Sebastian Dörfler

Blog von Sebastian Dörfler

27.06.2010 | 21:08

Kommunismus-Kongress Tag 3: "We are the ones, we've been waiting for"

Tag 1: Denken vor Handeln
Tag 2: Was kommt nach der Ewigkeit?

Am letzten Tag der Konferenz "Idee des Kommunismus" (Programm) war der „letzte Meisterdenker“ (FAS) mit seinem Vortrag an der Reihe, Alain Badiou. Bisher hatte er Zizek das Reden überlassen. Ich weiß nicht, warum er erst zum Schluss präsentierte, was er unter Kommunismus versteht. Da er die ganze Zeit zitiert wurde, hätte es durchaus Sinn gemacht, die Konferenz mit seinem Vortrag zu beginnen. Aber gut. Für eine kritische Auseinandersetzung und Einordnung der ganzen Konferenz schwirrt mir jetzt der Kopf zu sehr. Ich hoffe, das hier Geschriebene hat ein Bild vom Geschehen vermittelt.

Zur Abwechslung wurde es im letzten Panel erst einmal konkret und historisch. Das Golden Poldex Collective aus Krakau präsentierte ein Beispiel für ein politisches Ereignis: Die polnische Bewegung Solidarnosc. Die Bewegung hätte im August 1980 die Möglichkeit einer anderen Möglichkeit eröffnet und so eine „kommunistische Hypothese“ dargestellt. 10 Millionen Mitglieder hatte die Gewerkschaft in ihrer Hochzeit. Durch Generalstreiks habe sie das ganze Land erfasst und ein revolutionäres Subjekt geschaffen, das schließlich von der SU niedergeschlagen wurde. Solidarnosc fordertet zu Beginn das ganze System heraus. Haupt-Programmpunkte seien die Selbstbestimmung der Menschen und die soziale Kontrolle über die Produktionsverhältnisse gewesen. Die Bewegung habe so eine Alternative jenseits des Staates präsentiert.

Ein neues Symbol

Das vortragende Trio selbst präsentierte daraufhin ein neues Symbol für eine kommende Bewegung. Einen Stern mit verschiedenen Farben – eine „Gemeinschaft der Singularitäten“. Dazu eine offene Stelle, den „leeren Signifikanten“ für das kommende Projekt. Die Poster könne man sich in der Lobby abholen. Alle freuten sich. Außer Zizek. Ihm zufolge stelle die Solidarnosz-Bewegung nicht etwas „Neues“ dar, sondern sei nur in einem zerfallenden kommunistischen Staat denkbar gewesen. Ihre Ideen knüpften an die kommunistische Tradition an. Und dieser Stern sei nur ein Symbol für die Demokratie, die genau auf diesem leeren Signifikanten beruhe. Alle können sich auf so einen Stern einigen, sogar der Papst. Natürlich sei ein enthusiastischer Moment schön, aber es komme darauf an, wie die Solidarität ihren konkreten Weg in die Welt finde, und dort bleiben könne. So schön es auch sei, den leeren Signifikanten zu preisen.

G.M. Tamas bezeichnete sich im folgenden Vortrag als „traditionellen Marxisten“. Die Aufgabe heute sei aus seiner Sicht die gleiche wie immer: Klassenbewusstsein schaffen. Das sei die Aufgabe der Philosophie. In der Diskussionsrunde kam die Frag auf, warum nur eine Frau zur Konferenz eingeladen sei – was sei das für eine Art Kommunismus? Zizek antwortete, dass Frauen angefragt waren. Sie hätten jedoch abgesagt, wegen Krankheit. Auch Judith Butler sei eingeladen worden, sie wollte jedoch nicht mit dem Label „Kommunismus“ verbunden werden.

Zum Schluss stellte Alain Badiou seinen Kommunismus-Begriff vor. Im Vortrags-Stil ein Gegenpart zu Zizek, ruhig, aber bestimmt. Ihm sei seit der letzten Konferenz in London zu Unrecht vorgeworfen worden, dass er den historischen Materialismus aufgeben wolle. Für ihn sei „Kommunismus“ keine utopische Idee, sondern der Versuch, das animalisch-interessengesteuerte Handeln des Menschen zu transzendieren. Kommunismus sei kein Endziel, keine Idee, sondern eine Praxis, die dem lokal Handelnden das Gefühl gibt, die Bühne der Geschichte zu betreten. Eine Handlung, die nicht nur auf die jeweiligen Interessen der handelnden Gruppe beschränkt ist, sondern die das Universelle adressiert. Ein solches Handeln gibt sich nicht mit der Perspektive der Opfer zufrieden, sondern muss für die Emanzipation der gesamten Menschheit stehen.

