicht geben, weil immer wieder neue Erkenntnisse und Veränderungen/Entwicklungen dazu kommen, die am vorigen Punkt nicht vorhersehbaren waren. Allerdings glaube ich nicht, dass es sinnvoll wäre, der Überzeugung zu folgen, dass wir jetzt nur kleine Schritte gehen können und dass alles andere "mit heißer Nadel gestrickt" wäre. Damit programmiert man sich selbst und dementsprechend die gesamte Situation (insbesondere, wenn viele Leute der gleichen Programm folgen).
claudia schrieb am 16.10.2011 um 22:31
@JP:
Das "Werner/Hardorp-Modell", soweit ich von W&H vor einigen Jahren Veröffentlichtes in Erinnerung habe, propagiert als einzige Einnahmequelle des Staates eine Besteurung des privaten Konsums. Also auch nicht MWSt. im bisherigen Sinne, die ja auch schon bei Zwischenprodukten und Handelseinkauf anfällt.

Das wurde damit begründet, dass

1. der Export gefördert werde. Denn wenn erst beim Verkauf an den Endverbraucher die einzig verbliebene Steuer auf den Preis draufgeschlagen wird, bleibt Handelsware komplett steuerfrei und hat in Ländern mit klassischer MWSt. einen Preisvorteil.
Kapitalisten die das als erste in ihrem Staat einführen, können Konkurrenten vom Markt fegen. Deutsche Handelsfirmen wie DM wären der strahlende Sieger im Konkurrenzkrieg.

2. Wenn Besteuerung des privaten Konsums die EINZIGE Abgabe wäre, würden diejeinigen, die einen Teil ihres Einkommens reinvestieren, durch Steuerfreiheit belohnt, was das "Wirtschaftswachstum" weiter anfeuern könne.
Das heisst, wer von seinem Jahreseinkommen von 50 Mio. € nur 2 Mio. (=4 %) für Konsum verbraucht, würde von diesem Steuermodell heftigst profitieren. Wer von seinem Jahreseinkommen von 12 000 € alles für den Konsum rausschmeisst und nichts investiert, muss gerechterweise einen hohen Steueranteil an seinem Einkommen tragen.

Als Zuckerl wurde angefügt, dass von der Konsumsteuer ja auch ein BGE finanziert werden könne. Leute, die rechnen können, haben ausgerechnet, dass dann natürlich 48 % nicht reichen werden. (Je nach Höhe des BGE könnten mehr als 100% Konsumsteuer nötig sein.)

Daraufhin wurde das BGE progandistisch in den Vordergrund gerückt, die Steuerpläne als unwichtige Nebensache abgetan und der Grosse Götz-Werner-Superstar-Hype in Hang gesetzt.
Die Glaubensgemeinde ist aber wohl mittlerweile am Schrumpfen. Ein paar Leute haben doch was gemerkt.
Es gibt andere BGE-Berechnungen, die keine Reichtumsförderung als Preis des BGE zugrunde legen. Die sind aber auch nicht so berauschend in der propagandistischen Darstellung und werden weniger beachtet.

In Krisenzeiten treten immer Messiasse auf. Götz Werner ist wie gesagt, nicht der Einzige.
Ich empfehle grundsätzlich, die Erlöserthesen genau anzuschauen und nicht in oberflächlicher Begeisterung weiter zu verbreiten.
claudia schrieb am 16.10.2011 um 22:35
>>Gibt es solche?<<

www.parteispenden.unklarheiten.de/

auf den Parteinamen draufklicken.
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 23:38
Claudia!,
Danke für den Link!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 17.10.2011 um 11:25
@claudia schrieb am 16.10.2011 um 22:35

Ich habe nicht verstanden, ob anonyme Spenden zulässig sind? Ich meine, keiner kann einem verbieten, sein Geld anonym zu spenden... und wenn solche anonyme Spenden auf Parteikonten ankommen, was wird dann damit? Werden sie auch transparent gemacht? Dürfen sie überhaupt angenommen werden?
Joachim Petrick schrieb am 17.10.2011 um 18:39
@Fahrenheit 451

Anonyme Spenden sind n. m. E. nicht zulässig, weil Geld aus dunklen Quellen womöglich über Parteien, Verbände, Vereine, Kirchen, Gewerkschaften, Freundeskreise, Stftungen gewaschen werden soll!?

siehe:

wiki.piratenpartei.de/Spendenleitfaden
Spendenleitfaden

Aus Piratenwiki
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 02:52
siehe NDR Journal am Samstag, 15.10. 2011 zu "Occupy Hamburg":

www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/media/hamj14085.html
Uwe Theel schrieb am 16.10.2011 um 03:32
Sahra Wagenknecht nicht verstanden,

Den Kapitalismus nicht verstanden.


Herr Petrick. sie wiederholen hier nur, offensichtlich nichts ahnend, die uralte braune These vom guten Produktionskapital gfegenüber dem bösen Finanzkapizal, das alleine gebändigt werden müßte um dem eigentlich machbaren "produktiven" Kapitalismus wieder auf die Beine zu helfen, damit die sozialdemokratische Nach-Godesberg-und-mit-Steinmeier-u.-Co.-Lösung der Einhegung propagierend.

Von keiner Sachkenntnis getrübt, gehorchen Sie immerhin Ihrer Frau, nichts weiter zu sagen als das, wo wir doch alle mal auch konkrete Vorschläge Ihrerseits zu Ihren Lampemputzerrevoluzzersprüchen gehört hätten.

P.S.: Wo in Hamburg haben Sie denn Ihre "Hamburger Rede" vor welchem Publikum gehalten? Sonst wäre Ihr o.a. Satzkonvolut nämlich ein zwar im Netz veröffentlichter, aber eben nur ein Redetext zu einer in jedem Wortsinne "ungehaltenen" Rede
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 15:53
@Uwe Theel

Meine Rede war keine ungehaltene Rede, sondern fand hier auf dem Hamburger Rathausmarkt vom offenen Mikrophon aus in Teilen statt, andere Teile meiner Rede fanden, ins Publikum gestreut, bei Diskussionen vor Ort mit realen Personen statt.

Vielleicht melden sich hier ja noch "Occupy Hamburg" Teilnemer/innen die Ihnen u. a,.. das bestätigen können.
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 15:59
@Uwe Theel

"Herr Petrick. sie wiederholen hier nur, offensichtlich nichts ahnend, die uralte braune These vom guten Produktionskapital gfegenüber dem bösen Finanzkapizal, das alleine gebändigt werden müßte um dem eigentlich machbaren "produktiven" Kapitalismus wieder auf die Beine zu helfen, damit die sozialdemokratische Nach-Godesberg-und-mit-Steinmeier-u.-Co.-Lösung der Einhegung propagierend."

Da Ihnen zur Sache selber konkret nichts als Gemeinplätze einfallen, dieicht dazu taugen meinen Vorhalt gegen sarah wagenknachts Analyse zu entkräften, verlegen Sie sich ein weiters Mal auf die Herabsetzung meiner Person, mit dem unselig unbelegt obigen Vorwurf:

Nehmen Sie das eventuell zurück? , wenn nicht, ist die Sache für mich erledigt, Sie armer Tor voller politischem Unrat im Spagat!"
Uwe Theel schrieb am 16.10.2011 um 21:21
Ich muß Ihnen gar nichts "belegen". Den Charakter des Kapitals, sein Umschlagsprozess und die Wertformanlayse des Waren und Geldumschlages brauche ich Ihnen hier nicht auseinanderzulegen. Seit Jahren hätten Sie Zeit gehabt dies zu begreifen. Sarah Wagenknecht dagegen weiß wovon Sie spricht: Das was Sie, herr Petrick "Finanzkapitalismus" nennen ist nicht eine besonders häßliche Form des Kapitalismus, die eindämmbar wäre, sondern nur die einen seite des dialektischen Verhältnisses von Ware (Produktion) und Geld (Kapital). die einen seite ist nicht ohnen die andere zu haben und umgekehrt. Das alles ist Grundwissen der Kritik der politischen Ökonomie, die sie, dabei und dazu noch den Begriff der Kunst mißbrauchend, ignorieren.

Sie wortspielen hier mit linken Begriffen, sie zur Unkentnlichkeit entstellend, und glauben, dass man Ihnen etwas erklären könnte. Sie entlarven sich nur selbst als dem anhängend, das Sie hier so lautstrak zu "bekämpfen" meinen.

Ich schrieb es Ihnen in Ihrem unsäglichen Blog "Moralkaule Kapitalismus" schon einmal, als Sie mir mir offenbarten, es gehe Ihnen "um Auflösung von überkommenen Vertändnissen von Begriffen, nicht um deren Ablösung" und ich sie bat:

"Dann erläutere mir bitte endlich einmal in eigenen Worten, welches Verständnis von Kapitalismus Du durch welches neue Verständnis abgelöst hättest, wenn Du mechanisch die ersten Sätze des Kommunistischen Manifestes durch Wortaustausch entstellst, den Kapitalismus ein Gespenst nennst, vor dem die von Dir Aufgezählten Angst hätten. Du hast davon auch nicht ein einziges Wort belegt. Marx und Engels haben sich immerhin mit der Kritk der politischen Ökonmie und noch ein paar anderen Schriften der Mühe unterzogen, das von Ihnen Hypostasierte zu beweisen. Ich habe auch in diesem Blog (i.e. "Moralkeule Kapitalismus") noch keine Analysearbeit von Dir gesehen, die am marx´schen Text dessen Begrifflichkeit in nachvollziehbarer Weise, auf einen der üblichen Weisen "aufgelöst" hätte, weder künstlerisch noch sonstwie."

Dazu sind Sie nicht bereit und offensichtlich nicht in der Lage.

Mit ihrem revoluzzerhaften Aufruf zur "Zerschlagung und Auflösung der Finanzaristokratie in der Welt " aus Ihrer sicheren Hamburger Stube heraus lassen Sie die angesprochenen Bürger unverantwortlich und garnicht kunstvoll alleine. Denn leider läßt sich der Kapitalismus nicht so leicht auflösen, wie Ihr Stück Kandis im geschliffenen oder ungeschliffennen Teeglas.

Und nicht zuletzt und immer wieder:

Ihre nur ideologisch begründete Unterscheidung in schlechtes Finanzkapital und gutes Produktivkapital spricht jedenfalls der marx´schen Wertformanalyse Hohn und wurde, auch das habe ich Ihnen schon mehrfach gesagt, von den Nazis im Rahmen Ihres rassisistischen Antisemitismus´ weidlich mit dem bekannten Ziel ausgeschlachtet.

Aber sie schrecken in Ihrer "Kunst" ja vor nichts zurück.
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 23:43
Herr Theel,
meine Internet Recherche war erfolgrteicher als die Ihre.

Hamburger Rathausplatz auf der Occupy Hamburg Veranstaltung am 15. Oktober 2011

www.youtube.com/watch?v=I8CgZ0iwL30

Jochens Redeausschnitt
siehe Minutenstand ab 5. 18 Min
Joachim Petrick schrieb am 17.10.2011 um 14:21
@Uwe Theel

Nach Ihrer kruden Logik,
die den Anfang der Geschichte des Kapitals als unbefangene Plattform für die Vermögensbildung, fern der despotisch monarchistischen Hofhaltung, für Jedermann/frau zumindest dem Anschein nach ermöglichte, müssten Sie ja schon Morgen das Internet, das World Wide Web, das zumindest dem Anschein nach eine Meinungsbildung, fern der höfisch regierungsnahen Medien, für jedermann/frau ermöglicht, ebenso hassenswert verfluchen!?
Joachim Petrick schrieb am 17.10.2011 um 14:29
@Uwe Theel
„Sarah Wagenknecht dagegen weiß wovon Sie spricht: Das was Sie, herr Petrick "Finanzkapitalismus" nennen ist nicht eine besonders häßliche Form des Kapitalismus, die eindämmbar wäre, sondern nur die einen seite des dialektischen Verhältnisses von Ware (Produktion) und Geld (Kapital). die einen seite ist nicht ohnen die andere zu haben und umgekehrt. Das alles ist Grundwissen der Kritik der politischen Ökonomie, die sie, dabei und dazu noch den Begriff der Kunst mißbrauchend, ignorieren“

Gut in den bunten Medien Blätterwald gebrüllt. Hören Sie nur wie alt lästig moorastig das sumpfige Echo klingt, die Spatzen es von den Dächern pfeifen:
Herr Theel plädiert im alten staatsmonopolistische Stil für den Linksstaat statt Rechtsstaat, der zumindest, anders als der Linksstaat, zwischen Legalität und Illegalität zu unterscheiden sucht.
Da sind Sie ja als argumentativer Holzweg Specht ein ausgesprochen schlechter Verteidiger der Argumente von Sarah Wagenknecht.
Joachim Petrick schrieb am 17.10.2011 um 14:34
@Uwe Theel
„Sie wortspielen hier mit linken Begriffen, sie zur Unkentnlichkeit entstellend, und glauben, dass man Ihnen etwas erklären könnte. Sie entlarven sich nur selbst als dem anhängend, das Sie hier so lautstrak zu "bekämpfen" meinen.“

Wer, als U- Boot des RCDS oder von sonst etwas, mit einem Finger auf andere Leute zeigt, zeigt mit vier Fingern auf sich selber zurück!“ (Bundespräsident Gustav Heinemann (Amtszeit von 1969- 1974)
Joachim Petrick schrieb am 17.10.2011 um 14:53
@Uwe Theel

„"Dann erläutere mir bitte endlich einmal in eigenen Worten, welches Verständnis von Kapitalismus Du durch welches neue Verständnis abgelöst hättest, wenn Du mechanisch die ersten Sätze des Kommunistischen Manifestes durch Wortaustausch entstellst, den Kapitalismus ein Gespenst nennst, vor dem die von Dir Aufgezählten Angst hätten. Du hast davon auch nicht ein einziges Wort belegt. Marx und Engels haben sich immerhin mit der Kritk der politischen Ökonmie und noch ein paar anderen Schriften der Mühe unterzogen, das von Ihnen Hypostasierte zu beweisen. Ich habe auch in diesem Blog (i.e. "Moralkeule Kapitalismus") noch keine Analysearbeit von Dir gesehen, die am marx´schen Text dessen Begrifflichkeit in nachvollziehbarer Weise, auf einen der üblichen Weisen "aufgelöst" hätte, weder künstlerisch noch sonstwie."

Ihr Hinweis auf meinen Blog "Moralkeule Kapitalismus"
www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/moralkeule-kapitalismus

ist vielleicht ganz zielführend, um das grundlegende Missverständnis zwischen uns auszuleuchten.

In meinem Blog "Moralkeule Kapitalismus" ging es mir nicht um Kritik an den Theorien Marx & Engels, sondern um den Missbrauch deren Theorien, Thesen als Totschlagargument, als Moralkeule, beginnende Debatten im Keime erstickend, zum Absturz zu bringen, bevor die sich überhaupt in einem breiteren, denn einem avantgardistischen Info Elitekreis, entwickeln können.