Die Triade Lacans

Badiou skizzierte kurz die Terminologie Jacques Lacans. Unter dem „Realen“ verstehe er das, was die Menschen tun. Das Handeln von Bewegungen, Streiks etc. Das „Imaginäre“ sei die historische Totalität – das nicht „reale“ Bild, das die Menschheit von sich und ihrer Geschichte hat. Das „Symbolische“ sei das „Universelle des Realen“ – also die Frage, wie Aktionen in die imaginäre Geschichtserzählung eindringen können. Das Symbolische betreffe die Idee des Kommunismus, es mache die Handlung eines partikularen Subjekts zum universellen Subjekt. Jedes Subjekt könne potentiell zum „Helden der Emanzipation“ werden.

Bis dahin sprach Badiou auf Französisch. Negris Kritik (Negri war bereits abgereist) wollte er jedoch auf Englisch antworten. Seine Erwiderung falle dann nicht so harsch aus. Er habe nie behauptet, so Badiou, dass das Ereignis eine Art mystisches Wunder sei, dass ohne Beziehung zur konkreten Situation geschehe. Er habe in seinen Büchern die ontologischen und strukturellen Bedingungen für ein Ereignis aufgezeigt. Negri habe diese wohl nicht gelesen. Von einem solchen Ereignis seien wir noch weit entfernt. Wir befänden uns nicht in einer „Postmoderne“, sondern eher in einer Wiederholung der Moderne, Mitte des 19. Jahrhunderts. Die ganze Arbeit von Marx und Hegel sei erneut zu leisten. Postmodernes Differenzdenken sei nichts weiter als ein Freundschaftsangebot an den Kapitalismus. Wir bräuchten eine neue Theorie des Subjekts und der Wahrheit. Trotzdem müsse Veränderung auch über den politischen Prozess vorangetrieben werden und nicht nur auf ein mystisches Ereignis verlegt werden.

Dann ging es weiter auf Französisch, zuzrück zum Vortrag. Kommunismus sei die symbolische Verbindung des Subjekts mit der Geschichte. Diese Verbindung sei bisher immer ein revolutionärer Gründungsakt gewesen, eine gewaltige kollektive Anstrengung, die eine alte Ordnung zerstört hat, um eine neue zu errichten. Diese Revolutionen seien immer in der Folge von Kriegen entstanden. In der Folge hätte sich die kommunistische Bewegung militarisiert und wurde siegesbesessen, sie bekam einen eigenen militärischen Apparat – ein Verrat an der kommunistischen Idee. Heute müsse man den Kommunismus von dieser militärischen Besessenheit befreien.

"International oder gar nicht"

Zum Abschluss machte Badiou diesbezüglich einige Vorschläge. Die kommunistische Idee bestehe aus lokalen Erfahrungen und sei in ihrer Praxis bisher immer der Faszination von Macht und Staat erlegen. Sie müsse heute so formuliert werden, dass sie von sich aus nicht gewalttätig ist. Sie könne sich jedoch verteidigen, wenn die restaurativen Kräfte zurückschlagen. Im Vergleich zu den letzten Erfahrungen muss der Kommunismus international sein. Das Bewusstsein, dass wir in einer Welt leben sei notwendige Grundbedingung jeder Handlung. Die Hinweise, es gebe überall unterschiedliche Verhältnisse, seinen ideologische, die uns von dem Bild einer gemeinsamen Welt abringen würden. Dagegen müsse man die Kämpfe an entfernten Orten zu seinen eigenen machen. Internationalität sei der Imperativ, das lokale Handeln mit globalen Ideen zu verbinden. Der Kommunismus werde international sein oder gar nicht. In diesem Handeln gehe es jedoch nicht darum, anderen das Universelle aufzuzwingen. In der partikularen Handlung stecke jedoch ein universelles Potential.

In der Fragerunde ging Badiou noch auf die Rolle der Kunst ein: In Krisenzeiten käme ihr die wichtige Rolle zu, nicht nur negativ das Bestehende zu kritisieren, sondern auch neue Fiktionen aufzuzeigen. Das könne die Politik nicht. Im Schlusswort unterstrich Zizek noch einmal das Primat des Denkens – die 11. Feuerbachthese von Marx müsse heute umgedreht und die Welt noch viel radikaler interpretiert werden. Das hier sei ein Anfang gewesen. Er schloss mit dem Zitat: „We are the ones, we've been waiting for.“

 

Oben: Alain Badiou (Foto: Thomas Aurin)

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
ed2murrow schrieb am 27.06.2010 um 21:16
Wird zwar erst später gelesen, aber jetzt schon Dank für das Kondensat. Sind Sie selber polyglott?
Sebastian Dörfler schrieb am 27.06.2010 um 22:34
Ähem, für das Französische und Italienische griff ich dann doch zum Headset mit Simultan-Übersetzung… die gab es nämlich zum Glück. Nur Zizek ist als einer der wenigen die ganze Konferenz ohne ausgekommen.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 28.06.2010 um 02:36
"Heute müsse man den Kommunismus von dieser militärischen Besessenheit befreien."