Marx & Engels Thesen, Theorien sind echt lesenswerte Klassiker, die aber nicht die damalige Wirklichkeit, geschweige denn die heutige Wirklichkeit abbilden, sondern mit guten wie weniger guten Argumentationsketten diese zu deuten suchen.

Das nimmt uns nicht die eigene Anstrengung der Wahrnehmung der Wirklichkeit ab, so suchttreibend verführerisch das vertiefende Lesen der Thesen und Theorien von Marx & Engels u. a. großen Denker in unserer Einen Welt auch sein mag.
Joachim Petrick schrieb am 17.10.2011 um 15:16
@Uwe Theel

„Mit ihrem revoluzzerhaften Aufruf zur "Zerschlagung und Auflösung der Finanzaristokratie in der Welt " aus Ihrer sicheren Hamburger Stube heraus lassen Sie die angesprochenen Bürger unverantwortlich und garnicht kunstvoll alleine. Denn leider läßt sich der Kapitalismus nicht so leicht auflösen, wie Ihr Stück Kandis im geschliffenen oder ungeschliffennen Teeglas.“

Alle Achtung, da haben Sie mit Ihren Sinn und Talent für ausgesuchte Pointen den Vogel abgeschossen.
Deshalb ist es umso beklagenswerter, dass Sie ein Hasen Fuß zu sein scheinen.
Was wird denn da mit und an der Finanzaristokratie zerschlagen, außer dass denen mit dem Geschäftsmodell der global aufgestellten Vereinigung von Privatkundengeschäft und Investmentbanking die Grundlage ihrer flüchtigen Existenz als Geist aus der unseligen Flasche der Deregulierung der Weltfinanzmärkte entzogen und genommen wird. Das fordert sogar der Bundesmister Dr. Wolfgang Schäuble, Sigmar Gabriel von der SPD, die Piratenpartei, Duie Grünen, die Linkspartei , voran mit Gregor Gysi sowieso.
Uwe Theel schrieb am 19.10.2011 um 11:15
@ Joachim Petrick schrieb am 17.10.2011 um 15:16

"Was wird denn da mit und an der Finanzaristokratie zerschlagen, außer dass denen mit dem Geschäftsmodell der global aufgestellten Vereinigung von Privatkundengeschäft und Investmentbanking die Grundlage ihrer flüchtigen Existenz als Geist aus der unseligen Flasche der Deregulierung der Weltfinanzmärkte entzogen und genommen wird. Das fordert sogar der Bundesmister Dr. Wolfgang Schäuble, Sigmar Gabriel von der SPD, die Piratenpartei, Duie Grünen, die Linkspartei , voran mit Gregor Gysi sowieso."

Na also, da wissen wir doch jetzt, wer das wirkliche RCDS-U-boot ist, wenn Sie ihre "Hamburger Rede" als Ausdruck dessen empfinden, was Wolfgang Schäuble "auch meint". Dass Sie dort die Linkspartei gleich mit eingemeinden macht es nur um so deutlicher. Schäuble und Co. wollen den Kapitalismus bekanntermaßen nicht überwinden, in Ihrer wiederholt vorgetragenen Pseudoargumentation von der Rolle des "Finanzkapitalismus" unterscheiden Sie sich in der Tat keinen Deut von der bürgerlichen Ideologie, von der weite Teile der SPD, ununterscheidbar zur CDU/CSU/FDP/GRÜNEN/Piratenpartei längst selbst ergriffen sind.

Ihr Tönen nach Änderung ist populistische Affirmation der Verhältnisse mit pseudolinker Tünsche.

Dem Rest Ihrer die Grenze der Lächerlichkeit überschreitenden, sich selbst entlarvenden "Antworten" auf meinen Post ist schon überhaupt nicht mehr argumentativ zu begegnen, Ihnen jedenfalls würden linkstheoretische Argumente eh keinen Sinn machen, da Sie sich offensichtlich mit dem "Künstlerischen" Unsinn arrangiert haben und dem Hörensagen bürgerlicher Ideologie folgend linke Theorie - von Prxis gar nicht zu reden - umstands- und argumentlos für obsolet erklären und selber so nur wohlfeile Forderungen nach "Alternativen" aufstellen, die selbst nur schlecht getarnte ideologische Aufbauhilfe für das Bestehende darstellen.

Und nicht nur am Rande: Mit Kunst hat das alles nicht zu tun, was Sie hier abliefern, allenfalls mit höchst laienhaftem, nicht einmal amateurhaften Kunsthandwerk, wenn Ihnen das Label Kunst so wichtig ist.
Joachim Petrick schrieb am 21.10.2011 um 21:20
@Uwe Theel

"Na also, da wissen wir doch jetzt, wer das wirkliche RCDS-U-boot ist, wenn Sie ihre "Hamburger Rede" als Ausdruck dessen empfinden, was Wolfgang Schäuble "auch meint". Dass Sie dort die Linkspartei gleich mit eingemeinden macht es nur um so deutlicher. Schäuble und Co. wollen den Kapitalismus bekanntermaßen nicht überwinden, in Ihrer wiederholt vorgetragenen Pseudoargumentation von der Rolle des "Finanzkapitalismus" unterscheiden Sie sich in der Tat keinen Deut von der bürgerlichen Ideologie, von der weite Teile der SPD, ununterscheidbar zur CDU/CSU/FDP/GRÜNEN/Piratenpartei längst selbst ergriffen sind."

Sie sind doch ein selten dämliches Grreenhorn das auf hohem Ross dahertrabt, nachdem es sich vorher (s. o.) vor jeder Hürde als Hasen Fuss geoutet

Die von miR genannten Parteien befürworten das alles und viel mehr oder weniger auf der medienebene, um es Frank Schirrmacher mit seinem vergifteten Lob der Linkspartei unverbindlich gleichzutun, während ich die Handlungsebene direkt anstrebe.
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 15:40
Wer hat uns verraten?, Finanzaristokraten!“

Wer will uns weiter beraten und verladen?
Jetzt alle!

FINANZARISTOKRATEN!!“

Demokratie geht nicht mit Leiharbeitspersonal!“
Demokratie geht nur?
Jetzt alle!

„Mit STAMMPERSONAL!

Wer ist das STAMMPERSONAL?
Das VOLK
Wer ist das VOLK?
Jetzt alle!
„Wir sind das VOLK!“

„Weg mit dem Überhang an Leiharbeiter Qual!
Ullrich Läntzsch schrieb am 16.10.2011 um 16:14
was soll ich sagen, lieber Jochen, außer

*****
Ullrich Läntzsch schrieb am 16.10.2011 um 16:25
Lieber Jochen,

ach ja, eines noch, 2 Fragen hätte ich schon noch:

1 Wie ist das mit dem Ressourcenkolonialismus?

2. Zu Deinem Demokratiebegriff, historisch aus dem griechischen kommend, also Herrschaft des Volkes, der Nation, des Nationalstaats, oder nach der modernen Formel, ONE MAN ONE VOTE - EVERYWHERE?

Allerbeste
Ullrich Läntzsch
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 16:25
Danke!,
lieber Ullrich für die

*****
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 16:44
Lieber Ullrich,

1 Wie ist das mit dem Ressourcenkolonialismus?"

Schluss mit den Ressourcen Aristokraten, sie haben uns beraten, verladen und verkauft.

Ich stelle mir da eine Weltagentur für die Sicherung, Wahrung und umweltverträgliche Verteilung der Welt Resourcen vor?