Diese Besessenheit findet durch die Parteien statt, in deren Struktur, Hierarchie und "Führungsrolle" widerspiegeln sich Machtverlustängste, die aus einer theoretisch postulierten Emanzipationsbewegung im Geiste immer ein System generieren, als könnte eine solche Bewegung nichts anderes.
Mingus schrieb am 28.06.2010 um 06:04
Vielen Dank für diese sehr interessanten Berichte!
goedzak schrieb am 28.06.2010 um 09:04
Es war ein Philosophen-Kongress, oder? So, in dem Sinne, wie man auch 'Künstler-Kongress' sagen würde (Kunst ist, was man dazu erklärt).
Kommunismus ist jetzt nicht nur bei den Anti-Kommunisten, sondern auch bei den 'Kommunisten' zu einer Frage der Meinung geworden...
Sebastian Dörfler schrieb am 28.06.2010 um 11:43
Ein Philosophen-Kongress zur "Idee des Kommunismus", genau. Kein Klassenkampf im Theater.
Zachor! schrieb am 28.06.2010 um 14:59
Danke, Herr Dörfler, für Ihre Mühen. Ich fand Ihre Berichte sehr gut und spannend.
Im dritten Teil sind mir zwei Aspekte im Vortrag von Badiou aufgefallen:
"Wir befänden uns nicht in einer „Postmoderne“, sondern eher in einer Wiederholung der Moderne, Mitte des 19. Jahrhunderts. Die ganze Arbeit von Marx und Hegel sei erneut zu leisten. Postmodernes Differenzdenken sei nichts weiter als ein Freundschaftsangebot an den Kapitalismus. Wir bräuchten eine neue Theorie des Subjekts und der Wahrheit. "
Hierzu:
a) Geschichte wiederholt sich nicht. Die (selbstbewusste) Arbeiterklasse, die es vor 100-150 Jahren in weiten Teilen Europas gab, gibt es nicht. Daher kann da auch kein Bewusstsein entstehen, mag der Ungar GMTamás, der mal ein guter Philosoph war, dies auch noch so oft fordern.
b) Differenzdenken als "Freundschaftsangebot" an den Kapitalismus? Das ist doch lächerlich. Jede ernsthafte (politische etc.) Analyse, die die Realität kennenlernen will, uns dann aber doch nur ein Bild von ihr liefern wird, wird differenzieren.
c) Da es DAS Subjekt nicht gibt, kann es auch keine Theorie von ihm geben. Meiner Meinung nach.

Des Weiteren:
"Kommunismus sei die symbolische Verbindung des Subjekts mit der Geschichte. Diese Verbindung sei bisher immer ein revolutionärer Gründungsakt gewesen, eine gewaltige kollektive Anstrengung, die eine alte Ordnung zerstört hat, um eine neue zu errichten"
a) Das Problem des Kommunismus war genau das: er hat das Subjekt eben eliminiert (sehr oft sogar physisch!) und es allenfalls symbolisch mit der Geschichte (= Macht, Herrschaft, Regierung, würdevolle Identität und Autonomie) verbunden. Genau hieran ist er zugrunde gegangen.
b) Denn in der Tat muss der Kommunismus eine "kollektive Anstrengung" sein. Doch hat die Psychologie längst herausgefunden, dass zuviel Kollektivität ein Individuum nicht erträgt. Und wieviel es erträgt, ist subjektiv-individuell. Daher ist das menschliche Subjekt für solch kollektive Anstrengungen nicht geschaffen.
Dies alles meine Meinung.
Phineas Freek schrieb am 28.06.2010 um 15:39
"Doch hat die Psychologie längst herausgefunden, dass zuviel Kollektivität ein Individuum nicht erträgt. Und wieviel es erträgt, ist subjektiv-individuell. Daher ist das menschliche Subjekt für solch kollektive Anstrengungen nicht geschaffen."

…das ist hübsch. So landet man zielgenau im Schoß bürgerlicher Ideologie und seiner Lieblingsapologie: der „Kommunismus“, ein einziges Verbrechen und eine Versündigung an der „Menschennatur“ – Beweis: hat doch „die Psychologie“ längst „herausgefunden“…, dass „Freiheit und Demokratie“ (Geschäft und Gewalt) DIE menschengerechten und adäquaten Formen „menschlicher Vergesellschaftung“ bestimmen und auch sind.
Und wer der „Psychologie“ da nicht gläubig folgen will: wer Erfolg hat, hat (setzt) Recht – Punkt….
Zachor! schrieb am 28.06.2010 um 15:52
@ Phines Freak
"So landet man zielgenau im Schoß bürgerlicher Ideologie"

DAS ist hübsch.
Fragen:
a) was ist eine "bürgerliche" Ideologie?
b) was ist ihr Gegenteil, womöglich eine/die "richtige" (linke???) Ideologie?
c) wenn beide Ideologien sind, also (Welt-)Anschauungen, warum ist dann eine von beiden besser als die andere?
d) Haben SIE sich schon zwangsweise Kollektivmaßnahmen unterwerfen müssen? Gegen ihren Willen, unter Androhung von Gefahr für Leib & Seele Ihrer Familie? Falls nicht, dann bin ich doch mit soviel "bürgerlicher" Großzügigkeit gesegnet, dies Ihnen auch nicht an den Hals zu wünschen.
Phineas Freek schrieb am 28.06.2010 um 21:39
Antworten:

a)"Doch hat die Psychologie längst herausgefunden, dass zuviel Kollektivität ein Individuum nicht erträgt. Und wieviel es erträgt, ist subjektiv-individuell. Daher ist das menschliche Subjekt für solch kollektive Anstrengungen nicht geschaffen. "

b) Überhaupt keine

c) 2 x falsch ist auch noch falsch

d) täglich, stündlich, minütlich. (erzählen Sie doch mal aus ihren reichhaltigen Erfahrungsschatz lebensbedrohlicher und kommunistischer Zwangsmaßnahmen.)
Und sparen Sie sich die "bürgerliche Großzügigkeit" - die hab ICH bis jetzt noch nicht kennengelernt.
Zachor! schrieb am 28.06.2010 um 23:20
a) SIE haben um 15:39 das Wort "bürgerlich" in eindeutig negativer Weise benutzt. So wie es im tiefsstalinistischen Jargon der 40er Jahre Usus war. Da müsste man eigentlich erwarten können, dass Sie es definieren und von irgendetwas abgrenzen können. Da Sie da verweigern, muss man folgern, dass Sie es nicht können und nur Losungen verbreiten.

Die Antworten b und c) sind daher ein Ausweichen und in sich unlogisch. Denn unter c) schreiben Sie, "2x falsch" bezogen auf Ideologien. Wenn etwas aus Ihrer Sicht falsch ist, muss doch etwas "richtig" sein. Das wäre dann Ihr Standpunkt. Doch können Sie sich nicht dazu durchringen, das hier zu offenbaren. Dafür beschimpfen Sie die Meinungen anderer als "bürgerliche Ideologie". Na, toll!

d) Ich muss/werde Ihnen nicht meine Erfahrungen hier breit machen, denn die gehen Sie gar nichts an und würden sie auch nichts verstehen (als wohl im westlichen Wohlstand aufgewachsener Salonkommunist mit null Realitätsberührung). Wenden Sie sich an die reichhaltige Literatur, jedoch ausnahmsweise nicht an die Ihres Vertrauens, denn von der werden Sie wohl nur die Segnungen des Kommunismus bestätigt bekommen und davon scheinen Sie ja jetzt schon überzeugt zu sein. Lesen Sie statt dessen die Berichte der zu Unrecht Verfolgten und Eingesperrten in den Gulags des Ostblocks, die Berichte der Verwandten von unschuldig Getöteten und Gequälten, z.B. in dem Buch von Figes: Die Flüsterer.
Phineas Freek schrieb am 28.06.2010 um 23:43
...bin ich verantwortlich für Ihre geistige Dickfelligkeit?
Dann kapieren Sie es halt nicht.
Ist doch auch in ihrem Fall völlig Bannane - Sie lassen doch nichts auf Ihre aktuelle politische Obrigkeit kommen und fühlen sich als selbstbewußter Untertan anscheinend sauwohl. Wen interessiert's?
Zachor! schrieb am 29.06.2010 um 08:14
"...bin ich verantwortlich für Ihre geistige Dickfelligkeit? "

... nein, für meine Lebenserfahrungen und die daraus gezogenen Konsequenzen können Sie nichts.

"Sie lassen doch nichts auf Ihre aktuelle politische Obrigkeit kommen und fühlen sich als selbstbewußter Untertan anscheinend sauwohl"

Hierzu, der Ordnung halber: a) von der aktuellen polit. Obrigkeit war bislang nicht die Rede
b) an der ist sehr, sehr viel auszusetzen, doch wäre es eine Platitüde, dies jeden Tag zu wiederholen
c) und "sauwohl", ein Wort das Kommunistenschweine eher und besser beschreibt, fühle ich mich schon gar nicht und
d) wogegen ich mich eben nur wende, ist, dass man hier den Kommunismus sich schön macht und farbig ausmalt, nur weil das jetzige System und "aktuelle polit. Obrigkeit" beschissen ist. Im Ggs. zu vielen Mitdiskutanten sehe ich die Alternative zu diesem unserem ungerechten und beschissenen System nicht in seiner Abschaffung und Ersetzung durch ein kommunistisches, sondern in seiner Verbesserung. Weil ich die kommunistischen Utopien Vieler hier nicht teile, werde ich eben als "bürgerlich" bezeichnet, wobei dies Wort als Beschimpfung gedacht ist.