Mit welcher Weltorganisation/NGO könnte die vernetzt sein?

Was meinst Du?

tschüss
Jochen
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 16:48
Lieber Ullrich,

"2. Zu Deinem Demokratiebegriff, historisch aus dem griechischen kommend, also Herrschaft des Volkes, der Nation, des Nationalstaats, oder nach der modernen Formel, ONE MAN ONE VOTE - EVERYWHERE?"

Die Griechen hatten ja eher einen sehr vernengten Begriff von Stadtdemokratie, der die Mehrheit der Bewohner/innen der Städte ausschloss, aber wenigsten das.

"ONE MAN ONE VOTE - EVERYWHERE?"

ist mein Begriff von Demokratie!

Wie sieht es mit Deinem Begriff von Demokratie aus?
Ullrich Läntzsch schrieb am 16.10.2011 um 17:52
Lieber Jochen,

@Ressourcenkolonialismus

Eine NGO reicht mE nicht aus, könnte aber sicher Vorläuferfunktion haben. Mein Ideal wäre eine UN.Organisation, die für eine gerechte Verteilung der Einnahmen, eine sozial- und umweltverträgliche Förderung sorgen würde. Eine Utopie, klar, aber nur jämmerliche Wichtel haben keine.

ciao
U
Ullrich Läntzsch schrieb am 16.10.2011 um 17:56
dito, welche Alternative gibt es zu:

ONE MAN ONE VOTE - EVERYWHERE

ps: damit fing die unselige Bush-Ära an, plötzlich war es in den USofA nicht mehr wichtig, wer die meisten Stimmen hat, sondern wir brauchen schnell eine Lösung
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 21:29
Lieber Ullrich

"ONE MAN ONE VOTE - EVERYWHERE
"

That the way, we like it!

Ach ja, der unsäglich unselige George Walter Bush junior mit seinem ersten prekären Wahlsieg im Jahre 2000 gegen Al Gore, der sich als Präsidenten braut nicht getraut, gegen den George W. Bush Clan ein anderes Wahlergebnis, ein rechtmäßiges einzuklagen

ciao
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 21:32
Lieber Ulrich,

die Idee mit der Anbindung an die UNO finde ich, unter der Vorraussetzung ihrer Reform, an Haupt und Gliedern, auch eher zielführend.

tsiü
jp
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 23:10
Der kläglich kleine Ausschnitt meiner Rede ist hier bei Youtube dokumentiert: :

www.youtube.com/watch?v=I8CgZ0iwL30
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 23:19
Ausschnitt von Jochens Hamburger Rede auf dem hamburger Rathausplatz auf der Occupy hamburg Veranstaltung am 15. Oktober 2011

www.youtube.com/watch?v=I8CgZ0iwL30

siehe Minutenstand ab 5. 18 Min
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 23:24
Jochen und Frau im Bild s, 1.04 Min

www.youtube.com/watch?v=egFGRPoznRQ&feature=related
Joachim Petrick schrieb am 16.10.2011 um 23:39
apatit schrieb am 17.10.2011 um 09:46
Lieber JP, interessante Überlegung und auch Ehrenhaft – leider nutzlos! Solange Herr Ackermann bei der Bundeskanzlerin speist, wir dritt größter Rüstungslieferant sind, alles gutheißen was “ Vordenker “ aus den USA (und nicht nur die mit den Geldsack) abnicken, - nicht zugeben ( auch aus ideologischen Gründen ) das der Krieg in keinem Widerspruch zu den Grundlagen des Privateigentums steht, sondern eine direkte und unvermeidliche Entwicklung dieses Teufelskreis ist. Wieder zur Lüge greifen, um Macht zu sichern, Interessen zu wahren und fortschrittliches Denken lächerlich machen und als Rückwärtsgewandt abtun – solange bleibt alles bei aller ökonomischer Sachkenntnis von Dir, eine Utopie!
Joachim Petrick schrieb am 17.10.2011 um 11:50
Lieber apatit,

ich finde Deine Einlassungen überuas zündend wie sympathisch engagiert.

Ich gebe aber zu bedenken, dass es die Politik aller Staaten ist, die den Ankauf von Staatsanleihen nachwievor ohne die Bildung von Haftungskapital durch die Banken u. a. als Käufer der Staatsanleihen erlaubt, um die Kosten der Refinanzierung der Staaten so niedrig wie möglich zu halten
Joachim Petrick schrieb am 17.10.2011 um 11:43
Meine Fragen zur heutigen Deutschlandfunksendung
„kontrovers“,Thema

“Occupy Demonstrationen, neue Protestbewegung?“
wurden nicht gesendet, geschweige denn beantowrtet:
:
Warum wird den Banken erlaubt, Staatsanleihen zu kaufen, ohne, anders als bei Kreditvergaben, dieses Geschäft durch haftungskapital
absichernd,, Rücklagen bilden zu müssen.?

Ist der Rettungsfond eigentlich,, die Hermes Kreditversicherung für die Exportwirtschaft nachbildend, nichts anderes als der Kapitalstock für eine Kreditausfallversicherung im Euro Raum?

Rolf Breuer hat als Chef der Deutschen Bank im Jahre 2002 verlautbart:
"Der Markt ist die 5 Gewalt, der bzw. die mit leichter Hand viel besser die Angelegenheiten der Demokratien regeln kann, als es die vierjährigen Wahlen zu Parlamenten je könnten?

Ist hier der helle Wahn in nadelgestreiften Anzug der Finanzaristokratie weltweit unterwegs?

Warum dürfen Banken ihr Eigenkapital mehr und mehr auflösen, um, wie die Deutsche Bank, den Anschein von hohen Renditen bis zu 25 % den Märkten vorzutäuschen, und auf dieser Renditebasis, steuerbefreit, Boni als Betriebskosten getarnt, für Manager auszuschütten?
Joachim Petrick schrieb am 18.10.2011 um 14:10
www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/freitag-salon-europa-und-die-finanzkrise
[ 42]

17.10.2011 | 15:28
Freitag Salon: Europa und die Finanzkrise
freitagsalonfinanzkrise
Liebe Leser,
am 20. Oktober findet im Berliner Gorki Theater der nächste Freitag Salon statt.
Es geht um Europa und die Finanzkrise.
shalako schrieb am 18.10.2011 um 14:25
Hast `nen guten Auftritt hingelegt Jochen. Kämpferisch und trotzdem humorvoll und volkstümlich.
Joachim Petrick schrieb am 18.10.2011 um 16:05
Hallo shalako,

Danke für diese Ermutigung, Humor, Volkstümlichkeit, politischen Kampf, in Verbindung gebracht, zu präsentieren.

tschüss
Jochen
Uwe Theel schrieb am 19.10.2011 um 16:30
@ shalako schrieb am 18.10.2011 um 14:25

"... und volkstümlich"

Ich erinnere an Bert Brecht, der einmal mit Recht darauf hinwies, dass das Volk nicht tümlich sei.

Ich setze hinzu: Die Worte "populistisch" und "volkstümlich" meinen praktisch dasselbe.
Joachim Petrick schrieb am 19.10.2011 um 17:02
@Uwe Theel

""... und volkstümlich"

Ich erinnere an Bert Brecht, der einmal mit Recht darauf hinwies, dass das Volk nicht tümlich sei.

Ich setze hinzu: Die Worte "populistisch" und "volkstümlich" meinen praktisch dasselbe."

Herr Theel, Sie irren und intepretieren dazu Bert Brecht in eine ganze andere, in Ihre zwangshafte Richtung.