Dies unser System ist bestimmt auf viel Unrecht und Unterdrückung gegründet, doch wäre all dies in jedwedem kommunistischen System nicht geringer. Ja, nach den bisherigen politischen Erfahrungen und Erfahrungen mit dem Schlechten, das sich Menschen unkontrolliert antun, bin ich der Meinung, dass das kommunistische System bestimmt noch schlechter, ungerechter und mit größerer Unterdrückung "gesegnet" ist als das unsrige. Diese meine Kritik an der kommunistischen Utopie qualifiziert mich noch nicht als bürgerlichen Erzkonservativen, als den mich manche hier darstellen. Dieses Bild sowie die sonstigen Attribute zeigt jedoch jetzt schon, in einer relativ freien Gesellschaft, die Unterdrückungspotentiale von Personen, die andere Menschen und deren Haltung gerne u.a. als "bürgerliche Ideologie" diffamieren. Ich hoffe, jene Zeiten nicht erleben müssen, da solche Menschen über politische Macht verfügen werden.
Phineas Freek schrieb am 29.06.2010 um 10:13
...wischen sie sich erst mal Ihren antikommunistischen Geifer aus den Lefzen bevor sie mir hier antworten...

"Ich hoffe, jene Zeiten nicht erleben müssen, da solche Menschen über politische Macht verfügen werden."

Mir reichen da schon die derzeitigen Herrschaften und ihre politischen Zwecke aus, um das Bedürfnis auszusprechen, so etwas nicht mehr "erleben" zu müssen.

Und wenn Sie Ihren Verweis auf die vergangenen - dem Kommunismus zugeordneten - Gewalttaten und Leichenberge als Kritik an unbekömmlicher Gewalt ausgeben und gleichzeitig der nicht weniger werdenden Gewalt und die nicht kleiner werdenden Leichenberge der aktuellen „Macht“ einen ideellen „Bonus“ zubilligen, um der eigenen praktischen (und willigen) Unterwerfung eine zusätzliche moralische und menschenfreundliche Note zu verpassen: dass verrät eine Menge über die Absicht solcher Art Heuchelei, nämlich seinen Frieden zu machen mit einer Gewalt über sich.
Wer wie Sie sich durch die vom "Kommunismus" begangenen moralischen Straftaten und Massenmorde abhalten lässt, seine eigenen Bedürfnisse in ein kritisches Verhältnis zu den (aktuellen) herrschenden Interessen zu setzen und denen auf den Grund zu gehen, der hat dies in Wahrheit auch nie vorgehabt.
Zachor! schrieb am 29.06.2010 um 14:42
Sie schreiben:
wenn Sie... "der aktuellen „Macht“ einen ideellen „Bonus“ zubilligen, um der eigenen praktischen (und willigen) Unterwerfung eine zusätzliche moralische und menschenfreundliche Note zu verpassen"

Ja, ich gebe zu, der aktuellen Macht/dem aktuellen System einen ideellen Bonus zuzusprechen. Den verdient es auch, weil es mir wenigstens erlaubt, es zu kritisieren. Im Gegensatz zum von mir schon erlebten kommunistischen System, das selbst Kinder und Jugendliche zu über zehn Jahren Gefängnis verurteilt (hat), weil sie das System kritisiert haben. (So geschehen in der Familie.) D.h. diesen "ideellen Bonus" spreche ich dem jetzigen unvollkommenen und ungerechten System aus Erfahrung zu, im Gegensatz zu westdeutschen Salonkommunisten, die in ihrer menschenrechtlichen und sonstigen Saturiertheit nie den kleinsten existentiellen Mangel an Rechten erlebt haben. Die nie die Erfahrung willkürlichen Verprügeltwerdens durch die Staatsmacht, der juristischen Aussichtslosigkeit, der herkunftsbedingten Diskriminierung etc. etc. usw. usw. gemacht haben (sondern beim Marsch durch die Institutionen sich auf gut gepolsterte Beamtenstühle haben fallen lassen).