Bert Brecht meint mn. m. E. "tümelnd" nach dem scheinbar vordergründigen Interesse des Volkes reden. Das ist wahrlich populistisch.

Was aber "volkstümlich"meint, ist im Jargon, in der Mundart des Volkes und nicht in elaboriertem Stile reden, wenn Sie verstehen, was ich meine!?
shalako schrieb am 19.10.2011 um 17:07
Uwe Theel schrieb am 19.10.2011 um 16:30

"Ich setze hinzu: Die Worte "populistisch" und "volkstümlich" meinen praktisch dasselbe."

Diese Aussage, lieber Herr Theel, ist nun leider faktisch falsch.

"Volkstümlich" kann ein Synonym zu "populistisch" sein, muss dies aber nicht zwingend.

Hätte ich im genannten Kontext "populistisch" gemeint, hätte ich auch "populistisch" geschrieben.

In diesem Fall ging es mir darum, Jochens Auftritt, den ich als typisch und authentisch norddeutsch empfunden habe, entsprechend als "volkstümlich" und damit in diese kulturelle Landschaft passend zu würdigen; sozusagen ein passender Tupfer in der norddeutschen Alltagskultur. Aber das nur am Rande.

de.wikipedia.org/wiki/Volkst%C3%BCmlich
Uwe Theel schrieb am 20.10.2011 um 11:52
@ shalako am 19.10.2011 um 17:07

@ shalako

Ich gebe Ihnen als Quelle gegen Ihre und Jochen Petricks falsche Interpretation des Begriffs Volkstümlichkeit, von der Verfälschung des Brecht-Zitates durch JP gar nicht zu reden, folgende Textstelle aus

"Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf"
Zur sprichwörtlichen Dialektik bei Bertolt Brecht
Von Wolfgang Mieder

www.trend.infopartisan.net/trd7899/t487899.html

wo ausgeführt wird, dass

"Brecht etwa 1938 in der letzten Strophe seines Gedichts "Da das Instrument verstimmt ist" deutlich ausgedrückt: "Wenn wir vor den Unteren bestehen wollen / Dürfen wir freilich nicht volkstümlich schreiben. / Das Volk / Ist nicht tümlich" . Völlig zu Recht meint Klaus Berghahn, daß "Volkstümlichkeit der Literatur sich für Brecht nicht darin erschöpft, bloß Ausdrucksformen des Volkes aufzunehmen oder das gute Alte als das dem Volk Gemäße anzupreisen; er will vielmehr die Ausdrucksmöglichkeiten der Arbeiter (und anderer) auch durch neue Mittel, die den jeweiligen politischen (und sozialen) Zwecken entsprechen, erweitern und bereichern".

Wenn JP mit seinem Einzeiler "Zerschlagt die Macht der Finanzaristokratie" volkstümlich gewesen sein soll, dann allenfalls insofern, als er den Ton eines unaufgeklärten, wütenden Bürgertums getroffen hat, dass Angst hat vor der eigenen Prekarisierung, ohne, dass JP damit diesen Menschen eine Hilfe gegeben hätte, die diese verstehen und nutzen hätten könnten oder es zukünftig könnten. - Das ist das Gegenteil von solidarischer Hilfe und Aufklärung für das Volk.

Dass JP dabei zudem eine These der Nazis, was ihm offenbar nicht bewußt zu machen ist, aufnimmt, macht die Sache nur noch schlimmer.

mfg
ut
Joachim Petrick schrieb am 18.10.2011 um 22:27
Joachim Petrick schrieb am 19.10.2011 um 01:25
"Occupy Hamburg" Video, Veranstaltung 15.10.2011

www.youtube.com/watch?v=FFLqAYgwdL4&feature=related

MInutenstand 24.03 "Jochens Hamburger Rede" in Auszügen zu hören
Tiefendenker schrieb am 19.10.2011 um 03:15
Hier noch ein Bericht zu OCCUPY HAMBURG mit vielen Fotos:

www.hh-violette.de/2011/10/occupy-hamburg-–-wir-sind-99-oder-warum-es-sich-lohnen-konnte-aufzustehen/
Joachim Petrick schrieb am 19.10.2011 um 10:42
@Tiefendenker

Danke für den Link und die stimmungseinfangenden Bilder.
Joachim Petrick schrieb am 19.10.2011 um 10:50
@Tiefendenker

"www.hh-violette.de/2011/10/occupy-hamburg-–-wir-sind-99-oder-warum-es-sich-lohnen-konnte-aufzustehen/"

Wie stehen Sie zu den Violetten?, wenn ja, wie schätzen Sie diese Gruppierung in Hamburg und andernorts ein?

tschüss
JP
Tiefendenker schrieb am 20.10.2011 um 22:45
Danke für die Nachfrage. Bei den DIE VIOLETTEN kann man sich einerseits äußerst wohl fühlen, was den internen geradezu liebevollen Umgang miteinander angeht. Sie sind auch sehr aufgeschlossen, sehen andere nicht als Konkurrenz. Auch nicht andere Parteien, selbst wenn sie deren Inhalte nicht teilen. Es ist ein komplett anderer Umgang miteinander.

Politisch gesehen sagt "spirituell" allerdings nichts aus im Sinne von "links" oder "rechts". Es ist eher noch ein ziemlicher "Flickenteppich", weil alle andere Wahrnehmungen und Wissensstände haben. Ich versuch da als Leitder des AK Wirtschaft gerade mühsam etwas Linie und Aufklärung reinzubringen.

So ist der Hamburger Landesverband sehr kapitalismuskritisch und fortschrittlich geworden, wie an den Texten auch zu erkennen.

Im Süden oder in Berlin dominiert leider noch die gesellianische Zinskritik, die Befürwortung von Regionalgeld und sowas. Wir arbeiten aber intern daran das zu verbessern und geben uns auch die Zeit bis zur "Erleuchtung". Es mangelt meiner Beobachtung nach vielen schlichtweg an Wissen. Der interne Diskussionsstand ist mit dem hohen Niveau der Diskussionen hier in den Blogs beim Freitag nicht gleichzusetzen. Außer wie gesagt was den Hamburger Landesverband angeht.

Insgesamt sehen DIE VIOLETTEN allerdings geistig sehr klar einen großen gesellschaftlichen Wandel auf uns zukommen. Selbst eine Gesellschaft ohne Geld wird in Erwägung gezogen. Es gibt sogar schon eine konkrete, symbolische Aktion dazu:

siehe:

www.moneygoodbye.org/index.cgi?view=idea&country=de

Sie werden eine völlige Umwälzung der Verhältnisse also sehr begrüßen und auch bundesweit aktiv unterstützen!!! Das ist sicher!!!
Joachim Petrick schrieb am 21.10.2011 um 21:05
@Tiefendenker.

" Auch nicht andere Parteien, selbst wenn sie deren Inhalte nicht teilen. Es ist ein komplett anderer Umgang miteinander."