Sie schreiben: "Wer wie Sie sich durch die vom "Kommunismus" begangenen moralischen Straftaten und Massenmorde abhalten lässt, seine eigenen Bedürfnisse in ein kritisches Verhältnis zu den (aktuellen) herrschenden Interessen zu setzen und denen auf den Grund zu gehen, der hat dies in Wahrheit auch nie vorgehabt."
Logischer Fehlschluss.
Als ob die Kritik jenes Systems die Billigung des jetzigen Systems bedeuten würde. Falsch. Es geht vielmehr darum, dass man vergleicht und so seine Urteile fällt. Aber das können westliche Salonkommunisten anscheinend nicht nachvollziehen, weil sie in ihrem utopischen Bild gefangen sind, das sie sich vom Kommunismus gemalt haben.
Phineas Freek schrieb am 29.06.2010 um 16:21
...Sie wollen hier wohl mit aller Gewalt den Nachweis erbringen, dass "persönliche Erfahrung" nie und nimmer Ersatz für Kritik und Erklärung einer Sache sein kann.
Bei Ihren vorstellig gemachten und schlechten Erfahrungen mit einer Staatsform, also politischen Herrschaft, ist Ihr sonniges Bekenntnis zur Hiesigen rein sachlich mehr als befremdlich - allerdings Aufschlussreich.
Denn mit Ihren ideellen Bekenntnis verfabeln Sie eine den Menschen generell nicht gut bekömmlichen institutionellen Gewalt über Land und Leuten (was Herrschaft immer ist, egal ob „kommunistisch“ autokratisch oder bürgerlich „demokratisch“) einmal zur „guten“ Herrschaft und im anderen Fall zur verbrecherischen Abweichung und Versündigung an der Ersteren.

Und die zynische Frage, ob die Opfer einer demokratisch verfassten Herrschaft mehr zu rechtfertigen seien als bei der längst untergegangenen „kommunistischen“ Konkurrenz, können nur Figuren positiv beantworten – und da wiederhole ich mich – die ihren Frieden mit der Gewalt über sich machen WOLLEN und sich auch den Vollzug von
Herrschaftszwecken folglich in eine gelungene Dienstleistung an höheren Werten umfabulieren lassen WOLLEN.
Das geht all Diejenigen allerdings nichts an, die sich weder für die Eine noch für die Andere HERRSCHAFTSFORM begeistern.
Zachor! schrieb am 29.06.2010 um 21:33
"Bei Ihren vorstellig gemachten und schlechten Erfahrungen mit einer Staatsform, also politischen Herrschaft, ist Ihr sonniges Bekenntnis zur Hiesigen rein sachlich mehr als befremdlich"

Was ist befremdlich an einem Bekenntnis zu einer parlamentarischen Demokratie (mag sie auch Mängeln aufzuweisen) anstatt eines Bekenntnisses zur Einparteiendiktatur?

"mit Ihren ideellen Bekenntnis verfabeln Sie eine den Menschen generell nicht gut bekömmlichen institutionellen Gewalt über Land und Leuten (was Herrschaft immer ist, egal ob „kommunistisch“ autokratisch oder bürgerlich „demokratisch“) einmal zur „guten“ Herrschaft und im anderen Fall zur verbrecherischen Abweichung und Versündigung an der Ersteren. "

Unsinn. Entweder Sie können nicht lesen oder Sie wollen absichtlich nicht verstehen. Mehrfach habe ich erklärt, dass ich mir der Mängel des hiesigen Systems bewusst bin, diese auch bereit bin an- und auszusprechen und noch so heftig zu kritisieren. Nur stellt es für mich einen Unterschied dar, dass ich in diesem System rechtliche Mittel habe, gegen Ungerechtigkeit vorzugehen, hingegen in der Diktatur des Proletariates nicht. Und dass ich daher im Gegensatz zu den Kommunisten nicht auf die Abschaffung, sondern die Verbesserung des Systems setze.

"die zynische Frage, ob die Opfer einer demokratisch verfassten Herrschaft mehr zu rechtfertigen seien als bei der längst untergegangenen „kommunistischen“ Konkurrenz, können nur Figuren positiv beantworten – und da wiederhole ich mich – die ihren Frieden mit der Gewalt über sich machen WOLLEN "
Die Frage habe ich nicht gestellt, Sie fabulieren.
Phineas Freek schrieb am 30.06.2010 um 14:50
„Die Frage habe ich nicht gestellt, Sie fabulieren.“

Nur sondert Ihr apologetischer Rechtfertigungsfanatismus, genau auf „diese nie gestellte Frage“, ständig die gleichen Antwortgebenden Mantras ab.

Die Ursache Ihrer weiteren offensichtlich gewordenen Begriffsstutzigkeit und (scheinbaren?) Unfähigkeit, dass Aufgeschriebene nachzuvollziehen (bevor man kritisiert), möchte ich in Ihren Fall auch nicht weiter auf den Grund gehen.
j-ap schrieb am 28.06.2010 um 20:39
Sehr schön — nun liegen alle drei Teile vor, ich kann sie also ausdrucken (ja, ich gehöre zu den Ausdruckern) und noch einmal im Zusammenhang lesen.

Ihnen, Herr Dörfler, vielen Dank für das Elaborat.
Streifzug schrieb am 29.06.2010 um 10:51
Gesamtticket der Veranstaltung: 55,-

Wie hoch ist der Gebrauchswert?
Ach, Pardon, ist ja auch Kunst mit drin :)
Kommunismus ist jedenfalls nicht billig zu haben.
zelotti schrieb am 29.06.2010 um 17:28
Im Prinzip könnte man auch Herrn Ackermann und einen Jesuiten zum Thema philosophieren lassen.