Das kling sympathisch nach akzeptierend gewaltfreier Kommunikation
Joachim Petrick schrieb am 19.10.2011 um 11:09
Campact info@campact.de

Sie haben Post

Occupy Together: Banken in die Schranken!
Lieber Joachim Petrick,
am Samstag erreichte die Occupy Together-Bewegung Deutschland: Insgesamt 40.000 Menschen demonstrierten überall im Land gegen die ausufernde Macht von Banken und Finanzmärkten. Ihr Protest kommt genau zum richtigen Zeitpunkt: Erneut will Kanzlerin Merkel die Banken mit Steuergeldern retten. Es drohen noch höhere Staatsschulden und weitere Sparprogramme zu Lasten der sozial Benachteiligten.
Nächsten Sonntag entscheidet der EU-Gipfel über das Banken-Rettungspaket. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass grundlegende Konsequenzen gezogen werden, bevor wieder Steuermilliarden fließen: Keine Bank darf mehr so groß sein, dass ihre Pleite das gesamte Finanzsystem gefährdet und Regierungen gezwungen sind, sie zu retten. Großbanken müssen in kleinere Einheiten aufgeteilt und das riskante Investmentbanking komplett vom realwirtschaftlich sinnvollen Bankgeschäft getrennt werden.
Fordern Sie von Merkel Schranken für die Banken!
Sollte Griechenland wirklich Pleite gehen, wird eine Kapitalspritze an die Banken kaum zu vermeiden sein. Doch jetzt dürfen nicht wieder die gleichen Fehler wie vor drei Jahren nach der Lehmann-Pleite gemacht werden. Zuallererst müssen bisherige Eigentümer und Gläubiger der strauchelnden Banken haften. Sind darüber hinaus Steuergelder nötig, müssen sie durch eine zeitweilige Verstaatlichung und die Abschöpfung von zukünftigen Gewinnen wieder an den Staat zurückfließen.
Der Schwung der Occupy Together-Bewegung hat in den letzten 48 Stunden viel in Bewegung gesetzt. Politiker/innen aller Parteien fordern Härte gegenüber den Banken und solidarisieren sich mit den Protesten. Schon vor drei Jahren wurden wohlfeile Reden geschwungen, während Konsequenzen ausblieben. Beim EU-Gipfel am Sonntag in Brüssel können die Regierungschefs den Worten Taten folgen lassen - und ein Banken-Rettungspaket beschließen, das den Interessen der Bürger/innen Europas und nicht der Finanzlobby dient.
Wenn am kommenden Freitag das Bundeskabinett zusammenkommt, um direkt vor dem EU-Gipfel über das Banken-Rettungspaket zu beraten, wollen wir den eintreffenden Politiker/innen die Forderungen unseres Appells auf vielen Plakaten entgegenhalten. Wir hoffen, dass sich bis dahin mindestens 50.000 Menschen hinter unseren Appell gestellt haben, den wir zusammen mit Attac gestartet haben.
Unterzeichnen Sie den Appell!
Lesen Sie mehr im 5-Minuten-Info...
Was noch alles bei Campact passiert, erfahren Sie wie immer im Nachrichtenteil.
Herzliche Grüße
Ferdinand Dürr
Joachim Petrick schrieb am 19.10.2011 um 15:39
Jochens Hamburger Rede in Folge:

Der Deutsche Bankenverband weist mit seinen Mitgliedern, voran der Deutschen Bank, der Allianz Versicherung einig, den Vorschlag der Bundesregierung u. a. Regierungen in Europa, dass zukünftig Käufer , darunter Banken, Versicherungen, Pensionsfonds, Staatsfonds, beim Erwerb von Staatsanleihen, gleich welcher Herkunft, entsprechendes Haftungskapital in Form der Aufstockung ihres Eigenkapitals zu hinterlegen haben, in aller Entschiedenheit seit Jahren wiederholt zurück.

Allein aus diesem tiefen Grunde verfielen die Regierungen der Eurostaaten seit der Weltfinanzkrise im Jahre 2008 auf die nur scheinbar befreiende Idee einer Mogelpackung unter dem sinnigen Namen Rettungsschirm, Rettungsfond einen Kapitalstock von nahezu 800 Milliarden € aus Steuermitteln der Bürger/innen der EU zu bilden, um das nicht hinterlgte Haftungskapital privater und staatlicher Käufer von Staatsanleihen zu ersetzen.

Warum sind die Käufer nicht bereit, Haftungskaiptal beim Kauf von Staatsanleihen zu hinterlegen, wie es nach Basel II für alle anderen Banken- , Versicherungsgeschäfte im Privatkundenbereich von der Bankenaufsicht vorgeschrieben ist?

Weil Haftungskapital in den Bilanzen der Käufer, als Eigenkapital hinterlegt, nicht für das normale Bank- , Versicherungsgeschäft zur Verfügung steht.

Das Ungeheuerliche ist, die Käufer von Staatsanleihen wollen, anders als die Akteure in der deutschen Exportwirtschaft für die Absicherungen ihrer Exportgeschäfte bei der Hermes Kreditanstalt, nicht einmal entpsrechende Gebühren an den "Rettungsfond" entrichten.

Frage an den Freitag Salon am 20/10/2011:

Warum wir diese Ungeheuerlichkeit, die zum Proleten Moneten Himmel schreit, nicht alarmierend in den Medien aufgegriffen?
poor on ruhr schrieb am 20.10.2011 um 12:29
Frau Wagenknecht in ihrer Analye Unrecht? Das habe ich nicht verstanden.
Tiefendenker schrieb am 20.10.2011 um 22:59
@poor on ruhr
...ja, leider ist das so. Frau Wagenknecht bemüht sich sehr, liegt ab einem gewissen Punkt ihrer Argumentationsketten aber leider völlig daneben.

An irgendeiner ihrer Grundüberzeugungen muss sie beim Schlucken ihrer Ideologie was in den falschen Hals bekommen haben.

Vielleicht kann folgende Buchrezension beim kritischen Verständnis ihrer Gedanken helfen:

www.hh-violette.de/2011/05/die-hohe-kunst-der-selbsttauschung/
poor on ruhr schrieb am 21.10.2011 um 09:16
@Tiefendenker

Danke für den Rezensions-Link, die ich durchgelesen habe. Das liest sich doch sehr überzeugend.
Als "Schwärmer" für Sarah Wagenknecht bin ich etwas enttäuscht, muss aber einräumen, dass ich mich aus dieser Perspektive des kritischen Verständnis moch nicht mit diesem Buch auseinandergesetzt habe. ;)
Ich habe es weder gelesen noch gekauft.

Herzliche Grüße

poor
Joachim Petrick schrieb am 21.10.2011 um 21:08
@por

als Schwärmer kannst Du doch Schwärmer von Sarah Wagenkencht bleiben, auch enn Sie einmal von Deiner Meinung abweicht!. oder?
Uwe Theel schrieb am 21.10.2011 um 12:18
@ JP: "Sahra Wagenknecht analysiert falsch"

Bevor Sie das nächste mal undifferenziert ideologisch gegen Sarah Wagenknecht polemisieren,, lesen Sie bitte hier

Interview der Mitteldeutschen Zeitung mit Sahra Wagenknecht
«Den Kapitalismus überwinden»
erstellt 20.10.11,

www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1319144437622&openMenu=1013016724320&calledPageId=1013016724320&listid=1018881578370

und dann bitte am Text argumentieren und kritisieren, nicht ablachen!

Was bisher bei Ihnen kam, war nur hohl.
Joachim Petrick schrieb am 21.10.2011 um 20:55
Herr Theel,
ich springe nicht über jedes Stöckchen. das Sie geneigt sind, hinzuschmeißen, damit Sie sich hier selbstgefällig als Faultier vor Ort demonstrativ auf die faule Haut legen, statt sich direkt mit Argumenten an der Meinungsbildung zu beteiligen,

Was steht in dem Interview mit Sarah Wagenkbecht Neues drinnen, was nicht schon hinlänglich bekannt ist?
Joachim Petrick schrieb am 23.10.2011 um 14:42
@ut

Mein Punkt ist, wer von Finanzmafia, statt von Finanzaristokratie, spricht, wie Sarah Wagenknecht, verkleinert, gewollt, ungewollt das Problem, vor dem nicht nur die Finanzwelt steht.

Die Finanzmafia wäre mit polizeilichen, die Finanzaristokratie dagegen nur mit politischen Mitteln zu bekämpfen und aufzulösen!, oder?
Tiefendenker schrieb am 21.10.2011 um 21:30
@Uwe Theel
Differenziert betrachtet sieht es so aus, dass Kapitalismus al`a Marktwirtschaft = bürgerliche Gesellschaft = warenproduzierende Moderne = Konsumgesellschaft = Sozialstaat oder was auch immer an Begriffen genutzt, wird darin besteht, dass es sich um eine Vergesellschaftungsform handelt, die auf drei Basiskategorien des Handelns beruht: 1. Arbeitsform (= abstrakte Arbeit) 2. Warenform (= enthält den Mehrwert, an den der Unternehmer ran will) 3. Geldform (= Kapital, dass sich auf historisch immer höherem Niveau reproduziert).

Wenn Frau Wagenknecht von einer "Alternative zum Kapitalismus" spricht, dann meint Sie damit leider nicht die Abschaffung der Kapitalakkumulation, sondern lediglich eine andere Durchgangsphase eben dieser bürgerlichen Gesellschaft - nämlich einen "demokratischen Sozialismus", also so eine "bessere DDR". 1991 wäre das vielleicht noch akzeptabel und praktikabel gewesen. 2011 jedoch ist das nicht mehr zeitgemäß, sondern pure Nostalgie, weil es den heutigen Stand der Kapitalentwicklung und Arbeitsproduktivität nicht berücksichtigt. Wir sind über diesen Punkt einfach historisch inzwischen hinweg.

Sozialismus basiert exakt auf den gleichen kapitalistischen Basiskategorien, nur eben mit rotem Parteibuch und dem Staat als Generalunternehmer, der über die Mehrwertproduktion wacht. Es geht also immer noch um Profit, der dann eben nur "sozial gerechter verteilt" werden solle.

Diese "Alternative" ist heute also keine mehr. Um das Warum wirklich tief gehend zu verstehen, reicht so ein Blog nicht. Ich empfehle deshalb folgendes Buch mit einer fundierten Analyse dazu zu lesen: "Kollaps der Modernisierung" (Robert Kurz, 1991), wo der "Realsozialismus" und seine Bedeutung und Zusammenhänge in die Geschichte der kapitalistische Weltökonomie eingeordnet werden. Sehr spannend und informativ zu lesen, aber auch auf hohem abstrahierendem Niveau. Diese Analyse war damals schon bewusstseinsmäßig weiter, als viele andere heute.

Ihre Einschätzung dieser Analyse wäre deshalb sehr interessant zu erfahren! Ich vermute, Sie werden ebenfalls eine andere Wahrnehmung in Bezug auf die Argumente von Frau Wagenknecht bekommen.
Uwe Theel schrieb am 21.10.2011 um 23:19
@ Tiefendenker am 21.10.2011 um 21:30

Danke für Ihre Antwort, die im Gegensatz zu Herrn Petricks Einlassungen Substanz zum Nachdenken und zur Rückantwort bietet.

Ich stimmte Ihren Ausführungen zu, wenn ausgemacht wäre, dass die Position Sahra Wagenknechts richtig beschrieben wäre damit, dass sie demokratischen Sozialismus begriffe als das, was "Staatskapitalismus" oder "staatsmonopolistischer Kapitalismus" genannt werden kann. Dazu müsste gleichzeitig belegt sein, dass der Sozialismus der DDR ein solcher gewesen sei, dem eben einige (welche?) demokratische Element gefehlt hätten, die der Aufassung Wagenknechts nach nun nachgeliefert werden müssten und die Ihnen, Tiefendenker, weder weit genug gingen, oder überhaupt als praktikabel erschienen, den Charakter des "staatsmonopolistischen Kapitalismus" aufzuheben, mithin nur einen Rückkehr zu "nichtsozialistischen" DDR-Verhältnissen sei.

Ich hoffe, ich verstehe Sie so richtig:

Sahra Wagenknecht sagt im von mir o.a. Interview:

"Wir wollen den Kapitalismus überwinden. Dabei ist für uns die Frage des Eigentums zentral. Wir wollen eine Wirtschaft, in der diejenigen, die den ganzen Reichtum erarbeiten, auch über seine Verwendung entscheiden. Das setzt voraus, dass in Kernbereichen nicht mehr kapitalistisches Eigentum dominiert, sondern öffentliches und Belegschaftseigentum."

Sollte sie damit etwas anderes meinen, als eine im marx`schen Sinne Überwindung der einseitgen Mehrwertaneignung durch das Kapital selbst, d.h. die Aufhebung der Herrschaft von Menschen über Menschen wie der Kapitalismus sie etabliert, wäre sie zu kritisieren.

Wagenknecht formuliert selbst, dass "der Kommunismus eine ferne Utopie" sei, sie sich aber vorstellen könne auf dem Weg dahin, dem Ende jeder Klassenherrschafft, vorangehen zu können. Gesine Lötsch formulierte in der gleichen Richtung.

Ich selbst widerspräeche Ihnen ausdrücklich, wenn Sie meinen sollten, Sozialismus, beruhe auf den "gleichen Basiskategorien wie der Kapitalismus", wo er die des letzteren doch ausdrücklich in Frage stellt, ihn zu überwinden sucht.

Es wäre also zunächst an Ihnen zu belegen, dass und wie die Linkspartei, in personam Sahra Wagenknecht, die Eigentums-, d.h. die Systemfrage in falscher Form stellte (auf den Basiskategorien des Kapitalismus, dem kapitalistischen Wertgesetz also sitzen bliebe).

Schließlich blieben Sie aufgefordert mindestens ansatzweise eine Alternative zu formulieren.

Einen Diskussion von Kurz, möchte ich an dieser Stelle außen vor lassen, besonders, solange ich Ihre Begründung für die unterstellte Fehlinterpretation von Marx durch Wagenknecht im genannten Zusammenhang (Eigentumsfrage) nicht gehört habe.

MfG
ut

.
Joachim Petrick schrieb am 21.10.2011 um 23:35
@ut

Danke für die in Teilen nachgereichten Inhalte des Intervies mit Sarah Wagenknecht
Tiefendenker schrieb am 22.10.2011 um 13:05
@Uwe Theel
Dazu müsste man überlegen, was denn ein "nicht mehr kapitalistisches Eigentum" sein könnte?

Dazu würde ich eine grundlegende Erkenntnis voranstellen wollen: vergleicht man vor-kapitalistische Formen (archaische Kulturen, Sklavenhalterzeit, Feudalismus usw.) dann lässt sich erkennen, dass die Eigentumsfrage zunächst eine bestimmte Form der gesellschaftlichen Reproduktion zugeordnete werden kann, ja diese zwingend voraus setzt.

Je nach dieser Form ist Eigentum immer die juristisch abgeleite Form der vorherrschenden Verhältnisse, genauso wie die jeweils dazugehörige Denkform!!!

Also z.B in Fetisch-Gesellschaften, wo Gott im Mittelpunkt stand, war das Eigentumsrecht an die Kirchen gebunden. Außerdem gab es "freie Männer", die im Einklang mit ihrem jeweils gültigen Gott eigenen Grund und Boden besitzen mussten und konnten, weil man sich insgesamt in naturalen Formen bewegte (Agrargesellschaften). Werttausch über Münzen, spielte da nur eine sehr untergeordnete Rolle bzw. war im Mittelalter sogar teilweise völlig von der Landkarte verschwunden. Es gab sogar Kulturen (Indien, Südamerika), wo sich Geld gar nicht entwickelt hatte. Die Produkte des Menschen wurden einfach innerhalb der sozialen Beziehungen (Familien, Dorf) kostenlos zur Verfügung gestellt oder im Naturaltausch abgewickelt. Erst im Spätmittelalter tauchte Geld (als Brakteaten) wieder auf und spielte im Zusammenhang mit den Zünften der Handwerker wieder eine gewisse Rolle, war aber ebenfalls nie dominierend.