Es geht nur darum, dass Personen, die es sich leisten können, dieses Label besetzen mit ihrem artifiziellen Theoriegesülze. In der Praxis bleibt es bei dem "müsse man".

Spannender fände ich, wenn diese Theoretiker sich um einen "Faschismus mit menschlichem Anlitz" bemühen würden, das wäre praktisch relevanter. Die CDU scheint mir irgendwie noch nicht die ultimative Antwort auf diese Herausforderung zu sein.
chrislow schrieb am 29.06.2010 um 19:01
Es ist immer wieder deprimierend, das man von den besten Partys erst immer hinterher erfährt....

Das ist leider auch so, wenn man Aktualle Presse lesen tut. Man erfährt halt immer nur wie es war! Nicht, was es werden wird. Vielleicht braucht eine Zeitung auch einne Rubrik für aktuell kommende Veranstaltungen? Damit man irgendwie auch mal vorher von den passenden veranstaltungen weiss.

Es geht für mich nun keine Welt unter, aber irgendwie .... fehlt jetzt was. Ich hätte gerne mal dem semi-verrückten Zizeck zugehört - live.

Den Salon kündigt ihr doch auch an - warum nicht ähnliche Veranstaltungen? Und diese wäre wohl durchaus in die "Ähnlickeit" gefallen.
Wie war das noch? Nichts ist älter, als eine Zeitung von gestern. Und wenn nun auch noch die Themen von gestern sind, dann ist die Zeitung schon bei Drucklegung vom Vortag...(ist sie ja sowieso schon - aus organisatorischen Gründen)

Ich hasse den ständigen Rückblick. Da isses ja kein Wunder, dass die Leute alle depressiv werden.

ich lese schon längere Zeit exessiv zeitung und das ist mir nun schon so oft vorgekommen (in allen Zeitungen), dass ich das Gefühl habe, etwas verpasst zu haben.

Wenn es tatsächlich hier angekündigt gewesen war, dann habe ich trotz allerregelmässigen lesens das nicht gesehen. ...schade
Ehemaliger Nutzer schrieb am 29.06.2010 um 22:41
@chrislow: "Es geht für mich nun keine Welt unter, aber irgendwie .... fehlt jetzt was. Ich hätte gerne mal dem semi-verrückten Zizeck zugehört - live. "

JA. Genau das. Angekündigt gehört das!
Deaktivierter Nutzer schrieb am 30.06.2010 um 12:40
@Zachor! und andere. Meine Meinung:
Habe mich kurz gefragt, warum soviel Lob für die Darstellung dieses Kongresses durch Herrn Dörfler. Vermute, weil dadurch Leute, die sich mit Kommunismus beschäftigen -zumindest was diesen Kongress angeht-, als, vorsichtig gesagt, vernachlässigenswert dargestellt werden. Das ist okay.

In der folgenden Diskussion schlagen dann einige auf den toten Hund Kommunismus ein. Mao, Stalin, warum nicht Pol Pot?, werden als Verbrecher bezeichnet.

Das eine ist doch das Denken und etwas anderes oft das scheinbar entsprechende Handeln.

Wo haben die sog. Führer der Arbeiterklasse denn gesiegt? In agrarisch dominierten Ländern mit meist hoher Analphabetenrate und keiner demokratischen Tradition. Die lange autoritäre, ja antidemokratische Geschichte (zb Zarismus) und der desolate Zustand dieser Länder (Bürgerkriege, ausländische demokratische Interventionen, kaum Industrie) haben Programm und Handeln dieser Parteien schnell dominiert und vielleicht ursprüngliche Intentionen einer über die bürgerliche Demokratie hinausgehenden Ausweitung demokratischer Partizipation und Selbstorganisation unter sich begraben.

Letztlich war zB die Politik der SU russische Politik. Die KPs im Ausland wurden umgemodelt zu Agenten Russlands. Der Kollektivismus, Gegnerschaft zum Individualismus, Kolchosen, Paternalismus, das waren doch alles russische Erfindungen resultierend aus der russischen Geschichte.

Die KPs traten in russischer autoritärer Tradition als Erzieher der Massen auf, so auch der Dorfschullehrer Mao. In den fünfziger und sechziger Jahren passte ja auch das Gebaren der KPs in den entwickelten kapitalistischen Ländern zum fordistischen Produktionstypus. Weise Führer und einfache Arbeit realisierende Arbeitermassen.

Marx und Lenin hatten doch geschrieben, der Sozialismus könne nur in den höchst entwickelten Ländern funktionieren, sonst fange die alte Scheiße (von oben und unten) wieder von vorne an.