Jedoch jede Änderung der Reproduktionsform, was durch Münzen ja passiert, zog eine Änderung der Eigentumsverhältnisse nach sich, als juristische Seite der Reproduktion. In diesem Fall war es die Einführung der Pacht sowie einer monetären Steuerabgabe an die Kirchen und/oder Landesfürsten, also je nachdem, wer den Fetisch bildete und ihn ideologisch rechtfertigte (Religion, "blaues Blut" des Adels, "gottgegebene Verhältnisse" usw.).

Im Kapitalismus (die bislang totalitärste Fetischform) ist die juristische Form adäquat zur Mehrwertbildung sehr verschieden möglich: als Privateigentum (die wichtigste Form), als Genossenschaftseigentum, als institutionelles Eigentum, als staatliches Eigentum, ja sogar als öffentliches oder gesamtgesellschaftliches Eigentum - dem Volkseigentum (besonders im Sozialismus). Belegschaftseigentum (Argument Wagenknecht) gehört ebenfalls dazu.

Dann entscheidet bei letzterem nicht der Privatkapitalist (Unternehmer) bzw. der Konzernvorstand oder der Staat (vertreten durch seine Manager und Beamten wie früher bei Bahn, Post, Telekom) darüber, was wie wann von wem gemacht wird, sondern die Mitarbeiter (Belegschaft), d.h. die Arbeiter selbst müssen dann in der Krise entscheiden, wo "gespart" (d.h. gekürzt) wird bzw. wer entlassen wird. An der Sache der "abstrakten Verwertung des Wertes" nämlich der Kapitalakkumulation ändert das nicht das Geringstes.

Sozialismus hätte zwar zweifelsfrei Vorteile gegenüber der "freien Marktwirtschaft" (gesamtgesellschaftlicher Ausgleich von Wertunterschieden, Wegfall der Binnenkonkurrenz), wäre insgesamt aber ebenso vom Gelingen der Kapitalverwertung abhängig. Nur was an Kapital geschaffen wurde, kann im Sozialismus als Einkommensgrundlage dienen, wie im "normalen Kapitalismus" auch. Es handelt sich also nur um eine andere Durchgangsform der bürgerlichen Gesellschaft innerhalb der warenproduzierenden Moderne.

ABER - nun kommt der nächste Haken - Sozialismus hat auch Nachteile - nämlich das Fehlen bzw. Unterdrücken der Marktgesetze, die man dort versucht durch etatistische Maßnahmen "auszuhebeln". Das führt zwangsläufig zu einer Mangelwirtschaft, mit den bekannten Folgen. Nächster Haken - Sozialismus ist eingebunden in die Dynamik der Weltwirtschaft - muss sich darin also in der universellen Konkurrenz auf dem Weltmarkt behaupten. Das schafft eine Mangelwirtschaft aber nicht, weil die "freien Märkte" zunächst mehr Mehrwert und somit Kapital generieren. Das führt dazu, dass sie im Vorteil sind und die technologische Führerschaft übernehmen. Ergo hinkt der Sozialismus irgendwann hinterher, da er nur den Staat als (ihn sogar bremsende) Regulationsinstanz hat und geht in dieser Konkurrenz unter.

Dabei ist dem Kapital völlig gleichgültig, welche Verfügungs- und Herrschaftsform oder Ideologie gerade gültig ist (Absolutismus, Parlamentarische Demokratie, Faschismus, offene Diktatur, Sozialismus, soziale Marktwirtschaft, Neoliberalismus, Monetarismus) oder Eigentumsform (s. Aufzählung oben) juristisch vorherrscht.

Verständlicher geworden?

Wenn es sich also um "nicht mehr kapitalistisches Eigentum" handeln soll - was ich ja sehr begrüßen würde, muss man also das ändern, was auf der Ebene der Kategorien selbst liegt (und nicht darunter, wie Frau Wagenknecht noch immer meint) - die gesellschaftliche Reproduktionsform - also die Warenform, die Arbeitsform und die Geldform - müssen komplett überwunden werden. Sie schlägt lediglich eine andere Verteilungslösung innerhalb der Warenform vor, jedoch nicht deren Überwindung. Sie verbleibt also auch zwangsläufig im Spektrum kapitalistischer Eigentumsformen.

Wie gesagt - sich mal mit der "modernen Wertetheorie / Wertabspaltungstheorie" auseinanderzusetzen und Autoren wie Robert Kurz lesen, kann da im Verständnis sehr hilfreich sein.

Ansonsten zu Frau Wagenknecht - siehe mein Link oben im anderen Kommentar.
Uwe Theel schrieb am 24.10.2011 um 00:02
@ Tiefendenker am 22.10.2011 um 13:05

Ja, ich kann Ihren Ausführungen gut folgen, und stimme Ihnen bezüglich Ihrer Argumentation der Rolle des Eigentums und seiner Entwicklung, wie der, des je historisch korrespondierenden Geldes - schließlich als Kapital - zu. Insofern wäre Ihre Kritik an Wagenknechts Position auch zutreffend.

Allerdings gebe ich zu bedenken, dass auch Wagenknecht nicht darauf besteht, dass Der Sozialismus - gerade in der von Ihnen richtig beschriebenen Beschränkung -, das Ende der Geschichte wäre und er folgerichtig wohl auch von Ihnen als historische Verbesserung gegenüber dem herrschenden Zustand zu betrachtet wird, aber eben nicht als Lösung oder gar Endform derselben.

Der Marx`sche Anspruch ist der des Endes der Herrschaft des Menschen über den Menschen. Da Herrschaft über das Reproduktionsverhältnis im Zusammenhang mit dem Eigentumsverhältnis geregelt, ausgeübt wird, ist es in der Tat kritisch, dem Eigentum und - im Falle des Kapitalismus - dem Geld als Kapital die Möglichkeit des hebels zur (Klassen)Herrschaft zu nehmen, damit das Reproduktionsverhältnis in seinem Charakter zu revolutionieren.

Der Sozialismus verstanden als Schritt in diese Richtung, würde Wagenknechts Position, damit die Postion der Linken als angemesen, aber nicht hinreichend erscheinen lassen.

Es könnte sein, dass ein weiterer Baustein für ein neues wahrhaft postkapitalistisches Gebäude darin bestünde, dem Geld seinen Umschlag in Kapital zu verwehren, ein Projekt das Michael Jäger beim Freitag unter

www.freitag.de/community/blogs/michael-jaeger/0-die-andere-gesellschaft-gliederung-in-kapitel-und-tagebuch

verfolgt.

Die fertige Antwort darauf habe auch ich selbstverständlich nicht, gleichwohl bestehe ich darauf, dass die ahistorische und dialektische Verkürzung, die das Thema durch den gastgebenden Blogger Jochen Petrick erfährt, auch nicht ansatzweise Erhellung bringt, diese Behandlung als solche sogar als reaktionär bezeichnet werden muß.

P.S.: Eine intensivere Befassung mit Kurz steht bei mir noch aus, sodaß ich i.A. leider nicht mit einer detaillierten Stellungnahme aufwarten kann.

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Joachim Petrick
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