Summa summarum: was als Kommunismus gegeißelt wird, waren doch eigentlich nur Revolten agrarischer Entwicklungsländer gegen in- und ausländische Unterdrückung. Gut, man schwenkte rote Fahnen. Man zitierte, wenn es passte, auch mal Marx.

Ich finde, das einigermaßen Rationale dabei war die Abschottung vom Weltmarkt. Einigermaßen, weil für eine Entwicklung von Ländern, die auf der kapitalistischen Hühnerleiter (oder Hackordnung) der nationalen Produktivitäten und Intensitäten der Arbeit, eher unten stehen, eine gewisse Abschottung nötig ist. Beispiel: Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts.

Jemand von den Diskutanten, (Zachor!) ein Ostdeutscher, will den Kapitalismus verbessern, für ihn scheinbar eine technische Frage. Politik scheint demnach nicht der Widerstreit von Interessen zu sein, sondern ein quasi naturwissenschaftliches, technisches Verbessern einer Maschine.

Der Euroraum ist in einer Krise. Dann machen Sie doch mal einen Verbesserungsvorschlag. Schicken Sie ihn an Angela Merkel und die setzt ihn dann um und alles ist palletti.. Das ist dieselbe Denkweise, die in der DDR geherrscht hat. Sie kommen aus den Denkmustern, die Sie kritisieren wollen, selbst nicht raus.

Meiner Meinung nach wird vom Kommunismus die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie bleiben, so begrenzt sie ist. Die Wertlehre von Marx kann heute nicht konsistent die Oberfläche, also Preisentwicklung, erklären. Eine ausgearbeitete marxistische Wirtschaftspolitiktheorie gibt es, glaube ich, nicht. Sie wird durch sog. Linkskeynesianismus ersetzt.

Der größte Revolutionär der letzten 150 Jahre, der über Berge von Leichen gegangen ist, ist für mich der weltweite Kapitalismus.

Die Ramschpapiere in den Tresoren der Banken, die Ungleichgewichte in der Eurozone, die weltweiten Überproduktionskrisen in verschiedenen strategischen Branchen sind ungelöste und nur über eine gewaltige Vernichtung von Ressourcen (menschlich und sachlich) zu lösende Probleme. Die Weltwirtschaftskrise wird sich vertiefen. Auch die nationalen Gegensätze werden wachsen und die Verelendung. Vielleicht wird auch die Entwicklung der Realwirtschaft durch die Finanzmärkte weiter und schärfer behindert, so dass die Produktionsverhältnisse zur Schranke der Produktivkraftentwicklung werden.

Vielleicht wird sich die Partei USPD, sorry DIE LINKE in der Folge spalten und eine neue Art von KP entstehen, die sich nicht an Sozialismusvorstellungen aus Entwicklungsländern (zur Zeit in Mode: Venezuela mit seinem Führer) orientieren.

In diese Richtung, spontan geschrieben, müsste meines Erachtens eine materialistische Kritik der sog. kommunistischen politischen Bewegung gehen.

Wer von den Diskutanten meint, er gehöre zu den Siegern, zum Sieg einer zugegeben verbesserungswürdigen Gesellschaft, dem sagt Elias Canetti:

Es scheint ein Kitzel eigener Art zu sein, in einem mächtigen Bauch zu landen und mitzufahren -wenigstens in der Fantasie.
Giuseppe Navetta schrieb am 01.07.2010 um 23:49
Vielen Dank für den Bericht!
j.r. schrieb am 06.07.2010 um 18:57
indyjane schrieb am 09.07.2010 um 23:51
spät, aber köstlich -
habe deine berichte als "papierausdruck" im zug gelesen und bin dir sehr dankbar - gegen die alltägliche verblödung immer wieder informationen - viel stoff zum nachrecherchieren - viel humor gegen dogmatismus.
Sebastian Dörfler
Autor
Ort:
Berlin
Mitglied seit:
2 Jahre 17 Wochen
Zuletzt aktiv:
11.02.2012
Status:
Autor
Aktivität:
Beiträge: 61
Kommentare: 171
Mein Web:
Logbuch
06:12
g. hat gerade einen Kommentar geschrieben.
05:55
goedzak hat gerade einen Kommentar geschrieben.
05:41
goedzak hat gerade einen Kommentar geschrieben.
04:21
claudia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
04:16
SiebzehnterJuni hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Liebeshandlung - Eugenides

Berlinale

Freitag_Salon

PortletSalon_120216.png

Christoph von Marschall Was ist mit den Amis los? Herder Verlag 2012

260 Seiten. Gebunden.

18,99
 
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten >> mehr
Occupy

portlet_occupy.png

Rote Perlen

wir müssen reden

Augstein und Blome

IGEL

portlet_IGEL.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Anti-Terror-Zelle Kraftklub

Ausgabe 06/12
09.02.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_05_06.jpg

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG